DE1066294B - Vierpol-Netzwerk zur Verbindung der Ausgangselektroden einer Verstärkerröhre mit den Eimgangselektroden der nachfolgenden Verstärkerröhre - Google Patents
Vierpol-Netzwerk zur Verbindung der Ausgangselektroden einer Verstärkerröhre mit den Eimgangselektroden der nachfolgenden VerstärkerröhreInfo
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- H03H—IMPEDANCE NETWORKS, e.g. RESONANT CIRCUITS; RESONATORS
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Description
DEUTSCHES
In vielen Fällen sind dem Entwurf mehrstufiger Verstärker durch die Eingangs- und Ausgangskapazitäten
der Verstärkerröhren Bindungen auferlegt, die der Verwirklichung der vom Verstärker geforderten
Übertragungseigenschaften entgegenstehen.
Es ist bekannt, den ungünstigen Einfluß, den bei der Kopplung zweier Verstärkerröhnen die Anoden-Kathoden-Kapazität
der ersten Verstärkerröhre und die Gitter-Kathoden-Kapazität der nachfolgenden Verstärkerröhre
sowie die Schaltkapazitäten auf die Höhe des Produktes aus Bandbreite und Stufenverstärkung
bzw. auf die Realisierbarkeit gewisser, beispielsweise für die Entzerrung des Frequenzganges von Übertragungskanälen
bedeutsamer Verstärkercharakteristiken ausüben, durch Anwendung von Vierpolen als Verbindungsglieder
zwischen den einzelnen Verstärkerröhren herabzusetzen. Während bei Verstärkerröhren-Kopplungsgliedern
in Form von Zweipolen zur Anoden-Kathoden-Kapazität der ersten Röhre die Gitter-Kathoden-Kapazität
der zweiten Verstärkerröhre sowie die gesamte Schaltkapazität additiv hinzutritt,
bringen Vierpol-Kopplungsnetzwerke die Möglichkeit mit sich, eine solche additive Vereinigung jener Kapazitätswerte
durch die Aufteilung der Ausgangskapazität der ersten Röhre, der Eingangskapazität
der zweiten Röhre sowie der Schaltkapazität auf verschiedene Querzweige des Kopplungsvierpols zu umgehen.
Wenn ein Verstärker ein breites Frequenzband übertragen soll, das bei sehr niedrigen Frequenzen
beginnt und sich bis zu hohen Frequenzen erstreckt, so läßt sich bekanntlich im einfachsten Fall die Trennung
der Ausgangskapazität der einen Verstärkerröhre und der Schaltkapazität im Bereich dieser
Röhre von der Eingangskapazität der nachfolgenden Röhre und der dieser Röhre zuzuzählenden Schaltkapazität
mit einem cr-Grundkettenglied als Kopplungsnetzwerk zwischen den beiden betrachteten Verstärkerröhren
durchführen, das als Querzweige Kapazitäten und als Längszweige eine Induktivität
aufweist.
Weitere Fortschritte waren im Bau von Breitbandverstärkern durch den Gedanken erzielbar, Kopplungsnetzwerke
aus der Kettenschaltung mehrerer passend bemessener Glieder unter Zwischenfügung
eines nichtreziproken Vierpols aufzubauen, den nichtreziproken Vierpol durch eine mit einem Gegenkopplungskanal
versehene Röhre zu realisieren und die auf diese Weise entstehende Vierpol-Kettenschaltung unbeschadet
der Einfügung einer Röhre als eine Einheit zu betrachten.
