DE1061397B - Winkelreflektor fuer Funkwellen und Verfahren zu dessen Herstellung - Google Patents
Winkelreflektor fuer Funkwellen und Verfahren zu dessen HerstellungInfo
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Description
DEUTSCHES
Die Erfindung bezieht sich auf Winkelreflektoren, die dazu dienen, einfallende Funkwellen, z. B. von
einem Radarsender, zurück in die Richtung zu reflektieren, aus der sie kommen.
Es ist bekannt, daß, wenn Funkwellen in den Innenwinkel gelenkt werden, der durch drei gegenseitig
orthogonale reflektierende Ebenen gebildet wird, die sich in einem Punkt schneiden und deren Abmessungen
im Vergleich zur Wellenlänge groß sind, dann die einfallenden Wellen in die Richtung zurückgeworfen
werden, aus welcher sie kamen. Diese Eigenschaft macht man sich zunutze bei Winkelreflektoren, die
zum Reflektieren von Signalen von einem Radarsender dienen, um eine Antwort am Radarempfänger zu erhalten.
Zum Reflektieren von aus einer beliebigen Einfallsrichtung einfallenden Signalen wird ein achtseitiger
Reflektor verwendet, der acht derartige reflektierende Winkel mit gemeinsamen Scheitelpunkten besitzt.
Ein solcher achtseitiger Reflektor kann als aus mehreren Einheiten mit jeweils drei gegenseitig
orthogonalen reflektierenden Ebenen gebildet angesehen werden, deren jede sich symmetrisch um ihren
gemeinsamen Schnittpunkt erstreckt. Für einige Zwecke, z. B.. wenn einfallende Signale lediglich von
oberhalb oder von unterhalb der Horizontalen empfangen werden, kann indes ein vierflächiger Reflektor
mit nur vier reflektierenden Winkeln verwandt werden.
Winkelreflektoren werden beispielsweise an Bojen od. dgl. benutzt zwecks Unterstützung der Navigation
auf See oder auch bei. Ballon iS zur Windbestimmung. Insbesondere bei Ballon-Wrnkelrefiektoren ist es sehr
erwünscht, daß sie nur geringes Gewicht besitzen und in Herstellung und Montage wirtschaftlich sind.
Bisher hat man Ballon-Winkelreflektoren im allgemeinen entweder aus einer Anzahl von starren
planaren Rahmen hergestellt, von denen jeder mit einem an ihm befestigten Blatt aus reflektierendem
Metall, z. B. Matallfolie, metallisiertem Papier oder metallisiertem Maschengeflecht, versehen ist, wobei
diese Rahmen zwecks Zusammenbau des Reflektors \rerbunden sind, oder in Form eines zusammenlegbaren
Gestells, das aus vier radialen Armen besteht, die an einer zentral angeordneten Tragstange angebracht
sind, wobei diese Arme ähnlich wie eine Regenschirmkonstruktion geöffnet und in ihrer Stellung festgehalten
werden können. Die erstere Bauart weist den Nachteil auf, daß die reflektierenden Flächen fast nie
genau eben sind, da es Schwierigkeiten bereitet, die Folie oder das Geflecht an einem starren Rahmen
derart zu befestigen, daß es straff ist. Darüber hinaus müssen die Rahmen leicht sein und neigen daher bei
der Handhabung zu Deformationen, so daß die Folfe oder das Geflecht schlaf! wird.. Die Regenschirmbauart
eines Winkelreflektors kann dagegen nur bei Winkelreflektor für Funkwellen
und Verfahren zu dessen Herstellung
und Verfahren zu dessen Herstellung
Anmelder:
The Decca Record Company Limited,
London
The Decca Record Company Limited,
London
Vertreter: Dr. M. Herzfeld, Patentanwalt,
Düsseldorf, Kreuzstr. 32
Düsseldorf, Kreuzstr. 32
Ronald Thomas Harry Collis, Trevor William Welch und Michael John Cowlardj London,
sind als Erfinder genannt worden
vierflächigen und nicht bei achtflächigen Winkebreflektoren verwandt werden. Ferner muß ein solcher Reflektor
sehr genau konstruiert sein, da die vier radialen Arme acht Blatt des reflektierenden Materials zu
spannen haben. Aus diesem Grunde ist die letztere Bauart eines Winkelreflektors verhältnismäßig kostspielig
in der Herstellung. Ein weiterer Nachteil dieser letzteren Bauart besteht darin, daß jedes Blatt des
reflektierenden Materials zwischen nur zwei starren Gliedern gespannt wird. Ein Blatt, das flach gehalten
werden soll, muß an seinem gesamten Umfang gespannt werden, so daß also ein Spanndraht vorgesehen
werden muß, der die dritte Seite jedes Blatts, das unwesentlichen dreieckige Form besitzt, bildet. Wenn
das Blatt angespannt ist, nimmt dieser Draht die Form einer Eettenlinie an, wodurch die nutzbare
Fläche der Ebene des Reflektors verringert wird.
