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Bogenentnahm.evorrichtung für Briefumschlagmaschinen Die Erfindung
bezieht sich auf Verbesserungen an Entnahmevorrichtungen für die Rohlinge an Maschinen
zum Herstellen von Briefumschlägen von der Art, bei welcher Trennscheiben verwendet
werden, die einen Stapel von Rohlingen halten und die Rohlinge einen nach dem anderen
von dem Stapel absondern.
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In der Mechanik der bekannten Vorrichtungen wird z. B. ein Stapel
von Umschlagrohlingen in einen Vorratsbehälter eingelegt und ruht dabei auf drehbaren
Trennscheiben, wobei eine andere, der Absonderung dienende Vorrichtung so mit den
Scheiben zusammenarbeitet, daß eine Kantenpartie des untersten Rohlings nach unten
und von dem Stapel weggebogen wird, so daß an den Scheiben angebrachte Finger den
Rohling jeweils absondern, wenn die Finger nach einer Drehung in die Absonderungsstellung
gelangen. Es sind weiterhin Mittel vorgesehen, um jeden abgesonderten Rohling ein
kurzes Stück weiterzuführen, damit er von dem Stapel getrennt wird, wobei die abgesonderten
Rohlinge direkt fächerförmig ausgebreitet werden. Alle die obengenannten Kennzeichen
können mit Vorteil in Anordnungen verwendet werden, in denen die vorliegende Erfindung
Anwendung findet. Die Erfindung ist sowohl für Vorrichtungen geeignet, bei denen
die Rohlinge einzeln vom Stapel abgezogen werden, als auch für Vorrichtungen, bei
denen sie überlappt zur Ausbreitung gelangen.
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Es ist allgemein üblich, Trennscheiben gleicher Größe zu verwenden,
wobei diese klein oder groß ausgeführt sein können, und sie so anzubringen, daß
eine seitliche Justierung möglich ist, damit Stapel von Umschlägen verschiedener
Größe verarbeitet werden können. Da die Spitzen der Trennscheiben in dem Bereich
arbeiten, in dem die Rohlinge abgelenkt werden, dabei aber dicht an der in Längsrichtung
verlaufenden Mittellinie des Rohlings bleiben müssen, wirkt sich die Forderung einer
seitlichen Justierung der Scheiben so aus, daß in bezug auf die Größe der Scheiben
die Anforderungen sehr hoch werden und die Verwendung großer Scheiben nötig wird.
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Es ist aus einer Reihe von Gründen wünschenswert, für jede Größe und
Type von Umschlagrohlingen die kleinsten noch verwendbaren Scheiben zu benutzen,
von denen die Bedingung einer einwandfreien Unterstützung des Stapels erfüllt wird.
Ein Vorteil kleiner Scheiben besteht darin, daß die Reibung zwischen den Scheiben
und dem Stapel herabgesetzt wird. Die Größe. der auftretenden Reibung ist eine Funktion
der Fläche der Scheibe, die mit dem Stapel in Berührung steht, und der Geschwindigkeit
der Scheibenoberfläche, welche den Rohling berührt. Die Fläche einer Scheibe ist
proportional dem Quadrat ihres Radius, während die Geschwindigkeit eines jeden Teiles
der Scheibe proportional dem Radius dieses Teiles ist. Eine Herabsetzung des Radius
der Scheibe vermindert daher nicht nur die Fläche; die mit dem Stapel in Berührung
steht, sondern verkleinert auch gerade den Teil der Fläche, der sich am schnellsten
bewegt.
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Die auftretende Reibung führt dazu, däß der untere Teil des Stapels
in einer Richtung abgelenkt wird, die ihn von der Ansaugvorrichtung, die die Rohlinge
weiterbefördert, wegbewegt, so daß die Kante des Stapels aus der Stellung herausbewegt
wird, in welcher eine einwandfreie Funktion der Ansaugvorrichtung gewährleistet
ist. Selbst eine kleine Verschiebung der Frontkante des Stapels stört die einwandfreie
Funktion der Trenneinrichtung infolge der Tatsache, daß die Ansaugvorrichtung sich
nur sehr wenig unter den Stapel bewegt. Die Ansaugvorrichtung muß, wenn sie einwandfrei
arbeiten soll, das unterste Blatt so nahe wie nur irgend möglich an der Kante fassen.
Wenn daher die durch die Scheibe verursachte Reibung den Stapel auch nur wenig verschiebt,
wird die Ansaugöffnung der Vorrichtung teilweise freigegeben, und dies führt dazu,
daß die Saugvorrichtung versagt.
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Eine Herabsetzung der Reibung der Scheiben setzt auch die für den
Antrieb benötigte Kraft herab. Dieses ist sehr wünschenswert, da es sich herausgestellt
hat, daß die in den früheren Maschinen nötige hohe Antriebskraft die Antriebsvorrichtung
beschädigte. Die großen Scheiben wirken wie schwere Schwungmassen, die dem Start
und dem Anhalten der Maschine entgegenwirken. Hieraus resultiert ein zerstörender
Einfluß
auf die Antriebszahnräder, und feine Justierungen innerhalb der Maschine werden
sehr schwierig.
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Mit dem Ziel, die obengenannten Schwierigkeiten zu vermeiden, ist
es Aufgabe der Erfindung, eine Universaljustierungsmöglichkeit für die Scheiben
und deren Antriebsvorrichtung zu schaffen, d. h. die Möglichkeit zu geben, sowohl
Justierungen in der Längsäls. auch in Seitenrichtung in einer Ebene vorzunehmen
bzw. Justierungen durchzuführen, die Längs-und seitliche Justierungskomponenten
in jedem gewünschten Maße zu kombinieren gestatten.
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Die Universaljustierung hat den Vorteil, daß die Scheiben in bezug
auf die jeweils verarbeitete Rohlingstype in die für sie günstigsten Stellungen
eingestellt werden können, in denen sie dem Stapel bei einem Minimum an Reibung
genügend Stützung geben. Nur die Universaljustierung der Scheibenmittelpunkte machte
es möglich, die Scheiben so einzustellen, daß in jedem Falle a) die Spitzen der
Scheiben oberhalb des abgelenkten Blattes und unterhalb des Stapels an einem Punkt
eintreten, der nahe dem Ansaugstutzen liegt und wo die Ablenkung bzw. der Luftspalt
zwischen dem abgelenkten Blatt und dem Stapel am größten ist, b) der Rand der Scheiben
weit genug von den gewöhnlich vorhandenen Leisten entfernt bleibt, welche die hinteren
Ecken der Rohlinge stützen, so daß die Scheiben gut zwischen dem Stapel und dem
untersten Rohling hindurchgleiten können, ohne den Rohling an der Leiste zu zerknittern
oder zu zerreißen, c) die Gesamtfläche, die von der Scheibe erfaßt und gestützt
wird, so klein wie möglich gehalten werden kann, jedoch groß genug bleibt, um den
Stapel am Abrutschen zu verhindern, d) die Größe der Scheiben so klein zu halten,
daß die Geschwindigkeit der Randteile ein Minimum bleibt.
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Bei der Verarbeitung von Fensterumschlagrohlingen treten zusätzliche
Schwierigkeiten aus. Die Rohlinge sind durch die eingestanzten Fensteröffnungen
geschwächt und daher weniger steif und bedürfen einer zusätzlichen Stützung durch
die Scheiben. Die Fenster werden, wenn die Trennspitzen der Scheiben darin hängenbleiben,
eingerissen und zerfetzt. Bei den früheren Anordnungen stellte dies eine große Schwierigkeit
dar, die noch durch die Tatsache vergrößert wurde, daß die Fensteröffnungen an verschiedenen
Stellen des Umschlagkörpers angebracht werden müssen und selten symmetrisch in diesem
liegen.
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Die Erfindung gewährt in bezug auf diese Verhältnisse den Vorteil,
daß die Achse einer Scheibe gegenüber derjenigen der anderen nach vorn geschoben
sein kann, wobei die Achsen der beiden Scheiben in der gleichen oder in verschiedener
Entfernung von der in Längsrichtung verlaufenden Mittellinie des Stapels stehen
können. Dieses ist besonders vorteilhaft, weil zwei Scheiben verschiedener Größe
zusammen benutzt werden können. Die Größe der Scheiben kann daher so gewählt werden,
daß sowohl der Stapel einwandfrei gestützt wird, als auch die Gefahr des Einreißens
des Rohlings in der Fensteröffnung vermieden wird, während dabei die mit dem Stapel
in Berührung stehende Fläche stark verkleinert ist und auch die Randgeschwindigkeit
der einen oder beider Scheiben gegenüber bekannten Anordnungen weitgehend vermindert
wurde.
