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DE1063832B - Gas- oder Luftdurchlaessigkeitspruefgeraet - Google Patents

Gas- oder Luftdurchlaessigkeitspruefgeraet

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Publication number
DE1063832B
DE1063832B DEZ5321A DEZ0005321A DE1063832B DE 1063832 B DE1063832 B DE 1063832B DE Z5321 A DEZ5321 A DE Z5321A DE Z0005321 A DEZ0005321 A DE Z0005321A DE 1063832 B DE1063832 B DE 1063832B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
test
pressure
gas
capillary
measuring
Prior art date
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Pending
Application number
DEZ5321A
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Chem Dr Hans Ro Schaschek
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Zellsloff Fabrik Waldhof AG
Original Assignee
Zellsloff Fabrik Waldhof AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Zellsloff Fabrik Waldhof AG filed Critical Zellsloff Fabrik Waldhof AG
Priority to DEZ5321A priority Critical patent/DE1063832B/de
Publication of DE1063832B publication Critical patent/DE1063832B/de
Pending legal-status Critical Current

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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01NINVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
    • G01N15/00Investigating characteristics of particles; Investigating permeability, pore-volume or surface-area of porous materials
    • G01N15/08Investigating permeability, pore-volume, or surface area of porous materials
    • G01N15/082Investigating permeability by forcing a fluid through a sample
    • G01N15/0826Investigating permeability by forcing a fluid through a sample and measuring fluid flow rate, i.e. permeation rate or pressure change
    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01NINVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
    • G01N33/00Investigating or analysing materials by specific methods not covered by groups G01N1/00 - G01N31/00
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    • GPHYSICS
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Description

  • Gas- oder Luftdurchläs sigkeitsprüfgerät Zur Prüfung der Gas- oder Luftdurchlässigkeit von blattförmigen Materialien sind verschiedene Geräte bekanntgeworden.
  • Bei einem bekannten Luftdurchlässigkeitsprüfer beruht das Meßprinzip darauf, daß Luft unter der Wirkung eines Unterdruckes, der mit Hilfe einer Mariotteschen Flasche konstant gehalten wird, durch das zu untersuchende Papierblatt gesaugt wird. Aus dem Wasservolumen, das in der Zeiteinheit aus der Mariotteschen Flasche austritt, wird dann die durchgetretene Luftmenge bestimmt. Nach diesem Meßprinzip wurden jeweils gesonderte Apparate für sehr durchlässige und sehr dichte Materialien und für solche mit mittlerer Durchlässigkeit auf den Markt gebracht.
  • Für die Prüfung von Packmaterial für Lebensmittel war ein Gerät entwickelt worden, bei dem die eine Seite der Probeeinspannvorrichtung unter einem eingestellten konstant gehaltenen Unterdruck, die andere Seite dagegen unter Atmosphärendruck steht und die durch die Probe unter der Wirkung des eingestellten Unterdruckes hindurchtretende Luftmenge gemessen wird. Dieser Apparat war vornehmlich für die Untersuchung dichter Materialien gedacht.
  • Ebenfalls für die Untersuchung von sehr dichten Verpackungsstoffen wurde eine Versuchsanordnung empfohlen, die auf der volumetrischen Messung der Luftmenge mit einer Gasbürette bzw. Kapillare beruht, und zwar mit Wasser oder Wasser-Glyzerin-Mischung als Sperrflüssigkeit. Für die Korrektur der Bürettenablesung dienten einfache Rechenverfahren und Tabellen oder eine graduierte Bürette. Mit einem Dreiweghahn verband man den Raum unter der Probe und der Bürette bzw. Kapillare, und den gewünschten Unterdruck stellte man mit einem Niveaugefäß ein.
  • Zur Prüfung von Kabelpapier schlug man ein Gerät vor, dessen Prinzip auf dem Vergleich des Widerstandes beruht, den einerseits das zu prüfende Papier, andererseits ein bekanntes Durchlässigkeitsmuster einem hindurchgeschickten Luftstrom bietet.
  • Als Vergleichsmuster diente eine Kapillare von bestimmten Abmessungen.
  • In vielen Fällen, z. B. in der Papierindustrie und in der Gewebeindustrie, müssen Materialien von sehr unterschiedlicher Gasdurchlässigkeit fortlaufend geprüft werden. Diese Prüfungen erforderten bis heute verschiedene Geräte, deren Meßergebnisse oft nicht unmittelbar miteinander vergleichbar waren. Außerdem hafteten den bekannten Ausführungsformen und Meßverfahren für Luftdurchlässigkeitsprüfungen grundsätzliche Mängel an.
