DE1064153B - Verfahren zur Herstellung eines einseitig hochdotierten pn-UEbergangs fuer Emitterzonen durch Einlegieren von Aluminium und einem weiteren benetzenden Metall in einen Germaniumeinkristall - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines einseitig hochdotierten pn-UEbergangs fuer Emitterzonen durch Einlegieren von Aluminium und einem weiteren benetzenden Metall in einen GermaniumeinkristallInfo
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Description
DEUTSCHES
Bei Transistoren mit einlegierten Elektroden zeigt die Stromverstärkung einen Abfall bei höheren
Emitterströmen. Dieser Abfall ist vom Verhältnis der Dotierungen von Emitter und Basis abhängig, und zwar
wird er um so geringer, je höher die Dotierung des Emitters ist. Die höchstmögliche Dotierung erhält
man nach dem Stand der Technik bei Verwendung einer aluminiumhaltigen Legierungssubstanz. Das darin
enthaltene Aluminiumoxyd verhindert jedoch eine ausreichende Benetzung des Germaniums. In der Regel
lassen sich nur unregelmäßige Kontaktflächen herstellen.
Es ist aber bereits bekannt, bei der Herstellung einer Gleichrichterwirkung aufweisenden Elektrode
durch Einlegieren von Indium als Aktivatormaterial zunächst ein die Oberfläche des Germaniums mit einer
dünnen, definierte Maße aufweisenden, im wesentlichen keinen pn-übergang hervorrufenden Plättchen
zu bedecken, um hierauf das Aktivatormaterial Indium aufzubringen, das Ganze zu erhitzen und das
Indium in das Germanium eindiffundieren zu lassen.
Im Hinblick auf die technischen Schwierigkeiten, die dann beim Auflegieren der beiden Legierungsmaterialien auf einen Halbleiterkörper bestehen, geht
die Erfindung von der Erkenntnis aus, das Legierungsverfahren in zwei Legierungsstufen aufzutrennen,
um einen gleichmäßigen, ebenen pn-übergang ohne Oxydationseinschlüsse zu erzielen. Die bekannten
Legierungsverfahren, bei denen eine Legierungspille vorliegt, die aus einem Gemisch von Aluminium und
Gallium oder Indium besteht, liefern stets inhomogene und nicht ebene pn-Übergänge durch Oxydationseinschlüsse,
welche vom Aluminiumanteil herrühren.
Das Verfahren zur Herstellung eines einseitig hochdotierten pn-Übergangs in einem Germaniumeinkristall
für Emitterzonen durch Einlegen von Aluminium als Aktivatormaterial und einem weiteren, das
Germanium benetzenden Metall ist erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet, daß zuerst eine an sich bekannte
Zwischenschicht, z. B. aus Indium, Blei oder Zinn, einlegiert wird, dann bei einer höheren Temperatur
Aluminium, vorzugsweise in Form eines Plättchens, auf das bereits einlegierte Metall aufgelegt und
unter Rütteln der Legierungsstelle das Einlegieren von Aluminium durchgeführt wird.
Gegenüber dem Bekannten wird beim vorliegenden Zweistufenverfahren ein leichtes Einlegieren mit einer
ebenen Legierungsfront insofern erzielt, als das Aluminium beim zweiten Verfahrensschritt bei erhöhter
Temperatur, unter Beseitigung störender Oxydhäute, in die Germanium-Indium-Legierungsfront eingerieben
bzw. einlegiert wird.
Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich
Verfahren zur Herstellung eines einseitig hochdotierten pn-Übergangs für Emitterzonen
durch Einlegieren von Aluminium und einem weiteren benetzenden Metall in einen Germaniumeinkristall
Anmelder: Siemens & Halske Aktiengesellschaft, Berlin und München, München 2, Wittelsbacherplatz 2
Dr. Adolf Götzberger, München, ist als Erfinder genannt worden
aus der nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels (Fig. 1 und 1 a).
