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DE1064445B - Verfahren zur Formstabilisierung von Kleiderteilen - Google Patents

Verfahren zur Formstabilisierung von Kleiderteilen

Info

Publication number
DE1064445B
DE1064445B DEF22847A DEF0022847A DE1064445B DE 1064445 B DE1064445 B DE 1064445B DE F22847 A DEF22847 A DE F22847A DE F0022847 A DEF0022847 A DE F0022847A DE 1064445 B DE1064445 B DE 1064445B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
fabric
insert
ironing
air
cut
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEF22847A
Other languages
English (en)
Inventor
Walter Meining
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DEF22847A priority Critical patent/DE1064445B/de
Publication of DE1064445B publication Critical patent/DE1064445B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A41WEARING APPAREL
    • A41DOUTERWEAR; PROTECTIVE GARMENTS; ACCESSORIES
    • A41D27/00Details of garments or of their making
    • A41D27/02Linings
    • A41D27/06Stiffening-pieces
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A41WEARING APPAREL
    • A41BSHIRTS; UNDERWEAR; BABY LINEN; HANDKERCHIEFS
    • A41B3/00Collars
    • A41B3/10Collars chemically stiffened

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zttr Formstabilisierung von Kleiderteilen durch eine luftdurchlässige, thermoplastisches Material enthaltende Einlage, die mit dem zu stabilisierenden Stoffstück durch Bügeln, Pressen od. dgl. innig verbunden wird.
Es ist bekannt, Ehilagestoffe für Bekleidungsstücke mit Schuß- oder Kettfaden aus Celluloseacetat herzustellen. Die Celluloseacetatfäden haben thermoplastischen Charakter, so daß sie unter Verwendung von Lösungs- oder Anlösungsmitteln und durch Hitze und Druck mit einer Außenlage vereinigt werden können. Ein derartiges Verfahren hat den Nachteil, daß durch die Anwendung von Lösungsmitteln bzw. Wärme der im Endergebnis erzielte Verbundstoff nicht porös ist, da bei der genannten Behandlung die Celluloseacetatfäden plastisch werden und ein zumindest teilweise ununterbrochen dichtes, nicht poröses Gebilde ergeben. Celluloseacetat hat ferner den Nachteil, daß es nicht kochfest ist, beim Bügeln brüchig wird und die Klebfähigkeit verliert sowie in Reinigungsmitteln löslich ist.
Es ist auch bekannt, eine siebartig durchlochte Folie aus thermoplastischem Material in entsprechende Teile, z. B. Kragen, Revers usw., heiß einzubügeln, um eine Versteifung dieser Teile herbeizuführen. Auch bei diesem Verfahren schließen sich die vorher in der Folie vorgesehenen siebartigen Löcher, da die erwärmte Folie zuii Fluß kommt. Man erhält also auch hierdurch kein poröses Kleidungsstück, wie es erwünscht ist.
