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DE1062689B - Verfahren zur Herstellung von alpha-Aluminiumoxyd - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von alpha-Aluminiumoxyd

Info

Publication number
DE1062689B
DE1062689B DED28069A DED0028069A DE1062689B DE 1062689 B DE1062689 B DE 1062689B DE D28069 A DED28069 A DE D28069A DE D0028069 A DED0028069 A DE D0028069A DE 1062689 B DE1062689 B DE 1062689B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
aluminum oxide
production
aluminum
temperature
aluminum fluoride
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DED28069A
Other languages
English (en)
Inventor
Heinrich Worel
Karl Torkar
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Evonik Operations GmbH
Original Assignee
Degussa GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Degussa GmbH filed Critical Degussa GmbH
Publication of DE1062689B publication Critical patent/DE1062689B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01JCHEMICAL OR PHYSICAL PROCESSES, e.g. CATALYSIS OR COLLOID CHEMISTRY; THEIR RELEVANT APPARATUS
    • B01J21/00Catalysts comprising the elements, oxides, or hydroxides of magnesium, boron, aluminium, carbon, silicon, titanium, zirconium, or hafnium
    • B01J21/02Boron or aluminium; Oxides or hydroxides thereof
    • B01J21/04Alumina
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01FCOMPOUNDS OF THE METALS BERYLLIUM, MAGNESIUM, ALUMINIUM, CALCIUM, STRONTIUM, BARIUM, RADIUM, THORIUM, OR OF THE RARE-EARTH METALS
    • C01F7/00Compounds of aluminium
    • C01F7/02Aluminium oxide; Aluminium hydroxide; Aluminates
    • C01F7/30Preparation of aluminium oxide or hydroxide by thermal decomposition or by hydrolysis or oxidation of aluminium compounds
    • C01F7/302Hydrolysis or oxidation of gaseous aluminium compounds in the gaseous phase

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Thermal Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Geology (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Compounds Of Alkaline-Earth Elements, Aluminum Or Rare-Earth Metals (AREA)
  • Compositions Of Oxide Ceramics (AREA)

