DE1064247B - Einrichtung zur Daempfung der von einem stroemenden Medium, z. B. von Luft getragenen Schallenergie - Google Patents
Einrichtung zur Daempfung der von einem stroemenden Medium, z. B. von Luft getragenen SchallenergieInfo
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Description
DEUTSCHES
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Dämpfung von Schallenergie in einem fließenden
Medium, z. B. in Luft, mit mindestens einem zickzackförmigen Kanal, dessen Wände die hohen, mittleren
und tiefen Frequenzen der Schallenergie absorbieren können, die von dem durch den Kanal fließenden
Medium getragen wird.
Mit der erfindungsgemäßen Einrichtung soll ein breites Frequenzband der in dem strömenden Medium,
z. B. Luft, mitgeführten Schallenergie innerhalb eines umschlossenen Raumes, z. B. in einer aerodynamischen
Versuchskammer od. dgl., gedämpft werden. Sie soll nicht die verschiedenen Nachteile der vorbekannten
Einrichtungen besitzen, wie etwa unbequeme große Abmessungen, hohe Baukosten, Behinderung der
Luftströmung, Hervorrufen von Wirbelbildungen in der Luftströmung und andere unerwünschte Erscheinungen.
Außerdem lassen sich mit Hilfe der Erfindung eine stärkere Dämpfung der höheren Tonfrequenzen
und eine bessere Beeinflussung der Dämpfung der mittleren Tonfrequenzen sowie der tiefen
Tonfrequenzen erzielen.
Es sind bereits Einrichtungen zur Dämpfung der von einem strömenden Medium, z. B. von Luft, getragenen
Schallenergie in Gestalt zickzackförmiger Kanäle bekannt, deren Wände die hohen, mittleren
und tiefen Frequenzen der Schallenergie absorbieren können. Dabei hatten je zwei aufeinanderfolgende
Scheitelstellen der gleichen Wand eines Kanals einen Abstand voneinander, der etwa gleich einer durchschnittlichen
halben Wellenlänge der mittleren Frequenzen war. Die Dämpfungswirkung dieser bekannten
Einrichtungen läßt aber noch zu wünschen übrig und reicht namentlich hinsichtlich der tieferen Frequenzen
nicht für alle Anwendungsfälle aus.
Es sind auch Dämpfungsvorrichtungen mit schallabsorbierenden Keilen bekannt, die gleichfalls nicht
den zuletzt erwähnten Anforderungen genügen können. Dies gilt auch für verschiedene bekannte Ausführungsformen
von Dämpfungsvorrichtungen mit zickzackförmigen Kanälen und für Labyrinthschalldämpfer
mit nach der Schallquelle zu offen, nach der Lufteinströmung zu geschlossen ausgebildeten Dämpfungskammern,
deren Wandungen aus schallschluckenden Werkstoffen bestehen.
Eine Dämpfungseinrichtung für von einem strömenden Medium, z. B. von Luft, getragener Schallenergie
mit einer den bekannten Einrichtungen gegenüber erheblich verbesserter Dämpfungswirkung wird
erfindungsgemäß dadurch erzielt, daß bei einem zickzackförmigen Kanal, dessen Wände die hohen, mittleren
und tiefen Frequenzen der Schallenergie absorbieren können — wobei je zwei Scheitelstellen der
gleichen Wand des Kanals einen Abstand vonein-Einrichtung zur Dämpfung
der von einem strömenden Medium,
z.B. von Luft getragenen Schallenergie
der von einem strömenden Medium,
z.B. von Luft getragenen Schallenergie
Anmelder:
Bolt Beranek and Newman Inc.,
Cambridge, Mass. (V. St. A.)
Cambridge, Mass. (V. St. A.)
Vertreter: Dipl.-Ing. R. Müller-Börner,
Berlin-Dahlem, Podbielskiallee 68,
und Dipl.-Ing. H.-H. Wey, München 23, Patentanwälte
Berlin-Dahlem, Podbielskiallee 68,
und Dipl.-Ing. H.-H. Wey, München 23, Patentanwälte
Jordan J. Baruch, Newton, Mass. (V. St. A.),
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
ander haben, der etwa gleich einer durchschnittlichen halben Wellenlänge der mittleren Frequenzen ist —
an jeder Scheitelstelle der beiden Wände des Kanals eine öffnung in der Wand vorgesehen ist, die den
Kanal mit einer querverlaufenden, von schallundurchlässigen Wandungen begrenzten und vorzugsweise
bei den tiefen Frequenzen in Resonanz befindlichen Kammer verbindet.
