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DE1068394B - - Google Patents

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Publication number
DE1068394B
DE1068394B DENDAT1068394D DE1068394DA DE1068394B DE 1068394 B DE1068394 B DE 1068394B DE NDAT1068394 D DENDAT1068394 D DE NDAT1068394D DE 1068394D A DE1068394D A DE 1068394DA DE 1068394 B DE1068394 B DE 1068394B
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DE
Germany
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weight
compact mass
powder
lead
protective agent
Prior art date
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Application number
DENDAT1068394D
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English (en)
Publication date
Publication of DE1068394B publication Critical patent/DE1068394B/de
Pending legal-status Critical Current

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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01FMAGNETS; INDUCTANCES; TRANSFORMERS; SELECTION OF MATERIALS FOR THEIR MAGNETIC PROPERTIES
    • H01F1/00Magnets or magnetic bodies characterised by the magnetic materials therefor; Selection of materials for their magnetic properties
    • H01F1/01Magnets or magnetic bodies characterised by the magnetic materials therefor; Selection of materials for their magnetic properties of inorganic materials
    • H01F1/03Magnets or magnetic bodies characterised by the magnetic materials therefor; Selection of materials for their magnetic properties of inorganic materials characterised by their coercivity
    • H01F1/032Magnets or magnetic bodies characterised by the magnetic materials therefor; Selection of materials for their magnetic properties of inorganic materials characterised by their coercivity of hard-magnetic materials
    • H01F1/04Magnets or magnetic bodies characterised by the magnetic materials therefor; Selection of materials for their magnetic properties of inorganic materials characterised by their coercivity of hard-magnetic materials metals or alloys
    • H01F1/06Magnets or magnetic bodies characterised by the magnetic materials therefor; Selection of materials for their magnetic properties of inorganic materials characterised by their coercivity of hard-magnetic materials metals or alloys in the form of particles, e.g. powder

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Hard Magnetic Materials (AREA)

Description

  • Verfahren zum Herstellen eines permanenten Magneten Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen eines permanenten Magneten, bei dem ein magnetisierbares metallisches Pulver, dessen elementare Körnchen Abmessungen in der Größenordnung kolloidaler Teilchen haben, mit einer Lösung aus einem organischen Schutzmittel vermengt wird, das Lösungsmittel verdampft und das Pulver zwecks Formung einer kompakten Masse gepreßt wird.
  • An sich ist die Herstellung permanenter Magnete durch Agglomeration magnetischer Pulver, z. B. von Eisenpulver, beispielsweise durch Zusammendrücken, und Magnetisieren der so entstandenen kompakten Masse bekannt. So wird nach der britischen Patentschrift 590 392 die Herstellung permanenter Magnete durch Agglomeration eines aus einem magnetischen Metall, z. B. Eisen, Nickel oder Kobalt, oder einer magnetischen Legierung oder Verbindung solcher Metalle gebildeten Pulvers vorgeschlagen, dessen einzelne Körnchen Abmessungen in der Größenordnung von kolloidalen Teilchen, so z. B. von etwa einem Zehntel eines Mikrons besitzen. Gefunden wurde, daß aus Pulvern mit derart geringer Korngröße hergestellte Magnete vorteilhafte magnetische Eigenschaften, insbesondere hohe Remanenz und hohe Koerzitivkraft, selbst dann besitzen, wenn die Stoffe, aus denen die Pulver bestehen, im massiven Zustand nur schwache Koerzitivkräfte aufweisen.
