Verfahren zum Befeuchten
bzw. Nachbehandeln gepreßter,
wärmebehandelter Hart-Faserplatten
I-Iart-Faserplatten werden aus Faserzellstoff herge-
stellt, z. B. aus Holz, Stroh, Bagasse usw. Die Her-
stellung erfolgt üblicherweise so, llaß aus dem zer-
faserten Rohmaterial eine Schicht gebildet wird, die
in Platten geschnitten, dann entwässert und in einer
Presse getrocknet wird.
Fig. 1 zeigt in schematischer Darstellung, wie die
nassen Platten in die Presse in dem Zeitpunkt ein=
gebracht, der dem Punkt 0 der Kurve entspricht, und
<tann einer Wärme- und Druckbehandlung unterzogen
werden. In einem bestimmten Zeitpunkt A sind die
Platten praktisch völlig trocken. Die Platten ver-
1>leiheti (Tann gewöhnlich noch his zu einem durch
den Punkt ß dargestellten Zeitpunkt in der Presse.
Wahrend der Zeit A-ß werden die Platten unter
Druck so erwärmt, daß sie eine Temperatur er-
reichen, die nahe der Temperatur der Heizflächen der
Presse liegt. Das Verfahren kann z. B. ini Zeit-
punkt C unterbrochen und die Platten dann einer
Wärmebehandlung - einer sogenannten Härtung -
in einer gesonderten Vorrichtung unterzogen wer-
den. Der (,rund hierfür liegt darin, llaß die Presse
einen teuren Teil (]er Anlage darstellt und daher die
W:irmellehan(ilting der Platten in der Presse ein kost-
spieliger Arbeitsgang ist. Zweck der Wärmebehand-
lung ist es, sowohl die Biegefestigkeit der Platten zti
vergrößern, als auch ihre Aufnahmefähigkeit für
Feuclltlghl'It und (las dadurch bedingte Aufschwellen
zii vermindern. Die. so gepreßten und getrockneten
Platten werden dann mittels Wasser oller Dampf bis
zu einem gewissen Grade angefeuchtet, uni sie in
einen Gleichgewichtszustand mit fier Temperatur und
der relativen Feuchtigkeit zu bringen, die an der
Stelle herrschen, wo die Platten verwendet werden.
Die Befeuchtung kann nach bekannten ''erfahren
durch direktes Zuführen von Wasser oder 1 aßdampf
mittels Spritzdüsen erfolgen, geschieht üblicherweise
aber mittels Luft. die praktisch mit Wasserdampf
gesättigt ist, wobei die Temperatur niedrig, z. B.
zwischen 35 und 60° C, gehalten wird. Dies erfordert
eine lange andauernde Behandlung. Bei hoher Tem-
peratur wird die Befcuchtungszeit zwar kürzer, da
der Wasserdalupf dann in die Platten schneller ein-
dringt. Bei Befeuchtung von Hart-Faserplatten zeigte
es sich jedoch, ((aß die glatte Oberfläche der Platten
zerstiirt wird, wenn man in dieser Weise die Be-
feuchtungszeit abzukürzen versucht. Die Verwen-
dung von liiiheren Temperaturen hat inan daher bis-
her als unzweckni:ißig angesehen, so llaß man nicht
davon ausgclien zu können glaubte, das hei (lern Trock-
nen von Holz bekannte honstanthalten des Trock-
nungsgef:illes in umgekehrter Weise beim Befeuch-
ten von Hartfaserplatten anzuwenden.
Die Erfindung hat mit diesem Vorurteil gebrochen,
ulid es hat sich gezeigt, llaß sie trotz Anwelidung von
Temperaturen zwischen 100 his 130° C einwandfreie
Ilart-Faserplatten 1111t glatter Oberfläche liefert. Ihr
liegt die Erkenntnis zugrunde, llaß die wirklichen
Ursachen dieser Zerstörung der Oberfläche nicht
lediglich in der Anwendung von höheren Tempera-
turen liegen. Die Oberfl:ichenzerstörung wird näm-
lich vielmehr durch eine durch die Kondensation ver-
ursachtc partielle Befeuchtung und auftretende inliere
Spannung, welche ihrerseits durch den großen Unter-
schied zwischen dem Feuchtigkeitsgehalt der äußeren
Plattenschlchten und lleilljelllgell der Plattennutte
entstehen, hervorgerufen. Diese Erkenntnisse mach-
ten es möglich, von der bestehenden Auffassung ab-
zugehen und den ganz neuen Weg lies erhndungs-
geni:ißen Verfahrens zu beschreiten, welches ohne
Oberflächenzerstörung der Platten deren rasche und
einwandfreie Befeuchtung ermöglicht.
