DE1060998B - Druckgefaess fuer einen Kernreaktor - Google Patents
Druckgefaess fuer einen KernreaktorInfo
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- G21—NUCLEAR PHYSICS; NUCLEAR ENGINEERING
- G21C—NUCLEAR REACTORS
- G21C13/00—Pressure vessels; Containment vessels; Containment in general
- G21C13/02—Details
- G21C13/06—Sealing-plugs
- G21C13/073—Closures for reactor-vessels, e.g. rotatable
-
- G—PHYSICS
- G21—NUCLEAR PHYSICS; NUCLEAR ENGINEERING
- G21C—NUCLEAR REACTORS
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- G21C19/20—Arrangements for introducing objects into the pressure vessel; Arrangements for handling objects within the pressure vessel; Arrangements for removing objects from the pressure vessel
- G21C19/22—Arrangements for obtaining access to the interior of a pressure vessel whilst the reactor is operating
- G21C19/24—Arrangements for obtaining access to the interior of a pressure vessel whilst the reactor is operating by using an auxiliary vessel which is temporarily sealed to the pressure vessel
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Description
Bei heterogenen Kernreaktoren besitzt die Brennstoffanordnung im Reaktorkern im allgemeinen die
Gestalt eines Stabgitters. Es muß nun die Möglichkeit bestehen, sämtliche Brennstoffstäbe auszuwechseln.
Ferner besteht der Wunsch, daß dies auch dann geschehen kann, wenn der Reaktor in Betrieb ist.
Diesbezüglich ergeben sich bei Kernreaktoren mit unter Druck stehendem Kühlmittel bzw. Reaktorgefäß
besonders große Nachteile, denn bei ihnen muß, der bisherigen Praxis folgend, der Gefäßdeckel zum Auswechseln
der Brennstoffelemente ganz entfernt werden.
Man kann dies dadurch umgehen, daß man entweder im Reaktorgefäß oberhalb des Reaktörkernes
eine Lademaschine anordnet, die ferngesteuert werden muß, oder man verwendet Gefäß deckel mit einer
im Extremfall der Anzahl der Brennstoffstäbe entsprechenden Zahl von druckdicht verschließbaren
öffnungen. Wenn auch im letzten Falle-die Abdichtung des Reaktorgefäßes Schwierigkeiten bereitet, so
steht dem unter anderem doch der Vorteil einer leicht zugänglichen Lademaschine gegenüber.
Nun weisen aber derartige Gefäßdeckel für Betriebsdrücke bis zu 100 (oder mehr) bei Druckgefäßdurchmessern
von 4 bis 5 m erhebliche Wandstärken auf. Walztechnisch erscheint es derzeit nicht möglich,
Deckel mit den hier in Frage kommenden Abmessungen herzustellen. Statt dessen könnte man an
eine Gußausführung denken, doch werden bei Verwendung von Gußmaterial noch größere Wandstärken
erforderlich. Für die spezielle Verwendung eines solchen Deckels bei Leistungsreaktoren sind aber derartige
Wandstärken wegen der hohen Wärmebelastung und der damit verbundenen Gefahr der Bildung von
Spannungsrissen usw. ungünstig. -
Gemäß der Erfindung werden die im vorliegenden Fall vorhandenen Schwierigkeiten in relativ einfacher
Weise dadurch beseitigt, daß der Deckel aus zwei übereinanderliegenden Platten besteht, von denen die
untere schwächer als die obere bemessen ist und als Dichtungsplatte dient, während die obere im wesentlichen
als Stützplatte dient. Zweckmäßig führt man die Stützplatte in Gußstahl, die Dichtungsplatte in
Walzstahl aus.
Diese Anordnung bedeutet auch eine wesentliche Verbesserung gegenüber der bekannten Doppelwandausführung
von Reaktorgefäßen.
Die Zeichnung veranschaulicht ein Ausführungsbeispiel.
Der Druckgefäß deckel besteht aus den beiden übereinanderliegenden Dichtungs- und Stützplatten 1, 2,
von denen die Dichtungsplatte als dünne Walzgutplatte und die Stützplatte als dicke Gußplatte (Höhe
etwa 1 m bei 100 at und etwa 4 m Druckgefäßdurch-Druckgefäß für einen Kernreaktor
Anmelder:
Siemens-Sdiuckertwerke
Aktiengesellschaft,
Berlin und Erlangen,
Erlangen, Werner-von-Siemens-Str. 50
Siemens-Sdiuckertwerke
Aktiengesellschaft,
Berlin und Erlangen,
Erlangen, Werner-von-Siemens-Str. 50
Dipl.-Ing. Hermann Kumpf, Erlangen,
ist als Erfinder genannt worden
messer) ausgebildet ist. ZurVerringerung der Wärmeübertragung auf die Gußplatte ist die Berührungsfläche
mit der Dichtungsplatte klein gehalten (vgl. die abgeschrägten Unterkanten des Deckels 2). In die
Zwischenräume ist zusätzlich die thermische Isolierschicht 3 eingebettet. Damit ist über die Maßnahme
der ■Deckelteilung hinaus auch-durch geeignete Oberflächengestaltung der Temperaturempfindlichkeit der
Gußplatte weitgehend Rechnung getragen. Als Material für die Gußplatte kann unter Umständen normaler,
nicht plattierter Gußstahl ausreichen, da Sorge getragen ist, daß die Platte auch beim Brennstoffwechsel
mit dem Hauptkühlkreislauf des Reaktors nicht in Berührung kommt.
