DE1067267B - - Google Patents
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Description
DEUTSCHES
Die Erfindung betrifft eine magnetisch betätigte Reibuingskupplung oder -bremse, die in stromlosem
Zustand reibungsschlüssig ist und elektromagnetisch geTuftet wIFdr ■——
Für Hebezeuge und im Zusammenbau mit Elektromotoren sind elektromagnetisch lüftbare Federdruckbremsen
bekannt. Bei diesen Bremsen dient der Elektromagnet lediglich zum Lüften der Bremsen, wobei
eine Hälfte der Bremse gegen den Federdruck durch Axialverschiebung von der zweiten abgehoben wird.
Da der Elektromagnet hierbei über einen mit dem Verschleiß des Bremsbelags zunehmenden Luftspalt
wirkt, muß die Kraft der Bremsfedern so gewählt werden, daß die Zugkraft des Elektromagnets auch
bei maximalem Luftspalt, der ein Mehrfaches des Anfangswertes betragen kann, zum Lösen ausreicht.
Dadurch ergibt sich bei den bekannten magnetisch lüftbaren Federdruckbnemsen eine ungünstige Ausnutzung
des magnetischen Systems. Weitere Nachteile entstehen dadurch, daß bei Verschleiß des Reibbelags
durch die damit verbundene Änderung des Verschiebewegs sowohl eine Verlängerung der Reaktionszeit als
auch eine Änderung des Bremsmoments eintritt und schließlich die Gefahr von Fehlbremsungen entsteht,
wenn die rechtzeitige Nachstellung versäumt wird.
Weiterhin sind auch Bremsen bekannt, bei denen die Kraft des Elektromagnets unmittelbar zur Erzeugung
der Bremswirkung benutzt wird. Diese bekannten Bremsen sind jedoch für den oben beschriebenen
Zweck unbrauchbar, da die Bremswirkung nur bei Einschaltung des elektrischen Stroms eintritt.
Die beschriebenen Nachteile der bekannten Reibungskupplungen oder -bremsen mit in einer Hälfte
angeordnetem Elektromagnet, der bei Reibungsschluß der Kupplungs- bzw. Bremshälften stromlos und bei
gelösten Hälften erregt ist und zwei ringförmige Polflächen aufweist, sind gemäß der Erfindung dadurch
beseitigt, daß zur Erzeugung des Reibungsschlusses in der anderen Kupplungs- bzw. Bremshälfte ein
Dauermagnet mit zwei den ringförmigen Polflächen des Elektromagnets gegenüberliegenden ringförmigen
Polflächen angeordnet ist und daß die an ihren freien Enden in an sich bekannter Weise verjüngten Pole
der beiden Magnete bei eingeschalteter Kupplung bzw. Bremse mit ihren Polflächen einander berühren.
Durch die Anordnung von Elektromagnet und. Dauermagnet z. B. in verschiedenen Bremshälften wird erreicht,
daß beim Einschalten dies Elektromagnets beide Bremshälften durch magnetische Abstoßung
voneinander weggedrückt werden, so daß keinerlei Federn erforderlich sind und ein Bremsmomentverlust
durch Federn vermieden wird, der auch bei einer anderen bekannten Ausführungsform auftritt, bed der
der Dauermagnet und eine Elektromagnetspule zu-
Magnetisch betätigte Reibungskupplung oder -bremse
Anmelder:
Georgii Elektro - Motoren -Apparatebau
Kommanditgesellschaft,
Stuttgart-S1 Böheimstr. 8
Georgii Elektro - Motoren -Apparatebau
Kommanditgesellschaft,
Stuttgart-S1 Böheimstr. 8
Rolf Heinemann, Stuttgart-Zuffenhausen,
und Dipl.-Ing. Manfred Zeh, Stuttgart,
sind als Erfinder genannt worden
sammen in der ortsfesten Hälfte einer Bremse angeordnet sind. Dadurch., daß sich die die magnetischen
Kraftlinien leitenden Teile der Reibhälften während des Reibungsschlusses luftspaltlos berühren, wird die
volle magnetische Kraft des Dauermagnets ausgenutzt, da in der Leitung der Kraftlinien kein wesentlich
in Erscheinung tretender magnetischer Widerstand vorhanden ist. Dadurch, daß die magnetische
Kraftlinien leitenden Teile der Bremshälften an ihren Berührungsstellen eine Querschnittsverengung aufweisen,
wird darüber hinaus an diesen Übergangsstellen eine maximale Induktion erreicht. Da die Anziehungskraft
dem Quadrat der Induktion proportional ist und mit der Querschnittsfläche nur linear
abnimmt, erhält man durch diese Verringerung dies Querschnitts eine etwa lineare Vergrößerung der Anziehungskraft,
ohne den magnetischen Widerstand nennenswert zu erhöhen. Die Herabsetzung des magnetischen
Widerstands auf ein Minimum und die optimale Ausnutzung der Remanenz des Dauermagnets
zur Erzeugung einer möglichst großen Anziehungskraft ermöglicht es, Dauermagnete mit verhältnismäßig
geringer Remanenz zu verwenden. Dadurch ist die überraschende Möglichkeit gegeben, die bekannten
keramischen Dauermagnete, die sich bisher nur mit verhältnismäßig geringer Remanenz herstellen
lasten, auch für Reibungskupplungen oder -bremsen zu verwenden, wodurch sich für diese keramischen
Magnete ein vollständig neues Entwicklungsgebiet eröffnet.