Durch die Erfindung wird bezweckt, eine verbesserte Ausbildungsform eines Winkelreflektors zu
schaffen, durch welche die erwähnten Nachteile vermieden werden. Unter Winkelreflektor wird dabei
stets ein solcher Reflektor verstanden, der reflek^ tierende Flächen in drei aufeinander orthogonal1
stehenden Ebenen aufweist.
Erfindungsgemäß ist ein WinkelrejEiektqr aus einer Anzahl getrennter Rahmen aus elastischem Material gebildet, wobei jeder Rahmen derart ausgebildet ist, daß er durch seine Elastizität ein Blatt aus flexiblem reflektierendem Material, das an dem Rahmen befestigt ist, unter Spannung hält. Dadurch, daß das Blatt in dieser Weise durch die Elastizität des Rahmens unter Spannung gehalten wird, kann das Blatt auch dann straff gehalten werden, wenn der Rahmen anderen Beanspruchungen ausgesetzt ist.
Erfindungsgemäß ist ein WinkelrejEiektqr aus einer Anzahl getrennter Rahmen aus elastischem Material gebildet, wobei jeder Rahmen derart ausgebildet ist, daß er durch seine Elastizität ein Blatt aus flexiblem reflektierendem Material, das an dem Rahmen befestigt ist, unter Spannung hält. Dadurch, daß das Blatt in dieser Weise durch die Elastizität des Rahmens unter Spannung gehalten wird, kann das Blatt auch dann straff gehalten werden, wenn der Rahmen anderen Beanspruchungen ausgesetzt ist.
909 577/3C3
Zweckmäßig besitzt jeder Rahmen die Form eines rechtwinkligen, gleichschenkligen Dreiecks, wenn er
durch das an ihm befestigte Blatt angespannt ist. Zu diesem Zweck können die Rahmen aus Draht hergestellt
sein, der in Dreiecksform gebogen ist und nach außen gekrümmte Seiten aufweist, die anschließend
durch die straffe Befestigung des Blattes an dem Rahmen geradegezogen werden. Es wurde gefunden,
daß Duraluminiumdraht für diesen Zweck geeignet ist und der Rahmen in der Weise ausgebildet werden
kann, daß man eine geeignete Länge des Drahtes in annähernd dreieckige Form biegt, wobei die Seiten
die erforderliche Länge erhalten, worauf die Enden miteinander verbunden werden. Dabei werden die
Winkel größer ausgebildet als die endgültig erforderliehen Winkel von 90 und 45°.
In einem typischen Fall, in dem die Seiten des Rahmens etwa 60 bis 90 cm lang sind, könnten diese
Seiten um eine Strecke von etwa 13 mm aus der Geraden ausgebogen werden. ao
Ein Drahtrahmen der vorstehend erläuterten Art kann zweckmäßig dadurch hergestellt werden, daß
man eine einzige Drahtlänge in geeigneter Weise biegt und die beiden Enden z. B. durch Stumpfschweißen
oder durch Umbiegen in einem Rohr miteinander verbindet.
