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DE1067211B - Durch Wärme härtbare Formmasse auf Grundlage von Epoxyharzen und Cyanursäureestern - Google Patents

Durch Wärme härtbare Formmasse auf Grundlage von Epoxyharzen und Cyanursäureestern

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Publication number
DE1067211B
DE1067211B DENDAT1067211D DE1067211DA DE1067211B DE 1067211 B DE1067211 B DE 1067211B DE NDAT1067211 D DENDAT1067211 D DE NDAT1067211D DE 1067211D A DE1067211D A DE 1067211DA DE 1067211 B DE1067211 B DE 1067211B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
epoxy resin
triallyl cyanurate
resin
mixture
epoxy
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DENDAT1067211D
Other languages
English (en)
Inventor
Lawrence Park Pa. und Rüssel A. Skiff Waterford Pa. Robert W. Finholt (V. St. A.)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
General Electric Co
Original Assignee
General Electric Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Publication date
Publication of DE1067211B publication Critical patent/DE1067211B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08FMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED BY REACTIONS ONLY INVOLVING CARBON-TO-CARBON UNSATURATED BONDS
    • C08F283/00Macromolecular compounds obtained by polymerising monomers on to polymers provided for in subclass C08G
    • C08F283/10Macromolecular compounds obtained by polymerising monomers on to polymers provided for in subclass C08G on to polymers containing more than one epoxy radical per molecule
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08GMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
    • C08G59/00Polycondensates containing more than one epoxy group per molecule; Macromolecules obtained by polymerising compounds containing more than one epoxy group per molecule using curing agents or catalysts which react with the epoxy groups
    • C08G59/18Macromolecules obtained by polymerising compounds containing more than one epoxy group per molecule using curing agents or catalysts which react with the epoxy groups ; e.g. general methods of curing
    • C08G59/40Macromolecules obtained by polymerising compounds containing more than one epoxy group per molecule using curing agents or catalysts which react with the epoxy groups ; e.g. general methods of curing characterised by the curing agents used
    • C08G59/42Polycarboxylic acids; Anhydrides, halides or low molecular weight esters thereof

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Compositions Of Macromolecular Compounds (AREA)
  • Adhesives Or Adhesive Processes (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung neuer plastischer Massen, die (1) ein Epoxyharz, d.h. einen Glycidylpolyäther einer mehrere OH-Gruppen enthaltenden Verbindung, beispielsweise eines mehrwertigen Alkohols oder Phenols, und (2) einen bestimmten Cyanursäureester, nämlich Cyanursäuretriallylester, enthält.
In der USA.-Patentschrift 2 324 483 ist angegeben, daß Epoxyharze durch mehrbasische Carbonsäuren oder deren Anhydride, wie beispielsweise Phthalsäureanhydrid, als Härtungsmittel und unter Anwendung von Wärme in den gehärteten Zustand übergeführt werden können. Die Epoxyharze sind im allgemeinen Glycidylpolyäther eines mehrwertigen Phenols. Obwohl durch die Verwendung der mehrbasischen Carbonsäuren oder deren Anhydriden mit Epoxyharzen wertvolle Produkte erhältlich sind, weisen diese Produkte doch gewisse Nachteile auf. In erster Linie ist die Verarbeitungszeit der Mischung des Epoxyharzes und der mehrbasischen Carbonsäure oder deren Anhydrid ungenügend, die Mischung geht nach verhältnismäßig kurzer Zeit in den gehärteten Zustand über, so daß sie für die meisten Anwendungszwecke wertlos wird, wenn sie nicht innerhalb einer bestimmten Zeit verbraucht wird. Weiterhin geht bei Anwendung der Mischung in Form dünner Filme Härtungsmittel durch Verdampfung verloren, wenn die Filme auf Temperaturen in der Größenordnung von 150 bis 2000C erhitzt werden, die im allgemeinen zur Aushärtung des Films notwendig sind. Durch den Verlust des Härtungsmittels wird die Zusammensetzung verändert, und das ausgehärtete Harz hat schlechtere physikalische Eigenschaften. Als weiterer Nachteil bei Verwendung der bekannten Härtungsmittel für Epoxyharze sei erwähnt, daß die gehärteten Produkte einen unerwünscht niedrigen Erweichungspunkt aufweisen und nicht so hart sind, wie es für gewisse Anwendungszwecke wünschenswert wäre.
