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DE1062164B - Zementierverfahren und Zementiermittel fuer Bohrloecher - Google Patents

Zementierverfahren und Zementiermittel fuer Bohrloecher

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Publication number
DE1062164B
DE1062164B DEN11408A DEN0011408A DE1062164B DE 1062164 B DE1062164 B DE 1062164B DE N11408 A DEN11408 A DE N11408A DE N0011408 A DEN0011408 A DE N0011408A DE 1062164 B DE1062164 B DE 1062164B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
blast furnace
furnace slag
cementing
compressive strength
finely
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEN11408A
Other languages
English (en)
Inventor
Gerrit Jan Harmsen
Johan Gustaaf Stuve
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Bataafsche Petroleum Maatschappij NV
Original Assignee
Bataafsche Petroleum Maatschappij NV
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Bataafsche Petroleum Maatschappij NV filed Critical Bataafsche Petroleum Maatschappij NV
Publication of DE1062164B publication Critical patent/DE1062164B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B28/00Compositions of mortars, concrete or artificial stone, containing inorganic binders or the reaction product of an inorganic and an organic binder, e.g. polycarboxylate cements
    • C04B28/02Compositions of mortars, concrete or artificial stone, containing inorganic binders or the reaction product of an inorganic and an organic binder, e.g. polycarboxylate cements containing hydraulic cements other than calcium sulfates
    • C04B28/08Slag cements
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B22/00Use of inorganic materials as active ingredients for mortars, concrete or artificial stone, e.g. accelerators or shrinkage compensating agents
    • C04B22/002Water
    • C04B22/004Water containing dissolved additives or active agents, i.e. aqueous solutions used as gauging water
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B7/00Hydraulic cements
    • C04B7/14Cements containing slag
    • C04B7/147Metallurgical slag
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09KMATERIALS FOR MISCELLANEOUS APPLICATIONS, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE
    • C09K8/00Compositions for drilling of boreholes or wells; Compositions for treating boreholes or wells, e.g. for completion or for remedial operations
    • C09K8/42Compositions for cementing, e.g. for cementing casings into boreholes; Compositions for plugging, e.g. for killing wells
    • C09K8/46Compositions for cementing, e.g. for cementing casings into boreholes; Compositions for plugging, e.g. for killing wells containing inorganic binders, e.g. Portland cement
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
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Description

  • Zementierverfahren und Zementiermittel für Bohrlöcher Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Zementieren von Bohrlöchern in großen Tiefen unter Verwendung eines hydraulischen Bindemittels.
  • Zum Zementieren von Bohrlöchern in großer Tiefe soll eine Aufschlämmung eines hydraulischen Bindemittels verwendet werden, die eine lange Abbindezeit aufweist, da die Aufschlämmung längere Zeit benötigt, um an ihrem Bestimmungsort in großer Tiefe anzukommen, und darüber hinaus ist bei diesen Tiefen das Auftreten höherer Temperaturen (2500 m etwa 90° C; 4000 bis 5000 m etwa 150° C) in Rechnung zu setzen, die den Schlamm schneller abbinden lassen. Bei einer Temperatur von z. B. 150° C beginnt das Abbinden zwei- bis viermal schneller als bei einer Temperatur von 90° C. Da die Aufschlämmung des Bindemittels nicht fest werden darf, bevor sie ihre richtige Stelle erreicht hat, muß eine entsprechende Vorsorge getroffen werden.
  • Es ist bekannt, Aufschlämmungen von hydraulischen Bindemitteln mit verzögerter Wirkung herzustellen, indem man dem verwendeten Bindemittel Stoffe der verschiedensten Art zusetzt. Solche Zusätze haben gewöhnlich einen oder mehrere der folgenden -Nachteile. Zum Beispiel ist ihr Verzögerungseffekt ungenügend oder auch zu stark. Er ist nicht leicht einstellbar oder hängt weitgehend von der zugegebenen Menge ab oder ist auf bestimmte Bindemittelarten beschränkt; die zugegebenen Stoffe verursachen ein Schäumen des Schlammes, oder sie sind nicht genügend stabil, oder man hat gefunden, daß die Masse nach dem Erhärten keine oder eine zu geringe Festigkeit aufweist.
