DE1064309B - Einrichtung zum mindestens zeitweisen selbsttaetigen Ableiten einer Teilmenge aus einer Fluessigkeit - Google Patents
Einrichtung zum mindestens zeitweisen selbsttaetigen Ableiten einer Teilmenge aus einer FluessigkeitInfo
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Description
Die Erfindimg betrifft eine Einrichtung zum mindestens zeitweisen selbsttätigen Ableiten einer Teilmenge
aus einer von einer Fliissigkeitsquelle in eine Arbeitsleitung geförderten Flüssigkeit, wobei der Einlaß
der Einrichtung mit der Flüssigkeitsquelle und der Auslaß mit der von der Flüssigkeit gespeisten Arbeitsleitung
stets verbunden bleiben.
Bei einer bekannten Einrichtung wird ein den Durchfluß der Flüssigkeit durch ein Gehäuse hemmender
Kolben durch die zwischen dem Einlaß und dem Auslaß herrschende Druckdifferenz offengehalten. Die
durch diese Einrichtung fließende Flüssigkeit erleidet also einen durch Drosselung hervorgerufenen Druck-
und Energieverlust. Auch kann bei dieser Einrichtung Luft in den Auslaß gelangen, ohne daß sie vorher
ausgeschieden wird. Bekanntlich können durch einen zu großen Gasanteil in der Flüssigkeit Betriebsstörungen
hervorgerufen werden, die unter Umständen schwerwiegende Folgen haben, insbesondere wenn die
\rorrichtung zum Betätigen einer Bremse dient.
Diese Nachteile werden nach der Erfindung dadurch vermieden, daß ein Hilfsventil vorhanden ist, das eine
Lecköffnung mit gegenüber dem Durchflußquerschnitt der Arbeitsleitung kleinem Querschnitt steuert und
dessen Verschluß stück mit einem verschiebbaren Stellglied verbunden ist, und daß im Weg der durchfließenden
Flüssigkeit eine Ouerschnittsverringerung angebracht ist, welche örtlich begrenzt eine Geschwindigkeitserhöhung
und einen verminderten Druck hervorruft, dessen mengenabhängige Differenz zum Einlaßdruck
das Stellglied beeinflußt.
Ausfülirungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt. Es zeigt
Fig. 1 einen Längsschnitt durch ein waagerecht liegendes Ventil, Fig. 2 einen Querschnitt nach 2-2 der Fig. 1,
Fig. 3 einen Längsschnitt einer zweiten Ausführungsform mit lotrecht stehendem Ventil,
Fig. 4 einen Längsschnitt durch eine dritte Ausführungsform.
Die Einrichtung nach Fig. 1 und 2 hat ein Gehäuse 11, in das in jedem Ende ein Gewinde eingedreht ist.
In jedes dieser Gewinde ist ein Fortsatz 12 eines Anschlußnippels 13 oder 14 mit dem Schraubstutzen 15
eingeschraubt. In jedem Anschlußnippel liegt eine Längsbohrung 16, die an einem innenliegenden Teil 17
erweitert ist; diese Bohrungen stellen den Auslaß 18 und den Einlaß 19 des Gehäuses 11 dar.
Zwischen Ein- und Auslaß liegt eine Querwand 21, die aus einem Stück mit dem Gehäuse 11 besteht;
zwischen ihr und dem Anschlußnippel 14 ist ein Einlaßraum 22 gebildet. In der Querwand 21 liegt eine
radiale Bohrung 23, die bis zur Außenseite des Gehäuses 11 reicht und mit ihrem inneren, einen kleineren
Einrichtung zum mindestens zeitweisen
selbsttätigen Ableiten einer Teilmenge
aus einer Flüssigkeit
selbsttätigen Ableiten einer Teilmenge
aus einer Flüssigkeit
Anmelder:
Jean Mercier und Jacques Mercierr
New York, N. Y. (V. St. A.)
Jean Mercier und Jacques Mercierr
New York, N. Y. (V. St. A.)