Das vorerwähnte flexible reflektierende Material kann aus metallisiertem Maschengeflecht, Metallfolie
oder metallisiertem Papier bestehen.
Ein Winkelreflektor kann aus einer Anzahl gleich großer Rahmen gebildet werden, wobei diese Rahmen
zweckmäßig mittels Klemmen zusammengeklammert werden. Diese Klemmen können als Metallschellen,
die um die Drähte herumgebogen werden, oder als Federklammern ausgebildet sein, die aus federndem,
streifenförmigem Material bestehen und derart in eine Form umgebogen werden, daß sie zwei, drei oder vier
der den Rahmen bildenden Drähte gemäß der Anzahl der durch die Klammer miteinander zu verbindenden
Rahmenglieder umfassen.
Gemäß einer weiteren Ausbildung der Erfindung kann ein Winkelreflektor aus einer Anzahl reflektierender
Flächen gebildet sein, die auf Rahmen in Form von rechtwinkligen, gleichschenkligen Dreiecken
angebracht sind, wobei der Winkelreflektor aus Rahmen von zwei Größen besteht, bei welchen die
kürzeren Seiten der größeren Rahmen ebenso lang sind wie die Hypotenuse der kleineren Rahmen. Indem
man zwei Rahmengrößen in dieser Weise benutzt, wird eine Gewichtsersparnis erzielt im Vergleich zu
der Verwendung von Rahmen nur einer einzigen Größe. So kann z. B. ein oktaedrisch gestalteter
Winkelreflektor aus nur vier der größeren Rahmen zusammen mit vier kleineren Rahmen gebildet werden.
Wenn nur eine einzige Rahmengröße verwendet wird, würde es erforderlich sein, zwölf Rahmen zu benutzen.
Hierzu ist zu bemerken, daß — da der größere Teil des Gewichts im Rahmen und nicht in dem an dem
Rahmen angebrachten Blechmaterial liegt — ein bespannter Rahmen von großen Abmessungen geringeres
Gewicht hat als zwei Rahmen der halben Größe. In ähnlicher Weise kann ein tetraedrischer Winkelreflektor
aus drei großen Rahmen zusammen mit zwei kleinen Rahmen gefertigt werden, während acht
Rahmen erforderlich wären, wenn nur eine einzige Rahmengröße verwendet wird. In einer solchen Anordnung
können federnde Halter, wie oben beschrieben, verwendet werden. Indes ist hinsichtlich der Verwendung
von zwei Rahmengrößen zu bemerken, daß an gewissen Scheitelpunkten des Winkelreflektors die
kleineren Rahmen an keinem Teil ihres Umfangs parallel mit einem Teil der größeren Rahmen verlaufen
würden, was der Fall sein müßte, um eine starre Verbindung an diesen Scheitelpunkten und eine feste Verbindung
der Rahmen miteinander entweder durch geeignet gestaltete Halter oder durch Gelenkstücke zu
erhalten, die z. B. durch kurze Drahtstücke mit einer Biegung um 45° gebildet sind. Diese Gelenkstücke
könnten mit einem Arm an dem größeren Rahmen und mit einem Arm an einem kleineren Rahmen vermittels
Haltern der oben beschriebenen Art angeschlossen werden. Überdies kann es insbesondere bei einem
tetraedrisch gestalteten Reflektor zweckmäßig sein, Einrichtungen vorzusehen, mit deren Hilfe die kleineren
Rahmen im Zentrum des Reflektors angebracht werden, wobei sie das Zentrum der längeren Seiten
der größeren Rahmen treffen. Solche Einstellungseinrichtungen würden auch die Zusammensetzung eines
Winkelreflektors aus den Rahmen unterstützen. Zu diesem Zweck kann die längere Seite der größeren
Rahmen mit einem vorstehenden Teil versehen sein, der von der Mitte der langen Seite um ein kurzes
Maß nach dem gegenüberliegenden Scheitel des Rahmens vorragt. Ein solcher Vorsprung kann zweckmäßig
z. B. dadurch gebildet werden, daß der erforderliche vorstehende Teil an dem dreieckigen Rahmen
befestigt, z. B. angeweißt, wird, oder dadurch, daß der Draht des Rahmens derart gebogen wird, daß er eine
kurze Schleife mit zwei parallelen, nahe aneinander liegenden Seiten bildet. Der Vorsprung kann an einem
Rohr ausgebildet werden, das um die zwei Enden des den dreieckigen Rahmen bildenden Drahtes derart
herumgefalzt ist, daß diese Enden fest zusammen befestigt werden.