Bei der Errechnung von Kopplungsnetzwerken ist es üblich, die vom Ausgangskreis der ersten Röhre
herrührende Kapazität und die durch den Eingangskreis der zweiten Röhre in Erscheinung tretende Ka-Vierpol-Netzwerk
zur Verbindung der Ausgangselektroden
zur Verbindung der Ausgangselektroden
einer Verstärkerröhre
mit den Eingangselektroden
der nachfolgenden Verstärkerröhre
Anmelder:
N.V. Philips' Gloeilampenfabrieken,
Eindhoven (Niederlande)
Eindhoven (Niederlande)
Vertreter: Dipl.-Ing. K. Lengner, Patentanwalt,
Hamburg 1, Möndcebergstr. 7
Hamburg 1, Möndcebergstr. 7
Beanspruchte Priorität:
Niederlande vom 1. März 1951
Niederlande vom 1. März 1951
Bernardus Dominicus Hubertus Teilegen
und Willem Nijenhuis, Eindhoven (Niederlande),
sind als Erfinder genannt worden
pazität als Bestandteile des Kopplungsnetzwerkes zu behandeln. Es ergibt sich dann ein Netzwerk, wie es
Fig. 1 der Zeichnungen veranschaulicht. Diejenigen Schaltelemente, welche das Kopplungsnetzwerk vor
Einfügung zwischen zwei in Fig. 2 mit den Bezugszeichen 5 und 6 versehene Verstärkerröhren aufzuweisen
hat, sind in Fig. 1 und 2 durch den Block 3 angedeutet. Die Kapazität C1 setzt sich aus der Anoden-Kathoden-Kapazität
der ersten Röhre sowie aus Schaltkapazitäten zusammen, die Kapazität C2 geht
auf die Gitter-Kathoden-Kapazität der zweiten Röhre sowie auf Schaltkapazitäten zurück, die dieser Röhre
zuzurechnen sind.
Unter der Voraussetzung, daß der Innenwiderstand der dem Kopplungsnetzwerk vorangehenden Röhre
hoch ist im Vergleich zum Eingangswiderstand des Kopplungsnetzwerkes oder, anders ausgedrückt, sofern
die erste Röhre anodenseitig als von der Belastung unabhängige Wechselstromquelle wirksam ist,
läßt sich unter Heranziehung jener Betrachtungsweise, welche die oben an Hand der Fig. 1 und 2 definierten
Kapazitäten C1 und C2 als Bestandteile des
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Kopplungsnetzwerkes auffaßt, das Verhältnis der Spannung am Steuergitter der anodenseitig mit
dem Eingang des Kopplungsnetzwerkes verbundenen Röhre 5 zur Spannung am Steuergitter der an den
Ausgang des Kopplungsnetzwerkes angeschlossenen Verstärkerröhre 6 durch die Größe Z21 der Matrix der
Leerlaufimpedanzen des sich gemäß den Fig. 1 und 2 zwischen den Klemmenpaaren 1-1'und 2-2' erstreckenden
Vierpols erschöpfend beschreiben. Der Matrix der Leerlaufimpedanzen eines Vierpols liegt bekanntlich
das Gleichungssystem
V — 7 T 4- 7 T
K1- ^11J1 ~r z,12j 2
F2 = Z21Z1+ Z22Z2
(1)
zugrunde. Hierin treten, in Übereinstimmung mit den Spannungen und Strömen, die in Fig. 1 für den Vierpol
mit dem Eingangsklemmenpaar 1-1' und dem Ausgangsklemmenpaar 2-2' entsprechend der sogenannten
symmetrischen Vorzeichenregel eingetragen sind, V1
und V2 als Vierpol-Eingangs- bzw. -Ausgangsspannung
in Erscheinung, während mit Z1 und Z2 die Vierpol-Eingangs-
bzw. -Ausgangsströme bezeichnet sind. Am Klemmenpaar 1-1' kommt die Eingangsimpedanz
Z11 bei unbeschaltetem Klemmenpaar 2-2' zustande,
am Klemmenpaar 2-2' ist die Ausgangsimpedanz Z22 bei leer laufendem Klemmenpaar 1-1' meßbar,
die Größen Z12 und Z21 verknüpfen Ströme und Spannungen
der Klemmenpaare 1-1' und 2-2' miteinander und werden daher vielfach »gegenseitige Leerlaufimpedanzen«
genannt. Bei Verstärkerröhren verbindenden Kopplungsvierpolen ist es sinnvoll, Z21 als
»Übertragungsimpedanz« und Z12 als »Rückwirkungsimpedanz« zu bezeichnen.
Solange zum Aufbau von Kopplungsnetzwerken der durch die Fig. 1 und 2 skizzierten Art ausschließlich
die klassischen passiven Schaltelemente — Wirkwiderstände, Spulen, Kondensatoren, Übertrager — dienen,
ist für die Matrix der Leerlauf impedanzen die Gleichheit von Z12 und Z21 stets gegeben. Für Kopplungsnetzwerke, die neben den klassischen Schaltelementen
einen nichtreziproken Vierpol enthalten, ist dagegen die Ungleichheit von Z12 und Z21 charakteristisch.
