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DE1063741B - Verfahren zum Herstellen eines trockenen gemahlenen Harzleimes - Google Patents

Verfahren zum Herstellen eines trockenen gemahlenen Harzleimes

Info

Publication number
DE1063741B
DE1063741B DEW17931A DEW0017931A DE1063741B DE 1063741 B DE1063741 B DE 1063741B DE W17931 A DEW17931 A DE W17931A DE W0017931 A DEW0017931 A DE W0017931A DE 1063741 B DE1063741 B DE 1063741B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
resin
starch
dry
alkaline
making
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEW17931A
Other languages
English (en)
Inventor
Georg Hirschfeld
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
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Publication of DE1063741B publication Critical patent/DE1063741B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09JADHESIVES; NON-MECHANICAL ASPECTS OF ADHESIVE PROCESSES IN GENERAL; ADHESIVE PROCESSES NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE; USE OF MATERIALS AS ADHESIVES
    • C09J103/00Adhesives based on starch, amylose or amylopectin or on their derivatives or degradation products

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Paper (AREA)

Description

  • Verfahren zum Herstellen eines trockenen gemahlenen Harzleimes Für die Stoffleimung von Papier, Pappe, Faserplatten u. dgl. ist an Stelle der Verwendung üblicher flüssiger oder pastöser Harzleime auch die Verwendung gemahlener trockener Harzleime bekannt. Solche gemahlenfen trockenen Harzleirne haben jedoch bisher auf Grund von ihnen anhaftenden Mängeln noch keinen nennenswerten Eingang in die Praxis gefunden. Die Erfindung bezweckt, diese Nachteile zu vermeiden.
  • Ein bekanntes Verfahren zur Erzeugung eines solchen pulverartigen Harzleimes besteht darin, daß Kolophonium in geschmolzenem Zustand mit Wasser emulgiert wird, um das molekulare Gefüge zu lockern und Iadurch -das Harz - leicht reaktionsfähig zu mach-en, worauf das Produkt -im vermahlenen oder geschmolzenen Zustand in -Gegenwart von. Alkalien und unter etwaigen Zusätzen von Schutzkolloiden in eine für die Papierfabrikation geeignete leichtlösliche Form übergeführt wird (österreichische Patentschrift 142 776). Das so gewonnene Produkt wird dann gemahlen, welch-er der vielen als Schutzkolloide bekannten Stoffe hier gute Erfolge haben würde, war jedoch nicht bekannt.
  • Ein anderer bekannter Vorschlag zur Herstellung von festem Harzleim (Hartleim) besteht darin, daß verseifbare Harze in Gegenwart von Schutzkolloiden mit Alkalien unter Anwendung von wenig Wasser so weit verseift werden, daß eine gezogene Probe nach dem Erkalten fest wird und feste wasserlösliche bzw. emulsionsfähige Harzseifen entstehen (österreichische Patentschrift 126 434). Als Schutzkalloide werden unter anderem Stärkeprodukte vorgeschlagen.
  • Die Erfindung strebt nun an, einen Harzleim zu schaffen, dessen Löslichkeit im gemahlenen Zustand größer ist als die Löslichkeit der bekannten pulverförtnigen Harzleime. Sie bezweckt auch, eine gewisse Unabhängigkeit von der Art des zur Verfügung stehenden Wassers und der Wassertemperatur zu erreichen.
  • Die Erfindung geht gemäß dem obenerwähnten Stand der Technik aus von einem Verfahren zum Herstellen eines trockenen, gemahlenen Harzleimes, insbesondere zum Leimen von Papier, Pappe, Faserplatten usw., bei welchem einem alkalisch aufgeschlossen,en flüssigen Harz ein Schutzkolloid, beispielsweise Stärke bzw. ein Stärkederivat, zugemischt wird und die so gewonnene flüssige Masse getrocknet und dann zerkleinert wird. Die Erfindung besteht dann darin, daß das im übrigen im wesentlichen zusatzfreie alkalisch aufgeschlossene Harz auf einem Walzentrockner oder in einem Trockenofen getrocknet wird. Auf diese Weise können erheblich höhere Trocknungstemperaturen als die bisher bei etwa 80' C liegenden Temperaturen angewendet werden. Während der eingangs an zweiter Stelle erwähnte Harzleim einen gesamten Trockengehalt von 90% aufweisen soll, kann mit der erfindungsgemäßen Trocknung auf Walzentrocknern od. dgl. eine fast absolut trockene Ware mit einem Feuchtigkeitsgehalt von etwa 1 % hergestellt werden. Durch die Verwendung von Walzentrocknern ti. dgl. -erfolgt die Trocknung auch bei höheren Temperaturen als den sonst angewendeten Temperaturen. Überraschenderweise