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Vorrichtung für Geräte der Nachrichtentechnik, mittels welcher abbiegbare
oder abgebogene Stifte von Bauteilen so festlegbar sind, daß ihre Lage mit dem Lochraster
eines plattenförmigen Trägers übereinstimmt Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung,
mittels welcher abbiegbare oder abgebogene Stifte von Bauteilen so festlagbar sind,
daß ihre Lage mit dem Lochraster eines plattenförmigen Trägers übereinstimmt. Derartige
Träger kommen vornehmlich in der Fernmeldetechnik zu Verwendung, insbesondere bei
Rundfunk- und Fernsehapparaten; sie werden dort häufig mit einer gedruckten Bedrahtung
versehen. Diese Träger sind mit einer größeren Anzahl von Öffnungen versehen, die
zur Aufnahme der Stifte z. B. von Röhrenfassungen, Spulenhaltern und ähnlichen Teilen
dienen. Diese Öffnungen sind in Form eines sogenannten Lochrasters angeordnet, das
meist genormt ist. Ein solcher Träger soll nun für verschiedene Gerätearten verwendbar
sein; entsprechend ist er mit einer großen Anzahl von Öffnungen versehen, die das
erwähnte Lochraster bilden, von denen jeweils entsprechend der Verwendung der Platte
immer nur ein Teil deröffnungen zur Aufnahme von Stiften oder anderen vorstehenden
Teilen dient. Nicht alle Bauteile weisen nun eine Anordnung der Stifte auf, wie
sie dem Lochraster auf der Trägerplatte entspricht; insbesondere ist dies der Fall
bei den Stiften von Elektronenröhren und deshalb auch der entsprechenden Röhrenfassungen.
Um nun auch diese Bauteile in Verbindung mit solchen plattenförmigen, mit einer
gedruckten Bedrahtung versehenen Trägern verwenden zu können, bedarf es Maßnahmen,
um die abbiegbaren oder bereits abgebogenen Stifte solcher Bauteile so festzulegen,
daß ihre Lage mit dem Lochraster eines plattenförmigen Trägers übereinstimmt.
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Bekannt ist eine Röhrenfassung mit gedruckten Schaltungen, die so
eingerichtet ist, daß sie unmittelbar in die die gedruckte Schaltung tragende Chassisplatte
einzustecken ist. Für Bauteile, deren Stiftanordnung mit denen mit den Öffnungen
im plattenförmigen "Träger jedoch nicht übereinstimmt, lassen sich diese bekannten
Fassungen dann aber nicht verwenden. Dies kann erreicht werden durch Verwendung
einer Zwi-,chenplatte. Erfindungsgemäß ist daher diese @'orriclitung dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen einem mit >tiften versehenen Bauteil und dem mit dem Lochraster versehenen
plattenförmigen Träger eine zweckni:ißig in bezug auf den Träger dünne Zwischenplatte
vorgesehen ist, die mit einem Lochraster entsprechend dem Lochraster des Trägers
versehen ist, in deren I_öclier die abgebogenen Stifte des zu halternden Bauteils
derart einsteckbar sind, daß ihre über die Zwi-:chenplatte hinausragenden, zu ihr
senkrecht verlauienden Enden der Stifte dem Lochraster des Trägers entsprechen.
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Die Stifte (les Bauteils werden hierbei in den Öffnungen der "Zwischenplatte
so angeordnet und festgelel-t. (laß ihre Lage an der Unterseite dieser Platte dem
Raster der Öffnungen im Träger entspricht, in denen die Stifte angebracht sind.
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In einer bevorzugten Ausführungsform liegen sowohl die Öffnungen im
Träger als auch die Öffnungen in der Zwischenplatte an den Schnittpunkten von zueinander
parallelen, senkrecht zueinander stehenden und äquidistanten Linien, die einen zueinander
gleiclien oder einen um eine ganze Zahl mehrere Male kleineren oder größeren gegenseitigen
Abstand haben.
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Durch diese Ausbildung wird die Anwendungsmöglichkeit einer einzigen
Art von Zwischenplatten in bezug auf verschiedene Träger oder in bezug auf ver-;ciiiedeiie
Stellen im gleichen Träger vergrößert.
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Um die Anordnung der Teile auf den Zwischenplatten zii ermöglichen,
können verschiedene Wege befolgt werden. In erster Linie kann nach einer Ausbildung
der Erfindung mindestens einem Stift der Teile eine schräge Lage gegeben werden.
Nach einer anderen Ausbildung der Erfindung besitzt mindestens ein Stift der Teile
eine Verformung.
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Eine Anzahl von Zwischenplatten sind, nach einer Weiterbildung der
Erfindung, vor ihrer Anbringung zu Streifen vereinigt, die bis auf seitliche Bruchränder
durchlaufende
Schlitze unterteilt sind und streifenweise transportiert und gegebenenfalls aufgespeichert
werden können. Bei der mechanischen Herstellung der Teile kann die gleiche Maschine,
welche die Teile herstellt, diese am Streifen anbringen, und dies kann kontinuierlich
erfolgen. Außerdem hat es sich in der Praxis herausgestellt, daß die oft sehr dünnen
und leicht biegsamen Stifte bei ihrer Befestigung unmittelbar nach ihrer Herstellung
auf dem Streifen viel weniger durch den Transport zu leiden haben; Teile mit Streifen
lassen sich auch leichter verpacken.
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Es ist auch vorteilhaft, den Teil unverrückbar an der Zwischenplatte
zu befestigen, was z. B. mit einem zusätzlichen Stift erfolgen kann; auch ist es
möglich, einen Teil, wie z. B. eine Falzbuchse, die bei der Montage des Teiles benutzt
wird, mit einem vorstehenden Teil zu versehen, der als Befestigung der Zwischenplatte
dienen kann.