Aus der Literatur geht bereits hervor, daß durch die Heranziehung von nichtreziproken Vierpolen zur
Bildung von Kopplungsnetzwerken Übertragungseigenschaften erreichbar sind, die sich mit Kopplungsvierpolen, bei welchen ausschließlich die klassischen
passiven Schaltelemente Verwendung finden, nicht verwirklichen lassen. Es sind jedoch bisher nicht die
Bedingungen bekanntgeworden, die im Zuge eines nach den Grundsätzen der Netzwerksynthese durchzuführenden
Entwurfes erfüllt sein müssen, damit bei einem Kopplungsnetzwerk, das neben den Kapazitäten
C1 und C, einen nichtreziproken Vierpol und gegebenenfalls noch weitere klassische passive Schaltelemente
enthält und dessen Übertragungsimpedanz Z21 hinsichtlich ihres Frequenzganges einer vorgeschriebenen
Funktion zu genügen hat, die größtmöglichen Werte für die Kapazitäten C1 und C2 bei einem bestimmten
Quotienten CJC2 sich ergeben. Die Kenntnis
der höchstzulässigen Werte für die Kapazitäten C1 und C2 ermöglicht den Vergleich dieser Kapazitätswerte mit den Kapazitätswerten für C1 und C2, die
jeweils als Summe aus der Röhrenkapazität, der Schaltkapazität und jener Kapazität veranschlagt sind,
die aus Gründen besserer Reproduzierbarkeit der gesamten Schaltungsanordnung in Form von Kondensatoren
der Röhrenkapazität und der Schaltkapazität hinzugefügt werden soll. Bleiben diese für die Kapazitäten
C1 und C2 getrennt zu bildenden Summen
unterhalb der ermittelten höchstzulässigen Werte für die Kapazitäten C1 und C2, so liefern die Quotienten
aus diesen Summen und den höchstzulässigen Werten eine Konstante kleiner Eins, mit welcher bzw. mit
deren Reziprokwert die zunächst auf Grund der vorgeschriebenen Funktion für die Übertragungsimpedanz
Z21 mit den Hilfsmitteln der Netzwerksynthese gefundenen Werte für die einzelnen Schaltelemente
des Kopplungsnetzwerkes zu multiplizieren sind. Des weiteren besteht durch die Einführung des Gyrators
in die Theorie der passiven linearen Schaltungen Veranlassung, die Voraussetzungen zu untersuchen, unter
welchen in einem Kopplungsnetzwerk, das einen nichtreziproken Vierpol enthalten soll, dieser nichtreziproke
Vierpol gegebenenfalls zusammen mit anderen Schaltelementen durch einen Gyrator realisierbar ist.
Die Lösung der vorstehend umrissenen Aufgabe führt die Erfindung herbei, die sich auf Netzwerke
bezieht, welche die Ausgangselektroden einer Verstärkerröhre mit den Eingangselektroden der nachfolgenden
Verstärkerröhre verbinden und welche eine Übertragungsimpedanz Z21 mit einem vom Frequenzgang
der Ubertragungsimpedanz zweier kritisch gekoppelter Parallelschwingkreise abweichenden Verlauf
aufweisen und welche des weiteren aus der Kettenschaltung dreier Vierpole aufgebaut sind, bei welcher
der erste der drei Vierpole im Grenzfall aus einem einzigen, durch die Ausgangskapazität der ersten Verstärkerröhre
gebildeten Querzweig und der dritte Vierpol im Grenzfall aus einem einzigen Querzweig
besteht, der die Eingangskapazität der zweiten Verstärkerröhre enthält, und der zwischen dem ersten und
dritten Vierpol eingefügte Vierpol nicht reziprok ist. Für die Netzwerke nach der Erfindung ist charakteristisch,
daß die vier Größen Z11, Z12, Z21 und Z22 der
Leerlaufmatrix der Kettenschaltung aus den drei Vierpolen, deren zweiter Vierpol entweder aus der
Vierpol-Parallelschaltung eines Gyrators mit einem zu einem Längszweig entarteten Vierpol oder aus der
Vierpol-Reihenschaltung eines Gyrators mit einem zu einem Querzweig entarteten Vierpol hervorgeht, für
alle Frequenzen den nachstehenden Bedingungen genügen :
P=
ρ __
^R
Z21 + Z'12
Z21 + Z.
