DE1064573B - Einrichtung zur wahlweisen Verbindung einer gemeinsamen Anschlussleitung mit einer von zwei weiteren Leitungen - Google Patents
Einrichtung zur wahlweisen Verbindung einer gemeinsamen Anschlussleitung mit einer von zwei weiteren LeitungenInfo
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- DE1064573B DE1064573B DES54487A DES0054487A DE1064573B DE 1064573 B DE1064573 B DE 1064573B DE S54487 A DES54487 A DE S54487A DE S0054487 A DES0054487 A DE S0054487A DE 1064573 B DE1064573 B DE 1064573B
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Description
DEUTSCHES
Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung zur •wahlweisen Verbindung einer gemeinsamen Anschlußleitung
mit einer von zwei weiteren Leitungen, unter Verwendung von wenigstens drei magnetisch betätigten
Umschaltern, die derart untereinander verbunden sind, daß im geschalteten Zustand die gemeinsame
Anschlußleitung über den ersten Umschalter auf denjenigen der beiden weiteren Umschalter gelegt ist, der
mit der gewünschten der zwei weiteren Leitungen verbunden ist, unter gleichzeitiger Erdverbindung der
unbenutzten Anschlüsse aller Umschalter.
Einrichtungen der vorbezeichneten Art werden beispielsweise dazu benötigt, um in Richtfunkanlagen ein
Hochfrequenzgerät, beispielsweise einen Sender oder einen Empfänger, auf ein entsprechendes Ersatzgerät
möglichst kurzfristig aufzuschalten. Bisher wurde diese Aufgabe meist in der Weise gelöst, daß der Innenleiter
einer Koaxialleitung biegsam und aus magnetischem Material gestaltet und zwischen zwei feststehenden
Kontaktarmen durch entsprechende Magnetisierung umgeschaltet wurde. Der Nachteil dieser Anordnung
ist darin zu sehen, daß die jeweils offene Verbindung über die Streukapazitäten nur unzureichend abgetrennt
ist. Diesem Nachteil wird in der Praxis in der Weise weitgehend abgeholfen, daß die gesamte Umschalteinrichtung
in der vorstehend aufgeführten Weise aus wenigstens drei derart zusammengeschalteten Umschaltern
besteht, daß die jeweils unbenutzten Anschlüsse geerdet sind. Hierbei zeigt sich jedoch, daß
gerade, wenn es auf die Wahrung eines einheitlichen Wellenwiderstandes über den Zug der gesamten Umschalteeinrichtung
ankommt, die Erfüllung dieser Forderung wegen der teils erheblichen Länge der einzelnen
unbenutzten Zungen des Umschalters relativ schwierig ist. Man ist deshalb dazu übergegangen,
diese Zungen relativ kurz zu halten und die dadurch erhöhte Gefahr von während des SchaltungsVorganges
auftretenden Prellungen durch quecksilberbenetzte Kontakte weitgehend zu beseitigen. Das führt jedoch
zu räumlich sehr aufwendigen Anordnungen, und überdies wird die gesamte
schüttel- und lageempfindlich.
schüttel- und lageempfindlich.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Weg zu weisen, auf dem es möglich ist, unter anderem
gerade die vorstehend aufgeführten Schwierigkeiten bei einer insbesondere für Hochfrequenzzwecke bestimmten
Umschalteinrichtung zu beheben. Gemäß der Erfindung wird diese Aufgabe, ausgehend von einer
Umschalteinrichtung der einleitend beschriebenen Art, in der Weise gelöst, daß jeder der Umschalter aus
zwei in an sich bekannter Weise als Arbeitskontakte ausgebildeten Schutzgaskontakten besteht, deren jeder
mittels eines metallischen Außenmantels zu einer Koaxialleitung ergänzt ist, und daß diese Außenleiter
Umschalteinrichtung Einrichtung zur wahlweisen Verbindung
einer gemeinsamen Anschlußleitung
mit einer von zwei weiteren Leitungen
mit einer von zwei weiteren Leitungen
Anmelder:
Siemens & Halske Aktiengesellschaft,
Berlin und München,
München 2, Wittelsbacherplatz 2
Berlin und München,
München 2, Wittelsbacherplatz 2
Ernst Welz, München,
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
aller Schutzgaskontakte in ebenfalls bekannter Weise unmittelbar miteinander verbunden sind und den allen
Anschlüssen der Umschalteinrichtung gemeinsamen Pol bilden. Unter einem Schutzgaskontakt wird dabei
eine bekannte Anordnung verstanden, bei der zwei, vorzugsweise etwa gleich lange, federnd und etwa
a5 bandförmig ausgebildete Metallzungen aus ferromagnetischem Material in ein Glasrohr, von dessen
Enden her derart eingeschmolzen sind, daß sich ihre benachbarten Enden mit geringem gegenseitigem Abstand
überlappen. Durch Anlegen eines äußeren Magnetfeldes in der Weise, daß sich dieses über beide
federnde Zungen schließt, kann der Kontakt geschlossen werden bzw., falls der Kontakt mittels einer entsprechenden
Vormagnetisierung geschlossen ist, geöffnet werden.
