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DE1067267B - - Google Patents

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Publication number
DE1067267B
DE1067267B DENDAT1067267D DE1067267DA DE1067267B DE 1067267 B DE1067267 B DE 1067267B DE NDAT1067267 D DENDAT1067267 D DE NDAT1067267D DE 1067267D A DE1067267D A DE 1067267DA DE 1067267 B DE1067267 B DE 1067267B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
permanent magnet
friction
brake
electromagnet
rings
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DENDAT1067267D
Other languages
English (en)
Publication date
Publication of DE1067267B publication Critical patent/DE1067267B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16DCOUPLINGS FOR TRANSMITTING ROTATION; CLUTCHES; BRAKES
    • F16D27/00Magnetically- or electrically- actuated clutches; Control or electric circuits therefor
    • F16D27/004Magnetically- or electrically- actuated clutches; Control or electric circuits therefor with permanent magnets combined with electromagnets

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Electromagnetism (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Braking Arrangements (AREA)

Description

DEUTSCHES
Die Erfindung betrifft eine magnetisch betätigte Reibuingskupplung oder -bremse, die in stromlosem Zustand reibungsschlüssig ist und elektromagnetisch geTuftet wIFdr ■——
Für Hebezeuge und im Zusammenbau mit Elektromotoren sind elektromagnetisch lüftbare Federdruckbremsen bekannt. Bei diesen Bremsen dient der Elektromagnet lediglich zum Lüften der Bremsen, wobei eine Hälfte der Bremse gegen den Federdruck durch Axialverschiebung von der zweiten abgehoben wird. Da der Elektromagnet hierbei über einen mit dem Verschleiß des Bremsbelags zunehmenden Luftspalt wirkt, muß die Kraft der Bremsfedern so gewählt werden, daß die Zugkraft des Elektromagnets auch bei maximalem Luftspalt, der ein Mehrfaches des Anfangswertes betragen kann, zum Lösen ausreicht. Dadurch ergibt sich bei den bekannten magnetisch lüftbaren Federdruckbnemsen eine ungünstige Ausnutzung des magnetischen Systems. Weitere Nachteile entstehen dadurch, daß bei Verschleiß des Reibbelags durch die damit verbundene Änderung des Verschiebewegs sowohl eine Verlängerung der Reaktionszeit als auch eine Änderung des Bremsmoments eintritt und schließlich die Gefahr von Fehlbremsungen entsteht, wenn die rechtzeitige Nachstellung versäumt wird.
Weiterhin sind auch Bremsen bekannt, bei denen die Kraft des Elektromagnets unmittelbar zur Erzeugung der Bremswirkung benutzt wird. Diese bekannten Bremsen sind jedoch für den oben beschriebenen Zweck unbrauchbar, da die Bremswirkung nur bei Einschaltung des elektrischen Stroms eintritt.
