DE1062201B - Mechanische Presse zum Kaltfliesspressen von Metallgegenstaenden - Google Patents
Mechanische Presse zum Kaltfliesspressen von MetallgegenstaendenInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B21—MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
- B21C—MANUFACTURE OF METAL SHEETS, WIRE, RODS, TUBES, PROFILES OR LIKE SEMI-MANUFACTURED PRODUCTS OTHERWISE THAN BY ROLLING; AUXILIARY OPERATIONS USED IN CONNECTION WITH METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL
- B21C23/00—Extruding metal; Impact extrusion
- B21C23/21—Presses specially adapted for extruding metal
- B21C23/211—Press driving devices
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Forging (AREA)
Description
DEUTSCHES
Das Kaltfließpressen bietet im allgemeinen bei der Verarbeitung verhältnismäßig weicher Metalle, ζ. Β.
Aluminium, Messing od. dgl., mit bekannten mechanischen Pressen keine besonderen Schwierigkeiten Beim
Kaltfließpressen härterer Metalle, z. B. von Stahl, dagegen treten Schwierigkeiten auf, wenn ein \erhaltniamäßig
hoher Verformungsgrad gefordert wird, der die Pressenteile und Werkzeuge hohen Drucken bzw.
Druckstößen aussetzt.
Deshalb hat man versucht, das Problem des Kaltfließpressens von Stahl oder anderen härteren Metallen
auf besondere Weise zu lösen. So hat man z. B. zum Kaltfließpressen von Zahnrädern aus Stahl eine mechanische
Presse geschaffen, bei der zwischen Pressenstößel und Werkzeugträger ein elastisches Kissen in
Form einer Schraubenfeder angeordnet ist, über welche der von der Presse auf das Werkstück ausgeübte
Druck zunächst allmählich gesteigert wird. Beim Auflaufen der Federgänge aufeinander wird dann ein
Schlag erzeugt, durch welchen der Fließvorgang eingeleitet werden soll. Trotzdem muß die Formgebung
in mehreren Arbeitsvorgängen erfolgen, wobei nach jedem Arbeitsvorgang das Werkstück zwischengeglüht
werden muß.
Es ist ferner eine mechanische Presse zum Kaltfließpressen von Metallen bekannt, bei der ein zwischen
Pressenstößel und Werkzeug vorgesehenes elastisches Zwischenglied bei Übertragung der vollen, zum Pressen
nötigen Kraft vom Wirksamwerden des Arbeitsdruckes Energie aufgespeichert und diese beim fortschreitenden
Kaltfließvorgang wieder an das Werkstück abgibt. Hierdurch ist es bereits gelungen, Werkstücke
aus Stahl im Kaltfließpreßverfahrcn in einem Arbeitsvorgang herzustellen.
Ziel der Erfindung ist es, derartige mechanische Pressen zum Kaltfließpressen so zu verbessern, daß
Werkstücke aus harten Metallen in einem Arbeitsgang mit einem höheren Verformungsgrad als bisher bzw.
kompliziert gestaltete Werkstücke mit einem hohen Verformungsgrad in einem Preßvorgang fertiggestellt
werden können. Hierbei soll die Presse bei Erzielung hoher Genauigkeiten der Werks tück form en nur gut
tragbaren Beanspruchungen ausgesetzt sein.
Ausgehend von einer mechanischen Presse zum Kaltfließpressen von Meta 11 gegen st an den unter Verwendung
eines zwischen Pressenstößel und Werkzeugträger eingeschalteten elastischen Kissens, nach dessen
Zusammendrucken unter dem Verformungswiderstand der Pressenstößel auf den Werkzeugträger formschlüssig
auftritt und seinen Preßweg fortsetzt, besteht die Erfindung darin, daß für die formschlüssige
Verbindung von Pressenstößel und Werkzeugträger ein einstellbarer Anschlag vorgesehen ist, um jeweils
nach Form und Material des Werkstuckes die für den Mechanische Presse zum Kaltfließpressen
von Metallgegenständen
von Metallgegenständen
Anmelder:
Marguerite-Elisa Chappuis, geb. Pretre,
Tüla-Marguerite Chappuis,
Tüla-Marguerite Chappuis,
Simone Chappuis
und Jacques-Albert Chappuis,
Neuchätel (Schweiz)
Vertreter: Dipl.-Ing. C, Wallach, Patentanwalt,
München 2, Kaun'ngerstr. 8
München 2, Kaun'ngerstr. 8
John Albert Chappuis t, Neuenburg (Schweiz),
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
Fließvorgang optimale Vorlast des Kissens und den Zeitpunkt festlegen zu können, in dem der Fließvorgang eingeleitet werden soll.
Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, daß es für ein einwandfreies Fließen des Metalls von entscheidender
Bedeutung ist, zu welchem Zeitpunkt der Schlag, der durch Formschluß zwischen Werkzeug und
Pressenstößel zustande kommt, ausgeübt wird. Dadurch, daß die Hohe der Vorlast und der Zeitpunkt des
Überganges vom Vorpreß- und Endpreßdruck genau festlcgbar sind, kann bei der ernndung'sgemäßen Vorrichtung
mit mäßigem Kraftaufwand ein leichtes Fließen des Werkstoffes erreicht werden. Sowohl ein
Unterschreiten als auch ein Überschreiten der optimalen Vorlast führt überraschenderweise zu wesentlich
schlechteren Ergebnissen, wobei nur relativ kleine Verformungen erhalten werden können. Erfolgt nämlich
die Einleitung des Schlages zu früh, dann arbeitet die Vorrichtung ähnlich einer Münzpresse, und die
Vorlast wird fur den Vorgang des Kaltfließpressens nicht in dem unterstützenden Sinne wirksam; für ein
einwandfreies Fließen ist es erforderlich, daß durch die Vorlast das Metall bereits in bestimmter Weise
vorbereitet wird. Erfolgt dagegen der Schlag zu spat, d h. erst dann, wenn die Vorlast bereits ein Fließen
des Metalls im Gesenk eingeleitet hat, dann härtet das Metall unter Umständen aus, und der gewünschte Verformungsgrad
kann ebenfalls nicht erreicht werden.
909 579/176
3 4
Eine zweckmäßige Ausgestaltung der Erfindung be- Federn in fünf einander zugekehrten Gruppen von je
steht darin, daß der Anschlag eine Mutter ist, die auf zwei Federn (wie dargestellt) vorsehen,
dem kolbenartig im Pressenstößel geführten und gegen Im dargestellten Beispiel sind die gewählten Federn
das elastische Kissen abgestützten Werkzeugträger einer Ausgangsspannung ausgesetzt, die vorhanden
gegenüber der Stirnfläche des Pressenstößels ver- 5 ist, wenn die Presse leer läuft und die Mutter 5 am
schraubbar ist. Stößel 1 anliegt. Oft ist es erwünscht, diesen Ausgangs-
Weiter ist die Erfindung vorzugsweise so ausge- druck wesentlich zu erhöhen, was durch Versehrauben
staltet, daß die Ruhespannung des elastischen Kissens der Mutter 5 erreicht werden kann,
mittels einer an der Rückseite des Pressenstößels an- Die Federn sind unter anderem stark genug, um das
schlagenden Mutter einstellbar ist, die auf einem io Ausstanzen des Werkstückes χ aus dem Band X zu er-
kolbenstangenartigen Fortsatz des Werkzeugträgers möglichen. Das ausgestanzte Werkstück wird in die
sitzt. Matrize hineingestoßen, wo dann der Preßvorgang sich
Das elastische Kissen kann aus in der Praxis in vollzieht, und zwar gemäß Fig. 2 von dem Augenblick
solchen Fällen vielfach verwendeten Federteller- an, in dem die Patrize 8 auf das Werkstück χ auftrifft
paketen bestehen. 15 und es gegen das Bodenstück 11 preßt.