Vertreter: Dr.-Ing. W. Lampert, Patentanwalt,
Stuttgart-W, Breitscheidstr. 4
Stuttgart-W, Breitscheidstr. 4
Jean Mercier und Jacques Mercierr
New York, N. Y. (V. St. A.),
sind als Erfinder genannt worden
New York, N. Y. (V. St. A.),
sind als Erfinder genannt worden
Durchmesser aufweisenden Ende 24 in eine Längsbohrung 25 mündet, welche die Querwand durchsetzt.
Ein Nippel 26 ist mit einem Fortsatz 27 in die Bohrung 23 eingeschraubt und hat auf seiner Außenseite
einen Schraubstutzen 28 mit einer Bohrung 29, die sich durch den ganzen Schraubstutzen erstreckt und
an seiner Außenseite eine Lecköffnung 30, an seiner Innenseite einen Abschnitt 31 mit kleinerem Durchmesser
bildet.
An der Querwand 21 ist ein ringförmiger Vorsprung 32 angebracht; er umgibt das in der rechten
Fläche 33 der Querwand liegende Ende der Längsbohrung 25. Dieses Ende bildet einen Sitz 34 für das
Verschlußstück 35 eines Hilfsventils, das im Ruhezustand von einer Schließfeder 36 fest und dichtend
gegen den Sitz 34 gehalten wird. Diese Schließfeder ist als Blattfeder ausgebildet und wird in ihrer Lage
durch das innere Ende des Fortsatzes 12 des Anschlußnippels 14 festgehalten.
In der Querwand 21 liegen einige Öffnungen 37 parallel zu der Längsbohrung 25. Sie verbinden den
Einlaßraum 22 auf einer Seite der Querwand 21 mit einem Druckraum 38 auf deren anderer Seite.
Nahe dem in den Druckraum 38 führenden Ende der Längsbohrung 25 liegt eine Ausdrehung 39 mit vergrößertem
Durchmesser; in ihr liegt ein elastischer O-Ring 41. Er dient als Dichtung und Gleitführung
für einen Stößel 42, der durch die Längsbohrung 25 ragt. Der Stößel hat an seinem dem Sitz 34 zugekehrten
Ende einen Abschnitt 43 mit kleinerem Durchmesser und eine in seiner Ruhelage an das Bohrungsende 24 grenzende Ringnut 44. Das entgegengesetzte
Ende 45 des Stößels ragt aus der Längsbohrung 25
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heraus und durch die Öffnung 46 eines Ringes 47, der in einer Bohrung 48 des Gehäuses 11 gegen eine Ringschulter
49 festgehalten ist. Der Ring 47 hat auf seiner von dem Druckraum 38 abgewendeten Seite eine
als Ventilsitz 54 dienende Kegelfläche.
Zwischen diesem Ventilsitz und dem Anschlußnippel 13 liegt in der Bohrung 48 gleitend ein zylindrisches
Verschlußstück 55, das einen Schaft 56 mit kleinerem Durchmesser hat. Die Schließseite 57 des
\rerschlußstücks 55 hat eine kegelige Schließfläche 58, deren Kegelwinkel ein wenig größer ist als der des
Ventilsitzes 54. Wenn die Schließfläche 58 an dem Ventilsitz 54 anliegt, so berührt die innere Kante 59
des \rentilsitzes54 die Schließfläche58 nur längs einer sehr schmalen Dichtfläche.
Das Verschlußstück 55 wird in der Ruhelage gegen den Ventilsitz 54 gehalten von einer Schraubenfeder
60, deren Kraft größer als die der Schließfeder 36 ist und die den Schaft 56 des Verschlußstücks 55 umgibt.
Sie liegt in einem zwischen dem Schaft 56 und dem Fortsatz 12 des Anschlußnippels 13 gebildeten Saugraum
61 und ist zwischen eine einwärts gerichtete Fläche des Anschlußnippels 13 und eine durch den
Schaft56 gebildete Schulter62 eingespannt. Das Ende des Schaftes 56 ist von dem Fortsatz 12 des Anschlußnippels
13 entfernt, so daß zwischen diesen Teilen eine in den Saugraum 61 führende öffnung 63 entsteht.
