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DE637814C - Verfahren zur Herstellung von Acetylbenzoylperoxyd - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Acetylbenzoylperoxyd

Info

Publication number
DE637814C
DE637814C DEC49946D DEC0049946D DE637814C DE 637814 C DE637814 C DE 637814C DE C49946 D DEC49946 D DE C49946D DE C0049946 D DEC0049946 D DE C0049946D DE 637814 C DE637814 C DE 637814C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
reaction
peroxide
acetic anhydride
benzaldehyde
acetylbenzoyl
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEC49946D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Carbide and Carbon Chemicals Corp
Original Assignee
Carbide and Carbon Chemicals Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Carbide and Carbon Chemicals Corp filed Critical Carbide and Carbon Chemicals Corp
Application granted granted Critical
Publication of DE637814C publication Critical patent/DE637814C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C407/00Preparation of peroxy compounds

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Acetvlbenzoylperoxyd (CH3-CO-O-O-CO-CeH5). Das Verfahren besteht in der Oxydation von Benzaldehyd - Essigsäureanhydrid- Gemischen durch Sauerstoff oder sauerstoffhaltige Gasgemische in Gegenwart von Dibenzoylperoxyd.
Acetylbenzoylperoxyd ist ein außerordentlich unbeständiger Körper und aus diesem Grunde wertvoll als Sauerstoff abgebende Substanz. Von ganz besonderem Wert ist es als Katalysator bei Reaktionen, bei denen harzige oder polymere Produkte entstehen. Auf die Anwendung und die Vorteile von Acetylbenzoylperoxyd als Katalysator für die Polymerisation von Vinylverbindungen ist z. B. in dem amerikanischen Patent 1 938 870 hingewiesen worden.
Es ist bekannt, daß Acetylbenzoylperoxyd durch Oxydation von Benzaldehyd-Essigsäureanhydrid-Mischungen nach der Gleichung
C6H5 · CHO + CH3 · CO · O ■ CO · CH3 + O2> C6H5 · CO · O · O · CO · CH3 + CH3 · COOH
hergestellt werden kann. Diese Reaktion verläuft jedoch unregelmäßig und gibt selbst bei Verwendung allerreinster Ausgangsmaterialien eine Ausbeute, die zu gering für eine erfolgreiche, technische Herstellung ist. Diese
ao Umstände haben die fabrikmäßige Herstellung von Acetylbenzoylperoxyd nach den bisher bekannten Verfahren schwierig und kostspielig gestaltet.
Durch die vorliegende Erfindung wird nun ein verbessertes, zweckmäßiges und wohlfeiles Herstellungsverfahren für Acetylbenzoylperoxyd geschaffen, das eine gute Ausbeute liefert. Die Vorteile dieses Verfahrens gemäß der vorliegenden Erfindung sind aus den nachfolgenden Ausführungen ersichtlich.
Das Verfahren gemäß der Erfindung kann
mit Hilfe von Sauerstoff, Luft oder anderen sauerstoffhaltigen Gasgemischen durchgeführt werden, um Mischungen von Benzaldehyd und Essigsäureanhydrid zu oxydieren, die eine kleine Menge von Dibenzoylperoxyd als Katalysator enthalten. Die angewandte Menge von Dibenzoylperoxyd kann ungefähr zwischen 0,25 °/„ und 1,0 °/o des Gewichtes der gesamten Reaktionsmischung schwanken. Eine Menge von ungefähr 0,5 % bis 0,75 °/0 ist vorzuziehen. Ein Grund für die Annahme, daß eine mehr als i°/oige Gewichtsmenge von Dibenzoylperoxyd die Reaktion nachteilig beeinflußt, ist nicht vorhanden, jedoch scheinen solche Mengen unnötig zu sein. Die Rolle des Dibenzoylperoxyds bei diesem Verfahren ist nicht ganz aufgeklärt, und die vorliegende Erfindung ist in keiner Weise auf irgendeine Theorie beschränkt.
Bei Anwendung des neuen Verfahrens kann eine zufriedenstellende Ausbeute an Acetyl-
