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DE60320601T2 - Vorrichtung zum Messen der Leckmenge einer abgedichteten Anordnung - Google Patents

Vorrichtung zum Messen der Leckmenge einer abgedichteten Anordnung Download PDF

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DE60320601T2
DE60320601T2 DE60320601T DE60320601T DE60320601T2 DE 60320601 T2 DE60320601 T2 DE 60320601T2 DE 60320601 T DE60320601 T DE 60320601T DE 60320601 T DE60320601 T DE 60320601T DE 60320601 T2 DE60320601 T2 DE 60320601T2
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Didier Lasseux
Christophe Marie
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Centre National dEtudes Spatiales CNES
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    • G01M3/02Investigating fluid-tightness of structures by using fluid or vacuum
    • G01M3/04Investigating fluid-tightness of structures by using fluid or vacuum by detecting the presence of fluid at the leakage point
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Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren und ein Gerät zum Messen der Leckmenge einer Dichtvorrichtung eines Raumes, der mit dem Druck eines ersten Fluids beaufschlagt ist, und insbesondere eine derartige Vorrichtung, bei welcher der Raum durch mindestens zwei entlang einander zugewandten Flächen aneinandergesetzte und gegeneinander verspannte Teile begrenzt ist, welche den Raum umgeben und die Vorrichtung bilden.
  • In der Industrie verwendete flüssige oder gasförmige Fluide sind oftmals in Räumen eingeschlossen, wie beispielsweise Reservoirs oder Leitungen, Rohren etc...
  • Derartige Räume sind üblicherweise aus mehreren dicht zusammengefügten Teilen gebildet. Eine "statische" Dichtvorrichtung wird herkömmlicherweise durch das unter Verspannung erfolgende Zusammenfügen zweier entsprechender Flächen gebildet, welche jeweils zu einem der beiden Teile gehören, wobei eine Dichtung aus weichem Material zwischengefügt sein kann oder nicht, welche zwischen den beiden Flächen zusammengedrückt ist.
  • In jedem Fall wird die Dichtigkeit erhalten, indem ein Druckkontakt zwischen den beiden einander gegenüberliegenden Flächen gewährleistet wird. Die erhaltene Dichtqualität hängt von mehreren Faktoren ab, insbesondere von der Art der zusammengefügten Materialien und der Enge des Kontakts, die durch die mechanische Druckbeaufschlagung der in Kontakt befindlichen Flächen bewirkt wird.
  • Aus dem Dokument DE 196 52 514 ist eine Vorrichtung gemäß dem Oberbegriff des beigefügten Anspruchs 1 bekannt.
  • Die Vorrichtung nach dem Stand der Technik ist insbesondere für das Messen von Gasleckagen im Bereich von Leitungsverbindungen vorgesehen.
  • Diese Vorrichtung hat den Nachteil, lediglich das Messen relativ großer Leckmengen zu ermöglichen.
  • Aus JP 100368743 ist eine Vorrichtung zum Erkennen von Ölleckagen im Bereich einer Dichtung bekannt. Das in einem Reservoir enthaltene Öl ermöglich die Schmierung einer Drehwelle. Die Erkennungsvorrichtung weist einen ein zweites Fluid enthaltenden Speichertank auf, welcher derart angeordnet ist, dass er die möglichen Ölleckagen an der Dichtung aufnimmt. Eine Leitung und eine Pumpe ermöglichen das Ableiten eines Teils des Fluids, um das eventuelle Vorhandensein des Öls mittels Fluoreszenz zu erkennen.
  • Diese Vorrichtung hat den Nachteil, lediglich das Erkennen möglicher Ölleckagen, jedoch nicht das Messen der Mengen dieser Leckagen zu erlauben.
  • Die vorliegende Erfindung hat insbesondere die Aufgabe, ein Verfahren zu schaffen, welches das Messen von sehr geringen, ja sogar infinitesimalen Leckmengen ermöglicht.
  • Die Aufgabe der Erfindung wird mit einem Verfahren zum Messen der Leckmenge einer Dichtvorrichtung nach Anspruch 1 gelöst.