Die Schließseite57 des Verschlußstiicks55 hat einen ringförmigen Fortsatz 64; das Ende 45 des Stößels 42
berührt das Verschlußstück innerhalb dieses Fortsatzes. Der Stößel42 ist so lang, daß seinEnde43 das
Verschlußstück 35 von seinem Sitz 34 entfernt hält, solange das Verschlußstück 57 auf seinem Sitz liegt,
so daß ein Leckausfluß von dem Einlaßraum 22 in die Längsbohrimg 25 und durch die Bohrung29 zur Lecköffnung
30 geöffnet ist. In dem Verschluß stück 55 ist eine Längsbohrung 65 angebracht, die sich durch
seinen Schaft 56 bis in die Schließseite 57 erstreckt und gleichachsig mit der Längsbohrung 16 des Anschlußnippels
13 ist. In Fortsetzung dieser Bohrung führen mehrere Bohrungen 66 vom inneren Ende 67
der Längsbohrung durch die Schließfläche 58 des Verschlußstücks 55 in einen zwischen dem kegeligen Ventilsitz
54 und der ebenfalls kegeligen Schließfläche 58 gebildeten Hohlraum 68.
Die in den Fig. 1 und 2 wiedergegebene Einrichtung ist in eine Druckleitung eingeschaltet, die von einer
nicht dargestellten Flüssigkeitsquelle zu einem Verbraucher führt.
Wenn die Flüssigkeitsquelle, z. B. eine Pumpe, zu fördern beginnt, werden Flüssigkeit und Gas in den
Einlaß 19, den Einlaßraum 22 und durch die öffnungen 37 in den Druckraum 38 gefördert. Da der Druck
auf die Flüssigkeit zunächst noch gering ist, bleibt das Verschlußstück 55 unter der Kraft der Schließfeder
60 auf seinem Sitz. Flüssigkeit und Gas fließen daher aus dem Einlaßraum 22 um das Verschluß stück
35 herum durch die Längsbohrung 25, die Bohrungsteile 24, 31, die Bohrung 29 und die Lecköffnung 30
ab. Der die Pumpe treibende Motor muß daher nur eine verhältnismäßig kleine Kraft aufbringen. Ist er
z. B. ein elektrischer Motor, so ist die beim Anfahren notwendige Last so gering, daß jede unzulässige Erwärmung
vermieden wird.
Wenn die Pumpe schneller läuft und der Gasanteil abnimmt, steigt der Druck der Flüssigkeit im Druckraum
38 allmählich an, da der Durchlaß zu der Lecköffnung 30 verhältnismäßig eng ist, bis der Druck
ausreicht, um die Kraft der Schließfeder 60 zu überwinden. Das Verschlußstück 55 bewegt sich daher ein
wenig vom Sitz 54 weg und öffnet einen Durchlaß durch die öffnungen 37, Bohrungen 66 und die Längsbohrung
65 über den Auslaß 18 zu dem Druckmittelverbraucher.
Diese anfängliche Bewegung des Verschlußstücks 55 läßt die Flüssigkeit weiterfließen, erlaubt dem
Stößel 42 aber noch nicht, sich so weit zu bewegen, daß das Verschlußstück35 auf seinen Sitz kommt. Gas
und Flüssigkeit lecken also weiterhin durch die
ίο Öffnung 30.
Bei der anfänglichen Bewegung des Verschlußstücks 55 entsteht ein enger Durchlaß, so daß die Geschwindigkeit
der durchtretenden Flüssigkeit im Vergleich zum Einströmen in den Einlaßraum 22 erhöht wird.
Wenn die derart beschleunigte Flüssigkeit aus dem Ende des Schaftes 56 an der Öffnung 63 vorbeifließt,
so ruft ihr geringer Druck eine Venturiwirkung hervor, so daß der Druck im Saugraum 61 unter den
Druck des Druckraums 38 sinkt.
Da der Druckunterschied größer als die Kraft der Schließfeder 60 ist, so bewegt sich das Verschluß stück
55 weiter nach links, so daß das Verschluß stück 35 die Längsbohrung 25 verschließt und jedes Lecken aufhört.
Es ist zu diesem Zeitpunkt nicht mehr erwünscht, da der Gasgehalt der Flüssigkeit vernachlässigbar
klein ist, wenn die Pumpe mit ihrer gewöhnlichen Geschwindigkeit arbeitet.