Zur Dämpfung der Schallenergie in dem strömenden Medium, wie Luft, dienen in an sich bekannter
Weise ein zickzackförmiger Kanal oder mehrere zickzackförmige Kanäle, deren Wände die hohen Frequenzen
und einen Teil der mittleren Frequenzen der in dem durch die Kanäle fließenden Medium vorhandenen
Schallenergie absorbieren können. Der Grundgedanke der Erfindung besteht darin, in den Wänden
nahe den Scheitelpunkten des Kanals oder der Kanäle querverlaufende Öffnungen vorzusehen, die quer zur
Strömungsrichtung des Mediums schallundurchlässige Trennwände haben. Die mittleren Frequenzen können
dann nach einem weiteren Merkmal der Erfindung noch mehr gedämpft werden, wenn man die Höhe der
Scheitelstellen in den Kanälen so wählt, daß sie etwa einer viertel oder einer halben Wellenlänge einer
Mittelfrequenz der mittleren Frequenzen entspricht.
909 609/214
Wenn man die Höhe der Scheitelstellen so wählt, befinden sich die mittleren Frequenzen zwischen den
Wänden des Kanals oder der Kanäle in Resonanz.
Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung gehen aus der Zeichnung hervor, in der einige Ausführungsbeispiele
der erfindungsgemäßen Einrichtung dargestellt sind. Es zeigt
Fig. 1 eine Draufsicht einer Versuchskammer, in die eine Ausführungsform der Erfindung eingebaut
ist, wobei das Dach der Versuchskammer abgenommen ist,
Fig. 2 eine ähnliche Draufsicht einer anderen Ausführungsform,
Fig. 3 eine graphische Darstellung, die die Wirkungsweise verschiedener Ausführungsformen der Erfindung
erkennen läßt,
Fig. 4 und 5 Draufsichten auf Schalldämpfer oder ähnliche Luftführungen, die mit einer erfindungsgemäßen
Einrichtung ausgestattet sind, und
Fig. 6 bis 10 Teilquerschnitte von Abschnitten der in den Fig. 1, 2, 4 und 5 dargestellten Einrichtungen.
Xach Fig. 1 ist auf dem Boden einer Versuchskammer 1 etwa in der Mitte ein Motor 3 aufgestellt,
der einen \'ersuchszwecken dienenden Propeller 5 antreibt. In einer Seitenwand der Versuchskammer 1
kann eine Tür 7 vorhanden sein, die Zutritt zu der Prüfkammer gewährt. An beiden Enden der Versuchskammer ist je ein Endabschnitt 9 vorgesehen, der
mehrere sich in Längsrichtung erstreckende schallabsorbierende Körper 11 besitzt. Die Körper 11 sind
so geformt, daß mehrere zickzackförmige Kanäle zwischen nebeneinanderliegenden Körpern entstehen,
wobei die einzelnen Kanäle innerhalb der Endabschnitte 9 bestimmte Querabstände voneinander
haben. Die sich in Längsrichtung erstreckenden schallabsorbierenden Körper 11 haben allmählich und
periodisch wechselnde Querabmessungen. Dabei sind die Körper 11 so angeordnet, daß sich die größte
Querabmessung oder Scheitelstelle 13 des einen Körpers ungefähr gegenüber der kleinsten Querabmessung
oder Sohle des danebenliegenden Körpers 11 befindet. Die stetig und kontinuierlich gekrümmte Umrißlinie
der Körper 11 verleiht den zickzackförmigen Kanälen eine aerodynamisch günstige Form für den von links
durch den linken Endabschnitt 9 in die Versuchskammer hineinfließenden und durch den rechten Endabschnitt
9 in Richtung der Pfeile aus der Versuchskammer herausfließenden Luftstrom. Die schallabsorbierenden
Körper 11 besitzen nahe den Scheitelstellen 13 querverlaufende öffnungen 44, die zweckmäßigerweise
an ihren Mündungsstellen in die Kanäle verengt und eingezogen sind. Die öffnungen 44 sind durch
schallundurchlässige Wandungen 42, die beispielsweise aus Metall bestehen können, begrenzt. Die Körper
11 können auch in Längsrichtung verlaufende schallundurchlässige Trennwandungen 40 haben, die
die von den öffnungen 44 gebildeten Räume abschließen. Das Material der Körper 11 kann beispielsweise
Faserglas, Steinwolle, Filzpackung oder irgendein anderes geeignetes schallabsorbierendes Material
sein, das in die gewünschte Form gebracht werden kann und beispielsweise mit perforiertem Blech beschlagen
ist.
