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DE1066749B - Verfahren zur Verbesserung der Eigenschaften von in Elastomere umwandelbaren hochmolekularen Organopolysiloxanen - Google Patents

Verfahren zur Verbesserung der Eigenschaften von in Elastomere umwandelbaren hochmolekularen Organopolysiloxanen

Info

Publication number
DE1066749B
DE1066749B DENDAT1066749D DE1066749DA DE1066749B DE 1066749 B DE1066749 B DE 1066749B DE NDAT1066749 D DENDAT1066749 D DE NDAT1066749D DE 1066749D A DE1066749D A DE 1066749DA DE 1066749 B DE1066749 B DE 1066749B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
convertible
molecular weight
organopolysiloxanes
high molecular
organopolysiloxane
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DENDAT1066749D
Other languages
English (en)
Inventor
Schenectady N. Y. Ben Alfred Buestein (V. St. A.)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
General Electric Co
Original Assignee
General Electric Co
Publication date
Publication of DE1066749B publication Critical patent/DE1066749B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08GMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
    • C08G77/00Macromolecular compounds obtained by reactions forming a linkage containing silicon with or without sulfur, nitrogen, oxygen or carbon in the main chain of the macromolecule
    • C08G77/04Polysiloxanes
    • C08G77/32Post-polymerisation treatment
    • C08G77/34Purification

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Compositions Of Macromolecular Compounds (AREA)

Description

# INTERNAT. KL. C 08 g
PATENTAMT .
AUSLEGESCHRIFT 1066 749
G15931IVb/39c
ANMELDETAG: 1. DEZEMBER 1954
BEKANNTMACHUNG DER ANMELDUNG UND AUSGABE DER AUSLEGESCHRIFT: 8. O KTO B E R 1959
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Verbesserung der Eigenschaften von durch Hitze, z. B. in Gegenwart von Organoperoxyden zu Elastomeren härtbaren Organopolysiloxanen, wodurch diese insbesondere bei der Härtung oder bei der späteren langdauernden Anwendung unter erhöhten Temperaturen eine verminderte Schrumpfung aufweisen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Schrumpfung von Formkörpern aus gepreßten, zu Elastomeren härtbaren Organopolysiloxanen zu vermindern, die Härtungszeit zu verkürzen und die Möglichkeit von Explosionen bei Verwendung von Peroxyden während der Wärmehärtung zu beseitigen.
Zu Elastomeren härtbare, sogenannte umwandelbare Organopolysiloxane, die sich durch Wärme oder Be-Strahlung mit Elektronen hoher Energie in den gehärteten, festen, elastischen Zustand überführen lassen, haben bekanntlich eine gute Wärmebeständigkeit. Die umwandelbaren Organopolysiloxane werden in Verbindung mit Füllstoffen und gegebenenfalls Härtungsmitteln verpreßt ao und schrumpfen in und nach dem Entfernen aus der Preßform und bei der anschließenden Wärmebehandlung, welche zur vollständigen Umwandlung der Organopolysiloxane in den festen, elastischen, gehärteten, d. h. unschmelzbaren und unlöslichen Zustand, durchgeführt as wird, um etwa 7 bis 15% der Größe der Preßform. Diese hohe Schrumpfung ist höchst unerwünscht, da es dadurch nur schwer möglich ist, Formstücke mit geringen Toleranzen herzustellen. Weiterhin bedeutet der Verlust an flüchtigen Bestandteilen bei der Wärmeformung und bei der Wärmebehandlung einen Matcrialverlust, da es schwierig ist, die bei der Härtung bei erhöhten Temperaturen verdampfenden flüchtigen Bestandteile wiederzugewinnen.
Es ist bereits bekannt, niedrigsiedende Bestandteile, wie Trimere und Tetramere, aus Siloxanen bei der Herstellung von Silikonelastomeren zu entfernen. Bei den bekannten Verfahren werden die niedrigsiedenden Bestandteile entweder aus dem verhältnismäßig niedrigviskosen Hydrolyseprodukt entfernt, oder aber es wurde angestrebt, die Bildung niedrigsiedender Bestandteile während der Hydrolyse zu vermeiden. In beiden Fällen erfolgt die Kondensation bzw. Polymerisation zu einem höhermolekularen Produkt erst danach, d. h., es sind keine Verfahren bekannt, um das hochmolekulare umwandelbare Produkt von niedrigsiedenden Bestandteilen zu befreien.