Wie oben erläutert, können die Rahmen mit Maschendraht oder mit Metallfolie oder mit metallisiertem
Papier bedeckt werden. Die Zusammenfügung mehrerer Rahmen der oben beschriebenen Art zwecks
Bildung eines Winkelreflektors erleichtert die Ausbildung eines solchen Reflektors, der dem jeweiligen
Verwendungszweck angepaßt ist. Durch die Luft nicht behinderte Winkelreflektoren z. B. werden verhältnismäßig
schnell durch den Ballon gehoben. Um dabei den Luftwiderstand zu verringern, ist es üblicherweise
zweckmäßig, die waagerechten Teile aus Maschendraht zu bilden, während eine bessere und billigere
reflektierende Fläche durch die Verwendung von Metallfolie oder metallisiertem Papier erzielt werden
kann.
Anstatt Draht — wie vorstehend beschrieben ■— für die Rahmen zu verwenden, kann es in einigen Fällen
zweckmäßig sein, einen synthetischen (z. B. thermoplastischen) Kunststoff zu benutzen, der elastische
Eigenschaften besitzt und derart geformt werden kann, daß sich eine Ausbildung ergibt, durch welche
das reflektierende Material gespannt wird, wenn der Rahmen in die endgültige erforderliche Gestalt gebracht
wird.
Nach einer weiteren Ausbildungsform der Erfindung besteht ein Verfahren zur Herstellung und Bespannung
eines Rahmens für einen Winkelreflektor der beschriebenen Art darin, daß zunächst eine Länge
eines federnden Drahtes in eine annähernd dreieckige Gestalt mit auswärts gebogenen Seiten gebracht wird,
worauf das biegsame reflektierende Material auf dem Draht derart in Stellung gebracht wird, daß der letztere
in Spannung versetzt wird, so daß der Draht ein geradseitiges Dreieck bildet. Der Rahmen kann in
einer Aufspannvorrichtung bespannt werden, die aus einer Grundplatte mit aufrecht stehenden Teilen, z. B.
drei aufrecht stehenden Rippen, besteht, die so gestaltet sind, daß sie einen dreieckigen Rahmen umfassen
können, so daß derselbe in der erforderlichen Gestalt mit geraden Seiten gehalten wird. So kann
z. B. eine Holztafel mit drei daran befestigten Stäben verwendet werden, wobei einer derselben abnehmbar
ist, so daß der zusammengesetzte Rahmen nach der Seite herausgenommen werden kann. Das Blatt aus
reflektierendem Material kann auf diese Einspannvorrichtung gelegt werden, worauf der Rahmen in die
Einspannvorrichtung auf das reflektierende Material aufgelegt wird, das alsdann abwärts nach der Grundplatte
hin getrieben wird. Die Kanten des reflektierenden Materials werden alsdann umgefaltet und an dem
Hauptteil des Materials derart befestigt, daß dieses Material unter Spannung gesetzt wird, sobald der
Rahmen von der Einspannvorrichtung abgenommen wird, und zwar infolge der Federwirkung der gebogenen
Seiten des Rahmens.
In der Zeichnung sind verschiedene Ausführungsformen des Ernndungsgegenstandes beispielsweise
veranschaulicht.