  • Die bei der Herstellung von permanenten Magneten nach der britischen Patentschrift 590 392 benutzten Pulver werden nach verschiedenen chemischen Verfahren hergestellt. So wird z. B. Eisenpulver durch Zersetzung und/oder Reduktion gewisser Eisenverbindungen erhalten. Metallische Pulver aus derart kleinen Körnchen fallen jedoch oft in stark pyrophorem Zustand an, so daß sie sich entweder vor oder während der Agglomeration von selbst entzünden. Es ist deshalb zweckmäßig bzw. wichtig, den Luftzutritt zu diesen magnetisierbaren metallischen Pulvern während der Lagerung und während der Herstellung der Magnete zu verhindern. Zum Schutz dieser Pulver vor dem Zutritt von Luft sind verschiedene Verfahren vorgeschlagen worden. So ist z. B. angeregt worden, die Pulverteilchen mit einem organischen Bindemittel zu überziehen. Obwohl man die Teilchen so in befriedigender Weise schützen kann, kann bei diesem Verfahren eine Verringerung der Remanenz der Magnete eintreten, die aus einem derart überzogenen Pulver hergestellt worden sind. Um diese Verringerung der Rem@anenz zu vermeiden, ist weiter vorgeschlagen worden, das Pulver mit einer Flüssigkeit, z. B. Benzol, zu bedecken, das jedoch im hohen Maße entzündlich ist und aus diesem Grunde während des Preßvo-rganges eine gewisse Gefahr darstellt. Man hat auch vorgeschlagen, das Pulver während oder vor der Pressung durch nicht entzündliche Flüssigkeiten zu schützen. Dabei sind aber Schwierigkeiten insofern aufgetreten, als das Pressen unter solcher Flüssigkeit kaum die Herstellung kompakter Massen von verwickelten Formen gestattet, so da.ß das Pressen im feuchten Zustand eigentlich nur zur Erzeugung von Magneten von einfacher Form geeignet ist.
  • Es ist auch vorgeschlagen worden, permanente Magnete dadurch herzustellen, daß ein Gemisch aus magnetisierbarern Metallpulver und einem Bindemittel, beispielsweise einem Glas oder einem wärmehärtbaren Harz, gepreßt und erwärmt wird, sowie gesinterte Metallkörper mit einem wärmehärtbaren Harz zu imprägnieren. Auch ist die Herstellung von permanenten Magneten in gleicher Weise aus einem Gemisch eines Doppeloxydes von Kobalt und Eisen mit einem Bindemittel wie Wachs oder Harz bekannt. Es ist auch vorgeschlagen worden, flüchtige Flüssigkeiten wie Azeton und Äther als Schutzmittel für magnetisierbares Metallpulver vor der Verwendung eines solchen Pulvers für die Herstellung von Magneten zu verwenden. Weiterhin ist es bekannt, permanente Magnete einer Wärmebehandlung zu unterwerfen, um ihre mechanischen Eigenschaften zu verbessern.
  • Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung eines verbesserten Verfahrens der obigen Art zur Herstellung permanenter Magnete unter Verwendung eines organischen Bindemittels als Schutzmittel für das magnetisierbare metallische Pulver vor und während des Pressens, das nicht feuergefährlich ist, Magnete mit verhältnismäßig hoher Romanenz ergibt und schließlich zur Erzeugung von Magneten von beliebiger Form gut anwendbar ist.
  • Dies wird erf ndungsgemäß dadurch erreicht, daß als organisches Schutzmittel ein metallisches Oleat oder Naphthenat verwendet wird, das einen dünnen Film auf den einzelnen Teilchen des metallischen Pulvers bei Verdampfung des Lösungsmittels bilden und bei einer verhältnismäßig niedrigen Temperatur, z: B. von 300 bis 400° C, flüchtig werden kann, daß das Gewicht des verwendeten organischen Schutzmittels zwischen 0,5 und 8% des Gewichtes des magnetisierbaren metallischen Pulvers beträgt, daß das überzogene Pulver in an sich bekannter Weise im trockenen Zustand gepreßt wird, um die kompakte Masse zu bilden, und daß die kompakte Masse in an sich bekannter Weise einer Wärmebehandlung in einer nichtoxydierbaren Atmosphäre unterworfen wird, wodurch das organische Schutzmittel aus der kompakten Masse durch Verflüchtigung im wesentlichen vollständig oder teilweise entfernt wird, so. daß die in der kompakten Masse zurückgehaltene Menge des Schutzmittels weniger als 1% des Gewichtes der kompakten Masse ausmacht.
