DE1064170B - Verfahren zum Einleiten des Schweissprozesses beim Elektro-Schlackeschweissen - Google Patents
Verfahren zum Einleiten des Schweissprozesses beim Elektro-SchlackeschweissenInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B23—MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- B23K—SOLDERING OR UNSOLDERING; WELDING; CLADDING OR PLATING BY SOLDERING OR WELDING; CUTTING BY APPLYING HEAT LOCALLY, e.g. FLAME CUTTING; WORKING BY LASER BEAM
- B23K25/00—Slag welding, i.e. using a heated layer or mass of powder, slag, or the like in contact with the material to be joined
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Nonmetallic Welding Materials (AREA)
Description
DEUTSCHES
Beim Schweißen nach dem Elektro-Schlackeschweißverfahren
wird bekanntlich zunächst mittels eines Lichtbogens öder einer ähnlichen Entladung (Hoch-5tromglimmentladung)
der Arbeitsprozeß eingeleitet, indem die Schlacke aufgeschmolzen und ein flüssiges
Schmelzbad erzeugt wird. Dieser Prozeß läuft so lange, bis flüssige Schlacke in einer solchen Menge
und von einer solchen Temperatur erzeugt worden ist, daß die Joulesche Wärme im Schlackenbad allein ausreicht,
um einen stabilen Abschmelzvorgang zu gewährleisten. Während dieser Zeit beginnt Wärme in
die Werkstückflanken hineinzufließen, und es bedarf einer gewissen Zeit, bis diese so weit vorgewärmt
sind, daß sie aufzuschmelzen beginnen. Erst in diesem Zeitpunkt darf das eigentliche Schweißen beginnen,
das eine fehlerfreie Verbindung gewährleistet.
Beim Elektro-Schlackeschweißen muß berücksichtigt werden, daß am Anfang der Naht, während der Bildung
des Schlackenbades und der Einstellung der Werte, bis etwa 30 bis 80 mm Bindefehler auftreten
können. Aus diesem Grunde wird unterhalb des Nahtanfanges eine U-förmige Anfangsleiste angeordnet, in
welcher der Schweißvorgang eingeleitet wird. Nach Beendigung des Schweißprozesses kann die Anfangsleiste
wieder entfernt werden.
Nach dem Elektro-Schlackeschweißverfahren ist es fast unmöglich, eine Schweißnaht fehlerfrei zu Ende
zu schweißen, wenn während des Schweißvorganges eine unvorhergesehene Unterbrechung eingetreten ist,
beispielsweise bei Ausfall des Stromes, bei Undichtwerden der Gleitbacken oder bei anderen Störungen.
Es ist dann im allgemeinen notwendig, die schon geschweißte Naht herauszuschneiden und den Schweißprozeß
nochmals neu zu beginnen, was aber bei den großen Wandstärken, die dieses Verfahren beherrscht,
mit ganz bedeutenden Kosten verknüpft ist.
Um diesen Übelstand zu beseitigen, ist vorgeschlagen worden, zum Einleiten des Schweißprozesses einen
Lichtbogen zwischen einem am Nahtanfang untergelegten Hilfsstück und einer nicht abschmelzenden
Elektrode zu zünden und so lange aufrechtzuerhalten, bis sich die für eine fehlerfreie Schweißung erforderlichen
thermischen Verhältnisse eingestellt haben, worauf die nicht abschmelzende Elektrode entfernt
und unmittelbar darauf der Schweißprozeß durch eine abschmelzende Elektrode fortgesetzt wird. Dieses
Verfahren hat sich zwar in der Praxis bewährt, es hat sich jedoch gezeigt, daß die Einrichtung zur Durchführung
dieses Verfahrens sehr kostspielig ist, wodurch sich selbstverständlich die Kosten für die
Schweißung der Werkstücke erheblich erhöhen, und daß ferner Schwierigkeiten bezüglich des Materials
der nicht abschmelzenden Elektrode aufgetreten sind.
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zum Verfahren
zum Einleiten des Schweißprozesses
beim Elektro-Schlackeschweißen
beim Elektro-Schlackeschweißen
Anmelder:
LICENTIA Patent-Verwaltungs-G. m. b. H.r
Hamburg 36, Hohe Bleichen 22
Elektro-Schlackeschweißen, bei dem es mit einfachen und billigen Mitteln gelingt, das Einleiten des Schweißprozesses
durchzuführen. Erfindungsgemäß wird vorgeschlagen, auf das am Nahtanfang untergelegte
Hilfsstück eine für Thermitschweißung übliche Mischung von Eisenoxyd und Aluminium in Pulverform
aufzutragen, die nach Entzündung einer in die Mischung eingefügten Zündpille eine in an sich bekannter
Weise derart hohe Wärmemenge und Temperatur erzeugt, daß der für den nachfolgenden Schweißprozeß
erforderliche Wärmezustand des Werkstückes und der Schlacke erreicht wird.