  • Es wurden auch schon Stoffe verwendet, die frei von diesen -Nachteilen sind, z. B. bestimmte Kunstharze, oxydierte Paraffine und Schellack. Obgleich diese Zusatzstoffe ausgezeichnete Ergebnisse zeigen, ist es schwierig, mit diesen Zusatzstoffen die normale Technik der Zementierung von Bohrlöchern anzuwenden. In der Praxis werden hydraulische Bindemittel und Zusatzstoffe über einen Trichter einem Strom des Mischwassers zugesetzt, und der so erhaltene Schlamm wird unmittelbar in die Bohrlöcher gepumpt. Hierbei jedoch wird oft keine ausreichend homogene Vermischung von Zusatzstoff und der Aufschlämmung des hydraulischen Bindemittels erreicht. Dies ist auch der Fall, wenn zunächst der Zusatzstoff und dann das Bindemittel der Mischflüssigkeit nacheinander zugefügt werden.
  • Weiter wurde bereits vorgeschlagen, das Abbinden der Bindemittelaufschlämmung durch Verwendung einer Mischflüssigkeit von besonderer Zusammensetzung zu verzögern.
  • Langsam abbindende hydraulische Stoffe, sogenannte Tiefbohrzemente, sind käuflich erhältlich. Oft befriedigen diese jedoch nicht oder genügen nur den Mindesterfordernissen für hydraulische Bindemittel für Zementierungen bei 5000 m oder tiefer, wobei außerdem die Druckfestigkeit der erhärteten Masse durch die hohen, an Ort und Stelle vorhandenen Temperaturen ungünstig beeinflußt werden.
  • Gemäß der Erfindung werden für die Zementierung in großer Tiefe feinverteilte, schnell gekühlte basische Hochofenschlacken als hydraulische Bindemittel verwendet, die frei oder nahezu frei von Aktivatoren sind, so daß sie bei atmosphärischen Bedingungen nicht abbinden. Gegebenenfalls können feinverteilte Stoffe, die selbst noch keine Bindemitteleigenschaften aufweisen, z. B. gemahlener Schiefer oder Bentonit, vorhanden sein. Wenn jedoch feingemahlener Quarz (Quarzpulver) zugesetzt wird, wird ein Tiefbohrzement erhalten, der bei Verwendung zum Zementieren in sehr großen Tiefen nicht nur eine lange Abbindezeit aufweist, sondern auch dank der hohen Temperatur an der Verbrauchsstelle einen erhärteten Zement mit einer relativ hohen Druckfestigkeit ergibt. Ein ähnlicher Vorteil, obgleich weniger ausgesprochen, wird erhalten, wenn man feingemahlene Puzzolane, wie Flugstaub, Traß, Tuff, Lava, zusetzt.
  • Als weitere Erläuterung mag angegeben werden, daß bisher feingemahlene Hochofenschlacken immer zusammen mit Aktivatoren verwendet wurden, um beim Abbinden eine hinreichend erhärtete Masse zu erhalten, da feingemahlene Hochofenschlacken, allein mit Wasser gemischt, nicht abbinden. Im allgemeinen bringen die Aktivatoren auf die eine oder andere Weise eine ziemlich hohe Konzentration an 0 H-Ionen mit sich. Aus der Literatur sind als Aktivatoren unter anderem bekannt. Calciumhydroxv d, Portlandzement sowie ferner @Tatriumhvdroxvd und 1Tatriumbicarbonat. Gips wirkt ebenfalls in dieser Richtung.