Da die höheren Tonfrequenzen, die vom Motor 3 und'oder vom Propeller 5 erzeugt werden, bestrebt
sind, sich geradlinig auszubreiten, verursachen die zickzackförmigen Kanäle, in denen der Schall zwischen
den schallabsorbierenden Körpern 11 laufen muß, eine Dämpfung dieser höheren Tonfrequenzen.
Die gestrichelte Kurve 2 der Fig. 3 zeigt den fre-
quenzmäßigen Verlauf der Dämpfung, wie er durch die zickzackförmigen Kanäle bei durchströmender
Luft entsteht. Die Dämpfung ist in Fig. 3 als Ordinate in Dezibel aufgetragen, während die Abszisse
die Frequenz in Hertz angibt. Aus der Kurve 2 geht hervor, daß eine über 50 db hinausgehende Dämpfung
nur bei höheren Frequenzen, etwa oberhalb von 600 Hz, eintritt. Durch die sich allmählich und periodisch
in ihrer Ouerabmessung ändernden und die Wände der zickzackförmigen Kanäle bildenden Körper
11 wird auch ein Teil der niedrigen mittleren Frequenzen etwa zwischen 100 und 300 Hz absorbiert,
da die Wände der Kanäle schallabsorbierend wirken. Die gestrichelte Kurve 14 der Fig. 3- zeigt
diese teilweise Dämpfung der mittleren Frequenzen, die allein durch die Wände der Körper 11 hervorgerufen
wird. Diese Dämpfung beträgt danach ungefähr 4 db bei 100 Hz, 9 db bei 150 Hz und 5 db bei
200 Hz.
Die mittleren Frequenzen können aber noch stärker gedämpft werden, indem man die Längsabmessungen
L, also die Längsabstände zwischen den Scheitelstellen 13, geeignet wählt. Indem man L etwa gleich
der halben Wellenlänge dieser mittleren Tonfrequenzen macht, ergibt sich die gewünschte stärkere Dämpfung
der mittleren Frequenzen. In der Praxis muß man selbstverständlich eine durchschnittliche oder
mittlere Wellenlänge aus dem Bereich der mittleren Frequenzen, der von etwa 100 bis etwa 500 Hz reicht,
aussuchen. Wenn man den Abständen zwischen den einzelnen Scheitelste^en 13 einen solchen Wert gibt,
entstehen mehrere spitzenförmige Dämpfungslinien, die in den punktierten Kurven 4, 6 und 8 der Fig. 3
zu sehen sind. Diese Anordnung und Dimensionierung der Körper 11 ruft somit mehrere Resonanzen 4, 6
und 8 im Bereich der mittleren Tonfrequenzen in dem Raum zwischen aufeinanderfolgenden Scheitelstellen
13 hervor. Dadurch entsteht eine weitere Dämpfung durch das schallabsorbierende Material der Körper 11.
Diese Wirkungsweise der schalldämpfenden Einrichtung läßt sich leichter verstehen, wenn man sich
vorstellt, daß die Schallenergie horizontal durch die schallabsorbierenden Körper 11 und gleichzeitig auch
durch die Luftkanäle zwischen den Körpern 11 wandert. Die Trennwandungen 42 nieten der strömenden
Schallenergie die höchste wirksame Impedanz an den Scheitelstellen 13, wo die schallabsorbierenden Körper
11 ihre größte Querabmessung besitzen. Da die Scheitelstellen 13 in Längsrichtung gegenseitige Abstände
haben, die der in Resonanz befindlichen halben Wellenlänge entsprechen, kann diese zusätzliche, in
Längsrichtung durch Resonanz wirkende Absorption entstehen. Bei den in Fig. 2 dargestellten Versuchen
stellten sich diese Mehrfachresonanzen in der Gegend von etwa 130 Hz, von etwa 250 Hz und von etwa
