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DE1065039B - Richtungsabhaengige Resonanz-Daempfungsleitung - Google Patents

Richtungsabhaengige Resonanz-Daempfungsleitung

Info

Publication number
DE1065039B
DE1065039B DET12720A DET0012720A DE1065039B DE 1065039 B DE1065039 B DE 1065039B DE T12720 A DET12720 A DE T12720A DE T0012720 A DET0012720 A DE T0012720A DE 1065039 B DE1065039 B DE 1065039B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
ferrite
piece
air gap
line
magnetic field
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DET12720A
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Phys Rudolf Steinhart
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Telefunken AG
Original Assignee
Telefunken AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Telefunken AG filed Critical Telefunken AG
Priority to DET12720A priority Critical patent/DE1065039B/de
Publication of DE1065039B publication Critical patent/DE1065039B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01PWAVEGUIDES; RESONATORS, LINES, OR OTHER DEVICES OF THE WAVEGUIDE TYPE
    • H01P1/00Auxiliary devices
    • H01P1/32Non-reciprocal transmission devices
    • H01P1/36Isolators
    • H01P1/365Resonance absorption isolators

Landscapes

  • Soft Magnetic Materials (AREA)

Description

DEUTSCHES
Die Erfindung betrifft eine richtungsabhängige Resonanz-Dämpfungsleitung, bestehend aus einem Wellenleiter, in welchem Ferrite angeordnet sind und einem quer zur Fortpflanzungsrichtung der elektromagnetischen Welle verlaufenden Magnetfeld.
Derartige Dämpfungsglieder sind bekannt. Sie bestehen aus einem Stück Hohlleitung mit den Eingängen A und B. Fig. 1 zeigt eine solche bekannte Anordnung. Innerhalb eines Hohlleiters 1 ist ein Ferritstreifen 2 angeordnet, der aus Anpassungsgründen an seinen beiden Enden abgeschrägt ist. Quer zur Fortpflanzungsrichtung ζ ist ein Magnetfeld vorgesehen, welches die Feldstärke H0 hat. Der obere Teil der Fig. 1 zeigt einen Querschnitt durch die Leitung, in welcher zwei Ferritstreifen angeordnet sind.
Diese so ausgebildete Leitung hat die Eigenschaft, daß beim Übergang der elektromagnetischen Wellen von A nach B diese eine wesentlich höhere Dämpfung (Absorption) erfahren als in umgekehrter Richtung von B nach A.
Ferner ist bereits eine Einwegleitung vorgeschlagen worden, bei der im Hohlleiter ein Ferritkörper angeordnet ist, der durch einen Magneten außerhalb des Hohlleiters beeinflußt wird. Dieser Magnet ist in eine Mehrzahl von geneigten Oberflächen unterteilt, so daß jeder Abschnitt der Polstücke mit einer bestimmten Neigung des Polschuhes in bezug auf den Ferritkörper einen keilförmigen Luftspalt bildet. Hierbei ändert sich die Neigung der Polstücke längs der Anordnung wenigstens einmal.