  • Das Verfahren nach der Erfindung ist nun einerseits gegründet auf der neuen Erkenntnis, daß feinverteilte, schnell gekühlte basische Hochofenschlacken mit Wasser ohne Aktivatoren abbinden können, vorausgesetzt, daß sie auf eine Temperatur von angenähert 901 C, vorzugsweise auf eine Temperatur über 100' C erhitzt werden, und andererseits auf dem damit zusammenhängenden Gedanken, daß die Erde selbst die für das Abbinden erforderlichen hohen Temperaturen liefern kann und daß die relativ langen auftretenden Abbindezeiten gerade für das Zementieren von Bohrlöchern bei einer Tiefe geeignet sind. bei der die erforderlichen hohen Temperaturen auftreten. Die meisten Hochofenschlackenarten binden bei Temperaturen oberhalb etwa 100' C ab. Zahlreiche Arten binden jedoch bereits bei annähernd 90' C oder etwas tiefer ab.
  • In außergewöhnlichen Fällen kann die Aufschlämmung des hydraulischen Bindemittels vorgewärmt werden, bevor sie eingepumpt wird.
  • Im Hinblick auf das Obige soll die Tiefe, bei der die Zementierung durchgeführt wird, so groß sein, daß die erforderliche Temperatur von etwa 90' C an Ort und Stelle auftritt. In der Praxis ist dies gewöhnlich eine Tiefe größer als etwa 2500m.
  • Obgleich das hydraulische Bindemittel nach der Erfindung bereits bei einer Tiefe von 2500 bis 3000 m verwendet werden kann. liegt die große Bedeutung dieses Bindemittels in der Möglichkeit seiner Verwendung bei sehr großen Tiefen von 4000 bis 5000 m, für welche Tiefen bisher keine vollbefriedigenden Tiefbohrzemente technisch verfügbar waren.
  • Die feinverteilten Hochofenschlacken sollen entweder frei von den obenerwähnten Aktivatoren sein, oder sollen diese nur in Mengen enthalten, die die Abbindezeit nicht über das zulässige Mindestmaß herabsetzen. Eine Mindestabbindezeit von 100Minuten bei einer Temperatur von 150' C mag als Leitpunkt dienen.
  • Die Abbindezeit kann durch die Wahl der Mahlfeinheit der Schlacken und durch Variierung des Verhältnisses von Mischflüssigkeit zu Hochofenschlacke variiert werden, wobei die Temperatur als gegebene Größe angesehen wird.
  • Die Zugabe von Stoffen, wie gemahlener Schiefer, Traß oder Quarzpulver oder von Gemischen dieser Stoffe, verzögern gewöhnlich das Abbinden. Durch Zugabe von sauer reagierenden Salzen, wie Ammoniumsalze starker Säuren, z. B. Ammoniumchlorid, kann gegebenenfalls eine noch weitere Verlängerung der Abbindezeit erzielt werden.
  • In der Regel wird eine höhere Druckfestigkeit des erhärteten Zementes und eine kürzere Abbindezeit der Aufschlämmung erhalten durch feineres Mahlen der Schlacken. Die Hochofenschlacken sollen natürlich immer zu einer für Zementarten üblichen Feinheit gemahlen werden. Durch sehr feines Mahlen jedoch kann eine große Druckfestigkeit des erhärteten Zementes erhalten werden, ohne daß die Abbindezeit notwendigerweise unzulässig kurz werden muß.
  • Es ist oft ratsam, die Hochofenschlacken so fein zu mahlen, daß mindestens 40°/o, vorzugsweise 5014 oder mehr, feiner als 20 R, sind.
  • Ein höheres Gewichtsverhältnis von Wasser zu Schlacke in der Aufschlämmung erzielt gewöhnlich eine kleinere Druckfestigkeit und eine längere Abbindezeit. Ein günstiges Gewichtsverhältnis liegt bei 0,4.