  • Das permanente und in einer geschlossenen Schleife erfolgende Zirkulierenlassen des zweiten Fluids ermöglicht das Erkennen einer beliebig geringen Leckmenge des ersten Fluids: es ist in der Tat ausreichend, das zweite über genügend lange Zeit in dieser Schleife zirkulieren zu lassen, damit das zweite Fluid eine Menge des ersten Fluids aufnehmen kann, die groß genug ist, um mit herkömmlichen Messgeräten gemessen werden zu können.
  • Ferner kann das Volumen der Schleife an die Leckmenge des ersten Fluids angepasst werden, indem die Größenordnung der Konzentration des ersten Fluids in dem zweiten Fluid an die Empfindlichkeit der zur Verfügung stehenden Geräte angepasst wird: es wird eine Schleife mit geringem Volumen für eine geringe Leckmenge des ersten Fluids verwendet und umgekehrt.
  • Die vorliegende Erfindung betrifft ferner ein Gerät zum Messen der Leckmenge gemäß dem beigefügten Anspruch 2.
  • Wie im Folgenden näher dargelegt, ermöglicht es das erfindungsgemäße Gerät auf einfache und bequeme Art das gesamte durch die Dichtvorrichtung austretende Fluid aufzunehmen und die Leckmenge genau zu messen.
  • Die Letztere ermöglicht das Bestimmen der Wirksamkeit der Dichtvorrichtung und zwar sowohl im Falle einer Flüssigkeit, als auch eines Gases.
  • Gemäß anderen optionalen Merkmalen des erfindungsgemäßen Geräts ist vorgesehen, dass:
    • – die Messeinrichtungen Einrichtungen zum Entnehmen einer Probe des zweiten Fluids und Einrichtungen zur gaschromatographischen Analyse der Zusammensetzung der Probe aufweisen, um die in dem zweiten Fluid enthaltene Menge des ersten Fluids zu messen,
    • – die Probe eine innere Prüfmasse enthält, die in einem genau festgelegten Massenverhältnis zu derjenigen der Probe steht,
    • – das Gerät Einrichtungen zum Messen der Klemmkraft der Flächen aufweist,
    • – das Gerät Einrichtungen zum Messen des Drucks des ersten Fluids aufweist,
    • – die einander gegenüberliegenden Flächen durch eine geschlossene Kontur begrenzt sind, von der eine an mindestens einem der genannten Teile ausgebildete Rippe absteht, um sich unter dem Klemmdruck an dem anderen Teil abzustützen,
    • – die genannte Rippe einen im Wesentlichen rechteckigen Querschnitt aufweist,
    • – das Gerät durch Temperaturregeleinrichtungen temperiert ist,
    • – das Gerät Einrichtungen zum Beobachten der Kontaktzone zwischen den zugewandten Flächen der genannten Teile aufweist.
  • Weitere Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der Lektüre der nachfolgenden Beschreibung sowie der Betrachtung der beigefügten Zeichnungen, welche zeigen:
  • 1 eine schematische Darstellung des erfindungsgemäßen Geräts;
  • 2 ein Axialschnitt eines wesentlichen Teils des Geräts von 1;
  • 3 ein Axialschnitt eines besonderen Ausführungsbeispiels eines der Teile, welche den Raum des erfindungsgemäßen Geräts begrenzen, und
  • 4 bis 6 Diagramme zur Darstellung der mit Hilfe des erfindungsgemäßen Gerätes durchführbaren Messungen.
  • Aus den 1 und 2 der beigefügten Zeichnungen ergibt sich, dass das Herzstück des dargestellten Messgeräts durch einen Raum 1 gebildet ist, welcher im Wesentlichen durch zwei im Allgemeinen zylindrische und koaxiale Teile 2 und 3 begrenzt ist, die, wie in 2 näher gezeigt, entlang zweier einander zugewandter Flächen aneinander gesetzt sind. Eine Rippe 4 mit geschlossener Kontur steht von einem der beiden Teile 2, 3 (bei dem in den 1 und 2 dargestellten Ausführungsbeispiel von dem Teil) 2 ab, um sich an dem anderen Teil abzustützen, wodurch auf diese Weise zwei einander zugewandte, den Raum 1 umgebende Kontaktflächen gebildet sind.
  • Die Teile 2 und 3 sind durch Klemmeinrichtungen gegeneinander gepresst, welche beispielsweise durch einen in 2 näher dargestellten Zylinder 5 gebildet sind. Der Zylinder 5 wird durch eine Druckfluidquelle 6 gespeist, die mit herkömmlichen Einrichtung 6a zur Regelung des Drucks des an den Zylinder 5 ausgegebenen Fluids und somit der Klemmkraft der genannten gegenüberliegenden Kontaktflächen verbunden ist.
