DE1062308B - Antriebsvorrichtung fuer bewegliche Kontaktarme von Trennschaltern - Google Patents
Antriebsvorrichtung fuer bewegliche Kontaktarme von TrennschalternInfo
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- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
- H01H3/00—Mechanisms for operating contacts
- H01H3/32—Driving mechanisms, i.e. for transmitting driving force to the contacts
- H01H3/36—Driving mechanisms, i.e. for transmitting driving force to the contacts using belt, chain, or cord
-
- H—ELECTRICITY
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- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
- H01H31/00—Air-break switches for high tension without arc-extinguishing or arc-preventing means
- H01H31/34—Air-break switches for high tension without arc-extinguishing or arc-preventing means with movable contact adapted to engage an overhead transmission line, e.g. for branching
- H01H31/36—Contact moved by pantograph
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- Driving Mechanisms And Operating Circuits Of Arc-Extinguishing High-Tension Switches (AREA)
Description
An Freilufttrennschaltern der Einsäulenbauart mit scherenartig ausgebildeter beweglicher Strombahn
werden die beweglichen Kontaktarme und deren Antriebsglieder sowohl im ein- als auch ausgeschalteten
Zustand durch die unvermeidlichen Witterungseinfliisse (Wind, Sturm, Schnee, Eis u. dgl.) mechanisch
sehr hoch beansprucht, so daß mit Beschädigungen dieser Teile gerechnet werden muß.
Besonders gefährdet erscheinen derartige Freilufttrennschalter für hohe Spannungen, bei denen die
.Scherenarme eine Länge von über 3 m erreichen. Die schwersten Beanspruchungen sind während des Schaltvorganges
und im eingeschalteten Zustand zu erwarten, insbesondere dann, wenn zur Erzielung einer
verläßlichen Kontaktgabe die an den Enden der Scherenarme angeordneten Schaltstücke greifer- oder
zangenförmig ausgebildet sind und die an Leiterseilen befestigten Gegenscbaltstücke fest umgreifen. Zufolge
einer so gut wie starren Verbindung mit dem Leiterseil müssen die Kontaktarme sämtliche durch Wind,
Eislast und Eislastabwurf verursachten Schwingungen mitmachen bzw. den dadurch auftretenden äußerst
hohen mechanischen Beanspruchungen standhalten.
Es ist bereits versucht worden, die zangenförmigen Schaltstücke an den Enden der Scheren- oder Pantographenarme
durch zwischengeschaltete Federn zu befestigen, um so einen gewissen Ausgleich der auftretenden
Schwingbewegungen und eine Milderung der Beanspruchungen zu erreichen. Diese Ausführungen
zeigen jedoch verschiedene Nachteile, weil die an den Enden der Kontaktarme erforderlichen Federn im
Winter vereisen und dadurch wirkungslos werden. Außerdem unterliegen die ungeschützten Federn zu
sehr den Korrosionsangriffen und verursachen bei hohen Spannungen frühzeitig Korona- bzw. Sprüherscheinungen.
Es wurde erkannt, daß mit einer einfachen Synchronisierung der Bewegungen der gegeneinander
schwenkbaren Kontaktarme, wie eine solche durch den Antrieb der Kontaktarme üblicherweise gegeben ist,
kein auf die Dauer einwandfreier Betrieb erreicht werden kann, weil die Antriebsglieder nicht nur durch
die zu übertragenden Kontaktkräfte, sondern außerdem durch die unkontrollierbar hohen Kräfte infolge
AVind, Eisabwurf der die Gegenkontakte tragenden Leiterseile oder durch Vereisung der Kontakte äußerst
hoch beansprucht werden können. Somit muß mit einer Deformierung oder gar mit dem Bruch einzelner
Glieder des Antriebes, in den auch Porzellanisolatoren eingeschaltet sind, gerechnet werden.