  • Beim Zementieren von Bohrlöchern in großer Tiefe werden besonders gute Ergebnisse erhalten durch Verwendung von Quarzpulver und/oder feinverteilten Puzzolanen zusammen mit feinverteilten Hochofenschlacken. Es wurde gefunden, daß eine Aufschlämmung, die neben feingemahlenen Hochofenschlacken auch Quarzpulver und/oder feingemahlenen Hochofenschlacken auch Quarzpulver und/oder feingemahlene Puzzolane enthält, schließlich einen erhärteten Zement gibt mit einer erhöhten Druckfestigkeit nach einem Abbinden bei einer Temperatur oberhalb etwa 120 bis 130' C. Wenn die Temperatur beim Abbinden niedriger ist, z. B. 90" C, tritt dieser Effekt nicht auf. Für das Zementieren in großer Tiefe soll der erhärtete Zement eine Druckfestigkeit von etwa 50 kg/cm2 aufweisen, gemessen nach 10 Tagen.
  • Quarzpulver und/oder feinverteilte Puzzoläne werden vorzugsweise in Mengen von 20 bis 70% angewendet, berechnet auf die Hochofenschlackenmenge. Bei der Herstellung des Gemisches können die Hochofenschlacken einerseits und der Quarzsand und/oder Puzzolane andererseits besonders fein gemahlen und dann gemischt werden, oder sie können erst gemischt und dann fein gemahlen werden. Das Quarzpulver soll hinreichend fein gemahlen werden. Vorzugsweise soll eine Quarzmenge von 3 bis 12 Gewichtsprozent des Gesamtgemisches in einer Korngröße von unter 20 [. vorliegen.
  • Die Erfindung wird durch die folgenden Beispiele weiter erläutert. Beispiel I Verschiedene Arten von feingemahlenen granulierten schnell gekühlten basischen Hochofenschlacken wurden mit Wasser vermischt. Es wurden gemessen: Die Abbindezeit in Minuten bis zum beginnenden Festwerden (bei einer Temperatur von 150° C) und ebenfalls die Druckfestigkeit in kg/cm2 nach 3 Tagen, ebenfalls bei einer Temperatur von 150' C. Die Messungen wurden unter Verwendung von Schlacken durchgeführt, die auf verschiedene Feinheit gemahlen waren, ebenfalls wurde das Gewichtsverhältnis von Wasser zu Schlacke verändert. Die Ergebnisse sind in der Tabelle I wiedergegeben.
    Tabelle I
    Hochofenschlacke Mahlfeinheit Gewichtsverhältnis Abbindezeit in Minuten Druckfestigkeit in kg/cm$
    Bruchteil in °/o,
    Nr. kleiner als 20u Wasser zu Schlacke bei 150°C nach 3 Tagen bei 150° C
    38,0 0,32 75 95
    I .............. 38,0 0,40 125 50
    38,0 0,50 155 45
    36,0 0,32 160 60
    il ............. 36,0 0,40 200 25
    I 45
    36,0 0,50
    Tabelle I (Fortsetzung)
    Hochofenschlacke Mahlfeinheit Gewichtsverhältnis Abbindezeit in Minuten Druckfestigkeit in kg/em2
    Bruchteil in /o,
    Nr. kleiner als 20 ,u Wasser zu Schlacke bei 150° C nach 3 Tagen bei 150° C
    III ......... l a 38,0 0,40 150 190
    b 58,5 0,40 100 220
    IV ............ a 43,4 0,40 190 25
    b über 56,0 0,40 110 80
    V , . , . . . " . . . . . . a 26,0 0,40 > 450 45
    1> 31,8 0,40 > 450 50
    Diese Ergebnisse zeigen, daß feingemahlene, schnell gekühlte basische Hochofenschlacke einen ausgezeichneten Tiefbohrzement selbst für Temperaturen von 150° C darstellt, da Abbindezeiten von 100 Minuten -oder länger leicht erreicht werden können und die erforderliche Druckfestigkeit (etwa 50 kg/cm2 nach 10 Tagen) im allgemeinen sogar nach 3 Tagen erreicht wird. Beispiel II Die Einwirkung von Quarzpulver bei verschiedenen Temperaturen (90 bis 150° C) auf die Abbindezeit und die Druckfestigkeit wird durch die Versuche gezeigt, die in der Tabelle II wiedergegeben sind. Das Gewichtsverhältnis von Wasser zu feingemahlener Hochofenschlacke oder einem Gemisch aus feingemahlener Hochofenschlacke und Quarzpulver betrug 0,4.