Dies wird crflndung:gemäß dadurch erreicht, daß
die auf 100 his 1S0° C, vorzugsweise auf 150 bis
160° C, erwärllitell Platten mit luftfreicni bzw. mög-
lichst luftfreiem Dampf behandelt werden und dal3
der Zustand de Dampfes während der Behandlung
allni:ihlich verändert lind derart geregelt «-irl(. daß
(las Verhältnis zwischen( dem Dampfzustand U", atls-
gelli-iickt als Feuchtigkeitsgehalt des im Gleichge-
wicht mit diesem Dampf stehenden '.Materials, und
dein jeweiligen mittleren Feticlitigl:eitsgelialt der
Platten T-", auf einem konstanten U ert gehalten wird.
Durch die erfindungsgemäße EM-ärrnung der Platten
auf eine über dem Taupunkt des Behandlungsmittels
liegende Temperatur wird die durch die Konden-
sation verursachte partiell(' Befeuchtung vermieden,
während (sie M'irkung (res großen Feuchtigkeits-
tiiiter3ciiie(les gemäß der Erfindung durch Verwen-
dung von überhitztem luftfreiem Dampf a15 Be-
feuchtungsmittel ausgeschaltet wird. Zjnl die D1f-
Ittl()11 des hVasierdampfes l11 den Platten 7.u be-
scllleunigen, darf nämlich keine Luft in der Be-
feuchtungskaniliier vorhanden ;ein.
Unter bestimmten Voraussetzungen ist es bei der
Dumhführtmg des er5ndtuigsgeniäßen Verfahrens
auch müglicll. ges:ittigtun oller iiberllitzten Dampf
unter atmosphärischem Druck oller Überdruck anztt-
RTndell.
Ef-eitcre Einzelheiten und Vorteile der Erfindung
ergeben sich aus der iolgenden Beschreibung der
ZelC171ft111g.
Flg. 1 zeigt die eingangs gelninnte graphische Dar-
stellting (res Prel.4vorgangs:
Flg. ? verwischatllicht (las Verhältnis zwischen
(lein r,'eiiclitigkeingmd E7 und der Temperatur
0 in
iil)erliitrteiii Dampf bei :ttiilosph;irisclielil Druck;
Fig. 3 ist eine graphische Darstellung (res N-organgs
der Befeuchtung in einer Hefeuchtungskammer bei
schritttveise durchgeführter Änderung (res Dampf-
zti<tandes;
1' 1g. -i "zeigt (sie graphische Darstellung der
koll-
til7tlil'1'licl7l'il l',eleticllti111g 1'1)1l platten
in einer Anlage
bei stufenloser Änderung (res I)amplzustan@les,
Vig. 3 eine Anlage zur @@';irnlel)ehan(Ilnng, Be-
f('ttclittttig so\vie Abkühlung der Platten bzw. tnir für
-las Erwärmen der I)latten,
Fig. (i eine Anlage für (sie Rehandlurig der Platten
unter Druck in eitlem Autol;lav und
Fig. 7 (sie Veränderungen der Temperatur tv:ihren(l
eines linhandlungsvorganges sowie die entsprechen-
den l)ruck\-er;in(lernngcn.
Nenn eilte in üblicher «"eise biergestellte Platte in
1);(1111)f 1)ef(-tl(7lltet tviM, geht (las Durchfeuchten
zti-
ii:iclist sehr schnell vor sich wegen (res großen
Feuchtigkeitsgefälles, das zu Beginn zwischen dem
llefeuchtun@;smiftel (dein Dampf) und der Platte be-
#tt'lit. Die Oberflächenschicht der Platte erhält dabei
praktisch sofort Einelf Feuchtigkeitsgehalt, der gleich
(1l'111 Feuchtigkeitsgleichgewichtsverli;iltnis der Platte
zum Dampf ist. Beiin Befeuchten findet gleichzeitig
ein Aufschwellen der Platte statt. Das Befeuchten
soll daher nicht schneller durchgeführt weinlcn, als
(las Eindringen der Feuchtigkeit von der OI)erNächen-
schicht in (sie unteren Schichtwi vor sich gellen kann,
so (saß auch ((lese Schichte(( schwellen I;olmen. `Vene
i11 iil)ci-liitztem Dampf befeuchtet wird, ist (las Ver-
liiiltliis zwischen der D;tnil)ftcinperatur r? und (lein
Feuchtigkeitsgclialt t' der Platte derart, daß je höher
(sie Temperatur, desto niedriger der entsprechende
Feuchtigkeitsgrad (fier Platte ist (%-g(. Fig.2).
