DE1068265B - - Google Patents
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- Low-Molecular Organic Synthesis Reactions Using Catalysts (AREA)
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Description
DEUTSCHES
Das Cyanurchlorid oder 2,4,6-Trichlor-l,3,5-triazin ist das Trimere des Chlorcyans und wird bisher
technisch ausschließlich aus dieser Verbindung hergestellt. Von den bekannten Verfahren, Chlorcyan in
Cyanurchlorid überzuführen, hat die Herstellung in der Gasphase zur Zeit die größte Bedeutung. Man
geht dabei so vor, daß zunächst Chlor auf eine im Kreislauf geführte wäßrige Blausäurelösung zur Einwirkung
gebracht und das dabei entstehende Chlorcyan in getrocknetem Zustand bei Temperaturen zwischen
350 und 500° C über Aktivkohle geleitet wird. Beim Abkühlen des gasförmig aus der Reaktionszone
ausgetriebenen Cyanurchlorids verdichtet sich dieses zu einem feinkristallinen Produkt hoher Reinheit. Als
unbefriedigend hat sich bei diesem mit hohen Ausbeuten arbeitenden Verfahren einmal das verhältnismäßig
rasche Nachlassen der optimalen Wirksamkeit des Katalysators, z. B. nach 50 bis 100 Stunden, und
die damit verbundene Notwendigkeit einer dauernden Katalysatoraufbereitung erwiesen. Darüber hinaus
ist das Auftreten der Hälfte des zur Chlorcyanherstellung aufgewendeten Chlors in Form von Salzsäure
sowohl aus wirtschaftlichen Gründen als auch wegen der zu meisternden Korrosionsschwierigkeiten
unerwünscht.
Es wurde nun gefunden, daß sich Cyanurchlorid in einfacher Weise und unter Vermeidung der für das
bisher in der Technik ausgeübte Verfahren geltenden Schwierigkeiten herstellen läßt, wenn Dicyan und
Chlor in äquimolaren Mengen bei Temperaturen zwischen 350 und 750° C über Aktivkohle geleitet werden,
deren Wirksamkeit durch eine vorherige Erhitzung auf 800 bis 1000° C im StickstofFstrom erhöht
werden kann. Als besonders vorteilhaft hat sich eine zwischen 450 und 550° C liegende Temperatur für die
Durchführung der erfindungsgemäßen Umsetzung erwiesen. Das im Reaktionsraum gebildete Cyanurchlorid
kann durch einfaches Abkühlen auf Temperaturen unter 190° C als lockeres Festprodukt von praktisch
100%iger Reinheit gewonnen werden. Nicht umgesetztes Dicyan und Chlor werden von neuem
über die Kontaktschicht geleitet. Es hat sich als vorteilhaft erwiesen, sich mit dem unvollständigen Umsatz
von z. B. 60 bis 80% zu begnügen und die restlichen Mengen an Dicyan und Chlor dem in das Reaktionsgefäß
eintretenden Gasgemisch wieder zuzugeben.
Als Katalysator hat sich hochaktive Gasadsorptionskohle, z. B. die zum Füllen von Gasmaskeneinsätzen
bekannte Α-Kohle, als besonders brauchbar erwiesen. Es ist vorteilhaft, vor dem Beschicken des
Reaktionsgefäßes bzw. vor der Inbetriebnahme des Reaktors die in der Aktivkohle enthaltene Wassermenge
möglichst vollständig zu entfernen.
Verfahren zur Herstellung
von Cyanurchlorid
von Cyanurchlorid
Anmelder:
Röhm & Haas G. m. b. H.r
Darmstadt, Mainzer Str. 42
Darmstadt, Mainzer Str. 42
Dr. Herbert Zima, Darmstadt-Eberstadt,
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
ao Das für die Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens erforderliche Beheizen des Kohlekatalysators
kann in an sich bekannter Weise, z. B. durch Außenbeheizung des Reaktionsgefäßes, durch innere
Widerstandsheizung oder durch Verwendung der
as Aktivkohle als elektrisches Widerstandsmaterial, bewirkt
werden.
Bei dem beschriebenen Prozeß entstehen aus 3 Mol Dicyan und 3 Mol Chlor 2 Mol gasförmiges
Cyanurchlorid, d. h. aus 6 Mol gasförmiger Ausgangskomponenten entstehen 2 Mol Endprodukt. Erwartungsgemäß
wird der Ablauf der Umsetzung durch die Anwendung von Druck gefördert.
Das Verfahren eignet sich in vorzüglicher Weise zu einer kontinuierlichen Durchführung.
Durch ein Rohr aus VA-Stahl mit einer lichten Weite von 28 mm, in dem sich eine 700 mm hohe
Schicht handelsüblicher, hochaktiver Gasadsorptionskohle (H2O-Gehalt<0,5%>) befindet, werden im
Laufe einer Stunde 17,5 1 Dicyan und 17,5 1 Chlor geleitet, wobei die Temperatur in der Kontaktsubstanz
möglichst gleichmäßig auf 460° C gehalten wird. Das aus dem Rohr austretende Reaktionsprodukt
wird in einen gekühlten Abscheider eingeleitet und verdichtet sich darin zu einer weißen, feinkristallinen
Substanz. Diese besitzt einen Schmelzpunkt von 146° C; sie ist frei von Verunreinigungen. Bei einem
einmaligen Durchsatz beträgt der Umsatz zu Cyanurchlorid 56,5%, und zwar sowohl auf Dicyan als auch
auf Chlor bezogen. Die nicht umgesetzten Anteile an Chlor und Dicyan werden vom Abscheider in den
Reaktor zurückgeführt.
■ ■■·■ U 909 647/411
Claims (2)
1. Verfahren zur Herstellung von Cyanur-
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekenn-
chlorid, dadurch gekennzeichnet, daß Dicyan und zeichnet, daß die Umsetzung bei gleichzeitiger
Chlor in äquimolaren Mengen bei Temperaturen 5 Anwendung von Druck durchgeführt wird.
©909 647/411 10.59
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1068265B true DE1068265B (de) | 1959-11-05 |
Family
ID=593628
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT1068265D Pending DE1068265B (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1068265B (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3312697A (en) * | 1967-04-04 | Process for the preparation of cyanuric | ||
| US3524852A (en) * | 1967-03-18 | 1970-08-18 | Roehm & Haas Gmbh | Preparation of cyanuric chloride |
-
0
- DE DENDAT1068265D patent/DE1068265B/de active Pending
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3312697A (en) * | 1967-04-04 | Process for the preparation of cyanuric | ||
| US3524852A (en) * | 1967-03-18 | 1970-08-18 | Roehm & Haas Gmbh | Preparation of cyanuric chloride |
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