In der Zeichnung, die einen Längsschnitt durch die Schweißfuge zeigt, ist ein Ausführungsbeispiel der
Erfindung dargestellt.
Mit 1 ist ein in der Zeichenebene liegendes Werkstückteil, mit 2 ist ein Flacheisenstück und mit 3 sind
zwei Gleitschuhe zum Formen der Naht bezeichnet. In dem durch die Gleitschuhe 3, das Werkstück 1, das
vor der Zeichenebene liegende Werkstück sowie das Flacheisenstück 2 gebildeten Hohlraum wird das
Thermitpulver 4 (Eisenoxyd und Aluminium) und das Schlackenpulver 5 eingebracht.
Zur Zündung des Thermitpulvers 4 wird dem Pulver eine Zündpille 8 beigefügt. Über dem Schmelzbad befindet
sich ein Führungsrohr 6 für die von einer nicht dargestellten Haspel herkommende Elektrode 7.
Mittels eines Spezialzündholzes wird die im Thermitpulver 4 befindliche Zündpille 8 gezündet, so daß
der Umsetzungsvorgang von Eisenoxyd und Aluminium in Aluminiumoxyd und Eisen einsetzt. Da der
Umsetzungsprozeß bekanntlich ein exothermer Vorgang ist, erfolgt das Niederschmelzen des Thermitpulvers
4 mit großer Wärmeentwicklung bei hoher Temperatur. Durch die hohe Temperatur wird das
809 609/361
Claims (1)
- Schlackenpulver erwärmt, und nachdem der für den nachfolgenden Schweißprozeß erforderliche Wärmezustand der Werkstücke erreicht worden ist, wird die abschmelzende Elektrode 7 vorgeschoben, und von nun ab verläuft der Schweißprozeß in der bisher bekannten Weise.Patentanspruch:Verfahren zum Einleiten des Schweißprozesses beim Elektro-Schlackeschweißen, insbesondere beim Wiederbeginn der Schweißung nach einer Unterbrechung, unter Verwendung eines am Nahtanfang unterhalb der zu verschweißenden Werkstücke angebrachten Hilfseisenstücks, dadurch gekennzeichnet, daß auf das Hilfsstück (2) eine für die Thermitschweißung übliche Mischung (4) von Eisenoxyd und Aluminium in Pulverform aufgetragen wird, die nach Entzündung einer in sie eingefügten Zündpille (8) eine in an sich bekannter Weise derart hohe Wärmemenge und Temperatur erzeugt, daß der für den nachfolgenden Schweißprozeß erforderliche Wärmezustand des Werkstückes (1) und der Schlacke (5) erreicht wird.In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 952 294.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen© 909 609/361 8.59
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEL30888A DE1064170B (de) | 1958-07-21 | 1958-07-21 | Verfahren zum Einleiten des Schweissprozesses beim Elektro-Schlackeschweissen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEL30888A DE1064170B (de) | 1958-07-21 | 1958-07-21 | Verfahren zum Einleiten des Schweissprozesses beim Elektro-Schlackeschweissen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1064170B true DE1064170B (de) | 1959-08-27 |
Family
ID=7265367
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEL30888A Pending DE1064170B (de) | 1958-07-21 | 1958-07-21 | Verfahren zum Einleiten des Schweissprozesses beim Elektro-Schlackeschweissen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1064170B (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1110343B (de) * | 1959-07-02 | 1961-07-06 | Kloeckner Werke Ag | Vorrichtung zur Elektro-Schlacke-Auftragsschweissung auf waagerecht liegende Werkstueckflaechen mit Begrenzungsrahmen und Bandelektrode |
| DE1214813B (de) | 1960-07-22 | 1966-04-21 | Yawata Iron & Steel Co | Verfahren zum Elektro-Schlackeschweissen |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE952294C (de) * | 1952-07-26 | 1956-11-15 | Steinmueller Gmbh L & C | Verfahren zum zusaetzlichen Erwaermen von Widerstands-Schweissstellen zwischen schwach- und starkwandigen Bauteilen |
-
1958
- 1958-07-21 DE DEL30888A patent/DE1064170B/de active Pending
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE952294C (de) * | 1952-07-26 | 1956-11-15 | Steinmueller Gmbh L & C | Verfahren zum zusaetzlichen Erwaermen von Widerstands-Schweissstellen zwischen schwach- und starkwandigen Bauteilen |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1110343B (de) * | 1959-07-02 | 1961-07-06 | Kloeckner Werke Ag | Vorrichtung zur Elektro-Schlacke-Auftragsschweissung auf waagerecht liegende Werkstueckflaechen mit Begrenzungsrahmen und Bandelektrode |
| DE1214813B (de) | 1960-07-22 | 1966-04-21 | Yawata Iron & Steel Co | Verfahren zum Elektro-Schlackeschweissen |
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