    Tabelle II
    Hochofenschlacke Gewichtsteile Gewichtsteile Abbindezeit in Minuten Druckfestigkeit in kg/cm2 nach
    Nr. der Schlacke 1 Tag 3 Tagen 1 Tag 3 Tagen
    Quarzpulver bei 90° C I bei 150° C bei 90° C I bei 90° C I bei 150°C I bei 150° C
    i
    i 100 0 > 480 150 0 170 120 95
    80 20 > 480 405 0 95 55 135
    VI .......... 70 30 > 480 330 0 75 80 240
    60 40 > 480 260 0 0 95 315
    100 0 > 480 140 0 65 35 45
    V II ......... 80 20 > 480 360 0 55 55 75
    70 30 > 480 310 0 25 15 125
    60 40 > 480 300 0 25 15 120
    Diese Ergebnisse zeigen, daß die Zugabe von Quarzpulver auf der einen Seite die Abbindezeit verlängert und andererseits ein beträchtliches Ansteigen der Druckfestigkeit erreichen läßt, wenn das Abbinden bei sehr hohen Temperaturen (150o C) stattfindet. Dieser Anstieg der Druckfestigkeit tritt bei 90° C nicht ein. Beispiel III Für Vergleichszwecke wurden die Hochofenschlacken, wie im Beispiel I verwendet, mit Quarzpulver gemischt. Gewöhnlich wurden eine verlängerte Abbindezeit und eine erhöhte Druckfestigkeit beobachtet, wie direkt aus dem Vergleich der Tabelle I mit der Tabelle III ersichtlich ist.
    Tabelle III
    Zusammensetzung des Gemisches Gewichtsverhältnis Abbindezeit in ° Minuten Druckfestigkeit in kg/m2
    Wasser zu Gemisch bei 150' C nach 3 Tagen bei 1500 C
    I -i-- Quarzpulver 0,32 135 290
    (Gewichtsverhältnis 70: 30) 0,40 240 190
    0,50 375 170
    II -I- Quarzpulver 0,32 175 280
    (Gewichtsverhältnis 70: 30) 0,40 300 185
    0,50 440 135
    III a -I- Quarzpulver 0,40 300 15
    III b + Quarzpulver 0,40 400 220
    (Gewichtsverhältnis 70 : 30)
    IV b -I- Quarzpulver 0,40 225 240
    (Gewichtsverhältnis 80: 20)
    V a -I- Quarzpulver 0,40 450 185
    V b -h Quarzpulver 0,40 440 220
    (Gewichtsverhältnis 70: 30)
    Beispiel IV Die Abbindezeit und die Druckfestigkeit werden auch durch die Feinheit des Quarzpulvers beeinflußt. Dies wird durch die Ergebnisse, die in der Tabelle IV wiedergegeben sind, gezeigt. Auch zu geringe Feinheit gibt etwas weniger gute Ergebnisse. Eine sehr große Feinheit führt zu einem Abfall, aber nur einem geringen. Das Verhältnis von Wasser zu Gemisch betrug 0,4.
  • Das Ausgangspulver entspricht dem Quarzpulver, das im Beispiel II und III verwendet wurde.
    Tabelle IV
    Mischverhältnis Gewichtsteile Abbindezeit Druckfestigkeit
    Hochofenschlacke Quarzart von Schlacke Quarzpulver unter in Minuten in kg/cm2 nach
    Nr. < 20 ,u, berechnet
    zu Quarzpulver auf Gemisch bei 150°C 3 Tagen bei 150° C
    Original 70: 30 7,5 240 190
    Fraktion ? 44 #t 70: 30 0 175 60
    Fraktion < 74 I. 70 : 30 10,11 205 210
    I .............. Fraktion <,44 #t 95 : 5 2,90 175 100
    Fraktion < 44 #t 90: 10 5,80 245 195
    Fraktion < 44 i, 80: 20 11,60 255 200
    Fraktion < 44 [, 70: 30 17,40 230 190
    Original 70: 30 7,5 300 185
    Fraktion > 44 [. 70: 30 0 305 60
    Fraktion < 74 #t 70 : 30 10,11 340 205
    II ............. Fraktion < 44 #t 95 : 5 2,90 270 50
    Fraktion < 44 #t 90 :10 5,80 265 160
    Fraktion < 44 [. 80:20 11,60 240 200
    Fraktion < 44 1. 70: 30 17,40 340 200
    Beispiel V Die Wirkung des Mischwassers wurde für die Hochofenschlackenart I und II zusammen mit dem Ausgangsduarzpulver im Verhältnis von 70: 30 ebenfalls untersucht. Das Gewichtsverhältnis von Mischwasser zu Gemisch betrug 0,4.