Von dieser Erkenntnis ausgehend und unter Berücksichtigung einer betrieblichen Forderung, wonach
in einem solchen lokalen Schadensfall der Betrieb bis zur nächstmöglichen Außerbetriebnahrne des Schalters
Antriebsvorrichtung
für bewegliche Kontaktarme
von Trennschaltern
für bewegliche Kontaktarme
von Trennschaltern
Anmelder:
»ELIN«
»ELIN«
Aktiengesellschaft für elektrische Industrie, Wien
Vertreter: Dipl.-Ing. C demente, Patentanwalt,
Deggendorf, Krankenhausstr. 26
Deggendorf, Krankenhausstr. 26
Beanspruchte Priorität:
Österreich, vom 6. Dezember 1954
Österreich, vom 6. Dezember 1954
Hans Manzinger und Peter Feiker Wien,
sind als Erfinder genannt worden
sind als Erfinder genannt worden
weitergeführt werden soll, sowie zum Schutze der den Kontaktarmen vorgeschalteten Antriebsglieder wird
vorgeschlagen, die beiden Gegeneinander schwenkbaren Kontaktarme, die von einer in Fortsetzung der
Stützisolatorachse angeordneten Drehwelle über eine Doppelkurbel, Kreuzgelenke und Antriebsstangen
synchron betätigt werden, erfindungsgemäß zusätzlich zti synchronisieren, indem zwischen den Drehachsen
der Kontaktarme eine zusätzliche Kupplung angeordnet ist, die auch bei Störung des Antriebes eines Kontaktarmes
die synchrone Bewegung beider Kontaktarme erzwingt.
Besonders vorteilhaft und einfach erweist sich hierbei die erfindungsgemäße Anordnung zweier Seiltriebe
zwischen den Drehwellen der beiden Kontaktarme, wobei für jede der beiden Bewegungsrichtungen
ein eigener Seilzug vorgesehen ist. Die Seiltriebe sind ohne weiteres so einstellbar, daß eine vollkommen
gleichförmige Bewegung der beiden Kontaktarme gewährleistet ist. Sie sind einfach herstellbar und räumlich
leicht unterzubringen.
Nach einem weiteren Vorschlag wird die bewegungsgleiche Einstellung der beiden Seiltriebe dadurch
erleichtert, daß die Seile der Seilzüge an Seilscheiben lösbar befestigt sind, beispielsweise mittels
Einlegekeil in einer etwa tangential verlaufenden, sich verjüngenden Nut in der Seilscheibe. Hierbei ist die
Bewegungsgleichheit der Seile während des Ab- und
909 57S/313
Auflaufens durch eine Führung der Seile zwischen an den Seilscheiben angeordneten Flanschen gewährleistet.
Eine besonders platzsparende und gegen äußere Einflüsse geschützte Unterbringung der Seiltriebe ist
nach einem weiteren Vorschlag dadurch möglich, daß die Seilzüge einschließlich der Seilscheiben innerhalb
eines den Antrieb und die Lagerstellen für die Drehwellen der beiden Kontaktarme enthaltenden Kastens
angeordnet sind. Besondere funktionelle und konstruktive Vorteile ergeben sich ferner durch eine Anordnung
der Seilscheiben innerhalb des Antriebskastens auf den Drehwelten der Kontaktarme in der
Nähe der Lagerstellen der Kontaktarmwellen, wobei die beiden zu einem Kontaktarm gehörenden Seilscheiben
über eine Verbindungswelle starr und unlösbar miteinander verbunden sind, und die außerhalb
des Antriebskastens liegenden Naben der Kontaktarme auf Achsstummeln sitzen, die mit der Verbindungswelle
der Seilscheiben einstellbar und lösbar verbunden sind.
Bisher war es üblich, die beiden Kontaktarme von Trennschaltern der Säulenbauart über eine Doppelkurbel
anzutreiben, die auf einer in der Fortsetzung der Stützerachse angeordneten Welle befestigt ist. Bei
dem üblichen Schaltwinkel von etwa 180° an der Welle bedingte dies die Anwendung entsprechend gebogener
Antriebsstangen zwischen der Doppelkurbel und den Kontaktarmen. Infolge der erwähnten hohen
zusätzlichen Beanspruchungen, denen die Übertragungsglieder ausgesetzt sind, erweisen sich jedoch
derart gebogene Antriebsstangen als besonders gefährdet. Im Zusammenhang mit dem Erfindungsgedanken ist es vorteilhaft, diesen aufgezeigten
Mangel dadurch zu beheben, daß die synchrone Betätigung der gegeneinander sclnvenkbaren Kontaktarme
in der Weise erfolgt, daß innerhalb des auf dem einzigen Stützisolator aufgebauten Getriebekastens jedem
Kontaktarm eine eigene, parallel zur Stützerachse verlaufende Antriebswelle zugeordnet ist und jede dieser
Wellen nach ihrem Durchtritt durch das Getriebekastengehäuse mit einer Einfachkurbel versehen ist,
so daß zwischen den Einfachkurbeln und den Kontaktarmen nunmehr gerade Antriebsstangen vorgesehen
werden können. Die beiden Antriebswellen der Kontaktarme wiederum werden über ein Getriebe von
einer gemeinsamen Welle angetrieben, die in Fortsetzung der Isolierantriebswelle liegt und mit dieser
unmittelbar gekuppelt ist. DieseArt des Kontaktarmantriebes kommt dem mit der erfindungsgemäßen zusätzlichen
Kupplung zwischen den Drehachsen der Kontaktarme erstrebten Ziel insofern entgegen, als das
Lagerspiel der beiden Wellen zusammen mit dem Spiel im Getriebe zur gemeinsamen Antriebswelle hin
im Synchronantrieb der beiden Kontaktarme eine gewisse Freizügigkeit erreichen läßt, so daß auch von
der Antriebsseite her die bei solchen Trennschalterantrieben zu erwartenden Störeinflüsse berücksichtigt
werden.
