[go: up one dir, main page]

DE1064247B - Einrichtung zur Daempfung der von einem stroemenden Medium, z. B. von Luft getragenen Schallenergie - Google Patents

Einrichtung zur Daempfung der von einem stroemenden Medium, z. B. von Luft getragenen Schallenergie

Info

Publication number
DE1064247B
DE1064247B DEB43194A DEB0043194A DE1064247B DE 1064247 B DE1064247 B DE 1064247B DE B43194 A DEB43194 A DE B43194A DE B0043194 A DEB0043194 A DE B0043194A DE 1064247 B DE1064247 B DE 1064247B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
sound
zigzag
walls
absorbing
channels
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEB43194A
Other languages
English (en)
Inventor
Jordan J Baruch
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
RTX BBN Technologies Corp
Original Assignee
Bolt Beranek and Newman Inc
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Bolt Beranek and Newman Inc filed Critical Bolt Beranek and Newman Inc
Priority to DEB43194A priority Critical patent/DE1064247B/de
Publication of DE1064247B publication Critical patent/DE1064247B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • GPHYSICS
    • G10MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
    • G10KSOUND-PRODUCING DEVICES; METHODS OR DEVICES FOR PROTECTING AGAINST, OR FOR DAMPING, NOISE OR OTHER ACOUSTIC WAVES IN GENERAL; ACOUSTICS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • G10K11/00Methods or devices for transmitting, conducting or directing sound in general; Methods or devices for protecting against, or for damping, noise or other acoustic waves in general
    • G10K11/16Methods or devices for protecting against, or for damping, noise or other acoustic waves in general
    • G10K11/172Methods or devices for protecting against, or for damping, noise or other acoustic waves in general using resonance effects
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16LPIPES; JOINTS OR FITTINGS FOR PIPES; SUPPORTS FOR PIPES, CABLES OR PROTECTIVE TUBING; MEANS FOR THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16L55/00Devices or appurtenances for use in, or in connection with, pipes or pipe systems
    • F16L55/02Energy absorbers; Noise absorbers
    • F16L55/033Noise absorbers
    • F16L55/0336Noise absorbers by means of sound-absorbing materials

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Acoustics & Sound (AREA)
  • Multimedia (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Building Environments (AREA)

