AT99919B - Verfahren zur Herstellung von Kunsthorn. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Kunsthorn.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zur Herstellung von Kunsthorn. Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von Kunsthorn unter Umgehung des bisher als Ausgangsstoff benötigten Milchkaseins, das hoch im Preise steht und aus dem Ausland bezogen werden muss. Die Erfindung ermöglicht die Verwendung wohlfeiler, im Inland gewonnener Ausgangsstoffe und führt zu einem Erzeugnis, welches in seinen Eigenschaften und in seinen Verwen- dungsmöglichkeiten den im Handel befindlichen Kunsthornarten nicht nachsteht. Der Grundgedanke der Erfindung besteht darin, dass man durch geeignete Behandlung einer Leim-oder Gelatinelösung mit Metallverbindungen und Abtrennung des entstandenen Niederschlages, ein dem Milchkasein ähnliches Material gewinnt, das durch Behandlung mit Formaldehyd gehärtet wird. Zur Durchführung dieses Erfindungsgedankens bereitet man eine Leim-oder Gelatinelösung und setzt ihr ein Schwermetall- oder Aluminiumsalz und Alkalihydroxyd oder Alkalikarbonat zu, wodurch das entsprechende Metallhydroxyd oder-karbonat entsteht. Es bildet sich ein quarkähnlicher Niederschlag, den man abpresst, allenfalls wäscht und bleicht, sodann mahlt und trocknet. Wünscht man ein besonders reines und durchscheinendes Erzeugnis herzustellen, so wird die Fällung in verdünnten Säuren oder Alkalien wieder gelöst und durch Zusatz von Alkali oder Säure oder von Metallsalz nochmals ausgefällt. Die getrocknete Masse ist körnig, mehr oder weniger durchscheinend, schwach gelblich, zähe, in Wasser unlöslich, wohl aber etwas quellbar, in Alkalien hingegen löslich. Sie lässt sich unter Wärme und Druck zu Platten oder Stäben pressen, welche mittels Formaldehyd gehärtet werden können. Die Masse kann mit Mineral-oder Teerfarben beliebig gefärbt werden. Die gepressten Platten und Stäbe lassen sich schneiden, sägen, bohren, fräsen, drehen, feilen, schleifen und polieren. Zur Erhöhung der Festigkeit und Zähigkeit können der Masse vor ihrer Verarbeitung pflanzliche, tierische oder mineralische Faserstoffe oder auch Hornspäne beigemengt werden. Es ist schon vorgeschlagen worden, Albuminate oder albuminhaltige Massen dauernd elastisch zu erhalten, indem man sie mit Hydroxyden des Aluminiums, der Metalle der Eisengruppe, des Zinks od. dgl. vermengt oder indem man in der Masse derartige Niederschläge erzeugt. Um den Massen eine geeignete Konsistenz zu geben, soll ihnen eine geringe Menge tierischen Leimes zugesetzt werden. Hier liegt also ein anderes Ausgangsmaterial vor und der Zweck, den dieses Verfahren verfolgt, ist ein ganz anderer, denn durch Behandlung von Albuminaten mit Aluminiumhydroxyd od. dgl. erhält man niemals einen Körper der zur Herstellung von Kunsthorn geeignet ist. Beispiel. 1 kg Knochenleim wird in warmem Wasser zu einer 20- bis 30%igen Lösung gelöst. Dieser fügt man nach und nach unter Umrühren und bei Einhaltung einer Temperatur von etwa 40 C eine Lösung von 300 g Aluminiumsulfat in etwa 2 i ! Wasser zu. Die Mischung wird dann mit einer Ätznatronlösung von 100 Bé versetzt, u. zw. mit einer solchen Menge, dass das Gemisch auf Lackmus neutral reagiert und eine quarkähnliche Fällung entsteht. Vorteilhaft löst man diese Fällung sogleich in einem Überschuss einer Ätznatronlösung und neutralisiert durch Zugabe einer Aluminiumsulfatlösung oder verdünnter Schwefelsäure, wobei sich wieder die quarkähnliche Masse ausscheidet. Letztere wird zunächst sich selbst überlassen, wobei die Masse immer fester wird und das Wasser abgibt. Das Feste schwimmt dann auf einer grünlichen Flüssigkeit. Man seiht diese durch ein Koliertuch ab, presst die Fällung aus, bricht den Presskuchen auf und wäscht so lange mit kaltem Wasser, bis auch die letzten Spuren löslicher Stoffe ausgewaschen sind. Nach nochmaligem Pressen wird der Kuchen in kleine Stücke zerbrochen und auf Hürden bei 40-500 C getrocknet. Das Erzeugnis besitzt die eingangs angegebenen Eigenschaften. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Herstellung von Kunsthorn, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Leim-oder Gelatinelösung mit einem geeigneten Metallhydroxyd ausfällt, indem man ein solches in der Leimlösung selbst aus einem Schwermetall- oder Aluminiumsalz und einer Alkalihydroxyd-oder Alkalikarbonatlösung zur Bildung bringt, worauf man den entstandenen quarkähnlichen Niederschlag von der Flüssigkeit trennt, formt und in bekannter Weise, z. B. mittels Formaldehyd härtet. **WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.
Claims (1)
- 2. Weitere Ausbildung des Verfahrens nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass der erhaltene Niederschlag in Alkali oder Säure wieder gelöst und durch Zusatz eines geeigneten Salzes oder vermittels Säuren oder Alkalien neuerlich ausgefällt wird. **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
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