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DE1064070B - Verfahren zur Herstellung von Murexinchlorid-chlorhydrat - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Murexinchlorid-chlorhydrat

Info

Publication number
DE1064070B
DE1064070B DES58046A DES0058046A DE1064070B DE 1064070 B DE1064070 B DE 1064070B DE S58046 A DES58046 A DE S58046A DE S0058046 A DES0058046 A DE S0058046A DE 1064070 B DE1064070 B DE 1064070B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
murexin
chloride
solvent
water
chlorohydrate
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DES58046A
Other languages
English (en)
Inventor
Claudio Pasini
Severina Coda
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Pfizer Italia SRL
Original Assignee
Farmaceutici Italia SpA
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Farmaceutici Italia SpA filed Critical Farmaceutici Italia SpA
Publication of DE1064070B publication Critical patent/DE1064070B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D233/00Heterocyclic compounds containing 1,3-diazole or hydrogenated 1,3-diazole rings, not condensed with other rings
    • C07D233/54Heterocyclic compounds containing 1,3-diazole or hydrogenated 1,3-diazole rings, not condensed with other rings having two double bonds between ring members or between ring members and non-ring members
    • C07D233/64Heterocyclic compounds containing 1,3-diazole or hydrogenated 1,3-diazole rings, not condensed with other rings having two double bonds between ring members or between ring members and non-ring members with substituted hydrocarbon radicals attached to ring carbon atoms, e.g. histidine

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Zierfahren zur Herstellung von Murexinchlorid-chlorhydrat Die Erfindung bezieht sich auf ein neues Verfahren zur Synthese von Murexinchlorid-chlorhydrat.
  • In der Patentschrift 1021851 wird die chemische Natur von Murexin, seine Wirkung auf die neuromuskuläre Übertragung und ein Verfahren zu seiner synthetischen Herstellung beschrieben.
  • Nach diesem Verfahren, welches eine mehrstufige Synthese umfaßt, wird der 2-Chlor-äthylester von a-Chlorß-imidazolyl-4(5)-propionsäure mit Trimethylamin umgesetzt, wobei man Murexinchlorid erhält, welches äußerst hygroskopisch ist.
  • Diese Verbindung liefert beim Behandeln mit einer gesättigten Pikrinsäurelösung Murexin-dipikrat in Form von gelborangen Nadeln, eine beständige und in Wasser fast unlösliche Verbindung.
  • Zur Gewinnung von Murexinchlorid-chlorhydrat, welches sich für therapeutische Zwecke besser eignet, setzt man Murexin-dipikrat mit einem geeigneten Chlorhydrat, z. B. 2,4-Diguanidinphenyl-lauryläther-chlorhydrat, um. Durch doppelte Umsetzung erhält man einen Niederschlag, bestehend aus 2,4-Diguanidinphenyl-lauryläther-dipikrat, welches leicht abfiltriert werden kann, während aus der Lösung Murexin als Murexinchloridchlorhydrat-monohydrat, ein mikrokristallines weißes Pulver, gewonnen wird.
  • Es wurde nun gefunden und ist Gegenstand der neuen Erfindung, daß Murexinchlorid-chlorhydrat auch auf einem anderen Weg gewonnen werden kann; diese neue Synthese führt wesentlich rascher zum Ziel, da, im Gegensatz zur älteren Synthese, die Isolierung der Zwischenprodukte nicht erforderlich ist und das gewünschte Produkt in einer einzigen Stufe erhalten wird. Das erfindungsgemäße Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, daß man Malonylmonochlorid bei gewöhnlicher Temperatur in einem wasserfreien inerten Lösungsmittel, vorzugsweise Äthyläther, mit Cholinchlorid umsetzt, den Rückstand nach Entfernung des Lösungsmittels bei etwas erhöhter Temperatur in Gegenwart eines weiteren Lösungsmittels, vorzugsweise Äthanol, und Salzsäure mit 4(5)-Formyl-imidazol umsetzt, das gebildete Reaktionswasser mittels eines mit Wasser ein Azeotrop bildenden niedrigsiedenden Lösungsmittels, insbesondere Benzol, entfernt und schließlich den verbleibenden Rückstand in bekannter Weise reinigt.