Die beschriebenen Nachteile der bekannten Reibungskupplungen oder -bremsen mit in einer Hälfte angeordnetem Elektromagnet, der bei Reibungsschluß der Kupplungs- bzw. Bremshälften stromlos und bei gelösten Hälften erregt ist und zwei ringförmige Polflächen aufweist, sind gemäß der Erfindung dadurch beseitigt, daß zur Erzeugung des Reibungsschlusses in der anderen Kupplungs- bzw. Bremshälfte ein Dauermagnet mit zwei den ringförmigen Polflächen des Elektromagnets gegenüberliegenden ringförmigen Polflächen angeordnet ist und daß die an ihren freien Enden in an sich bekannter Weise verjüngten Pole der beiden Magnete bei eingeschalteter Kupplung bzw. Bremse mit ihren Polflächen einander berühren. Durch die Anordnung von Elektromagnet und. Dauermagnet z. B. in verschiedenen Bremshälften wird erreicht, daß beim Einschalten dies Elektromagnets beide Bremshälften durch magnetische Abstoßung voneinander weggedrückt werden, so daß keinerlei Federn erforderlich sind und ein Bremsmomentverlust durch Federn vermieden wird, der auch bei einer anderen bekannten Ausführungsform auftritt, bed der der Dauermagnet und eine Elektromagnetspule zu-
Magnetisch betätigte Reibungskupplung oder -bremse
Anmelder:
Georgii Elektro - Motoren -Apparatebau
Kommanditgesellschaft,
Stuttgart-S1 Böheimstr. 8
Rolf Heinemann, Stuttgart-Zuffenhausen, und Dipl.-Ing. Manfred Zeh, Stuttgart, sind als Erfinder genannt worden
sammen in der ortsfesten Hälfte einer Bremse angeordnet sind. Dadurch., daß sich die die magnetischen Kraftlinien leitenden Teile der Reibhälften während des Reibungsschlusses luftspaltlos berühren, wird die volle magnetische Kraft des Dauermagnets ausgenutzt, da in der Leitung der Kraftlinien kein wesentlich in Erscheinung tretender magnetischer Widerstand vorhanden ist. Dadurch, daß die magnetische Kraftlinien leitenden Teile der Bremshälften an ihren Berührungsstellen eine Querschnittsverengung aufweisen, wird darüber hinaus an diesen Übergangsstellen eine maximale Induktion erreicht. Da die Anziehungskraft dem Quadrat der Induktion proportional ist und mit der Querschnittsfläche nur linear abnimmt, erhält man durch diese Verringerung dies Querschnitts eine etwa lineare Vergrößerung der Anziehungskraft, ohne den magnetischen Widerstand nennenswert zu erhöhen. Die Herabsetzung des magnetischen Widerstands auf ein Minimum und die optimale Ausnutzung der Remanenz des Dauermagnets zur Erzeugung einer möglichst großen Anziehungskraft ermöglicht es, Dauermagnete mit verhältnismäßig geringer Remanenz zu verwenden. Dadurch ist die überraschende Möglichkeit gegeben, die bekannten keramischen Dauermagnete, die sich bisher nur mit verhältnismäßig geringer Remanenz herstellen lasten, auch für Reibungskupplungen oder -bremsen zu verwenden, wodurch sich für diese keramischen Magnete ein vollständig neues Entwicklungsgebiet eröffnet.
Bei einer vom Gegenstand der Erfindung verschiedenen Gattung von Kupplungen und Bremsen, nämlich bei Magnetpulverkupplungen bzw. -bremsen, ist es bereits vorgeschlagen worden, einen Elektromagnet
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und einen Dauermagnet den verschiedenen Hälften der Reibvorrichtung zuzuordnen. Bei den Magnetpulverbremsen wird an Stelle der Reibfläche ein in öl od. dgl. suspendiertes Eisenpulver verwendet, das in einem Luftspalt in der Leitung des magnetischen Kraftflusses des Dauermagnets angeordnet ist. Um die Reibwirkung der Eisenpulversuspension aufzuheben, müßte das Feld des Dauermagnets in dem die Eisenpulversuspension, enthaltenden Luftspalt vollständig aufgehoben werden, was nur durch eine vollständige Entmagnetisierung des Dauermagnets möglich ist. Bei einer vollständigen Entmagnetisierung verliert jedoch ein Dauermagnet seine ganze Remanenz, so daß der Vorschlag, den Dauermagnet und den Elektromagnet verschiedenen Reibhälften zuzuordnen, praktisch nicht realisierbar ist. Verbleibt noch ein restliches Feld des Dauermagnets in dem die Eisenpuiversuspension enthaltenden Luftspalt, dann wird in diesem Luftspalt ständig ein Restmoment und damit Wärme erzeugt, die zu einer Zersetzung des Öls und zum Zusammenbacken der EisenpuJverteilchen führt. Aus diesem -Grunde ist der Vorschlag, bei Magnetpulverbremsen die verschiedenen Magnete den verschiedenen Reibhälften zuzuordnen, nicht verwirklicht worden, so daß auf dem Markt keine solche Bremsen bekannt sind.