«-enn (sie Platte aus der Presse entnommen wird.
vergeht in (11'r Regel eine gewisse 7_cit, bevor sie
eher weiteren liellallllltlllg illltl'1'7()gell 1t'1('(1, so
(saß
(sie Platte abkühlt. Wenn die Platte einer sogenanll-
ten ll;irtung, (l. h. einer @@'äriiielwhawllung unter-
zogcn wir(I, wird ihre Temperatur auf 170 bis 200' C
getrielwu. Die Platte kann (Inn mit einer Temperatur
von ungef:dir 150 l)is ISO' C in (sie Befcuclltungs-
anlagc gebracht werden. M'enn mit üherhitrtein
h1'assenlanipf befeuchtet Viel. entspricht diese Teili-
p; r:aur einem Gleichgewichtsfeuchtigkeitsgehalt voll
ungefähr 1 bis 2')1o. Durch (las Befeuchten soll jedoch
ein Feuchtigkeitsgehalt von 6 lris 7 lo erreicht wer-
den, uni unter atmosphärischen Bedingungen das er-
strebte Gleichgewicht zu erzielen. Uni (lies zti er-
reichen, muss die Dampftemperatur langsam bis auf
103 1)1s lOSJ C gescrikt werden (vgl. Fig. 3 oder -1).
hig. 3 stellt den Beferichtungsvorgang in einer Kam-
iner dar, in der die Plattelf stationär gehalten wo--
den t111)1 der Zustand (res Behandlungsmlnels, I)e-
zogen auf (sie Zeit, allmählich verändert wird. Fig. -1
zeigt den ungefähren Verlauf (Ics Bekuchtungsvor-
gangs in einer Vorrichtung für (las kontimberlichc
Befeuchten von Platten. Hierbei wird (sie Platte im
Gegenstrnniverfahren gegen einen Danipfstroni ge-
führt, dessen relative Feuchtigkeit oller Cberhitzung
mit zunehmender Befeuchtung veräli(lert wird. Es ist
für die beiden Ausiührungsforinen des Verfahrens
geill:iß der Erfindung kennzeichnend, (saß eine Rege-
lung des Klimas in der Behandlungskanilner erforder-
lich Ist I71 der "Verse, daß der Zustand des Danlptes
ausgedrückt als Feuchtigkeitsgehalt da 1111
1'euchtlgkeltsgleichgem'lcht mit diesem Dampf ste-
hemlen Materials, i111 `lerhaltnis zum mitthren
Feuchtigkeitsgrad (L'",) der Platte allmählich ver-
:indert wird. Die Regelung erfolgt so, daß (las Vcr-
hültnis I_,, : C-", zwischen 2 und 5 liegt und vorzugs-
weise ungefähr 3 ist. Dieses Verhältnis wird so lange
aufrecllterhaltell, bi'; der Wert von (," etwa zwei
Drittel' (res gewünschten IEndfeuchtigkeitsgehaltes
((er Platte erreicht liat, was ungefähr zum Zeitpunkt h
in rig.3 und 4 eintritt. Der Zustand des Dampfes
wird (bann so verändert, (lall C'" = (", lt, wobei I'", i17
diesem Falle den gewünschten Endwert der Fe'uclltig*-
keit der Platte darstellt. :\i11 !:11(1e (res 13efe@c@tutil,#s-
vor@an@s hat (1.11n die Platte eins' L-'l'llclltigl<l'it,
die
nahezu gleich l.'" ist. Da (las Verhältnis zwischen dein
Feuchtigl.eitsgehalt der Platte u11(1 «er 1),u@pftenll)e-
ratnr 17e1 einem k(mstantcit Druck physikalisch I)c-
stllltlllt Ist, ist ('s nur nötig, die Dampftl'inperatur
nach
i
einem \'(7I7 (1l'111 allg('strelltl'll @` ei"t t-(111
be-
stimmten 'Schema zu verändern, l111 (las gett-111fs@lifl'
Ergebnis zu erzielen.
Nach Abschluß (res Befeuchtungsvorgang, liat die
Platte eine Temperatur, die (lern gewünschten Gleich-
getvkkshuAtjkttsgmd entspricht. Minn in ül)er-
hitztetn Dampf lwfeuchtet wird, erreicht die Platt
eine Temperatur von 103 1)1s IOS- C, (sie ehwni »nor-
n@a@en« Feuchtigkeitsgehalt der Platte etltspricht.