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Infolge der Verwendung verhältnismäßig großer Scheiben bei früheren
Maschinen, durch welche eine Neigung entstand, den Stapel vom Saugstutzen fortzubewegen,
war es nötig, Tragrollen vorzusehen, die die Reibung der Scheiben verminderten,
indem sie einen Teil des Gewichtes des Stapels aufnahmen und die Scheiben entlasteten.
Diese Rollen schufen jedoch einen Widerstand gegenüber dem Wegziehen des untersten
Rohlings, woraus sich ungenaue Zuführung bzw. Variationen im Abstand vom Stapel
der abgezogenen Rohlinge ergaben, so daß neue Schwierigkeiten beim Betrieb der Maschine
entstanden. Nach der Erfindung ist es nicht notwendig, Tragrollen unter dem Stapel
anzubringen. Es genügt, die äußersten Kanten oder Grenzzonen der Umschlagrohlinge
zu stützen, so daß ihre Kanten gehalten werden, aber weder eine Behinderung beim
Wegziehen des jeweiligen Rohlings entsteht, noch sein freier Fall gestört wird,
sobald der Entnahmevorgang beginnt.
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Der freie Fall des Rohlings ist aus dem obengenannten Grunde allgemein
wünschenswert, er ist jedoch noch in anderer Hinsicht besonders wichtig, wenn Fensterbriefumschläge
verarbeitet werden. Früher war es üblich, der Trennung dienende Hilfsanordnungen,
die Schaufeln genannt werden, vorzusehen, um zu verhindern, daß die Fensteröffnung
des abgezogenen Rohlings sich in dem Fenster des letzten im Stapel befindlichen
Rohlings festhakt. Die Schwierigkeit wird vollkommen vermieden, wenn man den abgezogenen
Rohling frei herunterfallen läßt. Die Schaufeln begrenzten die Produktionsgeschwindigkeit
der Maschine, und ihre Beseitigung hat eine Leistungssteigerung ermöglicht. Es ist
wesentlich, daß eine neue Antriebsvorrichtung für die Scheiben geschaffen wurde,
die die Möglichkeit gibt, die Scheiben, wie beschrieben, zu justieren, und zwar
in einer schnellen und angenehmen Weise und ohne die Funktion des Antriebes zu stören.
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Gemäß der Erfindung wird dies dadurch erreicht, daß jede Scheibe in
einem gleitbaren Schwenkarm gelagert ist, der seinerseits in einer zur Stapelunterfläche
etwa parallelen, nicht verstellbaren Ebene um eine Welle schwenkbar und innerhalb
seines Schwenkbereiches durch seine Gleitfähigkeit in einem Führungsstück verschiebbar
ist.
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In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist jeder Trennscheibe eine
Hilfstrennscheibe zugeordnet, und ferner sind den Trennscheibenpaaren zwei Saugvorrichtungen
zugeordnet, von denen die eine den Randteil des untersten im Stapel liegenden Blattes
so ablenkt, daß die Haupttrennscheibe bestimmungsgemäß arbeiten kann, während die
andere Saugvorrichtung den abgelenkten Randteil des Blattes der Hilfstrennscheibe
zuführt.
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Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung werden nachstehend an Hand
der Zeichnungen beispielsweise beschrieben. In den Zeichnungen zeigt Fig. 1 eine
Gesamtansicht eines Teiles einer charakteristischen Entnahmevorrichtung mit überlappter
Ausbreitung der Rohlinge, in der die Verbesserungen der vorliegenden Erfindung verwirklicht
sind. Die Einzelteile sind dabei für die Verarbeitung eines Stapels verhältnismäßig
kleiner Rohlinge eingerichtet. Durch strichpunktierte Linien ist jedoch außerdem
ein Stapel viel größerer Rohlinge und viel größerer Scheiben angedeutet und dargestellt,
wie diese in der gleichen Maschine zu liegen kämen.
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Fig. 2 stellt eine im Schnitt von der Seite gesehene Teilansicht der
in Fig. 1 gezeigten Vorrichtung dar. Fig. 3 ist eine Draufsicht auf eine der Scheiben
mit der zu ihr gehörenden Antriebseinheit. Die Vorrichtung
ist
aus Gründen der Übersichtlichkeit mitten zwischen ihren beiden Enden unterbrochen
gezeichnet; außerdem ist ein Teil der Justierungsanordnungen gezeigt.
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Fig. 4 ist ein Schnitt nach Linie 4-4 von Fig. 3, Blick in Richtung
der Pfeile.
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Fig. 5 stellt eine im Schnitt gezeichnete Teilansicht einer der Scheiben
sowie der zugehörigen Halterungs-, Antriebs- und Justierungsmittel dar, wobei der
Schnitt nach Linie 5-5 der Fig. 3 verläuft, Blick in Richtung der Pfeile.
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Fig. 6 ist eine Draufsicht ähnlich der Fig. 1, wobei jedoch Scheiben
verschiedener Größen angewendet werden und ein Stapel verhältnismäßig großer Fensterbriefumschläge
verarbeitet wird.
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F'ig. 7, 8 und 9 sind Draufsichten auf Trennscheibenanordnungen nach
der Erfindung und zeigen die Verarbeitung von Fensterbriefumschlägen des Schmalhüllentyps,
wobei die verwendeten Trennscheiben und Briefumschläge in festen Linien gezeichnet
sind, während die Darstellung gleichzeitig, durch strichpunktierte Linien angedeutet,
Teile der viel größeren Scheiben zeigt, welche in den früher üblichen Anordnungen
bei der Verarbeitung der gleichen Umschläge verwendet wurden.
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Fig.10 ist eine im Schnitt gezeichnete Seitenansicht einer Abzieh-Entnahmevorrichtung,
in der eine andere Form des Scheibenantriebs, der Halterung und der Justierungsvorrichtung
dargestellt ist.
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Fig. 11 ist eine im senkrechten Schnitt gezeichnete Teilansicht der
Vorrichtung von Fig. 10, wobei der Schnitt nach Linie 11-11 der Fig. 10 verläuft,
Blick in Richtung der Pfeile.
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Fig. 12 ist eine Teilansicht ähnlich der Fig. 11, zeigt jedoch nur
einen Teil der Vorrichtung der Fig. 11, zusammen mit einem ungummierten Briefumschlag.
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Fig. 13 ist eine Übersichtszeichnung, in der die Scheibenantriebs-,
Halterungs- und Justierungsvorrichtung der Anordnungen der Fig. 10 und 11 in der
Anwendung auf die Zuführungsvorrichtung mit überlappter Ausbreitung der Fig. 1 bis
6 gezeigt ist.
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Fig. 14 ist eine im Schnitt gezeichnete Teilansicht einer anderen
Ausführungsform der Entnahmevorrichtung, in der Tragschaufeln für den Stapel und
Doppelscheiben verwendet werden.
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Fig. 15 ist eine in Draufsicht gezeichnete Teildarstellung der Vorrichtung
der Fig. 14, in der ein Teil der Anordnung weggelassen ist.
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Fig. 16 ist eine im Schnitt gezeichnete Teilansicht, in der ein Teil
der Vorrichtung der Fig. 14 und 15 gezeigt wird.
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Fig. 17 ist eine Draufsicht auf eine der oberen Trennscheiben, die
in einer Stellung gegen das Ende eines Arbeitsvorganges hin gezeichnet ist.
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Fig. 18 ist eine Seitenansicht der Anordnung der Fig. 17 im gleichen
Moment des Arbeitsvorganges. Fig. 19 ist ein Vertikalschnitt nach Linie 19-19 der
Fig. 15, Blick in Richtung der Pfeile.