  • So ist z. B. bei den vorbeschriebenen Prüfgeräten für Papier die Prüffläche meist nicht größer als 10 cm2. Bei inhomogenem Material müssen deshalb entsprechend mehr Proben genommen werden, was die Prüfdauer nicht unwesentlich verlängert.
  • Ferner ist die Einspannvorrichtung für die Prüfblätter od. dgl. bei den bisherigen Geräten nicht einwandfrei. Beim Einspannen des Prüflings treten durch Friktion der Gummidichtung in deren Bereich tangentiale Kräfte zur Blattebene auf, wobei Falten und Risse auftreten können, die zu Fehlern bei der Messung Anlaß geben. Außerdem ist, insbesondere bei beschichteten Papieren, ein Einwachsen des Randes notwendig, damit kein tangentialer Gasaustritt durch das Innere der Probe sowie durch den Raum zwischen Prüfling und Dichtungsfläche erfolgen kann.
  • Bei der Messung gasundurchlässiger Materialien ist die treibende Druckdifferenz bei den vorhandenen Prüfgeräten meist zu klein, was entsprechend lange Prüfzeiten, und zwar bis zu einem Tag und mehr erforderte. Diese Geräte arbeiten teilweise mit Unterdruck, wobei die Messung auf der Unterdruckseite erfolgen kann, wobei die maximale Druckdifferenz, gegeben durch die Länge der Quecksilbersäule, etwa 100 Torr beträgt. Dies hat den Nachteil, daß bei langen Prüfzeiten die Probe austrocknen kann und außerdem Undichtigkeiten gegen Außenluft die Messung empfindlich stören können.
  • Erfolgt die Messung auf der Druckseite, so kann bei längerer Prüfdauer die durch Austrocknung der Probe bedingte Änderung der Porenstruktur ebenfalls eine Fehlerquelle darstellen.
  • Diesen Geräten ist gemeinsam, daß sie als Indikator einen in einer senkrechten Kapillare beweglichen Onecksilberfaden verwenden. Dabei ist für eine einwandfreie Messung Voraussetzung, daß die Kapillare sowie auch das Quecksilber stets sorgfältig sauber zu halten sind, was nur mit verhältnismäßig großem Aufwand erreichbar ist.
  • Es wurde nun gefunden, daß es gelingt, die Nachteile der bekannten Geräte zu überwinden und in einfacher und zuverlässiger Weise die Gasdurchlässigkeit blattförmiger Materialien in einem sehr großen Dnrchlässigkeitsbereich schnell zu messen, indem eine Meßvorrichtung geschaffen wurde, die eine gemein same Prüfkammer besitzt, mit der die einzelnen für verschiedene Meßbereiche vorgesehenen Vorrichtungen und Vorrichtungsteile in einem einzigen Gerät zusammengefaßt sind, und die eine Einspannvorrichtung für den Prüfling mit einem diesen tragenden Stützsieb enthält, wobei diese Teile der Meßvorrichtung so ausgebildet sind, daß der Prüfling bei vorzugsweise runder Fläche eine Größe von über 50 cm2 besitzen kann, und wobei die Meßvorrichtung ferner für die Messung von wenig durchlässigem Material auf der Niederdruckseite eine waagerechte Kapillare mit einem fast reibungsfrei beweglichen Flüssigkeitstropfen, ferner eine weitere, gleichfalls auf der Niederdruckseite nachgeschaltete, auswechselbare und geeichte Kapillare, vor der bei Materialien mittlerer Durchlässigkeit der Staudruck gemessen wird, und eine auf der Uberdruckseite vorgeschaltete geeichte Kapillare besitzt, längs der bei Materialien hoher Durchlässigkeit der Druckabfall gemessen wird, und wobei schließlich Einrichtungen vorhanden sind, mittels derer die Teile der Meßvorrichtung, die für die verschiedenen Meßbereiche eingerichtet sind, mittels Ventilen od. dgl. derart untereinander in Verbindung stehen, daß sie wahlweise einschaltbar sind.
  • Durch die Erfindung gelingt es, mit einem einzigen Gerät lediglich durch einfache Umschaltung einen großen Luftdurchlässigkeitsbereich zu erfassen. wobei die auf die geschilderten drei Arten gemessenen Gas-oder Luftmengen unter Berücksichtigung der jeweiligen Druckgefälle an der Probe die gesuchte Gas- oder Luftdurchlässigkeit des geprüften Materials ergeben.
