DE1061296B - Vorrichtung zur Trennung von gas- und dampffoermigen Stoffen, insbesondere Isotopen - Google Patents
Vorrichtung zur Trennung von gas- und dampffoermigen Stoffen, insbesondere IsotopenInfo
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Description
DEUTSCHES
Nach einem vorgeschlagenen Verfahren zur Trennung
von gas- und dampfförmigen Stoffen, insbesondere Isotopen, läßt man das zu trennende Gemisch mit
hoher Geschwindigkeit aus einer düsenartigen öffnung in einen Raum von niedrigerem Druck austreten und
zerlegt den expandierenden Strahl durch eine in dem Strömungsweg angeordnete Blende in einen Mantelteil
und einen durch die Blendenöffnung hindurchtretenden Kernte! 1. Dabei reichert sich die schwere Komponente
im allgemeinen im Kernteil an.
Zur Vergrößerung des Trenneffektes muß, insbesondere
bei Jsotopengemischen, die Trennung in hintereinandergeschalteten, aus Düse und Blende bestehenden
Stufen mehrfach wiederholt werden. Dabei ist es erforderlich, die als Kern- bzw. Mantelteilstrahl
anfallenden Gasmengen außerhalb der Trennelemente in besonderen Pumpen zu komprimieren, bevor sie der
Düse des nächsten Trennelementes zugeleitet werden.
Zur technischen Durchführung eines solchen Verfahrens bedarf es also eines gewissen apparativen Aufwandes,
vor allem an Pumpen, deren Anschaffungspreis und Energiebedarf auf die Rentabilität einer aus
einzelnen, nach dem beschriebenen Verfahren arbeitenden Elementen aufgebauten Großanlagc, z. B. zur
Isotopentrennung, gegebenenfalls nicht ohne Einfluß bleibt. '
Es wurde nun gefunden, daß sich Gas- bzw. Isotopengemische
unter Vermeidung der oben geschilderten Nachteile wirtschaftlich trennen lassen, wenn man
einen vorteilhaft etwa diskusförmigen rotierenden Hohlkörper, der auf einer gegebenenfalls hohlen Welle
sitzt, an seiner Peripherie mit einer Schlitzdüse versieht, der eine entsprechende Abschälblende zugeordnet
wird, und das zu trennende Gasgemisch in den Hohlkörper einbringt. Das durch eine hohle Welle zugeiührte
(jasgemisch wird in bekannter Weise in dem Rotationskörper peripher beschleunigt und tritt durch
die Schlitzdüse gewissermaßen als rasch strömende Gasscheibe aus, die durch die Abschälblende in einen
Mantel- und einen Kernteil getrennt wird.
Kern- und Mantelteilstrahl sind entsprechend dem Trennfaktor getrennt und werden jeweils weiterverarbeitet.
Der Anreicherungsfaktor ist durch
A =·
(1 - Ny)
Vorrichtung zur Trennung
von gas- und dampfförmigen Stoffen,
insbesondere Isotopen
Anmelder:
Deutsche Gold- und Silber-Seheideanstalt
vormals Roessler,
Frankfurt/M., Weißfrauenstr. 9
Frankfurt/M., Weißfrauenstr. 9
.Vv · (1 - N„)
gegeben. Darin bedeuten N11 und Nv die Molbrüche der Komponente mit dem größeren Molekulargewicht hinter und vor der Blende, in Strahlrichtung gesehen. Es ist an sich bekannt, Gasgemische dadurch zu trennen, daß diese dem Innenraum eines rotierenden, scheibenförmigen Hohlkörpers durch eine Hohlachse zugeführt und in diesem zentrifugal beschleunigt werden. Die schwereren Komponenten treten hierbei aus Dr. Erich Willi Albert Becker, Marburg/Lahn,
ist als Erfinder genannt worden
gegeben. Darin bedeuten N11 und Nv die Molbrüche der Komponente mit dem größeren Molekulargewicht hinter und vor der Blende, in Strahlrichtung gesehen. Es ist an sich bekannt, Gasgemische dadurch zu trennen, daß diese dem Innenraum eines rotierenden, scheibenförmigen Hohlkörpers durch eine Hohlachse zugeführt und in diesem zentrifugal beschleunigt werden. Die schwereren Komponenten treten hierbei aus Dr. Erich Willi Albert Becker, Marburg/Lahn,
ist als Erfinder genannt worden
Düsen an die Peripherie des Rotationskörpers aus, während die leichteren Komponenten durch die Hohlachse
abgezogen werden. Bei diesem bekannten Verfahren wird der Zentrifugeneffekt zur Trennung ausgenutzt,
während bei dem Verfahren nach vorliegender Erfindung der Rotationskörper nur zur Beschleunigung
der Gase dient und die Trennung der Komponenten durch eine Abschälblende erfolgt, die die strömende
Gasscheibe in einen Mantel- und einen Kernteil trennt. Besonders wirksam gestaltet sich die Trennung,
wenn man das zu trennende Gemisch unter Bedingungen aus der Düse austreten läßt, unter denen das Gas
hinter der Düse — in der Bewegungsrichtung des Strahles gesehen — hohe Geschwindigkeiten, gegebenenfalls
Überschallgeschwindigkeit, erreicht. Außerdem hat es sich als vorteilhaft erwiesen, im Raum
hinter der Düse Unterdrücke, zweckmäßig solche unter 30 Torr, aufrechtzuerhalten.