führt nun diese starke Trocknung bei höherer Temperatur zu einem Erzeugnis von besonders rascher Löslichkeit. Es wird nämlich durch die neue Trocknungsart nicht nur ein höherer Trocknungsgrad, sondern durch kurzfristige Schmelzung der Harzteile, die etwa bei 80' C beginnt, eine physikalisch-chemische Reaktion des Erzeugnisses erreicht. Diese Reaktion dürfte die spätere extrem schnelle Wiederlöslichkeit des Trockengutes bedingen. Die sofortige und vollständige Wiederlöslichkeit liegt je nach der Art des Lösungswassers bei einer Minute und teilweise darunter, so daß der Einsatz des Erzeugnisses gemäß der Erfindung auch bei schnellster Papierherstellung und schnellstem Durchlauf des aufzubereitenden Papierwassers in Trockenform und ohne vorherige Auf-oder Anlösung vorgenommen werden kann.
  • Hierbei kommt es weder auf die Temperatur noch auf die alkalische oder saure Einstellung des Betri-ebswassers an. Es kann daher das erfindungsgemäße Erzeugnis bei der Papierherstellung im sogenannten kontinuierlichen Arbeitsdurchlauf störungsfrei verwendet werden. Es ist den allgemein üblichen Harzleimen mit nur 25 bis 40% Trockengehalt erheblich überlegen. Erfahrungsgemäß wird die Lösungszeit eines Leim-es um so höher, je höher der Trockengehalt flüssiger Harzseifen ist. Die Lösungskurve wirderst jäh abgebrochen, wenn man gemäß der Erfindung vorgeht.
  • Zweckmäßig ist es, neben dem Schutzkolloid, wie Stärke oder Stärkederivat, einen an sich bekannten -ösungsvermittler zuzusetzen.
  • Ausf ührungsbeispiel Im Rührwerk I werden 100 kg Stärke in 200 1 Wasser eingetragen. Zur Modifizierung benötigt man 2inmal 21 kg Natriummetasilikat, die in 100 1 Wasser gelöst sind, und anschließend 17 kg Aluminiumsulfat, ebenfalls in 100 1 Wasser gelöst.
  • Im Rührwerk II werden in 325 1 heißem Wasser 26,25 kg NaOH gelöst. Nach Erhitzung auf etwa 30' C werden 250 kg zerkleinertes Harz langsam in die Lösung eingetragen. Die Verseifung geschieht bei ständigem Rühren von etwa 45 Minuten bei etwa 800 c.
  • Nach Beendigung dieser Vorgänge wird der fertig modifizierte Stärkeansatz vom Rührwerk I vollständig in das Rührwerk II gepumpt und etwa 15 Minuten innig verrührt. Die Temperatur soll dabei auf etwa 80 bis 900 C gesteigert werden.
  • Die fertige Gesamtmischung ist in dem vorliegenden Zustand nicht gebrauchsfähig, da sich bei Verdünnung mit Wasser Harzseife und modifizierte Stärke sichtbar und schnell trennen.
  • Der anschließende Trocknungsvorgang bewirkt auf dem stark, beispielsweise bis etwa 1450 C erhitzten Doppelwalzentrockner eine völlige Schmelzung des Harzes und durch das Kochen eine untrennbare Vermischung zwischen Harz und Stärke. Hierdurch wird eine klare opalisierende Durchsicht der Lösung und damit eine gute Verteilung im wäßrigen Papierbrei erreicht. Durch die Trocknung wird eine fast absolut trockene Ware mit einem Feuchtigkeitsgehalt von etwa nur 1 1/o erzielt.
  • Das hier angegebene Verhältnis des verseiften Harzes zur modifizierten Stärke hat in Forschung und Praxis die beste Wirkung ergeben.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zum Herstellen eines trockenen, gemahlenen Harzleimes, insbesondere zum Leimen von Papier, Pappe, Faserplatten usw., bei welchem einem alkalisch aufgeschlossenen flüssigen Harz ein Schutzkollo-id, beispielsweise Stärke bzw. ein Stärkederivat, zugemischt wird und die so gewonnene flüssige Masse getrocknet und dann zerkleinert wird, dadurch gekennzeichnet, daß das im übrigen im wesentlichen zusatzfreie, alkalisch aufgeschlossene Harz auf einem Walzentrockner oder in einem Trockenofen getrocknet wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß dem alkalisch aufgeschlossenen Harz neben der Stärke bzw. dem Stärkederivat ein an sich bekannterLösungsvermittlerzugemischtwird. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 820 049; - französische Patentschriften Nr. 714 771, 355 852, 748 271; österreichische Patentschriften Nr. 73 4731 126 434, 142 776, 147 671; USA.-Patentschriften Nr. 981647, 2 050 997.
DEW17931A 1955-11-28 1955-11-28 Verfahren zum Herstellen eines trockenen gemahlenen Harzleimes Pending DE1063741B (de)

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Citations (10)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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