Description

DEUTSCHES
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Dämpfung von Schallenergie in einem fließenden Medium, z. B. in Luft, mit mindestens einem zickzackförmigen Kanal, dessen Wände die hohen, mittleren und tiefen Frequenzen der Schallenergie absorbieren können, die von dem durch den Kanal fließenden Medium getragen wird.
Mit der erfindungsgemäßen Einrichtung soll ein breites Frequenzband der in dem strömenden Medium, z. B. Luft, mitgeführten Schallenergie innerhalb eines umschlossenen Raumes, z. B. in einer aerodynamischen Versuchskammer od. dgl., gedämpft werden. Sie soll nicht die verschiedenen Nachteile der vorbekannten Einrichtungen besitzen, wie etwa unbequeme große Abmessungen, hohe Baukosten, Behinderung der Luftströmung, Hervorrufen von Wirbelbildungen in der Luftströmung und andere unerwünschte Erscheinungen. Außerdem lassen sich mit Hilfe der Erfindung eine stärkere Dämpfung der höheren Tonfrequenzen und eine bessere Beeinflussung der Dämpfung der mittleren Tonfrequenzen sowie der tiefen Tonfrequenzen erzielen.
Es sind bereits Einrichtungen zur Dämpfung der von einem strömenden Medium, z. B. von Luft, getragenen Schallenergie in Gestalt zickzackförmiger Kanäle bekannt, deren Wände die hohen, mittleren und tiefen Frequenzen der Schallenergie absorbieren können. Dabei hatten je zwei aufeinanderfolgende Scheitelstellen der gleichen Wand eines Kanals einen Abstand voneinander, der etwa gleich einer durchschnittlichen halben Wellenlänge der mittleren Frequenzen war. Die Dämpfungswirkung dieser bekannten Einrichtungen läßt aber noch zu wünschen übrig und reicht namentlich hinsichtlich der tieferen Frequenzen nicht für alle Anwendungsfälle aus.
Es sind auch Dämpfungsvorrichtungen mit schallabsorbierenden Keilen bekannt, die gleichfalls nicht den zuletzt erwähnten Anforderungen genügen können. Dies gilt auch für verschiedene bekannte Ausführungsformen von Dämpfungsvorrichtungen mit zickzackförmigen Kanälen und für Labyrinthschalldämpfer mit nach der Schallquelle zu offen, nach der Lufteinströmung zu geschlossen ausgebildeten Dämpfungskammern, deren Wandungen aus schallschluckenden Werkstoffen bestehen.
Eine Dämpfungseinrichtung für von einem strömenden Medium, z. B. von Luft, getragener Schallenergie mit einer den bekannten Einrichtungen gegenüber erheblich verbesserter Dämpfungswirkung wird erfindungsgemäß dadurch erzielt, daß bei einem zickzackförmigen Kanal, dessen Wände die hohen, mittleren und tiefen Frequenzen der Schallenergie absorbieren können — wobei je zwei Scheitelstellen der gleichen Wand des Kanals einen Abstand vonein-Einrichtung zur Dämpfung
der von einem strömenden Medium,
z.B. von Luft getragenen Schallenergie
Anmelder:
Bolt Beranek and Newman Inc.,
Cambridge, Mass. (V. St. A.)
Vertreter: Dipl.-Ing. R. Müller-Börner,
Berlin-Dahlem, Podbielskiallee 68,
und Dipl.-Ing. H.-H. Wey, München 23, Patentanwälte
Jordan J. Baruch, Newton, Mass. (V. St. A.),
ist als Erfinder genannt worden
ander haben, der etwa gleich einer durchschnittlichen halben Wellenlänge der mittleren Frequenzen ist — an jeder Scheitelstelle der beiden Wände des Kanals eine öffnung in der Wand vorgesehen ist, die den Kanal mit einer querverlaufenden, von schallundurchlässigen Wandungen begrenzten und vorzugsweise bei den tiefen Frequenzen in Resonanz befindlichen Kammer verbindet.