Es wurde nun gefunden, daß die Eigenschaften von in Siloxanelastomere umwandelbaren hochmolekularen Organopolysiloxanen mit einer Viskosität von 500 Ö00 bis etwa 20 000 00OcP bei Zimmertemperatur, die durch Kondensation von niedermolekularen Organopolysiloxanen mit im Mittel 1,98 bis 2,01 organischen Gruppen pro Siliciumatom erhalten werden, und die gegebenenfalls Verfahren
zur Verbesserung der Eigenschaften von in Elastomere umwandelbaren
hochmolekularen Organopolysiloxanen
Anmelder:
General Electric Company, Schenectady, N. Y. (V. St. A.)
Vertreter:
Dr.-Ing. A. v. Kreisler, Dr.-Ing. K. Schönwald, Dipl.-Chem. Dr. phil. H. Siebeneicher
und Dr.-Ing. Th. Meyer, Patentanwälte,
Köln 1, Deichmannhaus
Beanspruchte Priorität: V. St. v. Amerika vom 3. Dezember 1953
Ben Alfred Buestein, Schenectady, N. Y. (V. St. A.), ist als Erfinder genannt worden
Füllstoffe enthalten, wesentlich verbessert werden können, wenn aus den hochmolekularen umwandelbaren Organopolysiloxanen vor der Härtung die niedermolekularen, flüchtigen, unter 250°C/760 mm Hg siedenden Organopolysiloxane bis auf weniger als 2%, bezogen auf das Gewicht des umwandelbaren hochmolekularen Organopolysiloxans, entfernt werden. Werden die flüchtigen Bestandteile, die im allgemeinen aus niedermolekularen cyclischen Diorganosiloxanen, wie Cyclopolydimethylsiloxanen, z. B. Octamethylcyclotetrasiloxan, Decamethylcyclopentasiloxan, Hexaäthylcyclotrisiloxan, trimeren Methyläthylsiloxanen u. dgl., bestehen, gemäß der Erfindung entfernt, so weisen die aus den verbleibenden, zu Elastomeren härtbaren Organopolysiloxane hergestellten und anschließend wärmebehandelten Formkörper nur einen sehr kleinen Schwund auf.
Für die an sich bekannte Härtung unter Formgebung und die ebenfalls bekannte Wärmenachbehandlung der Formkörper wird kein Schutz beansprucht.
Die aus dem umwandelbaren Organopolysiloxan vor dem Pressen entfernten flüchtigen Bestandteile lassen sich leicht wiedergewinnen und können mit den üblichen Kondensationsmitteln, z. B. alkalischen Kondensationsmitteln, wie Natriumhydroxyd, Kaliumhydroxyd, oder sauren Katalysatoren, wie Ferrichlorid, wieder zu wärmeumwandelbaren Organopolysiloxanen aufgearbeitet werden.
909 637/438
3 4
Zur Herstellung von in den^ gehärteten, festen, clasti- vorzugsweise im Mittel 1,98 bis 2,1, insbesondere 1,998 sehen Zustand umwandelbaren Methylpolysiloxane wird bis 2,01 organische Gruppen, wie beispielsweise Methylauf bekannte Weise gewöhnlich ein niedermolekulares gruppen, Methyl- und Phenylgruppen (zusammen) pro Mcthylpolysiloxan, wie z.B. Octamethylcyclotetrasil- Siliciumatom, und mehr als 98°/0, beispielsweise mehr oxan, durch alkalische Mittel, wie Kaliumhydroxyd, in 5 als 99,8 °/0, der Siliciumatome des Polysiloxans enthalten ein hochmolekulares Produkt mit Viskositäten von zwei an Silicium gebundene organische Gruppen, wie 500 000 bis etwa 20 000 000 cP übergeführt, das hoch- Alkylgruppen oder Mischungen von Alkyl- und Arylviskos ist oder einen kautschukartigen Feststoff darstellt. gruppen pro Siliciumatom.