Der richtungsabhängige Dämpfungseffekt beruht physikalisch darauf, daß einerseits die im Ferrit vorhandenen Elektronen sich infolge ihres magnetischen Momentes im Ruhezustand in Richtung des äußeren Magnetfeldes stellen, bei Anregung senkrecht zu dieser Ruhestellung aber wegen ihrer Rotation (Spin) um die Richtung von H0 zu präzedieren beginnen, andererseits die magnetischen Komponenten der H10-Welle in der xs-Ebene beim Fortschreiten ein elliptisch oder zirkulär polarisiertes Feld bilden. Wegen der geringen Leitfähigkeit der Ferrite kann die Welle in diese eindringen, und es erfolgt eine Wechselwirkung zwischen der Präzessionsbewegung der Elektronen und den zirkulär polarisierten elektromagnetischen Feldern dergestalt, daß eine Aufschaukelung der Präzisionsamplitude erfolgen kann, bis im Falle der Resonanz infolge der inneren Reibung ein großer Teil der Energie der elektromagnetischen Welle in Wärme übergeht.
Die Präzessionsfrequenz der Elektronen um die Richtung des äußeren Feldes wird außer von Naturkonstanten und Materialkonstanten lediglich von der Stärke H0 des äußeren Magnetfeldes bestimmt. Stellt man die magnetische Feldstärke H0 so ein, daß die Präzessionsfrequenz und -richtung der Elektronen mit
Richtungsabhängige
Resonanz-Dämpfungsleitung
Anmelder:
Telefunken G.m.b.H.,
Berlin NW 87, Sickingenstr. 71
Dipl.-Phys. Rudolf Steinhart, Backnang (Württ]
ist als Erfinder genannt worden
der Rotationsfrequenz und Richtung des zirkulär polarisierten magnetischen Feldes der H10-Welle übereinstimmt, so erfolgt die erwähnte Resonanzabsorption, die man durch Regeln des äußeren Magnetfeldes H0 in ziemlich weiten Grenzen auf jede beliebige Frequenz legen kann.
Sofern das Hohlrohr unsymmetrisch mit Ferrit belastet ist, resultiert aus der Wechselwirkung zwischen der elektromagnetischen Welle und der Elektronenpräzession das richtungsabhängige Verhalten, da bei Umkehr der Fortpflanzungsrichtung der Welle im Hohlrohr sich zwar der Drehsinn der magnetischen Vektoren der H10-Welle ändert, nicht aber der Drehsinn der Präzessionsbewegung, denn dieser hängt nur vom äußeren Magnetfeld H0 ab. Ist das Hohlrohr jedoch symmetrisch belastet, so machen die beschriebenen Eigenschaften den Bau eines reziproken Dämpfungsgliedes möglich.
Da die Absorption der elektromagnetischen Welle auf einem Resonanzeffekt beruht, ist sie demzufolge frequenzabhängig. In der Praxis ist jedoch häufig für ein bestimmtes Frequenzgebiet ein weitgehend frequenzunabhängiges Verhalten erwünscht.
Die Erfindung ermöglicht nun trotz dieses frequenzabhängigen Verhaltens die Herstellung einer breitbandigen Dämpfungsleitung. Wie erwähnt, wird nämlich die Präzessionsfrequenz der Elektronen vom äußeren Magnetfeld H0 gesteuert, und zwar erzeugt das äußere Magnetfeld an jeder Stelle im Ferrit ein bestimmtes inneres Magnetfeld Hii welches dann direkt die Präzessionsfrequenz festlegt. Eine lineare Änderung dieses inneren Magnetfeldes längs des Ferritkörpers über die gesamte Längsausdehnung des Ferritstückes hinweg ist nun für die Breitbandigkeit einer solchen Anordnung von entscheidender Bedeutung.
Bei einer richtungsabhängigen Resonanz-Dämpfungsleitung mit einem quer zur Fortpflanzungsrich-
909 627/300

Claims (3)

