[go: up one dir, main page]

DE1064573B - Einrichtung zur wahlweisen Verbindung einer gemeinsamen Anschlussleitung mit einer von zwei weiteren Leitungen - Google Patents

Einrichtung zur wahlweisen Verbindung einer gemeinsamen Anschlussleitung mit einer von zwei weiteren Leitungen

Info

Publication number
DE1064573B
DE1064573B DES54487A DES0054487A DE1064573B DE 1064573 B DE1064573 B DE 1064573B DE S54487 A DES54487 A DE S54487A DE S0054487 A DES0054487 A DE S0054487A DE 1064573 B DE1064573 B DE 1064573B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
contacts
protective gas
switching
receiver
individual
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DES54487A
Other languages
English (en)
Inventor
Ernst Welz
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Priority to DENDAT1070253D priority Critical patent/DE1070253B/de
Application filed by Siemens Corp filed Critical Siemens Corp
Priority to DES54487A priority patent/DE1064573B/de
Publication of DE1064573B publication Critical patent/DE1064573B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01PWAVEGUIDES; RESONATORS, LINES, OR OTHER DEVICES OF THE WAVEGUIDE TYPE
    • H01P1/00Auxiliary devices
    • H01P1/10Auxiliary devices for switching or interrupting
    • H01P1/12Auxiliary devices for switching or interrupting by mechanical chopper
    • H01P1/125Coaxial switches

Landscapes

  • Variable-Direction Aerials And Aerial Arrays (AREA)

