DE1066550B - Verfahren zur Herstellung abriebfester, aus »/-Tonerde bestehender Katalysatorträger - Google Patents
Verfahren zur Herstellung abriebfester, aus »/-Tonerde bestehender KatalysatorträgerInfo
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
PATENTAMT
KL.I2g
INTERNAT. KL. BOIj
E 11608 IVa /12 g
ANMELDETAG: 29. NOVEMBER 1955
BEKANNTMACHUNG
DER ANMELDUNG
UND AUSGABE DER
AUSLEGESCHRIFT:
8. O KTO BER 1959
Für die Hydroformierung von im Motorbenzinoder Schwerbenzinbercich siedenden Kohlenwasserstofffraktionen
eignen sich als Katalysatoren besonders solche, die durch Niederschlagen wirksamer
katalytischer Bestandteile, wie Molybdänoxyd, Chromoxyd usw., oder von Metallen der Platingruppe,
besonders Platin selbst, auf einem Träger hergestellt sind, der vorzugsweise aus Aluminiumoxyd
besteht. Hierbei spielt die Herstellungsweise der Katalysatoren und insbesondere der Träger eine
große Rolle, wobei sich als Träger besonders ij-Tonerde
bewährt.
jf-Tonerde von der erforderlichen hohen Reinheit
und guten Eignung als Katalysatorträger kann man bekanntlich durch vorsichtiges Glühen von ^-Tonerdetrihydrat
herstellen, wobei es besonders günstig ist, wenn dieses Trihydrat in bekannter Weise aus
Aluminiumalkoholaten durch1 Hydrolyse hergestellt wird, z. B. in · Wasser bei Zimmertemperatur, und
man den erhaltenen Schlamm über 40 Stunden bei derselben Temperatur altern läßt.
Eine solche aus ß-Tonerdetrihydrat erhaltene ^-Tonerde ist zwar ein ausgezeichneter Träger für
Platin-Hydroformierungskatalysatoren, jedoch hat es sich bei der Entwicklung der neuen Wirbelschicht-Hydroformierungsverfahren
gezeigt, daß diese Katalysatoren auf der Grundlage von Tonerdeträgern für diese Verfahren noch zu weich und zerbrechlich sind,
so daß sie in sehr kurzer Zeit zu Pulver verrieben werden.· Hierdurch kommt es zu Verstopfungen in
Leitungen, Verlusten an feinstpulverigen Anteilen durch mechanische Wegführung und dadurch zur
Verschlechterung der katalytischen Wirksamkeit.
Auch die Herstellung sehr reiner ?;-Tonerde aus einem Tonerdehydrosol ist bereits bekanntgeworden,
das aus Alkoholaten, hergestellt ist, nämlich durch Hydrolyse solchen Aluminiumalkoholats in verdünnter
Essigsäure (0,5 bis 5%, berechnet auf Al2O8).
Durch Trocknung eines solchen Hydrosols in geschlossenen Trockenkammern oder durch Sprühtrocknung
bei ungefähr 100 bis 140° C erhält man ein ziemlich reines a-Tonerdemonohydrat, aus dem durch
1 bis 6 Stunden langes Glühen bei etwa 480 bis 7050C eine sehr reine ^-Tonerde entsteht.
Aus der deutschen Patentschrift 858 840 ist ferner bereits bekanntgeworden, /5-Tonerdetrihydrat (auch
als Bayerit bezeichnet). zusammen mit a-Tonerdemonohydrat
(auch als Böhmit bezeichnet) als Katalysator zu verwenden, wobei diese beiden Modifikationen
entweder in einem Herstellungsgang gemeinsam erzeugt und in entsprechender Weise aufbereitet werden,
oder wobei man beide zunächst gesondert herstellt und dann in bestimmter Weise vereinigt. Das
Trihydrat war bei diesen Verfahren durch Fällung Verfahren zur Herstellung abriebfester,
aus q-Tonerde bestehender
Katalysatorträger
Anmelder:
Esso Research and Engineering Company, Elizabeth, N.J. (V.St.A.)