500 Hz ein.
Die Dämpfung der mittleren Frequenzen läßt sich aber noch auf eine andere Weise erzielen. Die Querabmessung
oder Breite W der Körper 11 an den Scheitelstellen 13 (Fig. 1) wird so gewählt, daß sie
einer halben Wellenlänge einer Mittelfrequenz des mittleren Frequenzbereiches entspricht. Dadurch entsteht
auch noch eine Resonanzabsorption zwischen den Körpern 11 quer zu der Strömungsrichtung der
Luft. Die Scheitelstellen 13 der Körper 11, die an den Wänden 9 der Versuchskammer anliegen, müssen
natürlich eine Höhe haben, die gleich W72, d. Iv gleich einer viertel Wellenlänge der Mittelfrequenz des mittleren
Frequenzbereiches, ist. Die Dämpfungskurve, die durch diese in Querrichtung entstehende Resonanz-
absorption erzielt wird, ist in der strichpunktierten Kurve 12 der Fig. 3 wiedergegeben. Man sieht, daß
auf diese Weise eine zusätzliche Dämpfung von 20 db bei etwa 200 Hz entsteht. Diese zusätzliche Dämpfung
rührt daher, daß an den Scheitelstellen 13, wo die Körper 11 die einer halben Wellenlänge entsprechende
Breite W haben (Fig. 1), das Material der schallabsorbierenden Körper 11 — senkrecht in die
Körper 11 hineingesehen — eine Impedanz hat, die gering ist im Vergleich zu der Impedanz längs des
zickzackförmigen Kanals. Die Schallenergie teilt sich daher auf, wobei ein erheblicher Anteil der Schallenergie
an den Scheitelstellen 13 quer in die Körper hinein verläuft, während ein anderer Anteil längs des
zickzackförmigen Kanals weiterläuft. Der an der *5 Scheitelstelle 13 quer in den Körper 11 hineingelaufene
Anteil der Schallenergie wird innerhalb des Körpers 11 aufgezehrt, wodurch die zusätzliche Absorption
zu erklären ist. Durch die Erfindung kann nun eine stärkere Dämpfung der wichtigen niedrigen
Frequenzen zwischen etwa 50 und 80 Hz durch die Resonanzwirkung der Kammern erzielt werden, die
durch die öffnungen 44 an den Scheitelstellen 13 gebildet werden. Diese Kammern können an ihren
Mündungsstellen in die Kanäle verengt und eingezogen sein. Sie können aber auch die Form einfacher
offener stumpfförmiger Resonatoren mit einer offenen Mündung zwischen den Trennwandüngen 42 haben,
wie sie etwa in den Fig. 4 und 5 zu sehen ist.
Die Gesamtwirkung der Dämpfung 2 längs des zickzackförmigen Kanals, der Dämpfung 14 durch die
Wände des Kanals, der Längsresonanzdämpfung 4, 6 und 8, der Querresonanzdämpfung 12 in den Körpern
11 an den Scheitelstellen 13 und der durch Resonanz in den Kammern 44 verursachten Absorption ist
durch die ausgezogene Kurve 10 in Fig. 3 dargestellt. Man sieht aus der Kurve 10, daß die mittleren Frequenzen
zwischen etwa 100 und etwa 500 Hz eine erhebliche Dämpfung erfahren, die zwischen etwa 40
und etwa 65 db liegt. Die hohen Frequenzen des Bereiches oberhalb von 600 Hz werden mit mehr als
60 db gedämpft. Sogar die tiefen Frequenzen und die niedrigen Frequenzen des mittleren Frequenzbereiches
unterhalb von 100 Hz, etwa zwischen 60 und 95 Hz, erfahren noch eine Dämpfung von etwa 34 bis etwa
38 db. Diese Dämpfung wird erzielt, obwohl die Kanäle, durch die die Luft strömt, aerodynamisch
günstig ausgebildet sind.