Nachstehend wird die Erfindung an Hand von Ausführungsbeispielen, deren wesentliche Einzelheiten in
den Zeichnungen wiedergegeben sind, näher erläutert. In den Zeichnungen zeigt
Fig. 1 eine bekannte Ausführungsform eines Schutzgaskontaktes,
Fig. 2 das Prinzipschaltbild einer bekannten Umschalteinrichtung mit »Zwischenerde« der unbenutzten
Anschlüsse,
Fig. 3 eine bekannte Weiterbildung der Schaltung nach Fig. 2, und zwar in der Weise, daß die jeweils
freie Leitung reflexionsfrei abgeschlossen ist,
Fig. 4 die Vorderansicht mit Teilschnitt einer Umschalteinrichtung nach der Erfindung,
Fig. 5 eine Draufsicht auf die Umschalteinrichtung der Fig. 4,
Fig. 6 ein Prinzipschaltbild der in den Fig. 4 und 5 dargestellten Umschalteinrichtung,
Fig. 7 eine Weiterbildung der Umschalteinrichtung nach den Fig. 4, 5 und 6,
909 610/277
Fig. 8 eine weitere Ausführungsform einer Umschalteinrichtung nach der Erfindung,
Fig. 9 eine konstruktive Ausbildung der Anordnung nach Fig. 8,
Fig. 10 eine zur Umschalteinrichtung nach der Fig. 7 äquivalente Einrichtung mit einer geringeren
Anzahl von Schutzgaskontakten unter Verwendung der Ausführungsform nach den Fig. 8 und 9,
Fig. 11 in Weiterbildung der Erfindung die Anwendung der neuen Umschalteinrichtung in der Ersatzschaltungstechnik
einer Richtfunkstrecke unter Verwendung von Einheiten nach den Fig. 4,5 und 6 bzw. 8 und 9,
Fig. 12, 13, 14 und 15 ein spezielles Anwendungsbeispiel der neuen Umschalteinrichtung unter Verwendung
von Einheiten nach den Fig. 8 und 9 und
Fig. 16 und 17 vorteilhafte Ausbildungen der Magnetisierungsvorrichtungen.
In der Fig. 1 ist ein Schutzgaskontakt bekannter Bauart dargestellt [vgl. z. B. Bell System Technical
Journal, Bd. 35 (1956), S. 253], der aus zwei Kontaktfedern 1, 2 von magnetischem Werkstoff besteht, die
sich, geringfügig überlappend, in geringem Abstand gegenüberstehen und die in ein vorzugsweise gasgefülltes
Rohr 3 aus Glas oder sonstigem geeignetem Werkstoff in an sich bekannter Weise eingeschmolzen
sind. Die Enden 4, 5 der Durchschmelzleiter sind entweder nach Art eines Bandleiters oder in Form eines
steifen Drahtes nach außerhalb des Schutzgefäßes 3 geführt. Wird ein Magnetfeld derart zur Einwirkung
auf die Kontaktfedern 1, 2 gebracht, daß sich der Magnetfluß über diese aus magnetischem Werkstoff
bestehenden Kontaktfedern 1, 2 zu schließen sucht, so ziehen sich die beiden Kontaktfedern 1, 2 an der Überiappungsstelle
gegenseitig an, und es kommt zur elektrischen Kontaktgabe zwischen diesen Teilen. Bei Aufhebung
des einwirkenden Magnetfeldes entfernen sich die Kontaktteile 1, 2 voneinander. Die Schließung des
Relais 1,2 kann dabei sowohl mittels eines Permanentals auch mittels eines Elektromagneten erfolgen.