  • Unter »magnetisierbareg metallischen Pulvern« sind hier Pulver zu verstehen, die völlig oder aber zum größten Teil aus einem oder mehreren ferromagnetischen Metallen, z. B. Eisen, Nickel und Kobalt. bestehen, die aber außerdem noch ein oder mehrere andere Metalle oder Verbindungen enthalten, die sich zur Verarbeitung mit den Stoffen, aus denen die permanenten Magnete entstehen, eignen. Die Erfindung ist besonders bei der Herstellung permanenter Magnete aus Eisenpulver anwendbar, worunter nicht nur reines Eisen, sondern auch in der Hauptsache aus Eisen bestehende Pulver verstanden werden sollen, die außerdem kleinere Mengen eines oder mehrerer anderer Metalle oder Verbindungen der obenerwähnten Art enthalten, die entweder mit Eisen gemischt oder aber auch legiert werden können.
  • Als Schutzmittel gemäß der Erfindung werden Metalloleate, z. B. Blei- oder Eisenoleate, oder Metallnaphthenate, z. B. Eisen-, Kobalt- oder Bleinaphthenats, verwendet. Das geeignete Lösungsmittel hängt von dem benutzten Schutzmittel ab; so, eignet sich z. B. bei Verwendung von Oleaten Benzol, während bei Naphthenaten Aceton geeigneter ist. Die Menge des Schutzmittels liegt zwischen 0,5 und 8%-, sie beträgt am besten 4%, bezogen auf das Gewicht des magnetisierbaren metallischen Pulvers. Man kann ein entflammbares Lösungsmittel, z. B. Benzol, benutzen, da der Schutzfilm des Oleats oder eines anderen Mittels auf den metallischen Teilchen die Gefahr einer spontanen Entzündung während der Verdampfung des Benzols ausscheidet.
  • Auch die Temperatuz, auf die die zusammengepreßte Masse nach dem erfindungsgemäßen Verfahren erhitzt wird, schwankt mit dem benutzten Schutzmittel, da sie ausreichen muß, um die erforderliche Menge Schutzmittel zu-vertreiben. Das Schutzmittel kann praktisch vollständig vertrieben werden, es kann aber auch eine kleine; gewöhnlich unter 1% des Gewichtes der kompakten Masse liegende Menge der Schutzsubstanz, wenn gewünscht, aus Gründen zurückgehalten werden, über die noch Näheres gesagt wird. Wenn z. B. Bleioleat oder Bleinaphthenat als Schutzmittel benutzt werden, wird die Hitzebehandlung vollständig oder wenigstens zum Teil vorzugsweise zwischen 300 und 400° C durchgeführt. Als nichtoxydierende Atmosphäre während der Hitzebehandlung der kompakten Masse dient am besten Wasserstoff.