Vertreter: Dr. W. Beil, Rechtsanwalt, Frankfurt/M.-Höchst, Antoniterstr. 36
Beanspruchte Priorität: V. St. v. Amerika vom 1. Dezember 1954
aus Aluminiumsalz- oder Aluminatlösungen hergestellt worden. Die auf diese Weise hergestellten Träger
sind zwar mechanisch etwas fester als die oben beschriebenen Träger aus ^-Tonerde, doch reicht ihre
Abriebfestigkeit noch nicht aus, um sie für ein Wirbelschichtverfahren brauchbar zu machen. Auch hat
es sich gezeigt, daß die katalytische Wirksamkeit gerade bei dem a-Tonerdehydrat und den daraus hergestellten
Katalysator trägem und -trägergemischen
durchaus nicht immer ausreicht. Stumpf (Thermal Transformations of Aluminas and Alumina Hydrates;
Industrial and Engineering Chemistry, 1950, Bd. 42, Nr. 7, S. 1401) sagt über die Entwäßrung von α-Τοη-erdemonohydrat
ausdrücklich, daß dabei je nach der Herstellung des Monohydrats sehr verschiedene Produkte
entstehen können, nämlich unter anderem auch y-Tonerde statt 77-Tonerde. Tatsächlich hat es sich
auch gezeigt, daß vielfach die katalytische Wirksamkeit von aus α-Tonerdemonohydrat durch Glühen hergestellten
Tonerdeträgern weniger gut ist als diejenige anderer Katalysatoren auf der Grundlage von
77-Tonerde.
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung abriebfester, aus ly-Tonerde bestehender
Katalysatorträger durch Hydrolyse eines Aluminiumalkoholats, Alterung des entstandenen Gels bis
zur Umwandlung in /5-Tonerdetrihydrat, Trocknung und Erhitzung auf 480 bis 705° C, und ist dadurch
gekennzeichnet, daß man das ^-Tonerdetrihydrat vor dem Trocknen mit einem Tonerdehydrosol derart auf-
schlämmt, daß die Aufschlämmung einen Fcslstoffgehalt
von etwa 3 bis 10 Gewichtsprozent aufweist, wobei mindestens 40% der Feststoffe aus ^-Tonerdetrihydrat
bestehen. Es hat sich gezeigt, daß durch diese besondere Art der' 'Herstellung sowohl katalytisch
äußerst wirksame wie auch mechanisch für das Wirbelschichtverfahren hinreichend feste Katalysatorträger
erhalten werden. Dies war bei der an sich bekannten Herstellung des '^-Toncrdctrihydrats durch
Hydrolyse von Aluminiumalkoholaten ebensowenig möglich wie bei der Toner.deträgerherstellung durch
Vermischen von Tonerdesol mit in anderer Weise hergestelltem ^-Tonerdctrihydrat.
Besonders zweckmäßig is_t_es, daß man die Hydrolyse
des Aluminiumalkoholate hierbei mit einer 0,5-bis lO°/oigen Ammoniaklösung ausführt, die in einer
Menge von 1 bis 8 Raumtcilen je Raumteil Alkoholatlösung zugegeben wird, und daß man ein solches Toncrdchydrosol
verwendet, das ebenfalls aus Aluminiumalkoholat gewonnen worden ist. Zum Beispiel kann
das Toncrdchydrosol dadurch erhalten werden, daß man das Aluminiumalkoholat mit Wasser, das 0,5 bis
5% Essigsäure, berechnet adf das Al2O3, enthält, bei
Temperaturen von ungefähr 21 bis 100° C hydrolysiert. Das Toncrdehydrosol sollte ungefähr 2 bis 6 Gewichtsprozent
feste Bestandteile enthalten.
