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DE1068117B - - Google Patents

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Publication number
DE1068117B
DE1068117B DENDAT1068117D DE1068117DA DE1068117B DE 1068117 B DE1068117 B DE 1068117B DE NDAT1068117 D DENDAT1068117 D DE NDAT1068117D DE 1068117D A DE1068117D A DE 1068117DA DE 1068117 B DE1068117 B DE 1068117B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
fiber
light
patents
fibers
carrier material
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DENDAT1068117D
Other languages
English (en)
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Publication date
Publication of DE1068117B publication Critical patent/DE1068117B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03CPHOTOSENSITIVE MATERIALS FOR PHOTOGRAPHIC PURPOSES; PHOTOGRAPHIC PROCESSES, e.g. CINE, X-RAY, COLOUR, STEREO-PHOTOGRAPHIC PROCESSES; AUXILIARY PROCESSES IN PHOTOGRAPHY
    • G03C1/00Photosensitive materials
    • G03C1/76Photosensitive materials characterised by the base or auxiliary layers
    • G03C1/7642Photosensitive materials characterised by the base or auxiliary layers the base being of textile or leather

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Paper (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Lichtpausmaterial Die Trägerstoffe des bekannten Lichtpausmaterials bestehen aus Papier bzw. gewebten Textilien. Papier hat den Nachteil einer verhältnismäßig geringen Festigkeit, während andererseits die rauhe Oberfläche der Gewebe als störend empfunden wird. Es ist ferner bekannt, als Trägerstoff ein durchscheinend gemachtes Textilmaterial, wie Batist, zu verwenden. Auch bei diesem stört jedoch die auf der Oberfläche in Erscheinung tretende Fadenstruktur.
  • Auf Papier hergestellte Pausen erfordern bei häufigem Gebrauch eine Rand- bzw. Rückenverstärkung. Außerdem sind die Pausen nicht feuchtigkeitsbeständig.
  • Es wurde nun gefunden, daß sich demgegenüber ein Lichtpausmaterial in der Weise herstellen läßt, daß - und darin besteht die Erfindung - durch ein geeignetes Lösungsmittel in ihrer Faserstruktur erweichte und im Erweichungszustand in sich verfilzte bzw. verfestigte, aus 1 extilfasern bestehende Faserbahnen oberflächenglatt ausgerüstet und mit lichtempfindlichen Farbstoffen imprägniert werden.
  • Vorzugsweise kommen als Träger für die lichtempfindlichen Stoffe Faserbahnen zur Anwendung, die gemäß den Verfahren der deutschen Patentschriften 902 427 und 921 826 als verfilztes Material aus Zellulosefasern ohne Spinnen und Weben hergestellt sind. Dieses Material besteht aus oberflächenglatten Faservliesen, deren Fasern mittels Natronlauge angequollen und anschließend verfilzt bzw. teilweise ohne Zusatz von Klebmitteln oder sonstigen Fremdstoffen in sich verschmolzen sind.
  • Die auf diese Weise in sich verfestigten, ein- oder mehrschichtigen Faservliese können auch je nach der Faserstruktur und unter entsprechender Einstellung des Laugenbades transparent ausgebildet sein. Besonders gute Ergebnisse werden hierbei mit Zellulosefaserstoffen mit Zuschlägen von Kupferseide erzielt.
  • Die der lichtempfindlichen Schicht abgekehrte Seite des Fasermaterials wird vorteilhaft mit einem versteifenden, feuchtigkeitsabweisenden Überzug, z. B. aus farblosem Lack, versehen.
  • Die Herstellung der lichtempfindlichen Schicht erfolgt in an sich bekannter Weise. Hierbei kann das Material für die Naßentwicklung oder auch für die Trockenentwicklung Verwendung finden. Zur Imprägnierung werden lichtempfindliche Diazoverbindungen, gegebenenfalls unter Zusatz von Stabilisatoren, verwendet. Die Azo-Kupplungskomponente kann auch zugleich mit der Diazoverbindung aufgetragen und gegen vorzeitige Kupplung stabilisiert werden. Für die Entwicklung werden dann alkalische Dämpfe oder auch flüchtige basische organische Stickstoffverbindungen verwendet. Die Erfindung wird an den nachstehenden Beispielen erläutert: Beispiel 1 Ein mehrlagiges Faservlies mit gekreuzten Fasern wird nach der Behandlung mit Natronlauge und nach dem Absäuern und Waschen in der Endphase der Trocknung gewalzt. Das trockene Material wird in fortlaufenderBahn mit einer lichtempfindlichenDiazoverbindung imprägniert. Es ergibt dann bei Anwendung der bekannten Belichtungsverfahren feuchtigkeitsbeständige Lichtpausen, die sich z. B. nach dem Tauchen in Wasser wieder völlig glätten lassen.
  • Beispiel 2 Ein fünflagiges Faservlies mit einem Gewicht von 70 g/m2 aus Zellulosefasern mit Zuschlägen von Kupferseide wird einer Laugenbehandlung unterworfen, bis die Faserstruktur so weit erweicht ist, daß nach dem Absäuern, Waschen und Trocknen ein Material vorliegt, in dem die Faserstruktur die Längs- und Querfestigkeit sichert. Dieses Material wird mit Polyäthylen einseitig beschichtet und anschließend auf der anderen Seite mit einer lichtempfindlichen Lösung imprägniert. Man erzielt formbeständige und feuchtigkeitsbeständige Lichtpausen. Auch besteht die Möglichkeit, die als Pausgrund benutzte Seite mit einer Deckschicht zu versehen.
  • Zur Ausbildung von Vliesen aus Textilfasern anderer Art bzw. Mischfaservliesen aus verschiedenen Textilfasern werden diese mit :einem entsprechenden, strukturerweichenden Lösungsmittel behandelt - und gemäß den Beispielen 1 und 2 verarbeitet.
  • Der Erfindungsgedanke ist in der überraschenden Feststellung zu sehen, daß ein Fasermaterial mit einer Stapellänge von etwa .10 bis 60 mm einen Trägerstoff besonders hoher Festigkeit trotz sehr geringer Dicke ergibt. Die in ihrer Struktur angelösten bzw. verschmolzenen Fasern verleihen dem Material eine sehr hohe Naßfestigkeit. Das Material kann durch die Auswahl der Faserstoffe wie auch die Einstellung des Laugenbades eine genau dosierte Transparenz erhalten. Die Transparenz ist gleichmäßig innerhalb der gesamten Materialstärke, da sie nicht durch Füllstoffe oder eine ungleichmäßige Faserstruktur beeinträchtigt ist. Die feine Porosität ist auch bei dem Transparentmaterial erhalten.
  • Die fortschrittliche Wirkung des neuen Materials besteht darin, <laß die Schicht des lichtempfindlichen Farbstores in der gleichmäßig mit feinsten Poren durchsetzten Oberfläche des Trägermaterials so fest gebunden ist, daß die hergestellten Lichtpausen sehr lange lagerbeständig sind und sich nicht verfärben; sie erfahren auch unter Temperatureinflüssen keine Änderungen. Das Material ist deshalb besonders für die Anfertigung von Archivmaterial geeignet. Randverstärkungen oder eine sonstige, die Festigkeit steigernde Ausrüstung sind nicht erforderlich. Knicke, die z.13. Zeichnungen unleserlich machen, können durch einfaches Tauchen und Glätten beseitigt werden.