Es ist fernerhin bekannt, eine auf ein Gewebe aufgebrachte thermoplastische Schicht durch Durchsaugen von Luft während des plastischen Zustandes porös zu gestalten. Dieses Verfahren wird angewendet, um Zeltplanen usw. einerseits wasserundurchlässig, andererseits dampf- und luftdurchlässig zu machen, da beim Durchsaugen von Luft so kleine Poren gebildet werden, daß Wasser auf Grund seiner Oberflächenspannung die Poren nicht durchdringt, aber Luft durch die Poren hindurchgelangen kann. Auf diesem Wege hergestellte Stoffe eignen sich aber im allgemeinen nicht für Kleidungsstücke, da sie auf einer Seite mit einer thermoplastischen Schicht versehen sind. Würde nun ein solches Gewebe auf einen Oberstoff aufgebügelt werden, so würden die Poren geschlossen werden und der Verbundstoff die Atmungsfähigkeit verlieren.
Die Erfindung hat nun den Zweck, Kleidungsstücke, die mit formhaltenden thermoplastischen Einlagen versehen sind, derart zu behandeln, daß die Kleidungsstücke porös werden.
Das erfindungsgemäße Verfahren besteht darin, daß während des Verbindungs\"organges des Stabilisierungsmaterials mit dem zu stabilisierenden Stoff quer
Verfahren zur Fonnstabilisierung
von Kleiderteilen
Anmelder:
Walter Meining,
Aschaffenburg, Klosterrainstr. 16
Walter Meining, Aschaffenburg,
ist als Erfinder genannt worden
zur Gewebebahn Luft gefördert wird. Der Vorteil dieses Verfahrens besteht darin, daß durch die quer zur Gewebebahn geförderte Luft das thermoplastische Material luftdurchlässig wird, so daß das Kleidungsstück porös, d. h. atmungsaktiv ist.
Um eine nachträgliche formgebende Bearbeitung zu
a5 ersparen, ist es besonders vorteilhaft, daß das Aufbügeln und Aufpressen auf Unterlagen erfolgt, die der Form der herzustellenden Kleidungsstücke entsprechen. Bei diesem Verfahren erhält also das Kleidungsstück gleichzeitig mit dem Verbinden der Einlagen mit dem Stoff und dem Porösmachen des Stabilisierungsmaterials eine dem Zweck entsprechende Form, so daß ein weiterer Arbeitsgang erspart wird. Weitere Einzelheiten der Erfindung sind aus der Beschreibung zu den in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen zu ersehen. Es zeigt
Fig. 1 einen Querschnitt durch ein erfindungsgemäßes Zuschnitteil eines Oberbekleidungsstückes und
Fig. 2 Draufsichten auf einige charakteristische Zuschnitteile a, b und c eines Oberbekleidungsstückes.
Der in Fig. 2 dargestellte Querschnitt durch ein Zuschnitteil eines Kleidungsstückes zeigt einen Wolloberstoff 1, auf dem eine mit einem Kunststoff getränkte oder beschichtete, in diesem Falle poröse Gewebeeinlage 2 durch Flächenhaftung (bei 4) befestigt ist. Verschiedene zugeschnittene und erfmdungsgegemäß bearbeitete Kleidungsteile sind in Fig. 2 mit a, b und c bezeichnet, wobei α ein Oberärmel, b ein Rückenteil und c eine Taschenpatte mit entsprechender Nahtzugabe 5 darstellen. Selbstverständlich
So können die Einlagen 2 auch bis über die Nahtränder reichen.
In Fig. 1 sind in der Gewebeeinlage 2 Kettfaden 3 dargestellt. Zwischen der Gewebeeinlage 2 und dem Stoff 1 ist eine poröse Bindeschicht 4 vorgesehen. Die
909 610/3