Zur Dämpfung der Schallenergie in dem strömenden Medium, wie Luft, dienen in an sich bekannter Weise ein zickzackförmiger Kanal oder mehrere zickzackförmige Kanäle, deren Wände die hohen Frequenzen und einen Teil der mittleren Frequenzen der in dem durch die Kanäle fließenden Medium vorhandenen Schallenergie absorbieren können. Der Grundgedanke der Erfindung besteht darin, in den Wänden nahe den Scheitelpunkten des Kanals oder der Kanäle querverlaufende Öffnungen vorzusehen, die quer zur Strömungsrichtung des Mediums schallundurchlässige Trennwände haben. Die mittleren Frequenzen können dann nach einem weiteren Merkmal der Erfindung noch mehr gedämpft werden, wenn man die Höhe der Scheitelstellen in den Kanälen so wählt, daß sie etwa einer viertel oder einer halben Wellenlänge einer Mittelfrequenz der mittleren Frequenzen entspricht.
909 609/214
Wenn man die Höhe der Scheitelstellen so wählt, befinden sich die mittleren Frequenzen zwischen den Wänden des Kanals oder der Kanäle in Resonanz.
Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung gehen aus der Zeichnung hervor, in der einige Ausführungsbeispiele der erfindungsgemäßen Einrichtung dargestellt sind. Es zeigt
Fig. 1 eine Draufsicht einer Versuchskammer, in die eine Ausführungsform der Erfindung eingebaut ist, wobei das Dach der Versuchskammer abgenommen ist,
Fig. 2 eine ähnliche Draufsicht einer anderen Ausführungsform,
Fig. 3 eine graphische Darstellung, die die Wirkungsweise verschiedener Ausführungsformen der Erfindung erkennen läßt,
Fig. 4 und 5 Draufsichten auf Schalldämpfer oder ähnliche Luftführungen, die mit einer erfindungsgemäßen Einrichtung ausgestattet sind, und
Fig. 6 bis 10 Teilquerschnitte von Abschnitten der in den Fig. 1, 2, 4 und 5 dargestellten Einrichtungen.
Xach Fig. 1 ist auf dem Boden einer Versuchskammer 1 etwa in der Mitte ein Motor 3 aufgestellt, der einen \'ersuchszwecken dienenden Propeller 5 antreibt. In einer Seitenwand der Versuchskammer 1 kann eine Tür 7 vorhanden sein, die Zutritt zu der Prüfkammer gewährt. An beiden Enden der Versuchskammer ist je ein Endabschnitt 9 vorgesehen, der mehrere sich in Längsrichtung erstreckende schallabsorbierende Körper 11 besitzt. Die Körper 11 sind so geformt, daß mehrere zickzackförmige Kanäle zwischen nebeneinanderliegenden Körpern entstehen, wobei die einzelnen Kanäle innerhalb der Endabschnitte 9 bestimmte Querabstände voneinander haben. Die sich in Längsrichtung erstreckenden schallabsorbierenden Körper 11 haben allmählich und periodisch wechselnde Querabmessungen. Dabei sind die Körper 11 so angeordnet, daß sich die größte Querabmessung oder Scheitelstelle 13 des einen Körpers ungefähr gegenüber der kleinsten Querabmessung oder Sohle des danebenliegenden Körpers 11 befindet. Die stetig und kontinuierlich gekrümmte Umrißlinie der Körper 11 verleiht den zickzackförmigen Kanälen eine aerodynamisch günstige Form für den von links durch den linken Endabschnitt 9 in die Versuchskammer hineinfließenden und durch den rechten Endabschnitt 9 in Richtung der Pfeile aus der Versuchskammer herausfließenden Luftstrom. Die schallabsorbierenden Körper 11 besitzen nahe den Scheitelstellen 13 querverlaufende öffnungen 44, die zweckmäßigerweise an ihren Mündungsstellen in die Kanäle verengt und eingezogen sind. Die öffnungen 44 sind durch schallundurchlässige Wandungen 42, die beispielsweise aus Metall bestehen können, begrenzt. Die Körper 11 können auch in Längsrichtung verlaufende schallundurchlässige Trennwandungen 40 haben, die die von den öffnungen 44 gebildeten Räume abschließen. Das Material der Körper 11 kann beispielsweise Faserglas, Steinwolle, Filzpackung oder irgendein anderes geeignetes schallabsorbierendes Material sein, das in die gewünschte Form gebracht werden kann und beispielsweise mit perforiertem Blech beschlagen ist.