  • Auch die Dauer der Hitzebehandlung schwankt mit dem benutzten Schutzmittel erheblich. So wendet man bei mit Bleioleat überzogenen Massen gewöhnlich 15 bis 30 Stunden auf; die Behandlungszeit ist aber bebeträchtlich kürzer, wenn z. B. Bleinaphthenat benutzt wird. In jedem Fall wird die Behandlungszeit von der Flüchtigkeit des Schutzmittels und von den magnetischen Eigenschaften, die der herzustellende Magnet besitzen soll, bestimmt. So steigt z. B. die Dichte der kompakten Masse und die Remanenz des Magneten mit längerer Erhitzungszeit an, während die Koerzitivkraft absinkt, weil das Schutzmittel mit längerem Erhitzen in immer stärkerem Maße vertrieben wird, so daß schließlich, wenn das Mittel praktisch vollständig entfernt ist, in zunehmendem Maße Sintern des metallischen Pulvers. eintritt. Der Wert des größten Energieproduktes (BH""") erreicht - nach einer gewissen Erhitzungszeit ein Maximum, um dann bei weiterem Erhitzen abzusinken, wobei angenommen wird, daß der Beginn des Absinkens von BH.", eintritt, wenn praktisch alles Schutzmittel vertrieben worden ist und das Zusammensintern der Teilchen des metallischen Pulvers beginnt; denn wenn die Erhitzungsdauer verlängert wird, sinkt obwohl die Remanenz ansteigt, die Koerzitivkraft mit solcher Geschwindigkeit ab, daß eine merkliche Verminderung des BH""" eintritt. Zur Erreichung eines Magneten- mit höchstmöglicher Koerzitivkraft, die mit einer verhältnismäßig hohen Remanenz einhergeht, ist es daher zweckmäßig, die Hitzebehandlung an dem Punkt abzubrechen, an dem der Wert für BH"", ein Maximum erreicht. Wenn jedoch ein Magnet mit höherer Remanenz erwünscht ist, bei dem eine niedrigere Koerzitivkraft nicht ins Gewicht fällt, kann die Hitzebehandlung verlängert werden, bis der erforderliche Grad der Sinterung eingetreten ist und die erforderlichen magnetischen Eigenschaften erhalten worden sind. Wenn auf der anderen Seite ein Magnet mit höherer Koerzitivkraft und niedrigerer Remanenz entstehen soll, kann die Hitzebehandlung beendet werden, ehe das Schutzmittel entfernt worden ist.
  • Die Eigenschaften des so hergestellten Magneten hängen bis zu einem gewissen Grade auch von dem bei der Herstellung der kompakten Masse angewandten Druck ab, Erhöhter Druck bewirkt im allgemeinen eine Zunahme der Remanenz, der Dichte und des größten Energieproduktes und ein Absinken der Koerzitivkraft. Vorzugsreise jedoch werden vor der Hitzebehandlung Drücke über 50.106 g/6,5 qcm nicht angewandt, da höhere Drücke in diesem Stadium mechanische Schäden in den kompakten Massen ergeben können.
  • Es wurde aber gefunden, daß die kompakten Nlassen nach erfolgter Hitzebehandlung, vorzugsweise nach Erreichung des maximalen Wertes des BHmpx, nochmals vorteilhaft unter Anwendung von Drücken gepreßt werden können, die über den vor der Hitzebehandlung empfohlenen liegen. Diese zweite Pressung nach der Hitzebehandlung ermöglicht die Herstellung eines Magneten aus der so behandelten kompakten ?Masse, der eine- höhere Remanenz hat als die, die durch Erhitzen bis zum Höchstwert des BH"ax erzielt ist, wobei dieser Magnet dennoch eine höhere Koerzitivkraft besitzt als der Magnet, der in Verbindung mit solch hoher Remanenz durch die Hitzebehandlung allein erhalten wird.
  • Das Schutzmittel, das in dem erfindungsgemäßen Verfahren angewandt wird, bewirkt, daß das metallische Pulver vor und während der Pressung nicht pyrophor ist. Die verpreßte kompakte Masse ist ebenfalls nicht pyrophor, und selbst nach der Hitzebehandlung kann eine ausreichende Menge des Schutzmittels in der Masse zurückgehalten werden, um zu verhindern, daß sie pvrophor wird. Zweckmäßig ist es jdoch, die kompakten Massen unmittelbar nach der Pressung mit einem Mittel zu behandeln, das eine oberflächliche Oxydation der kompakten Masse verhindert. Wenn man überdies einen Magnet mit solcher Remanenz herzustellen wünscht, daß praktisch alles Schutzmittel während der Hitzebehandlung entfernt werden muß, kann die kompakte Masse mit einem zusätzlichen Schutzmittel imprägniert werden, das keine nennenswerte Verringerung der Remanenz als Vorsichtsmaßregel gegen die mögliche Entwicklung eines pyrophoren Verhaltens bewirkt. Ein geeignetes Medium für beide genannten Zwecke ist z. B. chinesisches Holzöl.