Bei einer vom Gegenstand der Erfindung verschiedenen Gattung von Kupplungen und Bremsen, nämlich
bei Magnetpulverkupplungen bzw. -bremsen, ist es bereits vorgeschlagen worden, einen Elektromagnet
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und einen Dauermagnet den verschiedenen Hälften der Reibvorrichtung zuzuordnen. Bei den Magnetpulverbremsen wird an Stelle der Reibfläche ein in öl
od. dgl. suspendiertes Eisenpulver verwendet, das in einem Luftspalt in der Leitung des magnetischen
Kraftflusses des Dauermagnets angeordnet ist. Um die Reibwirkung der Eisenpulversuspension aufzuheben, müßte das Feld des Dauermagnets in dem die
Eisenpulversuspension, enthaltenden Luftspalt vollständig aufgehoben werden, was nur durch eine vollständige Entmagnetisierung des Dauermagnets möglich ist. Bei einer vollständigen Entmagnetisierung
verliert jedoch ein Dauermagnet seine ganze Remanenz, so daß der Vorschlag, den Dauermagnet und
den Elektromagnet verschiedenen Reibhälften zuzuordnen, praktisch nicht realisierbar ist. Verbleibt
noch ein restliches Feld des Dauermagnets in dem die Eisenpuiversuspension enthaltenden Luftspalt, dann
wird in diesem Luftspalt ständig ein Restmoment und damit Wärme erzeugt, die zu einer Zersetzung des
Öls und zum Zusammenbacken der EisenpuJverteilchen führt. Aus diesem -Grunde ist der Vorschlag, bei
Magnetpulverbremsen die verschiedenen Magnete den verschiedenen Reibhälften zuzuordnen, nicht verwirklicht worden, so daß auf dem Markt keine solche
Bremsen bekannt sind.
Es ist daher auch vorgeschlagen worden, bei Bremsen mit festem Reibbelag den Elektromagnet und den
Dauermagnet zusammen in der orstfesten Hälfte einer Bremse anzuordnen. Hierbei wird jedoch zur Abstoßung der beiden Reibhälften eine Feder verwendet, so daß dadurch der Nachteil eintritt, daß die Anzugskraft des Dauermagnets um die Federkraft verringert wird. Da außerdem der Dauermagnet beim
Anziehen der axial verschiebbaren Reibhälften über einen Luftspalt gegen die Kraft der Feder wirken
muß, ergibt sich eine Verlängerung der Reaktionszeit und eine Veränderung derselben bei Verschleiß.
Das Streufeld des Dauermagnets kann beim Gegenstand der Erfindung diadurch vorteilhaft ausgenutzt
werden, daß die beiden Polflächen des Dauermagnets an zylindrischen Teilen von die magnetischen Kraftlinien leitenden konzentrischen Ringen angeordnet
sind. Wird durch den Elektromagnet ein dem Feld des Dauermagnets entgegengerichtetes magnetisches
Feld erzeugt, dann wird durch diese zylindrischen Teile der die magnetischen Kraftlinien leitenden
Ringe ein Streufeld für den Dauermagnet ermöglicht, durch das die Abstoßungskraft zwischen den beiden
Reibhälften verursacht wird.