Claims (5)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zur Herstellung von Lichtpausmaterial, dadurch gekennzeichnet, daß durch ein g )r e eignetes Lösungsmittel Z, in ihrer Faserstruktur erweichte und im Erweichungszustand in sich verfilzte bzw. verfestigte, aus Textilfasern bestehende Faserbahnen oberflächenglatt ausgerüstet und mit lichtempfindlichen Farbstoffen imprägniert werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, da13 als Trägerstoff gemäß den deutschen Patentschriften 902 427 und 921826 verfestigte Faservliese ohne Zusätze von Klebmitteln verwendet werden.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, da13 durch Auswahl der Zellulosefaserstoffe und durch entsprechende Einstellung des Laugenbades transparentgemachte Faserbahnen verwendet werden.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß Zellulosefaserstoffe verwendet werden, denen bei der Herstellung Kupferseide zugesetzt worden ist.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die nicht lichtempfindliche Seite des Trägerstoffes mit einem versteifenden Überzug aus farblosem Lack versehen wird. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 710 461, 767 177, 902 427, 921 826; USA.-Patentschriften Nr. 938 877, 1997 745; französische Patentschriften Nr. 795 997, 817 812.
DENDAT1068117D 1956-07-07 Pending DE1068117B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEL0025265 1956-07-07

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1068117B true DE1068117B (de) 1959-10-29

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ID=7263370

Family Applications (1)

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DENDAT1068117D Pending DE1068117B (de) 1956-07-07

Country Status (1)

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DE (1) DE1068117B (de)

Cited By (1)

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EP0344662A3 (de) * 1988-06-03 1991-11-13 Curtis 1000 Europe Gmbh Flächige Unterlage zur Herstellung von Lichtpausen

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