  • Der, wie in 2 dargestellt, einen abgeflachten Querschnitt aufweisende Raum 1, ist seinerseits mit einem Fluid gefüllt, das über eine Leitung 7 zugeführt wird, welche den Zylinder 5 axial durchläuft, so dass sie mit einem in dem Teil 2 gebohrten axialen und in den Raum 1 mündenden Loch 8 verbunden ist. Dieses Fluid wird mittels jeglichem bekannten Mittel in der Leitung 7 druckbeaufschlagt, beispielsweise mittels eines in einem Zylinder 10 befindlichen Kolbens 9, welcher zwischen der Leitung 7 und einer Quelle 11 eines Druckfluids, vorzugsweise Gas, angeordnet ist, wobei die genannte Quelle mit Einrichtungen 11a verbunden ist, welche eine Änderung des Drucks des von dieser ausgegebenen Gases und damit desjenigen des in dem Raum 1 enthaltenen Fluids ermöglichen, wobei dieses Fluid beispielsweise eine Flüssigkeit ist. Es ist ersichtlich, dass der Kolben 9 eine physische Isolierung zwischen dem in der Leitung 7 enthaltenen Fluid und dem von der Quelle 11 ausgegebenen Fluid bildet, so dass das eine Fluid eine Flüssigkeit und das andere ein Gas sein kann.
  • Ein für die von dem Zylinder 5 auf das Teil 2 aufgebrachte Kraft empfindlicher Sensor 13 und ein für den Druck des den Raum 1 speisenden Fluids empfindlicher Sensor 14 ermöglichen, in Verbindung mit den Einrichtungen 6a bzw. 11a, das Regeln der von den Quellen 6 bzw. 11 ausgegebenen Fluiddrücke auf vorbestimmte gewählte Werte.
  • Wie in den 1 und 2 dargestellt, sind die Teile 2, 3 und der Zylinder 5 koaxial in dem gleichen Rahmen 15 übereinanderliegend angeordnet, welcher einen zylindrischen Teil 15a und zwei Ansätze 15b und 15c aufweist, die je weils durch zu axialen Gewinden 16a, 16b, 16c, 16d komplementären Schrauben an einer Basis des zylindrischen Teils 15a gehalten sind.
  • Die Teile 2, 3 sind zwischen dem Ansatz 15b und dem Zylinder 5 beispielsweise unter Zwischenfügung von Scheiben 17a, 17b aus Teflon (eingetragene Marke) geklemmt. In dem Ansatz 15b und der Scheibe 17a können nahe der Rippe 4 Öffnungen 18a, 18b gebohrt sein, um das direkte Beobachten des Kontakts zwischen den Teilen 2 und 3 zu ermöglichen, sofern das Teil 3 aus transparentem Material besteht.
  • Ringförmige Dichtungen 19a, 19b sind im zylindrischen Teil 15a des Rahmens 15 jeweils an den Teilen 2 und 3 zu einem noch zu erläuternden Zweck angebracht.
  • Der Zylinder 5 weist einen in einem Gehäuse 5b axial bewegbaren Kern 5a auf. Das aus dem Gehäuse 5b austretende Ende des Kerns 5a stützt sich unter dem Druck des Fluids der Quelle 6 an der Scheibe 17b ab, wobei das Fluid über eine Leitung 20 in eine dichte Kammer 20a eintritt, in welcher das andere Ende des Kerns 5a in das Fluid eingetaucht ist.
  • Wie aus der 2 gut ersichtlich, sind der Kern 5a und das Gehäuse 5b von jeweiligen axialen Löchern durchsetzt, durch welche die von der Quelle 11 kommende Leitung 7 verläuft, um den Raum 1 durch das in dem Teil 2 gebohrte axiale Loch 8 zu füllen.