Ausführungsbeispiele von Kupplungen bzw. Bremsen gemäß der Erfindung sind in den Zeichnungen
dargestellt. Es zeigen
Fig. 1 und 2 zwei Längsschnitte durch zwei verschiedene Bremsen gemäß der Erfindung,
Fig. 3 einen Längsschnitt durch eine Bremse, die mit mehreren Dauermagneten entsprechend der Fig. 1
versehen ist,
Fig. 4 einen Längsschnitt durch eine Bremse nach Fig. 1, jedoch mit Einstelleinrichtung für das Bremsmoment und Vorrichtung zum Ausgleich des Verschleißes,
Fig. 5 einen Längsschnitt durch eine Bremse ähnlich Fig. 2, bei der der Dauermagnet aus mehreren
parallel geschalteten Einzelmagneten zusammengesetzt ist.
Die in Fig. 1 dargestellte Bremse besteht aus einer nicht drehbaren Reibhälfte 1 und einer auf einer zu
bremsenden Welle2 axial verschiebbar, aber mit der Welle 2 drehbar verbundenen Reibhälfte 3. Die Reib-
hälfte3 ist aus mehreren fest miteinander verbundenen Teilen zusammengesetzt. Unmittelbar auf der
Welle 2 befindet sich eine Nabe 4 der Reibhllfte 3, auf deren äußerer zylindrischer Fläche ein Ring 5 aus
Weicheisen befestigt ist. Auf der zylindrischen Außenfläche dieses Rings 5 ist ein Dauermagnetring 6 befestigt, dessen Außenfläche mit einem dem Ring 5
entsprechenden Ring 7 aus Weicheisen verbunden ist. Auf der zylindrischen Außenfläche des Rings 7 ist ein
ίο Ring 8 befestigt, dessen ebene ringförmige Stirnfläche 8' mit einem Reibbelag 9 der Reibhälfte 1 zusammenwirkt.
In einer ringförmigen Aussparung der Reibhälfte 1 ist ein RinglO aus Weicheisen mit U-förmigem Querschnitt befestigt. Der Ring 10 ist so angeordnet, daß
sich die Stirnflächen der Schenkel 10' und die diesen gegenüberstehenden Stirnflächen der Ringe 5 und 7
berühren, wenn die Stirnfläche 8' der Reibhälfte 3 am Reibbelag 9 der Reibhälfte 1 anliegt. Wie aus der
Zeichnung ersichtlich, ist der Querschnitt der Schenkel 10' und der Ringe 5 und 7 in der Nähe der sich
berührenden Stirnflächen kleiner als im übrigen Bereich. Hierbei dienen die Ringe 5, 7 und 10 als Leitungsteile für die magnetischen Kraftlinien des Dauermagnets
6,
der so magnetisiert ist, daß seine Kraftlinien im Inneren radial zur Welle 2 verlaufen. Durch
die Ausbildung des Querschnitts der Ringe wird erreicht, daß an den Übergangsstellen der Kraftlinien
von den Ringen 5 und 7 der Reibhälfte 3 auf den Ring 10 der Reibhälfte 1 der Querschnitt dieser Leitungsteile ein Minimum aufweist. Die Teile 5, 6, 7 und 10
bilden einen geschlossenen magnetischen Kreis.
Im RinglO ist eine ringförmige Spulell angeordnet, die mit Gleichstrom gespeist wird und deren Feld
dem des Dauermagnets gleich stark, aber entgegengesetzt gerichtet ist.
Die Teile 1, 4 und 8 sind vorzugsweise aus einem unmagnetisierbaren Werkstoff hergestellt, um magnetische Streuungen oder Nebenschlüsse weitgehendst
zu vermeiden.
Die Wirkungsweise des Ausführungsbeispiels nach Fig. 1 ist folgende: Wenn die Spule 11 unter Strom
gesetzt wird, wirkt ihr Feld in dem magnetischen Kreis der Teile 5, 6, 7 und 10 dem des Dauermagnets
4S entgegen. Dadurch werden die Ringe 5 und 7 vom Ring 10 abgestoßen, so daß sich die Reibhälfte 3 auf
der Welle 2 axial verschiebt und sich von der Reibhälfte 1 um ein geringes entfernt. Zur Begrenzung dieser Bewegung ist auf der Welle 2 ein Stellring 15
vorgesehen.