Das /J-Toncrdetrihydrat kann mit dem Toncrdehydrosol
auf sehr verschiedene Weise vermischt werden. Die einfachste Art ist, den bei der Hydrolyse des
Aluminiumalkoholate anfallenden wäßrigen Schlamm des jö-Toncrdctrihydrats mit dem Tonerdehydrosol zu
vermischen. Gegebenenfalls kann man (etwa wenn es darauf ankommt, den Gehalt an Trockensubstanz in
einem bestimmten Bereich zu halten) den Schlamm durch teilweise Filtration oder Zentrifugieren eindicken
oder das ^-Tonerdetrihydrat von dem Schlamm abtrennen und in einem Trockenschrank trocknen.
Jedoch können sich, wenn man das ^-Tonerdetrihydrat in einem solchen Schrank trocknet, gewisse Schwierigkeiten
bei seiner Wiederbenetzung mit dem Toncrdchydrosol ergeben.
Die Menge der in Form von /5-Tonerdetrihydrat
vorliegenden Tonerde, die mit derjenigen in Form von Tonerdehydrosol vermischt wird, kann bis ungefähr
90%, vorzugsweise ungefähr 50 bis 75%, der Gesamttonerde in dem Gemisch ausmachen.
Der Trockensubstanzgehalt des /?-Tonerdetrihydratschlamms
und/oder des Toncrdehydrosols muß so eingestellt werden, daß der erzeugte gemischte Schlamm
einen Gehalt an festen Bestandteilen von ungefähr 3 bis 10 Gewichtsprozent ergibt. Der gemischte
Schlamm mit diesem Gehalt an festen Bestandteilen wird dann am besten in einem beliebigen Zerstäubungstrockner
üblicher Art getrocknet. Das durch Versprühen getrockene Produkt besteht hauptsächlich
aus Mikrokügelchcn von ungefähr 20 bis 80 μ Durchmesser. Das Produkt ist nach dem Glühen ziemlich
abriebfest, so daß daraus hergestellte Katalysatoren gut für katalytische Wirbelschichtverfahren
geeignet sind.
Gegebenenfalls kann man dem Gemisch noch kleine Mengen Kicsclsol, Zirkoncrde, Kaliumoxyd oder
-hydroxyd, Magnesia und/oder Calciumoxyd zufügen, die das Tonerdeprodukt stabilisieren und seine Wirksamkeit
erhöhen.
Das entstehende Tonerdeprodukt ist als Träger für katalytisch wirksame Zusätze, wie Molybdänoxyd,
Chromoxyd, Kobaltmolybdat, Nickelwolframsulfid u. dgl., und besonders für Platin und andere Metalle
der Platingruppe geeignet. Diese katalytisch wirksamen Bestandteile können auf irgendeine übliche Art
einverleibt werden. Äußerst wirksame und selektive Hydroformingkatalysatorcn erhält man z. B. durch
Imprägnieren der Tonerde mit einer Lösung von Platinchlorwasserstoffsäure, Trocknen und Glühen.
Die Menge der zugefügten wirksamen Zusätze kann in weiten Grenzen schwanken. Zum Beispiel kann man
mit Vorteil 5 bis 15 Gewichtsprozent Molybdänoxyd oder 10. bis 40 Gewichtsprozent Chromoxyd einvcrleiben.
Bei den Metallen der Platingruppe ist die Menge des zuzufügenden katalytisch wirksamen
Metalls viel kleiner; sie kann bei Platin von ungefähr 0,01 bis 1,0% oder mehr, und bei Palladium von
0,05 bis 5,0% schwanken.
Die folgenden Beispiele sollen die Erfindung noch näher erläutern.
Man stellt aus 24,5 kg Aluminiumspänen und 470 1 eines Gemisches aus gleichen Raumteilen gemischter
Amylalkohole und Erdölschwerbenzin (Siedebereich 90 bis 150° C) unter Zusatz von 2,8 Quecksilberchlorid
als Katalysator in bekannter Weise eine AIuminiumamylatlösung
her, die mit 1500 1 etwa 18° C warmem Wasser unter schnellem Rühren hydrolysiert
wird, und läßt dann die Tonerdeaufschlämmung stehen, wobei sie sich in eine obere Schicht aus Amylalkohol
und Benzin und eine untere Schicht aus wäßrigem Tonerdeschlamm trennt. Die letztere läßt man
ungefähr 120 Stunden bei Zimmertemperatur stehen und trocknet dann bei 120° C im Trockenschrank bis
zu einem Trockensubstanzgehalt von 5,78%.