Description

DEUTSCHES
Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung zur •wahlweisen Verbindung einer gemeinsamen Anschlußleitung mit einer von zwei weiteren Leitungen, unter Verwendung von wenigstens drei magnetisch betätigten Umschaltern, die derart untereinander verbunden sind, daß im geschalteten Zustand die gemeinsame Anschlußleitung über den ersten Umschalter auf denjenigen der beiden weiteren Umschalter gelegt ist, der mit der gewünschten der zwei weiteren Leitungen verbunden ist, unter gleichzeitiger Erdverbindung der unbenutzten Anschlüsse aller Umschalter.
Einrichtungen der vorbezeichneten Art werden beispielsweise dazu benötigt, um in Richtfunkanlagen ein Hochfrequenzgerät, beispielsweise einen Sender oder einen Empfänger, auf ein entsprechendes Ersatzgerät möglichst kurzfristig aufzuschalten. Bisher wurde diese Aufgabe meist in der Weise gelöst, daß der Innenleiter einer Koaxialleitung biegsam und aus magnetischem Material gestaltet und zwischen zwei feststehenden Kontaktarmen durch entsprechende Magnetisierung umgeschaltet wurde. Der Nachteil dieser Anordnung ist darin zu sehen, daß die jeweils offene Verbindung über die Streukapazitäten nur unzureichend abgetrennt ist. Diesem Nachteil wird in der Praxis in der Weise weitgehend abgeholfen, daß die gesamte Umschalteinrichtung in der vorstehend aufgeführten Weise aus wenigstens drei derart zusammengeschalteten Umschaltern besteht, daß die jeweils unbenutzten Anschlüsse geerdet sind. Hierbei zeigt sich jedoch, daß gerade, wenn es auf die Wahrung eines einheitlichen Wellenwiderstandes über den Zug der gesamten Umschalteeinrichtung ankommt, die Erfüllung dieser Forderung wegen der teils erheblichen Länge der einzelnen unbenutzten Zungen des Umschalters relativ schwierig ist. Man ist deshalb dazu übergegangen, diese Zungen relativ kurz zu halten und die dadurch erhöhte Gefahr von während des SchaltungsVorganges auftretenden Prellungen durch quecksilberbenetzte Kontakte weitgehend zu beseitigen. Das führt jedoch zu räumlich sehr aufwendigen Anordnungen, und überdies wird die gesamte
schüttel- und lageempfindlich.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Weg zu weisen, auf dem es möglich ist, unter anderem gerade die vorstehend aufgeführten Schwierigkeiten bei einer insbesondere für Hochfrequenzzwecke bestimmten Umschalteinrichtung zu beheben. Gemäß der Erfindung wird diese Aufgabe, ausgehend von einer Umschalteinrichtung der einleitend beschriebenen Art, in der Weise gelöst, daß jeder der Umschalter aus zwei in an sich bekannter Weise als Arbeitskontakte ausgebildeten Schutzgaskontakten besteht, deren jeder mittels eines metallischen Außenmantels zu einer Koaxialleitung ergänzt ist, und daß diese Außenleiter
Umschalteinrichtung Einrichtung zur wahlweisen Verbindung
einer gemeinsamen Anschlußleitung
mit einer von zwei weiteren Leitungen
Anmelder:
Siemens & Halske Aktiengesellschaft,
Berlin und München,
München 2, Wittelsbacherplatz 2
Ernst Welz, München,
ist als Erfinder genannt worden
aller Schutzgaskontakte in ebenfalls bekannter Weise unmittelbar miteinander verbunden sind und den allen Anschlüssen der Umschalteinrichtung gemeinsamen Pol bilden. Unter einem Schutzgaskontakt wird dabei eine bekannte Anordnung verstanden, bei der zwei, vorzugsweise etwa gleich lange, federnd und etwa a5 bandförmig ausgebildete Metallzungen aus ferromagnetischem Material in ein Glasrohr, von dessen Enden her derart eingeschmolzen sind, daß sich ihre benachbarten Enden mit geringem gegenseitigem Abstand überlappen. Durch Anlegen eines äußeren Magnetfeldes in der Weise, daß sich dieses über beide federnde Zungen schließt, kann der Kontakt geschlossen werden bzw., falls der Kontakt mittels einer entsprechenden Vormagnetisierung geschlossen ist, geöffnet werden.