  • Im folgenden wird das neue Verfahren ausführlicher beschrieben: Erfindungsgemäß setzt man Malonylmonochlorid (I) bei gewöhnlicher Temperatur und gewöhnlichem Druck in einem geeigneten Lösungsmittel mit Cholinchlorid (II) um, wobei man Monomalonylcholinchlorid (III) als Zwischenprodukt erhält, welches nicht isoliert zu werden braucht. Als Lösungsmittel für diese Reaktionsstufe muß eine wasserfreie Flüssigkeit verwendet werden, welche mit Malonylmonochlorid nicht reagiert, d. h., diese Flüssigkeit soll in ihrem Molekül keine chemischen Gruppen enthalten, welche mit der im Malonylmonochlorid enthaltenen, sehr stark reaktionsfähigen C O Cl-Gruppe reagieren können.
  • Von den verschiedenen in Betracht kommenden organischen Lösungsmitteln eignet sich für diesen Zweck am besten wasserfreier Äthyläther, dessen Verwendung dementsprechend eine bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens darstellt; es können auch andere wasserfreie Äther verwendet werden, ohne daß der Rahmen der Erfindung verlassen wird.
  • Das Zwischenprodukt (III) wird dann nach Entfernung des Lösungsmittels bei milden Temperaturen von z. B. 50 bis 60°C mit 4(5)-Formyl-imidazol oder 4(5)-Imidazylcarbonylaldehyd (IV) in einem geeigneten zweiten Lösungsmittel, in diesem Falle vorzugsweise Äthylalkohol, gelöst.
  • Durch Abspaltung von 1 Molekül Wasser, welches aus dem Sauerstoffatom der Aldehydgruppe und den beiden Wasserstoffatomen des Malonsäurederivates gebildet wird, entsteht eine Kondensationsverbindung (unter Bildung einer neuen Doppelbindung), welche die Struktur von a-Carboxyl-ß-4(5)-imidazyl-acrylcholinchlorid (V) besitzt. Auch dieses Zwischenprodukt braucht für die erfindungsgemäßen Zwecke nicht isoliert zu werden. Um den Verlauf der Kondensationsreaktion zu verbessern, ist es jedoch erforderlich, das während dieser Reaktion gebildete Wasser zu entfernen, was mit Vorteil erreicht wird durch Verwendung eines inerten Hilfslösungsmittels, welches Wasser in azeotroper Form zu binden vermag. Zu diesem Zweck eignet sich wasserfreies Benzol. In der letzten Stufe des Verfahrens kann das Zwischenprodukt (V) leicht bei mäßiger Temperatur in Gegenwart einer Mineralsäure, z. B. Salzsäure, decarboxyliertwerden, wobei man als Endprodukt Murexinchlorid-chlorhydrat erhält. Dieses kann schließlich in üblicher Weise gereinigt werden, z. B. durch Waschen mit hochkonzentriertem Äthylalkohol.
  • Von den Ausgangsverbindungen ist Malony1monochlorid eine sehr reaktionsfähige und unbeständige Substanz, man hat sie durch Umsetzung von Thionylchlorid mit Malonsäure gewonnen. Die Ausbeuten hierbei sind jedoch sehr klein, und das erhaltene Produkt enthält Verunreinigungen. Diese Verunreinigungen sind sehr schädlich, da deren Anwesenheit die Zersetzung des Monochlorids begünstigt, welches dazu neigt, sich zu 31alonsäure und Malonyldichlorid zu disproportionieren, nach dem Schema Es wurde nun gefunden, daß Malonylmonochlorid in guter Ausbeute und guter Reinheit erhalten werden kann, indem man Wasser sorgfältig in wohlbestimmten Mengen und unter ebensolchen Bedingungen mit Malonyldichlorid umsetzt, welches eine leicht herzustellende Substanz ist.
  • Die Reaktion einer partiellen Hydrolyse von Malonyldichlorid wurde nach verschiedenen Methoden versucht, doch führte sie stets zu einem Gemisch aus Malonsäure und der Ausgangsverbindung. Wenn man jedoch zur Umsetzung die genau notwendige stöchiometrische Wassermenge in der Kälte in eine Lösung von Malonyldichlorid in einem geeigneten wasserfreien und inerten Lösungsmittel, z. B. einem Äther, in Form von Feuchtigkeit, die in einem Strom eines inerten Gases, z. B. Kohlendioxyd, enthalten ist, einführt, so erhält man in guter Ausbeute Malonylmonochlorid, welches leicht in kristalliner Form abgetrennt werden kann. Dieses Verfahren ist jedoch nicht Gegenstand der vorliegenden Erfindung.