12
1 + PY (6, + PY
Dabei sind mit R und X der Realteil bzw. der Imaginärteil
der jeweiligen Impedanz Z bezeichnet, p ist dem Produkt/ω gleichgesetzt, worin ω die Kreisfrequenz
bedeutet, P ist eine niemals negative rationale Funktion von p2, C1 und C2 sind die Eingangs- bzw.
Ausgangskapazitäten der Kettenschaltung aus den drei Vierpolen, bv b2 . . . sind positive reelle Konstanten
oder Paare konjugiert komplexer Konstanten mit positivem Realteil, und schließlich ist Z'(p)=zZ( — p).
Die oben wiedergegebenen Bemessungsvorschriften sind an und für sich in allen Fällen von Vorteil, in
welchen Vierpol-Kopplungsnetzwerke unter Verwendung eines Gyrators auf Grund einer vorgeschriebenen
Funktion für dieUbertragungsimpedanz Z21 aufgebaut
werden sollen und dabei vorauszusehen ist, daß die Eingangs- und Ausgangskapazität von Röhren sowie
die Schaltkapazitäten von Einfluß auf die Bemessung des Kopplungsnetzwerkes sind. Ausschließlich die
Rücksichtnahme auf den durch die französische Patentschrift 965 369 belegten Stand der Technik gebietet
es, daß sich die Erfindung nicht mit Netzwerken befaßt, deren Übertragungsimpedanz Z21 derjenigen
eines Zweikreisbandfilters mit kritischer Kopplung entspricht. Werden nämlich die Lehren nach der Erfindung
herangezogen, um ein Netzwerk ausfindig zu machen, dessen Übertragungsimpedanz Z21 den gleichen
Frequenzgang wie die Übertragungsimpedanz eines Zweikreisbandfilters mit kritischer Kopplung
aufweist, so ergibt sich hierbei das durch die angeführte französische Patentschrift bekannte Netzwerk,
bei welchem der erste und der dritte Vierpol der Kettenschaltung aus den drei Vierpolen jeweils durch
einen Parallelschwingkreis und der dazwischen eingefügte nichtreziproke Vierpol durch einen Gyrator
realisiert sind, den ein Wirkwiderstand passend gewählter Größe überbrückt. Mit diesem Netzwerk ist
bei der Bandmittenfrequenz ein Wert für die Übertragungsimpedanz Z21 erreichbar, der um den Faktor
1 + l/2~ höher ist als bei einem kritisch gekoppelten
Bandfilter.
Die Zahl der Schaltelemente, welche für den ersten und dritten Vierpol der Kettenschaltung aus den drei
Vierpolen aufzuwenden ist, hängt von der Art der für die Übertragungsimpedanz Z21 vorgegebenen Funktion
ab. Des weiteren ist die für die Übertragungsimpedanz Z21 vorgeschriebene Funktion maßgebend
für die Art der Schaltelemente, aus welchen sich bei der einen Ausführungsform des Netzwerkes nach der
Erfindung der Längszweig zusammensetzt, der in Vierpol-Parallelschaltung mit dem Gyrator verbunden
ist und aus welchen bei der anderen Ausführungsform des Netzwerkes nach der Erfindung der
Querzweig aufgebaut ist, der in Vierpol-Reihenschaltung an den Gyrator angeschlossen ist. Die obigen Bedingungen
sind beispielsweise erfüllt, wenn bei der einen Ausführungsform des Netzwerkes nach der Er- 4S
findung, bei welcher der nichtreziproke Vierpol durch die Vierpol-Parallelschaltung eines Gyrators und
eines Längszweiges verwirklicht ist, der Längszweig einen Verlustwinkel von einer Größe annimmt, der
gegenüber die Verlustwinkel der übrigen Schaltelemente des gesamten Netzwerkes vernachlässigbar
sind. Gleiches gilt für die andere Ausführungsform des Netzwerkes nach der Erfindung, bei welcher der
nichtreziproke Vierpol durch die Vierpol-Reihenschaltung eines Gyrators und eines Querzweiges
realisiert ist in dem Fall, daß der Verlustwinkel jenes Querzweiges entsprechend hoch ist.