Die gleichen Nachteile sind bei Verwendung von Alkylaminen als Härtungsmittel, wie sie in den USA.-Patentschriften 2 500600, 2 506 486, 2 510 885, 2 528 359 beschrieben ist, zu verzeichnen.
Es wurde nun gefunden, daß durch die Kombination eines Epoxyharzes mit Cyanursäuretriallylester Eigenschaften erzielt werden, welche nicht die Nachteile aufweisen, die bisher bei Verwendung mehrbasischer Carbonsäuren oder deren Anhydriden oder basischer Verbindungen aufgetreten sind. Die Mischung des Epoxyharzes und des Cyanursäuretriallylesters kann, selbst wenn eine teilweise Umsetzung stattgefunden hat, lange, beispielsweise 2 oder 3 Monate, bei Zimmertemperatur gelagert vrerden und ist am Ende dieser Zeit immer noch löslich und schmelzbar, während plastische Massen nur aus Epoxyharzen mit organischen Säureanhydriden als Härtungsmittel in weniger als 31 Tagen bei Zimmertemperatur praktisch unlöslich und unschmelzbar geworden sind. Die zuletzt genannte Kombination der Bestandteile
auf Grundlage von Epoxyharzen
und Cyanursäureestern
Anmelder:
General Electric Company,
Schenectady, N. Y. (V. St. A.)
Vertreter: Dipl.-Chem. Dr. phil. H. Siebeneicher,
Patentanwalt, Köln 1, Deichmannhaus
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 29. November 1952
Robert W. Finholt, Lawrence Park, Pa.,
und Rüssel A. Skiff, Waterford, Pa. (V. St. A.),
sind als Erfinder genannt worden
ist praktisch in weniger als 2 Wochen unbrauchbar. Die gehärteten Massen gemäß der Erfindung sind härter und haben bedeutend höhere Erweichungspunkte als bekannte gehartete Epoxyharzformmassen.
Epoxyharze sind an sich bekannt, beispielsweise aus den USA.-Patentschriften 2 324 483, 2 444 333, 2 569 920, 2 494 295, 2 500 600 und 2 511913 und den britischen Patentschriften 518 057 und 579 698.
Die Epoxyharze sind dadurch gekennzeichnet, daß sie mehr als eine Epoxydgruppe pro Molekül enthalten. Sie lassen sich beispielsweise durch Umsetzung eines a) mehrwertigen Phenols oder Alkohols, beispielsweise Hydrochinon, Resorcin, Glycerin und Kondensationsprodukten von Phenolen mit Ketonen, beispielsweise Bis-(4-oxyphenyl)-2,2-propan, mit b) einem Epihalogenhydrin, beispielweise Epichlorhydrin, in bekannter Weise herstellen.
Die mit dem Cyanursäuretriallylester verwendeten Epoxyharze enthalten Epoxyd- oder Epoxyd- und Hydroxylgruppen als funktioneile Gruppen und sind frei von anderen funktionellen Gruppen, wie basischen oder sauren Gruppen.
Die Mischung aus Cyanursäuretriallylester und Epoxyharz ergibt Produkte von wesentlich niederer Viskosität als Epoxyharz allein, so daß diesen Mischungen ein größeres Anwendungsgebiet offen steht. Die Viskosität der Mischung wird niedriger, wenn die Menge Cyanursäuretriallylester erhöht wird
909 638'395
Das Verhältnis von Epoxyharz zu Cyanursäuretriallylester kann in weiten Grenzen schwanken. So kann der Cyanursäuretriallylester, bezogen auf das Gesamtgewicht an Epoxyharz und Cyanursäuretriallylester, beispielsweise zwischen 1,0 und 95% des Gesamtgewichtes der Bestandteile liegen. Im allgemeinen werden Mengen von beispielsweise 2 bis 50°/0 Cyanursäuretriallylester mit Vorteil verwendet, obwohl sich auch geringere Mengen Cyanursäuretriallylester im Endprodukt bemerkbar machen. Bei Erhöhung der Menge Cyanursäuretriallylester, beispielsweise von 10 auf 75 °/„, werden Härte und Erweichungspunkt der in der Hitze gehärteten Mischung weiter verbessert. Zur Veranschaulichung der Erfindung werden einige Beispiele gegeben. Alle Teilangaben sind Gewichtsteile.