Sobald der Strom in der Spule 11 unterbrochen wird, bricht das elektromagnetische Gegenfeld zusammen, so daß nun der magnetische Kreis lediglich
vom Dauermagnet 6 gespeist wird. Dadurch werden die Ringe 5 und 7 an den Ring 10 angezogen, so daß
sich die Reibhälfte 3 der Reibhälfte 1 nähert, bis sich die Stirnfläche 8' an den Reibbelag 9 anlegt und so die
Bremswirkung eintritt. Dadurch, daß dieaufeinandergleitenden Stirnflächen der Ringe 5,
7,
10 verhältnismäßig klein sind, wird nicht nur eine Erhöhung der Induktion an den Übergangsstellen erreicht. Diese
verringerten Flächen bewirken auch, daß der Anteil der aufeinandergleitenden Stirnflächen der Ringe
5,7,
10 an der gesamten reibenden Fläche relativ klein ist, '5 so daß der resultierende Reibwert dadurch nur geringfügig verringert wird.
Das in Fig. 3 dargestellte Ausführungsbeispiel entspricht im wesentlichen dem Ausführungsbeispiel
nach Fig. 1. Um Wiederholungen zu vermeiden, wer'° den diejenigen Teile des Ausführungsbeispiels nach
1
Fig. 3, die bereits beschriebenen Teilen des Ausführungsbeispiels nach Fig.
1 entsprechen, mit Bezugszahlen bezeichnet, die um 100 gegenüber den in Fig. 1
verwendeten Bezugszahlen vergrößert sind. Es genügt daher, lediglich auf die Unterschiede des Aus-
führungsbeispiels nach Fig. 3 gegenüber dem Ausführungsbeispiel nach Fig.
1 hinzuweisen. Im Gegensatz zum Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 erstreckt
sich der die Nabe der Reibhälfte 103 bildende Teil bis zur Stirnfläche 108'. An Stelle eines Dauermagnets 6 sind drei Dauermagnete 106a. 106b und
106 c vorgesehen. Als Leitungsteile dienen entsprechend je drei Ringe 105 a, 105 b und 105 c, 107 a,
107b und 107c sowie 110a, IlOb und IlOc Dementsprechend sind auch drei verschiedene Spulenkörper
111 a, 111 b, 111 c vorgesehen. Diese können in an sich bekannter Weise parallel oder in Reihe geschaltet mit
der Gleichstromquelle verbunden sein. Um an den Polflächen gleiche Feldrichtungen zu erzielen, sind
die Dauermagnete 106a, 106 b und 106 c so übereinander angeordnet, daß gleichnamige Pole gegeneinandergerichtet sind.
In Fig. 2 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel gemäß der Erfindung dargestellt. Die dem Ausführungsbeispiel nach Fig.
1 entsprechenden Teile sind mit Bezugszahlen bezeichnet, die um 200 vergrößert
sind. Dieses Ausführungsbeispiel unterscheidet sich vom Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 im wesentlichen
dadurch, daß an Stelle eines Dauermagnets mit in seinem Inneren radial zur Welle gerichteten Kraftlinien ein Dauermagnetring 206 mit axial gerichteten
inneren Kraftlinien vorgesehen ist. Dementsprechend sind die beiden Ringe 205 und 207 der Reibhälfte 203
ausgebildet. Wie aus Fig. 2 ersichtlich, bildet dabei der unmittelbar auf der unmagnetisierbaren Nabe204
angeordnete Ring207 gleichzeitig die mit einem Reibring 209 zusammenwirkende Stirnfläche 208'. Der
hier die zweite Reibhälfte 201 bildende Ring 210 ist unmittelbar am Maschinengehäuse 213 befestigt und
trägt den Reibring 209.
Für viele Anwendungsfälle ist es erwünscht oder notwendig, daß das Bremsmoment mit einfachen Mitteln eingestellt werden kann. Von besonderem Vorteil
ist die in Fig. 4 als Beispiel 'dargestellte Anordnung, bei welcher der magnetische Widerstand in den Leitungsteilen zwischen Dauermagnet und Elektromagnet erhöht werden kann. Dies hat den Vorzug,
daß die Zugkraft des Dauermagnets und damit das Reibungsmoment einstellbar ist. Wie Fig. 4 zeigt, besteht der äußere Leitungsring aus zwei Teilen 407
und 407', von denen der Teil 407 mittels eines Ringes 416 aus unmagnetisierbarem Werkstoff fest mit der
Reibhälfte 403 verbunden ist. Der Dauermagnet 406 ist mittels einer Gewindebuchse 417 auf dem inneren
Leitungsring 405 axial verstellbar und trägt auf seiner äußeren Zylinderfläche den Leitungsring 407'.
