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DE1060885B - Abdichtung fuer den Drehverschluss an Hochoefen - Google Patents

Abdichtung fuer den Drehverschluss an Hochoefen

Info

Publication number
DE1060885B
DE1060885B DED24095A DED0024095A DE1060885B DE 1060885 B DE1060885 B DE 1060885B DE D24095 A DED24095 A DE D24095A DE D0024095 A DED0024095 A DE D0024095A DE 1060885 B DE1060885 B DE 1060885B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
seal
immersion
expansion chamber
annular gap
sealing
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DED24095A
Other languages
English (en)
Inventor
Heinrich Schneider
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Mannesmann Demag AG
Original Assignee
Demag AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Demag AG filed Critical Demag AG
Priority to DED24095A priority Critical patent/DE1060885B/de
Publication of DE1060885B publication Critical patent/DE1060885B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C21METALLURGY OF IRON
    • C21BMANUFACTURE OF IRON OR STEEL
    • C21B7/00Blast furnaces
    • C21B7/18Bell-and-hopper arrangements

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Sealing Devices (AREA)

Description

  • Abdichtung für den Drehverschluß an Hochöfen An die Abdichtung für einen Hochofengichtverschluß wird eine Reihe von Forderungen gestellt, welche schwer zu erfüllen sind. Im Ofen selbst herrscht ein gewisser Überdruck, so daß die Gichtgase ständig zwischen dem drehbaren Teil des Lichtverschlusses und dem feststehenden Teil des Ofens zu entweichen suchen. Der Umfang des zwischen beiden Teilen bestehenden abzudichtenden Spaltes ist verhältnismäßig groß. In der Nähe des Lichtverschlusses sammelt sich vielfach Lichtstaub an, der zu alsbaldigem Verschleiß der Teile führen kann.
  • Ergeben sich aus diesen Betriebsbedingungen schon schwer zu erfüllende Forderungen, so wird die Ausführung einer Dichtung noch mehr dadurch erschwert, daß gelegentlich Ausbläser infolge Druckerhöhungen vorkommen, welche nicht zum Unbrauchbarwerdender Dichtung führen dürfen.
  • Aus allen diesen Gründen ist es verständlich, daß bisher eine befriedigende Abdichtung für die Lichtverschlüsse von Hochöfen noch nicht gefunden werden konnte.
  • Zum Stand der Technik sei erwähnt, daß unter der Wirkkraft eines elastischen Mittels stehende Dichtungen für den vorgenannten Zweck an sich bekannt sind, doch sind diese Dichtungen unmittelbar den zeitweise auftretenden Druckstößen ausgesetzt, was sich äußerst ungünstig auf die Dichtungen auswirkt und zu einer baldigen Zerstörung führt.
  • Die Erfindung betrifft eine Ausbildung, welche die aufgeführten, zum Teil einander widersprechenden Forderungen in einem bisher noch nicht erreichten Maße erfüllt. Nach ihr wird bei der Dichtung eine Reihe von Elementen hintereinandergeschaltet,welche das einwandfreie Arbeiten der Dichtungen auch unter den extremen Bedingungen an der Hochofengicht gewährleisten. Die Erfindung besteht darin, daß von innen nach außen ein Ringspalt, eine Tauchdichtung, eine Expansionskammer, ein weiterer Ringspalt und eine dauernd federnd angepreßte Dichtung hintereinandergeschaltet sind. Die Tauchdichtung wird zweckmäßig durch eine ringförmig ausgebildete Zunge erreicht, welche in eine entsprechende Tasse einragt, die durch Lichtstaub gefüllt wird. Diese so gebildete Tauchdichtung bietet im allgemeinen Schutz gegen das Entweichen der Lichtgase, die durch den Ringspalt hindurchtreten, zumal die nachfolgenden Räume letzten Endes durch die federnd angepreßte Dichtung abgeschlossen sind.
  • Treten stärkere Druckschwankungen oder Druckstöße auf, so wirken diese sich durch den Ringspalt und die Tauchdichtung nur in gedämpfter Form bis zur Expansionskammer aus. In dieser Kammer entspannen sich die bereits im Druck gemilderten Gase, so daß zwar in der Kammer ein etwas erhöhter Druck entsteht, der Druck aber doch erheblich niedriger ist als vor dem Ringspalt. Durch den weiteren Ringspalt hinter der Expansionskammer vermindert sich der Druckstoß noch weiter. Ist er dann überhaupt noch kräftig genug, um die Dichtung entgegen der auf ihr lastenden Federn zu lüften, so kann er sich jedenfalls nicht in einer Zerstörung der Dichtung auswirken. Nach Abklingen des Druckstoßes ist also die federnd angepreßte Dichtung auch weiterhin noch voll funktionsfähig.
  • Für die neue Bauart gibt es verschiedene Ausbildungsmöglichkeiten, von denen zwei an Hand der Zeichnung beschrieben werden. In dieser zeigt Abb. 1 das allgemeine Schema des Lichtverschlusses, während Abb. 2 und 3 die eigentliche Abdichtung wiedergeben.
  • Am Oberende des Hochofenschachtes 1 ist bei 2 der Gichtverschluß aufgesetzt, der mit den beiden abwechselnd betätigten Glocken 3 und 4 arbeitet. Der Trichter 5 ist in bekannter Weise drehbar ausgebildet und auf die Rollen 6 abgestützt. Sein zylindrischer Teil 7 muß gegenüber dem Teil 2 abgedichtet werden, damit das unter leichtem Überdruck stehende Lichtgas nicht zwischen den Teilen 7 und 2 entweichen kann.
  • Nach Abb. 2 wird zwischen den Teilen 2 und 7 von innen nach außen gesehen zunächst der Ringspalt 10 gebildet, welcher in die Sandtasse 11 mündet, in welche die Zunge 12 hineinragt. Die Tasse 11 füllt sich allmählich mit Lichtstaub, falls man diesen nicht von vornherein in die Tasse einbringt. Dieser Lichtstaub bildet dann zusammen mit der Zunge 12 eine Tauchdichtung nach Art der bekannten Sandtassen. An diese Sandtassen schließt sich die Ausdehnungskammer 13 an, aus welcher Gase nur durch den Ringspalt 14 nach oben entweichen können. Der Ausgang wird durch eine beispielsweise als Asbestdichtung ausgebildete Packung 15 gesperrt, welche durch eine Brille 16 nach unten beispielsweise gegen einen Kupferring 17 gedrückt wird. Die Brille 16 ist durch die Federn 18 belastet, die bei plötzlichen Druckstößen nachgeben und damit die Dichtung vor der Zerstörung bewahren können.
  • Die Ausführung nach Abb. 3 unterscheidet sich von derjenigen nach Abb. 2 besonders dadurch, daß ein von der Dichtungspackung normalerweise verschlossener Ausgang 20 ins Freie vorgesehen ist, der ein schnelles Abklingen des Druckstoßes beim Nachgeben der Packung oder sonstigen Dichtung herbeiführt. Die Praxis hat gelehrt, daß die neue Dichtung auch bei gelegentlichen Durchbläsern durchaus intakt bleibt und damit eine gute Dichtung mit befriedigender Haltbarkeit vereinigt.
  • Die Erfindung kann in mannigfaltiger Hinsicht abgeändert werden. Man kann den Ringspalt auch durch eine Aufteilung in viele einzelne Kanäle, beispielsweise durch Einbau von porösen Sinterkörpern ersetzen, oder ihn in einfachen Fällen sogar gänzlich fortlassen. An die Stelle der Stopfbüchse 15, 16 kann auch eine federbelastete Schneidendichtung oder eine sonstige nachgiebige Dichtung treten.