Beispiel 1
Cyanursäuretriallylester wird in verschiedenen Mengen mit einem Epoxyharz vom Schmelzpunkt 90C und mit einem Epoxydäquivalent von 192 gemischt und danach die Mischung 120 Stunden auf rund 150°C erhitzt. Für die meisten Anwendungszwecke genügt es, wenn die Erhitzung nur 16 bis 20 Stunden dauert. In Tabelle 1 sind die Mengen an Epoxyharz und Cyanursäuretriallylester angegeben, die zur Herstellung der verschiedenen in diesem Beispiel beschriebenen Proben angewendet werden.
Tabelle 1
dieser Tabelle ist die Formbeständigkeit von mit alkalischen Härtungsmitteln gehärteten Epoxyharzen angegeben, die bis etwa zum gleichen Zustand ausgehärtet worden sind. Es werden zwei verschiedene Epoxyharze mit einem Aminsalz-Härtungsmittel vermischt, die Mischungen erhitzt und die Formbeständigkeit der erhaltenen hitzegehärteten Proben nach der oben angegebenen Prüfmethode untersucht. Das Harz A ist das im Beispiel 1 verwendete. Harz B ist ein durch Butylglycidyläther modifiziertes Epoxyharz mit einem Epoxydäquivalent von 190, das sich besonders als Gießharz eignet. Die verwendete Menge Härtungsmittel ist in Gewichtsprozent, bezogen auf das Gewicht des Epoxyharzes, angegeben. In Tabelle 3 ist die Formbeständigkeit der beiden Harze unter Verwendung der Amine als Härtungsmittel angegeben.
Tabelle 3
Epoxyharz
Harz A
Harz B
Härtungsmittel
Benzyldimethylamin
aliphatisches Amin
10·/,
25 ·/«
Temperatur
bei der Formänderung
eintritt
8O0C
70° C
0,625 mm
Formänderung
1280C 1180C
Probe Nr. Teile Epoxyharz Teile Cyanursäure
triallylester
1 17,02 3,12
2 17,02 6,23
3 17,02 12,46
4 8,51 9,45
5 8,51 12,46
Die wärmebehandelten Proben sind zäh und außerordentlich hart und haben hohe Erweichungspunkte. Die wärmebehandelte Mischung der Probe Nr. 3 hat eine Rockwell-Härte E von 83 gegenüber einer Rockwell-Härte M von 100 für übliche gehärtete Epoxyharze (nach Angaben in »Modem Plastics Encyclopedia and Engineers Handbook«, 1952, New York). Eine derartige Härte für einen Formkörper auf Epoxyharzbasis ohne Füllstoff scheint ungewöhnlich hoch; die einzigen bekannten härteren Produkte sind einige mit mineralischen Füllstoffen versetzte, ausgehärtete Phenolharze.
Es wurden auch Proben aus den gehärteten Mischungen auf ihre Formbeständigkeit in der Wärme gemäß ASTM-Vorschriften D648-45T untersucht. In der Tabelle 2 sind die Meßergebnisse bei der Formbeständigkeitsprüfung an den verschiedenen in Tabelle 1 beschriebenen wärmebehandelten Proben angegeben.