Die in Fig. 3 dargestellten Ergebnisse wurden mit einem schallabsorbierendcn Körper 11 erzielt, dessen
schallabsorbierendes Material nicht eine gleichmäßige Dichte hatte. Ein Querschnitt durch einen Quadranten
14 (Fig. 1 und 2) des schallabsorbierenden Körpers 11 ist in vergrößertem Maßstab in Fig. 9 dargestellt
und mit 14' bezeichnet. Tn dem mittleren Teil des Quadranten 14' befindet sich ein schallabsorbierendes
Material 20, das eine größere Dichte hat als der äußere Abschnitt 16, der bis zur Außenwand des Körpers
11 reicht, aber etwa die gleiche Dichte besitzt wie ein zentraler Abschnitt 22 des Körpers 11. Die
Abschnitte aus den verschiedenen schallabsorbierenden Materialien können wie im dargestellten Fall die
Form aneinanderliegender Streifen haben. Als Beispiel für eine typische Anlage, mit der sich ähnliche
Ergebnisse wie in Fig. 3 erhalten lassen, mögen folgende Abmessungen dienen: Der Ouerabstand zwischen
den schallabsorbierendcn Körpern 11 kann zwischen 30 und 120 cm betragen. Die halbe Querabmessung
W des Körpers 11 nach Fig. 1 beträgt etwa zwischen 30 und 120 cm, während der Längs-
abstand L zwischen aufeinanderfolgenden Scheitelstellen 13 je nach der gewünschten Frequenzkennlinie
zwischen 180 und 300 cm liegen kann.
Nach einer zweckmäßigen Weiterbildung der Erfindung läßt sich die Dämpfungscharakteristik noch
dadurch beeinflussen, daß man die Dichte des schaUabsorbierenden Materials im Körper 11 verändert.
Mit einem Körper 11, der eine einheitliche und gleichmäßige Dichte hat, wie es in Fig". 6 angedeutet ist, ergibt
sich eine Gesamtdämpfung, die die Frequenzen unterhalb von 100 Hz sehr vie! weniger und die mittleren
Frequenzen zwischen etwa 100 und 400 Hz etwas weniger beeinflußt, während eine größere und
etwa gleichbleibende Dämpfung der hohen Frequenzen oberhalb von 600 Hz eintritt.
Wenn es andererseits erwünscht sein sollte, die Dämpfung der hohen Frequenzen etwas zu vermindern
und dafür die Dämpfung der niedrigen Frequenzen zu verstärken, während die Dämpfung des mittleren
Frequenzbereiches etwa gleichbleiben soll, kann ein Aufbau der schallabsorbierenden Körper 11 mit
wechselnder Dichte entsprechend der Fig 8 angewendet werden. Bei diesem Aufbau des Körpers 11 liegt
der dichteste Abschnitt 20 nahe der Außenwand des Körpers 11, während ein Zwischenabschnitt 18 und
ein Mittelabschnitt 16 eine, stufenförmig abnehmende Dichte haben.
Wenn man ähnliche Ergebnisse wie mit dem Aufbau nach Fig. 8 erhalten, aber die Dämpfung der
tiefen Frequenzen unterhalb von 100 Hz vermindern will, ist nach einer anderen zweckmäßigen Weiterbildung
der Erfindung eine Verteilung der Dichte innerhalb des schaUabsorbierenden Körpers nach
Fig. 7 vorgesehen. In Fig. 7 befindet sich der am wenigsten dichte Abschnitte 16 an der Außenwand des
Körpers 11, während der Zwischenabschnitt 18 etwas dichter als der Abschnitt 16 und der Mittelabschnitt
20 wiederum dichter als der Zwischenabschnitt 18 ist.
Wenn umgekehrt die Dämpfung der tiefen Frequenzen verstärkt und die der hohen Frequenzen etwas
verstärkt werden soll, kann man nach einer zweckmäßigen Weiterbildung der Erfindung einen Aufbau
der Körper 11 nach Fig. 10 verwenden, bei dem der Zwischenabschnitt 18 eine geringere Dichte als der
Außenabschnitt 20 und der Innenabschnitt 24 hat. ,
Es ist selbstverständlich nicht notwendig, daß die nebeneinanderliegenden zickzackförmigen Kanäle
durch schallabsorhierende Körper 11 so gebildet werden, daß sie sich abwechselnd einander nähern und
voneinander entfernen, wie dies in Fig. 1 zu sehen ist. Die Kanäle können auch nach einer anderen zweckmäßigen
Weiterbildung der Erfindung alle parallel zueinander verlaufen, wie es Fig. 2 zeigt. Auch in der
Ausführungsform nach Fig. 2 müssen die Ouerabmessung W und, wenn gewünscht, der Längsabstand
L so eingestellt werden, daß die Resonanz mit einer Mittelfrequenz des mittleren Frequenzbereiches
entsteht, um die oben erläuterten Ergebnisse zu erzielen. Die Ouerabmessung W in der Ausführungsform
nach Fig. 2 muß halb so groß sein. wie die Querabmessung W in der Ausführungsform -nach
Fig. 1. Auch in der Ausführungsform nach Fig. 2 können die schaUabsorbierenden Körper 11 selbstverständlich
jede beliebige der in den Fig. 6 bis 10 dargestellten Dichteverteilungen und auch die Kammern
44 besitzen.