Es ist daher auch vorgeschlagen worden, bei Bremsen mit festem Reibbelag den Elektromagnet und den Dauermagnet zusammen in der orstfesten Hälfte einer Bremse anzuordnen. Hierbei wird jedoch zur Abstoßung der beiden Reibhälften eine Feder verwendet, so daß dadurch der Nachteil eintritt, daß die Anzugskraft des Dauermagnets um die Federkraft verringert wird. Da außerdem der Dauermagnet beim Anziehen der axial verschiebbaren Reibhälften über einen Luftspalt gegen die Kraft der Feder wirken muß, ergibt sich eine Verlängerung der Reaktionszeit und eine Veränderung derselben bei Verschleiß.
Das Streufeld des Dauermagnets kann beim Gegenstand der Erfindung diadurch vorteilhaft ausgenutzt werden, daß die beiden Polflächen des Dauermagnets an zylindrischen Teilen von die magnetischen Kraftlinien leitenden konzentrischen Ringen angeordnet sind. Wird durch den Elektromagnet ein dem Feld des Dauermagnets entgegengerichtetes magnetisches Feld erzeugt, dann wird durch diese zylindrischen Teile der die magnetischen Kraftlinien leitenden Ringe ein Streufeld für den Dauermagnet ermöglicht, durch das die Abstoßungskraft zwischen den beiden Reibhälften verursacht wird.
Ausführungsbeispiele von Kupplungen bzw. Bremsen gemäß der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt. Es zeigen
Fig. 1 und 2 zwei Längsschnitte durch zwei verschiedene Bremsen gemäß der Erfindung,
Fig. 3 einen Längsschnitt durch eine Bremse, die mit mehreren Dauermagneten entsprechend der Fig. 1 versehen ist,
Fig. 4 einen Längsschnitt durch eine Bremse nach Fig. 1, jedoch mit Einstelleinrichtung für das Bremsmoment und Vorrichtung zum Ausgleich des Verschleißes,
Fig. 5 einen Längsschnitt durch eine Bremse ähnlich Fig. 2, bei der der Dauermagnet aus mehreren parallel geschalteten Einzelmagneten zusammengesetzt ist.
Die in Fig. 1 dargestellte Bremse besteht aus einer nicht drehbaren Reibhälfte 1 und einer auf einer zu bremsenden Welle2 axial verschiebbar, aber mit der Welle 2 drehbar verbundenen Reibhälfte 3. Die Reib-
hälfte3 ist aus mehreren fest miteinander verbundenen Teilen zusammengesetzt. Unmittelbar auf der Welle 2 befindet sich eine Nabe 4 der Reibhllfte 3, auf deren äußerer zylindrischer Fläche ein Ring 5 aus Weicheisen befestigt ist. Auf der zylindrischen Außenfläche dieses Rings 5 ist ein Dauermagnetring 6 befestigt, dessen Außenfläche mit einem dem Ring 5 entsprechenden Ring 7 aus Weicheisen verbunden ist. Auf der zylindrischen Außenfläche des Rings 7 ist ein ίο Ring 8 befestigt, dessen ebene ringförmige Stirnfläche 8' mit einem Reibbelag 9 der Reibhälfte 1 zusammenwirkt.
In einer ringförmigen Aussparung der Reibhälfte 1 ist ein RinglO aus Weicheisen mit U-förmigem Querschnitt befestigt. Der Ring 10 ist so angeordnet, daß sich die Stirnflächen der Schenkel 10' und die diesen gegenüberstehenden Stirnflächen der Ringe 5 und 7 berühren, wenn die Stirnfläche 8' der Reibhälfte 3 am Reibbelag 9 der Reibhälfte 1 anliegt. Wie aus der Zeichnung ersichtlich, ist der Querschnitt der Schenkel 10' und der Ringe 5 und 7 in der Nähe der sich berührenden Stirnflächen kleiner als im übrigen Bereich. Hierbei dienen die Ringe 5, 7 und 10 als Leitungsteile für die magnetischen Kraftlinien des Dauermagnets 6, der so magnetisiert ist, daß seine Kraftlinien im Inneren radial zur Welle 2 verlaufen. Durch die Ausbildung des Querschnitts der Ringe wird erreicht, daß an den Übergangsstellen der Kraftlinien von den Ringen 5 und 7 der Reibhälfte 3 auf den Ring 10 der Reibhälfte 1 der Querschnitt dieser Leitungsteile ein Minimum aufweist. Die Teile 5, 6, 7 und 10 bilden einen geschlossenen magnetischen Kreis.