Tabelle 2
Probe Nr. Temperatur, bei der
Formänderung beginnt
0,625 mm
Formänderung
1
2
3
4
5
700C
1000C
1000C
10O0C
1000C
96° C
1310C
145°C
150° C
130° C
Die gute Formbeständigkeit der oben beschriebenen Mischungen in der Wärme ist noch klarer aus den in Tabelle 3 wiedergegebenen Ergebnissen zu ersehen; in Obwohl die Mischung aus Epoxyharz und Cyanursäuretriallylester in der Hitze von selbst härtet, ist die Anwendung von zusätzlichen Härtungsmitteln nicht ausgeschlossen. So läßt sich bei der Härtung eine Beschleunigung durch Anwendung von bekannten alkalischen Härtungsmitteln erzielen. Als solche seien beispielsweise genannt: Diäthylendiamin, Diäthylentriamin, Natriumhydroxyd, Natriumphenolat, Dimethylbenzylamin, Triäthylamin, stickstoffhaltige Harze (Harnstoff-Formaldehyd-, Melamin-Formaldehyd-Harze), Dicyandiamid, Benzylguanidin. Eine besondere Klasse von Aminen eignet sich besonders als Härtungsmittel für die Mischung von Epoxyharz und Cyanursäuretriallylester, nämlich langkettige normale Allylamine, die 8 bis 18 Kohlenstoffatome enthalten, wie beispielsweise Octylamin, Decylamin, Laurylamin, Stearylamin. Einer der einzigartigen Vorteile solcher langkettigen normalen Amine als zusätzliche Härtungsmittel liegt in der Erzielung einer unbeschränkten Topfzeit bei Zimmertemperatur, obwohl die Harzmischung bei Hitzeanwendung schnell in den gewünschten Härtungszustand übergeht. Bei Anwendung der langkettigen Amine weisen die gehärteten Harze eine bessere Biegsamkeit auf, als wenn Amine mit kürzerer Kette angewendet werden. Die unter Verwendung der langkettigen Amine erzielbaren Eigenschaften sind für die technische Anwendung der Harzmischungen besonders wertvoll, weil durch die Anwesenheit dieser Verbindungen große Ansätze der Harze ohne unerwünschte Polymerisation gehandhabt werden können. Diese Erfahrungen stehen im Gegensatz zu den mit den üblichen Aminhärtern für Epoxyharz, wie beispielsweise Piperidin, Diäthylentriamin, Pyridin, Diäthylendiamin, gemachten, die den damit versetzten Harzen eine sehr kurze Verarbeitungszeit verleihen, so daß die Harzmischung ohne Verzögerung verwendet werden muß, um Verluste durch vorzeitige Umwandlung der Harzmischung in den gehärteten Zustand zu vermeiden. Die Menge Härtungsmittel, die der Mischung aus Epoxyharz und Cyanursäuretriallylester zugesetzt wird, kann in weiten Grenzen schwanken, beispielsweise von 2 bis 10 Gewichtsprozent oder mehr, bezogen auf das Gewicht des Epoxyharzes.
Wegen der Härtungsgeschwindigkeit der Cyanursäuretriallylester-Epoxyharz-Mischung brauchen nicht noch spezifische Härtungsbeschleuniger zugesetzt werden, obwohl es auch möglich ist, der Mischung an sich bekannte Beschleuniger, wie sie bei der Vinylpolynurisation verwendet werden, zuzusetzen, beispielsweise symmetrische Diacylperoxyde, wie Acetylperoxyd, Laurylperoxyd, Benzoylperoxyd; tert. Butylperbenzoate, tcrt. Butylhydroperoxyde, Cyclohexylhydroperoxyde,Terpenperoxyde, wie Ascaridol; Peroxyde der trocknenden Öle, wie die bei der Oxydation von Leinöl erhaltenen; Dialkylperoxyde, wie Di-(tert. butyl)-peroxyd, Laurylperoxyd, Stearylperoxyd. Der Gehalt an Polymerisationskatalysatoren liegt vorzugsweise zwischen 0,02 und 2,5 Gewichtsprozent des Cyanursäuretriallylesters.
Die beschriebenen Formmassen eignen sich mit besonderem Vorteil als Klebmittel, und im folgenden Beispiel ist die Verwendung einer Mischung zum Verbinden der Enden von Stahldrähten beschrieben.
20 Beispiel 2
Es wird eine Mischung aus 100 Teilen des im Beispiel 1 verwendeten Epoxyharzes, 2 Teilen Cyanursäuretriallylester und 10 Teilen n-Decylamin hergestellt. Diese Mischung wird zum Überziehen der Enden von Stahlc'rähten von 1,6 cm Durchmesser verwendet. Die überzogenen Enden werden Ende an Ende nebeneinandergelegt und in dieser Lage 5 Tage auf 1500C erhitzt. Nach dieser Zeit wird der Trennwert für den Verbund geprüft und zu 4,2 kg/mm2 bestimmt. Wird das Epoxyharz allein und unter Zusatz von Phthalsäureanhydrid als Härtungsbeschleuniger zum Verbinden von Alurniniumoberflächen verwendet, so ist die Trennfestigkeit nur 1,8 kg/mm2, obwohl im allgemeinen die Haftfestigkeit von Aluminiumflächen auf Aluminiumflächen bei Verwendung harzartiger Kleber größer ist als die Haftfestigkeit von Stahl gegen Stahl bei Verwendung der gleichen Kleber. Es ist daher durchaus überraschend, daß mit den Klebern gemäß der Erfindung vereinigte Stahlflächen eine größere Festigkeit haben.