  • Die andere Ausgangsverbindung, Cholinchlorid, ist ebenfalls ein bekanntes Produkt und wird für die erfindungsgemäße Synthese in der durch Kristallisation, wie im folgenden Beispiel beschrieben, erhaltenen wasserfreien Form verwendet.
  • Auch 4(5)-Formyl-imidazol ist eine bekannte Verbindung, welche sich durch Synthese herstellen läßt.
  • Der näheren Erläuterung der Erfindung dient das folgende Reaktionsschema des Syntheseganges: Eine sehr wichtige Neuerung des erfindungsgemäßen Verfahrens besteht in der ersten Reaktionsstufe, d. h. der Reaktion zwischen Malonylmonochlorid und Cholinchlorid, welche bisher nicht beschrieben wurde. Diese Reaktion führt stöchiometrisch zur Bildung des Zwischenproduktes (III; Chlorid von Monomalonylcholin), welches als neue Verbindung zu betrachten ist, die bisher nicht beschrieben worden ist und, wenn auch nicht in reinem Zustand, isoliert werden kann.
  • Das gleiche gilt auch für das Zwischenprodukt (V; a-Carboxyl-ß-4(5)-imidazyl-acrylcholinchlorid), dessen Anwesenheit in der Lösung nur vermutet werden muß.
  • Ein weiterer wichtiger Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens beruht auf dem Umstand, daß als Ausgangs-und Zwischenprodukte vollständig synthetische Verbindungen verwendet werden, ohne daß zu Histidinderivaten gegriffen werden muß, wie es bisher erforderlich war.
  • Schließlich beruht ein weiterer Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens auf dem Umstand, daß ein Endprodukt entsteht, welches direkt im kristallinen Zustand aus der Reaktionsflüssigkeit isoliert werden kann, in welcher es gebildet wurde, ohne daß es als unlösliches Salz (z. B. als Pikrat) ausgefällt werden muß, was eine weitere Umwandlung in ein wasserlösliches Produkt erforderlich machen würde.
  • Eine beispielsweise Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens zur Herstellung von Murexinchloridchlorhydrat gemäß vorliegender Erfindung wird im folgenden angegeben, ist aber nicht in beschränkendem Sinne aufzufassen.
  • Beispiel Das benötigte Malonylmonochlorid wird wie folgt hergestellt: Man löst 20 g Malonyldichlorid, hergestellt im wesentlichen nach Chittarangian Raha (Org. Synth. 33, 20), nach erfolgtem Rektifizieren, in 100 ccm wasserfreiem Äthyläther in einem Kolben, der mit Rührer, Rückflußkondensator und CaC12 Rohr sowie einer Zuführungsleitung versehen ist, deren Mündung in die Flüssigkeit eintaucht (äußerer Durchmesser 8 mm, innerer Durchmesser 1,5 mm). Die Zuführungsleitung ist mit einem Behälter mit inertem Gas (z. B. CO,) verbunden, über einen Drechsel-Kolben, in welchen man 2,55 ccm Wasser eingeleitet hat. Man beginnt zu rühren und leitet einen kräftigen Gasstrom durch das Reaktionsgemisch, welcher im Drechsel-Kolben mit Feuchtigkeit beladen wurde. Die Verdampfung des Äthers infolge des Gasdurchganges bewirkt eine genügende Kühlung. Der Vorgang erfordert mehrere Stunden. Von Zeit zu Zeit gibt man erforderlichenfalls geringe Mengen Äther zu, so daß die Flüssigkeitsmenge im Reaktionsgefäß am Schluß, d. h. wenn alles Wasser im Drechsel-Kolben verdunstet ist, 50 bis 60 ccm beträgt.
  • Unter Rühren setzt man 50 bis 60 ccm wasserfreies Chloroform zu, wodurch eine kleine Menge kristalline Malonsäure abgetrennt werden kann.