In der folgenden Beschreibung ist die Erfindung an Während sich danach der Pressenstößel senkt, wer-
liand von Zeichnungen noch näher erläutert. In ihnen t(cn die Federn immer mehr zusammengedrückt, und
zeigt das Werkstück unterliegt einem elastischen Druck,
Flg. 1 einen Längsschnitt durch den Kopf der Presse welcher wächst, bis etwa die Lage gemäß Fig. 3 er-
und durch die Werkzeuge in dem Augenblick des Aus- 30 reicht ist.
stanzens des Rohlings, Wie ersichtlich, ist schon ein winzig kleiner Teil des
Fig. 2 dieselben Teile vor Anfang des Pressen- Werkstoffes in das axiale Loch 9 eingedrungen, wo er
1 organges, einen kleinen Vorsprung y bildet, praktisch von einer
Fig. 3 dieselben Teile, wenn das Werkstück bereits Größenordnung, wie sie etwa beim Münzprägen vor-
etwas verformt wurde, 25 kommt.
Fig. 4 die gleichen Teile während des Fließvor- Unter der Wirkung des Kissens ist der Werkstoff
...inges, bis an eine Grenze zusammengepreßt worden, über
Fig. 5 die gleichen Teile nach erfolgtem Fließ- die hinaus er nach kurzer Zeit plastisch zu fließen
\organg beim Rückgang der Patrize, beginnt.
Fig. 6 ein Diagramm, auf welchem die Bewegung 30 Gerade in diesem Augenblick stößt der sich noch
des Pressenstoßels. diejenige der Patrize und die ent- weiter als in Fig. 3 senkende Stößel der Presse auf die
sprechende Verkürzung der sich zusammendruckenden Mutter 7 auf, wie es in 13 in Fig. 3 gezeigt ist, so daß
elastischen Zwischenglieder mit Bezug auf die Zeit Patrize und Pressenstößel nunmehr formschlüssig mit-
d-irgestellt sind. einander verbunden sind und die Patrize zwangläufig
Die Fig. 7 und 8 sind zwei der Fig. 4 ähnliche 35 mit dem Stößel weiterg-eht. Der Werkzeugstoff wird
Axialschnitte, die in einem etwas größereu Maßstab dann plötzlich so stark zusammengedrückt, daß er be-
zwei der verschiedenartigen möglichen Gestalten von schleunigt zu fließen beginnt, indem er durch die
Matrize und Patrize zeigen. öffnung 9 entweicht und den Fortsatz s gemäß Fig. 4
Nach Fig. 1 besitzt die in Frage kommende Presse bildet. Dieses Fließen findet im kalten Zustand statt,
einen Stößel 1 mit Zapfen 2, auf welchen die mit 4„ Man kann auch sagen, daß das Verfahren zwei
Kurbeln oder einem (nicht dargestellten) Exzenter Stufen aufweist, und zwar eine, während der ein Vorverbundenen
Kurbelstangen 3 wirken. Im Innern dieses druck ausgeübt wird, und eine, während der das
Stößels befindet sich ein zylindrischer Raum, in dessen Fließen stattfindet. Obwohl die erste Stufe nur etwa
\chse ein Bolzen 4 liegt, der axial verschiebbar ist und einige hundertste] Sekunden lang dauert, so kann man
oben durch die Mutter 5 zurückgehalten wird. Am 45 sagen, daß sie verhältnismäßig länger ist als die
unteren Ende ist ein mit Gewinde versehener, kolben- zweite.
