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DE1068265B - - Google Patents

Info

Publication number
DE1068265B
DE1068265B DENDAT1068265D DE1068265DB DE1068265B DE 1068265 B DE1068265 B DE 1068265B DE NDAT1068265 D DENDAT1068265 D DE NDAT1068265D DE 1068265D B DE1068265D B DE 1068265DB DE 1068265 B DE1068265 B DE 1068265B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
chlorine
dicyan
cyanuric chloride
chloride
activated carbon
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DENDAT1068265D
Other languages
English (en)
Inventor
Darmstadt-Eberstadt Dr. Herbert Zima
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Roehm GmbH Darmstadt
Original Assignee
Roehm and Haas GmbH
Publication date
Publication of DE1068265B publication Critical patent/DE1068265B/de
Pending legal-status Critical Current

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  • Low-Molecular Organic Synthesis Reactions Using Catalysts (AREA)
  • Catalysts (AREA)

Description

DEUTSCHES
Das Cyanurchlorid oder 2,4,6-Trichlor-l,3,5-triazin ist das Trimere des Chlorcyans und wird bisher technisch ausschließlich aus dieser Verbindung hergestellt. Von den bekannten Verfahren, Chlorcyan in Cyanurchlorid überzuführen, hat die Herstellung in der Gasphase zur Zeit die größte Bedeutung. Man geht dabei so vor, daß zunächst Chlor auf eine im Kreislauf geführte wäßrige Blausäurelösung zur Einwirkung gebracht und das dabei entstehende Chlorcyan in getrocknetem Zustand bei Temperaturen zwischen 350 und 500° C über Aktivkohle geleitet wird. Beim Abkühlen des gasförmig aus der Reaktionszone ausgetriebenen Cyanurchlorids verdichtet sich dieses zu einem feinkristallinen Produkt hoher Reinheit. Als unbefriedigend hat sich bei diesem mit hohen Ausbeuten arbeitenden Verfahren einmal das verhältnismäßig rasche Nachlassen der optimalen Wirksamkeit des Katalysators, z. B. nach 50 bis 100 Stunden, und die damit verbundene Notwendigkeit einer dauernden Katalysatoraufbereitung erwiesen. Darüber hinaus ist das Auftreten der Hälfte des zur Chlorcyanherstellung aufgewendeten Chlors in Form von Salzsäure sowohl aus wirtschaftlichen Gründen als auch wegen der zu meisternden Korrosionsschwierigkeiten unerwünscht.
Es wurde nun gefunden, daß sich Cyanurchlorid in einfacher Weise und unter Vermeidung der für das bisher in der Technik ausgeübte Verfahren geltenden Schwierigkeiten herstellen läßt, wenn Dicyan und Chlor in äquimolaren Mengen bei Temperaturen zwischen 350 und 750° C über Aktivkohle geleitet werden, deren Wirksamkeit durch eine vorherige Erhitzung auf 800 bis 1000° C im StickstofFstrom erhöht werden kann. Als besonders vorteilhaft hat sich eine zwischen 450 und 550° C liegende Temperatur für die Durchführung der erfindungsgemäßen Umsetzung erwiesen. Das im Reaktionsraum gebildete Cyanurchlorid kann durch einfaches Abkühlen auf Temperaturen unter 190° C als lockeres Festprodukt von praktisch 100%iger Reinheit gewonnen werden. Nicht umgesetztes Dicyan und Chlor werden von neuem über die Kontaktschicht geleitet. Es hat sich als vorteilhaft erwiesen, sich mit dem unvollständigen Umsatz von z. B. 60 bis 80% zu begnügen und die restlichen Mengen an Dicyan und Chlor dem in das Reaktionsgefäß eintretenden Gasgemisch wieder zuzugeben.
Als Katalysator hat sich hochaktive Gasadsorptionskohle, z. B. die zum Füllen von Gasmaskeneinsätzen bekannte Α-Kohle, als besonders brauchbar erwiesen. Es ist vorteilhaft, vor dem Beschicken des Reaktionsgefäßes bzw. vor der Inbetriebnahme des Reaktors die in der Aktivkohle enthaltene Wassermenge möglichst vollständig zu entfernen.
Verfahren zur Herstellung
von Cyanurchlorid
Anmelder:
Röhm & Haas G. m. b. H.r
Darmstadt, Mainzer Str. 42
Dr. Herbert Zima, Darmstadt-Eberstadt,
ist als Erfinder genannt worden
ao Das für die Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens erforderliche Beheizen des Kohlekatalysators kann in an sich bekannter Weise, z. B. durch Außenbeheizung des Reaktionsgefäßes, durch innere Widerstandsheizung oder durch Verwendung der
as Aktivkohle als elektrisches Widerstandsmaterial, bewirkt werden.
Bei dem beschriebenen Prozeß entstehen aus 3 Mol Dicyan und 3 Mol Chlor 2 Mol gasförmiges Cyanurchlorid, d. h. aus 6 Mol gasförmiger Ausgangskomponenten entstehen 2 Mol Endprodukt. Erwartungsgemäß wird der Ablauf der Umsetzung durch die Anwendung von Druck gefördert.
Das Verfahren eignet sich in vorzüglicher Weise zu einer kontinuierlichen Durchführung.
Beispiel
Durch ein Rohr aus VA-Stahl mit einer lichten Weite von 28 mm, in dem sich eine 700 mm hohe Schicht handelsüblicher, hochaktiver Gasadsorptionskohle (H2O-Gehalt<0,5%>) befindet, werden im Laufe einer Stunde 17,5 1 Dicyan und 17,5 1 Chlor geleitet, wobei die Temperatur in der Kontaktsubstanz möglichst gleichmäßig auf 460° C gehalten wird. Das aus dem Rohr austretende Reaktionsprodukt wird in einen gekühlten Abscheider eingeleitet und verdichtet sich darin zu einer weißen, feinkristallinen Substanz. Diese besitzt einen Schmelzpunkt von 146° C; sie ist frei von Verunreinigungen. Bei einem einmaligen Durchsatz beträgt der Umsatz zu Cyanurchlorid 56,5%, und zwar sowohl auf Dicyan als auch auf Chlor bezogen. Die nicht umgesetzten Anteile an Chlor und Dicyan werden vom Abscheider in den Reaktor zurückgeführt.
■ ■■·■ U 909 647/411

Claims (2)

3 4 π von 350 bis 750° C, vorzugsweise von 450 bis PATENTANSPRÜCHE: 55QO Q> ^ Aktivkohle geleSitet werden.
1. Verfahren zur Herstellung von Cyanur-
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekenn-
chlorid, dadurch gekennzeichnet, daß Dicyan und zeichnet, daß die Umsetzung bei gleichzeitiger
Chlor in äquimolaren Mengen bei Temperaturen 5 Anwendung von Druck durchgeführt wird.
©909 647/411 10.59
DENDAT1068265D Pending DE1068265B (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1068265B true DE1068265B (de) 1959-11-05

Family

ID=593628

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT1068265D Pending DE1068265B (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE1068265B (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3312697A (en) * 1967-04-04 Process for the preparation of cyanuric
US3524852A (en) * 1967-03-18 1970-08-18 Roehm & Haas Gmbh Preparation of cyanuric chloride

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3312697A (en) * 1967-04-04 Process for the preparation of cyanuric
US3524852A (en) * 1967-03-18 1970-08-18 Roehm & Haas Gmbh Preparation of cyanuric chloride

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