Claims (2)

Tränkung bzw. Beschichtung der Gewebeeinlage kann aus bekannten, polymerisierbaren Kunststoffen bestehen, wie z. B. Polyvinylchlorid, Polyvinylacetat, Polyäthylen, Polyvinylidenchlorid oder Polyvinylalkohol. Die poröse Gewebeeinlage kann durch Vorfabrikation getränkt, beschichtet bzw. mit der Bindeschicht 4 versehen sein, wobei die in diesem Beispiel gezeigte Einlage vor dem Erhärten des Kunststoffes durch Einwirken eines Luftstromes ihre Porosität erhalten hat. Zur Herstellung des erfindungsgemäßen Zuschnittteiles eines Kleidungsstückes wird derart verfahren, daß der zugeschnittene Oberstoff 1 mit der zugeschnittenen, vorfabrizierten, porösen Gewebeeinlage 2, in diesem Falle unter Freilassung des Nahtrandes, belegt wird. Daraufhin wird der zugeschnittene Oberstoff 1 mit der aufgelegten Gewebeeinlage 2 durch Heißbügeln verbunden, wobei gleichzeitig durch eine entsprechend geformte Unterlage beiden Teilen die endgültige Form gegeben wird. Je nach Stoffart kommen dabei Temperaturen von 60 bis 200° C und Drücke von z. B. 1 bis 3 kg/cm2 in Betracht. Eine bekannte Luftabsaugevorrichtung bewirkt die Beibehaltung der Poren 10 des Vorproduktes bzw. die Bildung von Poren im Kunststoff. An Stelle von Saugluft kann natürlich auch Druckluft verwendet werden. Statt durch Bügeln kann die Verbindung beider Teile auch durch Heißpressen mit Luftabsaugung erfolgen. Man verfährt dabei derart, daß zwischen entsprechend geformte Preßmatrizenhälften, von denen mindestens eine erhitzt wird und von denen die andere eine Luftabsaugvorrichtung hat, der zugeschnittene Stoff 1 mit dem aufgelegten Gewebestück 2 durch Pressen und Erwärmen verbunden und gleichzeitig in eine entsprechende Form gebracht wird. Durch die Luftabsaugung bleibt bzw. wird der Kunststoff porös. Bei diesem Verfahren wirkt zweckmäßigerweise der beheizte Teil, das Bügeleisen oder die eine Preßmatrizenhälfte, auf die Gewebeeinlage, während die Luft durch den Oberstoff abgesaugt wird. Die umgekehrte Anordnung ist aber auch denkbar. Es kann auch ganz oder teilweise auf die Vorfabrikation verzichtet werden, indem z. B. mindestens die Bindeschicht 4 erst kurz vor der Wärmebehandlung unter Druck und bei Luftabsaugung als Schicht auf die Gewebeeinlage und/oder auf den Oberstoff aufgebracht wird und dann die oben beschriebene Warmbehandlung mit Luftabsaugung zwecks Bildung von Poren erfolgt. Das erstgenannte Verfahren ist aber zweckmäßiger. Die beim Bügeln oder Pressen notwendige Luftabsaugung zwecks Beibehaltung oder Erzeugung der ίο Porösität der Bindeschicht bzw. der Einlage erfolgt durch eine mit Absaugekanälen versehene Buchenholz- oder Metallunterlage oder durch eine poröse Bespannung einer entsprechend geformten Unterlage (Bügelkissen) oder durch bekannte abgestützte Metallsiebgewebe, die mit Bügelstoff bespannt sein können. Die zugeschnittenen Gewebeinlagen können mit dem Oberstoff außerdem vor oder auch nach dem Aufbügeln bzw. Heißpressen vernäht werden. Beim vorherigen Aufnähen wird ein eventuelles Verschieben der Einlage 2 auf dem Oberstoffzuschnitteil 1 vermieden. Die Nahtfäden können bedarfsweise nach der Warmbehandlung des Zuschnitteiles von der Oberseite wieder entfernt werden. Patentansprüche:
1. Verfahren zur Formstabilisierung von Kleiderteilen durch eine luftdurchlässige, ein thermoplastisches Material enthaltende Einlage, die mit dem zu stabilisierenden Stoffstück durch Bügeln, Pressen od. dgl. innig verbunden wird, dadurch gekennzeichnet, daß während des Verbindungsvorganges des Stabilisierungsmaterials mit dem zu stabilisierenden Stoffstück quer zur Gewebebahn Luft gefördert wird.
2. Anwendung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Aufbügeln oder Aufpressen auf Unterlagen erfolgt, die der Form der herzustellenden Oberbekleidungsteile entsprechen.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 1 005 037, 865 281,
820 586, 954 748.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DEF22847A 1957-04-17 1957-04-17 Verfahren zur Formstabilisierung von Kleiderteilen Pending DE1064445B (de)

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Citations (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE820586C (de) * 1947-07-21 1951-11-12 Trubenised Gt Britain Ltd Futter- oder Verstaerkungsmaterial
DE865281C (de) * 1950-10-30 1953-02-02 Alfred Auer Verfahren zur Versteifung von Kleiderteilen und nach diesem Verfahren hergestellter Kleiderteil
DE954748C (de) * 1951-12-21 1956-12-20 Bataafsche Petroleum Mit Verbrennungskraftmaschine und Ventilator ausgeruestetes tragbares Geraet zum Verspruehen von Fluessigkeiten fuer die Pflanzenbehandlung
DE1005037B (de) 1953-08-21 1957-03-28 Dr Gerhard Feld Verfahren und Vorrichtung zum begrenzten Dichtmachen von beschichtetem Textilgewebe

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