  • Das Gemisch wird rasch durch ein gut getrocknetes poröses Plattenfilter filtriert, und das Filtrat wird mit 3 bis 4 Volumteilen Petroläther verdünnt. Durch Abkühlen auf - 30°C erfolgt die Abscheidung von Malonylmonochlorid in Form von weißen, schwach gelblichen Nadeln mit einem Schmelzpunkt von 65 bis 67°C, Ausbeute 50 bis 60 °/o. Die Flüssigkeit enthält immer noch beträchtliche Mengen Malonylmonochlorid und kann so, wie sie ist, verwendet werden, wo es nicht nötig ist, eine vollkommen reine Lösung dieser Verbindung zu verwenden.
  • Das für die erste Reaktionsstufe benötigte wasserfreie Cholinchlorid wird wie folgt kristallisiert: Man löst 10 g sorgfältig über P205 getrocknetes Cholinchlorid in 120 ccm warmem absolutem Alkohol. Die warme Lösung wird in dünnem Strahl unter kräftigem Rühren in 500 ccm Petroläther gegossen. Es bildet sich ein Niederschlag von sehr dünnen Nadeln, welcher abfiltriert, ohne zu pressen, mit Petroläther gewaschen und über Hz S04 im Vakuum getrocknet wird. Das Produkt erscheint als weiche (kaum kompakte) Kristallmasse.
  • In einen kleinen Dreihalskolben, welcher mit Rührer und CaClz Rohr versehen ist, gibt man rasch 5,5 g frisch hergestelltes Manonylmonochlorid, 4,6 g Cholinchlorid und 15 ccm wasserfreien Äther. Man rührt während 15 bis 20 Minuten, wobei man eine mehr oder weniger fiuoreszente viskose homogene Flüssigkeit, welche am Kolbenboden klebt, sowie eine mit H Cl gesättigte Ätherschicht erhält, welche während der Reaktion abgelassen wird. Die Ätherschicht wird dekantiert, und der viskose Rückstand wird zweimal unter Rühren 10 Minuten lang mit je 15 ccm wasserfreiem Äther gewaschen.
  • Der kleine Kolben wird auf einem Wasserbad von 60°C erwärmt und mit einer warmen Lösung von 3 g 4(5)-Formyl-imidazol (im wesentlichen hergestellt nach Pyman, J. Chem. Soc., 109, I, 192 [1916]) in 7 ccm Alkohol und 1 ccm konzentrierter H Cl versetzt.
  • Nach wenigen Minuten erhält das Gemisch das Aussehen einer homogenen Flüssigkeit mit oranger Farbe. Man entfernt vom Wasserbad und gibt unter Rühren 30 ccm wasserfreies Benzol zu. Wenn man mit Rühren aufhört, bilden sich zwei Schichten; die obere (benzolische) Schicht wird abgetrennt und verworfen.
  • Die verbleibende orange Flüssigkeit wird nach Zugabe von 30 ccm wasserfreiem Benzol auf dem Wasserbad langsam destilliert, bis keine Flüssigkeit mehr übergeht.
  • Auf dem Kolbenboden bleibt ein viskoser Rückstand, welcher sich langsam (innerhalb einiger Stunden oder häufiger einiger Tage) in ein kristallines Magma verwandelt, welches nach sorgfältiger Behandlung mit 99°/oigem Äthylalkohol und Filtrieren das Murexinchlorid-chlorhydrat in Form eines weißen kristallinen Pulvers liefert, welches bei 231 bis 233°C unter Zersetzung schmilzt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Murexinchloridchlorhydrat, dadurch gekennzeichnet, daß man Malonylmonochlorid bei gewöhnlicher Temperatur in einem wasserfreien inerten Lösungsmittel, vorzugsweise Äthyläther, mit Cholinchlorid umsetzt, den Rückstand nach Entfernung des Lösungsmittels bei etwas erhöhter Temperatur in Gegenwart eines weiteren Lösungsmittels, vorzugsweise Äthanol, und Salzsäure mit 4(5)-Formylimidazol umsetzt, das gebildete Reaktionswasser mittels eines mit Wasser ein Azeotrop bildenden niedrigsiedenden Lösungsmittels, insbesondere Benzol, entfernt und schließlich den verbleibenden Rückstand in bekannter Weise reinigt.
DES58046A 1957-04-30 1958-04-29 Verfahren zur Herstellung von Murexinchlorid-chlorhydrat Pending DE1064070B (de)

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