Im Hinblick darauf, daß die Netzwerke nach der Erfindung den passiven nichtreziproken Netzwerken
zuzuzählen sind, erscheint ein Vergleich mit den passiven reziproken Netzwerken aufschlußreich. Das
Buch von H. W. Bode, »Network Analysis and Feedback Amplifier Design«, behandelt in Kapitel XVIT
die Synthese von reziproken Vierpolen, die für die Kopplung des Ausganges einer Verstärkerröhre mit
dem Eingang der nachfolgenden Röhre vorgesehen sind. Dabei wird davon ausgegangen, daß für die
Übertragungsimpedanz Z21 die Funktion vorgeschrieben ist. Leitgedanke der Synthese ist, zunächst die
Bedingungen zu ermitteln, unter welchen die Eingangskapazität C1 und die Ausgangskapazität C2 des
gesuchten Kopplungsnetzwerkes bei einem vorgegegebenen Verhältnis C1ZC2 unter noch gewährleisteter
Einhaltung der vorgeschriebenen Funktion Z21 (ω)
den höchstmöglichen Wert annehmen. Wenn diese Maximalwerte für C1 und C2 größer sind als die
Kapazitätswerte, die jeweils als Summe der Röhrenkapazität, der Schaltkapazität und derjenigen Kapazitäten
sich ergeben, die aus bereits vorangehend angeführten Gründen den Röhrenkapazitäten und den
Schaltkapazitäten nach Möglichkeit zugefügt werden sollen, so ist aus dem Quotienten jener Summen und
den maximalen Kapazitätswerten eine Konstante kleiner Eins herleitbar, mit der die Impedanzen des
aus den bisherigen Entwurfsschritten hervorgegangenen Netzwerkes zu multiplizieren sind, um die
Schaltelemente des optimal bemessenen Netzwerkes zu gewinnen.
Die Bedingungen für einen realisierbaren reziproken Kopplungsvierpol lassen sich gemäß den Arbeiten
von Bode in der Form anschreiben:
R11 (ω) Ξ>
0 ; i?22 (ω) Ξ>
0 und A11 (ω) · A22 (ω) ^
Hierbei sind mit R(co) wiederum die Realteile der
zugehörigen Impedanzen Ζ(/ω) und mit ω die Kreisfrequenzen
bezeichnet. Voraussetzung dafür, daß das zu realisierende Kopplungsnetzwerk bei der vorgegebenen
Funktion Z21 (co) eine möglichst große Eingangskapazität
C1 und eine möglichst große Ausgangskapazität
C2 bei einem bestimmten Verhältnis C1ZC2 aufweist, ist gemäß den Ableitungen von Bode,
daß
OO OO
/Ruda>
= sowie I R^dω =
2 C1 J 2 C2
2 C1 J 2 C2
ein Minimum annehmen.
Um diese Bedingungen zu erfüllen, muß gemäß Bode für jeden Frequenz wert die Beziehung
= Ml2ll
erfüllt sein.
Wie in Fig. 3 durch die ausgezogene Kurve angedeutet ist, wird der Realteil R21 der Übertragungsimpedanz Z21 im allgemeinen nicht ausschließlich
positiv oder ausschließlich negativ sein, sondern sein Vorzeichen wechseln. Da jedoch für die Realteile Rn
und R22 der Eingangs- bzw. Ausgangsimpedanz gefunden
wurde, daß diese proportional dem absoluten Wert von R21 sein müssen, also nicht negativ werden
dürfen, würde für diese Impedanzen bei den Frequenzen (O1, O)2 und O)3 entsprechend der gestrichelten
Kurve in Fig. 3 ein Knick in der Frequenzkennlinie auftreten. Di«s läuft darauf hinaus, daß das zugehörige
Netzwerk theoretisch von unendlich hoher Ordnung sein müßte, auch wenn Z21 von endlicher
Ordnung gewählt ist. Diese Schwierigkeiten lassen sich durch die Netzwerke nach der Erfindung umgehen.