  • An Hand von Beispielen werden Ausführungsformen der Erfindung zur Herstellung permanenter Magnete beschrieben.
  • Beispiel l Das hier benutzte magnetisierbare metallische Pulver bestand aus feinteiligem Kobalt-Eisen-Pulver, in welchem 30 Gewichtsprozent Kobalt und 70 Gewichtsprozent Eisen enthalten waren. Es wurde durch Zersetzung gemischter Kristalle der Formiate von Kobalt und Eisen und Reduktion der so gebildeten Oxyde durch 11/2stündiges Erhitzen in einem Wasserstoffstrom bei 350' C hergestellt; wobei 300 1 Wasserstoff je 15 g Oxyd je Stunde verbraucht wurden.
  • Das so hergestellte Kobalt-Eisen-Pulver wurde mit einer Lösung von Bleioleat in Benzol bedeckt. Das angewandte Bleioleat macht 4°/o des Gewichtes des Pulvers aus. Pulver und Bleioleatlösung wurden gründlich miteinander vermischt. Das Benzol wurde verdampfen gelassen, wobei ein trockenes, mit Bleioleat überzogenes Pulver zurückblieb. Es wurde unter einem Druck von 30 - 10s g/6,5 qcm zu einer kompakten Masse verpreßt. Diese Masse wurde 16,5 Stunden auf 300' C und weitere 2,5 Stunden auf 350' C in Wasserstoff erhitzt.
  • Die in der üblichen Weise durchgeführte Magnetisierung der so hergestellten kompakten Masse ergab einen permanenten Magneten mit einer Remanenz von 660 Gauß, einer Koerzitivkraft von 510 Örsted, einem größten Energieprodukt von 1,475 - 10s Gauß Orsted und einer Dichte von 3,87 g/ccm.
  • Beispiel 2 Hier wurde als magnetisierbares metallisches Pulver ein wie im Beispiel 1 hergestelltes Kobalt-Eisen-Pulver benutzt. Es wurde gründlich mit einer Bleinaphthenatlösung in Aceton vermischt. Der Bleigehalt machte 25'% des Napthenatgewichtes aus; das Gesamtgewicht an Bleinaphthenat entsprach 4%, des Pulvergewichtes.
  • Nach dem Verdampfenlassen des Acetons hinterblieb ein. trockenes, mit Bleinaphthenat überzogenes Kobalt-Eisen-Pulver, das dann unter einem Druck
    Eigenschaften des Magneten
    Verfahren zur Herstellung der kompakten Masse
    B H # BHmax ' Dichte
    10° Gauß -
    Schutzmittel I Druck I Hitzebehandlung Gauß Orsted örsted g/ccm
    1 Benzol 50 . 106 g/ keine 7450 500 1,48
    4,57
    6,5 qcm
    2 Bleioleat 50- 1069/ keine 5880 590 1,09 4,36
    (4%ige benzolische 6,5 qcm
    Lösung)
    3 desgl. 30 - 1069/ keine 4600 650 0,95 3,7
    6,5 qcm
    4 desgl. 30 - 1069/ 161/2 Stunden 6600 510 1,475 3,87
    6,5 qcm bei 300' C
    -I- 21/2 Stunden
    bei 350' C
    '5 desgl. 30 - 100 g/ wie (4) -f- 3 Stunden 7380 380 1,303 4,49
    6,5 qcm bei 360' C
    6 desgl. 30 - 1089/ wie (5) -I- 2 Stunden 8020 330 1,26 4,63
    6,5 qcm bei 375' C
    7 desgl. 30 - 108 g/ wie (6) -I- 2 Stunden 8700 280 1,09 4,83
    6,5 qcm bei 390' C
    8 desgl. 30 - 108 g/ wie (7) -I- 2 Stunden 9100 250 0,95 4,91
    6,5 qcm bei 390' C
    9 Bleinaphthenat 50 - 108 g/ keine 5800_- 620 1;15 4,40
    (4%ige acetonische 6,5 qcm
    Lösung)
    10 desgl. 50 - 108 g/ 11/2 Stunden 8500 400 1,47 4,80
    6,5 qcm bei 150' C
    -I- 2 Stunden
    bei 350' C
    von 50 - 106 g/6,5 qcm zu einer kompakten Masse verpreßt wurde. Sie wurde in Wasserstoff zuerst 1,5 Stunden bei 150° C und dann 2 Stunden bei 350° C erhitzt.