Ein besonders günstiges Verhalten der Kontaktarme bzw. ihres Antriebes läßt sich erreichen, wenn
nach einem weiteren erfindungsgemäßen Vorschlag die zwischen den beiden Antriebskurbeln und den Kontaktarmen
für die Bewegungs- bzw. Kraftübertragung angeordneten Antriebsstangen unter Zwischenschaltung
von Federkupplungen ausgeführt sind. Der an der Kontaktstelle erforderliche Druck ist dann nicht nur
von der Federung der Kontaktarme und deren Antriebsgliedern abhängig, sondern wird im wesentlichen
von eigens hierzu bestimmten und in ihrer Be-
messung weitgehend freien Gliedern aufgebracht, die außerdem einstellbar angeordnet werden können.
Außerdem braucht bei der Bemessung und Werkstoffwahl der Kontaktarme und ihrer Antriebsglieder nicht
mehr auf den zulässigen bzw. erforderlichen Kontaktdruck Rücksicht genommen zu werden, und diese Teile
können nur im Hinblick auf ihre erforderliche Stabilität und entsprechend den durch die Witterungseinflüsse
bedingten Beanspruchungen bemessen werden.
ίο Überaus günstige Verhältnisse ergeben sich, wenn die Antriebsstangen zwischen den Antriebskurbeln
und den Kontaktarmen derart ausgebildet sind, daß die vorgesehenen Federkupplungen jene Enden der Antriebsstangen
bilden, die mit den Gelenksteinen der Antriebskurbeln in Verbindung stehen.
Ein weiterer Vorschlag befaßt sich mit der Ausbildung einer dem vorliegenden \rerwendungszweck angepaßten,
einfachen und gegen die Witterungseinflüsse geschützten Federkupplung. Vorteilhafterweise besteht
diese aus einer schraubenförmigen Druckfeder, einem durch die Feder hindurchgesteckten, bolzenförmigen
Antriebsstangenteil und einem die Feder einhüllenden, rohrförmigen Antriebsstangenteil, wobei
je ein Ende der beiden Antriebsstangenteile gleichzeitig als Federauflage ausgebildet ist und sich die
beiden Antriebsstangenteile in ihren Federauflagen gegenseitig führen.
Ferner ist eine weitere Vereinfachung im Antrieb der Kontaktarme und eine Verringerung der Zahl der
Antriebsglieder möglich, wenn der die Schraubenfeder der Federkupplung einhüllende Antriebsstangenteil
gleichzeitig ein Bestandteil des getriebenen Kreuzgelenkteiles des der Antriebsstange vorgeschalteten
Kreuzgelenkes bildet.
Treten im eingeschalteten Zustand der beiden Kontaktarme, wobei diese mit dem Gegenkontakt so gut
wie starr verbunden sind, besonders große Lageänderungen des Gegenkontaktes auf, so ist es vorteilhaft,
wenn die zusätzlich angeordnete Synchronisiereinrichtung nicht zu starr ist, sondern mit besonderen
elastischen Gliedern ausgestattet ist. Dieser Erkenntnis trägt ein weiterer Vorschlag Rechnung, demzufolge
in die zwischen den Achsen der beiden Kontaktarme angeordneten Seilzüge Federkupplungen eingeschaltet
sind.