Derartige auf bekannte Weise hergestellte hochmoleku- Die erfindungsgemäße Verbesserung der Eigenschaften
larc umwandelbare Polymethylsiloxane enthalten 10 bis io der umwandelbaren hochmolekularen Organopolysiloxane
15 Gewichtsprozent niedermolekulare Methylpolysil- zu Organopolysiloxanen mit niederer Schrumpfung erfolgt
oxanc der gleichen Struktur wie die hochmolekularen vorteilhafterweise derart, daß die niedermolekularen
Produkte, d. h., sie bestehen aus einer·Mehrzahl von Di- flüchtigen, unter 250° C siedenden Organopolysiloxane
mcthylsiloxycinheiten, haben jedoch einen Siedepunkt entfernt werden, und zwar gleichgültig, ob die Polysil-
untcr 250°C/760 mm. Diese niedermolekularen flüchtigen 15 oxane schon mit Füllstoffen oder anderen Zusätzen ver-
Bcstandleile bestehen aus cyclischen Polydimethyl- mischt sind oder nicht.
siloxanen, wie Octamcthylcyclotetrasiloxan, Decamcthyl- Die Eigenschaften der zu Elastomeren härtbaren
cyclopcntasiloxan, Dodecamethylcyclohectasiloxan u. dgl. Organopolysiloxane sind am besten, wenn diese weniger
In der weiteren Beschreibung und in den Ansprüchen als 2 Gewichtsprozent dieser flüchtigen Bestandteile
werden die umwandelbaren Organopolysiloxane, die hoch- 20 enthalten. Die flüchtigen Bestandteile lassen sich auf
viskose Massen oder kautschukartige Feststoffe je nach : verschiedene Weise entfernen, z. B. indem das umwandel-
dem Kondensationsgrad sind, als »umwandelbare Organo- bare Organopolysiloxan auf 100 bis 300° C, vorzugsweise
polysiloxane« schlechthin oder bestimmter als »um- unter vermindertem Druck, erwärmt wird oder die
wandelbare Methylpolysiloxane« bezeichnet. Derartige flüchtigen niedermolekularen, unter 250° C siedenden
umwandelbare Organopolysiloxane, die gemäß der Erfin- 25 Bestandteile durch ein selektives Lösungsmittel, das die
dung verwendet werden, sind in vielfältiger Zahl be- ~ hochmolekularen wärmeumwandelbaren Organopolysil-
kannt, und es sei nur beispielsweise auf die umwandel- oxane praktisch nicht angreift, wie z. B. Äthanol, Butyl-
baren Organopolysiloxane verwiesen, die weniger als alkohol, Isopropanol, verschiedene Ketone und Mischun-
0,2 Mol mischpolymcrisicrtes Monoorganosiloxan ent- gen dieser Lösungsmittel aus diesem, herausgelöst werden,
halten, wie sie in den USA.-Patentschriften 2 448 756, 30 Es ist zweckmäßig, die in den wärmeumwandelbaren
2 448 556, 2 484 595, 2 457 688 und 2 460 795 be- Organopolysiloxanen enthaltenen Polymerisationskataly-
schricbcn sind. Das wärmeumwandelbare Organopoly- satoren vor der Erhitzung unter vermindertem Druck
siloxan ist nahezu frei von einpolymerisierten Mono- zur Entfernung der flüchtigen Bestandteile zu neutrali-
organosiloxancinhciten. Das wärmeumwandelbare Orga- sieren, um unerwünschte Depolymerisation des umwan-
nopolysiloxan kann gleiche oder verschiedene an Silicium 35 delbaren Organopolysiloxans zu vermeiden,
gebundene organische Gruppen, wie Methyl-, Äthyl-, Die Entfernung der niedrigsiedenden Bestandteile, die
Propyl-, Phenyl-, Tolyl-, Xylyl-, Benzyl-, Phenyläthyl-, im allgemeinen ein Molekulargewicht von unter 500 auf-
Naphthyl-, Chlorphenyl- sowohl Methyl- als auch Phenyl-, weisen, kann selbst dann durchgeführt werden, wenn das
sowohl Methyl- als auch Chlorphenylreste, enthalten, die umwandelbare Organopolysiloxan vorher mit Füllstoffen,