Für ein Kopplungsnetzwerk, das entsprechend den Lehren nach der Erfindung einen Gyrator enthält,
weisen die Realisierbarkeitsbedingungen die Form
ΐ\.ΛΛ ^ υ, λ«)« ^ \),
ΐ\.ΛΛ ^ υ, λ«)« ^ \),
11 :^= * ίΔ ^=: '
Tp r> ^^, 1 r / ρ ι ρ \ ο [ / ύ ~y \ 2"1 (iy>\
Tp r> ^^, 1 r / ρ ι ρ \ ο [ / ύ ~y \ 2"1 (iy>\
auf. « »
Auch bei den Netzwerken nach der Erfindung ist minimale Werte annehmen.
die Erreichung maximaler Werte für die Kapazi- Die durch die Gleichungen (2') und (3') umrissenen
täten C1 und C2 bei einem gegebenen Verhältnis C1IC2 Bedingungen führen zu der Beziehung
und bei vorgeschriebenem Frequenzgang der Übertragungsimpedanz Z21 daran gebunden, daß
OO OO
/Rndco = sowie / R22 d ω = (3')
2 C1 J 2 C2
2 C1 J 2 C2
Im Gegensatz zu der für reziproke Vierpole geltenden Bedingung (4) setzt sich in Formel (4') der Ausdruck
unterhalb des Wurzelzeichens aus der Summe zweier Quadrate zusammen. Es ist somit die Möglichkeit
gegeben, daß diese Summe das Quadrat einer niemals negativen rationalen Funktion P von ω2 bildet;
von dieser Möglichkeit wird bei den Netzwerken nach der Erfindung Gebrauch gemacht.
Folglich gilt
p =
R21)2 + {χ* -
/C2
(5)
(6)
Auf den Gleichungen (5) und (6) beruhende Netzwerke sind von endlicher Ordnung, da die Realteile
R11 und -R22 der Impedanzen Z11 und Z22 durch
eine rationale Funktion, d. h. durch den Quotienten zweier Polynome, darstellbar sind.
Damit die zunächst unbekannten Größen Ζη(ω),
Z12 (ω) und Z22 (ω) der Leerlauf matrix des gesuchten
Kopplungsnetzwerkes so bestimmt werden, daß sich optimal günstige Verhältnisse in jedem Einzelfall ergeben,
ist noch zu ermitteln, für welche Werte von Rie
und X12 bei vorgeschriebenem R21 und Z21 der Ausdruck
reelle Konstanten oder konjugiert komplexe Konstantenpaare mit positivem Realteil darstellen.
Es zeigt sich, daß ein Netzwerk, dessen Impedanzen Z21 und Z12 der Bedingung (10) genügen, zugleich
ao auch die Bedingung (5) erfüllt. Die Lehren nach der
Erfindung führen somit stets zu Kopplungsnetzwerken von endlicher Ordnung, wenn die vorgegebene Funktion
für die Übertragungsimpedanz Z21 von endlicher
Ordnung ist.
Der Bedingung (4') entspricht weiter, wie nachgewiesen werden kann, jedes einen Gyrator enthaltende
Vierpol-Netzwerk,, bei welchem nur ein Zweig im nennenswerten Umfang verlustbehaftet ist.
Im folgenden sind Beispiele von Netzwerken angegeben, die gemäß den Lehren der Erfindung die Bedingungen
(5), (6) und (10) erfüllen.
Es werde angenommen, daß ein Kopplungsnetzwerk zu realisieren ist, dessen Übertragungsimpedanz die
Form
40
Z211 ist in Fig. 4 für
Der Frequenzgang der Größe
einen hohen Wert des Quotienten h/a angegeben.
einen hohen Wert des Quotienten h/a angegeben.
Die Funktion für die Rückwirkungsimpedanz Z12
hat demnach die Form
+ (-Xb- *i2)2 dω (7)
45 Z12=
zu einem Minimum wird. Es soll also die Ände- aufzuweisen. Auf Grund der Bedingung (10) muß der
rung öl des Ausdrucks/ bei einer Änderung δ Z12 der Ausdruck
Impedanz gleich Null sein. Durch Differentiation des 50 Ausdrucks / wird für diese Änderung gefunden:
— ap + b2 + Kp2 + Kap + Kb2
0 7 = Re
7 4-7'
■^21 τ ^ 12
~Γ
δZ1Adω .