  • Die Druckfestigkeit in kg/cm2 nach 3 Tagen bei 150' C war, wie gefunden wurde, nur wenig geändert, ob destilliertes Wasser, Dünenwasser oder Seewasser verwendet wurde. Bei Verwendung von Seewasser war die Abbindezeit in Minuten bei 1500 C etwas herabgesetzt, obgleich nicht in einem unzulässigen Ausmaß (s. Tabelle V).
    Tabelle V
    Hoch-
    ofen-
    hlacke Mischwasser Abbindezeit Druck-
    schlacke Nr.
    destilliertes Wass#--r 240 190
    I ...... Dünenwasser 240 250
    Seewasser 130 250
    destilliertes Wasser 300 185
    II ..... Dünenwasser 320 215
    Seewasser 155 245
    Beispiel VI Durch Zugabe von Traß (feingemahlener Tuff) zu zwei speziellen feingemahlenen Hochofenschlacken (VIII und IX) konnte ein Gemisch erhalten werden, das alle Erfordernisse eines Tiefbohrzementes zum Zementieren bei großen Tiefen (bei Temperaturen von 150' C) gut erfüllte. Die feingemahlenen Hoch-Ofenschlacken sind schon allein, wie gefunden wurde, für die Verwendung in recht großen Tiefen (bei Temperaturen von 90' C) brauchbar, aber nur wenig geeignet für die Verwendung in sehr großen Tiefen. Die Ergebnisse für sehr große Tiefen sind in Tabelle VI wiedergegeben. Der Wert für das Gewichtsverhältnis von Wasser zu Gemisch betrug 0,4.
    Tabelle VI
    Hoch- Abbindezeit Druckfestigkeit
    Ofen- Verhältnis in kg/cm2
    schlacke Schlacke zu Traß in Minuten nach 3 Tagen
    Nr. bei 150° C bei 150°
    100 : 0 50 30
    VIII... 90:10 450 140
    80:20 450 220
    70:30 450 175
    100: 0 50 150
    IX . . , , . , 90: 10 450 120
    80: 20 450 115
    70:30 450 75
    Beispiel VII Die Einwirkung der Gegenwart von sauer reagierenden Salzen im Mischwasser auf die Abbindezeit und die Druckfestigkeit der Bindemittel ist in den Tabellen VII und VIII gezeigt. Das Gewichtsverhältnis von Wasser zu feingemahlener Hochofenschlacke (Type X und XI) betrug 0,4. Feingemahlener Sand wurde nicht verwendet.
  • Tabelle VII gibt die Abbindezeiten in Minuten bei 150' C an.
    Tabelle VII
    J Gewichtsprozent Hochofenschladte X mit Hodiofensdiladze XI mit
    Salz in Mischwasser
    Ale (S O4)3 I Zn S 04 I N H4 Cl 1(NH4)2S04
    A12 (S G4)3 1 Zn S 04 I N H4 Cl I (N H4)2 S 04
    0 105 105 105 105 132 132 132 132
    0,125 120
    0,25 150
    0,375 202
    0,5 303 98 133 100 144 100 177 157
    0,7 222
    1,0 323 261 186 163 130 187 205
    1,25 382 243
    1,5 205 190 190 253
    Tabelle VIII gibt die Druckfestigkeit in kg/cm2 nach 3tägigem Erhärten bei 150' C an.