Durch axiale Verstellung des Dauermagnets kann zwischen den Leitungsringen 407 und 407' ein Luftspalt beliebiger Größe eingestellt werden, durch den
der magnetische Widerstand des Kreises und damit der Kraftfluß sowie die Zugkraft regelbar sind. Der
regelbare magnetische Widerstand kann auch ohne Luftspalt erzeugt werden. Zu diesem Zweck sind die
Teile 407 und 407' so ausgebildet, daß der Außendurchmesser des einen Teils gleich dem Innendurch-
messer des anderen ist, so daß zwei koaxiale Zylinder entstehen, die teleskopartig ineinandergeschoben werden können. In diesem Zustand berühren sich die
beiden Ringe 407 und 407' mit ihren zylindrischen Mantelflächen. Durch axiale Verstellung des Ringes
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407' werden die Berührungsflächen und damit der magnetische \Viderstand verändert.
An der Nabe 404 der verschiebbaren Reibhälfte 403 sind federnde, auf der zylindrischen Außenfläche
des Stellrings 415 abstützende Glieder 418 vorgesehen. Beim Verschleiß des Bremsbelags tritt beim
Bremsen eine Verschiebung der Reibhälfte 403 in Fig. 4 nach links ein. Dadurch wird von der Nabe404
ein die Glieder 418 tragender Ring 419 ebenfalls in dieser Richtung verschoben, und die Glieder 418
können bei einem gewissen Grad der Abnutzung des Reibbelags 409 hinter der Stirnfläche 415' des Stellrings 415 einrasten. Bei dem in Fig.
4 dargestellten Ausführungsbeispiel sind diese federnden Glieder winkelförmig ausgebildet und übereinander angeordnet, so daß je nach dem Verschleiß des Reibbelags
409 das erste oder ein weiter rechts liegendes Glied mit der Stirnfläche 415' in Eingriff kommt. Der Ring
419 ist um ein kleines Stück, das dem Luftspiel der Bremse entspricht, auf der Nabe 404 axial verschiebbar. Dadurch wird beim Lösen der Bremse die verschiebbare Reibhälfte 403 durch die Glieder 418 nicht
behindert. Diese Vorrichtung ist vor allem dann von Vorteil, wenn die Bremse so montiert ist, daß die
Reibhälfte 403 nach unten hängt und sich bei Lösen der Bremse durch ihr Eigengewicht bis zum Anschlag
an den Stellring415 von der ortsfesten Reibhälfte401 entfernt.
Dadurch, daß der Querschnitt der Ringe 5, 6 und 10 an den Ubergangsstellen der Kraftlinien ein Minimum aufweist, und dadurch, daß die Anziehungskraft
des Dauermagnets praktisch ohne Luftspalt zur Wirkung kommt, kann für die Bremsen gemäß der Erfindung ein Dauermagnet mit verhältnismäßig geringer
Remanenz verwendet werden. Die Auswahl des Magnetwerkstoffs kann also ausschließlich nach den
Gesichtspunkten einer möglichst hohen Koerzitivkraft und einer möglichst guten Reversibilität getroffen
werden.
Als besonders zweckmäßig haben sich dafür keramische Dauermagnete erwiesen, die unter Verwendung von Metalloxyden, vorzugsweise von Polyoxyden des Eisens und Bariums und/oder anderer
Metalle hergestellt sind. Diese besitzen zwar eine verhältnismäßig geringe Remanenz, haben aber eine
sehr hohe Koerzitivkraft und Stabilität. Für den Fall, daß die mechanische Festigkeit des Dauermagnets nicht ausreichen sollte, kann, wie bei dem
Ausführungsbeispiel nach Fig. 1, ein Ring 16 aus unmagnetisierbarem Werkstoff vorgesehen sein, der die
beiden Ringe 5 und 7 verbindet.
Reicht der Fluß eines Dauermagnets nicht zur Erzeugung der erforderlichen Reibungskraft für eine
Bremse oder Kupplung aus, dann können mehrere parallel geschaltete Dauermagnete verwendet werden.