In der Umschalttechnik für Hochfrequenzzwecke werden bisher jedoch nicht derartige Arbeitskontaktrelais
verwendet, sondern, wie einleitend ausgeführt, Umschaltrelais, die eine weitere Kontaktfeder besitzen,
die in Zusammenwirken mit der überlappenden Kontaktzunge einen Ruhekontakt bildet.
Um die kapazitive Kopplung bei derartigen Umschaltern auf ein Minimum zu reduzieren, wird in
Hochfrequenzumschalteinrichtungen in der Weise gearbeitet, daß die jeweils unbenutzten Anschlüsse geerdet
bzw. mit dem anderen ungeschalteten Leitungspol verbunden werden. Eine schematische Skizze
dieser Schaltungsart zeigt die Fig. 2, in der AIB die gemeinsame Zuleitung zu der Umschalteinrichtung bedeutet,
die mit einer der beiden weiteren Leitungen^ bzw. B wahlweise die Verbindung herstellt. Mit Er
ist die Erdverbindung bezeichnet, die im Fall der Ausbildung der Leitungen AlB, A und B als Koaxialleitungen
nichts anderes als die Verbindung mit deren Außenleitern bedeutet, während die Innenleiter dieser
Koaxialleitungen zu den mit A/B, A und B bezeichneten Punkten der Schaltung führen. In der gezeichneten
Schaltstellung ist die Leitung AIB mit der Leitung A verbunden, die über die schädliche Koppelkapazität
Ck zugleich mit dem freien Anschluß des ersten Umschalters I gekoppelt ist. Die hierüber abfließende
Energie wird jedoch über den Umschalter II auf Erdpotential geführt, was auch für den freien Anschluß
des Umschalters III zutrifft. Der andere Anschluß des Umschalters III ist mit dem Anschluß A
verbunden, desgleichen der noch freie Anschluß des Umschalters II mit B. Die Umschaltung der gemeinsamen
Leitung AIB auf eine der Leitungen A bzw. B geschieht durch gleichzeitiges Umschalten sämtlicher
Umschalter I, II und III.
Tritt in der Praxis die Forderung auf, die jeweils nicht mit der gemeinsamen Leitung verbundene Anschlußleitung
— beim Ausführungsbeispiel der Fig. 2 die Anschluß leitung B — reflexionsfrei abzuschließen,
ίο so läßt sich in an sich bekannter Weise dies auf die in Fig. 3 gezeigte Weise realisieren. Es sind hierzu
wenigstens vier Umschalter erforderlich, von denen die Umschalter I' und I" zunächst zu einer Art Vorwahl
der gewünschten Verbindung führen, während dann die Umschalter II und III die endgültige Verbindung
zu der gewünschten Anschlußleitung herstellen. Mit OA und OB sind die beiden den jeweiligen
Leitungszweig reflexionsfrei abschließenden Abschlußwiderstände bezeichnet. Analog zum Ausführungsbeispiel
nach Fig. 2 ist hier die gemeinsame LeitungAIB mit der weiteren Leitung^ durchverbunden,
während die weitere Leitung B auf den sie reflexionsfrei abschließenden Abschlußwiderstand OB
aufgeschaltet ist. Bei gleichzeitigem Umschalten sämtlicher Umschalter wird die Leitung B nach AIB hin
verbunden, während die Leitung A auf den für sie bestimmten reflexionsfreien abschließenden Widerstand
OA aufgeschaltet wird.
Die bei den bekannten Anordnungen erforderlichen Umschaltekontakte werden beim Erfindungsgegenstand
vermieden, weil dadurch einerseits die \rorteile erzielt werden, daß die beiden parallel laufenden Anschlüsse
eines Umschalters, die, wie der Erfindung zugrunde liegende Untersuchungen gezeigt haben, eine
relativ starke Verkopplung ergeben, und auch die am Ruhekontakt von Umschaltern auftretenden Kontaktprellungen
vermieden sind. Andererseits lassen sich die Arbeitskontakte in vorteilhafter Weise wesentlich
leichter als Umschaltekontakte zu einer Koaxialleitung ergänzen, die über ihre Länge hin einen wenigstens
nahezu konstanten Wellenwiderstand hat, und außerdem sind auf diese Weise relativ einfache Schalteinheiten
erreichbar, bei denen der zusätzliche Vorteil gegeben ist, daß eine große Freizügigkeit hinsichtlich
der Lage der mit den Leitungen zu verbindenden Anschlüssen gewonnen wird.