Nachstehend wird die Erfindung an Hand von Ausführungsbeispielen, deren wesentliche Einzelheiten in den Zeichnungen wiedergegeben sind, näher erläutert. In den Zeichnungen zeigt
Fig. 1 eine bekannte Ausführungsform eines Schutzgaskontaktes,
Fig. 2 das Prinzipschaltbild einer bekannten Umschalteinrichtung mit »Zwischenerde« der unbenutzten Anschlüsse,
Fig. 3 eine bekannte Weiterbildung der Schaltung nach Fig. 2, und zwar in der Weise, daß die jeweils freie Leitung reflexionsfrei abgeschlossen ist,
Fig. 4 die Vorderansicht mit Teilschnitt einer Umschalteinrichtung nach der Erfindung,
Fig. 5 eine Draufsicht auf die Umschalteinrichtung der Fig. 4,
Fig. 6 ein Prinzipschaltbild der in den Fig. 4 und 5 dargestellten Umschalteinrichtung,
Fig. 7 eine Weiterbildung der Umschalteinrichtung nach den Fig. 4, 5 und 6,
909 610/277
Fig. 8 eine weitere Ausführungsform einer Umschalteinrichtung nach der Erfindung,
Fig. 9 eine konstruktive Ausbildung der Anordnung nach Fig. 8,
Fig. 10 eine zur Umschalteinrichtung nach der Fig. 7 äquivalente Einrichtung mit einer geringeren Anzahl von Schutzgaskontakten unter Verwendung der Ausführungsform nach den Fig. 8 und 9,
Fig. 11 in Weiterbildung der Erfindung die Anwendung der neuen Umschalteinrichtung in der Ersatzschaltungstechnik einer Richtfunkstrecke unter Verwendung von Einheiten nach den Fig. 4,5 und 6 bzw. 8 und 9,
Fig. 12, 13, 14 und 15 ein spezielles Anwendungsbeispiel der neuen Umschalteinrichtung unter Verwendung von Einheiten nach den Fig. 8 und 9 und
Fig. 16 und 17 vorteilhafte Ausbildungen der Magnetisierungsvorrichtungen.
In der Fig. 1 ist ein Schutzgaskontakt bekannter Bauart dargestellt [vgl. z. B. Bell System Technical Journal, Bd. 35 (1956), S. 253], der aus zwei Kontaktfedern 1, 2 von magnetischem Werkstoff besteht, die sich, geringfügig überlappend, in geringem Abstand gegenüberstehen und die in ein vorzugsweise gasgefülltes Rohr 3 aus Glas oder sonstigem geeignetem Werkstoff in an sich bekannter Weise eingeschmolzen sind. Die Enden 4, 5 der Durchschmelzleiter sind entweder nach Art eines Bandleiters oder in Form eines steifen Drahtes nach außerhalb des Schutzgefäßes 3 geführt. Wird ein Magnetfeld derart zur Einwirkung auf die Kontaktfedern 1, 2 gebracht, daß sich der Magnetfluß über diese aus magnetischem Werkstoff bestehenden Kontaktfedern 1, 2 zu schließen sucht, so ziehen sich die beiden Kontaktfedern 1, 2 an der Überiappungsstelle gegenseitig an, und es kommt zur elektrischen Kontaktgabe zwischen diesen Teilen. Bei Aufhebung des einwirkenden Magnetfeldes entfernen sich die Kontaktteile 1, 2 voneinander. Die Schließung des Relais 1,2 kann dabei sowohl mittels eines Permanentals auch mittels eines Elektromagneten erfolgen.
In der Umschalttechnik für Hochfrequenzzwecke werden bisher jedoch nicht derartige Arbeitskontaktrelais verwendet, sondern, wie einleitend ausgeführt, Umschaltrelais, die eine weitere Kontaktfeder besitzen, die in Zusammenwirken mit der überlappenden Kontaktzunge einen Ruhekontakt bildet.
Um die kapazitive Kopplung bei derartigen Umschaltern auf ein Minimum zu reduzieren, wird in Hochfrequenzumschalteinrichtungen in der Weise gearbeitet, daß die jeweils unbenutzten Anschlüsse geerdet bzw. mit dem anderen ungeschalteten Leitungspol verbunden werden. Eine schematische Skizze dieser Schaltungsart zeigt die Fig. 2, in der AIB die gemeinsame Zuleitung zu der Umschalteinrichtung bedeutet, die mit einer der beiden weiteren Leitungen^ bzw. B wahlweise die Verbindung herstellt. Mit Er ist die Erdverbindung bezeichnet, die im Fall der Ausbildung der Leitungen AlB, A