artiger Werkzeugträger 6 mit einer Mutter 7 ange- Bei gegebener Arbeitsgeschwindigkeit der Presse
bracht, die durch Drehen höheneinstellbar ist. kann die Dauer der ersten Stufe durch die Wahl eines
Die dargestellte Vorrichtung bearbeitet zylindrische bestimmten Weges für das Zusammendrucken des
Rohlinge x, die aus einem Metallband X, das auf der 50 Kissens bestimmt werden, während die Dauer der
Matrize 10 liegt, ausgeschnitten werden zweiten Stufe von den Eigenschaften der gewählten
Die Patrize 8 dient zum Ausstanzen der Werkstücke Presse abhängig ist. Beide sind aber von der Dicke des
und \ferfoirmen derselben. Werkstückes abhängig sowie von der Qualität und
Beim vorliegenden Beispiel handelt es sich darum, von der Menge des zu verformenden Metalls,
ein Werkstück in Form einer kreisförmigen Scheibe 55 Der untere Totpunkt der Patrize wird so eingestellt,
zu erhalten, aus deren Mitte sich ein Stift erhebt, daß hierbei die Dicke des fertigen Werkstückes ver-
dessen Länge ein Mehrfaches der Scheibendicke be- bleibt. Dies kann dadurch geschehen, daß man die
üagt Zu diesem Zweck weist die Patrize 8 eine axiale Patrize am Werkzeugträger 6 entsprechend einstellt
Bohrung 9 auf. oder die Höhenlage der Matrize ändert.
Im zylindrischen Hohlraum des Stößels zwischen 60 Die Fig. 5 zeigt die nach erfolgtem Preßvorgang
dem Werkzeugträger 6 und einem Boden ist das entspannten Federn 12, wenn sich der Stößel 1 ge-
elastischc Kissen angeordnet, das hier aus Teller- hoben hat, und die Mutter S des Schaftes 4 an der
federn 12 besteht, die den Bolzen 4 umgeben und einer- oberen Fläche des Kopfes anliegt. Darauf zieht sich
seit;, am Werkzeugträger 6, andererseits am genannten auch die Patrize zurück.
Boden anliegen. Selbstverständlich sind die Teller- 65 Die Fig. 6 veranschaulicht in einer Kurve die ge-
i'edern nur als Beispiel angegeben; denn es können bc- schilderten Vorgänge,
hebige andere federnde Glieder Anwendung finden. Die Sinuskurve 14 entspricht der Bewegung des sich
Die Art und Weise, wie man die Tellerfedern zu- senkenden und danach hebenden Stößels, wenn er z. B.
sammensetzt, erlaubtes, sehr verschiedene Elastizität^.- mit Hilfe einer Kurbelwelle in Bewegung gesetzt
Charakteristiken zu erlangen. Man kann z.B. zehn 70 wird, eine Bewegung, welche die Patrize 8 ausfuhren
Claims (1)
- 3 6wurde, wenn sie dauernd formschlüssig mit dem Stößel stclltem Druck. Durch Verschrauben der Mutter 7 bisverbunden wäre. zum Anschlag mit dem Kopf 1 konnte man aber un-Die Kurve 15 entspricht hingegen dem durch die mittelbar darauf das Metall um 1,5 mm in die Patrizen-Patrize 8 eigentlich zurückgelegten Weg. Diese bewegt Öffnung treiben.sich bis zum Punkt 16 mit dem Stößel. Dann trifft sie 5 Mit einer doppelten Anzahl Federn und 4.4 mm ela-auf das Werkstück χ (das Ausstanzen dieses letzteren stischem Zusammendrücken konnte unter denselbenwird hier nicht berücksichtigt), wird angehalten und Bedingungen das Metall 3,2 mm tief in die Patrizenbewegt sich dann praktisch nicht mehr, während die öffnung hineingetrieben werden.Spannung der Federn entsprechend der Kurve 17 zu- Mit dreimal mehr Federn, die man um 6,6 mmnimmt. io zusammendrückte, kamen 4,1 mm heraus.Die Punkte 18 und 19 entsprechen der plötzlichen Wenn man die Federn um 8,8 mm zusammenstarren Verbindung der Patrize mit dem Stößel, d. h. drückte, wurde der Fortsatz wieder nur 3,1 mm lang, in 18 als Ausgangspunkt einer sinusförmigen Be- Wurden die Federn noch um 25% mehr zusammenwegung der Patrize und in 19 als Ausgangspunkt einer gedrückt, so war das Resultat sogar nur noch 2,6 mm. verbleibenden maximalen Spannung der Federn. 