tung der elektromagnetischen Wellen verlaufenden Magnetfeld und einem in der Leitung angebrachten Ferritstück, bei der oberhalb und unterhalb der Leitung je ein Polschuh so angeordnet ist, daß zwischen Ferritstück und Polschuh ein keilförmiger Luftspalt entsteht, wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, die Breite des Luftspaltes längs des Ferritstückes so auszubilden, daß er sich über die gesamte Längsausdehnung dieses Ferritstückes hinweg linear ändert. Während die bekannten richtungsabhängigen Dämpfungsglieder häufig Bandbreiten von etwa 50 MHz im Gebiet von 4 Gigahertz aufweisen, gelingt es durch die Erfindung, die Bandbreite auf über 400 MHz zu steigern. Dies rührt daher, daß durch das sich in Fortpflanzungsrichtung ändernde Magnetfeld von Ort zu Ort die Resonanzfrequenz quasi eine andere ist, so daß dadurch der die Frequenzabhängigkeit bestimmende Resonanzeffekt verbreitert wird. Die Fig. 2 und 3 zeigen Ausführungsbeispiele einer richtungsabhängigen Dämpfungsleitung gemäß der Erfindung. Wie in Fig. 1 befindet sich innerhalb der Hohlleitung 1 ein Ferritstreifen 2, der wieder von einem quer zur Fortpflanzungsrichtung der elektromagnetischen Wellen verlaufenden Magnetfeld H0 durchsetzt ist. Oberhalb und unterhalb des Hohlleiters befinden sich zwei Polschuhe 3 und 4, die nicht parallel zum Hohlrohr verlaufen, sondern leicht gegen dieses geneigt sind, so daß der Luftspalt zwischen den Polschuhen und dem Ferritstreifen von A nach B linear kleiner wird. Hierdurch wächst von A nach B die Feldstärke innerhalb des Ferritstreifens. Durch diese keilförmige Ausbildung des Luftspaltes zwischen den Polschuhen und den Ferritstreifen ergibt sich gemäß der oben festgestellten Proportionalität zwischen der Präzessionsfrequenz und dem inneren Magnetfeld eine Verbreiterung der Resonanzlinie, so daß man bei geeigneter Gestaltung der Luftspalte im gewünschten Frequenzband eine weitgehende Frequenzunabhängigkeit erreicht. Ein weiteres Ausführungsbeispiel zeigt die Fig. 3. Hier verlaufen die Polschuhe Z1 4 des Magneten parallel zum Hohlrohr, wogegen aber die Breite des Ferritstreifens 2 in der Z-Richtung linear zunimmt. Durch diese Ausbildung des Ferritstreifens ändert sich auch der Luftspalt zwischen Ferrit und Magnet. Zusätzlich bedeutet aber die Änderung der geometrischen Abmessungen des Ferritstreifens, insbesondere seiner Höhe, einer Änderung der Demagnetisierungsfaktoren, und das bedeutet ebenfalls eine Änderung der inneren magnetischen Felder. Auch hier entsteht durch eine geeignete Variation der Höhe des Ferritstreifens und der Einstellung der magnetischen FeldstarkeJi0 eine Verbreiterung der Resonanzlinie im Sinne der Erfindung. Patentansprüche:
1. Richtungsabhängige Resonanz-Dämpfungsleitung mit einem quer zur Fortpflanzungsrichtung der elektromagnetischen Wellen verlaufenden Magnetfeld und einem in der Leitung angebrachten Ferritstück, bei der oberhalb und unterhalb der Leitung je ein Polschuh so angeordnet ist, daß zwischen Ferritstück und Polschuh ein keilförmiger Luftspalt entsteht, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Breite des Luftspaltes längs des Ferritstückes über die gesamte Längsausdehnung des Ferritstückes hinweg linear ändert.
2. Richtungsabhängige Dämpfungsleitung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der keilförmige Luftspalt durch Polschuhe erzeugt wird, die zur Längsachse des Hohlrohres geneigt sind.
3. Richtungsabhängige Dämpfungsleitung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der zwischen den Polschuhen (3,4) angeordnete Ferritstreifen keilförmig ausgebildet ist.
In Betracht gezogene ältere Patente:
Deutsches Patent Nr. 1 029 434.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 909 627/300 9.59
DET12720A 1956-10-04 1956-10-04 Richtungsabhaengige Resonanz-Daempfungsleitung Pending DE1065039B (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3208014A (en) * 1961-11-02 1965-09-21 Stimler Morton Ferrite loaded wave-guide adapted for progressive magnetic saturation

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1029434B (de) 1956-03-01 1958-05-08 Int Standard Electric Corp Hohlleiteranordnung als Einwegleitung

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