Im RinglO ist eine ringförmige Spulell angeordnet, die mit Gleichstrom gespeist wird und deren Feld dem des Dauermagnets gleich stark, aber entgegengesetzt gerichtet ist.
Die Teile 1, 4 und 8 sind vorzugsweise aus einem unmagnetisierbaren Werkstoff hergestellt, um magnetische Streuungen oder Nebenschlüsse weitgehendst zu vermeiden.
Die Wirkungsweise des Ausführungsbeispiels nach Fig. 1 ist folgende: Wenn die Spule 11 unter Strom gesetzt wird, wirkt ihr Feld in dem magnetischen Kreis der Teile 5, 6, 7 und 10 dem des Dauermagnets 4S entgegen. Dadurch werden die Ringe 5 und 7 vom Ring 10 abgestoßen, so daß sich die Reibhälfte 3 auf der Welle 2 axial verschiebt und sich von der Reibhälfte 1 um ein geringes entfernt. Zur Begrenzung dieser Bewegung ist auf der Welle 2 ein Stellring 15 vorgesehen.
Sobald der Strom in der Spule 11 unterbrochen wird, bricht das elektromagnetische Gegenfeld zusammen, so daß nun der magnetische Kreis lediglich vom Dauermagnet 6 gespeist wird. Dadurch werden die Ringe 5 und 7 an den Ring 10 angezogen, so daß sich die Reibhälfte 3 der Reibhälfte 1 nähert, bis sich die Stirnfläche 8' an den Reibbelag 9 anlegt und so die Bremswirkung eintritt. Dadurch, daß dieaufeinandergleitenden Stirnflächen der Ringe 5, 7, 10 verhältnismäßig klein sind, wird nicht nur eine Erhöhung der Induktion an den Übergangsstellen erreicht. Diese verringerten Flächen bewirken auch, daß der Anteil der aufeinandergleitenden Stirnflächen der Ringe 5,7, 10 an der gesamten reibenden Fläche relativ klein ist, '5 so daß der resultierende Reibwert dadurch nur geringfügig verringert wird.
Das in Fig. 3 dargestellte Ausführungsbeispiel entspricht im wesentlichen dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1. Um Wiederholungen zu vermeiden, wer'° den diejenigen Teile des Ausführungsbeispiels nach
1
Fig. 3, die bereits beschriebenen Teilen des Ausführungsbeispiels nach Fig. 1 entsprechen, mit Bezugszahlen bezeichnet, die um 100 gegenüber den in Fig. 1 verwendeten Bezugszahlen vergrößert sind. Es genügt daher, lediglich auf die Unterschiede des Aus- führungsbeispiels nach Fig. 3 gegenüber dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 hinzuweisen. Im Gegensatz zum Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 erstreckt sich der die Nabe der Reibhälfte 103 bildende Teil bis zur Stirnfläche 108'. An Stelle eines Dauermagnets 6 sind drei Dauermagnete 106a. 106b und 106 c vorgesehen. Als Leitungsteile dienen entsprechend je drei Ringe 105 a, 105 b und 105 c, 107 a, 107b und 107c sowie 110a, IlOb und IlOc Dementsprechend sind auch drei verschiedene Spulenkörper 111 a, 111 b, 111 c vorgesehen. Diese können in an sich bekannter Weise parallel oder in Reihe geschaltet mit der Gleichstromquelle verbunden sein. Um an den Polflächen gleiche Feldrichtungen zu erzielen, sind die Dauermagnete 106a, 106 b und 106 c so übereinander angeordnet, daß gleichnamige Pole gegeneinandergerichtet sind.