Fig. 1 zeigt einen Rahmen eines Winkelreflektors, bevor derselbe mit biegsamem reflektierendem Material
bedeckt ist;
Fig. 2 zeigt den Rahmen gemäß Fig. 1 nach seiner Bedeckung;
Fig. 3 und 4 sind Ansichten ähnlich wie Fig. 1 und 2 und zeigen Rahmen größerer Abmessung;
Fig. 5 ist eine schaubildliche Darstellung eines kleinen tetraedrischen Reflektors;
Fig. 6 ist ein Schaubild eines großen tetraedrischen Reflektors;
Fig. 7 ist eine Draufsicht auf ein zur Bildung eines Halters dienendes Blechteil;
Fig. 8 ist eine Ansicht eines Blechhalters gemäß Fig. 7 nach seiner Fertigstellung.
In den Fig. 1 und 2 ist ein Rahmen dargestellt, der aus Duraluminiumdraht 10 gebildet ist, welch letzterer
in eine annähernd dreieckige Form mit abgerundeten Ecken und auswärts gekrümmten Seiten gebogen ist.
Die kürzeren Seiten des Rahmens sind z. B. etwa 45 cm lang, während der Rahmen ausgerundete Ecken
von etwa 6 mm Radius besitzt. Die Seiten sind z. B. in einer Einspannvorrichtung derart auswärts gebogen,
daß die Ausbiegung etwa 13 mm beträgt. Die beiden Enden des Drahtes sind nahe einer Ecke durch
Umfalzen einer Hülse 11 um die Enden miteinander verbunden. Der dreieckförmige Draht 10 wird mit
einem Blatt aus biegsamem reflektierendem Material bedeckt, insbesondere z. B. mit einem Bogen metallisierten
Papiers 12, wie in Fig. 2 dargestellt. Dieses Papier ist so angeordnet, daß es den Draht unter
Spannung hält, so daß die Seiten desselben gerade gehalten werden. Zweckmäßig wird diese Bedeckung des
Rahmens mit dem biegsamen reflektierenden Material unter Verwendung einer Einspannvorrichtung ausgeführt,
die aus einem hölzernen Grundbrett mit drei geraden Wülsten besteht, die auf der Tafel so angeordnet
sind, daß sie den Rahmen in seiner gewünschten endgültigen Form umfassen. Das metallisierte
Papier wird über diese Einspannvorrichtung gelegt, und der Drahtrahmen wird in die Einspannvorrichtung
getrieben, wobei die Kanten des Papiers, wie bei 13 angedeutet, übergeschlagen und unten an dem
Hauptteil des Papiers derart befestigt werden, daß sie den Draht unter Spannung halten. Das reflektierende
Material ist auf diese Weise gespannt gehalten, so daß eine glatte reflektierende Fläche erzielt wird. Es ist
zu bemerken, daß das Papier an den drei Ecken weg-
geschnitten und der Draht so weit freigelegt wird, daß man weitere Rahmen an demselben anklammern kann.
Die Fig. 3 und 4 veranschaulichen einen Rahmen größerer Abmessung, der — wie späterhin beschrieben
— benutzt wird, um mit dem Rahmen gemäß den Fig. 1 und 2 zusammenzuwirken. Der Rahmen nach
den Fig. 3 und 4 ist in ähnlicher Weise wie der in den Fig. 1 und 2 ausgebildete, und zwar mit einem Draht
15, der in Dreieckform gebogen ist mit nach außen ίο gewölbten Seiten, die unter Spannung, gehalten
werden mit einem Blatt biegsamen reflektierenden Materials, z. B. eines metallisierten Papiers 16. Wie
aus den Fig. 3 und 4 hervorgeht, sind die Enden des den Rahmen bildenden Drahtes 15 durch Überfalzen
einer Hülse im mittleren Teil der längeren Seite zusammengefaßt. An dieser Stelle ist z. B. durch Anlöten
oder Anschweißen ein kleiner, aus Draht gebildeter Vorsprung 17 befestigt, der von dem mittleren.