In Fig. 1 ist 1 eine Scheibe aus einkristallinem Germanium. Auf diese Scheibe wird ein Tropfen Indium
gebracht. Unter Wasserstoffatmosphäre wird die Scheibe 1 und der Indiumtropfen in einer Graphitform
auf 450° C erhitzt. In dem dann flüssigen Indiumtropfen löst sich etwas Germanium. Die Menge
des gelösten Germaniums ist eindeutig durch die Menge des Indiums und die Temperatur bestimmt.
Anschließend wird abgekühlt. Das in dem Indium gelöste Germanium kristallisiert sich dann wieder im
wesentlichen an dem nicht angegriffenen Teil der Germaniumscheibe 1, ist aber dabei von etwas Indium
durchsetzt. Diese Schicht einer Legierung aus Indium und Germanium ist mit 2 bezeichnet. Darüber erstarrt
der Indium tropf en 3, der fast kein Germanium enthält.
Auf den erstarrten Indiumtropfen 3 wird nur ein Plättchen aus Aluminium 4 gelegt. Es reicht aus, wenn
dieses Aluminium den Reinheitsgrad 99,8 hat. Dann wird der Kristall und das Aluminiumplättchen mit
einer Graphitform 5 bedeckt, die eine auf das Aluminiumplättchen 4 gerichtete Bohrung 6 aufweist. In
diese Bohrung 6 wird ein Stäbchen aus Kohle oder einem anderen, in dem vorliegenden Fall chemisch indifferenten
Material, wie Chromstahl, eingesetzt.
Nunmehr wird die Form auf etwa 500° C erhitzt. Es bildet sich eine flüssige Legierung aus Aluminium,
Indium oder Germanium, die sich weiter in den Kristall einfrißt als vordem das Indium allein. Um
909 609/344
Claims (3)
1. Verfahren zur Herstellung eines einseitig hochdotierten pn-Übergangs in einem Germanium-Einkristall
für Emitterzonen durch Einlegieren von Aluminium als Aktivatormetall und einem weiteren, das Germanium benetzenden Metall, dadurch
gekennzeichnet, daß zuerst eine an sich bekannte Zwischenschicht, z. B. aus Indium, Blei
oder Zinn, einlegiert wird, dann bei einer höheren Temperatur Aluminium, vorzugsweise in Form
eines Plättchens, auf das bereits einlegierte Metall aufgelegt und unter Rütteln der Legierungsstelle
das Einlegieren von Aluminium durchgeführt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß auf das Aluminium während des Einlegierens
ein Körper aus chemisch indifferentem Material gesetzt wird und daß dieser Körper während
des Einlegierens gerüttelt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Menge des einzulegierenden
Aluminiums etwa 0,5 bis 5 Gewichtsprozent des bereits einlegierten Metalls beträgt.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Roc IRE, 40 (1952), S. 1341/1342;
NTF-Beiheft Nr. 1, Braunschweig 1955, S. 31/32; Hunter : Handbook of Semiconductor Electronics, ew York 1956, S. 7 bis 18.
Roc IRE, 40 (1952), S. 1341/1342;
NTF-Beiheft Nr. 1, Braunschweig 1955, S. 31/32; Hunter : Handbook of Semiconductor Electronics, ew York 1956, S. 7 bis 18.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
©c 903 609/344 8.59
Priority Applications (8)
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|---|---|---|---|
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| DES55170A DE1064153B (de) | 1957-09-19 | 1957-09-19 | Verfahren zur Herstellung eines einseitig hochdotierten pn-UEbergangs fuer Emitterzonen durch Einlegieren von Aluminium und einem weiteren benetzenden Metall in einen Germaniumeinkristall |
| DES59300A DE1114592B (de) | 1957-09-19 | 1958-08-06 | Verfahren zur Herstellung von Halbleiteranordnungen mit einem Halbleiterkoerper und mindestens einer einlegierten, teilweise aus Aluminium bestehenden Elektrode |
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-
1966
- 1966-03-31 NL NL6604302A patent/NL6604302A/xx unknown
Non-Patent Citations (1)
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| DE1114592B (de) | 1961-10-05 |
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