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Lüftungsvorrichtung Bekannt sind Lüftungsvorrichtungen in Maueröffnungen,
bei denen auf einer geschlitzten metallenen Rahmenplatte ein Drehschieber aus Metall
durch einen Hebel nebst Kette bewegbar angeordnet ist, Zoobei die Begrenzungsanschläge
aus Metallrasten bestehen, in die die Kette eingelegt wird. Bei ähnlichen Drehschiebern
aus Metall, die durch einen Metallknopf bewegbar sind, gleitet der Knopf in einem
Längsloch der Rahmenplatte und dient gleichzeitig als Anschlag. Solche Vorrichtungen
aus Metall sind teuer und nicht genügend korrosionsfest.
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Bekannt sind auch Lüftungsvorrichtungen, bei denen ein topfähnlicher
am Boden mit einem Luftloch versehener dicker Glaszylinder in einem in die Mauer
eingesetzten topfförmigen Zylinder mit Lüf-
tungsöffnungen an der Peripherie
des Bodens axial verschiebbar ist, wobei der Glaszylinder mit seinem Rand die Lüftungsöffnungen
des Bodens des äußeren Zylinders abdecken oder öffnen kann. Der innere Glaszylinder
ist schwer zu bedienen, und die ganze Vorrichtung ist ziemlich teuer.
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Bekannt ist ferner ein in das Mauerwerk eingesetzter viereckiger nicht
metallischer Rahmen mit einer in seiner Öffnung um die Unterkante kippbaren Verschlußplatte,
die eine Mittelrippe mit Gegengewicht und einem oberen Anschlaghaken trägt, der
die Öffnungsstellung der Verschlußplatte begrenzt. Dieser Anschlaghaken ist bruchgefährdet,
und Zwischenstellungen der Verschlußplatte sind nur mit Hilfe einer einstellbaren
Kette möglich.
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Die Erfindung bezieht sich auf eine Lüftungsvorrichtung, bestehend
aus einem in eine Mauer einsetzbaren, nichtmetallischen Formstück mit Lüftungsschlitzen
und einem darin drehbar angeordneten, mit Drehknopf betätigten nichtmetallischen
Flachschieber 'mit Lüftungsschlitzen, die sich mit denen des Formstückes in Offenstellung
decken, und das Wesentliche besteht darin, daß das Formstück als hohler Formstein
mit quadratischem Querschnitt innen und außen und mit Lüftungsschlitzen an der Stirnwand
ausgebildet ist, daß der als Verschlußstück dienende, mit Lüftungsschlitzen versehene
Flachschieber aus Kunststein oder Kunststoff besteht und daß die Schieberplatte
die Form eines unregelmäßigen Achteckes und demnach acht Seiten besitzt, von denen
je zwei in Schließ- oder Offenstellung abwechselnd an den Innenseiten des quadratischen
hohlen Formsteines anliegen, so daß stets vier Schieberseiten gleichzeitig als Anschlag
dienen. Dies hat den Vorteil, daß spröder, aber billiger und vollkommen korrosionsfester
Kunststein oder Kunststoff für das Verschlußstück gewählt werden kann, und daß dabei
doch nicht die Gefahr besteht, daß irgendwelche Anschlagteile beim Gebrauch leicht
abbrechen, weil die Anschlagflächen ziemlich groß sind und die Kraftwirkung beim
Anschlag in Richtung der Ebene der Verschlußplatte erfolgt, in welcher diese am
widerstandsfähigsten ist. Die Drehplatte befindet sich dabei in jeder Drehlage in
indifferentem Gleichgewicht, so daß sie auch in jeder Zwischenlage zwischen den
Endlagen stehen bleibt, falls sie nicht durch ein Gewicht oder Feder auf Drehen
belastet ist. Zwischen den acht Anschlagkanten können natürlich weitere Kanten vorgesehen
sein, die als Anschlagkanten nicht benutzt werden.
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Mit Vorteil besteht der auf der Drehachse der Schließplatte befestigte
Drehknopf aus Kunststein oder Kunstharz, so daß auch dieser gegen Korrosion geschützt
ist.
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Die Zeichnung zeigt Ausführungsbeispiele der Erfindung. Es zeigen
Fig.1 und 2 Vorder- und Hinteransicht eines Formsteins mit Lüftungsplatte, Fig.