Da die höheren Tonfrequenzen, die vom Motor 3 und'oder vom Propeller 5 erzeugt werden, bestrebt sind, sich geradlinig auszubreiten, verursachen die zickzackförmigen Kanäle, in denen der Schall zwischen den schallabsorbierenden Körpern 11 laufen muß, eine Dämpfung dieser höheren Tonfrequenzen. Die gestrichelte Kurve 2 der Fig. 3 zeigt den fre-
quenzmäßigen Verlauf der Dämpfung, wie er durch die zickzackförmigen Kanäle bei durchströmender Luft entsteht. Die Dämpfung ist in Fig. 3 als Ordinate in Dezibel aufgetragen, während die Abszisse die Frequenz in Hertz angibt. Aus der Kurve 2 geht hervor, daß eine über 50 db hinausgehende Dämpfung nur bei höheren Frequenzen, etwa oberhalb von 600 Hz, eintritt. Durch die sich allmählich und periodisch in ihrer Ouerabmessung ändernden und die Wände der zickzackförmigen Kanäle bildenden Körper 11 wird auch ein Teil der niedrigen mittleren Frequenzen etwa zwischen 100 und 300 Hz absorbiert, da die Wände der Kanäle schallabsorbierend wirken. Die gestrichelte Kurve 14 der Fig. 3- zeigt diese teilweise Dämpfung der mittleren Frequenzen, die allein durch die Wände der Körper 11 hervorgerufen wird. Diese Dämpfung beträgt danach ungefähr 4 db bei 100 Hz, 9 db bei 150 Hz und 5 db bei 200 Hz.
Die mittleren Frequenzen können aber noch stärker gedämpft werden, indem man die Längsabmessungen L, also die Längsabstände zwischen den Scheitelstellen 13, geeignet wählt. Indem man L etwa gleich der halben Wellenlänge dieser mittleren Tonfrequenzen macht, ergibt sich die gewünschte stärkere Dämpfung der mittleren Frequenzen. In der Praxis muß man selbstverständlich eine durchschnittliche oder mittlere Wellenlänge aus dem Bereich der mittleren Frequenzen, der von etwa 100 bis etwa 500 Hz reicht, aussuchen. Wenn man den Abständen zwischen den einzelnen Scheitelste^en 13 einen solchen Wert gibt, entstehen mehrere spitzenförmige Dämpfungslinien, die in den punktierten Kurven 4, 6 und 8 der Fig. 3 zu sehen sind. Diese Anordnung und Dimensionierung der Körper 11 ruft somit mehrere Resonanzen 4, 6 und 8 im Bereich der mittleren Tonfrequenzen in dem Raum zwischen aufeinanderfolgenden Scheitelstellen 13 hervor. Dadurch entsteht eine weitere Dämpfung durch das schallabsorbierende Material der Körper 11.
Diese Wirkungsweise der schalldämpfenden Einrichtung läßt sich leichter verstehen, wenn man sich vorstellt, daß die Schallenergie horizontal durch die schallabsorbierenden Körper 11 und gleichzeitig auch durch die Luftkanäle zwischen den Körpern 11 wandert. Die Trennwandungen 42 nieten der strömenden Schallenergie die höchste wirksame Impedanz an den Scheitelstellen 13, wo die schallabsorbierenden Körper 11 ihre größte Querabmessung besitzen. Da die Scheitelstellen 13 in Längsrichtung gegenseitige Abstände haben, die der in Resonanz befindlichen halben Wellenlänge entsprechen, kann diese zusätzliche, in Längsrichtung durch Resonanz wirkende Absorption entstehen. Bei den in Fig. 2 dargestellten Versuchen stellten sich diese Mehrfachresonanzen in der Gegend von etwa 130 Hz, von etwa 250 Hz und von etwa 500 Hz ein.
Die Dämpfung der mittleren Frequenzen läßt sich aber noch auf eine andere Weise erzielen. Die Querabmessung oder Breite W der Körper 11 an den Scheitelstellen 13 (Fig. 1) wird so gewählt, daß sie einer halben Wellenlänge einer Mittelfrequenz des mittleren Frequenzbereiches entspricht. Dadurch entsteht auch noch eine Resonanzabsorption zwischen den Körpern 11 quer zu der Strömungsrichtung der Luft. Die Scheitelstellen 13 der Körper 11, die an den Wänden 9 der Versuchskammer anliegen, müssen natürlich eine Höhe haben, die gleich W72, d. Iv gleich einer viertel Wellenlänge der Mittelfrequenz des mittleren Frequenzbereiches, ist. Die Dämpfungskurve, die durch diese in Querrichtung entstehende Resonanz-