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Die in den Fig. 1 bis 9 als Beispiel dargestellte Maschine enthält
aufrecht stehende seitliche Rahmenteile 10 und 12 (Fig. 1), die miteinander durch
in ihnen befestigte Querträger 14 und 20 (Fig. 1) verbunden sind. Ein Stapel 22
(Fig. 1, 2, 3, 5) von Umschlagrohlingen ruht auf einem Paar von Trennscheiben 24,
wobei die Scheiben durch eine Vorrichtung gehalten werden, die in den Rahmenteilen
10 und 12 sitzt und weiter unten beschrieben wird. Ein Teil des Gewichtes des Stapels
wird von Stützteilen 28 und 30 (Fig. 1, 2) aufgenommen, die von oben her gehalten
werden, welche Halterungen jedoch nicht gezeichnet sind. Die Rolle 32 (Fig. 1, 2)
ist drehbar in einem Winkel 34 (Fig. 1, 2) gelagert; dieser Winkel 34 ist seinerseits
entlang einer Stange oder Schiene 36 (Fig. 1, 2), die dicht unterhalb der Scheiben
verläuft, einstellbar angebracht. Die Stange 36 ist an ihrem einen Ende im Mittelpunkt
des Querträgers 14 in irgendeiner zweckmäßigen Weise, z. B. durch Schrauben 38 (Fig.
1, 2), befestigt. Der Winkel 34 und die Stange 36 sind beide flach ausgebildet und
besitzen Schlitze und werden durch eine Verschraubung 40 (Fig. 1, 2), bestehend
aus Schraube und Mutter, zusammengehalten.
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An seinem vorderen Ende wird der Stapel durch obere Finger 42 und
42c, (Fig. 2) gehalten, wobei die Finger die vorderen Kanten der Rohlinge etwas
nach oben drücken.
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Der Zuführungsvorgang wird für den untersten Rohling durch die Tätigkeit
eines Saugstutzens 44 (Fig. 1, 2, 6) eingeleitet, der in einer kombinierten Bewegung
sowohl hin und her als auch auf und ab geführt wird. Wenn der Saugstutzen 44 den
untersten Rohling erfaßt hat und sich dann nach unten bewegt, so zieht er die Kante
des untersten Rohlings nach unten bis über den Finger 42 hinaus. Die Saugluft wird
dann abgestellt und der Rohling von einem Paar von Druck- oder Überführungsteilen
46 (Fig. 1, 2) erfaßt, welche die vordere Kante des Rohlings bis zu einem Transportband
48 führen. Eine Mitnahme des Rohlings durch das Transportband wird mittels eines
Paares von Rollen 49 (Fig. 1, 2) erreicht, die in der Längsrichtung des Transportbandes
48 (F'ig. 1, 2) sich über das Ende des Rohlings schieben und ihn gegen das Transportband
pressen. Die Vorrichtung zum Betätigen der Teile 44, 46 und 48 ist bekannt und bildet
keinen Teil der vorliegenden Erfindung.
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Das Transportband 48 ist langsam laufend und fördert den Rohling während
eines Arbeitsvorganges nur entlang eines Weges, der der Breite des gummierten Streifens
des Umschlags entspricht, so daß die Rohlinge auf dem Transportband direkt überlappt
bzw. ausgebreitet zu liegen kommen und für die Zuführung in die Gummiervorrichtung
bereit sind. Der ausgebreitete Stoß Rohlinge wird durch das Transportband 48 vorwärts
und um eine Trommel 50 (Fig. 2) herumgeführt, wobei er durch ein Paar von Andrückgurten
52 (Fig. 1, 2) auf dem Transportband und der Trommel festgehalten wird. Von der
Trommel 50 werden die Rohlinge einer zweiten Trommel 54 (Fig. 1, 2) zugeführt, auf
welcher sie durch Gurte 56 (Fig. 1, 2, 14, 16) und die Zuführungsrollen 58, 60 und
62 (Fig.2) gehalten werden. Die Transporttrommel führt die Rohlinge an einer Gummierungsvorrichtung
64 vorbei, durch welche die Klebränder der Rohlinge gummiert werden. Von der Transporttrommel
54 gelangen die Rohlinge zu einer (nicht gezeichneten) Trockenvorrichtung und werden
dann weiteren Vorrichtungen zugeführt, in denen die Fertigstellung zu gebauchsfertigen
Umschlägen stattfindet.
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Die neuen mechanischen Anordnungen, die der Halterung, dem Antrieb
und der Justierung der jeweils verwendeten Trennscheiben dienen, sind in den Fig.
1, 3, 4, 5 und 6 dargestellt. Die mechanischen Anordnungen sind einander gleich,
so daß die Beschreibung einer von ihnen genügt.
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Eine angetriebene Vertikalwelle 66 (Fig. 4) verläuft außerhalb des
Rahmenteiles 10 und ist drehbar in einem festen stehenden Lagerwinkel 68 (Fig. 1,
4) gelagert, der an dem Rahmenteil 10 sitzt. Die Welle 66 besitzt einen abgesetzten
oberen Endteil 70. Ein Ansatzstück
72 ist auf den Endteil 70 der
Welle aufgesetzt und auf diesem durch Schrauben 74 befestigt, die durch die Wandung
des Ansatzstückes 72 hindurchgeschraubt sind und in eine Nut 76 eingreifen, die
in dem Endteil 70 der Welle angebracht ist. Das Ansatzstück 72 (Fig. 4) besitzt
ein abgesetztes oberes Ende 78 (Fig. 1, 3, 4, 5, 6), das eine aufwärts gerichtete
Schulter 80 (Fig. 4) formt, dort wo der abgesetzte Teil beginnt. Ein Kettenrad 82
(Fig. 1, 3, 4, 5, 6), welches dem Antrieb einer Kette 84 dient, ist auf das abgesetzte
Endstück 78 aufgesetzt und ruht dabei auf der Schulter 80. Eine Unterlegscheibe
86 (Fig. 4, 5) wird durch eine Mutter 88, die auf das obere Ende des abgesetzten
Teiles 78 geschraubt ist, gegen die obere Fläche des Kettenrades 82 gepreßt. Ein
Stift 90 (Fig. 4) ragt seitlich aus dem abgesetzten Ende 78 heraus und ruht in einem
Schlitz der Scheibe 86, um sicherzustellen, daß die Scheibe zusammen mit dem Wellenansatz
72 umläuft.
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Der Wellenansatz 72 besitzt an seinem unteren Ende einen größeren
Durchmesser als die Welle 66 und ragt daher nach außen hin über den Umfang der Welle
66 hinaus. Zusammen mit dem Winkel 68 dient dies dazu, eine Führungsbuchse 92 eines
Winkels 94 (Fig. 3, 4) gegen eine axiale Verschiebung gegenüber der Welle 66 zu
sichern, während der Winkel jedoch frei um die Welle herum drehbar ist. Der Winkel
94 trägt eine Antriebs- und Halterungseinheit, von der die Kette 84 (Fig. 1, 3,
4, 5) ein Teil ist. Die gesamte Einheit kann zusammen mit dem Winkel um die Welle
66 als Achse geschwenkt werden. Die Einheit ist gegenüber dem Winkel auch in der
Längsrichtung verstellbar. Zu dem Winkel gehört ein Führungsstück 96 (Fig. 4), das
eine Ausnehmung enthält, in der eine verschiebbare Lagerschiene 98 (Fig. 1, 3, 4,
5) in der Längsrichtung verschiebbar eingesetzt ist. Eine Deckplatte 100, die mit
Schrauben 102 (Fig. 5) an dem Führungsstück 96 befestigt ist, hält die verschiebbare
Lagerschiene 98 in der Führungsnut fest.
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Auf dem äußeren Ende der verschiebbaren Lagerschiene 98 sitzt ein
Kettenrad 104, über welches die Kette 84 läuft. Ein Lagerstift 106 (Fig. 1, 3, 4,
5, 6), der einen Flansch bzw. Kragen 108 (Fig. 5) zwischen seinen beiden Enden trägt,
ist mit seinem unteren Ende in die Stangen 98 eingesetzt und mittels einer Unterlegscheibe
110 und einer Mutter 112 (Fig. 5) an der Stange befestigt. Die Nabe des Kettenrades
104 (Fig. 1, 3, 4, 5, 6) ist drehbar im oberen Ende des Lagerstiftes 106 gelagert,
wobei eine axiale Verschiebung durch den Kragen 108 und einen oberen Kragen 114
(Fig. 5) verhindert wird. Der Kragen 114 wird durch eine Madenschraube 116 auf dem
Lagerstift 106 festgehalten (Fig. 5).