benzoylperoxyd regelmäßig erzielt werden, gleichgültig, ob chemisch reine oder nur fabrikmäßig reine Rohmaterialien verwendet werden. Die mit Hilfe dieses Verfahrens er-.,·* S zielten Ausbeuten sind stets bedeutend größe^i als die bei den bisher bekannten Herstellungsfe verfahren, selbst unter bestmöglichen Bedin-*·' gungen erzielten. Ein weiterer Vorteil des vorliegenden Verfahrens besteht darin, daß
ίο viel weniger Zeit zur Vollendung der Reaktion benötigt wird, und daß geringere Überschußmengen von Essigsäureanhydrid für die Reaktion notwendig sind.
Das Verfahren kann unter anderem in der folgenden Weise ausgeübt werden:
Das Gemisch von Benzaldehyd und Essigsäureanhydrid wird in ein Glas- oder Aluminiumrohr gefüllt, so daß eine Flüssigkeitssäule entsteht. Sodann wird Luft oder Sauerstoff am Boden des Rohres z. B. durch einen keramischen Verteiler eingeleitet und durch die Flüssigkeitssäule nach oben geführt. Eine Temperaturregelung der Reaktionsmischung ist wünschenswert, damit die Temperatur nicht über 40° steigt; eine Temperatur von ungefähr 350 ist vorzuziehen. Proben der Mischung werden von Zeit zu Zeit analysiert, und, sobald keine weitere Zunahme in dem ifÄcetylbenzoylperoxydgehalt festgestellt wer-5".χ3,φ; ; kann, wird die Reaktion unterbrochen. .-'-0StS.-gewünschte Endprodukt wird durch Ab-'kühlen der Reaktionsmischung bis zum völligen Auskristallisieren des Acetylbenzoylperoxyds erhalten. Die so erhaltenen Kristalle werden von der Flüssigkeit unter Druck abfiltriert.
Eine Versuchsreihe wurde mit Hilfe der' oben beschriebenen Anordnung unter Verwendung eines Aluminiumrohres .ausgeführt, das zwecks Temperaturregelung mit einem Wassermantel ausgestattet war.
In der nachfolgenden Tabelle sind die Ergebnisse von sechs typischen Versuchen zusammengefaßt. Vier dieser Versuche veranschaulichen die Ergebnisse bei Anwendung der besten, bisher bekannten Herstellungsverfahren, während die in den Spalten 5 und 6 genannten Werte sich aus zwei gemäß der vorliegenden Erfindung durchgeführten Versuchen ergaben.
I 2 Nummer I 3 4 24 5 ι
I
585
Reaktionseanff
JL X1 W L L Jl L V JL \J JL Jb ^i y^ IAi * M^ 400 403 475 400 400 840
3° Benzaldehyd in Ge- 1400
wichtsteilen IOOI 1014 1150 IOOO 1080
Essigsäureanhydrid in
Gewichtsteüen .... 20,4
35 Molares Verhältnis ι: 2,6 ι: 2,6 ι: ι: 2,6 ι: 2,8 IO
Benzaldehyd: An
hydrid IO 0,66
Dibenzoylperoxyd in Luft
Gewichtsteüen .... - „ 42,2 0,68
40 Dibenzoylperoxyd Ge Luft Luft Durch CaCL2 reiner Luft
samtzusatzmenge °/0 getrocknete
Luft
Sauerstoff 35
Sauerstoffquelle
35 35 35 35 35
Reaktions
temperatur 0C .... 12 1I 6 T^ 21 ^ 18 ^
Reaktionsdauer in I426
Stunden...
5o Rohes Reaktionspro-. I40I ΙΑΊ.1 162s
dukt in Gewichts j. ««j 62,5
teilen
Prozentsatz an Acetyl- 21,5 17,2 22,2 44,3 j
benzoylperoxyd im
55 Rohprodukt ......
Gewichtsprozent der 89,7
Ausbeute an Acetyl-
benzoylperoxyd (be 44,5 35,7 . 44,8 89,4
1
zogen auf die Benz-
60 aldehydmenge) ....
Bei Vergleich der Reaktionszeiten und Ausbeuten, wie sie in der obigen Tabelle mitgeteilt sind, ist es von wesentlicher Bedeutung, daß bei jedem mitgeteilten Reaktionsgang die Reaktion innerhalb der angegebenen Zeitspanne vollständig abgelaufen ist. So war z. B. beim Reaktionsgang Nr. ι das Ende nach 12,5 Stunden erreicht, unter Erzielung einer Ausbeute von 44,5 °/o des erwünschten
to Acetylbenzoylperoxyds. Irgendeine Verlängerung der angegebenen Zeitdauer würde nicht die geringste Erhöhung der Ausbeute zur Folge haben.