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Abdichtung des auf Rollen abgestützten Drehtrichters an Hochöfen gegenüber dem feststehenden Ofenmantel, die von innen nach außen einen Ringspalt, eine Tauchdichtung, einen zweiten Ringspalt sowie eine weitere Dichtung aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß der Tauchdichtung (12) eine Expansionskammer (13) nachgeschaltet ist und die Dichtung (15) oder der auf sie einwirkende Teil (16) unter der Wirkkraft eines elastischen Mittels (18) steht.
  2. 2. Dichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Tauchdichtung nach Art einer Sandtasse ausgebildet und mit Gichtstaub gefüllt ist.
  3. 3. Dichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine federnd angepreßte Stopfbüchsenpackung als Dichtung hinter der Expansionskammer dient.
  4. 4. Dichtung nach den Ansprüchen 1 bis 3, gekennzeichnet durch einen von der Dichtung hinter der Expansionskammer verschlossenen Gasaustritt, der nur bei Nachgeben der federbelasteten Dichtung infolge starken Druckanstieges freigegeben wird. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 965 814; französische Patentschriften Nr. 1106 886, 1116051.
DED24095A 1956-10-20 1956-10-20 Abdichtung fuer den Drehverschluss an Hochoefen Pending DE1060885B (de)

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Publications (1)

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DE1060885B true DE1060885B (de) 1959-07-09

Family

ID=7038059

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DE (1) DE1060885B (de)

Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR1106886A (fr) * 1953-08-25 1955-12-23 John Miles & Partners London L Joint d'étanchéité pour éléments tubulaires d'un gueulard de haut-fourneau, montés à rotation relative
FR1116051A (fr) * 1954-12-18 1956-05-03 Dingler Ets Dispositif d'étanchéité pour appareils rotatifs de fermeture de fours à cuve et notamment de hauts fourneaux
DE965814C (de) * 1954-07-20 1957-06-19 Demag Ag Drehwerk fuer Beschickungstrichter von Hochoefen u. dgl. Schachtoefen

Patent Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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FR1106886A (fr) * 1953-08-25 1955-12-23 John Miles & Partners London L Joint d'étanchéité pour éléments tubulaires d'un gueulard de haut-fourneau, montés à rotation relative
DE965814C (de) * 1954-07-20 1957-06-19 Demag Ag Drehwerk fuer Beschickungstrichter von Hochoefen u. dgl. Schachtoefen
FR1116051A (fr) * 1954-12-18 1956-05-03 Dingler Ets Dispositif d'étanchéité pour appareils rotatifs de fermeture de fours à cuve et notamment de hauts fourneaux

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