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Auf dem dem Kettenrad 104 (Fig. 1, 3, 4, 5, 6) entgegengesetzten Ende
der verschiebbaren Lagerschiene 98 ist diese mittels Schrauben 118 fest mit einem
Tragarm 120 (Fig. 3, 5), daran eine Lagerhülse 122 sitzt, fest verschraubt. Eine
vertikal verlaufende Welle 124 ist in der Lagerhülse 122 geführt. Ein Kettenrad
126, dessen l\Tabe auf dem oberen Ende der Welle 124 (Fig. 1, 3, 5, 6) fest verstiftet
ist, führt am anderen Ende der Stange die Kette 84. Ein Kragen 128 (Fig. 5), der
direkt unterhalb' der Lagerhülse 122 auf die Welle 124 aufgesetzt und mit ihr verstiftet
ist, liegt mit seiner oberen Fläche an der Lagerhülse an und verhindert zusammen
mit der Nabe des Kettenrades 126 eine Axialbewegung der Welle 124 und ist gegen
Verdrehung auf dieser durch einen Keil 130
(Fig. 5)- gesichert, während eine
Madenschraube 132 die Scheibe 24 festhält. Das Führungsstück 96 trägt ein Paar Führungskettenräder
134 (Fig. 1, 3, 4, 5, 6), die einander gleich sind. Jedes Kettenrad ist drehbar
am oberen Ende je eines Lagerstiftes 136 gelagert. Die Lagerstifte besitzen Flansche
bzw. Kragen 138, die in Ösen 139 (Fig. 4, 5) des Führungsstückes 96 (Fig. 4) eingesetzt
sind. Die Naben der Kettenräder werden zwischen dem Kragen 138 und dem oberen Kragen
140 (Fig. 5) festgehalten, wobei die letzteren Kragen durch Madenschrauben 142 (Fig.
5) auf den Lagerstiften 136 befestigt sind. Das untere Ende der Lagerstifte sitzt
in den Ösen 139 und wird durch Madenschrauben 144 (Fig. 5) dort festgehalten. Ein
in der Stange angebrachter Schlitz 143 (Fig. 3), durch den das untere Ende der Lagerstifte
hindurchgeht, ermöglicht eine Justierung der Lagerstifte in der Längsrichtung der
Stange 98, so daß ein Lockerwerden der Kette 84 ausgeglichen werden kann.
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Es ist festzustellen, daß die Stange 98 zusammen mit dem Arm 120 der
Lagerhülse die Kettenräder 104 und 126 in einem festen Abstand hält, der sich nach
Justierung des Kettenrades 104 (Fig. 3) zum Ausgleich der Kettenspannung nicht mehr
verändert. Die Kettenräder 134 dienen dazu, den von ihnen geführten Teil der Kette
mit dem nicht geführten Teil parallel zu halten. Wie am besten aus Fig. 3 zu erkennen
ist, wird die Kette 84 um die Endkettenräder 104 und 126 herumgeführt, läuft über
die Innenseiten der Kettenräder 134 und wird seitlich heraus- und um das Zahnrad
82 herumgeführt. Wenn die Stange 98 längsverschoben wird, bewegen sich die Kettenräder
104 und 126 zusammen. Die Kettenräder 82 und 134 dagegen bleiben fest stehen. Die
vorgeschriebene Länge der Kette wird durch diese Justierung nicht beeinflußt. Wenn
der Winkel 94 um die Welle 66 herumgeschwenkt wird, bleibt die Länge der Kette unverändert.
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Eine Schutzhaube 146 (Fig. 3, 4), die von der Stange 98 so getragen
wird, ist befestigt, und Schrauben 148, die in Ansätze 150 der Stange 98 eingeschraubt
sind, schützen dieAntriebseinheit. Die Schutzhaube besitzt eine seitliche Ausbuchtung
151 (Fig. 3), welche die feststehenden Kettenräder 82 und 134 umfaßt; da die Schutzhaube
146 die Bewegung der verschiebbaren Lagerschiene 98 bei der Justierung mitmacht,
hat die seitliche Ausbuchtung eine solche Länge, daß sie den Justierungsvorgang
unbehindert durchzuführen gestattet.
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Während die Justierung der verschiebbaren Lagerschiene 98 die gegenseitige
Lage der Antriebsteile ohne Änderung der vorgeschriebenen Länge der Kette aufrechterhält,
wie bereits oben ausgeführt wurde, würde sie eine Drehung der Zahnräder 104 und
126 hervorrufen und dadurch eine auf die Arbeitsphase der Trennscheibe wirkende
Veränderung der Einstellung der Scheibe bedingen, wenn keine Maßnahmen zur Verhinderung
dieser Verstellung vorgesehen wären. Aus diesem Grunde ist das Kettenrad 82 mittels
der Mutter 88 auf dem Wellenansatz 72 befestigt. Entweder vor oder nach der Justierung
wird die Mutter 88 auf dem abgesetzten Ende 78 des Wellenansatzes 72 gelöst, so
daß das Kettenrad 82 gegenüber der Welle 66 verdreht werden kann (Fig. 3, 4). Nach
Vornahme der gewünschten Justierung wird die Stellung der Scheibe überprüft und,
wenn notwendig, die Scheibe in ihrer Lage justiert und danach die Mutter 88 wieder
angezogen. Damit die Mutter 88 zugänglich ist und von außen her bedient werden kann,
ist ein Schlitz 152 in der seitlichen Ausbuchtung 151 der Schutzhaube 146 angebracht.
Zwecks
Vornahme der gewünschten Justierungen unter Belassung der Antriebsteile in den justierten
Stellungen ist ein einstellbares Verbindungsglied zwischen der Lagerhülse 122 und
dem Maschinenrahmen vorgesehen. Ein mit einer Nut versehenes Führungsstück 154 sitzt
verschiebbar auf der Schiene 201, auf der es durch eine Deckplatte 156 festgehalten
wird, die ihrerseits durch Schrauben 158 an dem Führungsstück befestigt ist. Das
Führungsstück 154 ist normalerweise in seinem Sitz auf der Schiene 20 durch eine
Feststellschraube 160 festgelegt. Die Feststellschraube kann gelöst werden, wenn
es nötig wird, das Führungsstück zu justieren.
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An dem Führungsstück 154 (Fig. 1, 5) ist eine Verbindungsstange 162
so befeftigt, daß sie in dem Befestigungspunkt am Führungsstück sowohl eine Drehbewegung
um diesen als auch eine hin- und bergleitende Bewegung ausführen kann. Das Verbindungsstück
besitzt einen längsverlaufenden Schlitz 164, durch welchen der Schaft einer Halteschraube
166 hindurchragt. Die Halteschraube ist normalerweise soweit wie möglich in das
Führungsstück 154 hineingeschraubt, so daß der Schraubenkopf das Verbindungsstück
gegenüber dem Führungsstück in einer vorgeschriebenen Lage festhält. Zur Durchführung
einer Justierung kann die Schraube gelöst werden. Das gegenüberliegende Ende des
Verbindungsstückes ist drehbar an dem fest an der Lagerhülse 122 sitzenden Ansatz
168 mittels einer Schraube 170 befestigt (Fig. 5). Es ist leicht einzusehen, daß
die beschriebenen justierungsmittel Justierungsbewegungen erlauben, die sich aus
Längs- und Querbe-,vegungen in jeder gewünschten Größe oder jedem gewünschten Verhältnis
zusammensetzen können. Da die beschriebene Antriebs-, Halterungs- und Justierungsvorrichtung
als vollständiges und unabhängiges Aggregat für jede Scheibe vorgesehen ist, können
die Scheiben unabhängig voneinander und entsprechend jedem vorliegenden Fall justiert
werden.