In der Fig. 4 ist in etwa natürlicher Größe mit wesentlichen konstruktiven Einzelheiten eine Umschalteinrichtung
dargestellt, die nach der Lehre der Erfindung ausgebildet ist. Die Schaltung dieser Anordnung
gibt die Fig. 6 wieder. Die Umschalteinrichtung besteht aus sechs Schutzgaskontakten 7, S1 9,10, 11 und 12, deren jeder mittels einer umgebenden Metallhülse
H zu einem Koaxialleitungsabschnitt ergänzt ist. Die Schutzgaskontakte (7 bis 12) sind mit ihren
zugehörigen Metallhülsen H zwischen zwei Endstücke 13 und 14 eingespannt, und zwar derart, daß diese metallischen
Endstücke 13,14 mit den Außenleitern Ii der einzelnen Schutzgaskontakte in auch hochfrequenzmäßig
gut leitender Verbindung stehen. An dem einen Ende der Schutzgaskontakte, die zueinander
parallel liegen und in einer Reihe angeordnet sind, sind die Anschlüsse der Schutzgaskontakte über Bügel
15 derart miteinander verbunden, daß die ersten drei und die zweiten drei Anschlüsse — so wie in der Fig. 4
dargestellt — untereinander kurzgeschlossen werden. Zwischen diesen beiden Gruppen untereinander kurzgeschlossener Anschlüsse ist eine Zwischenwand des
Endstückes 13 gezogen, um eine unerwünschte Kopplung zu unterdrücken. Am anderen Ende der Schutz-
gaskontakte gehen der Anschluß des Schutzgaskontaktes 7 in den Innenleiter der in Koaxialbauweise
ausgeführten Anschlußleitung A und der Anschluß des Schutzgaskontaktes 12 in den Innenleiter der in
Koaxialbauweise ausgeführten Anschlußleitung B über. Die Anschlüsse der Schutzgaskontakte 9 und 10 sind
in der in der Zeichnung dargestellten Weise miteinander kurzgeschlossen und mit dem Innenleiter der gemeinsamen
ebenfalls in Koaxialbauweise ausgeführten Anschlußleitung AIB verbunden. Die noch freien Anschlüsse
der Schutzgaskontakte 8 und 11 sind gegen ihre zugehörige Außenleiter hin, beispielsweise mittels
zweier Federklemmen 16, kurzgeschlossen. Die Betätigung der einzelnen Relais bzw. Schutzgaskontakte
erfolgt durch Magnetspulen 17, die auf die die Außenleiter bildenden Metallhülsen H aufgeschoben sind.
Um eine möglichst gute Schließung des magnetischen Kreises sicherzustellen, ist ein die Schutzgaskontaktreihe
(7 bis 12) umschließendes Seitenteil 18 aus ferromagnetischem Material, beispielsweise Weicheisen,
vorgesehen. Die Anschlüsse der einzelnen Magnetspulen 17 sind beispielsweise, so wie in Fig. 4 gezeigt,
an der Schmalseite des Seitenteils 18 zu Anschlußlötösen 19 od. dgl. geführt.
Die Fig. 5 zeigt eine Draufsicht auf eine Anordnung nach Fig. 4 unter Anwendung der entsprechenden Bezeichnung,
so daß sich ein weiteres Eingehen auf diese Abbildung mit Rücksicht auf die Ausführung zu der
Fig. 4 erübrigt.