  • Bei mittlerer und hoher Luftdurchlässigkeit erhält man durch die Erfindung jeweils sofortige Anzeigen, was völlig neu ist, während man bei geringer Luftdurchlässigkeit einige Zeit warten muß, bis der Tropfen in der Kapillare eine bestimmte Strecke zurückgelegt hat; jedoch dauert die Prüfung selbst bei äußerst luftundurchlässigem Material kaum länger als etwa 1/2 Stunde. Dieser günstige Effekt wird durch die erfindungsgemäße Verwendung eines verhältnismäßig großen Druckgefälles und einer großen Einspannfläche in Verbindung mit der sich iiber mehrere Meßbereiche erstreckenden Prüfmethode erzielt. Denn erfindungsgemäß können Prüfflächen von mehr als 50 cm2 mit der hierfür neuartigen Einspannvorrichtung, die einen Teil der Erfindung darstellt, verwendet werden. Infolge des großen Meßbereiches gestattet die Erfindung die Prüfung von Papier, Geweben, Folien und verschiedenen anderen blattförmigen Materialien.
  • In weiterer Ausgestaltung der Erfindung besitzt die Prüfkammer ein Stützsieb für den Prüfling, einen über dessen äußeren Rand herausragenden Gummiring und einen diesen nach innen iibergreifenden Metallring, die den Prüfling so einspannen, daß die freie Fläche des Prüflings durch die Anpassung nicht verändert wird und der eingespannte Rand des Prüflings keinen tangential zur Blattebene wirkenden Kräften ausgesetzt wird.
  • Die Zeichnung zeigt eine beispielsweise Ausführungsform der Erfindung, und zwar Abb. 1 eine schematische Darstellung der Prüfkammer und der Schaltungsanordnung der verschiedenen Prüfvorrichtungen, Abb. 2 eine schaubildliche Darstellung des gesamten Prüfgerätes, Abb. 3 eine schematische Darstellung einer Prüfkammer mit der neuartigen Einspannvorrichtung im Schnitt.
  • Mit 1 ist die Grundplatte der Prüfkammer 2 bezeichnet, auf welche der Prüfling 3 aufgelegt und über geeignete Dichtungen mit einem Deckel 4 festgespannt wird (Abb. 1).
  • Wie Abb. 2 zeigt, kann der Prüfkammerdeckel 4 beispielsweise über eine Spindel 5 mit einem Handrad 6 auf und ab bewegt und mit einem Exzenterhebel 6a angepreßt werden.
  • Der in der Kammer 2 eingespannte Prüfling wird einem ueberdruck von einigen Millimeter Wassersäule bis etwa beispielsweise 1,5 atü ausgesetzt, und die pro Zeiteinheit hindurchgedrungene Gas- oder Luftmenge wird gemessen. Das Prüfgas, z. B. Luft od. dgl., wird aus einer Druckflasche 7 oder mit Hilfe eines Kompressors 2 zugeführt, wobei der erforderliche Mindestdruck beispielsweise 3 atü betragen kann. In Abb. 2 befindet sich der Anschluß für die Druckflasche 7 auf der Rückseite des Gerätes. über eine Leitung 8 gelangt das Prüfgas od. dgl. zu einem Reduzierventil 9. Dieses sorgt dafür, daß durch ein anschließendes Ventil 10 ein geregelter Druck von beispielsweise 0,05 bis 1,6 atü eingestellt und an einem Manometer 11 abgelesen werden kann, das an eine Leitung 12 über eine Zweigleitung 13 angeschlossen ist.
  • Um ein großes Intervall der Luftdurchlässigkeit erfassen zu können, besitzt das Gerät drei Meßbereiche, deren Schaltungsweise und Meßprinzipien im folgenden beschrieben werden.
  • Ein Meßbereich I ist für schwachdurchlässige Materialien, z. B. Folien, beschichtete und fettdichte Papiere, bestimmt. Hier führt ein Leitungsweg von der Druckflasche 7 über das Ventil 10, Leitung 12, Kapillare, Nadelventil od. dgl. K3 und Zweigleitungen 14, 15 bei geöffnetem Ventil 16, bei geschlossenem Ventil 17 über eine Leitung 18 in die Prüfkammer 2 durch den Prüfling 3 und über eine Leitung 19 und geöffnetes Ventil 20 zu einer Kapillare K 1. In der geeichten Kapillare K 1 befindet sich ein Tropfen einer schwerflüchtigen Flüssigkeit, dessen fast reibungsfreie Verschiebung unmittelbar die pro Zeiteinheit durchgeströmte Gasmenge anzeigt. Der Druck, der zum Bewegen des Flüssigkeitstropfens erforderlich ist, ist sehr klein und kann gegenüber dem Prüfdruck selbst vernachlässigt werden.