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In Fig. 1 ist ein Paar verhältnismäßig kleiner Scheiben 24 bei der
Verarbeitung eines Stapels 22 ziemlich kleiner Umschlagrohlinge gezeigt. Ein Stapel
22a verhältnismäßig großer Rohlinge ist durch strichpunktierte Linien angedeutet,
und relativ große Scheiben 24a, die der Verarbeitung der großen Umschläge dienen,
sind ebenfalls durch strichpunktierte Linien dargestellt. Die Möglichkeit zur Durchführung
von Justierungen sowohl in der Längs- als auch in der Seitenrichtung in einer Ebene
gestattet die Verwendung kleiner Scheiben, und zwar mit dem Resultat, daß a) die
Stelle, an der die Spitzen der Scheiben in den Stapel eingreifen, in der Nähe der
Stelle liegt, an der der Saugstutzen zur Wirkung gelangt, b) der Stapel so gestützt
wird, daß er sich nicht nach unten durchwölben kann, c) die Reibung so klein bleibt,
daß zusätzliche Stützrollen unnötig sind, d) ein Einreißen der Fenster von Fensterbriefumschlägen
durch die Spitzen der Scheiben vermieden wird, e) eine Behinderung der Scheiben
durch die Stützen 28 nicht eintreten kann, so daß die Anbringung von Rillen auf
der Unterseite der Scheiben unnötig wird.
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Ein besonders wichtiger Punkt ist es, daß die hintere Seite der Rohlinge
schnell freigegeben wird und frei herunterfallen kann. Dies bringt die Reibungs-%viderstände
in Fortfall, die auftreten, wenn zusätzliche Stützrollen für den Stapel verwendet
werden, und unterstützt die Einhaltung genauer Abstände und die Ausrichtung der
geförderten Rohlinge. Wenn Fensterbriefumschläge verarbeitet werden, so bildet der
freie Fall der Rohlinge außerdem einen vollkommenen Schutz gegen das Festhaken der
Kanten der Fensteröffnung des abgesonderten Rohlings in der Fensterkante des vorhergehenden
und zuunterst im Stapel verbleibenden Rohlings. Hierdurch kann die Entnahmevorrichtung
weiter vereinfacht werden, da die in früheren Maschinen zum Schutz gegen ein solches
Festhaken vorgesehenen Schaufeln in Fortfall kommen können.
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Wenn keine Fensteröffnung vorhanden ist oder die Fensteröffnung im
Mittelpunkt des Rohlings liegt wie bei den schmalen Rohlingen der Fig. 1, werden
Scheiben derselben Größe verwendet und die Scheiben symmetrisch angeordnet. Für
Rohlinge mit einer anderen Lage der Fensteröffnung können Scheiben verschiedener
Größe verwendet werden, und deren Anordnung kann unsymmetrisch sein.
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Die in Fig. 6 gezeigte Vorrichtung ist im wesentlichen die gleiche
wie die in den Fig. 1 bis 5, und in der Übersichtsdarstellung dieser Figur wurden
deshalb die gleichen Bezugsziffern benutzt wie in den vorhergehenden Figuren. Der
Rohling 22 b ist dagegen als ein großer Rohling mit einer dicht an der einen Seitenkante
liegenden Fensteröffnung dargestellt. Die Darstellung zeigt, wie eine kleine Scheibe
24 b und eine große Scheibe 24c in einem solchen Falle zusammenarbeiten können.
Die beiden Scheiben geben zusammen die nötige Stützfläche. Ohne die Möglichkeit
einer Universaljustierung könnte diese vorteilhafte und wirkungsvolle Anordnung
nicht verwirklicht werden.
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Die Fig. 7, 8 und 9 zeigen weitere Exemplare unsymmetrischer Fensterbriefumschlagrohlinge
und die in den verschiedenen Fällen möglichen und benutzten Anordnungen, um den
Stapel ausreichend, aber mit Auflage auf einer möglichst kleinen Fläche zu stützen.
Der in den Fig. 7, 8 und 9 benutzte Mechanismus ist der gleiche wie in den Fig.
1 bis 6.
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In Fig. 7 befindet sich das Fenster in dem Rohling 2.2g links von
der Mitte und in der Nähe des unteren Knicks des Umschlags. Die Scheibe 24g1 ist
dementsprechend kleiner gewählt als die Scheibe 24g2. Der Mittelpunkt der Scheibe
24g l ist gegenüber dem Mittelpunkt der Scheibe 24.g2 nach vorn verschoben und liegt
der Mittellinie näher als der Mittelpunkt der zweiten Scheibe. Scheiben mit der
Bezeichnung 24g3, die für den gleichen Rohling in Maschinen früherer Ausführung
verwendet werden mußten, sind in der entsprechenden Arbeitsstellung teilweise gezeichnet.
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In Fig. 8 befindet sich das Fenster in dem Rohling 22h links von der
Mittellinie und ist in der hinteren Klappe des Rohlings ausgestanzt. Unter diesen
Umständen wird eine kleine Scheibe 24h2 und eine noch kleinere Scheibe 24h1 benutzt.
Die Scheibenmittelpunkte sind weit nach vorn verschoben. Der Mittelpunkt der Scheibe
24h 1 liegt der Mittellinie näher als der Mittelpunkt der Scheibe 24h2. Scheiben
mit der Bezeichnung 24h3, wie sie hätten verwendet werden müssen, wenn die Maschine
nach der früheren Art gebaut wäre, sind in der entsprechenden Arbeitsstellung teilweise
angedeutet.
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In Fig. 9 ist das Fenster in den Rohlingen in bezug auf die Ansaugvorrichtung
nach rechts hinten verschoben. Unter diesen Verhältnissen werden mit Vorteil gleich
große Scheiben verwendet, obwohl das Fenster unsymmetrisch liegt. Die Scheibe 24i
1 liegt jedoch der Mittellinie näher als die Scheibe 24 i 2. Die Scheibenmittelpunkte
liegen auf einer Linie und gegenüber
der Verbindungslinie der Scheiben,
die in früheren Anordnungen verwendet wurden, weit nach vorn verschoben. Die Scheiben
sind viel kleiner als die Scheiben, die man in Maschinen der früheren Art verwenden
mußte. Scheiben mit der Bezeichnung 24i3, die man in früheren Maschinen hätte verwenden
müssen, sind in ihrer Arbeitsstellung teilweise angedeutet. In den Fig. 10 und 11
ist eine Abnehmevorrichtung gezeigt, in der eine andere Ausführungsform der Halterungs-
und Antriebsvorrichtung für die Scheiben verwirklicht ist, wobei diese Konstruktion
ebenfalls eine Universaljustierung der Trennscheiben vorsieht. Die neue Halterungs-,
Justierungs- und Antriebsanordnung der Fig. 10 und 11 ist auch auf die Entnahmevorrichtung
mit Ausbreitung der Rohlinge der Fig. 1 bis 6 anwendbar, wie an Hand der Fig. 13
erläutert werden wird.
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In den Fig. 10- und 11 ist ein Stapel 201 von Umschlagrohlingen
dargestellt, der durch geneigte Stäbe 28 j gehalten wird, wobei die Rohlinge, wie
aus Fig. 10 zu erkennen ist, auf der Kante stehen. Die rechtsseitigen Enden der
Stäbe 28j sind stärker als der übrige Teil, so daß sie etwas über die normale Randpartie
des letzten Rohlings im Stapel hinaus vorstehen. Die Stäbe 28j werden in
üblicher Weise gehalten, wobei die Möglichkeit vorgesehen ist, Justierungen in vertikaler
und horizontaler Richtung vorzunehmen, um Stapel von Umschlägen verschiedener Größe
verarbeiten zu können. Über den Stäben 28j
wird der Stapel durch ein Paar
Trennscheiben 24j1 und 24j2 gehalten.
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Ein Ansaugstutzen 202, der mit einer geeigneten Saugluftquelle durch
einen biegsamen Schlauch verbunden, wird durch eine auf einer Schwenkwelle 205 sitzende
Kurbel 204 geführt. Die Welle 205 wird in zeitlicher Abhängigkeit von der Stellung
der Trennscheiben durch eine Vorrichtung bekannter Ausführung (nicht gezeigt) geschwenkt.