Ein zweiter Ansatz derselben Aluminiumamylatlösung wird dann mit einer Lösung von 15,1 1 Essigsäure
in 15001 Wasser bei ungefähr 27° C hydrolysiert. Man läßt das Gemisch sich in Schichten trennen
und entfernt den wiedergewonnenen Alkohol und die Kohlenwasserstoffe durch Einblasen von Dampf. Das
erhaltene Tonerdehydrosol enthält 3,15 Al2O3.
Nun gibt man in ein großes Mischgefäß 350 1 des zuletzt erwähnten Tonerdehydrosols und darauf unter
Rühren 190 1 des Trihydratschlamms mit 5,78% Trockensubstanzgehalt, bei einer Zugabcgeschwindigkeit
des letzteren von ungefähr 19 1 in der Minute.
Durch Trocknung des entstehenden Gemisches erhielt man ein Produkt, das theoretisch aus 55% /?-Trihydrat
und 45% a-Monohydrat bestehen sollte. Es wurde durch Zerstäubung getrocknet; die Röntgcnuntersuchung
des erhaltenen Trockenprodukts ergab ungefähr 50% /S-Trihydrat und 50% a-Monohydrat.
Man sieht also, daß nur sehr kleine Änderungen in den hydratisieren Formen beim Mischen ihrer beiden
Schlämme auftraten. Durch 6stündiges Glühen bei 650° C erhielt man »7-Toncrde. Das so erhaltene Produkt
wird in der Tabelle mit C bezeichnet, während eine Probe des obenerwähnten /S-Tonerdetrihydratschlamms
nach Trocknung und ostündigem Glühen bei 650° C in derselben Tabelle unter der Bezeichnung
A erwähnt ist und eine Probe des obenerwähnten Hydrosols nach Trocknung bei 120° C und
Glühen bei 650° C die Bezeichnung B in der Tabelle hat.
1901 des jff-Tonerdetrihydratschlamms nach Beispiel
1 wurden in flache Schalen gebracht und 16 Stunden lang bei 120° C im Trockenschrank getrocknet.
Das in den Schalen getrocknete Produkt wurde so weit zerkleinert, daß es durch ein Sieb von
6400 Maschen/cm2 hindurchging. Nach nochmaligem
Durchgang durch dasselbe Sieb ließ man das Trihydrat sich in einem Gefäß absetzen, das 3501 des
nach Beispiel 1 hergestellten Tonerdehydrosols enthielt. Dieses Tonerdehydrosol (3,15% Trockensubstanz)
wird mit einem Elektrorührer schnell gerührt, so daß das feinpulverige Tonerdetrihydratpulver
schnell in. das Hydrosol hineingebracht wird und sich nicht auf der Oberfläche des Tonerdehydrosols
zusammenballen kann. Die theoretische Zusammensetzung der gesamten aus dem Gemisch abgeschiedenen
Feststoffe beträgt 55% ß-Trihydrat und 45% ct-Monohydrat. Nach weiterem, 30 Minuten
langem Umrühren wurde das Gemisch durch Zerstäubung getrocknet. Die Röntgenuntersuchung des
trocknen Produkts ergab ungefähr 75% )5-Trihydrat und 25% a-Monohydrat. Bei ostündigem Glühen bei
650° C erhielt man ^-Tonerde. Dieses geglühte Produkt
wird in der Tabelle mit D bezeichnet.