Min eine solche erwärmte Platts' unmittelbar in
eine normale Rauniatniosphäre von etwa 20` C u11(1
30°!o relativer Feuchtigkeit gebracht wir(1, verliert
(sie Platte Iminf .allkühlen einen Teil ihres Fettclltig-
keitsgAaltes. Uni (lies zu verhindern, wird (sie Platt'
entsprechend (Irin %-erfahmn gemäß der Ei-lliplung
finit Hilfe von I#,-iililltlit auf ()der annähernd auf
Raunftemperatur al)gelahK Es (sann auch so ver-
fahren «erden, (saß die Platte etwas stärker ange-
feuclitet wird, als (lern normalen Feuchtigkeitsgehalt
ciltsl)i'icllt, und darin 171 warmem Zu,tand CIltno1111111'tl
wird, so <saß sie beim Allkühlen einest kleinen Teil
ihres `Vassergehaltes an die umgebende kühle Rauni-
atmospli:ire abgibt. Das Befeuchten sowie las Küll-
leil der Platteil kann in einer Anlage nach Fig. 3 er-
folget(. Die Anlage besteht aus zwei Kainniern 1
u11(1 2 mit Acht schfießeii(leii Türen 3. Die Kammern
spul (huch eine Trennwand 14 in je eine BellmuI-
Inngskamnler l l) bzw. 2i7 und einett Kanal 1,t bzw.
2(i für (feit Dampf unterteilt. In jedem der Umlauf-
kanäle ist ein durch einen Motor 5 angetriebenes Ge-
1)l:ise 4 a Eigeordnet. Die Gebläse dienen dazu,
den
Dampf Über die Platten 6 zu treiben, die z. B. auf
kleinen Rollwagen aufgestapelt sind. Die Kammer 1
ist ferner mit einer oder mehreren Düsen 7 versehen,
(durch die der Dampf in die Kammer eingeleitet wird,
sowie mit Heizelementen 8 für die Zufuhr voll
Wärme zu den Platten und die t`berhitzung des
Dampfe. Die Kaninier 2 ist mit Düsen 9 für Dampf
oder \\':tsser verseben sowie mit Tropfenfängern 10.
Für (las AI>Iciten der während der Dampfbehandlung
entstehenden ('rase besitzt die 1tammer 1 einen Ab-
zug 11. Die Kammer 2 hat einen Lufteinlaß 12 und
einen Auslaß 13 für die- Kühlluft. Die Behandlung
der Platten geschieht in folgender `'eise:
Die von cler Presse kommen(Icii Platten werden
auf einen Rollwagen gestapelt, der in die Kammer 1
eingefahren wird. -Mittels des Eleizelernentes 8 und
(res UmlaufgebUiscs 4 werden die Platten rasch auf
die T1:irtetclitper:tttir. die 170 bis ?00° C 1>etr:igt. ge-
bracht. Diese Temperatur wird währcncl einer be-
stiinitit,-ii Zeit, im allgenieitieii 3 bis 3 Stunden lang.
aufrechterhalten. 'Solange die Platten noch wann
sind, wird Dampf durch die Düse 7 eingeblasen, wo-
durch Luft und Gase aus der Kammer verdriingt
werden, so (Maß sie durch den Abzug 11 austreten.
Der Druck der Kammer wird mit Hilfe eines im Ah-
ztig vorgcsehencn Drosselorgans geregelt. Die Tcni-
peratur des überhitzten Dampfes wirre allmählich auf
(,incti Wert verrniitrlert, der (lern Feuchtigkeitsgehalt
entspricht, der für die befeuchtete Platte vorgesehen
ist. Wenn die Platts' befeuchtet ist, hat sie eine Tein-
licratur von etwas über 100° C, so daß sie gekühlt
Wcrrlcn muß, bevor sie gelagert wird. Die Platte wirrt
daher in rlie Kammei-2 liefür(Icri, in der sie durch
Luft gel:iililt wird, die durch den Kanal 12 zugeführt
wirre. Die verbrauchte Lttft, 'Slic einen höhercli Was-
ser- und U'irniegehalt hat als die ztigefiilirtc Luft,
entweicht durch den Kanal 13. Uin (las Regeln der
Luftfeuchtigkeit beim Abkühlen zu ermöglichen, so
daß leer gewünschte Feuchtigkeitsgehalt in der Platte
erhalten bleibt, wird Feuchtigkeit durch die Düse 9
ziigcfiilii-t. Wassertropfen werden durch den Tropfen-
f;inger 10 abgefangen. Die Platte kann auch mit I-lilfe
kühler Luft ohne jeden Zusatz von 'v\'asser abgekühlt
wer(ien, in diescin Falle geht jedoch die der Platte
in der Befeuchttingsvorrichtung einverleibte Feuch-
tigkeit teilweise verloren.