Rechts von den Trennscheiben ist eine Zuführungseinrichtung angebracht, die aus
einer fest auf einer Welle 207 sitzenden ganzen Rolle 206 und einem Paar
ihr gegenüberstehender Rollensegmente 208 besteht, die fest auf einer der Welle
207 parallel geführten Welle 209 sitzen. Die Welle 209 wird in zeitlicher Abhängigkeit
von der Bewegung der Trennscheiben und der Saugvorrichtung so angetrieben, daß sie
für jeden vollen Arbeitsrhythmus der Scheiben und der Saugvorrichtung eine Umdrehung
ausführt. Der Saugstutzen 202 ist um die Welle 209 herum- und zwischen den Segmenten
208 hindurchgeführt. Die Saugvorrichtung schafft einen Zwischenraum zwischen dem
letzten Rohling und dem Rest des Stapels, in welchen Zwischenraum die Spitzen der
Trennscheiben eingreifen. Die Saugvorrichtung bewegt sich weit genug nach rechts,
so daß der obere Rand des Rohlings in eine Stellung geführt wird, in der er von
den Segmenten 208 und der Rolle 206 erfaßt wird, und kehrt dann wieder in die Ausgangsstellung
zurück, um den nächsten Rohling mitzunehmen. Die Rohlinge werden durch die Entnahmevorrichtung
einzeln verarbeitet und durch die Rollenkombination 206-208 anderen Fördereinrichtungen
zugeführt, durch die sie an weitere mechanische Anordnungen weitergegeben werden,
die sie zu fertigen Umschlägen verarbeiten.
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Die Entnahmevorrichtung ähnelt im wesentlichen den früher bekannten
Abnahmevorrichtungen dieser Art. Die neuen Entnahmevorrichtungen der als Beispiel
gezeigten Anordnungen betreffen im wesentlichen die Mittel zur Halterung, Justierung
und dem Antrieb derTrennscheiben. Geneigte, längsverlaufendeRahmenteile 210 halten
eine Querwelle 211, die sich mit der gleichen Umlaufgeschwindigkeit wie die Welle
209 dreht. Die Welle 211 treibt über untereinander gleiche Kegelräder 212 und 213
zwei Wellen 214, die parallel zu den Rahmenteilen 210 stehen und in Ösen 215 und
216, die an den Rahmenteilen 210 sitzen, so gelagert sind, daß sie sich nicht längs
verschieben können. Die Wellen 214 werden mit gleicher Geschwindigkeit, aber in
entgegengesetzter Richtung von der Welle 211 angetrieben.
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Aufrecht stehende Rahmenteile 217 (Fig. 11) sind an ihren oberen Enden
miteinander durch eine rechteckige Schiene 218 verbunden. Jede Welle 214 trägt fest
auf ihrem linken Ende je ein Kettenrad 219 (Fig. 11), durch das der Antrieb je einer
der Trennscheiben erfolgt. Die Antriebsanordnungen zwischen den Kettenrädern 219
und den Scheiben sind einander gleich, und es genügt daher eine Beschreibung für
beide. Die Scheiben selbst und die erwähnten Anordnungen des Antriebs werden von
der Schiene 218 gehalten. Jede der Scheiben kann einzeln einer Universaljustierung
unterzogen werden, und die Antriebsanordnungen sind so ausgebildet, daß sie die
Scheiben in allen durch die Justierung gegebenen Stellungen anzutreiben gestatten.
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Die Trennscheibe 24j 1 ist abnehmbar auf das vordere Ende der Welle
220 aufgesetzt, wobei diese in einer Lagerhülse 221 (Fig. 10) geführt wird. Die
Lagerhülse 221 trägt fest einen nach oben reichenden geschlitzten Tragarm 222 (Fig.10).
Fest auf der Welle 220, zu beiden Seiten der Lagerhülse 221 sitzende Kragen 223
verhindern eine axiale Verschiebung der Welle in der Lagerhülse. Die Welle 220 trägt
fest auf ihrem hinteren Ende ein Kettenrad 224, welches durch die Kette 225 von
dem Kettenrad 219 angetrieben wird (Fig. 10, 11).
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Der Tragarm 222 sitzt auf einem Tragstück 226, in dessen Rückseite
eine Nut eingearbeitet ist, in der der Tragarm 222 in der Längsrichtung verschoben
und justiert werden kann. Der Tragarm kann dabei in jeder gewählten justierungsstellung
durch eine Kopfschraube 229, deren Schaft durch den Schlitz 228 des Tragarmes 222
hindurchreicht und in das Tragstück 226 eingeschraubt ist, festgestellt werden.
Eine Verschiebung des Tragarmes 222 in der Längsrichtung verschiebt auch die Lagerhülse
221 samt der Scheibe 24j1 und dem dazugehörigen Kettenrad 224 in der gleichen
Richtung. Eine Verschiebung des Tragstücks 226 in Querrichtung entlang der Schiene
218 ergibt eine Querverschiebung der Lagerhülse 221 samt der Scheibe 24 j 1 und
dem dazugehörigen Kettenrad 224. Somit ist also eine Justierung der Scheibe 24j
1 in der Längs- und Seitenrichtung in einer Ebene möglich.
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Das Tragstück 226 besitzt auf seiner Vorderseite eine horizontal verlaufende
Nut, in welche die Schiene 218 hineinpaßt. Eine Deckplatte 229, die auf der Vorderseite
des Tragstücks 226 sitzt, verdeckt die offene Seite der Nut und hält das Tragstück
und die Schiene in Verbindung. Das Tragstück kann in jeder gewünschten Justierungsstellung
durch eine Stellschraube 230 festgestellt werden, die durch einen Teil des Tragstücks
geschraubt ist und gegen eine Fläche der Schiene drückt. Eine Verschiebung des Tragstücks
226 entlang der Schiene bewirkt eine seitliche Justierung der Scheibe 24j 1 und
des Kettenrades 224. Es ist leicht einzusehen, daß die Justierungen in der Längs-
und Seitenrichtung in einer Ebene unabhängig voneinander ausgeführt oder aber auch
in jedem gewünschten Grade kombiniert werden können (Fig. 10).
Da
eine Justierung des Kettenrades 224 den Abstand zwischen diesem und dem feststehenden
Kettenrad 219 ändert, ist es nötig, dafür zu sorgen, daß die Antriebsverbindung
zwischen beiden auch unter verschiedenen Justierungsbedingungen erhalten bleibt.
Zu diesem Zweck ist ein nicht angetriebenes Kettenspannrad 231 drehbar zwischen
Kragen 232 auf einer Achse 233 aufgesetzt. Das vordere Ende der Achse 233 sitzt
in einem Tragarm 234. Das entgegengesetzte Ende des Tragarmes 234 ist unter Verwendung
von Federscheiben 235 an dem geschlitzten Tragarm 222 mittels einer Kopfschraube
236, die durch den Schlitz 228 hindurchragt, und einer auf der Kopfschraube 236
sitzenden Mutter 237 befestigt. Wenn die Mutter 237 gelöst- wird, kann der Tragarm
234 entweder geschwenkt oder sein festgeklemmtes Ende kann entlang des Armes 222
verschoben werden (Fig. 10, 11).
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In F'ig. 11 ist das kleinste Format eines Umschlagrohlings mit offener
Seite, den die Maschine verarbeiten soll, bei 22j1 in festen Linien gezeichnet,
während das größte verarbeitbare Format durch strichpunktierte Linien bei
22j2 dargestellt ist. Die Scheiben 24 j 1 und 24 j 2 sind in der Stellung
für die Verarbeitung des kleinen Rohlings in festen Linien gezeichnet, während die
verhältnismäßig großen Scheiben 24j 3 und 24j4 in strichpunktierten Linien
in der Arbeitsstellung zur Verarbeitung des großen Rohlings gezeichnet sind. Beim
Übergang von der einen Einstellung auf die andere werden die Mittelpunkte der Scheiben
sowohl seitlich als auch längs verschoben. Ebenso wie bei der Maschine mit überlappter
Ausbreitung gestattet auch hier die Möglichkeit zur Universaljustierung die Verwendung
verhältnismäßig kleiner Scheiben und die Kombination verschiedener Scheibengrößen
bei unsymmetrischen Fensterumschlagrohlingen.
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In Fig. 12 ist die Abnahme- und Zuführungsvorrichtung der Fig. 10
und 11 bei der Verarbeitung eines offenen Umschlagrohlings gezeigt.
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Die Halterungs-, Justierungs- und Antriebsvorrichtung für die Scheiben,
entsprechend den Fig. 10 und 11, kann auch bei der Maschine mit überlappter Ausbreitung
der Fig. 1 bis 6 Verwendung finden, wie in Fig. 13 schematisch dargestellt ist.