In dem Hohlkörper werden zweckmäßig Leitschaufeln angeordnet, die nach bekannten aerodynamischen
Prinzipien so geformt sind, daß sich die gewünschte radiale Beschleunigung des Gemisches mit möglichst
hohem energetischem Wirkungsgrad ergibt.
Einem solchen Hohlkörper muß das Gas- bzw. das Isotopengemisch möglichst zentral zugeführt werden.
Dies kann in an sich bekannter Weise durch eine hohle Welle erreicht werden.
Mit besonderem Vorteil werdenjd^cfeisi Innern der
ringförmigen AbschälblendcLeilBcheuielniingeordnet,
die einen hohen Prozentsatz der β» clfeHfo bewegten Gas
enthaltenen kinetischen Energie ^potentielle Energie
des Druckes umwandeln.
909 577/384
Weiter ist es zweckmäßig, das Abschälverhältnis des verringerten Verdichtungsaufwandes wegen so
einzustellen, daß die anfallende Mantelgasmenge gering gehalten wird. Zur Vergrößerung des Trenneffektes
kann die Trennung in hintereinandergeschalteten Stufen beliebig oft wiederholt werden, indem die
aus dem Kern- und Mantelteilstrahl anfallenden Gasmengen einer erneuten Trennung nach dem Grundprinzip
der Erfindung unterworfen werden. Bei dieser Hintereinanderschaltung der Trennstufen wird man
mit Vorteil die. Teilströme der Stufen derart vereinigen, daß sie an den Vereinigungsstellen nach Möglichkeit
gleiche Zusammensetzung aufweisen.
Um eine Erhöhung des Gasdurchsatzes zu erzielen, werden mit Vorteil mehrere Düsen-Blenden-Systeme
parallel geschaltet, was gegebenenfalls in einer gemeinsamen Vorrichtung geschehen kann. Eine solche
Vorrichtung ist schematisch in Abb. 2 wiedergegeben. Besonders für die Isotopentrennung wird man derart
verfahren, daß man mehrere aus gegebenenfalls par- ao
alle) geschalteten Düsen und Blenden bestehende Trennstufen hintereinanderschaltet. Dabei kann der
Durchsatz der einzelnen Stufen entsprechend der bereits erzielten Anreicherung progressiv verändert
werden.
Es ist aber auch möglich, einzelne Stufen nach Art eines mehrstufigen Gebläses hintereinanderzuschalten.
Hier erreicht man wegen der Addition der Trenneffekte einen relativ sehr hohen Gesamttrenneffekt, der
allerdings auf Kosten des Durchsatzes geht.
Die Erläuterung der Erfindung erfolgt am besten an Hand der Abb. 1 und 2.
In Abb. 1 ist in zwei Ansichten eine Vorrichtung dargestellt, die aus dem auf einer hohlen Welle 12
sitzenden ebenfalls hohlen, etwa diskusförmigen Rotationskörper 11, an dessen Peripherie eine schlitzförmige
Düse 16 angeordnet ist, der ringförmigen Abschälblende 13 und den beiden Kammern zur Abführung
des Mantel teilstrahl es 15 und des Kernteilstrahles 14 besteht. In der Abbildung sind zunächst noch
Leitschaufeln 17 für die radiale Beschleunigung des Gasgemisches und Leitschaufeln 18 im Innern des
ringförmigen Abschälers, die einen möglichst hohen Prozentsatz der in dem bewegten Gas enthaltenen
kinetischen Energie in potentielle Energie umwandeln, eingezeichnet.
In der Vorrichtung nach Abb. 1 tritt das Gasgemisch durch 12 in den hohlen Körper 11, wird in
diesem beschleunigt, verläßt mit hoher Geschwindigkeit die an 11 peripher angebrachte Düse 16, so daß
ein scheibenförmiger Gasstrom ausgebildet wird, der durch den Abschäler 13 getrennt wird in einen Mantelteilstrom
bei 15 und einen Kernteilstrom bei 14, in dem im allgemeinen die Komponente mit dem höheren
Molekulargewicht angereichert ist.