an die Siliciumatome durch Kohlenstoff-Silicium-Bin- 40 wie Kieselsäureaerogel, Calciumcarbonat, Diatomeenerde,
düngen gebunden sind. anderen feinteiligen Kieselsäuren u. dgl., vermischt
Welches umwandelbare Organopolysiloxan im einzelnen worden ist. Zweckmäßigerweise werden aber die ver-
Fallc praktisch verwendet wird, ist unwesentlich. Vor- schiedenen Füllstoffe erst nach Entfernung der flüchtigen
tcilhafterwcisc werden die gemäß der Erfindung zu ver- Bestandteile eingearbeitet. Die Menge der Füllstoffe
■wendenden umwandelbaren Organopolysiloxane auf be- 45 kann in weiten Grenzen schwanken und z. B. zwischen
kannte Weise durch Hydrolyse eines zwei hydrolysierbare 25 und 300 Gewichtsprozent des umwandelbaren Organo-
Gruppcn enthaltenden Diorganosilans, wie beispielsweise polysiloxans betragen. Die jeweils angewendete Füllstoff-
Dimcthyldichlorsilan, eines Gemisches von Dimethyl- menge hängt z. B. davon ab, für welche Zwecke das
dichlorsilan und Diphcnyldichlorsilan, eines Gemisches umwandelbare Organopolysiloxan angewendet werden
von Dimcthyldichlorsilan und Methylphenyldichlorsilan 50 soll, welche besondere Arten von Organopolysiloxan und
u. dgl., erhalten, wobei gegebenenfalls geringe Mengen Füllstoff im einzelnen Falle verwendet wurden u. dgl. m.
von Monoorganosilanen · oder Triorganosilanen, wie Nachstehend wird die Erfindung an einigen Beispielen
Mcthyltrichlorsilan, Trimcthylchlorsilan u. dgl., vor- näher erläutert. Alle Teilangaben sind Gewichtstcile.
handcn sind, worauf die Kondensation des Hydrolyse- .
Produktes in Gegenwart alkalischer Kondensationsmittel, 55 Beispiel 1
wie Kaliumhydroxyd oder saurer Kondensationsmittel, Praktisch reines Dimethyldichlorsilan wird auf be-
wic Ferrichlorid, erfolgt. kannte Weise mit Wasser zu einer Mischung von cycli-
Das umwandelbare Organopolysiloxan enthält im sehen Dimethylsiloxanen hydrolysiert und das Reaktions-
allgcmcincn die sich wiederholende Struktureinheit produkt auf praktisch reines Octamethylcyclotetrasiloxan
RR'SiO, in der R und R'einwertige Kohlenwasserstoff- 60 mit einem Siedepunkt von etwa 175° C aufgearbeitet,
reste sind, für die oben bereits spezielle Beispiele gegeben Aus diesem Octamethylcyclotetrasiloxan, nachstehend
wurden. als Tetrameres bezeichnet, wird durch Mischung mit
Die Mehrzahl der R- und R'-Gruppen im umwandel- 0,01 Gewichtsprozent KOH und 4stündiges Erhitzen auf
baren Organopolysiloxan sind zweckmäßig niedere Alkyl- 150° C auf bekannte Weise ein wärmeumwandelbares
gruppen, wie Methylgruppen, und die Dialkylsiloxy- 65 Methylpolysiloxan hergestellt, das ein hochviskoses poly-
cinhcitcn machen wenigstens 50% der Gesamtzahl der meres Dimethylsiloxan ist, welches bei Zimmertemperatur
organischen Gruppen aus, die an die Siliciumatome durch kaum einen Fluß zeigt.
Kohlcnstoff-Silicium-Bindungen gebunden sind. Die 200 Teile dieses Polydimethylsiloxans werden mit
Organopolysiloxane, ' aus\! denen die wärmeumwandel- 90 Teilen Kieselsäureaerogel auf einer Mischwalze zu
baren Organopolysiloxane hergestellt werden, enthalten 70 dünnen Fellen verarbeitet, welche erfindungsgemäß in
einem Luftumwälzofen 1 Stunde auf 250° C erhitzt werden, wobei praktisch alle Bestandteile verdampfen, die unter 250° C sieden. Dadurch tritt ein Gewichtsverlust von etwa 15% ein.
