DE1068428B - Verfahren und Einrichtung zur Herstellung von oxygeniertrm Blut - Google Patents
Verfahren und Einrichtung zur Herstellung von oxygeniertrm BlutInfo
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Description
- Verfahren und Einrichtung zur Herstellung von oxygeniertem Blut Es ist I,ekannt, für die hämatogene Oxydationstherapie menschliches oder tierisches Blut nach Zusatz eines Stabilisierungsmittels gegen Gerinnen mit Luft unter Belichtung mit ultravioletter Strahlung zu behandeln, wobei das Blut durch den zugeführten Luftstrom in einen innerhalb einer Ultraviolettstrahlung sich bewegenden Schaum umgewandelt wird, der anschließend unter Zuriickbildung einer Flüssigkeit zerstört wird. Das so behandelte oxygenierte Blut kann intramuskulär oder intravenös eingespritzt werden.
- Das in der beschriebenen Weise oxygenierte Blut löst jedoch unter gewissen, noch nicht näher erforschten Umständen Schockwirkungen aus, welche die hämatogene Oxydationstherapie erschweren. Die Störungen können mit dem Zufall von Erythrozyten, erkennbar an einem üblen Geruch der Reaktionsmedien, bei der Einwirkung von Sauerstoff auf ver-- schäumtes Blut zusammenhängen.
- Demgegenüber wird nach der Erfindung menschliches oder tierisches Blut nach der Stabilisierung mit Ozon bzw. ozonangereichertem Sauerstoff unter Erwärmung auf vorteilhaft etwa 450 C und unter gleichzeitiger Bestrahlung mit ultraviolettem Licht behandelt, wobei das Ozon enthaltende Gas durch eine Fliissigkeitssäule hindurchgeleitet wird, derart, daß eine Verschäumung des Blutes oder der sonstigen Flüssigkeit nicht eintritt. Ein derart behandeltes Blut läßt sich, wie gefunden wurde, für die hämatogene Oxydationstherapie verwenden, ohne daß die bisher beobachteten Schockwirkungen auftreten.
- Dies dürfte damit zusammenhängen, daß bei der Ozonhehandlung des Blutes in einer Flüssigkeitssäule ohne Verschäumung andere Sauerstoffverbindungen, insbesondere Peroxyde entstehen, welche als Katalysatoren die Ausnutzbarkeit des im Blut kreisenden Sauerstoffs verbessern. Hierbei spielt auch die wesentlich geringere Reaktionszeit bei der Blutoxygenierung mit Ozon eine Rolle. Während man bei der OO-Oxygenierung etwa 2 Stunden Einwirkungszeit benötigt, dauert die Eehandlung bei dem erfindungsgemäßen Verfahren nur etwa 15 bis 20 Minuten. Dadurch werden offenbar die empfindlichen Erythrozyten geschont. Vorteilhaft ist schließlich, daß man für die Therapie mit O3-oxygeniertem Blut nur etwa t/4 bis lis der Menge gebraucht, die bei der bekannten OO-Oxygenierung erfahrungsgemäß erforderlich sind.
- Bekannt ist zwar an sich die Behandlung von Blut mit \Vasserstoffsuperoxyd. Hierbei tritt jedoch, ahgesehen von der Unbestimmtheit der dabei vor sich elenden Umwandlungen. eine fiir die hiimatogene ()xvdatiollstllerapie nachteilige Vcrrliinnung (ies Blutes auf. Dieser Nachteil liegt beim Erfindung gegenstand nicht vor.