  • Für den Meßbereich II für durchlässigere Materialien als bei dem Meßbereich I führt der Leitung weg bis zum Prüfling 3, wie bei dem Meßbereich 1, dann über die umgelegten Ventile 20 und 17 zum Manometer 21 und gleichzeitig durch eine Kapillare K2 nach außen. An die Kapillare K2 können im Bedarfsfalle zusätzlich wahlweise zwei weitere geeichte Kapillaren zur Erweiterung des Meßbereiches angesetzt werden. Hierbei dient das Manometer 21 zusammen mit der Kapillare K2 als Strömungsmesser, wobei das Druckgefälle gleich ist der Differenz vom Prüfdruck am Manometer 11 und dem Meßdruck am Manometer 21.
  • Für den Meßbereich III, z. B. für sehr durchlässige Materialien, wie Seidenpapier, Gewebe u. dgl., führt der Leitungsweg von der Gasfiasche 7 über das Ventil 10 durch die geeichte Kapillare, Nadelventil od. dgl. K 3 bei geschlossenem Ventil 16 über das Ventil 17 zum Manometer 21 und gleichzeitig durch den Prüfling 3 und ein geöffnetes Ventil 22 nach außen.
  • Bei dieser Schaltung dienen die Manometer 11 und 21 zusammen mit der Kapillare od. dgl. K3 als Strömungsmesser. In diesem Fall ist der am Manometer 21 angezeigte Druck gleich dem Druckgefälle an dem Prüfling. Mit dem einstellbaren Nadelventil od. dgl.
  • K 3 kann das Gerät im Meßbereich III nachgeeicht werden.
  • Die auf diese drei Arten gemessenen Gas- oder Luftmengen ergeben unter Berücksichtigung des jeweiligen Druckgefälles an der Probe die bei der gegebenen Prüffläche gesuchte Gas- oder Luftdurchlässigkeit. Im MeßbereichII und III erhält man eine momentane Anzeige des Gas- oder Luftdurchlässigkeitswertes. Im Meßbereich I muß man einige Zeit warten, bis der Tropfen in der Kapillare eine bestimmte Strecke zurückgelegt hat. Aber auch hier dauert die Prüfung selbst bei sehr luftundurchlässigen Materialien kaum länger als etwa ll2 Stunde. Dieser günstige Umstand ergibt sich aus der Verwendung eines größeren Druckgefälles und einer größeren Einspannfläche. Außerdem kann durch Verwendung einer Flüssigkeit mit geringer Haftspannung das Lumen der Kapillare K 1 kleiner gewählt werden, wodurch die Meßempfindlichkeit erheblich gesteigert bzw. die Prüfdauer entsprechend herabgesetzt werden kann.
  • Die Vorrichtung zum Einspannen der Prüflinge ist in Abb. 3 dargestellt. Der zu untersuchende Prüfling 3 besitzt bei vornehmlich runder Fläche eine Größe von über 50 cm2 und liegt auf einem Stützsieb 24, welches genau bündig mit der Dichtungsfläche des unteren Teiles der Einspannvorrichtung abschließt und auswechselbar ist. Das Stützsieb 24 kann aus einer durchlöcherten Metallplatte und einem darüberliegenden Sieb verschiedener Maschenweite bestehen.
  • Am oberen Teil der Einspannvorrichtung, d. h. am Deckel 4, ist der vornehmlich aus geeignetem Gummi hergestellte Gummiring 25 befestigt, der über den Außenrand des Prüflings hinausragt. Ein über den inneren Rand der Gummidichtung greifender Metallring26, der bis nahe an den Prüfling reicht, verhindert, daß beim Anpressen der Dichtung durch die Ausdehnung des Gummiringes die Prüffläche verkleinert wird. Außerdem wird dabei ein Beschädigen des Prüflings vermieden, da keinerlei tangentiale Kräfte zur Blattebene in der Randzone auftreten können.
  • Darüber hinaus wirkt die Gummidichtung auch noch in der Weise, daß eine absolute Dichtung zwischen Unter- und Oberteil der Einspannvorrichtung auch in radialer Richtung (in Richtung der Pfeile) erzielt wird.