und B als Koaxialleitungen nichts anderes als die Verbindung mit deren Außenleitern bedeutet, während die Innenleiter dieser Koaxialleitungen zu den mit A/B, A und B bezeichneten Punkten der Schaltung führen. In der gezeichneten Schaltstellung ist die Leitung AIB mit der Leitung A verbunden, die über die schädliche Koppelkapazität Ck zugleich mit dem freien Anschluß des ersten Umschalters I gekoppelt ist. Die hierüber abfließende Energie wird jedoch über den Umschalter II auf Erdpotential geführt, was auch für den freien Anschluß des Umschalters III zutrifft. Der andere Anschluß des Umschalters III ist mit dem Anschluß A
verbunden, desgleichen der noch freie Anschluß des Umschalters II mit B. Die Umschaltung der gemeinsamen Leitung AIB auf eine der Leitungen A bzw. B geschieht durch gleichzeitiges Umschalten sämtlicher Umschalter I, II und III.
Tritt in der Praxis die Forderung auf, die jeweils nicht mit der gemeinsamen Leitung verbundene Anschlußleitung — beim Ausführungsbeispiel der Fig. 2 die Anschluß leitung B — reflexionsfrei abzuschließen,
ίο so läßt sich in an sich bekannter Weise dies auf die in Fig. 3 gezeigte Weise realisieren. Es sind hierzu wenigstens vier Umschalter erforderlich, von denen die Umschalter I' und I" zunächst zu einer Art Vorwahl der gewünschten Verbindung führen, während dann die Umschalter II und III die endgültige Verbindung zu der gewünschten Anschlußleitung herstellen. Mit OA und OB sind die beiden den jeweiligen Leitungszweig reflexionsfrei abschließenden Abschlußwiderstände bezeichnet. Analog zum Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 ist hier die gemeinsame LeitungAIB mit der weiteren Leitung^ durchverbunden, während die weitere Leitung B auf den sie reflexionsfrei abschließenden Abschlußwiderstand OB aufgeschaltet ist. Bei gleichzeitigem Umschalten sämtlicher Umschalter wird die Leitung B nach AIB hin verbunden, während die Leitung A auf den für sie bestimmten reflexionsfreien abschließenden Widerstand OA aufgeschaltet wird.
Die bei den bekannten Anordnungen erforderlichen Umschaltekontakte werden beim Erfindungsgegenstand vermieden, weil dadurch einerseits die \rorteile erzielt werden, daß die beiden parallel laufenden Anschlüsse eines Umschalters, die, wie der Erfindung zugrunde liegende Untersuchungen gezeigt haben, eine relativ starke Verkopplung ergeben, und auch die am Ruhekontakt von Umschaltern auftretenden Kontaktprellungen vermieden sind. Andererseits lassen sich die Arbeitskontakte in vorteilhafter Weise wesentlich leichter als Umschaltekontakte zu einer Koaxialleitung ergänzen, die über ihre Länge hin einen wenigstens nahezu konstanten Wellenwiderstand hat, und außerdem sind auf diese Weise relativ einfache Schalteinheiten erreichbar, bei denen der zusätzliche Vorteil gegeben ist, daß eine große Freizügigkeit hinsichtlich der Lage der mit den Leitungen zu verbindenden Anschlüssen gewonnen wird.
In der Fig. 4 ist in etwa natürlicher Größe mit wesentlichen konstruktiven Einzelheiten eine Umschalteinrichtung dargestellt, die nach der Lehre der Erfindung ausgebildet ist. Die Schaltung dieser Anordnung gibt die Fig. 6 wieder. Die Umschalteinrichtung besteht aus sechs Schutzgaskontakten 7, S1 9,10, 11 und 12, deren jeder mittels einer umgebenden Metallhülse H zu einem Koaxialleitungsabschnitt ergänzt ist. Die Schutzgaskontakte (7 bis 12) sind mit ihren zugehörigen Metallhülsen H zwischen zwei Endstücke 13 und 14 eingespannt, und zwar derart, daß diese metallischen Endstücke 13,14 mit den Außenleitern Ii der einzelnen Schutzgaskontakte in auch hochfrequenzmäßig gut leitender Verbindung stehen. An dem einen Ende der Schutzgaskontakte, die zueinander parallel liegen und in einer Reihe angeordnet sind, sind die Anschlüsse der Schutzgaskontakte über Bügel 15 derart miteinander verbunden, daß die ersten drei und die zweiten drei Anschlüsse — so wie in der Fig. 4 dargestellt — untereinander kurzgeschlossen werden. Zwischen diesen beiden Gruppen untereinander kurzgeschlossener Anschlüsse ist eine Zwischenwand des Endstückes 13 gezogen, um eine unerwünschte Kopplung zu unterdrücken. Am anderen Ende der Schutz-