Hier erfolgt der Antrieb von einem feststehenden Kettenrad 82 m über eine Kette
225,m auf ein Kettenrad 224m, das die Trennscheibe 24m1 antreibt und zusammen
mit der Scheibe justiert wird. Die Kette 225m läuft außerdem über ein einstellbares
Kettenspannrad 231 m, das von einem justierbaren Haltearm 234m getragen wird. Der
; Haltearm 234m sitzt mit seinem einen Ende fest an einem geschlitzten Tragarm 222.m,
und zwar so, daß eine Dreh- und Verschiebungsbewegung in bezug auf dieses zum Zwecke
der Justierung ausgeführt werden kann, wie in Verbindung mit den Fig. 10 und 11
be-
reits beschrieben wurde. Der Tragarm 222m, der die Achse 220, m der Scheibe
24 m 1 trägt, kann in seiner Längsrichtung in einem Tragstück 226 m verschoben
werden, und das Tragstück seinerseits kann seitlich entlang einer Querschiene 20m
justiert werden, wie bereits bei den Fig. 10 und 11 beschrieben wurde. Der Saugstutzen
46m, die Stützrolle 32,in und die Haltestäbe 28m entsprechen in Bau und Funktion
sinngemäß dem Saugstutzen 46, der Stützrolle 32 und den Haltestäben 28 der Fig.
1. Die hier beschriebene f mechanische Anordnung auf der linken Seite der Fig. 13
wiederholt sich auf deren rechter Seite. Die Vorrichtung ist bei der Verarbeitung
eines großen Briefumschlagrohlings 22m gezeigt, wobei die verhältnismäßig kleinen
Scheiben 24m1 und 24m2 in ; der Arbeitsstellung gezeigt sind. Die entsprechenden,
für frühere Maschinen zur Verarbeitung des gleichen Umschlagrohlings nötigen Scheiben
sind bei 24m3 in ihrer Arbeitsstellung in strichpunktierten Linien angedeutet.
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Die Maschine der Fig. 14 bis 18 ist eine Zuführungsvorrichtung mit
überlappter Ausbreitung und entspricht im wesentlichen der in Fig. 1 bis 6 gezeigten
Zuführungsvorrichtung. Dementsprechend wurden gleiche Bezugsziffern, die zusätzlich
mit einem Index »n« versehen wurden, für entsprechende Teile verwendet; die ausführliche
Beschreibung beschränkt sich auf die Einzelheiten, welche Fig. 14 und 18 kennzeichnen,
und auf die unmittelbar damit im Zusammenhang stehenden Konstruktionsmerkmale.
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In dieser Form der Maschine ist auf der Rückseite des Stapels eine
neuartige Vorrichtung vorgesehen, die auf dieser Seite das Hauptgewicht des Stapels
aufnimmt, während auf der Vorderseite des Stapels eine neuartige Vorrichtung die
Trennung der Rohlinge besorgt.
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Auf der Vorderseite des Stapels trägt jede Scheibenachse 124n eine
obere Scheibe 24n und eine untere Scheibe 24p. Die Saugvorrichtung 44n verzweigt
sich in den oberen Ansaugstutzen 44 an und in den unteren Ansaugstutzen 44p. Bei
dieser Ausführungsform der Trennvorrichtung wird jeder Rohling in zwei Arbeitsphasen
von dem Stapel 22n getrennt und fortgeführt (Fig. 14).
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Wenn die Maschine in Betrieb gesetzt wird, wird der Rohling zwischen
den vier Haltestäben 28 n festgehalten und an seiner Hinterkante durch Ansätze
28 aii, die an den beiden hinteren Haltestäben sitzen, gestützt. Er wird
außerdem von den oberen Scheiben 24n gehalten. Im vorgeschriebenen Zeitpunkt der
Arbeitsphase bewegt sich die Ansaugvorrichtung 44an zuerst nach innen und dann nach
unten, wobei der Saugstutzen 44an den Rand des ersten Rohlings erfaßt und dann nach
unten unter die Spitze der oberen Scheibe24n führt. Während dieDrehung der Scheiben
weitergeht, fahren die Spitzen der oberen Scheiben in den Zwischenraum zwischen
Stapel und abgelenktem Rohling hinein und zwischen Rohling und Stapel hindurch.
Hierdurch wird der erste Rohling von dem Stapel getrennt, außer an der Stelle, wo
er auf den Stützansätzen 28 an ruht. Die erste Phase des Trennvorganges beläßt
den ersten Rohling in der mit 22n bezeichneten Stellung, in der er, leicht nach
unten geneigt, in dem Raum zwischen oberen und unteren Scheiben hängt (Fig. 14).
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Während der zweiten Phase des Trennvorganges bewegt sich der Saugstutzen
44 an nach innen, um den zweiten Rohling zu erfassen. Der zweite Rohling
wird dann in der zweiten Arbeitsphase behandelt wie der andere Rohling in der ersten
Phase. Gleichzeitig mit dem oberen Saugstutzen bewegt sich der untere Stutzen 44p
nach innen und faßt den Rand des ersten Rohlings, um ihn noch weiter nach unten
zu ziehen. Die Andrückvorrichtungen 46c bewegen sich ebenfalls nach innen und drücken
den Rohling, nachdem er von der unteren Scheibe 24p in der vorgeschriebenen Weise
abgelenkt worden ist, gegen das Transportband 48n, und zwar in einer solchen Lage,
daß sich die Rolle 49n vorschriftsmäßig über ihn hinwegbewegen kann. Bei jeder folgenden
Arbeitsphase werden zwei Rohlinge gleichzeitig in der oben beschriebenen Weise gefördert,
und zwar der eine durch die untere Scheibe 24p und den unteren Saugstutzen 44p und
der andere durch die obere Scheibe 24n und den oberen Saugstutzen
44
an, die Andruckvorrichtung 46 n und die Rolle 49n. Nach dem ersten Rohling wird
während jeder Arbeitsphase ein Rohling abgesondert und gefördert (Fig. 14).
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Die Scheiben 24n und 24p haben im wesentlichen die gleiche Form und
sind so angebracht, daß ihre Spitzen während des Arbeitsvorganges einander entsprechende
Stellungen durchlaufen. Der hintere Teil der oberen Scheibe 2412 ist anders ausgeführt
als der entsprechende Teil der Scheibe 24p. Und zwar ist der hintere Teil der Scheibe
24n mit einer nach unten gebogenen Platte 250 versehen, die einen Ablenkvorsprung
bildet, welcher den teilweise abgesonderten Rohling nach unten in den Arbeitsbereich
des unteren Ansaugstutzens 44p ablenkt. Die entsprechende Fläche der unteren Scheibe
24p kann entlang der Linie 253 ausgeschnitten sein (Fig. 18).
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Die Entlastungsvorrichtung, die die Stützansätze 28an von dem Gewicht
des Stapels entlastet, enthält einen feststehenden Winkel 254, der Führungsstücke
256 und 258 besitzt, in denen eine Antriebswelle 260 gelagert ist (Fig. 16).
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Die Welle 260 wird durch ein Kettenrad 264, eine Kette 266 und ein
Kettenrad 268, von der Welle 262 einer Kurvenscheibe angetrieben. Sie macht daher
wie jede der Wellen 124n der Scheiben während jedes einzelnen Trennvorganges eine
Umdrehung (Fig. 14, 15,16).
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Auf der Welle 260 sitzt fest eine Schnecke 270, die ein Schneckenritze1272
treibt, wobei dieses letztere auf der Welle 274 aufgekeilt ist. Die Welle 274 mit
Distanzbüchse 310 ist in den unteren und oberen Winkelarmen 276 und 278 des Winkels
254 gelagert gelagert (Fig.15).
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Ein als Lager dienender Kopfbolzen 280 steht parallel zur Welle 274
und dient zur Lagerung einer unteren Schaufel 282 und einer oberen Schaufel 284.
Die untere Schaufel besteht aus einer Klinge 286, einem Tragarm 288, auf dem die
Klinge unverrückbar befestigt ist, und einer Nabe 290, die ebenfalls fest mit dem
Arm 288 verbunden ist. Die obere Schaufel besteht aus einer Klinge 292, einem Tragarm
294, auf dem die Klinge festsitzt, und einer mit dem Tragarm 294 fest verbundenen
Nabe 296. Der Bolzen 280 ist der Reihe nach, nach unten durch den Tragarm 294, die
Nabe 296, den Tragarm 288, die Nabe 290 und den Winkelarm 278 hindurchgesetzt. Eine
Mutter 298 ist auf das abgesetzte untere und mit Gewinde versehene Ende des Bolzens
280 geschraubt und hält die Teile zusammen (Fig. 16).