  • Die Messungen werden wie folgt ausgeführt: Nachdem der Prüfling eingespannt ist, wird, sofern der ungefähre Wert der Luftdurchlässigkeit nicht schon bekannt ist, vorteilhaft der mittlere Meßbereich II eingeschaltet. Auf diese Weise ersieht man schnell, auf welchen Bereich man eventuell umzuschalten hat.
  • Die Messung wird dadurch noch erleichtert, daß sich die einzelnen Meßbereiche etwas überlappen. Im Meßbereich I wird in der Kapillare K 1 die Bewegung des Flüssigkeitstropfens verfolgt. Sobald der Tropfen die gesamte Skala der Kapillare durchfallren hat, kann man durch Öffnen des Ventils 22 und durch Neigen der Kapillare mit Hilfe einer Verstellvorrichtung 23 den Tropfen in die Ausgangsstellung zurückbringen und die Messung wiederholen. Erweiterungen an den Enden der Kapillare sorgen dafür, daß der Flüssig keitstropfen durch Unachtsamkeit nicht verlorengehen kann. In den Meßbereichen II und III wird die Anzeige der Manometer 11 und 21 verfolgt. Sobald sich ein stationärer Zustand eingestellt hat,. kann abgelesen werden.
  • Die Werte der Luftdurchlässigkeit können in verschiedenen Einheiten angegeben werden. Die Eichkurven für das vorliegende Gerät beziehen sich beispielsweise auf die Dimensionen cm3 min cm2 mm Wassersäule Die Eichkurven selbst enthalten die Luftdurchlässigkeitswerte in Abhängigkeit von der Manometer anzeige bei 21 für verschiedene Prüfdrücke, die am Manometer 11 angezeigt werden. Mit Hilfe eines graphischen Umrechnungs diagramms können alle anderen Größenangaben ermittelt werden. Die Umrechnung auf Normalbedingungen, z. B. 0° C und 760 Torr, kann gegebenenfalls vorgenommen werden.
  • Das Prüfgas kann, bevor es die Prüfkammer erreicht, in geeigneter Weise klimatisiert werden, so daß die Luftdurchlässigkeitsmessung auch unter variablen klimatischen Verhältnissen ausgeführt werden kann.
  • PATENTANSPROCHE: 1. Vorrichtung zur Messung der Gas- oder Luftdurchlässigkeit von blattförmigem Material, insbesondere von Papier, Geweben, Folien u. dgl., gekennzeichnet durch eine gemeinsame Prüfkammer (2), mit der die einzelnen für verschie dene Meßbereiche vorgesehenen Vorrichtungen und Vorrichtungsteile in einem einzigen Gerät zusammengefaßt sind, sowie durch eine Einspannvorrichtung (4) für den Prüfling (3) in der Prüfkammer (2) mit einem diesen tragenden Stützsieb (24), wobei diese beiden Teile der Meßvorrichtung so ausgebildet sind, daß der Prüfling (3) bei vornehmlich runder Fläche eine Größe von über 50 cm2 besitzen kann, ferner durch eine waagerechte Kapillare (K 1) auf der Niederdruckseite mit einem fast reibungsfrei beweglichen Flüssigkeitstropfen für die Messung von wenig durchlässigem Material, eine weitere, gleichfalls auf der Niederdruckseite nachgeschaltete, auswechselbare und geeichte Kapillare (K2), vor der bei Materialien mittlerer Durchlässigkeit der Staudruck gemessen wird, und durch eine auf der Uberdruckseite vorgeschaltete geeichte Kapillare (K 3), längs der bei Materialien hoher Durchlässigkeit der Druckabfall gemessen wird, schließlich durch Einrichtungen, mittels derer die Meßvorrichtungen für die verschiedenen Meßbereiche untereinander mit Ventilen od. dgl. derart in Verbindung stehen, daß sie wahlweise einschaltbar sind.

Claims (1)

  1. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine Prüfkammer (2) mit einem Stützsieb (24) für den Prüfling (3), einem über den äußeren Rand des Prüflings (3) herausragenden Gummiring (25) und einen diesen nach innen übergreifenden Metallring (26), die den Prüfling so einspannen, daß die freie Fläche des Prüflings durch die Anpassung nicht verändert wird und der eingespannte Rand des Prüflings keinen tangential zur Blattebene wirkenden Kräften ausgesetzt wird.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 159 634.
DEZ5321A 1956-01-14 1956-01-14 Gas- oder Luftdurchlaessigkeitspruefgeraet Pending DE1063832B (de)

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