Ohne die Venturiwirkung würde sich nach einer zum Schließen des Verschlußstücks 35 ausreichenden
Verschiebung des Verschlußstücks 55 der Druck auf beiden Seiten desselben gleich hoch einstellen, so daß
die Schließfeder 60 das Verschlußstück 55 wieder zurückschieben und erneut den Leckdurchfluß öffnen
würde. Es würde deshalb mit unerwünschtem Gerausch hin- und herschwingen, und die Flüssigkeit
würde den Auslaß 18 ungleichmäßig verlassen.
Bei der beschriebenen Ausführungsform bleibt das Verschlußstück 55 offen und das Verschlußstück 35
geschlossen, solange die Durchflußmenge groß genug ist, um ein wirksames Absaugen zum Überwinden der
Kraft der Feder 60 zu erreichen; solange fließt die gesamte ins Gehäuse 11 geförderte Flüssigkeit zum
Verbraucher.
Wenn Gas in beträchtlicher Menge von der Pumpe in das Gehäuse 11 gedrückt wird, so daß die das Saugen
bewirkende Flüssigkeitsmenge abnimmt, so legt sich das Verschlußstück 55 wieder auf seinen Sitz 54,
so daß sich das Verschlußstück 35 von seinem Sitz 34 abhebt und wieder Flüssigkeit und Gas abgeleitet
werden. Das beschriebene Ventil regelt demnach selbstätig den Leckvorgang und verhindert dabei das
Eindringen unzulässig großer Gasmengen in die Druckmittelanlage, welche Betriebsstörungen der mit
der Anlage betriebenen Vorrichtung hervorrufen könnten.
Die Einrichtung nach Fig. 3 ist für eine Verwendung in senkrechter Stellung entworfen. Sie hat ein
Gehäuse 81 mit einer Bohrung 82, die nahe ihrem oberen Ende einen verengten Teil 83 hat. Dieser Teil
ist mit einem Druckraum 84 verbunden, von dem ein Kanal 85 zu dem mit größerem Durchmesser ausgeführten
Teil der Bohrung 82 führt; sein unteres Ende 86 liegt an dessen oberem Ende. An dem Gehäuse 81
ist ein Leckauslaß 87 angebracht; er ist durch eine Ouerbohrung 88 mit dem Bohrungsteil 83 verbunden.
Der Druckraum 84 ist nach außen mit Hilfe eines Stopfens 89 verschlossen; sein zum Bohrungsteil 83
gerichtetes Ende ist kegelig und als Ventilsitz 90 ausgebildet.
An dem Gehäuse 81 liegt seitlich ein Stutzen 91 mit
einer Bohrung 92, die zu der Bohrung 82 des Gehäuses führt und als Einlaß 93 dient.
In der Bohrung 82 des Gehäuses 81 ist ein Ring 95 gegen eine Schulter 96 festgehalten. Seine öffnung
stellt eine Druckkammer 97 dar. Das untere Ende der öffnung ist als kegeliger Ventilsitz 98 ausgebildet.
In der Bohrung 82 ruht auf dem Ring 95 ein durchlochter Block 101 aus poröser Bronze; er liegt auf
gleicher Höhe wie die Bohrung 92 des Stutzens 91.
Der Block 101 hat eine Ausnehmung 102 gleichachsig zu der Bohrung 92, in welche dicht passend das
Ende 103 eines ebenfalls aus poröser Bronze bestehenden Stopfens 104 eingesetzt ist. Ein Kopf 105
dieses Stopfens legt sich gegen eine Ringschulter 106 der Bohrung 92.
Der BlocklOl hat eine Längsbohrung 108; durch diese ragt ein zylindrischer Stößel 109. Er ist so lang,
daß sein unteres Ende 111 durch die öffnung 97 des Ringes 95 ragt, während sein oberes Ende durch das
verengte Teil 83 der Bohrung 82 in den Druckraum 84 reicht. An diesem oberen Ende ist ein kegeliges
Verschlußstück 113 befestigt, das auf den Ventilsitz 90 paßt.