15 Die Dauer der ersten Stufe, d. h. des elastischenDas weitere dieser Kurven versteht sich von selbst. Druckes, schwankte zwischen 5/100 und 17V100 Sekunden.In gleicher Weise, wie beschrieben, können auch während die Zeit, während welcher die Patrize sichanders profilierte Werkstücke erzeugt werden. starr mit dem Stößel bewegte, viel kürzer war, z. B.So zeigt z. B. die Fig. 7 die Herstellung eines Werk- 1Z100 bis 5/100 Sekunden. Es gibt also einen optimalenStückes, das auf der einen Seite mehrere Fort- 20 Wert für die Dauer und Hohe des elastischen Druckes,sätze 21, z2 aufweist und einen Fortsatz s3 auf der welcher das größtmögliche Fließen des Metalls gc-anderen Seite. Das Bodenstück hat hierfür eine ent- stattet. Dieser Wert hängt unter anderem von dersprechende Bohrung. Härte des verarbeiteten Metalls, der Größe des Wcrk-Die Fig. 8 zeigt die Herstellung eines Werkstuckes, Stückes, der Menge des auszutreibenden Metalls, dermit einer kreisförmigen Rippe s4 auf der einen Seite 25 Art der Federn usw. ab und kann unter gegebenenund einem Fortsatz 25 mitten auf der anderen Seite. Voraussetzungen ermittelt werden. Ein entsprechendesDie Patrize weist hierzu eine ringförmige Eindrehung Gesetz konnte aber noch nicht aufgestellt werden.auf. Da es durh die Lage der Mutter 7 auf dem Werk-Es ist selbstverständlich, daß man z. B. auch viel- zeugträger möglich ist, den Augenblick, in dem man eckige Werkstücke pressen kann und daß die fließ- 30 vom elastischen Druck auf den starren Druck übergepreßten Fortsätze gleichfalls eckige Profile auf- geht, nach Beliebigen festzulegen, ist es leicht möglich,, weisen können. die beiden Arbeitsstufen in günstigster Weise auf-Bei verhältnismäßig weichen Metallen tritt das einander abzustimmen.Kaltfließen ohne Schwierigkeit ein. Verarbeitet man Was die in Frage kommenden Druckkräfte an-jedoeh Stahl, so ist das Verlängern des Preßvorganges 35 belangt, konnte ermittelt werden, daß für Flußstahlwichtig, d. h. die Verzögerung der Geschwindigkeit mit einer Härte von 100 bis 115 Brinell und einerdes Werkzeuges vom Augenblick an, in dem es mit Oberfläche von 100 bis 110 mm2 der nötige elastischedem Werkstück in Berührung kommt. Höchstdruck etwa 17 t, d. h. 200 kg/mm2 war.Die erste Arbeitsstufe soil um so langer andauern, Der Prozentsatz des Metalls, das mau durch KaItje mehr die endgültige Gestalt des zu erzeugenden 40 fließpressen bei richtiger Wahl der Verhältnisse aus Werkstückes von derjenigen des Rohlings abweicht, dem Rohling heraustreiben kann, ist verhältnismäßig d. h., es verlangt in diesem Fall das Erreichen des den groß. So kann man z. B. bei Flußstahl ungefähr 28% Fließ Vorgang bestimmenden Druckzustandes mehr des Metalls in einem Zapfen hineintreiben, dessen Zeit. Dagegen muß die zweite Stufe, d.h. der Fließ- Durchmesser ungefähr 22% des Werkstückdurchvorgang selbst, unter dem erreichten Grenzdruck sehr 45 messers entspricht. Es ist sogar gelungen, bei Flußplötzlich stattfinden. st aiii bis 60% des Rohlingsvolumens zum Abfließen zuTm beschriebenen Beispiel steigt der Druck an, weil bringen,
die zwischengcschalteten Federn immer mehr zu-sammengedrückt werden. Während dieser Zeit, die atent\nsprüche.