absorption erzielt wird, ist in der strichpunktierten Kurve 12 der Fig. 3 wiedergegeben. Man sieht, daß auf diese Weise eine zusätzliche Dämpfung von 20 db bei etwa 200 Hz entsteht. Diese zusätzliche Dämpfung rührt daher, daß an den Scheitelstellen 13, wo die Körper 11 die einer halben Wellenlänge entsprechende Breite W haben (Fig. 1), das Material der schallabsorbierenden Körper 11 — senkrecht in die Körper 11 hineingesehen — eine Impedanz hat, die gering ist im Vergleich zu der Impedanz längs des zickzackförmigen Kanals. Die Schallenergie teilt sich daher auf, wobei ein erheblicher Anteil der Schallenergie an den Scheitelstellen 13 quer in die Körper hinein verläuft, während ein anderer Anteil längs des zickzackförmigen Kanals weiterläuft. Der an der *5 Scheitelstelle 13 quer in den Körper 11 hineingelaufene Anteil der Schallenergie wird innerhalb des Körpers 11 aufgezehrt, wodurch die zusätzliche Absorption zu erklären ist. Durch die Erfindung kann nun eine stärkere Dämpfung der wichtigen niedrigen Frequenzen zwischen etwa 50 und 80 Hz durch die Resonanzwirkung der Kammern erzielt werden, die durch die öffnungen 44 an den Scheitelstellen 13 gebildet werden. Diese Kammern können an ihren Mündungsstellen in die Kanäle verengt und eingezogen sein. Sie können aber auch die Form einfacher offener stumpfförmiger Resonatoren mit einer offenen Mündung zwischen den Trennwandüngen 42 haben, wie sie etwa in den Fig. 4 und 5 zu sehen ist.
Die Gesamtwirkung der Dämpfung 2 längs des zickzackförmigen Kanals, der Dämpfung 14 durch die Wände des Kanals, der Längsresonanzdämpfung 4, 6 und 8, der Querresonanzdämpfung 12 in den Körpern 11 an den Scheitelstellen 13 und der durch Resonanz in den Kammern 44 verursachten Absorption ist durch die ausgezogene Kurve 10 in Fig. 3 dargestellt. Man sieht aus der Kurve 10, daß die mittleren Frequenzen zwischen etwa 100 und etwa 500 Hz eine erhebliche Dämpfung erfahren, die zwischen etwa 40 und etwa 65 db liegt. Die hohen Frequenzen des Bereiches oberhalb von 600 Hz werden mit mehr als 60 db gedämpft. Sogar die tiefen Frequenzen und die niedrigen Frequenzen des mittleren Frequenzbereiches unterhalb von 100 Hz, etwa zwischen 60 und 95 Hz, erfahren noch eine Dämpfung von etwa 34 bis etwa 38 db. Diese Dämpfung wird erzielt, obwohl die Kanäle, durch die die Luft strömt, aerodynamisch günstig ausgebildet sind.
Die in Fig. 3 dargestellten Ergebnisse wurden mit einem schallabsorbierendcn Körper 11 erzielt, dessen schallabsorbierendes Material nicht eine gleichmäßige Dichte hatte. Ein Querschnitt durch einen Quadranten 14 (Fig. 1 und 2) des schallabsorbierenden Körpers 11 ist in vergrößertem Maßstab in Fig. 9 dargestellt und mit 14' bezeichnet. Tn dem mittleren Teil des Quadranten 14' befindet sich ein schallabsorbierendes Material 20, das eine größere Dichte hat als der äußere Abschnitt 16, der bis zur Außenwand des Körpers 11 reicht, aber etwa die gleiche Dichte besitzt wie ein zentraler Abschnitt 22 des Körpers 11. Die Abschnitte aus den verschiedenen schallabsorbierenden Materialien können wie im dargestellten Fall die Form aneinanderliegender Streifen haben. Als Beispiel für eine typische Anlage, mit der sich ähnliche Ergebnisse wie in Fig. 3 erhalten lassen, mögen folgende Abmessungen dienen: Der Ouerabstand zwischen den schallabsorbierendcn Körpern 11 kann zwischen 30 und 120 cm betragen. Die halbe Querabmessung W des Körpers 11 nach Fig. 1 beträgt etwa zwischen 30 und 120 cm, während der Längs-