Alle bisher bekannten Verfahren erreichen eine Höchstausbeute innerhalb einer gegebenen Reaktionszeit, und diese Höchstausbeute kann nicht durch Verlängerung der Reaktionszeit gesteigert werden. Im Falle des Reaktionsganges Nr. 1 wird die Höchstausbeute von 44,5 °/o nach einer Reaktionszeit von 12,5 Stunden erzielt. Im Vergleich hiermit zeigt der Reaktionsgang Nr. 5, welcher dem Verfahren gemäß der Erfindung entspricht, eine Höchstausbeute von 89,4 °/0, welche in einem einzigen Reaktionsgang nach einer Reaktionszeit von 18,5 Stunden erzielt wurde; es übersteigt mithin die Ausbeute beim Reaktionsgang Nr, 5 jene des Reaktionsganges Nr. ι um mehr als 100 %. während die Reaktionszeit nur um etwa 50 °/0 langer ist.. Es wäre folglich notwendig, zwei gesonderte einzelne Reaktionsgänge mit einer Gesamtreaktionszeit' von 25 Stunden gemäß Reaktionsgang Nr. 1 durchzuführen, um die nämliche Ausbeute zu erzielen, welche durch einen einzigen Reaktionsgang bei einer Gesamtreaktionszeit von 18,5 Stunden erzielt wird, wenn man nach Reaktionsgang Nr. 5 gemäß der Erfindung arbeitet.
Der technische Fortschritt bei Anwendung des beanspruchten Verfahrens wird noch augenfälliger, wenn man beachtet, daß die Entfernung des Reaktionsproduktes und die Wiederbeschickung der Apparatur zur Durchführung zweier gesonderter Reaktionsgänge kostspielig und mithin unwirtschaftlich ist. überdies ist eine Handhabung des Endprodukts über das absolut notwendige Maß hinaus unerwünscht, weil das Acetylbenzoylperoxyd leicht explodiert und die Explosionsmöglichkeiten natürlich verringert werden, wenn das Produkt möglichst wenig behandelt wird, wie es beim Verfahren gemäß der Erfindung der Fall ist, wo eine geringe Konzentrierung des Produktes und weniger Wechsel der Reaktionsteilnehmer notwendig sind, um die nämliche Menge des Endprodukts zu erhalten.
Ferner gestattet das vorliegende Verfahren die Anwendung eines geringeren Überschusses an Essigsäureanhydrid, als er für irgendeines der bekannten Verfahren erforderlich ist. So ist z. B. das Verhältnis Benzaldehyd zum Essigsäureanhydrid beim Reaktionsgang Nr. 6 ι : 1,5, wobei das Verfahren gemäß der Erfindung benutzt wird und eine Konzentrierung von 62,5 °/0 des Acetylbenzoylperoxyds im Rohprodukt oder eine Ausbeute von 89,7 °/0, bezogen auf Benzaldehyd, erzielt wird. Im Vergleich hiermit liegt das Verhältnis von Benzaldehyd zu Essigsäureanhydrid bei den bekannten Verfahren bei 1 : 2,5 oder darüber, wodurch ein durchschnittlicher Prozentsatz an Acetylbenzoylperoxyd im Rohprodukt von etwa 2O°/0 und eine mittlere Ausbeute von weniger als; 42 °/0, bezogen auf Benzaldehyd, erzielt wird.
Gemäß den bekannten Verfahren ist es mithin notwendig, etwa 80 °/0 anderer Stoffe aus dem rohen Reaktionsprodukt zu verdampfen oder auf andere Weise abzutrennen, um ein reines Endprodukt zu erhalten. Demgegenüber sind beim Verfahren gemäß der Erfindung nur 37,5 °/0 von Fremdstoff en in der zu reinigenden Reaktionsmischung anwesend.

Claims (2)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Herstellung von Acetylbenzoylperoxyd durch Oxydation von Benzaldehyd-Essigsäureanhydrid-Gemischen, dadurch gekennzeichnet, daß Sauerstoff oder ein sauerstoffhaltiges Gasgemisch auf ein Benzaldehyd-Essigsäureanhydrid-Gemisch in Gegenwart von Dibenzoylperoxyd, vorzugsweise in einer Menge von 0,25 bis 1 °/0, unter Aufrechterhaltung mäßiger Temperaturen, vorzugsweise zwischen 35 und 40 °, zur Einwirkung gebracht wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Mischung einen molaren Überschuß an Essigsäureanhydrid sowie etwa 0,66 % Dibenzoylperoxyd enthält und bei einer Temperatur von etwa 350 C gehalten wird.
DEC49946D 1933-12-22 1934-12-05 Verfahren zur Herstellung von Acetylbenzoylperoxyd Expired DE637814C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US637814XA 1933-12-22 1933-12-22

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DE637814C true DE637814C (de) 1936-11-04

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DEC49946D Expired DE637814C (de) 1933-12-22 1934-12-05 Verfahren zur Herstellung von Acetylbenzoylperoxyd

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