Description

DEUTSCHES
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von a-Al.uminiumoxyd durch thermische Zersetzung von Aluminiumfluorid in einem Strom von Luft, Sauerstoff oder sauerstoffhaltigem Gasgemisch. Das gewonnene a-Aluminiumoxyd hat sich als besonders geeignet als Katalysator oder· Katalysatorträger in der chemischen Industrie, vor allem in der Mineralölindustrie und der Raffiniertechnik erwiesen.
Es ist bekannt, Aluminiumoxyde oder Oxyhydrate für die vorgenannten Zwecke zu verwenden, wobei darauf Wert gelegt werden muß, daß der Katalysator oder Katalysatorträger nicht nur in größtmöglichster Reinheit vorliegt, sondern in einer weitgehend definierten und reproduzierbaren Form. Diese Anforderungen beziehen sich nicht nur auf die Form und Größe der Teilchen, sondern auch auf den durch das Herstellungsverfahren beeinflußten Zustand des Katalysators oder Katalysatorträgers. Aus diesem Grunde ist man bestrebt, bei der Gewinnung der genannten Stoffe einfache und reproduzierbare Bedingungen einzuhalten und wegen der Aktivität der Substanzen die Temperatur bei Umsetzung zu vollständig reinen Produkten möglichst niedrig zu wählen, sofern man sich bei der Herstellung einer thermischen Zersetzung bedient. »5
Beim Calcinieren eines durch Eindampfen aus einer Al F3-Lösung erhaltenen Aluminiumfluoridhydrates in Gegenwart von Wasserdampf tritt Zersetzung zu Aluminiumhydroxyd ein. Dieses ist allerdings durch basische Oxyfluoride, die sich bei der Zersetzung von Aluminiumfluoridhydrat bilden, mehr oder weniger verunreinigt. Es ist auf diesem Weg nicht möglich, ein Aluminiumoxyd in einer definierten und reproduzierbaren Form herzustellen.
Die vorliegende Erfindung ermöglicht die unmittelbare Gewinnung von a-Aluminiumoxyd in reproduzierbarer Form und großer Reinheit durch Zersetzung von Aluminiumfluorid bei niedrigen Temperaturen. Gemäß der Erfindung wird so verfahren, daß Aluminiumfluorid in Luft, Sauerstoff oder sauerstoffhaltigen Gasgemischen auf Temperaturen im Bereich von 700 bis 1000° C erhitzt und dafür Sorge getragen wird, daß der aus den Gasen oder dem Aluminiumfluorid herrührende Feuchtigkeitsgehalt im Reaktionsraum zu keinem Zeitpunkt die stöchiometrisch ent- sprechende Menge an jeweils frei werdendem Fluor überschreitet. Die Geschwindigkeit der Fluorentwicklung aus dem Fluorid bei der thermischen Zersetzung ist vor allem abhängig von der jeweils gewählten Zersetzungstemperatur in dem angegebenen Bereich zwischen 700 und 1000° C. Erfindungsgemäß ist demnach der Feuchtigkeitsgehalt im Reaktionsraum so abzustimmen, daß er stöchiometrisch gerechnet die Konzentration an freiem Fluor nicht übersteigt. Nur unter Verfahren zur Herstellung von α -Aluminiumoxyd
Anmelder:
Deutsche Gold- und Silber-Scheideanstalt
vormals Roessler, Frankfurt/M., Weißfrauenstr.!
Beansprucht« Priorität: Großbritannien vom 11. Mai 1957
Heinrich Worel, Frankfurt/M.,
und Karl Torkar, Graz (Österreich), sind als Erfinder genannt worden
diesen Bedingungen ist es, wie gefunden wurde, möglich, aus Aluminiumfluorid unmittelbar zu einem reinen, nicht durch y-Aluminiumoxyd verunreinigten a-Aluminiumoxyd oder Korund zu gelangen. Dabei kann der Wassergehalt in der Reaktionsatmosphäre zwischen 10~ und 3,0 mg/1 Gas liegen.
Die Zuordnung der Zersetzungstemperatur zu dem Wassergehalt, wie sie dem Grundgedanken der vorliegenden Erfindung entspricht, geht aus nachfolgendem Beispiel hervor:
Beispiel
Das für die Umsetzung benutzte Aluminiumfluorid zeigte folgende Analyse:
F 64 bis 65%
Al als AlF, 30 bis 31%
SiO2 '.'. max. 0,2%
Fe2O3 max. 0,1%
H2O max. 0,5%
Af2 (S O4) 3 .. max. 1%
Na '.... max. 0,2% (etwa 0,4% NaF)
A12OS max. etwa 2,5% (Rest)
Das Fluorid wurde in einem Schiffchen aus reinem Aluminiumoxyd in einem Pythagorasrohr in einem elektrischen Widerstandsofen, beginnend mit einer Temperatur von 450° C und einer Temperatursteigerung von 50° C/12 Stunden, erhitzt, wobei alle 12 Stunden eine Probe für die Röntgenuntersuchung entnommen wurde. Die Strömungsgeschwindigkeit des
909 »0/377
Gases betrug in einer Versuchsreihe 12, in der anderen 25 1/Std.
Nach den Ergebnissen der Röntgenuntersuchung zeigte sich, daß. im Bereich zwischen 10—te und 10—3HIgH5 O/l der direkte Übergang in a-Aluminiumoxyd ohne Bildung von Zwischenphasen im Temperaturbereich zwischen 950 und 1000° C stattfand. Bei 10~2mg sank die Umsetzungstemperatur auf 850° C, um bei 1O-1 mg H2O/l 750° C zu erreichen. Bei einem Feuchtigkeitsgehalt von 0,5 mg H2OVl wurde mit 700° C die niedrigste Umsetzungstemperatur beobachtet. Bei einem Wassergehalt von 3 mg muß die Temperatur der Zersetzung bereits wieder auf 850° C erhöht werden, um die Bildung von f-Alumihiumoxyd, das der α-Phase beigemischt ist, zu vermeiden.
Zum Vergleich wurde die Zersetzung in reinem Wasserdampf vorgenommen, wobei bereits ein der ^-Modifikation ähnliches Produkt bei der Zersetzungstemperatur von 450° C entstanden war.
Weitere Ergebnisse sind in der nachstehenden Tabelle 1 zusammengestellt.
von 700° C, wobei die gleichen Bedingungen hinsichtlich Wassergehalt, Korngröße und Gasgeschwindigkeit eingehalten wurden wie bei den Versuchen gemäß Tabelle 1.
Tabelle 2
Tabelle 1 Produkt
Temperatur Zeit AlF3
450 12 AlF3
500 24 AlF3
550 36 AlF3
600 48 AlF3
^O 60 (J-Al2 Oa (überwiegend)
700 72 Ct-Al2O3
750 84 a-Al2O3
800 96 a-Al2 O3
850 108 α-Al2 O3
900 120 0-Al2O3
950 132 α-Al2 O3
1000 144
Zeit Produkt Al Fn
50 Minuten AlFl
10 90 Minuten aif:
3 Stunden Al F3; Spuren Ct-Al2 O3
6 Stunden Al F3; Spuren Ot-Al2O3
10 Stunden teilweise a-Al2 O3
18 Stunden vorwiegend Ct-Al2O3
l5 26 Stunden U-Al2O3
42 Stunden
Bei der vorstehenden Versuchsreihe wurde als Gas Druckluft verwendet, die mit einer Geschwindigkeit von 12 1/Std. über die Probe strömte; die Korngröße des Aluminiumoxyds betrug 120 bis 260 μ. Das Gas wies einen Feuchtigkeitsgehalt von 0,5 mg H2 O/l auf.
Die nachstehende Tabelle 2 enthält die Ergebnisse einer Untersuchung über die Abhängigkeit der Umsetzung von der Zeit bei einer Zersetzungstemperatur Die vorliegenden Werte bestätigen, daß bei langsamem Temperaturanstieg, z. B. in der Größenordnung von 50°/12 Stunden, im Luftstrom mit einem Wassergehalt von 0,5 mg H2 O/l die niedrigste Umwandlungstemperatur mit 700° C vorliegt, bei der gemäß der Erfindung reines Aluminiumfluorid in α-Aluminiumoxyd übergeführt werden kann. Bei niedrigeren Feuchtigkeitsgehalten steigt die Umsetzungstemperatur, während bei Erhöhung des Feuchtigkeitsgehaltes sich zwischen das Existenzgebiet des AIuminiumfluorids und das des a-Aluminiumoxyds ein sich ausdehnendes y-ähnliches Feld einschiebt.