Teil der längeren Seite nach dem entgegengesetzten Scheitel hinragt. Dieser Vorsprung könnte andererseits
auch durch Bildung einer Schleife in dem Draht 15 erhalten werden. In dem Rahmen gemäß den Fig. 3
und 4 ist das biegsame reflektierende Material nicht nur an den Ecken weggeschnitten, sondern auch neben
dem Vorsprung 17, um die Befestigung von Klammern an dem Draht 15 an diesen Stellen sowie an dem Vorsprung
17 zu ermöglichen. Der Rahmen gemäß den Fig. 3 und 4 ist so ausgebildet, daß die Entfernung
vom Mittelpunkt der längeren Seite nach dem gegenüberliegenden Scheitel gleich der Länge der kürzeren
Seite des Rahmens gemäß den Fig. 1 und 2 ist.
Eine Verbindung von Rahmen zu einem Winkelreflektor ist aus Fig. 5 ersichtlich. Diese Zusammensetzung
ist hier als tetraedrischer Reflektor dargestellt. Sie ergibt sich aus den Rahmen größerer Abmessungen
gemäß den Fig. 3 und 4, die mit den Rahmen kleiner Abmessungen nach den Fig. 1 und 2
verbunden werden. Ein Rahmen größerer Abmessungen 20, der zweckmäßig z. B. in der vertikalen
Ebene liegen kann, wird so angeordnet, daß seine größere Seite den größeren Seiten von zwei horizontal
angeordneten Rahmen 21 und 22 größerer Abmessungen benachbart liegt. Der Rahmen 22 ist in
gestrichelten Linien dargestellt, da er in der schaubildlichen Darstellung der Zeichnung hinter dem
Rahmen 20 liegt. Ein Rahmen 23 geringerer Größe ist mit seinem rechtwinkligen Scheitel an den Mittelpunkten
der längeren Seiten der Rahmen 20, 21 befestigt. Mit seinen zwei anderen Scheiteln liegt er an
den rechtwinkligen Scheiteln der Rahmen 20 und 21. In ähnlicher Weise ist ein weiterer kleinerer Rahmen
24, der in gestrichelten Linien gezeichnet ist, da er hinter dem Rahmen 21 liegt, in entsprechender Lage
zwischen den Rahmen 20 und 22 angebracht. Die verschiedenen Rahmen sind miteinander durch federnde
Halter verbunden. Es ist ersichtlich, daß die längeren Seiten der Rahmen größerer Abmessungen parallel
zueinander verlaufen. Diese können an ihren Enden miteinander sowie — wenn erforderlich — an ihren
Mitten durch einfache C-förmige Halter verbunden werden, die über die die Rahmen bildenden Drähte
geklemmt werden. Zu diesem besonderen Zweck müßten die Halter drei Drähte umfassen. Es ist zu
bemerken, daß Halter verschiedener Größen dazu dienen können, eine geeignete Anzahl Drähte beim
Zusammenbau verschiedener anderer Rahmengebilde zu umfassen. Um die 45°-Winkel der kleineren
Rahmen zu halten, kann eine besondere Halterform, wie sie in den Fig. 7 und 8 veranschaulicht ist, verwendet
werden. Dieser Halter besitzt vier Arme 30,
Claims (13)
1. Winkelreflektor zum Zurückwerfen einfallender Funkwellen in der Richtung, aus der sie auftreffen,
bestehend aus einer Anzahl getrennter Rahmen, die reflektierende Flächen tragen, die in
drei aufeinander orthogonal stehenden Ebenen
angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Rahmen aus elastischem Material hergestellt sind
und daß jeder Rahmen unter Ausnutzung seiner elastischen Eigenschaften so ausgebildet ist, daß
er ein Blatt biegsamen reflektierenden Materials, das an dem Rahmen befestigt ist, gespannt hält.
2. Winkelreflektor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Rahmen durch das an
ihm befestigte Blatt derart in Spannung versetzt ist, daß er die Form eines rechtwinkligen gleichschenkligen
Dreiecks annimmt.
3. Winkelreflektor nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Rahmen aus Draht
bestehen.