einige hundertste! Sekunden dauert, wird der Rohling 50 1. Mechanische Presse zum Kaltfließpressen von gezwungen, den ihm zur Verfügung stehenden Raum Metallgegenständen mit einem zwischen Preßstößel vollständig auszufüllen. Unmittelbar darauf und so- und Werkzeugträger wirksamen elastischen Kissen, bald der optimale Grenzdruck erreicht ist, beginnt das nach dessen Zusammendrücken unter dem VerMetall zu fließen, und von diesem Augenblick an ist es formungswiderstand der Pressenstößel formnicht mehr notwendig, die Preßgeschwindigkeit der 55 schlüssig auf den Werkzeugträger auftrifft und Patrize zu begrenzen. seinen Preßweg fortsetzt, dadurch gekennzeichnet,Versuche an einer Kurbelpresse mit 100 Um- daß zum Herstellen des Formschlusses von Pressendrehungen je Minute und einem Hub von 60 mm mit stößel (1) und Werkzeugträger (6) ein nach dem Rohlingen aus Flußstahl von einem Durchmesser von günstigsten Preßdruck und Zeitpunkt für die Ein-11,5 mm und einer Dicke von 3 mm, mit einer Patrize, 60 leitung des Fließvorganges einstellbarer Anschlag die eine Bohrung aufwies, deren Durchmesser etwa (7) dient.22% des Rohlingsdurchmessers war. haben folgendes 2. Presse nach Anspruch 1, dadurch gekenn-ergeben: zeichnet, daß der Anschlag eine Mutter (7) ist, dieOhne Federkissen wurde das Metall des Rohlings auf dem kolbenartig im Pressenstößel (1) genicht mehr als um 0,3 mm in das Patrizenloch hinein- 65 führten und gegen das elastische Kissen (12) abgepreßt. Unter Zuhilfenahme von acht Tellerfedern, gestützten Werkzeugträger (6) gegenüber der verteilt in vier Gruppen von je zwei einander züge- Stirnfläche des Pressenstößels verschraubbar ist.
kehrten Federn, war das Resultat gleich, insofern man 3. Presse nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekurz einwirkte und die Federn nur um 2,2 mm zu- kennzeichnet, daß die Ruhespannung des elastischen sammendrückte, d. h. also mit rein elastisch eingc- 70 Kissens (12) mittels einer an der Rückseite des7 8Pressenstößels (1) anschlagenden Mutter (5) ein- »Werkstattbücher«, Heft 58, Kaessberg, Hugo: stellbar ist, die auf einem kolbenstangenartigen »Gesenkschmieden von Stahl«, II. Teil, 2. Auflage,Fortsatz des Werkzeugträgers sitzt. Springer-Verlag, Berlin/Göttingen/Heidclberg, 1951,S. 39;In Betracht gezogene Druckschriften: 5 »Werkstattstechnik und Maschinenbau«, 40. Jahr-Deutsche Patentschrift Nr. 847 834; gang, Heft 9, September 1950, S. 333;
britische Patentschrift Nr. 662 705; »Draht«, 2. Jahrgang, September 1951, Nr. 9, USA.-Patentschrift Nr. 2 112 284; S. 240.Hierzu 1 Blatt Zeichnungeni 909 579/176 7 59
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEC9898A DE1062201B (de) | 1954-09-01 | 1954-09-01 | Mechanische Presse zum Kaltfliesspressen von Metallgegenstaenden |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEC9898A DE1062201B (de) | 1954-09-01 | 1954-09-01 | Mechanische Presse zum Kaltfliesspressen von Metallgegenstaenden |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1062201B true DE1062201B (de) | 1959-07-30 |
Family
ID=7014641
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DEC9898A Pending DE1062201B (de) | 1954-09-01 | 1954-09-01 | Mechanische Presse zum Kaltfliesspressen von Metallgegenstaenden |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1062201B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2522379A1 (de) * | 1975-05-21 | 1976-12-02 | Kabel Metallwerke Ghh | Verfahren zum fliesspressen von metallischen werkstuecken |
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| GB662705A (en) * | 1948-07-06 | 1951-12-12 | Fritz Wilhelm Siebel | Improved process and means for the production of gear wheels from steel |
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-
1954
- 1954-09-01 DE DEC9898A patent/DE1062201B/de active Pending
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