abstand L zwischen aufeinanderfolgenden Scheitelstellen 13 je nach der gewünschten Frequenzkennlinie zwischen 180 und 300 cm liegen kann.
Nach einer zweckmäßigen Weiterbildung der Erfindung läßt sich die Dämpfungscharakteristik noch dadurch beeinflussen, daß man die Dichte des schaUabsorbierenden Materials im Körper 11 verändert. Mit einem Körper 11, der eine einheitliche und gleichmäßige Dichte hat, wie es in Fig". 6 angedeutet ist, ergibt sich eine Gesamtdämpfung, die die Frequenzen unterhalb von 100 Hz sehr vie! weniger und die mittleren Frequenzen zwischen etwa 100 und 400 Hz etwas weniger beeinflußt, während eine größere und etwa gleichbleibende Dämpfung der hohen Frequenzen oberhalb von 600 Hz eintritt.
Wenn es andererseits erwünscht sein sollte, die Dämpfung der hohen Frequenzen etwas zu vermindern und dafür die Dämpfung der niedrigen Frequenzen zu verstärken, während die Dämpfung des mittleren Frequenzbereiches etwa gleichbleiben soll, kann ein Aufbau der schallabsorbierenden Körper 11 mit wechselnder Dichte entsprechend der Fig 8 angewendet werden. Bei diesem Aufbau des Körpers 11 liegt der dichteste Abschnitt 20 nahe der Außenwand des Körpers 11, während ein Zwischenabschnitt 18 und ein Mittelabschnitt 16 eine, stufenförmig abnehmende Dichte haben.
Wenn man ähnliche Ergebnisse wie mit dem Aufbau nach Fig. 8 erhalten, aber die Dämpfung der tiefen Frequenzen unterhalb von 100 Hz vermindern will, ist nach einer anderen zweckmäßigen Weiterbildung der Erfindung eine Verteilung der Dichte innerhalb des schaUabsorbierenden Körpers nach Fig. 7 vorgesehen. In Fig. 7 befindet sich der am wenigsten dichte Abschnitte 16 an der Außenwand des Körpers 11, während der Zwischenabschnitt 18 etwas dichter als der Abschnitt 16 und der Mittelabschnitt 20 wiederum dichter als der Zwischenabschnitt 18 ist.
Wenn umgekehrt die Dämpfung der tiefen Frequenzen verstärkt und die der hohen Frequenzen etwas verstärkt werden soll, kann man nach einer zweckmäßigen Weiterbildung der Erfindung einen Aufbau der Körper 11 nach Fig. 10 verwenden, bei dem der Zwischenabschnitt 18 eine geringere Dichte als der Außenabschnitt 20 und der Innenabschnitt 24 hat. ,
Es ist selbstverständlich nicht notwendig, daß die nebeneinanderliegenden zickzackförmigen Kanäle durch schallabsorhierende Körper 11 so gebildet werden, daß sie sich abwechselnd einander nähern und voneinander entfernen, wie dies in Fig. 1 zu sehen ist. Die Kanäle können auch nach einer anderen zweckmäßigen Weiterbildung der Erfindung alle parallel zueinander verlaufen, wie es Fig. 2 zeigt. Auch in der Ausführungsform nach Fig. 2 müssen die Ouerabmessung W und, wenn gewünscht, der Längsabstand L so eingestellt werden, daß die Resonanz mit einer Mittelfrequenz des mittleren Frequenzbereiches entsteht, um die oben erläuterten Ergebnisse zu erzielen. Die Ouerabmessung W in der Ausführungsform nach Fig. 2 muß halb so groß sein. wie die Querabmessung W in der Ausführungsform -nach Fig. 1. Auch in der Ausführungsform nach Fig. 2 können die schaUabsorbierenden Körper 11 selbstverständlich jede beliebige der in den Fig. 6 bis 10 dargestellten Dichteverteilungen und auch die Kammern 44 besitzen.
Die Anwendung der erfindungsgemäßen Einrichtung ist selbstverständlich nicht auf aerodynamische Versuchskammern beschränkt. In den Fig. 4 und 5 sind beispielsweise Auspufftöpfe bzw. Schalldämpfer