Die durch dieses Abdampfen der niedermolekularen Bestandteile erzielte Verbesserung der Eigenschaften des zu Elastomeren härtbaren Organopolysiloxans, z. B. die stark herabgesetzte Schrumpfung bei Verformung und Härtung, wobei für die Härtung unter Formgebung ini Rahmen der vorliegenden Erfindung kein Schutz beansprucht wird, wird durch folgende Vergleichsversuche gezeigt: In 258 Teile des nach obigem Verfahren von flüchtigen Bestandteilen befreiten Gemisches aus wärmeumwandelbarem Methylpolysiloxan und Kieselsäureaerogel werden 3,3 Teile Benzoylperoxyd eingearbeitet. Das erhaltene Gemisch wird 15 Minuten bei 150° C und einem Druck von 35 kg/cm2 verpreßt und anschließend verschieden lange Zeit bei 250° C wärmegealtert. Während des Preß-/
£ Vorganges und der Wärmealterung werden die prozentuale lineare Schrumpfung (Probe von 153,4 · 153,4 mm2), der prozentuale Gewichtsverlust und die Änderung der Zugfestigkeit und der Bruchdehnung bestimmt. Die gleichen Prüfungen werden an entsprechenden Proben durchge-
io. führt, bei deren Herstellung aber ein wärmeumwandelbares Methylpolysiloxan verwendet wurde, aus dem nicht die unter 250° C flüchtigen Bestandteile entfernt worden sind. Die Versuchsergebnisse sind aus Tabelle I zu entnehmen.
Tabelle I
Härtung
Kontrollprobe
Von flüchtigen Bestandteilen befreite Probe
Prozentuale lineare Schrumpfung einer Probe von 152,4 · 152,4 mm2
Gewichtsverlust, °/0
Überdruckhärtung
Zugfestigkeit, kg/cm2 j
Bruchdehnung, °/0 <
Gehärtete Organopolysiloxanformkörper, die unter Verwendung von umwandelbaren Organopolysiloxanen hergestellt wurden, aus denen die flüchtigen Bestandteile gemäß der Erfindung entfernt worden sind, haben, wie gefunden wurde, neben einer niedrigeren Schrumpfung zuweilen auch eine bessere Zugfestigkeit bei gleicher, zuweilen sogar verbesserter Bruchdehnung. Aus dem weiteren Beispiel sind die Vorteile ersichtlich, die sich aus der Anwendung von Organopolysiloxanen ergeben, aus denen die flüchtigen Bestandteile entfernt wurden.
Beispiel 2
Das im Beispiel 1 verwendete Methylpolysiloxan wird durch Einarbeitung einer geringen Menge Triphenylphosphat neutralisiert und die niedrigsiedenden flüchtigen Methylpolysiloxane nach der im Beispiel 1 angegebenen Methode oder durch selektive Extraktion praktisch vollständig entfernt. Es verbleibt ein umwandelbares Methylpolysiloxan, das gegenüber dem ursprünglichen Produkt mit 15 Gewichtsprozent niedrigsiedenden Bestandteilen höchstens noch 0,7 Gewichtsprozent dieser Stoffe enthält. Zu 100 Teilen des von den niedrigsiedenden Bestand-Druckhärtung
25O0C IV2 Stunden
250° C, 18 Stunden
250° C, 82 Stunden
250° C, 18 Stunden
250° C, 82 Stunden
25O0C, 18 Stunden
250° C, 82 Stunden
250° C, 18 Stunden
250° C, 82 Stunden
2,9% 5,1% 5,2% 5,7% 6,8% 7,8% 53,2
48,3
210% 180%
2,6% 2,9% 3,0% 3,1% 0,7% 2,7% 51,8 58,8 140% 150 %
teilen befreiten Methylpolysiloxans werden verschiedene Mengen Kieselsäureaerogel und 1,65 Teile Benzoylperoxyd gemischt.
Analog wie im Beispiel 1 wird die durch die erfindungsgemäße Behandlung erzielte Verbesserung der Eigen-r schäften des umwandelbaren Organopolysiolxans durch folgende Vergleichsversuche gezeigt: Eine Kontrollprobe wird mit einem nicht von den flüchtigen Methylpolysiloxanen befreiten umwandelbaren Methylpolysiloxan hergestellt, das auch nicht mit Triphenylphosphat neutralisiert worden ist. Aus Tabelle II ist die Zusammensetzung der verschiedenen Ansätze (Gewichtsmengen des umwandelbaren Methylpolysiloxans, kurz als Polymeres bezeichnet, und des Kieselsäureaerogelfüllstoffes) zu ersehen. In den Ansätzen 1, 2 und 3 ist ein nicht von flüchtigen Bestandteilen befreites Polymeres, in den Ansätzen 4, 5 und 6 ein von den flüchtigen Bestandteilen befreites Polymeres verwendet worden. Alle Proben werden bei Zimmertemperatur etwa einen Tag gealtert und dann, wie im Beispiel 1, 15 Minuten bei 150° C unter einem Druck von 35-kg/cm2 verpreßt. Danach werden die Proben während der in der Tabelle angegebenen Zeiten wärmegealtert und dabei die angegebenen Ergebnisse erzielt.