Die Anwendung der erfindungsgemäßen Einrichtung ist selbstverständlich nicht auf aerodynamische
Versuchskammern beschränkt. In den Fig. 4 und 5 sind beispielsweise Auspufftöpfe bzw. Schalldämpfer
Claims (13)
1. Einrichtung zur Dämpfung der von einem strömenden Medium, z. B. von Luft, getragenen
Schallenergie in Gestalt mindestens eines zickzackförmigen Kanals, dessen Wände die hohen,
mittleren und tiefen Frequenzen der Schallenergie absorbieren können, wobei je zwei Scheitelstellen
der gleichen Wand des Kanals einen Abstand voneinander haben, der etwa gleich einer durchschnittlichen
halben Wellenlänge der mittleren Frequenzen ist, dadurch gekennzeichnet, daß an jeder
Scheitelstelle der beiden Wände des Kanals eine
öffnung in der Wand vorgesehen ist, die den Kanal mit einer querverlaufenden, von schallundurchlässigen
Wandungen begrenzten und vorzugsweise bei den tiefen Frequenzen in Resonanz befindlichen Kammer verbindet.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Höhe der Scheitelstellen in
den Wänden des Kanals ungefähr gleich einer durchschnittlichen viertel bzw. einer halben
Wellenlänge der mittleren Frequenzen ist.
3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Scheitelstellen in
jedem Kanal gegenseitige Längsabstände haben, die etwa gleich einer halben Wellenlänge der
Mittelfrequenz der mittleren Frequenzen sind, und daß die mittleren Frequenzen zwischen den
Scheitelstellen des Kanals in Längsrichtung in Resonanz geraten.
4. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere sich
in Längsrichtung erstreckende zickzackförmige Kanäle nebeneinander innerhalb eines umgrenzten
Raumes angeordnet sind.
5. Einrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Wände der zickzackförmigen
Kanäle aus schallabsorbierenden Körpern mit allmählich periodisch und wechselnden Querabmessungen
bestehen, wobei die größte Querabmessung jedes Körpers etwa der kleinsten Querabmessung
des in Querrichtung benachbarten Körpers gegenüberliegt.
6. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der zickzackförmige
Kanal bzw. die Kanäle an mindestens einem Ende einer aerodynamischen Prüfkammer angeordnet sind.
7. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Wände des
zickzackförmigen Kanals bzw. der Kanäle schallabsorbierendes Material von etwa gleichmäßiger
Dichte enthalten.
8. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere schallabsorbierende
Kammern hintereinander angeordnet sind.
9. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Wände des
zickzackförmigen Kanals bzw. der Kanäle schallabsorbierendes Material enthalten, dessen Dichte
nach innen allmählich zunimmt.
10. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Wände des
zickzackförmigen Kanals bzw. der Kanäle schallabsorbierendes Material enthalten, dessen Dichte
nach innen allmählich abnimmt.
11. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Wände des
zickzackförmigen Kanals bzw. der Kanäle schallabsorbierendes Material enthalten, dessen Dichte
nach innen zunächst zunimmt und dann abnimmt.
12. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Wände des
zickzackförmigen Kanals bzw. der Kanäle schallabsorbierendes Material enthalten, dessen Dichte
nach innen zunächst abnimmt und dann zunimmt.
13. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Breite des
zickzackförmigen Kanals zwischen etwa 30 und 120 cm, die Höhe der Scheitelstellen zwischen
etwa 30 und 120 cm und der Abstand zwischen
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|---|---|---|---|
| DEB43194A DE1064247B (de) | 1957-01-21 | 1957-01-21 | Einrichtung zur Daempfung der von einem stroemenden Medium, z. B. von Luft getragenen Schallenergie |
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| DEB43194A DE1064247B (de) | 1957-01-21 | 1957-01-21 | Einrichtung zur Daempfung der von einem stroemenden Medium, z. B. von Luft getragenen Schallenergie |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1064247B true DE1064247B (de) | 1959-08-27 |
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ID=6966970
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DEB43194A Pending DE1064247B (de) | 1957-01-21 | 1957-01-21 | Einrichtung zur Daempfung der von einem stroemenden Medium, z. B. von Luft getragenen Schallenergie |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1064247B (de) |
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