(8)
55
Hierbei ist Z'(p)=Z(—p), und die Buchstaben »Re« dienen als Abkürzung für »Realteil«. Die Bedingung
(57 = 0 (9)
ist nach einer der Integralthesen von Bode erfüllt, wenn der Integrand den Realteil einer passiven Impedanzfunktion
darstellt, deren Nenner mindestens um zwei Grad höher als der Zähler ist. Dies ist der
Fall, wenn der Ausdruck
p)2...
(10)
60
p2 + ap + b2 + Kp* — Kap +Kb2
in der Form
in der Form
PY
zu schreiben sein. Dies ist der Fall, wenn
a — 2b
K =
2b
65
Für die Impedanzen des gesamten Netzwerkes findet man also:
gebildet werden kann, bei welchem bv b2 . . . positive,
Z12 —
P2+ at
a~2b
α + 2b
a + 2-p
2b \ C1
'21 ι
α + 2 6
Ein Netzwerk mit diesen Bestimmungsgrößen ist mit der druch Fig. 5 gezeigten Konfiguration realisierbar.
Hierbei ist angenommen, daß die Kapazitäten C1 und C2 gleich sind. Im einzelnen gilt unter
Zugrundelegung der in Fig. 5 eingetragenen Bezeichnungen :
O O -« L· α
Ό 1 Q Q/ 5
Der Leitwert t des idealen Gyrators ist dabei definiert
gemäß den Beziehungen
35
In Wiederholung von bereits dargelegtem wird bemerkt, daß die auf diese Weise für die Kapazitäten C1
und C2 ermittelten Werte Höchstbeträgen entsprechen, die nicht überschritten werden dürfen, wenn die vorgeschriebene
Funktion Z21 (ω) ihrem Verlauf nach eingehalten
werden soll. Vielfach wird es sich ergeben, daß die Summe C1' aus der Ausgangskapazität der
ersten Röhre, der Schaltkapazität im Bereich dieser Röhre und aus der Kapazität, die der Röhrenausgangskapazität
zur besseren Reproduzierbarkeit der gesamten Schaltungsanordnung in Form von Kondensatoren
hinzugefügt wird, unterhalb der für C1 errechneten Größe bleibt. Entsprechendes gilt für die
zu bildende Summe C2'. Die Quotienten mx = C1IC2
und W2 = C2IC2 sind demnach kleiner Eins. Die Beziehung
To1 = m2 = m ist unschwer herstellbar. Mit
der Konstanten m sind die für das zu realisierende Netzwerk zunächst errechneten Impedanzen zu multiplizieren.
Hierdurch erhält man die endgültigen Impedanzwerte der Schaltelemente. Das aus dem Entwurf
schließlich hervorgehende Kopplungsnetzwerk weist eine Übertragungsimpedanz ~ΖΆ auf, die mit der
vorgegebenen Ubertragungsimpedanz Z21 durch die
Beziehung
Ein Kopplungsnetzwerk sei gesucht, bei welchem die Übertragungsimpedanz die Form
y + b
Z21 =
hat.
Dabei ist b eine reelle positive Konstante und y eine Admittanz, die dem Quotienten flg zweier Polynom©
entspricht, dessen Zähler von gleichem Grade oder um einen Grad niedriger als der Nenner ist.
Eine solche Übertragungsimpedanz Z21 weisen die
durch die Fig. 6 und 7 veranschaulichten Netzwerke auf. Beide Netzwerke sind als Kettenschaltung dreier
Vierpole auffaßbar, bei welcher der erste Vierpol durch die Kapazität C1 und der dritte Vierpol durch
die Kapazität C2 realisiert ist. Der zwischen dem ersten und dritten Vierpol einzufügende nichtreziproke
Vierpol ist bei der in Fig. 6 gezeigten Schaltungsanordnung durch die Vierpol-Parallelschaltung eines
idealen Gyrators mit einem Längszweig, bei der durch Fig. 7 veranschaulichten Ausführungsform durch die
Vierpol-Reihenschaltung eines idealen Gyrators mit einem Querzweig verwirklicht. Der bei der Schaltungsanordnung
nach Fig. 6 den Gyrator überbrückende Zweig weist die Admittanz y auf, während
der Querzweig, der bei der Anordnung nach Fig. 7 an den Gyrator in Vierpol-Reihenschaltung angeschlossen ist, durch die Impedanz ζ gebildet wird. Die
Bedingung (10) ist erfüllt, wenn für die Rückwirkungsimpedanz
y-ft
p2 + 2py + b2
angesetzt wird.