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Die Schaufeln 282 und 284 werden mittels gleitender Verbindungsgleitstücke
300 und 302 durch das Schneckenritzel 272 und die Welle 274 bewegt. Jedes der Verbindungsstücke
ist drehbar mit dem entsprechenden Schaufelarm verbunden und besitzt einen geraden
Führungsschlitz 304, durch den die Welle 274 hindurchgeht (Fig. 15). Wie bereits
erwähnt wurde, ist das Schneckenritzel 272 auf die Welle 274 aufgekeilt, und zwar
in dem Nabenteil des Schneckenritzels. Eine Kurvenscheibe 306, die auf die Welle
274 aufgekeilt ist, sitzt mit ihrer Nabe auf dem Ritze1272. Das Verbindungsgleitstück
300 trägt eine Tastrolle 316 für die Kurvenscheibe 306, die mit dieser zusammenarbeitet,
und das Verbindungsgleitstück 302 trägt eine Abtastrolle 318 für die Kurvenscheibe
308 (Fig. 15, 16).
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Die Kurvenscheiben 306 und 308 sind, wie ersichtlich, gleich ausgeführt,
jedoch sind sie auf der Welle 274 gegeneinander um 180° gedreht befestigt.
jede
Kurvenscheibe besitzt einen niedrigen Teil, welcher bewirkt, daß während
eines relativ kleinen Teiles der Umdrehung der Kurvenscheibe die zugehörige Schaufel
zurückgezogen wird und außerhalb des Stapels bleibt; der hohe Teil der Kurvenscheibe
drückt die zugehörige Schaufel nach vorn und beläßt sie während des größeren Teiles
der Umdrehung der Kurvenscheibe im Stapel.
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In Fig. 15 sind zwei Arten von Rohlingen 22c und 22p dargestellt,
die sich untereinander nur dadurch unterscheiden, daß die Rohlinge 22p längere Klappen
haben als die Rohlinge 22n. Die Rohlinge 22n sind als tatsächlich in die Maschine
eingelegt in festen Linien gezeiehnet, während die Rohlinge 22p in gestrichelten
Linien dargestellt sind, wie sie zu liegen kämen, wenn sie an Stelle der Rohlinge22n
in die Maschine eingelegt würden. Während der Verarbeitung der Rohlinge22n ist jede
Schaufel während einer verhältnismäßig langen Zeit frei vom Stapel, z. B. während
einer Drehung von 90° der Weile 274, während bei Verarbeitung der Rohlinge 22p jede
Schaufel nur während einer viel kürzeren Zeit, z. B. 30° der Umdrehung der Welle
274, außerhalb des Stapels steht.
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Normalerweise wird bei einer Inbetriebsetzung der Maschine die obere
Schaufel im Stapel stehen, während die untere zurückgezogen ist. Es soll, wie schon
vorher erwähnt, angenommen werden, daß zwischen den Stützkanten 28 an und der unteren
Schaufelklinge 286 Raum für zwölf oder mehr Rohlinge ist, während vierundzwanzig
Rohlinge zwischen der unteren Schaufelklinge 286 und der oberen Schaufelklinge 292
Platz finden. Es soll ferner angenommen werden, daß die Übersetzung so gewählt ist,
daß die Welle 274 für je zwölf Trennvorgänge eine volle Umdrehung ausführt. Das
Bedienungspersonal muß darauf achten, mehr als zwölf, jedoch nicht wesentlich mehr
als dreißig Umschläge auf die obere Schaufelklinge 292 bzw. den Rest des Stapels
oberhalb der oberen Schaufelklinge zu legen, bevor die Maschine in Betrieb genommen
wird. Dadurch, daß wenigstens ein Dutzend Rohlinge unterhalb der oberen Schaufel
liegen, wird sichergestellt, daß während der ersten Umdrehung der Welle 274 genügend
Rohlinge auf den Stützkanten 28 an zur Verfügung stehen. Durch eine Begrenzung
der nachgefüllten Rohlinge auf nicht mehr als dreißig wird erreicht, daß zwischen
der unteren Gruppe von Rohlingen und der oberen Schaufelklinge im Augenblick der
Einführung der unteren Schaufel in den Stapel genügend freier Raum bleibt, so daß
kein Widerstand beim Emporheben der Rohlinge zwischen den beiden Schaufeln während
der Einführung der unteren Schaufelklinge entsteht.
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Nach der ersten Umdrehung der Welle 274 und im Augenblick des Eintretens
der oberen Schaufelklinge in den Stapel befinden sich immer vierundzwanzig Rohlinge
zwischen oberer und unterer Schaufelklinge. Im Augenblick, in dem die untere Schaufelklinge
das nächste Mal aus dem Stapel herausgezogen wird, bleiben ein bis drei Rohlinge
unterhalb der unteren Klinge. Ein Zurückziehen der unteren Klinge läßt die Gruppe
von Rohlingen zwischen den Klingen nach unten fallen, wobei eine Lücke von der Dicke
von neun bis elf Rohlingen zusätzlich der Dicke der unteren Klinge unterhalb der
oberen Klinge entsteht. Im Zeitpunkt, in dem die untere Klinge das nächste Mal in
den Stapel eingeführt wird, sind ein bis drei weitere Rohlinge weggezogen worden.
Es befinden sich dann zwölf Rohlinge unterhalb der unteren Klinge und eine Lücke,
die der Dicke von zwölf Rohlingen entspricht, unmittelbar unter der oberen Klinge.
Ein
Zurückziehen der oberen Klinge füllt diese Lücke aus. Es ist
leicht einzusehen, daß j edesmal, wenn die untere Klinge zurückgezogen wird, zwölf
Rohlinge nach unten fallen, bevor die Klinge wieder in den Stapel eintritt und j
edesmal zwischen Aus- und Wiedereintritt der oberen Klinge ebenfalls zwölf Rohlinge
nach unten :gleiten.
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Die obengenannten Zahlen sind nur beispielsweise angegeben. Durch
die Wahl einer entsprechenden Übersetzung kann erreicht werden, daß einer Umdrehung
der Welle 274 mehr oder weniger als zwölf Umdrehungen der Welle 262 der' Kurvenscheibe
entsprechen, in welchem Falle die Anzahl der Rohlinge, die bei jedem Zurückziehen
freigegeben werden, sich entsprechend vermehrt oder vermindert. Es ist nicht wesentlich,
daß die untere Klinge 286 genau um zwölf Rohlingsdicken über den Stützkanten 28
an steht. Es ist nur nötig, daß oberhalb der Stützkanten 28an (Fig. 14, 15) und
unterhalb der Klinge 286 mindestens so viel Raum bleibt, wie die Dicke der während
einer vollen Umdrehung der Welle 274 abgesonderten Rohlinge beträgt. Die obere Klinge
muB ebenfalls wenigstens um die Dicke so vieler Rohlinge über der unteren Klinge
286 stehen, als der Gesamtdicke der während einer Umdrehung der Welle 274 abgesonderten
Rohlinge entspricht. Wenn diese Minimalforderungen für die dicksten in der Maschine
zu verarbeitenden Rohlinge erfüllt sind, so ist ihr einwandfreies Arbeiten für alle
dünneren Rohlinge sichergestellt.
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Der Vorteil der Stützschaufeln für den Stapel wird am größten, wenn
die Entfernung zwischen den Stützkanten 28 an und der unteren Klinge 286
nicht viel größer ist als der Minimalabstand, der für die dicksten zu verarbeitenden
Rohlinge benötigt wird, da hierdurch ein Minimum an Gewicht der im Trennvorgang
begriffenen Rohlinge gewährleistet wird. Dieser Gesichtspunkt ist nicht im gleichen
Maße für den Abstand zwischen unteren und oberen Schaufelklingen 286 und 292 maßgebend,
und es ist vorteilhaft, im Hinblick auf den Startvorgang den Abstand wesentlich
größer zu wählen als den Minimalabstand, wie aus der Beschreibung weiter oben hervorgeht.