Tabelle II
Probe Nr. 3 4
Teile Polymeres
Teile Kieselsäureaerogel
Alterung
1 Stunde/150" C
Zugfestigkeit, kg/cm2
Bruchdehnung, %
24 Stunden/2500 C
Zugfestigkeit, kg/cm2
Bruchdehnung, %
72 Stunden/2500 C
Zugfestigkeit, kg/cm2
Bruchdehnung, %
100
40
55,6
420
36,5
350
42,4
135
100
45
53,1
360
42,6
380
45,6
285
100
50
45,6
310
36,3
230
43,8
240
100
40
66,2 360
56,1 310
52,6 255
100 45
66,8 330
56,8 290
49,6 225
100 50
66,5 330
59,4 270
58,7 230

Claims (6)

Die durch das erfindungsgemäße Verfahren erzielte Verbesserung der Eigenschaften der umwandelbaren Organopolysiloxanc ist ferner aus folgenden weiteren Vcrglcichsversuchen ersichtlich: Es werden die gleichen unwandelbaren Methylpolysiloxane, wie sie im Beispiel 2 beschrieben sind, und die einmal noch flüchtige Bestandteile enthalten und zum anderen erfindungsgemäß von den flüchtigen Bestandteilen befreit worden sind, verwendet. Aus diesen umwandelbaren Methylpolysiloxanen werden Ansätze hergestellt, die 100 Teile des Polymeren, 40 Teile Kiesclsäurcaerogel und 1,65 Teile Benzoylperoxyd enthalten. Von jedem dieser Ansätze werden gemäß der Angaben im Beispiel 2 flache Platten gepreßt, die verschieden lange Zeiten bei 250° C wärmegealtert werden. Während der Wärmealterung werden periodisch Prüfungen auf Zugfestigkeit und Bruchdehnung an jeder Probe vorgenommen. Bei Probe Nr. 7 wird ein nicht von den flüchtigen Bestandteilen befreites umwandelbares Methylpolysiloxan und bei Probe Nr. 8 ein von den flüchtigen Bestandteilen befreites Polymeres verwendet, ίο In Tabelle III sind die Ergebnisse der nach verschiedener Wärmealterung erhaltenen Prüfergebnisse niedergelegt. Tabelle III Probe Nr. 7 Zugfestigkeit, kg/cm2 Bruchdehnung, % Probe Nr. 8 Zugfestigkeit, kg/cm2 Bruchdehnung °/o 2Stunden bei 25O0C3456140,9 32039,6 30041,3 30042,8 32044,8 35039,6 33558,2 32045,2 27054,9 30060,8 32553,1 28059,6 350 Aus Tabelle III geht hervor, daß die Fertigkeitseigenschaften der gehärteten Produkte besser sind, wenn ein von den flüchtigen Bestandteilen befreites Organopolysiloxan verwendet wurde, als wenn von einem nicht von den flüchtigen Bestandteilen befreiten Polymeren ausgegangen wurde. Die Unterschiede in der Bruchdehnung zwischen den Proben Nr. 7 und 8 sind nur gering. Die gemäß der Erfindung in ihren Eigenschaften verbesserten wärmeumwandclbaren Organopolysiloxane sind vielfältiger Anwendungen fähig, bei denen es darauf ankommt, daß aus ihnen hergestellte gehärtete Formkörper ihre Abmessungen beibehalten. So lassen sich z. B. Dichtungen mit geringen Toleranzen pressen, die, wenn unter Verwendung nicht gemäß vorliegender Erfindung verbesserter, zu Elastomeren härtbarer Organopolysiloxanc hergestellt, nach dem Entfernen aus der Form und bei späterem Gebrauch beträchtliche Schrumpfung und in Folge Verdampfung flüchtiger Bestandteile einen beträchtlichen Substanzverlust aufweisen. Die von flüchtigen Bestandteilen befreiten Organopolysiloxane können auch zu Isolationen für elektrische Leiter und zu Rohren, beispielsweise durch Strangpressen, verarbeitet werden, wobei die Dicke ohne besondere Vorsichtsmaßnahmen innerhalb enger Grenzen gehalten werden kann. Durch die Abwesenheit der flüchtigen Bestandteile im umgewandelten Produkt werden alle durch die flüchtigen Bestandteile bewirkten schädlichen Einflüsse wesentlich zurückgedrängt. Auch die bleibende