Die Behandlung kann in einer -eschlossenen Kain-
nier bei AtliioS1)liarenllrticl@ oller in eilrein Aut(iklai-
unter Cberdruck durchgeführt würden, chva von (ler
in Filg.6 gezei"ten Konstruktion. Die Vorrichtung
besteht aus einem Behälter 1 mit Innenbehälter 2
zur Aufnahme eines Rollwagens 3, auf dem die 7l1
behandelnden Platteil gestapelt sind. Der Innenbe-
liälter ist an seinem Boden mit zwei Schienen 4 für
(]In Rollwagen versehen. Der Beh:ilter 1 ist an eirein
seiner Stirnenden finit einer Klapptüre S versehen, an
der ein Gas\-ertciler 6, z. B. eine mit Lochungen ver-
schelle Platte, so befestigt ist, (saß er den Bewegun-
gen der Türe folgen kann. Irr hinteren Teil des
liinciil)eliälters befindet sich ein :ihnlicher Ver-
teiler 7 in geringer Entfernung von der hinteren
Stirnwand 8 des Innenbehälters. In dieser hinteren
Stirnwand ist in der -Mitte ein Auslaß für (las ga;-
fiirntige Behandlungsmittel vorgesehen, all (lest ein
Gebl:ise 9 mit Welle 10 und Stopfbüchse 11 ange-
schlossen ist. Der Außenbehälter und der Innen-
heli:iltcr der Vorrichtung begrenzen zwischen sich
einen Kanal für den Dampf; in dein Kanal sind fer-
ner 1-Icizeleinente 12 und ein Dampfeinlaß 13 an-
geordnet.
Die Behandlung geschieht in folgender Weise: ran
Rollwagen mit zu behandelnden gestapelten Platten
wird in den Behälter eingebracht. Die Platten werden
auf eine Temperatur gebracht, die gleich der oder
etwas hoher- als die Dampftemperatur ist, hei der die
Platten den gewünschten Feuchtigkeitsgrad bekoni-
inen. Die Plattete erreichen bei atmosphärischem
Druck und 103 his 110 C einen Feuchtigkeitsgehalt
von tin,-ef:ilir 3 0!o. Bei einem Clrer@Irtick von 3 at
und bei ges:ittigtcin Dampf im Peh:iltcr erhalten die
Platten einen Feuchtigl<citsgehalt von ungefähr 1.3 0:'0.
Zur -Nachbehandlung der Platten niiissen Temperatur
und Druck erhi@lit werden, (la die \achhehandhing
der Platten hei hobeln Druck und hoher Temperatur
schneller vor sich geht. Die anwendbare Höchst-
tcinperatur li:iiigt von der Art der Zellstoffasern ab.
:\m Ende der \achhehandlung. (l. h. wenn der Fettch-
tigl<eitsgelialt der Platten nahezu die beabsichtigten
Endwerte erreicht hat, Wer(len Druck und Temperatur
auf Werte gesenkt, die den Verhältnisseil. bei wel-
chen sich der Feuchtigkeitsgehalt der Platte iin
Gleichgewicht mit den jeweils normalen atmosphä-
rischen Verhältnissen hehndet, entsprechen. Fig.7
zeigt den Verlauf der Temperatur und des Drucks
w:ihren(1 eines Arbeitsvorganges.
Durch (las beschriebene Verfahren für die Be-
feL1Clittlit- lrzW. Naclil)elt:tn(Iltllt- (]er Platten wird
- außer verbesserten hla-tisclten Eigenschaften und
einer verminderten Fcuclttigkcitsaufnahmc sowie
einer verminderten Schwellung - noch der Vorteil
erzielt, rlaß eine kürzere Preßzeit ni(i,glich wird, so
daß sich mit den bestehenden .\iilagen eine erliiilite
Produktion erzielen Eißt.
Die bcschrichencn Vorrichtun-en sind nicht Ce-eii-
stand der 1-i-iiii(ltitig.
Method of moistening
or post-treatment of pressed,
heat-treated hard fiberboard
Iart fiberboard is made from fiber cellulose
represents, e.g. B. made of wood, straw, bagasse, etc.
position is usually carried out in such a way that the
fibrous raw material a layer is formed that
cut into plates, then drained and placed in one
Press is dried.
Fig. 1 shows in a schematic representation how the
wet plates in the press at the time =
brought, which corresponds to the point 0 of the curve, and
<then subjected to heat and pressure treatment
will. At a certain point in time A are the
Plates practically completely dry. The plates
1> leiheti (Tann usually still through to one
the point ß shown time in the press.