Die Mischungen aus Epoxyharz und Cyanursäuretriallylester lassen sich vorteilhafterweise mit Kunstharzpasten kombinieren; derartige Mischungen haben sehr wünschenswerte Eigenschaften und damit ein großes Anwendungsgebiet. Zunächst haben derartige Mischungen eine unerwartet niedere Viskosität und zeigen thixotrope Eigenschaften, wenn sie beispielsweise als Warmtauchmas.se verwendet werden. Die Mischung aus den drei Komponenten eignet sich weiterhin auch als Klebmittel zur Herstellung guter Verbindungen von Metallflachen, ist feuerbeständig und -selbstlöschend. Mit einer Warmtauchmasse hergestellte Überzüge sind sehr gleichmäßig und geben ausgezeichnete Schichten auch an scharfen Kanten. Werden Mischungen aus Epoxyharz, Cyanursäuretriallylester und einer Paste aus einem thermoplastischen Kunstharz in einem flüssigen Weichmacher bis zum ausgehärteten Zustand erhitzt, so sind sie biegsam, sehr zäh und hitzebeständig, haben ungewöhnlich hohe dielektrische Festigkeit, so daß sie für Hochspannungszubehör mit bestem Erfolg verwendet werden 6<> können.
Eine gehärtete Mischung aus 25 Teilen des im Beispiel 1 verwendeten Epoxyharzes, 25 Teilen Cyanursäuretriallylester und 50 Teilen einer Paste eines feinverteilten Mischpolymerisates aus Vinylchlorid und Vinylidenchlorid, suspendiert in Diallylphthalat als Weichmacher, zeigt nach 9wöchigem Erhitzen auf 125, 150 und 1750C keine Verschlechterung der Eigenschaften.
Die maximale Temperaturbeständigkeit gewöhnlicher Pasten sinkt nach 8 bis 10 Tagen bei Erhitzung auf 175°C ab. Wird ein Kupferstab mit scharfen Kanten in die obenerwähnte Mischung aus Epoxyharz, Cyanursäuretriallylester und der erwähnten Paste eingetaucht und der überzogene Stab zur Härtung der Harzbestandteile wärmebehandelt, so ergibt eine nachfolgende Prüfung auf dielektrische Festigkeit die in Tabelle 4 angegebenen Werte.
Tabelle 4
Anzahl der
Tauchungen
Kupferstabes
1
2
Schicht
Seitenflache Kante
0,43 mm
0,61 mm
0,48 mm
0,21 mm
0,38 mm
0,2 mm
Dielektrischer Durchschlag
18 000VoIt
20 000VoIt
13 000VoIt
Die Haftung des Überzuges auf dem Kupfer ist ausgezeichnet.
Überraschenderweise ist die oben angegebene Mischung nach wiederholtem Heißtauchen, d. h. nachdem erhitzte Metallgegenstände wiederholt während 2 Monaten in die Harzmischung getaucht wurden, immer noch zum Tauchen geeignet und zeigt keine Viskositätserhöhung oder andere unerwünschte Veränderungen. Im Gegensatz dazu wird die Paste selbst nach wiederholtem Heißtauchen teilgehärtet und ist daher schwer zu verarbeiten.
Das Verfahren zur Herstellung der plastischen Massen und ihre Anwendung lassen sich unter Benutzung an sich bekannter Verfahren weitgehend abwandeln. Im allgemeinen ist es nur notwendig, die Bestandteile homogen zu mischen und die Mischung etwa 3 bis 60 oder mehr Stunden auf etwa 125 bis 200°C zu erhitzen. Die Erhitzungszeit und -temperatur zur Umwandlung der Harzmischung in einen gewünschten Härtungszustand hängt z. B. von den verwendeten Bestandteilen, den Mengenverhältnissen der Bestandteile zueinander und der Art der angewendeten zusätzlichen Härtungsmittel ab. Der jeweilige Anwendungszweck wird schließlich die erforderlichen Bedingungen für den gewünschten Härtungszustand vorschreiben.