In Fig. 5 ist als Beispiel eine Bremse dargestellt, die in ihrem Aufbau der Bremse nach Fig. 2 entspricht, nur daß an Stelle eines Dauermagnets drei
Dauermagnete 306, 306', 306" vorgesehen sind. Dementsprechend sind die Leitungsteile mehrgliedrig ausgeführt und weisen lamellenartige Teile 307'und 307"
bzw. 305 und 305" auf. Die Anordnung von mehreren Dauermagneten kann sinngemäß auch bei radial manetisierten Dauermagneten angewendet werden.
Die Erfindung schafft eine neuartige, in stromlosem Zustand wirksame, magnetisch betätigte Bremse,
deren Leistungsfähigkeit weit über die der für den gleichen Zweck bekannten Federtäruckbremsen hinausgeht und die infolge der Verwendung von Dauermagneten allen Sicherheitsansprüchen genügt. Sie hat
Claims (8)
1. Magnetisch betätigte Reibungskupplung oder -bremse mit in einer Half te angeordnetem Elektromagnet,
der bei Reibungsschluß der Kupplungs- bzw. Bremshälften stromlos und bei gelösten
Hälften erregt ist und der zwei ringförmige Polflächen aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß zur
Erzeugung des Reibungsschlusses in der anderen Kupplungs- bzw. Bremshälfte (3, 103, 203, 303,
403) ein Dauermagnet (6, 106, 206, 306, 406) mit zwei den ringförmigen Polflächen des Elektromagnets
(10, 11; 110, 111; 210, 211; 310, 311; 410, 411) gegenüberliegenden ringförmigen Pol-
flächen angeordnet ist und daß die an ihren freien Enden in an sich bekannter Weise verjüngten
Pole der beiden Magnete bei eingeschalteter Kupplung bzw. Bremse mit ihren Polflächen einander
berühren.
2. Reibvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Polflächen des
Dauermagnets (6) an zylindrischen Teilen von die magnetischen Kraftlinien leitenden konzentrischen
Ringen (5, 7) angeordnet sind.
3. Reibvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß zut Änderung des magnetischen
Widerstandes mindestens in einer Reibhälfte gegeneinander verschiebbare Ringe (407, 407') vorgesehen sind (Fig. 4).
4. Reibvorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß parallel geschaltete
Dauermagnete (306, 306', 306") vorgesehen sind (Fig. 5).
5. Reibvorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Dauermagnet
aus einem Werkstoff mit hoher Koerzitivkraft, auch unter Inkaufnahme einer geringen
Remanenz, besteht.
6. Reibvorrichtung nach Anspruch 5, gekennzeichnet durch einen keramischen Dauermagnet,
der unter Verwendung von Metalloxyden, vorzugsweise von Polyoxyden des Bariums und des
Eisens, hergestellt ist.
7. Reibvorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 6, gekennzeichnet durch mehrere konzentrisch
angeordnete, in wechselnder Richtung magnetisierte Dauermagnetringe (106 a, 1066, 106 <:) und
eine gleiche Zahl von konzentrisch angeordneten Elektromagneten (110, 111 in Fig. 3).
8. Reibvorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die axial verschiebbare
Reibhälfte mit einer selbsttätig wirkenden Nachstellvorrichtung (404, 415, 418, 419)
versehen ist.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 107 428;
USA.-Patentschrift Nr. 2 544 360.
Deutsche Patentschrift Nr. 107 428;
USA.-Patentschrift Nr. 2 544 360.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1067267B true DE1067267B (de) | 1959-10-15 |
Family
ID=593179
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT1067267D Pending DE1067267B (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1067267B (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1256780B (de) * | 1963-03-26 | 1967-12-21 | Wolfgang Schaefer | Elektromagnetische Antriebsvorrichtung |
| DE102006021393A1 (de) * | 2006-05-08 | 2007-11-15 | Compact Dynamics Gmbh | Elektrisch angetriebene Verdunkelungsvorrichtung |
| DE102007058552A1 (de) * | 2007-12-05 | 2009-06-10 | Magna Powertrain Ag & Co Kg | Brems- oder Kupplungsvorrichtung |
| DE102010043126A1 (de) * | 2010-10-29 | 2012-05-03 | Stromag Ag | Elektromagnetische Kupplung oder Bremse |
-
0
- DE DENDAT1067267D patent/DE1067267B/de active Pending
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| DE1256780B (de) * | 1963-03-26 | 1967-12-21 | Wolfgang Schaefer | Elektromagnetische Antriebsvorrichtung |
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