- Die zur Herstellung des oxygenierten Blutes gemäß der Erfindung verwendete Einrichtung umfaßt ein für Ultraviolettstrahlung durchlässiges, etwa aus Bergkristallglas bestehendes Behandlungsgefäß, welches sich zweckmäßig nach oben erweitert und die zu behandelnde Flüssigkeit aufnimmt. Dieses Behandlungsgefäß ist von einem schraubenlinienartig gebogenen Niederdruck-Quarzroh rbrenner umgeben, dem zum Zwecke der Zuführung der Wärme durch Infrarotstrahlung ein in einem elektrischen Stromkreis liegendes Drahtwendel zugeordnet ist. In den Flüssigkeitsraum des Behandlungsgefäßes ragt von oben bis annähernd an den Gefäßboden ein Zuleitungsrohr für Ozon hinein, das mit einer einen Niederdruck-Quarzbrenner enthaltenden Özonisierungskammer verbunden ist, welcher vorteilhaft reiner Sauerstoff zugeführt wird. Mit der erfindungsgemäßen Apparatur ergibt sich eine starke Durchwirbelung der Flüssigkeit in dem Behandlungsgefäß durch das zugeführte Ozongas, ohne daß eine wesentliche Schaumbildung stattfindet. Die Dauer der Oxygenierung beträgt nur etwa 5 bis 10 Minuten, was wesentlich ist, da die kurze Behandlung der Bildung von Nebenreaktionen entgegenwirkt.
- Das erfindungsgemäß behandelte Blut kann unmittelbar nach der Behandlung intramuskulär oder intravenös eingespritzt werden. Man kann das behandelte Blut aber auch als nlutkonserve in geeignetell flefäßen verschließen, um es nach Bedarf therapeutisch zu verwenden.
- Bei der Behandlung der Flüssigkeit mit Ozon wird vorteilhaft zunächst normale Körpertemperatur (etwa 36 bis 380 C) eingehalten und die Temperatur de, Flüssigkeit bis zum Ende der Behandlung langsam auf die Endtemperatur von etwa 450 C gesteigert.
- PATENTANSPII liCH E 1. Verfahren zur Herstellung von oxygeniertem Blut, dadurch gekennzeichnet, daß man durch eine zusammenhängende Flüssigkeitssäule von stabilisiertem venösem Blut Ozon im Bereich einer Ultraviolettstrahlung derart durchleitet, daß eine wesentliche Schaumbildung nicht eintritt, wobei die Temperatur während der Behandlung allmählich bis auf etwa 450 C gesteigert wird.
Claims (1)
- 2. Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß einem sich nach oben vorteilhaft erweiternden Gefäß aus einem für Ultraviolettstrahlung durchlässigen Material ein schraubenlinienartig gewundener Quarzbrenner und eine infrarote Strahlung auf das Gefäß aussendende, in einem elektrischen Stromkreis liegende Heizdrahtwendel zugeordnet ist, wobei in das Behandlungsgefäß bis nahe an dessen Boden ein Zufiihrungsrohr hineinragt, welches außerhalb des Gefäßes an eine Ozonisierungskammer angeschlossen ist, in welcher ein Niederdruck-Quarzhrenner angeordnet ist. der den in die Kammer eingeführten Sauerstoff ozonisiert.In Betracht gezogene Druckschriften: »Auszüge deutscher Patentanmeldungen«. \ oil. 6.1948, S. 867. Anmeldung D 89460).
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| DE1957J0013243 DE1068428C2 (de) | 1957-05-21 | 1957-05-21 | Verfahren und Einrichtung zur Herstellung von oxygeniertrm Blut |
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| DE1068428B true DE1068428B (de) | 1959-11-05 |
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-
1957
- 1957-05-21 DE DE1957J0013243 patent/DE1068428C2/de not_active Expired
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| US7128873B2 (en) | 1999-09-16 | 2006-10-31 | Vasogen Ireland Limited | Apparatus and process for conditioning mammalian blood |
| US7250137B2 (en) | 1999-09-16 | 2007-07-31 | Vasogen Ireland Limited | Apparatus and process for conditioning mammalian blood |
| US7273586B2 (en) | 1999-09-16 | 2007-09-25 | Vasogen Ireland Limited | Apparatus and process for conditioning mammalian blood |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
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