gaskontakte gehen der Anschluß des Schutzgaskontaktes 7 in den Innenleiter der in Koaxialbauweise ausgeführten Anschlußleitung A und der Anschluß des Schutzgaskontaktes 12 in den Innenleiter der in Koaxialbauweise ausgeführten Anschlußleitung B über. Die Anschlüsse der Schutzgaskontakte 9 und 10 sind in der in der Zeichnung dargestellten Weise miteinander kurzgeschlossen und mit dem Innenleiter der gemeinsamen ebenfalls in Koaxialbauweise ausgeführten Anschlußleitung AIB verbunden. Die noch freien Anschlüsse der Schutzgaskontakte 8 und 11 sind gegen ihre zugehörige Außenleiter hin, beispielsweise mittels zweier Federklemmen 16, kurzgeschlossen. Die Betätigung der einzelnen Relais bzw. Schutzgaskontakte erfolgt durch Magnetspulen 17, die auf die die Außenleiter bildenden Metallhülsen H aufgeschoben sind. Um eine möglichst gute Schließung des magnetischen Kreises sicherzustellen, ist ein die Schutzgaskontaktreihe (7 bis 12) umschließendes Seitenteil 18 aus ferromagnetischem Material, beispielsweise Weicheisen, vorgesehen. Die Anschlüsse der einzelnen Magnetspulen 17 sind beispielsweise, so wie in Fig. 4 gezeigt, an der Schmalseite des Seitenteils 18 zu Anschlußlötösen 19 od. dgl. geführt.
Die Fig. 5 zeigt eine Draufsicht auf eine Anordnung nach Fig. 4 unter Anwendung der entsprechenden Bezeichnung, so daß sich ein weiteres Eingehen auf diese Abbildung mit Rücksicht auf die Ausführung zu der Fig. 4 erübrigt.
Wie aus der Fig. 6 ersichtlich, erfolgt die Betätigung der einzelnen Magnetspulen 17 bei einer Anordnung nach den Fig. 4 und 5 zweckmäßig in der Weise, daß in dem einen Schaltzustand der erste, dritte und fünfte Schutzgaskontakt und in dem anderen Schaltzustand der zweite, vierte und sechste Schutzgaskontakt geschlossen sind. In diesem Fall ist entweder die Leitung A oder die Leitung B an die gemeinsame Leitung AIB angeschaltet, und gleichzeitig ist die jeweils unbenutzte Leitung über eine Erdverbindung praktisch völlig entkoppelt. In dem Schemabild der Fig. 6 ist dabei jeder Schutzgaskontakt durch einen Kreis dargestellt, der zwei kleinere, die Kontaktfedern andeutende Kreise enthält, von denen die auf der Seite (Anschlußseite) des Endstückes 14 gelegene jeweils durch Ankreuzen des entsprechenden Kreises gekennzeichnet ist. Durch die stark ausgezeichneten Verbindungen innerhalb der Schutzgaskontakte 7 bis 12 sind die in dem einen der beiden Schaltzustände geschlossenen Schutzgaskontakte hervorgehoben.
Die in der Fig. 6 schematisch dargestellte Anordnung, von der eine Ausführungsform die Fig. 4 und 5 wiedergeben, läßt sich in sehr einfacher Weise dahingehend weiterbilden, daß außer der sogenannten Zwischenerde auch der reflexionsfreie Abschluß der jeweils unbenutzten Leitung^ oder B sichergestellt , ist. Es wird dies dadurch erzwungen, daß zwei der in der Fig. 6 dargestellten Kontaktreihen zusammengefaßt werden, und zwar in der Weise, wie es die Fig. 7 wiedergibt. Jede der Schutzgaskontaktreihen ist durch ein gestrichelt eingezeichnetes Kästchen 20, 21 ι angedeutet. Die Schutzgaskontakte 7 der Kontaktreihen 20 und 21 sind ebenso durch eine äußere Leitung miteinander verbunden, wie die Schutzgaskontakte 12 beider Kontaktreihen. Die Zwischenerden der Kontaktreihe 20 bleiben, während in der Kontakt- < reihe 21 die Zwischenerden durch reflexionsfreie Abschlüsse OA und OB für die jeweils zugehörige Leitung ersetzt werden. In dem einen Schaltzustand sind in der Kontaktreihe 20 die Schutzgaskontakte 7, 9,10 und 11 geschlossen. Gegebenenfalls empfiehlt es sich 7