  • Der Kraftsensor 13 liegt in Form einer Scheibe vor, die derart am Boden des Rahmens 15 zwischen diesem und dem Gehäuse 5b des Zylinders 5 angebracht ist, dass sie für die Reaktion des Kerns 5a auf den in dem Raum 1 herrschenden Fluiddruck empfindlich ist. Er kann beispielsweise durch eine Dehnungsmessbrücke oder durch eine Scheibe aus piezoelektrischem Material gebildet sein. das von dem Sensor 13 gelieferte Signal ermöglicht es, in Verbindung mit den Regeleinrichtungen 6a, den von der Quelle 6 an den Zylinder 5 gelieferten Druck und somit die auf die Teile 2, 3 aufgebrachte Klemmkraft zu regeln.
  • Es ist ersichtlich, dass der Raum 1 das druckbeaufschlagte Fluid nur in dem Maße hält, in dem dieses Fluid nicht über die Grenzfläche der Teile 2 und 3 austritt.
  • Diese Grenzfläche simuliert somit eine herkömmliche "statische" Dichtvorrichtung, welche durch das unter Druck erfolgende Aneinandersetzen zweier Flächen gebildet ist. Sie kann zur Simulation einer großen Vielzahl verschiedener derartiger Vorrichtungen ausgebildet sein, die aus einem Teil mit einer Nachbildung einer sich an ein freies Teil anlegenden Dichtung, wie in den 1 und 2 dargestellt, aus einer Anordnung bestehend aus einer Dichtung und einem Flansch, etc. gebildet sein können.
  • Die Wirksamkeit einer derartigen Vorrichtung hängt von verschiedenen Parametern wie beispielsweise dem Druck des in dem abzudichtenden Raum enthaltenen Fluids, der auf die Flächen aufgebrachten Klemmkraft, der Porosität der die Teile 1 und 2 bildenden Materialien, der Rauheit der Kontaktflächen, der Umgebungstemperatur, etc. ab.
  • In dieser Hinsicht kann das erfindungsgemäße Gerät mittels jeder geeigneten Einrichtung in geeigneter Weise derart temperiert werden, dass seine Temperatur, und insbesondere die des Fluids des Raums, auf einen vorbestimmten Wert regelbar ist.
  • Die Wirksamkeit der Dichtvorrichtung kann durch die Leckmenge der Vorrichtung gemessen werden, das heißt des in dem Raum 1 enthaltenen Teils des Druckfluids, das aus diesem Raum austreten kann, indem es zwischen den beiden geklemmten Kontaktflächen des Teils 3 und der Rippe 4 des Teils 2 hindurchtritt.
  • Zu diesem Zweck weist das erfindungsgemäße Gerät Einrichtungen zum Einleiten dieses Teils des Fluids in ein zweites Fluid auf, das mittels einer Pumpe 22 in einer geschlossenen Schleife in dem Kreislauf 21 zirkuliert (siehe 1).
  • Um das austretende Fluid zu sammeln, durchläuft der Kreislauf 21 eine Kammer 23, die sich um den Raum 1 erstreckt, wobei diese Kammer somit eine der Rippe 4 folgende Kontur, beispielsweise eine ringförmige Kontur, aufweist. Die Ringdichtungen 19a, 19b verhindern das Austreten des zweiten Fluids über den Umfang der Teile 2, 3.
  • Es ist ersichtlich, dass auf diese Weise jeder aus dem Raum 1 austretende Teil des "ersten" Fluids in das im Kreislauf 21 zirkulierende zweite Fluid gelangt.
  • Aufgrund des Zirkulierens in einem geschlossenen Kreislauf gewährleistet das zweite Fluid ein Spülen der Kammer 23, das heißt, eine permanente Zirkulation in der Kammer, die ein progressives Beschicken des zweiten Fluids mit einer messbaren Menge des ersten Fluids ermöglicht.
  • Um das Ausmaß der Leckage über die Zeit zu quantifizieren, umfasst das erfindungsgemäße Gerät Einrichtungen 24, 25 zum Messen der Menge des ersten Fluids, die sich in zunehmendem Maß in dem zweiten Fluid befindet.
  • Lediglich zu Beispielzwecken und nicht einschränkend angeführt, weisen diese Einrichtungen Einrichtungen zum Entnehmen von Proben des zweiten Fluids, die beispielsweise durch eine herkömmliche Spritze gebildet sind, und Einrichtungen 25 zum Analysieren der Zusammensetzung der Probe auf.