In Fig. 2 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel gemäß der Erfindung dargestellt. Die dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 entsprechenden Teile sind mit Bezugszahlen bezeichnet, die um 200 vergrößert sind. Dieses Ausführungsbeispiel unterscheidet sich vom Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 im wesentlichen dadurch, daß an Stelle eines Dauermagnets mit in seinem Inneren radial zur Welle gerichteten Kraftlinien ein Dauermagnetring 206 mit axial gerichteten inneren Kraftlinien vorgesehen ist. Dementsprechend sind die beiden Ringe 205 und 207 der Reibhälfte 203 ausgebildet. Wie aus Fig. 2 ersichtlich, bildet dabei der unmittelbar auf der unmagnetisierbaren Nabe204 angeordnete Ring207 gleichzeitig die mit einem Reibring 209 zusammenwirkende Stirnfläche 208'. Der hier die zweite Reibhälfte 201 bildende Ring 210 ist unmittelbar am Maschinengehäuse 213 befestigt und trägt den Reibring 209.
Für viele Anwendungsfälle ist es erwünscht oder notwendig, daß das Bremsmoment mit einfachen Mitteln eingestellt werden kann. Von besonderem Vorteil ist die in Fig. 4 als Beispiel 'dargestellte Anordnung, bei welcher der magnetische Widerstand in den Leitungsteilen zwischen Dauermagnet und Elektromagnet erhöht werden kann. Dies hat den Vorzug, daß die Zugkraft des Dauermagnets und damit das Reibungsmoment einstellbar ist. Wie Fig. 4 zeigt, besteht der äußere Leitungsring aus zwei Teilen 407 und 407', von denen der Teil 407 mittels eines Ringes 416 aus unmagnetisierbarem Werkstoff fest mit der Reibhälfte 403 verbunden ist. Der Dauermagnet 406 ist mittels einer Gewindebuchse 417 auf dem inneren Leitungsring 405 axial verstellbar und trägt auf seiner äußeren Zylinderfläche den Leitungsring 407'. Durch axiale Verstellung des Dauermagnets kann zwischen den Leitungsringen 407 und 407' ein Luftspalt beliebiger Größe eingestellt werden, durch den der magnetische Widerstand des Kreises und damit der Kraftfluß sowie die Zugkraft regelbar sind. Der regelbare magnetische Widerstand kann auch ohne Luftspalt erzeugt werden. Zu diesem Zweck sind die Teile 407 und 407' so ausgebildet, daß der Außendurchmesser des einen Teils gleich dem Innendurch- messer des anderen ist, so daß zwei koaxiale Zylinder entstehen, die teleskopartig ineinandergeschoben werden können. In diesem Zustand berühren sich die beiden Ringe 407 und 407' mit ihren zylindrischen Mantelflächen. Durch axiale Verstellung des Ringes 267
407' werden die Berührungsflächen und damit der magnetische \Viderstand verändert.
An der Nabe 404 der verschiebbaren Reibhälfte 403 sind federnde, auf der zylindrischen Außenfläche des Stellrings 415 abstützende Glieder 418 vorgesehen. Beim Verschleiß des Bremsbelags tritt beim Bremsen eine Verschiebung der Reibhälfte 403 in Fig. 4 nach links ein. Dadurch wird von der Nabe404 ein die Glieder 418 tragender Ring 419 ebenfalls in dieser Richtung verschoben, und die Glieder 418 können bei einem gewissen Grad der Abnutzung des Reibbelags 409 hinter der Stirnfläche 415' des Stellrings 415 einrasten. Bei dem in Fig. 4 dargestellten Ausführungsbeispiel sind diese federnden Glieder winkelförmig ausgebildet und übereinander angeordnet, so daß je nach dem Verschleiß des Reibbelags 409 das erste oder ein weiter rechts liegendes Glied mit der Stirnfläche 415' in Eingriff kommt. Der Ring 419 ist um ein kleines Stück, das dem Luftspiel der Bremse entspricht, auf der Nabe 404 axial verschiebbar. Dadurch wird beim Lösen der Bremse die verschiebbare Reibhälfte 403 durch die Glieder 418 nicht behindert. Diese Vorrichtung ist vor allem dann von Vorteil, wenn die Bremse so montiert ist, daß die Reibhälfte 403 nach unten hängt und sich bei Lösen der Bremse durch ihr Eigengewicht bis zum Anschlag an den Stellring415 von der ortsfesten Reibhälfte401 entfernt.