Claims (13)

15 für Automobile oder für Rohrleitungen in Belüftungs- oder Klimaanlagen od. dgl. dargestellt, die mit schallabsorbierenden Körpern 11 der erläuterten Art ausgestattet sind. Der Längsabstand L zwischen aufeinanderfolgenden Scheitelstellen 13 kann ebenso wie die maximale Querabmessung W ähnlich wie bei der Ausführungsform nach Fig. 2 so eingestellt werden, daß sich die an Hand der Fig. 3 geschilderte Gesamtdämpf ungskurve ergibt. In der Ausführungsform der Fig. 4 sind die schallabsorbierenden Körper 11 in einem Teil 17 untergebracht, der einen größeren Querschnitt als das übrige Rohr 15 der Leitung oder des Schalldämpfers hat. Ein derart erweiterter Abschnitt 17 kann beispielsweise an vorhandenen Schalldämpfern oder ähnlichen Rohren angebracht werden, die sonst zu klein zur Aufnahme der schallabsorbierenden Körper 11 sind. Dagegen ist in Fig. 5 das Rohr 15 groß genug, um die schallabsorbierenden Körper 11 aufzunehmen, ohne daß ein erweiterter Abschnitt 17 notwendig wäre. In allen Ausführungsbeispielen können sich die schallabsorbierenden Körper 11 von dem Boden der Versuchskammer oder des Rohres bis zu der oberen Abdeckung oder zwischen den Seitenwänden erstrecken. Die Körper 11 können in unterteilten oder konti- nuierlichen Abschnitten angebracht werden. Während die stetig und allmählich ansteigenden und abfallenden Kurven des zickzackförmigen Kanals in der Zeichnung etwa sinusförmig wiedergegeben sind, können auch andere Umrißlinien, die zweckmäßigerweise symmetrisch sind, verwendet werden. Wenn eine zusätzliche Dämpfung durch die abgestimmte Längsabmessung L nicht gewünscht wird, so braucht man die Entfernung L nicht der halben Wellenlänge des mittleren Frequenzbereiches anzupassen. Wenn man die Dämpfungskurve auf ein anderes Frequenzband übertragen will, das höher oder tiefer als das in Fig. 3 wiedergegebene Frequenzband liegen kann, und wenn die oben erläuterten Veränderungen der Dichte innerhalb der Körper 11 keine ausreichenden Variationen der Dämpfungskennlinie gestatten, so braucht man nur die Abmessungen L und W auf eine gewünschte andere Frequenz abzustimmen. Die Erfindung läßt sich außerdem maßstäblich oder proportional verkleinern oder vergrößern, wodurch sich für jedes beliebige Frequenzband ähnliche Dämpfungskurven erzielen lassen, wie sie in Fig. 3 gezeigt sind. Obwohl es zweckmäßig ist, die schallabsorbierenden Körper 11 aus schallabsorbierendem Material herzustellen, können die Quadranten der Körper 11 in den Ausführungsbeispielen der Fig. 1, 2, 4 und 5 auch luft- oder gasgefüllte, als Absorber wirkende Resonanzkammern enthalten, die für die notwendige Wandabsorption längs der zickzackförmigen Kanäle sorgen. Patentansprüche:
1. Einrichtung zur Dämpfung der von einem strömenden Medium, z. B. von Luft, getragenen Schallenergie in Gestalt mindestens eines zickzackförmigen Kanals, dessen Wände die hohen, mittleren und tiefen Frequenzen der Schallenergie absorbieren können, wobei je zwei Scheitelstellen der gleichen Wand des Kanals einen Abstand voneinander haben, der etwa gleich einer durchschnittlichen halben Wellenlänge der mittleren Frequenzen ist, dadurch gekennzeichnet, daß an jeder Scheitelstelle der beiden Wände des Kanals eine
öffnung in der Wand vorgesehen ist, die den Kanal mit einer querverlaufenden, von schallundurchlässigen Wandungen begrenzten und vorzugsweise bei den tiefen Frequenzen in Resonanz befindlichen Kammer verbindet.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Höhe der Scheitelstellen in den Wänden des Kanals ungefähr gleich einer durchschnittlichen viertel bzw. einer halben Wellenlänge der mittleren Frequenzen ist.
3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Scheitelstellen in jedem Kanal gegenseitige Längsabstände haben, die etwa gleich einer halben Wellenlänge der Mittelfrequenz der mittleren Frequenzen sind, und daß die mittleren Frequenzen zwischen den Scheitelstellen des Kanals in Längsrichtung in Resonanz geraten.
4. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere sich in Längsrichtung erstreckende zickzackförmige Kanäle nebeneinander innerhalb eines umgrenzten Raumes angeordnet sind.
5. Einrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Wände der zickzackförmigen Kanäle aus schallabsorbierenden Körpern mit allmählich periodisch und wechselnden Querabmessungen bestehen, wobei die größte Querabmessung jedes Körpers etwa der kleinsten Querabmessung des in Querrichtung benachbarten Körpers gegenüberliegt.
6. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der zickzackförmige Kanal bzw. die Kanäle an mindestens einem Ende einer aerodynamischen Prüfkammer angeordnet sind.
7. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Wände des zickzackförmigen Kanals bzw. der Kanäle schallabsorbierendes Material von etwa gleichmäßiger Dichte enthalten.
8. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere schallabsorbierende Kammern hintereinander angeordnet sind.
9. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Wände des zickzackförmigen Kanals bzw. der Kanäle schallabsorbierendes Material enthalten, dessen Dichte nach innen allmählich zunimmt.
10. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Wände des zickzackförmigen Kanals bzw. der Kanäle schallabsorbierendes Material enthalten, dessen Dichte nach innen allmählich abnimmt.
11. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Wände des zickzackförmigen Kanals bzw. der Kanäle schallabsorbierendes Material enthalten, dessen Dichte nach innen zunächst zunimmt und dann abnimmt.
12. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Wände des zickzackförmigen Kanals bzw. der Kanäle schallabsorbierendes Material enthalten, dessen Dichte nach innen zunächst abnimmt und dann zunimmt.
13. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Breite des zickzackförmigen Kanals zwischen etwa 30 und 120 cm, die Höhe der Scheitelstellen zwischen etwa 30 und 120 cm und der Abstand zwischen
DEB43194A 1957-01-21 1957-01-21 Einrichtung zur Daempfung der von einem stroemenden Medium, z. B. von Luft getragenen Schallenergie Pending DE1064247B (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEB43194A DE1064247B (de) 1957-01-21 1957-01-21 Einrichtung zur Daempfung der von einem stroemenden Medium, z. B. von Luft getragenen Schallenergie