Abb. 2 zeigt die Anordnung mehrerer etwa diskusförmiger Rotationskörper auf einer gemeinsamen
Achse. Die in dieser Abbildung dargestellte Anordnung ist besonders für den Durchsatz größerer Gasmengen
geeignet. Mehrere hohle Rotationskörper 21 in einer peripheren Düsenöffnung 22 sind hier auf
einer gemeinsamen Achse 23 angeordnet. Die Zuführung der Gasgemische erfolgt für alle Rotationskörper
durch die gleiche Hohlwelle. Jeder Rotationskörper 21 ist umgeben mit einer feststehenden Blende 24. Die
einzelnen Mantel- bzw. Kernteilströme werden jeweils gemeinsam bei 25 und 26 abgeführt.
Claims (3)
1. Vorrichtung zur Trennung von gas- oder dampfförmigen Stoffen mit unterschiedlichem
Molekulargewicht und/oder unterschiedlichem gaskinetischem Wirkungsquerschnitt, insbesondere
von Isotopen, bei dem diese in einem rotierenden Hohlkörper zentrifugal beschleunigt werden, mit
einem auf einer Hohlwelle sitzenden rotationssymmetrischen Hohlkörper und peripheren öffnungen,
gekennzeichnet durch eine Schlitzdüse (16), einer der Schlitzdüse entsprechenden feststehenden Abschälblende
(13) und je einer Kammer und einer zugehörigen Rohrleitung zur Abführung des Mantel-
und Kernteilstromes.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in dem rotationssymmetrischen
Hohlkörper Leitschaufeln (17) angebracht sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß in der Abschälblende Leitschaufeln
(13) angeordnet sind.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Französische Patentschrift Nr. 645 564.
Französische Patentschrift Nr. 645 564.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 909 577/384 7.59
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DED22911A DE1061296B (de) | 1956-05-08 | 1956-05-08 | Vorrichtung zur Trennung von gas- und dampffoermigen Stoffen, insbesondere Isotopen |
| FR1205830D FR1205830A (fr) | 1956-05-08 | 1957-05-07 | Procédé de séparation de gaz et de vapeurs et notamment des isotopes et appareil pour sa mise en oeuvre |
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1061296B true DE1061296B (de) | 1959-07-16 |
Family
ID=7037622
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1061296B (de) |
| FR (1) | FR1205830A (de) |
Cited By (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE1207882B (de) | 1962-01-12 | 1965-12-23 | Hubert S Hayes | Verfahren und Einrichtung zum Trennen von Mischgasen und/oder zur Bildung aktivierter Gasatome bzw. Gasmolekuele |
| DE1283809B (de) * | 1962-05-14 | 1968-11-28 | Internat Res Establishment | Vorrichtung zum Trennen von gasfoermigen oder fluessigen Gemischen in Bestandteile verschieden grossen spezifischen Gewichtes |
| DE2901448A1 (de) * | 1978-01-20 | 1979-07-26 | Pierre De Castella | Reinigungsgeraet fuer fliessfaehige medien |
| EP0008588A1 (de) * | 1978-08-22 | 1980-03-19 | Haga Zentrifugen Gmbh | Vorrichtung zum Trennen bzw. Anreichern von gasförmigen Gemischen |
| EP0008587A1 (de) * | 1978-08-22 | 1980-03-19 | Haga Zentrifugen Gmbh | Verfahren und Vorrichtung zum Trennen bzw. Anreichern von gasförmigen Gemischen |
| US4235606A (en) * | 1978-01-17 | 1980-11-25 | Kernforschungszentrum Karlsruhe Gmbh | Separation of gaseous or vaporous substances according to the separating nozzle principle |
Families Citing this family (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| AT357995B (de) | 1977-03-03 | 1980-08-11 | Gazda Hans Otto Ernst | Vorrichtung zum trennen bzw. anreichern von gasfoermigen gemischen |
| GB1602828A (en) * | 1977-03-24 | 1981-11-18 | Gazda Hans Otto Ernst | Method and apparatus for separating gas mixtures |
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| FR645564A (fr) * | 1927-01-15 | 1928-10-27 | Ici Ltd | Procédé et appareil pour la séparation des constituants des mélanges gazeux |
-
1956
- 1956-05-08 DE DED22911A patent/DE1061296B/de active Pending
-
1957
- 1957-05-07 FR FR1205830D patent/FR1205830A/fr not_active Expired
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR1205830A (fr) | 1960-02-04 |
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