  • Vorteilhafterweise arbeiten diese Analyseeinrichtungen erfindungsgemäß gaschromatographisch mit einem Flammenionisationsdetektor, wobei es sich um ein genaues, kostengünstiges und schnelles Verfahren handelt.
  • Zur weiteren Verbesserung der vorgenommenen Messungen wird aus im Folgenden erläuterten Gründen im zweiten (Spül-)Fluid eine innere Prüfmasse vorgesehen.
  • Es sei angenommen, dass das erste und das zweite Fluid Butanol beziehungsweise Ethanol sind. Es handelt sich somit um das Messen einer Masse Butanol, die durch Leckage in das Ethanol in dem Kreislauf 21 gelangt ist. Die Messung dieser Masse durch Gaschromatographie beruht auf der Erkennung von beispielsweise elektrischen Signalen, die proportional zu der Butanolmasse sind, welche in der aus dem Kreislauf 21 entnommenen Fluidprobe, welche aus einer Mischung aus Ethanol und Butanol gebildet ist, enthalten ist. Diese Masse ist von derjenigen der Probe abhängig und somit von dem zur Bildung einer Probe entnommenen Flüssigkeitsvolumen. Jeder Fehler bei der Messung dieses Volumens beeinträchtigt folglich die angestrebte Messgenauigkeit.
  • Zur Überwindung dieses Nachteils wird, vor dem Einleiten von Ethanol in den Kreislauf 21, in ein großes Ethanolvolumen eine genaue Masse einer "inneren Prüfmasse" eingeleitet, die beispielsweise aus Propanol besteht. Das verwendete Ethanolvolumen ist groß, damit das Verhältnis der Masse des Ethanols zu der Masse des Propanols mit hoher Genauigkeit feststellbar ist.
  • Das Messen der durch Leckage in die entnommene Probe eingetretenen Butanolmasse erfolgt somit unter Bezugnahme auf die in der Probe enthaltene Prüfmasse (Propanol), wodurch die Messung von dem Volumen der entnommenen Probe unabhängig ist.
  • Im Folgenden wird ein Beispiel für die mit Hilfe des erfindungsgemäßen Geräts erhaltenen Messergebnisse unter Bezugnahme auf die 3 der beigefügten Zeichnungen und die Diagramme der 4 bis 6 beschrieben.
  • Bei diesem Beispiel entspricht das Teil 2, der "Testkörper", der axialen Schnittdarstellung in 3 mit einer Vergrößerung des Details A. Dieses Detail zeigt den im Wesentlichen rechteckigen Querschnitt der Rippe 4.
  • Die Kontaktflächen der Teile 2 und 3 weisen somit jeweils die Form eines kreisförmigen Kranzes mit einem mittleren Durchmesser D = 40 mm, einem Innendurchmesser von 39,7 mm und einem Außendurchmesser von 40,3 mm auf. Vorteilhafterweise besteht das Teil 3 aus einem transparenten Teil, beispielsweise einer Saphirscheibe von 20 mm Dicke, um eine visuelle Überwachung von Leckagen an der Rippe 4 durch die Öffnungen 18a, 18b zu ermöglichen.
  • Die Rippe 4 ist ihrerseits in einem Teil 2 aus Stahl 316L mit einer Rauhigkeit Ra = 0,15 μm ausgebildet.
  • Das Gerät wird auf einen Messvorgang vorbereitet, indem, nach der Montage der Teile 2 und 3 in dem Gestell 15 über dem Zylinder 5, nacheinander die folgenden Schritte durchgeführt werden:
    • – Belasten des Geräts durch Aktivieren von Klemmeinrichtungen 5, 6, 6a;
    • – Zirkulierenlassen eines Lösemittels (Ethanol) in dem Kreislauf 21, wobei der Kreislauf ungefähr 25 cl Ethanol und eine innere Prüfmasse, beispielsweise Propanol in einem Massenanteil von 2% enthält;
    • – Druckbeaufschlagen des in dem Raum 1 enthaltenen Fluids (des gelösten Stoffs) mittels der Einrichtungen 9, 10, 11, 11a.
  • Das Gerät ist durch (nicht dargestellte) Temperaturregeleinrichtungen auf 20°C temperiert.
  • Anschließend werden regelmäßig Probenentnahmen (in der Größenordnung von 1 μl) des die Kammer 23 spülenden Lösemittels durchgeführt, und anschließend wird die Menge des in dem Lösemittel enthaltenen gelösten Stoffs entsprechend dem zuvor beschriebenen Verfahren der inneren Prüfmasse dosiert, dessen Genauigkeit besser als 5% ist.