Es ist nämlich der Ausdruck
(y +
b) {p2 —
(y1 — V] {f- + 2fy + ft»)
2py
· _ b) (ρ* _ 2py' + V)
in der Form
(b
darstellbar, wenn Zähler und Nenner durch den Faktor 31 + y' geteilt werden.
Für die Kopplungsnetzwerke nach Fig. 6 und 7 ergibt sich
C = C = 1 ·
1 2 >
1 2 >
t = b.
Bei der Anordnung nach Fig. 7 ist
Bei der Anordnung nach Fig. 7 ist
—7
21
verknüpft ist.
Im Vergleich mit einem reziproken Netzwerk, bei dem
Ru = ~
60
65 Hinsichtlich des weiteren Entwurfsverlaufs wird auf das beim vorhergehenden Beispiel ausgeführte verwiesen.
Es ist ein Kopplungsnetzwerk ausfindig zu machen, bei welchem die Übertragungsimpedanz in der Form
(f + g)H
ist, wurde somit ein Netzwerk endlicher Ordnung gefunden, dessen Übertragungsimpedanz einige Male
größer ist.
fU + gE
darstellbar ist. Dabei seien / und g vorgegebene Polynome beliebiger Art, H sei ein Polynom bzw. der
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Claims (3)
1. Vierpol-Netzwerk zur Verbindung der Ausgangselektroden
einer Verstärkerröhre mit den Eingangselektroden der nachfolgenden Verstärkerröhre,
das eine Übertragungsimpedanz Z91 mit einem vom Frequenzgang der Übertragungsimpedanz zweier kritisch gekoppelter Parallel-
Schwingkreise abweichenden Verlauf aufweist und das aus der Kettenschaltung dreier Vierpole aufgebaut
ist, bei welcher der erste Vierpol im Grenzfall aus einem einzigen, durch die Ausgangskapazität
der ersten \^erstärkerröhre gebildeten
Querzweig und der dritte Vierpol im Grenzfall aus einem einzigen Querzweig besteht, der die
Eingangskapazität der zweiten Verstärkerröhre enthält, und der zwischen dem ersten und dritten
Vierpol eingefügte Vierpol nicht reziprok ist, dadurch gekennzeichnet, daß die vier Größen Z11,
Z12, Z21 und Z22 der Leerlaufmatrix der Kettenschaltung
aus den drei Vierpolen, deren zweiter Vierpol entweder aus der Vierpol-Parallelschaltung
eines Gyrators mit einem zu einem Längszweig entarteten Vierpol oder aus der Vierpol-Reihenschaltung
eines Gyrators mit einem zu einem Querzweig entarteten Vierpol hervorgeht, für alle Frequenzen den nachfolgenden Bedingungen
genügen:
P =2
C0
7'
PY
Dabei sind mit R und X der Realteil bzw. der Imaginärteil der jeweiligen Impedanz Z bezeichnet,
p ist dem Produkt;'«; gleichgesetzt, worin ω
die Kreisfrequenz bedeutet, P ist eine niemals negative rationale Funktion von p2, C1 und C2
sind die Eingangs- bzw. Ausgangskapazitäten der Kettenschaltung aus den drei Vierpolen, bv b2 .. .
sind positive reelle Konstanten oder Paare konjugiert komplexer Konstanten mit positivem Realteil,
und schließlich ist Z'{p) = Z(-p).
2. Netzwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Längszweig, der mit dem Gyrator
in Vierpol-Parallelschaltung verbunden ist, einen Verlustwinkel aufweist, demgegenüber die
Verlustwinkel der übrigen Schaltelemente des Netzwerkes vernachlässigbar sind.
3. Netzwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Verlustwinkel des in Vierpol-Reihenschaltung
an den Gyrator angeschlossenen Querzweiges hoch ist im Vergleich zu den Verlustwinkeln
der übrigen Schaltelemente des Netzwerkes.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Französische Patentschrift Nr. 965 369;
Proceedings of the Institute of Radio Engineers (Proc. IRE), Bd. 27 (1939), S. 429 bis 438.
Französische Patentschrift Nr. 965 369;
Proceedings of the Institute of Radio Engineers (Proc. IRE), Bd. 27 (1939), S. 429 bis 438.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 909 630/274 9
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
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