Der untenliegende Abschnitt 115 des Bohrungsteiles 83 hat einen größeren Durchmesser; in der dadurch
entstehenden Ausdrehung liegt ein elastischer O-Ring 116. Er liegt als Dichtung um den Stößel 109 und
stellt zugleich seine Gleitführung dar.
In der Bohrung 82 liegt zwischen dem Block 101 und dem Ende 86 des Kanals 85 ein im wesentlichen
becherförmiger Zwischenkolben 119. Sein Außendurchmesser ist etwas geringer als der Durchmesser der
Bohrung 82, so daß ein Spalt um den Kolben herum frei bleibt. Der Stößel 109 ist durch ein Mittelloch
121 des Zwischenkolbens gesteckt.
An dem Stößel sind Ringe 123 und 124 befestigt, die den Boden 125 des Zwischenkolbens 119 mit begrenztem
Spiel festhalten. Der Boden liegt in der Ruhelage unter der Kraft einer Druckfeder 126 gegen den
unteren Ring 124; die Druckfeder ist zwischen den Boden 125 und eine den Stößel 109 umgebende
Scheibe 127 eingespannt. Sie drückt zugleich das Verschlußstück 113 gegen seine Schließstellung.
Unterhalb des Ringes 95 liegt gleitend in der Bohrung 82 ein kolbenförmiges Verschlußstück 131, das
an seiner Schließseite 130 eine kegelige Schließfläche
132 hat. Diese legt sich in der Ruhelage gegen den Ventilsitz 98, so daß die öffnung 97 verschlossen ist.
Im Verschluß stück 131 führt eine Längsbohrung
133 vom unteren Ende 134 eines Schafts 135 bis nahe an die Schließseite 130 heran; Bohrungen 136 verbinden
das obere Ende 137 der Längsbohrung 133 mit der Schließfläche 132. Das Verschlußstück 131 hat einen
ringförmigen Fortsatz 138, der bis in die Nähe des Bohrungsendes 134 reicht, parallel zu dem Schaft 135
ist und in Abstand von diesem liegt, so daß zwischen beiden ein Saugraum 139 entsteht, der eine Druckfeder
141 aufnimmt. Die Kraft dieser Feder ist größer als die der Feder 126. Die Feder 141 ist zwischen das
Ende des Saugraums 139 und die innere Endfläche 142 eines Anschlußnippels 143 eingespannt, das in das
untere Ende 144 des Gehäuses eingeschraubt ist. Sie hält im Ruhezustand das Verschluß stück 131 in
.Schließstellung.
In dem Anschlußnippel 143 liegt eine Bohrung 145, deren Durchmesser an ihrem inneren Ende 146 ein
wenig größer ist als der äußere Durchmesser des Endes 134 des Schaftes 135. Dieses Ende ist in der
Ruhelage vom Ende 146 der Bohrung 145 entfernt, so daß zwischen beiden ein Einlaß 147 für den Saugraum
139 entsteht. Das äußere Ende der Bohrung 145 stellt einen Auslaß 148 dar; er ist gleichachsig mit der
Längsbohrung 133 des Verschluß Stücks 131.
Der Stößel 109 ist so lang, daß das Verschluß stück 113 von seinem Sitz 90 entfernt gehalten wird, solange
das Verschlußstück 131 in Schließstellung ist, so daß die Bohrungen 82 und 88 durch den Kanal 85
verbunden sind.
Die Wirkungsweise der Einrichtung nach Fig. 3 ίο ist im wesentlichen gleich der Einrichtung nach den
Fig. 1 und 2. Der Einlaß 93 wird mit einer von einer Flüssigkeitsquelle kommenden Druckleitung, der Auslaß
148 mit einem Verbraucher verbunden.
Wenn die Flüssigkeitsquelle, z. B. eine Pumpe, anläuft, kommen Flüssigkeit und Gas durch den Einlaß
93, den Stopfen 104 und den Block 101 in die Druckkammer 97 und den über dem Block 101 liegenden Teil
der Bohrung 82.
Da der Flüssigkeitsdruck am Anfang des Pumpens verhältnismäßig gering ist, bleibt das Verschlußstück
131 zunächst unter der Einwirkung der Druckfeder 141 in Schließstellung.