  • Die gaschromatographische Analyse der Probe erfolgt mittels einer Kapillarsäule und einem Flammenionisationsdetektor, wie weiter oben bereits erwähnt. Dieses Analyseverfahren weist eine sehr gute Empfindlichkeit und eine gute Linearität auf. Es erfordert jedoch die Verwendung von entflammbaren Mischungen.
  • Die durchgeführten Messungen ermöglichen das Erstellen der Diagramme der 4, 5 und 6, die jeweils zeigen:
    • – die Entwicklung der Masse m des gelösten Stoffs in Abhängigkeit von der Zeit, bei einer Klemmkraft 10000 N, für verschiedene Druckwerte des gelösten Stoffs,
    • – die Entwicklung der spezifischen Leckmenge Q in Abhängigkeit von diesem Druck, für verschiedene Werte der aufgebrachten Klemmkraft (von 10 kN bis 30 kN), und
    • – die Entwicklung der spezifischen Menge Q in Abhängigkeit von der ausgeübten Klemmkraft.
  • Es ist festzustellen, dass die Masse des gelösten Stoffs m, die in das Lösemittel gelangt, linear über die Zeit (4) und mit dem Druck des gelösten Stoffs (5) zunimmt, und nicht-linear abnimmt, wenn die Klemmkraft steigt (6).
  • Die Diagramme der 4 bis 6 ermöglichen somit die Messung der Leistung einer realen Dichtvorrichtung mit Hilfe der Teile 2 und 3 und des erfindungsgemäßen Geräts, wobei Letzteres die Merkmale der Einfachheit, der Genauigkeit und der geringen Kosten aufweist, welche in der Einleitung der vorlieg4enden Beschreibung erwähnt wurden. Es ist ferner universell, da es sowohl für Flüssigkeiten, als auch für Gase einsetzbar ist.
  • Im Falle eines Gases kann die Anordnung aus Kolben 9 und Zylinder 10 entfallen, da das Gas die Einrichtungen 11, 11a ersetzen kann, welche, falls es sich bei dem in dem Raum 1 enthaltenen Fluid um eine Flüssigkeit handelt, das Druckbeaufschlagen dieser Flüssigkeit bewirken.
  • Selbstverständlich ist die Erfindung nicht auf das beschriebene und dargestellte Ausführungsbeispiel beschränkt, das lediglich zu Beispielzwecken angeführt wurde.
  • Die Teile 2 und 3 der mittels des erfindungsgemäßen Gerätes gemessenen Dichtvorrichtung können daher je nach der beabsichtigten Anwendung andere als die dargestellten Formen aufweisen, beispielsweise die Form einer Anordnung aus einer Dichtung und einem Flansch oder die Form eines Teils, das eine nachgebildete Dichtung aufweist, die gegen ein anderes, glattes Teil gesetzt ist.

Claims (11)

  1. Verfahren zum Messen der Leckmenge einer simulierten Dichtvorrichtung eines Raumes (1), der mit dem Druck eines ersten Fluids beaufschlagt ist, um ihre Wirksamkeit zu bestimmen, wobei der Raum (1) durch mindestens zwei entlang einander zugewandten Flächen aneinandergesetzte und gegeneinander verspannte Teile (2, 3) begrenzt ist, welche den Raum (1) umgeben und die Vorrichtung bilden, wobei ein Bruchteil des ersten druckbeaufschlagten Fluids aus dem Raum (1) austreten kann, indem es zwischen den Flächen hindurchtritt und somit Teil eines zweiten Fluids wird, dadurch gekennzeichnet, dass das Verfahren die folgenden Schritte umfasst: – Belasten der Vorrichtung durch Aktivieren von Spanneinrichtungen (5, 6, 6a) der beiden genannten, den Raum (1) begrenzenden Teile (2, 3); – permanentes und in einer geschlossenen Schleife erfolgendes Zirkulierenlassen des zweiten Fluids in einem Kreislauf, der durch eine den Raum umgebende Kammer verläuft, wobei die Kammer eine Kontur aufweist, welche derjenigen der einander berührenden Flächen der beiden genannten Teile (2, 3) folgt, um fortschreitend eine messbare Menge des ersten Fluids zu sammeln, – Druckbeaufschlagen des in dem Raum (1) enthaltenen ersten Fluids durch Verändern des Drucks des ersten Fluids, – Messen der von dem zweiten Fluid gesammelten Menge des ersten Fluids.