Wie aus der Fig. 6 ersichtlich, erfolgt die Betätigung der einzelnen Magnetspulen 17 bei einer Anordnung
nach den Fig. 4 und 5 zweckmäßig in der Weise, daß in dem einen Schaltzustand der erste, dritte und
fünfte Schutzgaskontakt und in dem anderen Schaltzustand der zweite, vierte und sechste Schutzgaskontakt
geschlossen sind. In diesem Fall ist entweder die Leitung A oder die Leitung B an die gemeinsame
Leitung AIB angeschaltet, und gleichzeitig ist die jeweils unbenutzte Leitung über eine Erdverbindung
praktisch völlig entkoppelt. In dem Schemabild der Fig. 6 ist dabei jeder Schutzgaskontakt durch einen
Kreis dargestellt, der zwei kleinere, die Kontaktfedern andeutende Kreise enthält, von denen die auf der Seite
(Anschlußseite) des Endstückes 14 gelegene jeweils durch Ankreuzen des entsprechenden Kreises gekennzeichnet
ist. Durch die stark ausgezeichneten Verbindungen innerhalb der Schutzgaskontakte 7 bis 12 sind
die in dem einen der beiden Schaltzustände geschlossenen Schutzgaskontakte hervorgehoben.
Die in der Fig. 6 schematisch dargestellte Anordnung, von der eine Ausführungsform die Fig. 4 und 5
wiedergeben, läßt sich in sehr einfacher Weise dahingehend weiterbilden, daß außer der sogenannten
Zwischenerde auch der reflexionsfreie Abschluß der jeweils unbenutzten Leitung^ oder B sichergestellt ,
ist. Es wird dies dadurch erzwungen, daß zwei der in der Fig. 6 dargestellten Kontaktreihen zusammengefaßt
werden, und zwar in der Weise, wie es die Fig. 7 wiedergibt. Jede der Schutzgaskontaktreihen ist
durch ein gestrichelt eingezeichnetes Kästchen 20, 21 ι angedeutet. Die Schutzgaskontakte 7 der Kontaktreihen
20 und 21 sind ebenso durch eine äußere Leitung miteinander verbunden, wie die Schutzgaskontakte
12 beider Kontaktreihen. Die Zwischenerden der Kontaktreihe 20 bleiben, während in der Kontakt-
< reihe 21 die Zwischenerden durch reflexionsfreie Abschlüsse OA und OB für die jeweils zugehörige Leitung
ersetzt werden. In dem einen Schaltzustand sind in der Kontaktreihe 20 die Schutzgaskontakte 7, 9,10
und 11 geschlossen. Gegebenenfalls empfiehlt es sich 7
außerdem noch, in dem gezeichneten Schaltzustand den Schutzgaskontakt 12 der Kontaktreihe 20 zu
schließen, damit frei liegende Leitungsstücke vermieden werden. In der anderen Schaltstellung erscheinen
die Kontakte der beiden Schutzgaskontaktreihen hinsichtlich Schließung und Öffnung um eine durch die
gemeinsame Anschlußleitung AIB gehende Mittellinie gespiegelt im Vergleich zur eingezeichneten Schaltstellung.
In der Fig. 8 ist eine weitere Ausführungsform für eine Umschalteinrichtung nach der Lehre der Erfindung
dargestellt, die sich dadurch auszeichnet, daß sie unter Fortfall der Erdschlußfreiheit der jeweils ungeschaltetenLeitung
zwei der sechs Schutzgaskontakte einer Kontaktreihe vermeidet. Die Einrichtung besteht
aus vier Schutzgaskontakten, die wiederum in Metallhülsen H angeordnet sind, welche zwischen zwei Endstücken
13,14 unter gleichzeitiger Anwendung des bereits in den Fig. 4 und 5 gezeigten magnetischen
Rückschlusses 18 eingespannt sind. Die sonstige Ausbildung ist im wesentlichen gleichartig zu der nach
den Fig. 4 und 5, so daß sich ein weiteres Eingehen hierauf erübrigt. Für zu der Anordnung nach den
Fig. 4 und 5 gleichartige Teile sind gleichartige Bezugszeichen gewählt. Um alle Leitungsanschlüsse nach
einer Seite gerichtet zu erhalten, ist die gemeinsame Anschlußleitung AIB durch ein kurzes Stück Koaxialleitung
in der Mitte zwischen den vier Schutzgaskontakten nach der gemeinsamen Anschlußseite geführt.