Gas und Flüssigkeit werden deshalb um den Zwischenkolben 119 herum durch den Kanal 95, das Boh a5
rungsteil 83 und die Ouerbohrung 88 zu dem Leckauslaß 87 abfließen, so daß der Antriebsmotor der Pumpe
nur gering belastet wird.
Wenn der Motor seine Betriebsdrehzahl erreicht und der Anteil des Gases in der Flüssigkeit abnimmt,
so steigt der Druck in der Druckkammer 97 allmählich an, da die Ouerbohrung 88 und der Spalt um den
Zwischenkolben 119 herum verhältnismäßig eng sind, bis er schließlich die Kraft der Druckfeder 141 überwindet.
Das Verschluß stück 131 hebt sich daher ein wenig von seinem Sitz 98 ab und erlaubt es der Flüssigkeit,
durch die Bohrungen 136 und 133 über den Auslaß 148 zu dem Verbraucher zu fließen.
Diese anfängliche Bewegung des Verschlußstücks 131 gibt zwar der Flüssigkeit einen Weg frei, erlaubt
l·0 aber dem Stößel 109 noch keine zum Schließen des Hilfsventils 113, 90 ausreichende Bewegung. Gas und
Flüssigkeit werden also weiterhin durch den Leckauslaß 87 entweichen. Da der Block 101 und der Stopfen
104 die Trennung des Gases von der Flüssigkeit t5 unterstützen, so wird auf diese Weise das Gas zusammen
mit einer nur kleinen Flüssigkeitsmenge durch den Leckauslaß 87 entfernt, während der größte
Teil der in das Gehäuse gedrückten Flüssigkeit durch den Auslaß 148 gedrückt wird zusammen mit einer
;o kleinen, darin noch verbliebenen Restmenge des Gases. Bei dieser anfänglichen Bewegung des Verschlußstücks
130 entsteht ein enger Durchlaß, durch welchen die Geschwindigkeit der durchtretenden Flüssigkeit
im Verhältnis zum Einlaß 93 erhöht wird. Fließt die Flüssigkeit am Einlaß 147 des Saugraums 139 vorbei,
so entsteht eine Venturiwirkung, so daß Flüssigkeit aus dem Saugraum 139 abgesaugt wird und der Druck
unter den der Druckkammer 97 fällt.
Da der Druckunterschied größer als die Kraft der Feder 141 ist, so bewegen sich das Verschluß stück
131 und der Stößel 109 weiter abwärts, das Verschlußstück 113 legt sich auf den Sitz 90 und schließt die
Ouerbohrung 88 ab. Das Lecken hört damit auf; es ist auch nicht mehr erwünscht, da in der Flüssigkeit nur
noch ein zu vernachlässigender Anteil von Gas enthalten ist, nachdem die Pumpe mit gewöhnlicher Geschwindigkeit
arbeitet. .
Ohne diese Venturiwirkung würde der Druck nach einer zum Schließen des Verschluß Stücks 113 ausreichenden
Verschiebung des Verschlußstücks 131 auf
Claims (16)
1. Einrichtung zum mindestens zeitweisen selbsttätigen Ableiten einer Teilmenge aus einer von
einer Flüssigkeitsquelle in eine Arbeitsleitung geförderten Flüssigkeit, wobei der Einlaß der Einrichtung
mit der Flüssigkeitsquelle und der Aus-
laß mit der von der Flüssigkeit gespeisten Arbeitsleitung stets verbunden bleibt, gekennzeichnet
durch ein Hilfsventil (34,35 bzw. 90, 113 bzw. 228, 234), das eine Lecköffnung (30, 87, 229) mit
gegenüber dem Durchflußquerschnitt der Arbeitsleitung (18, 148, 215) kleinem Querschnitt steuert
und dessen Verschluß stück (35,113,228) mit einem verschiebbaren Stellglied (55, 131, 225) verbunden
ist, und daß im Weg der durchfließenden Flüssigkeit eine Ouerschnittsverringerung angebracht ist,
welche örtlich begrenzt eine Geschwindigkeitserhöhung und einen verminderten Druck hervorruft,
dessen mengenabhängige Differenz zum Einlaßdruck das Stellglied (55, 131, 225) beeinflußt.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in den Weg des Flüssigkeitsstroms ein Hauptventil (54, 55 bzw. 131, 95) eingeschaltet
ist, das den Durchlauf erst bei Überschreiten eines bestimmten Drucks freigibt und
dessen zugleich als Stellglied für das Hilfsventil (34, 35 bzw. 90, 113) dienendes Verschluß stück
(55 bzw. 131) so mit dem Verschlußstück (35 bzw. 113) des Hilfsventils verbunden ist, daß sich das
Hilfsventil öffnet, wenn sich das Hauptventil schließt, und umgekehrt (Fig. 1 und 3). «5
3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Verschluß stück (55 bzw.