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Nach einer Weiterbildung der Erfindung besteht der Träger aus einer
mit einer bedruckten Bedrahtung versehenen Montageplatte bei einem Apparat für die
Nachrichtentechnik.
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Die Erfindung wird an Hand einer Zeichnung, in der Ausführungsformen
der Erfindung beispielsweise dargestellt sind, näher erläutert.
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Fig. 1 zeigt einen Teil einer Montageplatte bei einem Apparat für
die Nachrichtentechnik, mit Öffnungen und einer nicht dargestellten bedruckten Bedrahtung
an der Rückseite; Fig. 2 zeigt eine mit Öffnungen versehene Reihe von zu einem Streifen
vereinigten Zwischenplatten; Fig. 3 ist eine Draufsicht einer Röhrenfassung, und
Fig.4 ist eine Unteransicht einer gleichen Röhrenfassung mit verformten Stiften;
die Fig. 5 a und 5 b sind Schnitte der Röhrenfassung nach Fig. 4 in vergrößertem
Maßstabe mit deformierten Stiften, und Fig.6 ist eine Seitenansicht einer Röhrenfassung
mit einer auf dieser angeordneten Zwischenplatte und mit ausgebogenen Stiften.
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Fig. 1 zeigt eine Montageplatte 1 mit einer an der Rückseite
angebrachten vorgedruckten Bedrahtung mit Öffnungen 2. Diese Öffnungen liegen
alle an Schnittpunkten von zueinander parallelen und Äquidistanzlinien mit einem
zweiten Satz von zueinander parallelen Äquidistanzlinien, wobei diese Sätze senkrecht
zueinander liegen. In den mit einem zweiten Kreis bezeichneten Öffnungen 3 ist eine
Röhrenfassung anzuordnen, wie in den Fig. 3, 4, 5 und 6 dargestellt.
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Fig. 2 zeigt einen Streifen 4 mit einer Anzahl Zwischenplatten,
die durch Schlitze 5 getrennt sind. Das zwischen den Zwischenplatten verbleibende
Material ist nur gering, so daß sich die Platten durch Umbiegen oder Wegstampfen
des Materials leicht voneinander trennen lassen. Da die Platten dünn sind, bilden
die Stellen 6 Bruchränder. Die Zwischenplatten sind ebenfalls mit Öffnungen 7 versehen.
Die Öffnungen 7 in den Zwischenplatten liegen gleichfalls an den Schnittpunkten
von zwei senkrecht zueinander stehenden Sätzen von parallelen und äquidistanten
Linien. Die Stellen, wo die Stifte der Röhrenfassungen zu liegen kommen, sind wieder
durch Kreise angedeutet.
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In den Fig. 3, -l, 5a und 5b ist mit 8 die oberePlatte einer Röhrenfassung
bezeichnet, die durch eine Falzbuchse 9 mit einer Unterplatte 10 verbunden
ist. Die Röhrenfassung besitzt neun Stifte 11, die teilweise, z. 13. entsprechend
den Fig.5a und 5b, zwischen der oberen Platte 8 und der unteren Platte
10 eingeklemmt sind und an der Einklemmung gespalten und geprägt ausgebogen
sind, so daß die Stitte einer nicht dargestellten Elektronenröhre nach Anordnung
in der Röhrenfassung festgehalten werden. Die Stifte 11 sind, wie in den Fig.5a
und 5b in vergrößertem 1Vlaßstab dargestellt ist, derart verformt, daß, an der Unterseite
gesehen, die Enden der Stifte das gleiche Muster wie das Muster der Zwischenplatte
nach Fig. 2 aufweisen. Der Stift 11 ist nach innen verformt, die Stifte 12 und
13 sind nach außen verformt, wodurch die Enden der drei Stifte in Flucht
liegen. Es ist dann möglich, die Röhrenfassung in der Zwischenplatte 4 anzuordnen;
das Ganze kann dann auf der Montageplatte l angeordnet werden, wobei die gerade
Kante 14 der Zwischenplatte parallel zur geraden Kante 15 der Montageplatte
verlaufen soll. Hierdurch wird die Montage der Röhrenfassung auf der Montageplatte
viel einfacher, und die dünnen Stifte 11 können beim Transport nicht mehr
beschädigt werden.
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Bei der Röhrenfassung nach Fig.6 ist wieder eire obere Platte 8 und
eine untere Platte 10 vorhanden, die durch eine nicht dargestellte Falzbuchse miteinander
verbunden sind. Statt der Verformung der Stifte entsprechend den Fig.4 und 5 ist
nunmehr der ganze Stift etwas schräg gestellt, wie dies für die Stifte 16 und 17
dargestellt ist. Auch hier hat die Unterseite der Zwischenplatte 4 mit den diese
überragenden Stiften ein Muster, das dem Muster der Montageplatte entspricht, in
welche die Röhrenfassung hineinpassen soll.
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Es ist möglich, an der Röhrenfassung einen zusätzlichen Stift anzubringen,
der nach der Anordnung der Zwischenplatte umgebogen wird, so daß diese Zwischenplatte
gehaltert ist. Gegebenenfalls kann dieser zusätzliche Stift aus einem vorstehenden
Teil der Falzbuchse 9 bestehen.
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Obgleich die Erfindung an Hand einer Montageplatte mit Röhrenfassungen
beschrieben worden ist, leuchtet es ein, daß sie auch beim Anbringen von Spulenbuchsen
und ähnlichen Teilen zur Anwendung kommen kann. Dabei brauchen die Stifte nicht
immer verformt zu werden, sondern es kann auch vorkommen, daß die Stifte selbst
ein geringes Maß von Bewegungsfreiheit haben, so daß sie ohne Verformung in die
Zwischenplatte gesteckt werden können.