  • Nach erfolgter Magnetisierung in der üblichen Weise besaß der so hergestellte permanente Magnet eine Remanenz von 8500 Gauß, eine Koerzitivkraft von 400 Örsted ein größtes Energieprodukt von 1,47.10B Gauß-Örsted und eine Dichte von 4,80 g/cc1m.
  • Eine längere Hitzebehandlung der, wie beschrieben, hergestellten kompakten Massen führt zu Magneten mit erhöhter Remanenz und Dichte und herabgesetzter Koerzitivkraft und herabgesetztem größtem Energieprodukt, wie das bei aus mit Bleioleat behandeltem Pulver hergestellten Magneten in der vorstehenden Tabelle ersichtlich ist, in der die Remanenz (B,.), die Koerzitivkraft (H,), das größte Energieprodukt (BHmax) und die Dichte für verschiedene Stadien der Hitzebehandlung angegeben sind. Zum Vergleich werden diese Eigenschaften auch für Magnete angegeben, die aus dem gleichen in Benzol verpreßten Eisenpulver erhalten wurden und die nach der Behandlung mit der Bleioleatlösung verpreßt, aber da. nach nicht mehr hitzebehandelt worden sind. Vergleichswerte sind ferner für Magnete angegeben, die aus dem im Beispiel2 beschriebenen, mit Bleinaphthenat behandelten Pulver mit und ohne Hitzebehandlung hergestellt wurden. Schließlich ist aus der Tabelle die Wirkung der verschiedenen Drücke bei der Herstellung der kompakten Hasse auf die magnetischen Eigenschaften und die Dichte derselben zu ersehen.
  • In einer Modifikation des im obigen Beispiel 1 beschriebenen und in der vorstehenden Tabelle erläuterten Verfahrens werden einige kompakte Massen aus dem Ofen nach Beendigung der in der Tabelle als Nr. 4 bezeichneten Stufe herausgenommen, d. h. nach der Durchführung der Hitzebehandlung bis zur Erreichung des Maximalwertes von RH., Diese kompakten Massen werden dann einem Druck von 100- 10B g/6,5 qcm unterworfen. Die Magnete, die durch Magnetisierung der so behandelten kompakten Massen erhalten werden, zeigen Remanenzwerte von 9000 bis 9100 Gauß und Koerzitivkräfte von 300 bis 350 Örsted.
  • Auf diese Weise können nach dem Verfahren der Erfindung zur Herstellung permanenter Magnete, bei dem das metallische Pulver, das mit einem Schutzmittel überzogen ist, in trockenem Zustand gepreßt wird, kompakte Massen jeder gewünschten Form leicht hergestellt werden. Da überdies das Pulver trocken ist, kann der Preßvorgang in einer automatischen Presse der üblichen Art durchgeführt werden, ohne daß besondere Modifikationen oder Vorsichtsmaßnahmen erforderlich wären.