4. Winkelreflektor nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Rahmen aus Draht
gefertigt sind, der in Dreieckform derart gebogen ist, daß seine Seiten normalerweise nach auswärts
gewölbt sind, während sie durch Befestigung des prallgespannten Blattes am Rahmen geradegezogen
werden.
5. Winkelreflektor nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Rahmen aus einer
Drahtlänge gebildet ist, deren beide Enden mit Stumpf schweißung oder durch Einfalzen in eine
Hülse miteinander fest verbunden sind.
6. Winkelreflektor nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das biegsame
reflektierende Material aus einem metallisierten Maschengewebe besteht.
7. Winkelreflektor nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das biegsame
reflektierende Material aus Metallfolie besteht.
8. Winkelreflektor nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das biegsame
reflektierende Material aus metallisiertem Papier besteht.
9. Winkelreflektor nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß er aus einer
Anzahl gleich großer Rahmen zusammengesetzt ist.
10. Winkelreflektor nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß er aus einer
Anzahl reflektierender Flächen besteht, die an dreieckigen Rahmen von der Form eines rechtwinkligen,
gleichschenkligen Dreiecks angebracht sind, und daß er aus Rahmen zweier Größen zusammengesetzt
ist, bei denen die kürzeren Seiten der größeren Rahmen gleiche Länge haben wie die
Hypotenuse der kleineren Rahmen, insbesondere mit einem in der Mitte der längeren Seite jedes
größeren Rahmens angebrachten, zur Verklammerung der Rahmen dienenden, nach dem gegenüberliegenden
Scheitel des Rahmens hin ragenden Teil.
11. Winkelreflektor nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Rahmen
durch Halter zusammengeklammert sind.
12. Verfahren zur Herstellung und Bespannung von Rahmen für einen Winkelreflektor nach einem
der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß eine Länge elastischen Drahtes in eine im
wesentlichen dreieckige Form mit auswärts gebogenen Seiten gebracht wird, worauf biegsames
reflektierendes Material derart an dem Draht befestigt wird, daß das Material in Stellung gehalten
und der Draht in die Form eines geradseitigen Dreiecks gebracht wird.
13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Rahmenbespannung in einer
Einspannvorrichtung vorgenommen wird, die aus einer Grundtafel mit aufrecht stehenden Teilen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DED26361A DE1061397B (de) | 1957-08-15 | 1957-09-03 | Winkelreflektor fuer Funkwellen und Verfahren zu dessen Herstellung |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US678407A US3041604A (en) | 1957-08-15 | 1957-08-15 | Corner reflector formed of taut flat reflecting elements with resilient peripheral tesion frames |
| DED26361A DE1061397B (de) | 1957-08-15 | 1957-09-03 | Winkelreflektor fuer Funkwellen und Verfahren zu dessen Herstellung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1061397B true DE1061397B (de) | 1959-07-16 |
Family
ID=25970819
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DED26361A Pending DE1061397B (de) | 1957-08-15 | 1957-09-03 | Winkelreflektor fuer Funkwellen und Verfahren zu dessen Herstellung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1061397B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1218023B (de) * | 1960-05-26 | 1966-06-02 | Cossor Ltd A C | Radar-Winkelreflektor fuer meteorologische Zwecke od. dgl., insbesondere Ballon-Winkelreflektor |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2639426A (en) * | 1949-03-28 | 1953-05-19 | Suchy Holdings Ltd | Radar reflector |
| US2778010A (en) * | 1953-08-10 | 1957-01-15 | Claude C Slate & Associates | Reflector target |
-
1957
- 1957-09-03 DE DED26361A patent/DE1061397B/de active Pending
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2639426A (en) * | 1949-03-28 | 1953-05-19 | Suchy Holdings Ltd | Radar reflector |
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| DE1218023B (de) * | 1960-05-26 | 1966-06-02 | Cossor Ltd A C | Radar-Winkelreflektor fuer meteorologische Zwecke od. dgl., insbesondere Ballon-Winkelreflektor |
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