During the time A-ß the plates are under
Pressure heated so that it reaches a temperature
range that is close to the temperature of the heating surfaces of the
Press lies. The method can e.g. B. ini time
point C interrupted and the plates then one
Heat treatment - a so-called hardening -
be subjected to in a separate device
the. The (, round for this lies in, leave the press
represents an expensive part (] of the system and therefore the
W: irmellehan (ilting the plates in the press a cost-
playful work process. Purpose of the heat treatment
development is to both the flexural strength of the panels zti
enlarge, as well as their capacity for
Feuclltlghl'It and (read the swelling caused by it
zii decrease. The. so pressed and dried
Plates are then steamed up using water
moistened to some extent, uni them in
a state of equilibrium with fier temperature and
to bring the relative humidity at the
Rule where the panels are used.
The humidification can be experienced according to known ''
by adding water or steam directly
done by means of spray nozzles, usually happens
but by means of air. those practically with steam
is saturated, the temperature being low, e.g. B.
between 35 and 60 ° C. This requires
a long lasting treatment. At high tem-
temperature, the fertilization time is shorter because
the water dollop then enters the plates faster
penetrates. When hard fiberboard was moistened, it showed
however, ((ate the smooth surface of the plates
will be destroyed if one
Tried to shorten the dampening time. The use
The use of lower temperatures has therefore up to now
regarded as inexpedient, one does not allow it
to be able to exclude it believed that
keeping the dryness known from wood
f: illes in the opposite way with the humidification
ten of hardboard.
The invention broke with this prejudice,
ulid it has been shown, let them go despite being welcomed
Temperatures between 100 and 130 ° C are flawless
Ilart fiberboard provides 1111t of smooth surface. you
if the knowledge is at the basis, leave the real one
This does not cause this surface destruction
only when using higher temperatures
doors lie. The surface destruction is namely
rather, by a
causes partial humidification and inlets that occur
Tension, which in turn was caused by the
differentiated between the moisture content of the outer
Plate bad and lleilljelllgell the plate groove
arise, caused. These findings make
made it possible to deviate from the existing
approach and read the whole new way
geni: essen procedure, which without
Surface destruction of the plates their rapid and
allows perfect humidification.
According to the invention, this is achieved in that
to 100 to 1S0 ° C, preferably to 150 to
160 ° C, heated plates with air-free or possible
treated with air-free steam as far as possible and that 3
the state of the steam during the treatment
allni: ihlich changed lind regulated in such a way «-irl (. that
(read the relationship between (the steam state U ", atls-
gelli-ickt as the moisture content of the
weight with this steam standing '. materials, and
your respective mean Feticlitigl: eitsgelialt der
Plates T- ", is kept at a constant U ert.
Due to the EM armoring of the panels according to the invention
to one above the dew point of the treatment agent
lying temperature is determined by the condensate
caused partial ('moistening avoided,
while (they M'irkung (res great moisture
tiiiter3ciiie (les according to the invention by using
generation of superheated air-free steam a15 loading
the dampening agent is switched off. Zjnl the D1f-
Ittl () 11 of the hVasierdampfes l11 load the plates 7.u
accelerate, there must be no air in the
Moisturizing canniliation present; a.
Under certain conditions it is at the
Implementation of the due process
also garbage. saturated steam
under atmospheric pressure or overpressure
RTndell.
Ef-eitcre Details and Advantages of the Invention
result from the following description of
ZelC171ft111g.
Flg. 1 shows the graphic representation mentioned at the beginning
Stelling (res Prel.4 process:
Flg. ? blurring light (read relationship between
(lein r, 'eiiclitigkeingmd E7 and the temperature 0 in
iil) obtainable steam at: ttiilosph; irisclielil pressure;
Fig. 3 is a graphical representation (res N-organgs
the humidification in a yeast humidification chamber
step-by-step change (res steam
zti <tandes;
1 '1g. -i "shows (see the graphic representation of the coll-
til7tlil'1'licl7l'il l ', eleticllti111g 1'1) 1l plates in one system
with stepless change (res I) amplstatusan @ les,
Vig. 3 an attachment to @@ '; irnlel) ehan (Ilnng, loading
f ('ttclittttig as \ much cooling of the plates or tnir for
-las warming the I) slats,
Fig. (I an attachment for (they rehandlurig the plates
under pressure in vain autol; lav and
Fig. 7 (they changes in temperature tv: their (l
an action process as well as the corresponding
the l) jerk; in (lernngcn.
Named rushed in in usual "" ice beer-set plate
1); (1111 ) f 1) ef (-tl (7lltet tviM, goes (las moistening zti-
ii: iclist very quickly because of (res large
Moisture gradient at the beginning between the
llefeuchtun @; smiftel (your steam) and the plate
# tt'lit. The surface layer of the plate is preserved
practically instantly one-eleven moisture content that is the same
(11111 moisture equilibrium loss of the plate
to steam is. Beiin moistening takes place at the same time
swelling of the plate takes place. The moistening
should therefore not be carried out faster than
(read penetration of moisture from the OI)
layer in (the lower layer can shine in front of you,
so (sat also ((read Schichte ((swell I; olmen. `vein
i11 iil) ci-heated steam is moistened, is (read
liiiltliis between the D; tnil) ftcinperatur r? and (lein
The plate's moisture level is such that the higher
(the temperature, the lower the corresponding
Degree of humidity (fier plate is (% -g (. Fig.2).