außerdem noch, in dem gezeichneten Schaltzustand den Schutzgaskontakt 12 der Kontaktreihe 20 zu schließen, damit frei liegende Leitungsstücke vermieden werden. In der anderen Schaltstellung erscheinen die Kontakte der beiden Schutzgaskontaktreihen hinsichtlich Schließung und Öffnung um eine durch die gemeinsame Anschlußleitung AIB gehende Mittellinie gespiegelt im Vergleich zur eingezeichneten Schaltstellung.
In der Fig. 8 ist eine weitere Ausführungsform für eine Umschalteinrichtung nach der Lehre der Erfindung dargestellt, die sich dadurch auszeichnet, daß sie unter Fortfall der Erdschlußfreiheit der jeweils ungeschaltetenLeitung zwei der sechs Schutzgaskontakte einer Kontaktreihe vermeidet. Die Einrichtung besteht aus vier Schutzgaskontakten, die wiederum in Metallhülsen H angeordnet sind, welche zwischen zwei Endstücken 13,14 unter gleichzeitiger Anwendung des bereits in den Fig. 4 und 5 gezeigten magnetischen Rückschlusses 18 eingespannt sind. Die sonstige Ausbildung ist im wesentlichen gleichartig zu der nach den Fig. 4 und 5, so daß sich ein weiteres Eingehen hierauf erübrigt. Für zu der Anordnung nach den Fig. 4 und 5 gleichartige Teile sind gleichartige Bezugszeichen gewählt. Um alle Leitungsanschlüsse nach einer Seite gerichtet zu erhalten, ist die gemeinsame Anschlußleitung AIB durch ein kurzes Stück Koaxialleitung in der Mitte zwischen den vier Schutzgaskontakten nach der gemeinsamen Anschlußseite geführt.
Mit einer derartigen Grundeinheit läßt sich — wie in der Fig. 10 im Prinzipschaltbild gezeigt — auch eine zur Fig. 7 analoge Schaltung entwickeln, die außer der »Zwischenerde« auch noch den reflexionsfreien Abschluß der jeweils ungeschalteten Leitung sicherstellt, indem zwei Kontaktreihen nach den Fig. 8 und 9 durch äußere Verbindung entsprechend zusammengeschaltet oder baulich in einer Einheit zusammengefaßt werden.
In den Fällen, in denen es auf eine möglichst kurze Ansprech- und Abfallzeit des einzelnen Schutzgaskontaktes ankommt, können an sich bekannte Vorkehrungen getroffen werden, wie die Vermeidung jeglicher Kurzschlußwicklung, vor allem durch äußere Bauteile u. dgl. Aus diesem Grund kann es daher im Einzelfall zweckmäßig sein, die die Außenleiter bildenden Metallhülsen H mit einer Längsschlitzung zu versehen und einen Kurzschluß durch äußere Bauteile zu vermeiden. Eine hierzu elektrisch etwa gleichwertige, bautechnisch ebenfalls vorteilhafte Lösung besteht darin, die Metallhülsen H aus einem Metall hinreichend hohen Widerstandes aufzubauen. Das kann beispielsweise auch dadurch geschehen, daß die Hülsen H aus einem Isolierstoff gefertigt und lediglieh auf der Innenseite mit einer dünnen wegen des Skin-Effektes nur für die Hochfrequenz hinreichend verlustarmen Metallschicht überzogen, beispielsweise bedampft werden.
In der Fig. 11 ist die Anwendung einer Umschalt-
>o einrichtung nach der Erfindung in einem Richtfunksystem wiedergegeben. Es sind hierbei eine Endstelle »Senden« (Se), eine »Zwischenstelle« (Z) und eine Endstelle »Empfangen« (Em) angenommen. In der Endstelle »Senden« laufen beispielsweise fünf Einzel-
'5 kanäle a, b, d, d und e jeweils in den zugehörigen Kanalmodulator M ein und von dort aus unter Zwischenfügung von Umschalteinrichtungen auf die zugehörigen Senderendstufen S, die entweder auf verschiedene Richtantennen oder über eine entsprechende Ver-
o zweigungsschaltung auf eine gemeinsame Antenne RA,