  • Ein weiterer Vorzug des erfindungsgemäßen Verfahrens liegt in der Tatsache begründet, daß die nach ihm hergestellten kompakten Massen im allgemeinen leichter bearbeitet werden können als die Massen, die durch Verpressen des metallischen Pulvers in Flüssigkeiten, z. B. Benzol, Paraffin oder Aceton, hergestellt werden.

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zum Herstellen eines permanenten Magneten, bei dem ein magnetisierbares metallisches Pulver, dessen elementare Körnchen Abmessungen in der Größenordnung kolloidaler Teilchen haben, mit einer Lösung aus einem organischen Schutzmittel vermengt wird, das Lösungsmittel verdampft und das Pulver zwecks Formung einer kompakten Masse gepreßt wird, dadurch gekennzeichnet, daß als organisches Schutzmittel ein metallisches Oleat oder Naphthenat verwendet wird, das einen dünnen Film auf den einzelnen Teilchen des metallischen Pulvers bei Verdampfung des Lösungsmittels bilden und bei einer verhältnismäßig niedrigen Temperatur, z. B. von 300 bis 400° C, flüchtig werden kann, daß das Gewicht des verwendeten organischen Schutzmittels zwischen 0,5 und 8% des Gewichtes des magnetisierbaren metallischen Pulvers beträgt, daß das überzogene Pulver in an sich bekannter Weise im trockenen Zustand gepreßt wird, um die kompakte Masse zu bilden, und daß die kompakte Masse in an, sich bekannter Weise einer Wärmebehandlung in einer nichtoxydierenden Atmosphäre unterworfen wird, wodurch das organische Schutzmittel aus der kompakten Masse durch Verflüchtigung im wesentlichen vollständig oder teilweise entfernt wird, so daß die in der kompakten Masse zurückgehaltene Menge des Schutzmittels weniger als 1% des Gewichtes der kompakten Masse ausmacht.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als organisches Schutzmittel Blei -oleat, Eisenoleat, Bleinaphthenat, Eisennaphthenat oder Kobaltnaphthenat verwendet wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das metallische Pulver aus 30 Gewichtsprozent Kobalt und 70 Gewichtsprozent Eisen besteht, daß als organisches Schutzmittel Bleioleat in benzolischer Lösung verwendet wird, daß das Gewicht des benutzten Bleioleats 4% des Gewichtes des metallischen Pulvers beträgt, daß das nach dem Verdampfen des Benzols verbleibende trockene, mit Bleioleat überzogene Kobalt-Eisen-Pulver zwecks Herstellung einer kompakten Masse einem Druck von 30 - 106 g/6,5 qcm unterworfen wird und daß diese kompakte Masse dann in Wasserstoff zunächst 161/a Stunden auf 300° C und dann 21/a Stunden auf 350° C erhitzt wird.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das metallische Pulver aus 30 Gewichtsprozent Kobalt und 70 Gewichtsprozent Eisen besteht, daß als organisches Schutzmittel Bleinaphthenat mit einem Bleigehalt von 25 Gewichtsprozent, auf Naphthenat bezogen, in acetonischer Lösung verwendet wird, daß dieses Bleinaphtenat in einer 40/a des Gewichtes des metallischen Pulvers ausmachenden Menge benutzt wird, daß das nach dem Verdampfen des Acetons verbleibende trockene, mit Bleinaphtenat überzogene Kobalt-Eisen-Pulver zwecks Herstellung einer kompakten Masse einem Druck von 50 .106 g pro 6,5 qcm unterworfen wird und daß diese kompakte Masse in Wasserstoff zunächst 11/a Stunden auf 150° C und dann 2 Stunden auf 350° C erhitzt wird. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 656 966, 875 868, 886 012; deutsche Patentanmeldung S25565 (bekanntgemacht am 22. 10. 1953) ; britische Patentschriften Nr. 590 392, 594 474, 594 681; Zeitschrift »Stahl und Eisen«, Jahrgang 62 (1942), S. 983 bis 986.
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