Claims (2)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Herstellung von a-Aluminiumoxyd durch thermische Zersetzung von Aluminiumfluorid, dadurch gekennzeichnet, daß Aluminiumfluorid in Luft, Sauerstoff oder anderen sauerstoffhaltigen Gasgemischen auf Temperaturen zwischen 700 und 1000° C erhitzt und die Wassermenge im Reaktionssystem zwischen 10~19 und 3,0 mg/1 Gas gehalten wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Aluminiumfluorid bei einem Feuchtigkeitsgehalt von 0,5 mg H2 O/l auf
Temperatur von etwa 700° C erhitzt wird.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Gmelin, »Handbuch der anorg. Chemie«, System-NFr. 35, Teil B, S. 68.
DED28069A 1957-05-11 1958-05-08 Verfahren zur Herstellung von alpha-Aluminiumoxyd Pending DE1062689B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
GB15040/57A GB872286A (en) 1957-05-11 1957-05-11 Production of corundum

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1062689B true DE1062689B (de) 1959-08-06

Family

ID=10051990

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DED28069A Pending DE1062689B (de) 1957-05-11 1958-05-08 Verfahren zur Herstellung von alpha-Aluminiumoxyd

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US (1) US3027231A (de)
BE (1) BE567571A (de)
DE (1) DE1062689B (de)
FR (1) FR1195807A (de)
GB (1) GB872286A (de)

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BE567571A (de)
US3027231A (en) 1962-03-27
FR1195807A (fr) 1959-11-19

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