Dadurch, daß der Querschnitt der Ringe 5, 6 und 10 an den Ubergangsstellen der Kraftlinien ein Minimum aufweist, und dadurch, daß die Anziehungskraft des Dauermagnets praktisch ohne Luftspalt zur Wirkung kommt, kann für die Bremsen gemäß der Erfindung ein Dauermagnet mit verhältnismäßig geringer Remanenz verwendet werden. Die Auswahl des Magnetwerkstoffs kann also ausschließlich nach den Gesichtspunkten einer möglichst hohen Koerzitivkraft und einer möglichst guten Reversibilität getroffen werden.
Als besonders zweckmäßig haben sich dafür keramische Dauermagnete erwiesen, die unter Verwendung von Metalloxyden, vorzugsweise von Polyoxyden des Eisens und Bariums und/oder anderer Metalle hergestellt sind. Diese besitzen zwar eine verhältnismäßig geringe Remanenz, haben aber eine sehr hohe Koerzitivkraft und Stabilität. Für den Fall, daß die mechanische Festigkeit des Dauermagnets nicht ausreichen sollte, kann, wie bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1, ein Ring 16 aus unmagnetisierbarem Werkstoff vorgesehen sein, der die beiden Ringe 5 und 7 verbindet.
Reicht der Fluß eines Dauermagnets nicht zur Erzeugung der erforderlichen Reibungskraft für eine Bremse oder Kupplung aus, dann können mehrere parallel geschaltete Dauermagnete verwendet werden.
In Fig. 5 ist als Beispiel eine Bremse dargestellt, die in ihrem Aufbau der Bremse nach Fig. 2 entspricht, nur daß an Stelle eines Dauermagnets drei Dauermagnete 306, 306', 306" vorgesehen sind. Dementsprechend sind die Leitungsteile mehrgliedrig ausgeführt und weisen lamellenartige Teile 307'und 307" bzw. 305 und 305" auf. Die Anordnung von mehreren Dauermagneten kann sinngemäß auch bei radial manetisierten Dauermagneten angewendet werden.
Die Erfindung schafft eine neuartige, in stromlosem Zustand wirksame, magnetisch betätigte Bremse, deren Leistungsfähigkeit weit über die der für den gleichen Zweck bekannten Federtäruckbremsen hinausgeht und die infolge der Verwendung von Dauermagneten allen Sicherheitsansprüchen genügt. Sie hat

Claims (8)

die besonderen Vorzüge, daß die Reaktionszeit sehr kurz ist und im Laufe des Betriebs keinerlei Änderung erfährt und daß auch das Bremsmoment praktisch konstant bleibt. Bei besonders einfachem und betriebssicherem Aufbau ist über die ganze Lebensdauer des Belags keinerlei Nachstellung erforderlich. Versuche haben ergeben, daß annähernd das gleiche Bremsmoment erreichbar ist wie bei Bremsen, bei denen die Kraft für den Reibungsschluß von einem Elektromagnet erzeugt wird. Eine Anwendungsgrenze nach oben besteht nicht, da der Dauermagnet, wenn er einstückig nicht mehr ausgeführt werden kann, aus beliebig vielen sinngemäß magnetisierten Segmenten oder Teilmagneten zusammengesetzt werden kann. An Stelle von zwei zusammenwirkenden Reibflächen 8' und 9 können auch mehrere, z. B. Lamellen vorgesehen sein. Für Antriebsfälle, in denen Kupplungen benötigt werden, die in stromlosem Zustand reibungsschlüssig sind, kann die Neuerung ohne weiteres auf Kupplungen angewendet werden, indem der den Elektromagnet tragende Körper drehbeweglich ausgebildet und der Strom über Schleifringe zugeführt wird. Die Verengung der Leitungsteile 5, 7 und 10' an den beim Bremsen aneinanderliegenden Stirnflächen hat auch die oben angeführten Vorteile bei der an sich bekannten Ausführung, bei der der Elektromagnet und der Dauermagnet in ein und derselben Kupplungshälfte angeordnet sind. Patentansprüche:
1. Magnetisch betätigte Reibungskupplung oder -bremse mit in einer Half te angeordnetem Elektromagnet, der bei Reibungsschluß der Kupplungs- bzw. Bremshälften stromlos und bei gelösten Hälften erregt ist und der zwei ringförmige Polflächen aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß zur Erzeugung des Reibungsschlusses in der anderen Kupplungs- bzw. Bremshälfte (3, 103, 203, 303, 403) ein Dauermagnet (6, 106, 206, 306, 406) mit zwei den ringförmigen Polflächen des Elektromagnets (10, 11; 110, 111; 210, 211; 310, 311; 410, 411) gegenüberliegenden ringförmigen Pol-
flächen angeordnet ist und daß die an ihren freien Enden in an sich bekannter Weise verjüngten Pole der beiden Magnete bei eingeschalteter Kupplung bzw. Bremse mit ihren Polflächen einander berühren.
2. Reibvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Polflächen des Dauermagnets (6) an zylindrischen Teilen von die magnetischen Kraftlinien leitenden konzentrischen Ringen (5, 7) angeordnet sind.
3. Reibvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß zut Änderung des magnetischen Widerstandes mindestens in einer Reibhälfte gegeneinander verschiebbare Ringe (407, 407') vorgesehen sind (Fig. 4).
4. Reibvorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß parallel geschaltete Dauermagnete (306, 306', 306") vorgesehen sind (Fig. 5).
5. Reibvorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Dauermagnet aus einem Werkstoff mit hoher Koerzitivkraft, auch unter Inkaufnahme einer geringen Remanenz, besteht.
6. Reibvorrichtung nach Anspruch 5, gekennzeichnet durch einen keramischen Dauermagnet, der unter Verwendung von Metalloxyden, vorzugsweise von Polyoxyden des Bariums und des Eisens, hergestellt ist.
7. Reibvorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 6, gekennzeichnet durch mehrere konzentrisch angeordnete, in wechselnder Richtung magnetisierte Dauermagnetringe (106 a, 1066, 106 <:) und eine gleiche Zahl von konzentrisch angeordneten Elektromagneten (110, 111 in Fig. 3).
8. Reibvorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die axial verschiebbare Reibhälfte mit einer selbsttätig wirkenden Nachstellvorrichtung (404, 415, 418, 419) versehen ist.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 107 428;
USA.-Patentschrift Nr. 2 544 360.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
<® 909 638/187 10.59
DENDAT1067267D Pending DE1067267B (de)

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DE1067267B true DE1067267B (de) 1959-10-15

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DE (1) DE1067267B (de)

Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1256780B (de) * 1963-03-26 1967-12-21 Wolfgang Schaefer Elektromagnetische Antriebsvorrichtung
DE102006021393A1 (de) * 2006-05-08 2007-11-15 Compact Dynamics Gmbh Elektrisch angetriebene Verdunkelungsvorrichtung
DE102007058552A1 (de) * 2007-12-05 2009-06-10 Magna Powertrain Ag & Co Kg Brems- oder Kupplungsvorrichtung
DE102010043126A1 (de) * 2010-10-29 2012-05-03 Stromag Ag Elektromagnetische Kupplung oder Bremse

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