  2. Gerät zum Messen der Leckmenge einer simulierten Dichtvorrichtung eines Raumes (1), der mit dem Druck eines ersten Fluids beaufschlagt ist, welches der Bestimmung ihrer Wirksamkeit dient, wobei der Raum (1) durch mindestens zwei entlang einander zugewandten Flächen aneinandergesetzte und gegeneinander verspannte Teile (2, 3) begrenzt ist, welche den Raum (1) umgeben und die Vorrichtung bilden, wobei ein Bruchteil des ersten druckbeaufschlagten Fluids aus dem Raum (1) austreten kann, wobei das Gerät a) Einrichtungen (21, 22, 23) zum Einleiten des Bruchteils des ersten Fluids in ein zweites Fluid und b) Einrichtungen (24, 25) zum Messen der Menge des von dem zweiten Fluid gesammelten ersten Fluids aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass – das Gerät Einrichtungen (5, 6, 6a) zum einstellbaren Spannen der beiden genannten Teile (2, 3) und Einrichtungen (9, 10, 11, 11a) zum Druckbeaufschlagen des in dem Raum befindlichen ersten Fluids aufweist, wobei die Druckbeaufschlagungseinrichtungen (9, 10, 11, 11a) das Ändern des Drucks des ersten Fluids in dm Raum (1) ermöglichen, – und dadurch gekennzeichnet, dass die Einleiteinrichtungen (21, 22, 23) ein Umlaufen des zweiten Fluids in einer geschlossenen Schleife gewährleisten und eine Kammer (23) umfassen, welche sich um den Raum (1) erstreckt und eine Kontur aufweist, welche den einander zugewandten Flächen folgt, die den Raum (1) umschließen, um ein Spülen zu gewährleisten, das für das Sammeln des Bruchteils des ersten Fluids geeignet ist.
  3. Gerät nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Messeinrichtungen (24, 25) Einrichtungen (24) zum Entnehmen einer Probe des zweiten Fluids und Einrichtungen (25) zur gaschromatographischen Analyse der Zusammensetzung der Probe aufweisen, um die in dem zweiten Fluid enthaltene Menge des ersten Fluids zu messen.
  4. Gerät nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die genannte Probe eine innere Prüfmasse enthält, die in einem genau festgelegten Massenverhältnis zu derjenigen der Probe steht.
  5. Gerät nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass es Einrichtungen (6, 6a) zum Verändern der Klemmkraft der genannten Flächen und Einrichtungen (13) zum Messen dieser Kraft aufweist.
  6. Gerät nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass es Einrichtungen (14) zum Messen des Drucks des ersten Fluids in dem Raum aufweist.
  7. Gerät nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Raum (1) durch zwei einander zugewandte Flächen der genannten Teile (2, 3) begrenzt ist, welche von den einander zugewandten, aneinandergesetzten Flächen dieser Teile umgeben sind.
  8. Gerät nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die einander zugewandten Flächen durch eine geschlossene Kontur begrenzt sind, von der eine an mindestens einem der genannten Teile (2, 3) ausgebildete Rippe (4) absteht, um sich unter dem Klemmdruck an dem anderen Teil abzustützen.
  9. Gerät nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die genannte Rippe (4) einen im wesentlichen rechteckigen Querschnitt hat.
  10. Gerät nach einem der Ansprüche 2 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass es durch Temperaturregeleinrichtungen temperiert ist.
  11. Gerät nach einem der Ansprüche 2 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass es Einrichtungen (18a, 18b) zum Beobachten der Kontaktzone zwischen den zugewandten Flächen der genannten Teile (2, 3) aufweist.
DE60320601T 2002-02-15 2003-02-14 Vorrichtung zum Messen der Leckmenge einer abgedichteten Anordnung Expired - Lifetime DE60320601T2 (de)

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FR0201930A FR2836225B1 (fr) 2002-02-15 2002-02-15 Appareil de mesure du debit de fuite d'un dispositif d'etancheite

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