An Stelle der beschriebenen Pasten können auch andere an sich bekannte Pasten verwendet werden. Derartige Pasten sind im allgemeinen feinteilige Dispersionen von Vinylhalogenidharzen (mit vorzugsweise einer mittleren Teilchengröße von 10 bis 100 μ.) in Weichmachern für das Vinylhalogenidharz als Dispersionsmittel und enthalten als disperse Phase beispielsweise feinteilige Polyvinylchloride, Polyvinylidenchloride, Mischpolymerisate von Vinylhalogeniden und Vinylidenchlorid, Mischpolymerisate von Vinylhalogeniden mit Vinylestern, in denen der Vinylester nur einen geringen Teil des Gesamtgewichtes aus Ester und Vinylchlorid vor der Polymerisation ausmacht, beispielsweise Mischpolymerisate von Vinylchlorid und Vinylacetat oder Vinylchlorid und Vinylpropionat. Die Paste kann auch polymerisiertes Mono-, chlortrifluoräthylen als disperse Phase enthalten. Das' Dispersionsmittel enthält, gegebenenfalls neben anderen" Mitteln, wie Stabilisatoren oder oberflächenaktiven Mitteln, beispielsweise Dibutylphthalat, Trikresylphosphat, Dioctylphthalat, Dibutylsebazat, Dinonylphthalat.J Di-2-äthylhexylphthalat und Glycerylmonostearat. Der Weichmacher kann 40 bis 100 Gewichtsprozent des Ge-' samtgewichtes an Weichmacher und Vinylhalogenidharz ausmachen.
Die Vinylhalogenidharz und einen Weichmacher für dieses enthaltenden Pasten können auch noch andere polymerisierbare Bestandteile, beispielsweise ungesättigte Alkydharze, wie polymeres Diäthylenglykolmaleat, Dipropylenglykolfumarat u. dgl., ebenso wie andere an-

Claims (3)

polymerisierbar flüssige polymerisierbare Stoffe mit einer endständigen polymerisierbaren olefinischen Bindung, wie Styrol, Acrylnitril, Diallylphthalat, Methylmetacrylat u. dgl., enthalten. Die Pastenmenge kann in weiten Grenzen schwanken. Berechnet auf das Gesamtgewicht an Paste, Cyanursäuretriallylester und Epoxyharz, macht die Paste vorzugsweise 2 bis 90 Gewichtsprozent aus. Aber auch größere oder kleinere Mengen Paste können angewendet werden, je nach dem angewendeten Epoxyharz, dem Verhältnis von Cyanursäuretriallylester zu Epoxyharz in der Mischung und der beabsichtigten Anwendung. Nachstehend sind einige vorteilhaft anzuwendende Verhältnisse der Bestandteile angegeben. Cyanursäuretriallylester .... 2 bis 75 Teile Epoxyharz 2 bis 75 Teile Kunstharzpaste 0 bis 75 Teile Eine besonders vorteilhafte Mischung besteht aus 25 Teilen Cyanursäuretriallylester, 25 Teilen Epoxyharz und 40 bis 70 Teilen Paste. Die Formmassen gemäß der Erfindung lassen sich vielfältig anwenden. So lassen sich zahlreiche wertvolle Lösungen der nicht umgesetzten Mischung von Cyanursäuretriallylester und den Epoxyharzen oder daraus hergestellter vorkondensierter Harze für sich oder in Verbindung mit anderen Bestandteilen, wie den erwähnten Pasten und zusätzlichen Härtungsmitteln, unter Verwendung verschiedenster flüchtiger Lösungsmittel herstellen. Als solche Lösungsmittel können beispielsweise Aceton, Cyclohexanon, Methyläthylketon oder Äthylendichlorid verwendet werden, denen gegebenenfalls aromatische Verdünner, wie Benzol oder Toluol, zugesetzt sind. Derartige Lösungen von Mischungen der Bestandteile oder vorkondensierter Harze können als Oberflächenüberzüge, als Leitungsdrahtisolation, zur Auskleidung von Behältern, als Klebmittel, als Imprägniermittel für Flächengebilde aller Art, wie Gewebe, Papier, Asbest und Glimmer, benutzt werden. Schichtstoffe lassen sich durch Behandlung von Flächengebilden mit einer Lösung der Mischung von Epoxyharz und Cyanursäuretriallylester oder deren Vorkondensationsprodukten, Verdampfen möglichst allen Lösungsmittels, Übereinanderschichten der einzelnen Lagen und Druck-Wärme-Behandlung