«- if (the plate is removed from the press.
usually a certain 7_cit passes before they
rather further liellallllltlllg illltl'1'7 () gell 1t'1 ('(1, so (sat
(The plate cools down. If the plate is subjected to a so-called
ten ll; irtung, (lh a @@ 'äriiielwhawllung
If we drew (I, its temperature will be between 170 and 200 ° C
Getrielwu. The plate can (inn with a temperature
of about 150 l) is ISO 'C in
be brought to the plant. M'enn with üherhitrtein
h1'assenlanipf moisturizes a lot. corresponds to this part-
p; r: aur an equilibrium moisture content full
about 1 to 2 ') 1o. By (read moistening should however
a moisture content of 6 lris 7 lo can be achieved
the uni under atmospheric conditions
sought balance. Uni (read zti
suffice, the steam temperature must slowly up to
103 1) 1s IOSJ C are scribed (cf. Fig. 3 or -1).
hig. 3 shows the coating process in a chamber
iner, in which the plate elf is held stationary where--
den t111) 1 the condition (res treatment failure, I) e-
pulled up (they time, is gradually changed. Fig. -1
shows the approximate course (Ics cushions
gangs in a device for (las contimberlichc
Moistening plates. Here (the disk in
Counter-current proceedings against a danipfstroni
the relative humidity of which leads to overheating
is changed with increasing humidification
for the two execution forms of the procedure
geill: it is characteristic of the invention ,
the climate in the treatment duct is required
Lich is I71 of the "verse that the state of Danlptes
expressed as moisture content da 1111
1 'luminous-like-like with this steam
hemlen Materials, i111 `` receipt to mithren
Gradually reduce the level of moisture (L '",)
: is inderted. The regulation takes place in such a way that (read Vcr-
hülnis I_ ,, : C- ", is between 2 and 5 and preferably
wise is about 3. This relationship will be so long
upheld, bi '; the value of (, "about two
Third of the desired final moisture content
((he plate reaches liat, which is approximately at the time h
Entrance in rig 3 and 4. The state of the steam
is (bann changed so, (lall C '"= (", lt, where I'", i17
in this case the desired final value of Fe'uclltig * -
the speed of the plate. : \ i11!: 11 (1e (res 13efe @ c @ tutil, # s-
before @ an @ s has (1.11n the plate one 'L-'l'llclltigl <l'it that
is almost equal to 1. '". There (read relationship between your
Moisture content of the plate u11 (1 «er 1), u @ pftenll) e-
ratnr 17e1 ak (mstantcit pressure physically I) c-
If it is, it is only necessary to adjust the steam temperature
i
a \ '(7I7 (1l'111 general ('strelltl'll @ `ei" t t- (111 be
voted 'to change scheme, l111 (las gett-111fs @ lifl'
Achieve result.
After completion (res humidification process, liat the
Plate a temperature which (learn the desired uniform
getvkkshuAtjkttsgmd corresponds to. Minn in ül) he
When steam is heated and moistened, it reaches the plateau
a temperature of 103 1) 1s IOS- C, (they ehwni »nor-
n @ a @ en «corresponds to the moisture content of the plate.
Min such a warmed Platts' immediately in
a normal Rauniatniosphere of about 20` C u11 (1
30 °! O relative humidity we brought (1, loses
(the plate Iminf. cool part of their fat content
VALIDITY. Uni (read to prevent, will (she flat
accordingly (Irin% -fahmn according to the egg-lliplung
finit the help of I #, - iililltlit on () of the approximately on
Raising temperature al) gelahK It (also thought so
drive «earth, (if the plate was a little
is feuclitet, as (learn normal moisture content
ciltsl) i'icllt, and in it 171 warm zu, tand CIltno1111111'tl
will, so <she sat in the all-cooling a very small part
their water content to the surrounding cool space
atmospli: ire releases. The moistening as well as reading the cooling
leil the plate part can be in a system according to Fig. 3
follows (. The system consists of two Kainniern 1
u11 (1 2 with eight schfießeii (leii doors 3. The chambers
coil (oops, a partition 14 in each one BellmuI-
Inngskamnler ll) or 2i7 and a single channel 1, t or
2 (i for (feit steam divided. In each of the circulating
channels is a gear driven by a motor 5
1) l: ise 4 a. The blowers are used to
To drive steam over the plates 6, the z. B. on
small trolleys are stacked. Chamber 1
is also provided with one or more nozzles 7,
(through which the steam is introduced into the chamber,
as well as full with heating elements 8 for the supply
Heat to the plates and the overheating of the
Fumes. The rabbit 2 is with nozzles 9 for steam
or \\ ': tsser as well as with drip catchers 10.