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEB43194A DE1064247B (de) 1957-01-21 1957-01-21 Einrichtung zur Daempfung der von einem stroemenden Medium, z. B. von Luft getragenen Schallenergie

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1064247B true DE1064247B (de) 1959-08-27

Family

ID=6966970

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEB43194A Pending DE1064247B (de) 1957-01-21 1957-01-21 Einrichtung zur Daempfung der von einem stroemenden Medium, z. B. von Luft getragenen Schallenergie

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE1064247B (de)

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1147769B (de) 1959-04-10 1963-04-25 Sulzer Ag Resonator
DE1173683B (de) 1958-04-14 1964-07-09 Pittsburgh Corning Corp Akustisches Filter fuer Luefterkanaele
DE102010028089A1 (de) * 2010-04-22 2011-10-27 Man Diesel & Turbo Se Rohrschalldämpfer für eine Strömungsmaschine

Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE897615C (de) * 1943-04-10 1953-11-23 Aeg Labyrinthschalldaempfer fuer das Ansauggeraeusch von Verdichtern und Geblaesen
US2759556A (en) * 1952-08-04 1956-08-21 Bolt Beranek & Newman Acoustic method and system

Patent Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE897615C (de) * 1943-04-10 1953-11-23 Aeg Labyrinthschalldaempfer fuer das Ansauggeraeusch von Verdichtern und Geblaesen
US2759556A (en) * 1952-08-04 1956-08-21 Bolt Beranek & Newman Acoustic method and system

Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1173683B (de) 1958-04-14 1964-07-09 Pittsburgh Corning Corp Akustisches Filter fuer Luefterkanaele
DE1147769B (de) 1959-04-10 1963-04-25 Sulzer Ag Resonator
DE102010028089A1 (de) * 2010-04-22 2011-10-27 Man Diesel & Turbo Se Rohrschalldämpfer für eine Strömungsmaschine
DE102010028089B4 (de) * 2010-04-22 2020-03-19 Man Energy Solutions Se Rohrschalldämpfer für eine Strömungsmaschine und Verfahren zum Einbau eines Rohrschalldämpfers

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2920278C2 (de) Schalldämpfungseinrichtung
DE69201730T2 (de) Schalldämpfer für niedrige Frequenzen, besonders für Lüftungskanäle in Papierfabriken.
DE69028749T2 (de) Schalldämpfer
DE2701830C2 (de) Schalldämpfer für Luft- oder Gasströmungen
DE2160473A1 (de) Das Mithören dämpfende Zu- und Ablufteinrichtung in Lüftungsanlagen
DE2534556A1 (de) Schalldaempfer fuer gasstroeme
DE2019416A1 (de) Schalldaempfer fuer stroemende Gase
DE19846666C2 (de) Schalldämpfende Leitung
DE2513946C2 (de) Kulissenschalldämpfer
DE1476492B2 (de) Aus einer Brennkraftmaschine und einer angetriebenen Maschine bestehendes Aggregat
DE2131410A1 (de) Schalldaempfer
DE102020100162B4 (de) Vorrichtung zur Absenkung von Luft- und Körperschall
DE2521416A1 (de) Schallgedaempfter axialventilator
DE1064247B (de) Einrichtung zur Daempfung der von einem stroemenden Medium, z. B. von Luft getragenen Schallenergie
DE29710491U1 (de) Schalldämpfer
DE4210786C2 (de) Schalldämpfender Resonator für Rohrleitungen
DE3931228A1 (de) Schalldaempfer
DE2256655A1 (de) Schalldaempfer
DE2653262C2 (de) Vorrichtung zum geräuscharmen Entspannen eines gasförmigen Mediums mit Hilfe von Drosselstrecken
DE3008328C2 (de)
DE3934756C2 (de)
DE2831487A1 (de) Schalldaempfer fuer kanaele mit stroemenden, insbesondere staubhaltigen medien
DE8215489U1 (de) Schalldämpfeinrichtung für von Luftführende Kanäle von Klimaanlagen und dergl.
DE1185021B (de) Geraeuschdaempfer fuer stroemende Gase mit schallabsorbierenden Waenden
DE1292668B (de) Schalldaempfer fuer in Rohren stroemende Gase