Claims (1)

vorzugsweise eine Richtantenne, aufgeschaltet sind. In einiger Entfernung hiervon ist die Zwischenstelle Z angeordnet, die über eine Antennenanlage RA' in entsprechender Weise die einzelnen Kanalfrequenzen aufnimmt und den Empfängern Es zuleitet, die sie über Umschalteinrichtungen an die entsprechenden Sender 5"^ zur Weitergabe an die ebenfalls in größere Entfernung angeordneten Empfänger Ee der Endstelle »Empfangen« geben, wo die einzelnen Kanäle a bis e über Umschalter zu den entsprechenden Demodulatoren D geführt werden, aus denen die einzelnen Kanäle a bis c dann entnommen werden können. Den fünf Betriebsgeräten ist ein Ersatzgerät beigeordnet, was sich — wie statische Untersuchungen zeigten — als zweckmäßig empfiehlt, und zwar sowohl in der Endstelle »Senden« als auch in der »Zwischenstelle« und in der Endstelle »Empfangen«. Die Bestückung dieses Ersatzgerätes wird zweckmäßig identisch zu der der Betriebsgeräte eines einzelnen Kanals gewählt. Der Ersatzkanal ist in der Fig. 11 mit ο bezeichnet. Fällt beispielsweise in der ZwischenstelleZ der Empfänger Ez des Kanals d aus, so wird durch entsprechende Signalisierung der »Zwischenstelle« der Sender Ss des Kanals d auf den Empfänger Eso des Ersatzkanals ο aufgeschaltet, während gleichzeitig auf der Endstelle »Senden« der Modulator M des Kanals d auf den Sender .So des Ersatzkanals ο aufgeschaltet wird. Alle sonstigen Schaltstellungen bleiben erhalten. Ein großer Vorteil des Erfindungsgegenstandes bei diesem Schaltprinzip liegt darin, daß die Umschaltung sowohl in niederfrequenter, hochfrequenter als auch zwischenfrequenter Ebene der jeweils zu schaltenden Frequenzen stattfinden kann. Beim Ausführungsbeispiel ist angenommen, daß die Schaltung in der zwischenfrequenten Ebene erfolgt, also beispielsweise mit Hochfrequenzspannungen, deren Frequenz in der Größenordnung zwischen z. B. 30 bis 150 MHz liegt. Um die Übersicht über das Schaltprinzip nennenswert zu erleichtern, ist in der »Zwischenstelle« strichpunktiert eingetragen, welcher Teil der Umschalteinrichtung jeweils von zwei der in den Fig. 4, 5 und 6 dargestellten Schutzgaskontaktreihen umfaßt wird. In der Fig. 12 ist die Anwendung von Umschalteinrichtungen nach den Fig. 8 und 9 in einem Ersatzschaltungssystem dargestellt, bei dem beispielsweise jeweils einer von drei Betriebskanälen a, b, c durch den gemeinsamen Ersatzkanal ο ersetzt werden kann. Die Fig. 12 zeigt hierbei die ungestörte Schaltung, von der das Prinzipschaltbild in der Fig. 13 wiedergegeben ist. Da es lediglich auf das Prinzip der Anordnung ankommt, ist von jedem Kanal nur die Umschaltung zwischen dem Zwischenfrequenzausgang {Eo,E I, £11, £111) des Empfängers und der jeweils zugehörigen Demodulationsstufe {Do, DI, DU, DIU) dargestellt. Es läßt sich aus der Fig. 14 (gestörter Betrieb) zusammen mit dem Prinzipschaltbild der Fig. 15 erkennen, daß z. B. zur Umschaltung bei Ausfall des Empfängers £ I lediglich dessen Demodulationsstufe DI auf den Ersatzempfänger Eo aufzuschalten ist, was in einfacher Weise dadurch erfolgen kann, daß von der in der Fig. 12 gezeichneten Schaltstellung — die die Betriebsschaltung ohne Ersatzempfänger wiedergibt — lediglich in den beiden obersten Schutzgaskontaktreihen die im Normalzustand geschlossenen Kontakte geöffnet und die sonst in diesen beiden Reihen geöffneten Kontakte geschlossen werden. In den übrigen Reihen bleiben die Kontaktstellungen unverändert. Bei Austausch des Empfängers £11 gegen den Ersatzempfänger Eo ist analog die gleichartige Vertauschung nur in den beiden mittleren Kontakt- reihen vorzunehmen. Bei Ausfall des Empfängers £111 ist analog die Vertauschung nur in den beiden unteren Kontaktreihen anzuwenden. Das führt zu einer wesentlichen Vereinfachung hinsichtlich der Magnetisierung der einzelnen Schutzgaskontakte. Es kann nämlich in diesem Fall in jeder Kontaktreihe eine konstante Vormagnetisierung angewendet werden, z.B. mittels einer jeweils einer Schutzgaskontaktreihe gemeinsamen Spule (22 in Fig. 16 und 17), die ίο lediglich zum Halten der einzelnen Schutzgaskontakte, nicht aber zu deren Schließen oder öffnen ausreicht. Jedem Schutzgaskontakt wird dann außerdem eine Einzelspule 17 zugeordnet, die bei subtraktiver Überlagerung zur Vormagnetisierung zum öffnen und bei additiver Überlagerung zur Vormagnetisierung zum Schließen des jeweiligen Schutzgaskontaktes dient. Dabei wird zweckmäßig die Schaltung so getroffen, daß (vgl. Fig. 16) die in der ersten Kolonne von sechs Schutzgaskontakten gelegenen Kontakte jeweils in so zwei aufeinanderfolgenden Kontaktreihen mit den in der dritten Kolonne gelegenen Schutzgaskontakten hinsichtlich ihrer Einzelspulen 17 parallel- oder in Reihe zusammengeschaltet werden und in gleicher Weise die Magnetisierungsspulen der Schutzgaskontakte der zweiten und vierten Kolonne. Man erhält auf diese Weise eine wesentliche Verringerung der Gesamtzahl der Anschlüsse für die Magnetisierungsspulen. An Stelle von Einzelspulen bei Verwendung von Baueinheiten nach der Fig. 8, ist die Ausführung der Anordnung nach der Fig. 12 auch in der Weise möglich, daß jeweils zwei Kontaktreihen für sich zu einer Baueinheit vereinigt werden, und daß (vgl. Fig. 17) jeweils zwei in einer Kolonne aufeinanderfolgend liegenden Schutzgaskontakten eine gemeinsame Schließungs- bzw. Öffnungswicklung 23 zugeordnet wird. Im Ganzen betrachtet entspricht diese Schaltungsart im wesentlichen einem Koordinatenprinzip. Die erwähnte Vormagnetisierung, die lediglich den Zweck eines Haltens der geschlossenen Kontakte hat, wird zweckmäßig etwa derart gewählt, daß sie die Hälfte, z. B. 30 Amperewindungen, der Magnetisierung, z. B. 70 Amperewindungen, beträgt, die durch die zum Öffnen bzw. Schließen der Kontakte vorgesehenen Spulen für den einzelnen Schutzgaskontakt gegeben ist. AVenn es darauf ankommt, die Reflexion im Zuge der Umschalteinrichtung besonders gering zu halten, so empfiehlt es sich, im durchgeschalteten Leistungszug liegende Stichleitungen in an sich bekannter Weise zu kompensieren. Eine Stichleitung ist beispielsweise bei der Anordnung nach den Fig. 4, 5 und 6 für die in der Fig. 6 gezeigte Schaltstellung für den Anschluß des Schutzgaskontaktes 8 gegeben, der über den Bügel 15 mit den Schutzgaskontakten7 und 9 verbunden ist. In der anderen Schaltstellung gilt Entsprechendes für den äquivalenten Anschluß des Schutzgaskontaktes 11. Die Kompensation ist besonders zweckmäßig, wenn eine größere Anzahl von Umschalteinrichtungen hintereinandergeschaltet ist (vgl. die Fig. 11 bis 15) und es darauf ankommt, daß die Gesamtreflexion einen bestimmten Wert, z. B. 1 °/o, nicht übereinstimmt. Patentansprüche:
1. Einrichtung zur wahl weisen Verbindung einer gemeinsamen Anschlußleitung mit einer von zwei weiteren Leitungen unter Verwendung von wenigstens drei magnetisch betätigten Umschaltern, die derart untereinander verbunden sind, daß im ge-
DES54487A 1957-07-26 1957-07-26 Einrichtung zur wahlweisen Verbindung einer gemeinsamen Anschlussleitung mit einer von zwei weiteren Leitungen Pending DE1064573B (de)