For (read AI>Iciten's during steam treatment
resulting ('lawn, the 1tammer 1 has a
train 11. The chamber 2 has an air inlet 12 and
an outlet 13 for the cooling air. The treatment
the plates is done in the following way:
Coming from the press (Icii plates will be
stacked on a trolley that goes into chamber 1
is retracted. -Means of the Eleizelernentes 8 and
(For the circulating volume 4, the plates open quickly
the T1: irtetclitper: tttir. the 170 to? 00 ° C 1> etr: igt. ge
brings. This temperature is increased during a
stiinitit, -ii time, in allgenieitieii 3 to 3 hours.
maintain. 'As long as the plates still when
are, steam is blown through the nozzle 7, where-
displaced from the chamber by air and gases
so (measure they exit through the trigger 11.
The pressure of the chamber is measured with the aid of an
ntly provided throttle organ regulated. The Tcni-
The temperature of the superheated steam was gradually rising
(, incti value reduced, the (learn moisture content
corresponds to that provided for the moistened plate
is. When the Platts' is moistened, it has a complexion
licratur of a little over 100 ° C, so that it is cooled
It must be wrapped before it is stored. The record is confusing
therefore in rlie Kammei-2 liefür (Icri, in which they by
Air gel: iililt that is supplied through channel 12
confused. The used air, 'slic a higher cli water-
has more and less energy than the free air,
escapes through channel 13. Uin (read rules of
To allow humidity when cooling, so
that empty desired moisture content in the plate
is retained, moisture is passed through the nozzle 9
ziigcfiilii-t. Drops of water are caused by the
f; inger 10 intercepted. The plate can also be used with I-lilfe
cooler air without any addition of 'v \' water
who (ien, in this case, however, goes that of the plate
moisture contained in the humidifying device
job partially lost.
The treatment can take place in a closed cain-
nier at AtliioS1) liarenllrticl @ oller in eilrein Aut (iklai-
would be carried out under excess pressure, chva of (ler
Construction shown in Figure 6. The device
consists of a container 1 with an inner container 2
to accommodate a trolley 3 on which the 7l1
treating plate part are stacked. The interior
lialter is at its bottom with two rails 4 for
(] Provided in a trolley. The container 1 is on an egg
its front ends finitely provided with a hinged door S.
the one gas \ -ertciler 6, z. B. one with perforations
clamp plate, so attached, (if he sat
can follow the door. Irr back part of the
liinciil) eliälters is a: similar
divider 7 at a short distance from the rear
End wall 8 of the inner container. In this rear
The front wall is an outlet in the middle for (las ga; -
fiirntige treatment agent provided all (a read
Fan 9 with shaft 10 and stuffing box 11 attached.
is closed. The outer container and the inner
heli: iltcr of the device limit between itself
a duct for the steam; in your channel are finished
ner 1-Icizeleinente 12 and a steam inlet 13
orderly.
The treatment is done in the following way: ran
Trolleys with stacked panels to be treated
is placed in the container. The panels are
brought to a temperature equal to or
is slightly higher than the steam temperature, that is to say
Panels get the desired degree of moisture
inen. The plate reach at atmospheric
Pressure and 103 to 110 C a moisture content
from tin, -ef: ilir 3 0! o. With a Clrer @ Irtick of 3 at
and with saturated steam in the Peh: iltcr the
Plates have a moisture content of about 1.3 0: '0.
For post-treatment of the plates, temperature must be used
and pressure be received, (la die \ achhehandhing
the plates hot planing pressure and high temperature
goes faster. The applicable maximum
The temperature depends on the type of cellulose fibers.
: \ at the end of \ achhehandlung. (lh if the fat
tigl <eitsgelialt the plates almost as intended
Has reached final values, who (len pressure and temperature
lowered to values that correspond to the ratio. at wel-
the moisture content of the plate changes
Equilibrium with the normal atmospheric
ric conditions. Fig. 7
shows the course of temperature and pressure
w: their (1 of a work process.
By (read the procedure described for the
feL1Clittlit- lrzW. Naclil) elt: tn (Iltllt- (] er plates will
- Except for improved hla-tisclten properties and
decreased food intake and
a reduced swelling - still the advantage
achieved, a shorter pressing time ni (i, is equal, so
that a solution can be achieved with the existing situations
Achieve production egg.
The devices described are not CE-approved
was the 1-i-iiii (valid.