    Tabelle VIII
    Gewichtsprozent Salz Hochofenschlacke X mit Hodiofensdilacke XI mit
    im Mischwasser
    A12(SO4)3 I Zn S 04 I N H4 Cl
    Ale (S O4)3 I Zn S 04 I N H4 Cl 1(NH4)2S04
    0 210 210 210 181 181 181 181
    0,5 195
    1,0 202 171 181
    1,5 138 50 150
    Die Zusammensetzung der verwendeten schnell gekühlten Schlacken I bis XI sind in der Tabelle IX
    zusammengestellt.
    Tabelle IX
    Analysen der schnell gekühlten Hochofenschlacken in 0/0
    Ca 0 I Si 02 I A12 03 I Fe I Mn I mg o I S I P2 05
    I ............. 41,5 33,8 12,7 0,26 2,3 3,15 1,2 0,18
    II ............. 42,3 33,9 12,4 0,22 2,2 2,18 1,25 0,16
    III ........... 46,6 30,7 15,7 1,7 0,84 4,5 0,9 0,3
    IV ............ 40,6 33,9 12,7 0,5 1,51 7,0 1,0 0,16
    V ............. 43,9 29,8 15,2 0,9 3,42 5,3 1,2 0,26
    VI ........... 43,9 29,8 15,2 0,9 3,42 5,3 1,2 0,26
    VII............ 42,1 31,2 16,0 1,2 1,38 4,4 1,0 0,19
    VIII........... 45,0 31,6 12,4 0,9 0,64 3,5 1,6 . 0,1
    IX ............. 49,5 29,9 9,0 1,8 0,39 2,18 1,5 0,1
    X ............. 43,7 30,4 16,3 0,7 0,6 4,7 1,2 0,59
    XI ............ 43,9 30,4 14,9 0,4 0,9 6,0 1,6 0,35

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zum Zementieren von Bohrlöchern in großer Tiefe mit Hilfe von hydraulischen Bindemitteln und einer wäßrigen Flüssigkeit, dadurch gekennzeichnet, daß feingemahlene, schnell gekühlte basische Hochofenschlacken als hydraulische Bindemittel verwendet werden, die frei oder praktisch frei von Aktivatoren sind, so daß ein Abbinden unter atmosphärischen Bedingungen vermieden wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Hochofenschlacken so fein gemahlen verwendet werden, daß mindestens 40%, vorzugsweise 50% oder mehr, kleiner als 20#t sind.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Hochofenschlacken zusammen mit z. B. 20 bis 70% feingemahlenen Stoffen ohne Abbindeeigenschaften, z. B. mit Ouarzpulver oder Puzzolane, bezogen auf Hochofenschlacke, verwendet werden.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das hydraulische Bindemittel mit Wasser, das ein sauer reagierendes Salz enthält, z. B. ein Ammoniumsalz einer starken Säure, wie Ammoniumchlorid, gemischt verwendet wird.
DEN11408A 1954-11-12 1955-11-04 Zementierverfahren und Zementiermittel fuer Bohrloecher Pending DE1062164B (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE4221014C1 (de) * 1992-06-26 1993-09-30 Aloys Dr Wuestefeld Verfahren zur Herstellung einer Zementmischung für einen Mörtel zur Erzeugung von Stahlbeton sowie nach dem Verfahren hergestellte Zementmischung und deren Verwendung
EP0611081A3 (de) * 1993-02-01 1994-10-19 Halliburton Co Zementzusammensetzungen feiner Teilchengrösse.

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DE4221014C1 (de) * 1992-06-26 1993-09-30 Aloys Dr Wuestefeld Verfahren zur Herstellung einer Zementmischung für einen Mörtel zur Erzeugung von Stahlbeton sowie nach dem Verfahren hergestellte Zementmischung und deren Verwendung
EP0611081A3 (de) * 1993-02-01 1994-10-19 Halliburton Co Zementzusammensetzungen feiner Teilchengrösse.

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