Priority Applications (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DENDAT1070253D DE1070253B (de) 1957-07-26
DES54487A DE1064573B (de) 1957-07-26 1957-07-26 Einrichtung zur wahlweisen Verbindung einer gemeinsamen Anschlussleitung mit einer von zwei weiteren Leitungen

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DES54487A DE1064573B (de) 1957-07-26 1957-07-26 Einrichtung zur wahlweisen Verbindung einer gemeinsamen Anschlussleitung mit einer von zwei weiteren Leitungen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1064573B true DE1064573B (de) 1959-09-03

Family

ID=7489836

Family Applications (2)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT1070253D Pending DE1070253B (de) 1957-07-26
DES54487A Pending DE1064573B (de) 1957-07-26 1957-07-26 Einrichtung zur wahlweisen Verbindung einer gemeinsamen Anschlussleitung mit einer von zwei weiteren Leitungen

Family Applications Before (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT1070253D Pending DE1070253B (de) 1957-07-26

Country Status (1)

Country Link
DE (2) DE1064573B (de)

Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE814915C (de) * 1948-10-02 1951-09-27 Siemens & Halske A G Elektromagnetisches Relais
GB756817A (en) * 1953-10-07 1956-09-12 Western Electric Co Coaxial electric switches and relays

Patent Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE814915C (de) * 1948-10-02 1951-09-27 Siemens & Halske A G Elektromagnetisches Relais
GB756817A (en) * 1953-10-07 1956-09-12 Western Electric Co Coaxial electric switches and relays

Also Published As

Publication number Publication date
DE1070253B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1154870B (de) Elektromagnetisch gesteuertes Schaltgeraet
DE3109049A1 (de) Hoergeraet
DE699682C (de) Schalteinrichtung oder Vakuumschalter, dessen Kontaktschluss durch eine aeussere magnetische Schaltkraft bewirkt wird
DE2724920C2 (de) Hochspannungsfeste Signalübertragungseinrichtung mit einem Trennübertrager
DE1015508B (de) Koaxialschalter
DE1064573B (de) Einrichtung zur wahlweisen Verbindung einer gemeinsamen Anschlussleitung mit einer von zwei weiteren Leitungen
DE2142340A1 (de) Elektrischer Schalter
DE1194497B (de) Elektromagnetische Schaltvorrichtung mit Schutzrohrankerkontakt
CH412025A (de) Relais für koaxiale Verbindungen
DE905519C (de) Schaltroehre zur wahlweisen Herstellung und Trennung einer elektrischen Kontaktverbindung
DE2804952A1 (de) Vorrichtung zur betaetigung eines magnetisch beeinflussbaren schalters
DE3048389A1 (de) Gekapselte schaltanlage
DE565492C (de) Elektromagnetische Schalteinrichtung mit mehreren mit magnetischer Funkenloeschung ausgeruesteten Kontaktstellen
DE577789C (de) Schalter, dessen die Schalterpole tragender Isolierkoerper den Unterbrechungsstellennahe entlang gefuehrt ist
DE1236074B (de) Elektromagnetische Schutzrohrkontaktvorrichtung
AT229952B (de) Elektrische Schalteinrichtung
DE568488C (de) Vorrichtung zur UEbermittlung von Signalen
AT216081B (de) Elektrischer Schalter
DE2431897A1 (de) Schalteinrichtung fuer ein drahtfunksystem
DE1104064B (de) Mehrfachrelais
DE902502C (de) Telegraphenuebertrager
DE726942C (de) Elektrisches Laufzeitglied
DE532796C (de) UEberbrueckung von Starkstrom-Leitungsluecken fuer Hochfrequenz
DE1060445B (de) Koordinatenwaehler
DE1020735B (de) Hochempfindliches elektromagnetisches Relais