Zu diesem Zweck weist die Dichtungsplatte eine der Anzahl der Durchbrechungen- (es- sind nur zwei
dargestellt) entsprechende Zahl von Rohrstutzen 4 (sozusagen als Ausstülpungen der Dichtungsplatte)
auf, die mit ihr druckdicht verbunden sind und durch die -entsprechenden Durchbrechungen des Gußdeckels
hindurchragen. Ferner ist die untere Walzgutplatte 1 mit dem Reaktordruckgefäß 5 über die elastische
Dichtung 6 druckdicht verbunden, vorzugsweise verschweißt. Sie stützt sich im Betrieb infolge des Innendruckes
gegen die als Gegenlager wirkende obere Gußplatte ab. Vor Inbetriebnahme ruhen die Deckelplatten
auf dem federnden Abstandsring 7, der seinerseits gegen den an der Halterung 8 befestigten Haltekragen
der Moderatorwanne 9 anliegt. Im Betrieb stützen sich die Platten über die im oberen Außenrand
der Gußplatte 2 gelagerten Glieder 10 gegen den entsprechend nach innen abgekröpften Druckgefäßflansch
11 ab.
Innerhalb der erwähnten Rohrstutzen 4, die am oberen Ende jeweils einen als kombinierten Bajonett, . >
.-, 909 560/356
Claims (11)
1. Druckgefäß mit verschließbaren DurchtrittsöfFnungen für die Brennstoffelemente für einen
Kernreaktor, dadurch gekennzeichnet, daß der Deckel aus zwei übereinanderliegenden Platten besteht,
von denen die untere schwächer als die obere bemessen ist und als Dichtungsplatte dient,
während die obere im wesentlichen als Stützplatte dient.
2. Kernreaktorbehälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die gegenseitigen Berührungsflächen
der beiden Platten so klein wie möglich gehalten sind, z. B. durch Rippenbildung.
3. Kernreaktorbehälter nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß in die Zwischenräume
zwischen die Abstandsrippen ein thermischer Isolierstoff eingelegt ist.
4. Kernreaktorbehälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Dichtungsplatte eine
Walzgutplatte und als Stützplatte eine Stahlgußplatte vorgesehen ist.
5. Kernreaktorbehälter nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Gußplatte an ihrem
oberen Außenrand Lagerstellen für radial bewegliche Glieder besitzt, die im Betrieb unter der
Einwirkung des Innendruckes beide Platten gegen den entsprechend nach innen abgekröpften
Druckgefäßflansch abstützen.
6. Kernreaktorbehälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Dichtungsplatte mit
dem Reaktordruckgefäß über eine elastische Dichtung druckdicht verbunden ist.
7. Kernreaktorbehälter nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Dichtungsplatte
eine der Anzahl der Elemente entsprechende Zahl von Ausstülpungen, z. B. in Gestalt von Rohrstutzen,
aufweist.
8. Kernreaktorbehälter nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Rohrstutzen am
oberen Ende kombinierte Bajonett- und Schraubdichtverschlüsse tragen.
9. Kernreaktorbehälter nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das einzelne Brennstoffelement
mit seinem zugehörigen Dichtverschluß biegeweich zu einer baulichen Einheit vereinigt
ist.
10. Kernreaktorbehälter nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der einzelne Dichtverschluß
unter Zwischenschaltung eines Füllstückes gelenkig mit dem Brennstoffelement verbunden
ist.
11. Kernreaktorbehälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß oberhalb des Druckgefäßes
ein mit diesem gasdicht verbundener Behälter vorgesehen ist, welcher die Deckelverschlüsse
in ihrer Gesamtheit derart umschließt, daß auch die Lademaschine darin Platz findet.
In Betracht gezogene Druckschriften:
»Peaceful Uses of Atomic Energy«, Bd. 3, New York, 1955, S. 346 bis 348.
»Peaceful Uses of Atomic Energy«, Bd. 3, New York, 1955, S. 346 bis 348.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 909 560/356 6.59
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES56753A DE1060998B (de) | 1958-01-30 | 1958-01-30 | Druckgefaess fuer einen Kernreaktor |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DES56753A DE1060998B (de) | 1958-01-30 | 1958-01-30 | Druckgefaess fuer einen Kernreaktor |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1060998B true DE1060998B (de) | 1959-07-09 |
Family
ID=7491331
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES56753A Pending DE1060998B (de) | 1958-01-30 | 1958-01-30 | Druckgefaess fuer einen Kernreaktor |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1060998B (de) |
Cited By (8)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1185735B (de) * | 1961-04-10 | 1965-01-21 | Commissariat Energie Atomique | Mit fluessigem Metall gekuehlter Kernreaktor |
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| DE1564668B1 (de) * | 1966-07-14 | 1970-09-24 | Gebrüder Sulzer AG, Winterthur (Schweiz) | Atomkernreaktor mit einem Druckgefäß |
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| DE1911637C3 (de) * | 1968-03-08 | 1973-07-05 | Snam Progetti | Mechanische Dichtungsanordnung fuer innerhalb eines Kernreaktors als Kuehlfluessigkeit zirkulierendes Natrium |
| DE3036933A1 (de) * | 1980-09-30 | 1982-05-13 | Kraftwerk Union AG, 4330 Mülheim | Schwerwasserreaktor vom druckkesseltyp mit ueberdruckventilen an den trennrohren |
-
1958
- 1958-01-30 DE DES56753A patent/DE1060998B/de active Pending
Non-Patent Citations (1)
| Title |
|---|
| None * |
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