Dies kann in besonders einfacher, platz- und teilesparender Weise dadurch bewerkstelligt werden, daß
die in die Seilzüge eingeschalteten Federkupplungen gleichzeitig als verstellbare Spannschlösser ausgebildet
sind. Eine derartige kombinierte Spannschloß-Federkupplung läßt sich einfach und mit einem sehr
kleinen Aufwand an Bestandteilen herstellen, wenn beide Spannschloßhälften durch eine als Federkupplung
dienende schraubenförmige Druckfeder hindurchgesteckt sind und als Federauflagen eine der beiden
Spannschloßhälften und eine auf der anderen Spannschloßhälfte mittels Gewinde verstellbare Schraubenmutter
dienen.
An Hand der Zeichnungen bzw. der auf diesen dargestellten Fig. 1 bis 8 sollen die in den AOrhergehenden
Zeilen beschriebenen Erfindungen noch näher erläutert werden.
Die zwischen den beiden Drehwellen 1 und 2 der beweglichen Kontaktarme 3 und 4 angeordneten Seilzüge
5 und 6 sind in den Fig. 1 bis 4 zu erkennen. In den Fig. 1 und 2 ist außerdem die Richtung bzw.
der Ausschlag der Schwenkbewegung der Kontaktarme kenntlich gemacht. Die zu den Seilzügen gehörenden
Seilscheiben sind mit 7, 8, 9 und 10 bezeichnet (Ansprüche 1 und 2).
Claims (2)
1. Antriebsvorrichtung für bewegliche Kontaktarme von Trennschaltern der Säulenbauart, bei
denen die Trennstrecke in Richtung der Achse des Stützisolators liegt und durch in der Ausschaltstellung
zusammengefaltete Kontaktarme überbrückbar ist, wobei die gegeneinander schwenkbaren
Kontaktarme von einer in Fortsetzung der Stützisolatorachse angeordneten Welle, insbesondere
über Kurbeln, Kreuzgelenke und Antriebsstangen, synchron betätigt wrerden, dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen den Drehwellen (1, 2) der Kontaktarme (3,4) eine zusätzliche Kupplung
(5, 6) angeordnet ist, die auch bei Störung des Antriebes eines Kontaktarmes die synchrone Bewegung
beider Kontaktarme erzwingt.
2. Antriebsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die zusätzliche Kupplung
zwischen den beiden Drehwellen (1, 2) der Kontaktarme (3, 4) aus zwischen diesen Wellen
angeordneten Seilzügen (5, 6) besteht, wobei für jede der beiden Bewegungsrichtungen ein eigener
Seilzug vorgesehen ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT340880X | 1954-12-06 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1062308B true DE1062308B (de) | 1959-07-30 |
Family
ID=3672126
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEE11489A Pending DE1062308B (de) | 1954-12-06 | 1955-10-31 | Antriebsvorrichtung fuer bewegliche Kontaktarme von Trennschaltern |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH340880A (de) |
| DE (1) | DE1062308B (de) |
Citations (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| IT411463A (de) * | ||||
| DE731759C (de) * | 1937-05-25 | 1943-02-15 | Siemens Ag | Hochspannungsschaltgeraet |
| CH258114A (de) * | 1943-09-04 | 1948-11-15 | Elin Und Schorch Werke Aktieng | Trennschalter in Säulenbauart. |
| DE888568C (de) * | 1942-12-16 | 1953-09-03 | Aeg | Schalter, insbesondere in Hoechstspannungsschaltanlagen |
| CH296803A (de) * | 1950-02-17 | 1954-02-28 | Siemens Ag | Trennschalter. |
-
1955
- 1955-10-31 DE DEE11489A patent/DE1062308B/de active Pending
- 1955-11-02 CH CH340880D patent/CH340880A/de unknown
Patent Citations (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| IT411463A (de) * | ||||
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| DE888568C (de) * | 1942-12-16 | 1953-09-03 | Aeg | Schalter, insbesondere in Hoechstspannungsschaltanlagen |
| CH258114A (de) * | 1943-09-04 | 1948-11-15 | Elin Und Schorch Werke Aktieng | Trennschalter in Säulenbauart. |
| CH296803A (de) * | 1950-02-17 | 1954-02-28 | Siemens Ag | Trennschalter. |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| CH340880A (de) | 1959-09-15 |
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