131) des Hauptventils von einer Schließfeder (60 bzw. 141) gegen einen Sitz (54 bzw. 95) gedrückt
wird und eine Druckfläche (62) aufweist, die dem von der Geschwindigkeit der hinter dem Verschlußstück
(55 bzw. 131) abströmenden Flüssigkeit abhängigen Unterdruck in zu der Schließfeder
(60 bzw. 141) entgegengesetzter Richtung ausgesetzt ist (Fig. 1 und 3).
4. Einrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Verschlußstücke
(55, 35 bzw. 131, 113) mit Hilfe eines Stößels (42 bzw. 109) solcher Länge verbunden sind, daß bei
einer geringen öffnung des Hauptventils das Hilfsventil noch geöffnet bleibt (Fig. 1 und 3).
5. Einrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß dem Verschlußstück (35 bzw.
113) des Hilfsventils eine Schließfeder (36 bzw. 126) zugeordnet ist, deren Kraft entgegengesetzt
der Kraft der Schließfeder (60 bzw. 141) des Hauptventils, aber kleiner als diese ist.
6. Einrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Verschlußstück
(55 bzw. 131) des Hauptventils einen Schaft (56 bzw. 135) mit einer zum Ableiten der durchströmenden
Flüssigkeit dienenden Bohrung (65 bzw. 133) hat und eine außenliegende Schulter
(62), die als Widerlager für die Schließfeder (60 bzw. 141) und als Druckfläche dient, und daß im
Gehäuse der Einrichtung ein sich an die Schulter (62) anschließender Saugraum (61 bzw. 139) gebildet
ist, der durch eine enge, als Saugdüse wirkende öffnung (63 bzw. 147) mit dem Flüssigkeitsweg verbunden ist (Fig. 1 und 3).
7. Einrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß sich der Auslaß (18 bzw. 145)
des Ventilgehäuses (11 bzw. 81) gleichachsig an den Schaft (56 bzw. 135) des Verschluß Stücks (55
bzw. 131) anschließt und daß zwischen seinem inneren Ende und dem Schaft (56 bzw. 135) die als
Saugdüse wirkende öffnung (63 bzw. 147) gebildet ist (Fig. 1 und 3).
8. Einrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der zum Ver-
schlußstück (55 bzw. 131) des Hauptventils gehörende Sitz (54 bzw. 98) an einem Ring (47 bzw.
95) gebildet ist, der in das Ventilgehäuse (11 bzw. 81) eingesetzt ist und einen zum Einlaß (19 bzw.
93) des Gehäuses hin liegenden Druckraum (38 bzw. 97) begrenzt (Fig. 1 und 3).
9. Einrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Ventilsitz
(54) und die Schließfläche (58) des Verschlußstücks (55) kegelig mit verschiedenen, aber nicht
weit auseinanderliegenden Neigungswinkeln sind (Fig. 1).
10. Einrichtung nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Hilfsventil (34, 35)
gleichachsig zu dem Hauptventil (54, 55) in einer in dem Druckraum (17,38) liegenden, von mehreren
öffnungen (37) durchbrochenen Querwand (21) untergebracht ist (Fig. 1).
11. Einrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Verschluß stück des Hilfsventils
eine Kugel (35) ist, die auf der vom Hauptventil abgewandten Seite der Querwand
(21) angebracht ist und von einer zugleich als Schließfeder wirkenden, quer durch den Druckraum
(17, 38) gelegten Blattfeder (36) gegen den Stößel (42) gedrückt wird (Fig. 1).
12. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse
(81) der Einrichtung ein aufrecht stehender Zylinder ist, in dessen Oberteil das Hilfsventil (90,
113) untergebracht ist, während der Einlaß (93) unterhalb des Hilfsventils an der Seite, der Auslaß
(148) dagegen am unteren Ende des Zylinders liegt (Fig. 3).
13. Einrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß in den Weg des
Druckmittels zwischen dem Einlaß (93) und dem Hilfsventil (90, 113) ein Zwischenzylinder (82)
eingeschaltet ist mit einem Zwischenkolben (119), dessen Mantelfläche ein geringes Spiel gegenüber
der Zylinderwand (82) hat und der mit begrenztem Weg axial verschiebbar mit dem die Verschlußstücke
(131, 113) von Haupt- und Hilfsventil verbindenden Stößel (109) verbunden und von einer
Feder (126), die vorzugsweise zugleich die Schließfeder des Hilfsventils (90, 113) ist, in Schließrichtung
des Hilfsventils (90,113) belastet ist (Fig. 3).
14. Einrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß das Hilfsventil (90, 113) und
der Zwischenzylinder (82) gleichachsig über dem Hauptventil (98, 131) liegen, daß der die Verschlußstücke
(113,131) beider Ventile verbindende Stößel (109) durch den Boden des Zwischenkolbens
(119) geführt und mit Anschlagringen (123, 124) beiderseits des Zwischenkolbens (119) versehen ist
und daß der Zwischenkolben (119) hohl ist und die ihn belastende Feder (126) zu einem Teil umschließt
(Fig. 3).
15. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß dem Einlaß (93)
ein poröser, vom Flüssigkeitsstrom zu durchdringender Block (101), insbesondere aus Sintermetall,
nachgeschaltet ist (Fig. 3).
16. Einrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß der Block (101) zylindrisch und
in einer Längsbohrung (82) des Gehäuses (81) untergebracht ist, die in einem verengten Teil (83)
das Verschlußstück (113) des Hilfsventils, in einem mittleren Teil den Zwischenkolben (119) und den
porösen Block (101) und in einem erweiterten Teil
909 609/250
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEM31484A DE1064309B (de) | 1956-08-23 | 1956-08-23 | Einrichtung zum mindestens zeitweisen selbsttaetigen Ableiten einer Teilmenge aus einer Fluessigkeit |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEM31484A DE1064309B (de) | 1956-08-23 | 1956-08-23 | Einrichtung zum mindestens zeitweisen selbsttaetigen Ableiten einer Teilmenge aus einer Fluessigkeit |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1064309B true DE1064309B (de) | 1959-08-27 |
Family
ID=7301252
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEM31484A Pending DE1064309B (de) | 1956-08-23 | 1956-08-23 | Einrichtung zum mindestens zeitweisen selbsttaetigen Ableiten einer Teilmenge aus einer Fluessigkeit |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1064309B (de) |
Citations (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| GB576167A (en) * | 1943-02-20 | 1946-03-21 | Bendix Aviat Corp | Improvements in or relating to fluid pressure regulating valves |
| FR919800A (fr) * | 1944-12-18 | 1947-03-18 | Plessey Co Ltd | Perfectionnements aux soupapes |
| US2635620A (en) * | 1951-02-07 | 1953-04-21 | Bendix Aviat Corp | Automatic air bleed valve |
| FR1054358A (fr) * | 1951-02-06 | 1954-02-10 | Electraulic Presses Ltd | Perfectionnements aux soupapes de décharge réglables |
| US2676612A (en) * | 1952-05-13 | 1954-04-27 | Anco Inc | In-line hydraulic pressure relief valve with reversible flow |
-
1956
- 1956-08-23 DE DEM31484A patent/DE1064309B/de active Pending
Patent Citations (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| GB576167A (en) * | 1943-02-20 | 1946-03-21 | Bendix Aviat Corp | Improvements in or relating to fluid pressure regulating valves |
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