3 einen Querschnitt dazu, Fig. 4 eine Ansicht der Lüftungsplatte, Fig. 5 und 6 Vorderansicht
und Rückansicht eines anderen Formsteins mit Lüftungsplatte und Fig. 7 einen Querschnitt
dazu.
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Nach Fig. 1 bis 4 ist ein quadratischer topfförmiger Formstein 2 aus
Beton oder Kunststein an zwei Seiten mit äußeren Nasen 3 zum Festlegen in Mauerfugen
oder Aussparungen und im Boden 5 mit radial angeordneten Schlitzen 4 versehen, die
zur Lüftung dienen.
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Im Boden 5 ist eine Buchse 6 mit Innengewinde gelagert, die eine Welle
7 eingeschraubt trägt, die an ihrem äußeren Ende einen Knopf 8 aus Messing oder
Kunststoff als Verdrehungsantrieb aufgeschraubt trägt und an ihrem inneren Ende
eine Buchse 9 aus Messing nebst einer Gegenmutter 10 aufgeschraubt trägt. Auf der
Buchse 9 ist eine Lüftungsplatte 11 aus Beton, Kunststein oder Kunststoff befestigt,
die
Radialschlitze 12 aufweist, die mit den Schlitzen 4 des Bodens
5 zusammenarbeiten. Die Platte 11 ist auf ihren Außenkanten durch geradlinige Flächen
13, 14 etwa in Form eines Achtecks begrenzt, die so gerichtet sind, daß gemäß Fig.2
in Schließlage der Lüftungsplatte die Flächen 13 (in ausgezogenen Linien gezeichnet)
und in Öffnungslage der Schlitze die Flächen 14 (gestrichelt gezeichnet) auf eine
große Länge an den Innenseiten 15 bzw. 16 des topfförmigen Formsteines 2 anliegen.
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Die Außenseiten der Gewindebuchse 9 sind zweckmäßig längsgeriffelt.
Um die Gewindebuchse 6 kann noch eine Lagerbuchse aus Messing od. dgl. gelegt sein,
die in den Boden 5 des Formsteins 2 einzementiert ist. Zwischen der Lüftungsplatte
11 und dem Boden 5 des Formsteins ist zweckmäßig noch eine Abstandsscheibe aus Messing
od. dgl. auf der Drehachse 7 angeordnet. In dem Antriebsknopf 8 kann, besonders
wenn er aus Beton oder Kunststein hergestellt ist, noch eine Gewindebuchse 17 festgelegt
sein.
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Nach Fig. 5 bis 7 sind ein Formstein 2' und eine Lüftungsplatte 11'
nebst Drehachse 7, Buchse 9, Gegenmutter 10 im wesentlichen ebenso ausgebildet wie
nach Fig. 1 bis 4, jedoch sind die Schlitze 4' und 12' trapezförmig verbreitert.
Die Achse 7 trägt hier einen Hebel 18 aufgeschraubt, der durch eine Gegenmutter
19 gesichert ist. Am Hebel 18 ist eine Kette 20 mit einem Ring 21 befestigt, der
an einem Haken festlegbar ist.
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Auf der Innenseite trägt die Lüftungsplatte 11' ein Gegengewicht 22
aus Blei od. dgl., das dem Zug der Kette 20 entgegenwirkt, z. B. um die Schlitze
4' zu öffnen. Zum Schließen wird die Kette 20 angezogen und der Ring 21 an einem
Haken festgelegt. Das Gegengewicht 22 und der Hebel 18 können auch für umgekehrte
Wirkung angeordnet sein.
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Auch hier bestehen der Formstein 2' und die Platte 11' aus Beton,
Kunststein oder Kunststoff, und die Kanten 13', 14' der Platte 11' sind wiederum
so geschnitten, daß sie auf möglichst großer Fläche auf den Innenseiten 15', 16'
des Formsteins 5' in Schließlage (ausgezogen gezeichnet) bzw. Öffnungslage (gestrichelt
gezeichnet) anliegen und als Begrenzungsanschläge dienen.
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Die Lüftungsvorrichtung ist billig herstellbar und ist dabei sehr
dauerhaft und korrosionssicher.
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Die Gewindeachsen 7 können an den Angriffsstellen des Knopfes 8, des
Hebels 18 und der Lüftungsplatten 11 bzw. 11' auch kantig ausgebildet sein, um eine
bessere Übertragung des Drehmoments zu gewährleisten.