Verformung läßt sich durch Anwendung unwandelbarer Organopolysiloxane, die höchstens 2 Gewichtsprozent flüchtiger niedermolekularer, unter 250° C siedender Produkte in Verbindung mit entsprechenden Zusatzmitteln enthalten, gegenüber den Produkten herabsetzen, aus denen die flüchtigen Bestandteile nicht entfernt wurden. Die erfindungsgemäß von flüchtigen Bestandteilen befreiten umwandclbaren Organopolysiloxane lassen sich außerdem aber leichter in kürzeren Zeiten mit fcinteiligen Füllstoffen, insbesondere fcintciligcii Kicselsäurefüllstoffen, vermischen als die umwandclbaren Organopoiysüoxane, aus denen die flüchtigen Bestandteile nicht entfernt wurden. So werden beispielsweise bei Anwendung eines von flüchtigen Bestandteilen befreiten umwandelbaren Methylpolysiloxans mit feintciliger Kieselsäure, insbesondere aus der Dampfphase abgeschiedener Kieselsäure, zur Erzielung eines homogenen Fells auf der Mischwalze nach Zusatz des 44,8 330 57,4 280 as Füllstoffes nur 10 bis 20°/0 der Zeit benötigt, die notwendig ist, um ein homogenes Fell unter Anwendung umwandelbarer Methylpolysiloxane herzustellen, aus denen die flüchtigen Bestandteile nicht entfernt wurden. g0 Patentansprüche:
1. Verfahren zur Verbesserung der Eigenschaften von hochmolekularen, in Elastomere umwandelbaren Organopolysiloxanen mit einer Viskosität von 500 000 bis etwa 20 000 00OcP bei Zimmertemperatur, die durch Kondensation von niedermolekularen Organopolysiloxanen mit im Mittel 1,98 bis 2,01 organischen Gruppen pro Siliciumatom erhalten wurden und gegebenenfalls Füllstoffe enthalten, der daraus in üblicher Weise hergestellten Formkörper und der durch Härtung auf bekannte Weise erhaltenen elastischen Produkte, dadurch gekennzeichnet, daß aus den hochmolekularen umwandelbaren Organopolysiloxanen vor der Härtung die niedermolekularen, flüchtigen, unter 250° C/760 mm Hg siedenden Organopolysiloxane bis auf weniger als 2°/0. bezogen auf das Gewicht des umwandelbaren hochmolekularen Organopolysiloxans, entfernt werden.
2. Abänderung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die hochmolekularen Organopolysiloxane vor dem Entfernen der niedrigsiedenden Bestandteile neutralisiert werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die niedrigsiedenden Bestandteile aus dem hochmolekularen Organopolysiloxan durch Erwärmen auf 100 bis 300° C entfernt werden.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die niedrigsiedenden Bestandteile im Vakuum entfernt werden.
5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die niedrigsiedenden Bestandteile aus dem hochmolekularen Organopolysiloxan durch ein selektives Lösungsmittel, das die hochmolekularen Bestandteile nicht löst, herausgelöst werden.
6. Verfahren nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß als hochmolekulares Organopolysiloxan ein Kondensationsprodukt des Octamethylcyclotetrasiloxans verwendet wird.
70
In Betracht gezogene Druckschriften:
USA.-Patentschriften Nr. 2 546 036, 2 426 912.
© 909 637/438 9·. 59>
DENDAT1066749D Verfahren zur Verbesserung der Eigenschaften von in Elastomere umwandelbaren hochmolekularen Organopolysiloxanen Pending DE1066749B (de)

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DE (1) DE1066749B (de)

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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