Mit einer derartigen Grundeinheit läßt sich — wie in der Fig. 10 im Prinzipschaltbild gezeigt — auch
eine zur Fig. 7 analoge Schaltung entwickeln, die außer der »Zwischenerde« auch noch den reflexionsfreien
Abschluß der jeweils ungeschalteten Leitung sicherstellt, indem zwei Kontaktreihen nach den Fig. 8
und 9 durch äußere Verbindung entsprechend zusammengeschaltet oder baulich in einer Einheit zusammengefaßt
werden.
In den Fällen, in denen es auf eine möglichst kurze Ansprech- und Abfallzeit des einzelnen Schutzgaskontaktes
ankommt, können an sich bekannte Vorkehrungen getroffen werden, wie die Vermeidung jeglicher
Kurzschlußwicklung, vor allem durch äußere Bauteile u. dgl. Aus diesem Grund kann es daher im
Einzelfall zweckmäßig sein, die die Außenleiter bildenden Metallhülsen H mit einer Längsschlitzung zu
versehen und einen Kurzschluß durch äußere Bauteile zu vermeiden. Eine hierzu elektrisch etwa gleichwertige,
bautechnisch ebenfalls vorteilhafte Lösung besteht darin, die Metallhülsen H aus einem Metall
hinreichend hohen Widerstandes aufzubauen. Das kann beispielsweise auch dadurch geschehen, daß die
Hülsen H aus einem Isolierstoff gefertigt und lediglieh auf der Innenseite mit einer dünnen wegen des
Skin-Effektes nur für die Hochfrequenz hinreichend verlustarmen Metallschicht überzogen, beispielsweise
bedampft werden.
In der Fig. 11 ist die Anwendung einer Umschalt-
>o einrichtung nach der Erfindung in einem Richtfunksystem wiedergegeben. Es sind hierbei eine Endstelle
»Senden« (Se), eine »Zwischenstelle« (Z) und eine Endstelle »Empfangen« (Em) angenommen. In der
Endstelle »Senden« laufen beispielsweise fünf Einzel-
'5 kanäle a, b, d, d und e jeweils in den zugehörigen Kanalmodulator M ein und von dort aus unter Zwischenfügung
von Umschalteinrichtungen auf die zugehörigen Senderendstufen S, die entweder auf verschiedene
Richtantennen oder über eine entsprechende Ver-
o zweigungsschaltung auf eine gemeinsame Antenne RA,
Claims (1)
1. Einrichtung zur wahl weisen Verbindung einer gemeinsamen Anschlußleitung mit einer von zwei
weiteren Leitungen unter Verwendung von wenigstens drei magnetisch betätigten Umschaltern, die
derart untereinander verbunden sind, daß im ge-
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DENDAT1070253D DE1070253B (de) | 1957-07-26 | ||
| DES54487A DE1064573B (de) | 1957-07-26 | 1957-07-26 | Einrichtung zur wahlweisen Verbindung einer gemeinsamen Anschlussleitung mit einer von zwei weiteren Leitungen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES54487A DE1064573B (de) | 1957-07-26 | 1957-07-26 | Einrichtung zur wahlweisen Verbindung einer gemeinsamen Anschlussleitung mit einer von zwei weiteren Leitungen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1064573B true DE1064573B (de) | 1959-09-03 |
Family
ID=7489836
Family Applications (2)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT1070253D Pending DE1070253B (de) | 1957-07-26 | ||
| DES54487A Pending DE1064573B (de) | 1957-07-26 | 1957-07-26 | Einrichtung zur wahlweisen Verbindung einer gemeinsamen Anschlussleitung mit einer von zwei weiteren Leitungen |
Family Applications Before (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT1070253D Pending DE1070253B (de) | 1957-07-26 |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (2) | DE1064573B (de) |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE814915C (de) * | 1948-10-02 | 1951-09-27 | Siemens & Halske A G | Elektromagnetisches Relais |
| GB756817A (en) * | 1953-10-07 | 1956-09-12 | Western Electric Co | Coaxial electric switches and relays |
-
0
- DE DENDAT1070253D patent/DE1070253B/de active Pending
-
1957
- 1957-07-26 DE DES54487A patent/DE1064573B/de active Pending
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE814915C (de) * | 1948-10-02 | 1951-09-27 | Siemens & Halske A G | Elektromagnetisches Relais |
| GB756817A (en) * | 1953-10-07 | 1956-09-12 | Western Electric Co | Coaxial electric switches and relays |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE1070253B (de) |
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