Proben der Produkte A, B, C und D werden nach ostündigem Glühen bei 650° C untersucht, um ihre
Abriebfestigkeit durch unmittelbaren Vergleich der Abriebgeschwindigkeiten verschiedener Stoffe miteinander
zu bestimmen. Die Abriebgeschwindigkeit ist ein Maß für die Neigung der Teilchen eines Systems
aufgewirbelter fester Teilchen, beim Gebrauch in kleinere Teilchen zu zerfallen. Ein Prüfgerät zum Messen
der Abriebgeschwindigkeit umfaßt im wesentlichen eine Absetzkammer, die aus einem senkrechten Zylinder
mit konischen Enden besteht, der sich oben zu einem Staubsammelfilter erweitert, und an dessen
Boden zur Einführung von Luft eine Düse von 1,8 mm Durchmesser angebracht ist. Der zylindrische
Teil hat 23 cm im Durchmesser und ist 17 cm hoch; der
ίο obere konische Teil ist 17 cm lang, der untere 41,4 cm.
Eine 15-g-Probe des aufzuwirbelnden festen Körpers, der geprüft werden soll, wird in die Vorrichtung
gebracht und einem Luftstrahl, dessen Strömungsgeschwindigkeit 211 Luft in der Minute entspricht,
5 Stunden lang ausgesetzt. Das dabei entstehende feine Pulver wird in dem Staubsammelfilter gesammelt
und alle Stunden gewogen. Die Abriebgeschwindigkeit ist die durchschnittlich in der Stunde aufgefangene
Pulvermenge, die nach 2 bis 5 Stunden ge-
ao sammelt wurde, ausgedrückt in Gewichtsprozent der ursprünglichen Probe. Die nachstehende Tabelle gibt
die Hydratzusammensetzung der durch Zerstäubung getrockneten Produkte sowie die Kristallform und die
Abriebgeschwindigkeiten der geglühten Produkte an.
Produkt
Durch Zerstäubung getrocknet °/o /J-Al2 O3 · 3 H2 O °/o a-Al2 O3 · H2
6 Stunden erhitzt bei 65O0C
Abriebgeschwindigkeit
%>/Stunde
Kristallform
Katalysatorwirksamkeit
A
B
C
D
B
C
D
100
<5
<5
50
75
75
>95 50 25 >60
5,9
6,3
8,4
5,9
6,3
8,4
V
vorwiegend η
vorwiegend η
sehr gut
gering
sehr gut
sehr gut
gering
sehr gut
sehr gut
Diese Daten zeigen, daß solche reine ^-Tonerde, die aus wäßrigen Tonerdeschlämmen herstammt und reich
an der /S-Trihydratform ist, gegen Abrieb widerstandsfähig gemacht werden kann, indem man sie
nach vorliegender Erfindung mit einem Tonerdehydrosol aufschlämmt, dann trocknet und glüht.
Claims (2)
1. Verfahren zur Herstellung abriebfester, aus ij-Tonerde bestehender Katalysatorträger durch
Hydrolyse eines Aluminiumalkoholate, Alterung 3'es entstandenen Gels bis zur Umwandlung in
/S-Tonerdetrihydrat, Trocknen und Erhitzen auf 480 bis 705° C, dadurch gekennzeichnet, -daß man
das /9-Tonerdetrfhydrat vor dem Trocknen mit
einem Tonerdehydrosol aufschlämmt, so daß die Aufschlämmung einen Feststoffgehalt von 3 bis
10 Gewichtsprozent aufweist, wobei mindestens 40% der Feststoffe aus jff-Tonerdetrihydrat bestehen.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man die Hydrolyse des Aluminiumalkoholats
mit einer 0,5- bis 10%igen Ammoniaklösung, die in einer Menge von 1 bis 8 Raumteilen
je Raumteil Alkoholatlösung angewandt wird, vornimmt und daß man ein Tonerdehydrosol verwendet,
das ebenfalls aus Aluminiumalkoholat gewonnen worden ist.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 820 893, 858 840;
Gmelins Handbuch der anorganischen Chemie, 8. Auflage, System-Nr. 35, Aluminium, Teil B, S. 107,
127;
Industrial and Engineering Chemistry, 42. Jahrgang, 1950, S. 1398, 1401, 1403;
Comptes Rendus hebdomadaires des Seances de l'Academie de Sciences, Bd. 238, 1954, S. 98, 99.
© 909 637/389 9.59
Applications Claiming Priority (1)
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- 1955-11-11 GB GB32270/55A patent/GB784188A/en not_active Expired
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