während einer gewissen Zeit herstellen. Beispielsweise werden Temperaturen von 150 bis 200v C und Härtungszeiten von 1Z4 bis 6 oder mehr Stunden vorteilhafterweise angewendet. Die Härte der gehärteten Massen gemäß der Erfindung kann in Form von Überzügen auf weicheren Harzflächen zur Verbesserung der Kratzfestigkeit ausgenutzt werden. Unter Verwendung von Füllstoffen lassen sich aus den Mischungen auch Preßstücke herstellen. Die Füllstoffe können gegebenenfalls in eine Lösung der Mischung oder des daraus hergestellten vorkondensierten Harzes eingeführt werden, so daß nach der Verdampfung des Lösungsmittels ein mit Harz überzogener Füllstoff vorliegt. Als geeignete Füllstoffe seien beispielsweise genannt: Titandioxyd, verschiedene Tone, Eisenoxyd, Kohle, Graphit, Asbestfasern, Glasfasern, Glimmerplättchen und Glimmerpulver. Weiterhin können die Formmassen gemäß der Erfindung zur Versiegelung von Flächen, beispeilsweise zur Versiegelung gesprungener Glasoberflächen, insbesondere von Stromdurchführungen, die sonst ausgewechselt werden müßten, verwendet werden. Gußmassen aus den vorgenannten Mischungen können zum Vergießen von verschiedenen elektrischen Vorrichtungen, wie elektrischen Spulen oder Windungen, verwendet werden. Die gegossenen Stücke haben einen geringen Schrumpffaktor ίο und gute elektrische Eigenschaften bei erhöhten Temperaturen und weisen fernerhin eine gute Härte, Hitzebeständigkeit und Festigkeit bei erhöhten Temperaturen auf. Es ist zwar schon bekannt, Cyanursäure oder deren Triphenyl- oder Trimethylester Epoxyharzen zuzusetzen, die als hitzehärtbare Klebmittel zum Verkleben von Werkstoffen, insbesondere Metallen, verwendet werden. Die Cyanursäure bzw. ihre Triphenyl- und Trimethylester sind aber unter einer Vielzahl anderer Härtungs- ao mittel ohne besonderen Hinweis aufgeführt, daß gerade die Cyanursäure und ihre Triphenyl- bzw. Trimethylester dem Epoxyharz besonders wertvolle Eigenschaften verleihen. Der Cyanursäuretriallylester, wie er gemäß der Erfindung verwendet wird, enthält Doppelbindungen, die eine Vernetzung des Epoxyharzes ermöglichen. Außerdem sind die unter Verwendung des flüssigen Cyanursäuretriallylesters hergestellten plastischen Massen aus Epoxyharzen einer besonders breiten Anwendung fähig und haben nach der Aushärtung auch gute elektrische Eigenschaften. Sie sind mit Kunstharzpasten verträglich unter Bildung von Tauchmassen. Es wurde schon vorgeschlagen, auspolymerisierbare Polyestermassen, die aus ungesättigten sauren Polyestern und Monomeren bestehen, und Epoxyharze zu verarbeiten, wobei mehr als eine Epoxydgruppe und je zwei Carboxylgruppen anwesend sein müssen. Erfindungsgemäß sind dagegen die wärmehärtbaren Formmassen nur auf der Grundlage von Cyanursäuretriallylester und Epoxyharz aufgebaut. π·. ν ι \;ν ' κ cc η ε
1. Durch Wärme härtbare Formmasse auf Grund lage von Epoxyharzen und Cyanursäureestern, enthaltend Epoxyharz und Cyanursäuretriallylester.
2. Durch Wärme härtbare Epoxyharzformmasse nach Anspruch 1, enthaltend zusätzlich lineare langkettige Alkylamine mit 8 bis 18 Kohlenstoffatomen oder andere basische Härtungsmittel.
3. Durch Wärme härtbare Epoxyharzformmasse nach Anspruch 1 oder 2, enthaltend zusätzlich eine Paste aus einem thermoplastischen Kunstharz in einem flüssigen Weichmacher.
In Betracht gezogene Druckschriften :
Deutsche Patentschrift Nr. 749 512;
österreichische Patentschrift Nr. 167 091.
In Betracht gezogene ältere Patente:
Deutsches Patent Nr. 970 557.
DENDAT1067211D 1952-11-29 Durch Wärme härtbare Formmasse auf Grundlage von Epoxyharzen und Cyanursäureestern Pending DE1067211B (de)

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