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DE1060852B - Verfahren zur Herstellung bestaendiger, alkalischer Kieselsaeurehydrosole mit hoher Kieselsaeurekonzentration - Google Patents

Verfahren zur Herstellung bestaendiger, alkalischer Kieselsaeurehydrosole mit hoher Kieselsaeurekonzentration

Info

Publication number
DE1060852B
DE1060852B DEM32743A DEM0032743A DE1060852B DE 1060852 B DE1060852 B DE 1060852B DE M32743 A DEM32743 A DE M32743A DE M0032743 A DEM0032743 A DE M0032743A DE 1060852 B DE1060852 B DE 1060852B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
silicic acid
sol
alkaline
percent
weight
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEM32743A
Other languages
English (en)
Inventor
Lyman Sydney Allen
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Monsanto Chemicals Ltd
Original Assignee
Monsanto Chemicals Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Monsanto Chemicals Ltd filed Critical Monsanto Chemicals Ltd
Publication of DE1060852B publication Critical patent/DE1060852B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B33/00Silicon; Compounds thereof
    • C01B33/113Silicon oxides; Hydrates thereof
    • C01B33/12Silica; Hydrates thereof, e.g. lepidoic silicic acid
    • C01B33/14Colloidal silica, e.g. dispersions, gels, sols
    • C01B33/141Preparation of hydrosols or aqueous dispersions

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Dispersion Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Silicon Compounds (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung beständiger, alkalischer Kieselsäurehydrosole mit hoher Kieselsäurekonzentration-Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von beständigen, alkalischen Kieselsäurehydrosolen mit etwa 30 oder mehr Gewichtsprozent Kieselsäure.
  • Es ist aus der USA.-Patentschrift 2 515 949 bekannt, alkalische Kieselsäurehydroorganosole in der Weise herzustellen, daß zunächst ein Kieselsäure enthaltendes saures Organohydrosol mit etwa 0,1 Gewichtsprozent Natriumsulfat und einem pl,-Wert von 2,0 bis 4,0 hergestellt wird und dann diesem Sol eine entsprechende Menge einer verdünnten alkalischen Lösung mit 0,025 bis 0,15 Mol/Liter einer oder mehrerer alkalischer Verbindungen, wie Natriumhydroxyd oder Lithiumhydroxyd, zur Herstellung eines alkalischen Gemisches zugesetzt wird. Das sich ergebende alkalische Organohydrosol kann durch Beseitigung des in dem Organohydrosol vorhandenen organischen Verdünnungsmittels in ein alkalisches Kieselsätirchydrosol umgewandelt werden. Zu diesem Zweck kann man das Verdünntingsmittel aus dem Sol mit einem anderen organischen Lösungsmittel ausziehen oder das Sol zum Abdestillieren des organischen Verdünnungsmittels erhitzen. Das entstandene Hydrosol, das ziemlich verdünnt ist, wird dann durch Eindampfen des Wassers konzentriert, bis es 15 Gewichtsprozent Si0, enthält. Zwar eignet sich das in dieser Patentschrift bcschriebene Verfahren auch zur Herstellung beständiger alkalischer Kieselsäurehydrosole mit etwa 15 bis 20 Gewichtsprozent Kieselsäure, doch wird durch die anschließende Konzentration dieser Sole durch Verdampfen des Wassers bis zu einem Kieselsäuregehalt von 25 Gewichtsprozent ein Sol erhalten, das eine ziemlich beschränkte Beständigkeit bis zur Gelbildung hat. Gewöhnlich gelieren diese Sole bei normalen Lagertemperaturen innerhalb eines Monats, und diese Dauer der Gelierbeständigkeit ist bei handelsüblichen Solen, die vor dem Gebrauch häufig 6 Monate oder länger lagern, nicht ausreichend. Außerdem besteht im Handel ein ausgesprochener Bedarf an alkalischen Kieselsäurehydrosolen mit 30 oder mehr Prozent Kieselsäure.
  • Auch die USA.-Patentschrift 2 515 961 betrifft die Herstellung alkalischer Kieselsäurehydrosole aus sauren Kieselsäureorganohydrosolen mit 0, 1 1/o Natriumsulfat. Nach den Angaben dieser Patentschrift kann man Kieselsäuresole mit 20 bis 25 Gewichtsprozent S i 02 erhalten, die für praktische Zwecke lange genug gelierbeständig bleiben. Wenn jedoch diese Sole durch Eindampfen zu einer Kieselsäurekonzentration von 30 Gewichtsprozent oder mehr konzentriert werden, sind sie für praktische Zwecke nicht genügend lange gelierbeständig, und daher sind die 301/oigen Kieselsäuresole, die nach diesem Verfahren hergestellt werden, im allgemeinen für die technische Verwendung nicht befriedigend. Erfindu-ngsgernäß lassen sich die Mängel dieser bisherigen Verfahren zur Herstellung von Sole - n beseitigen, wenn man aus saur-en Kieselsäurehydroorganosolen alkalische Kieselsäurehydrosole mit einer Kieselsäurekonzentration von etwa 30 oder mehr Gewichtsprozent herstellt. Sie sind unter normalen Lagerungsverhältnissen lange genug gelierbeständig.
  • Die vorliegende Erfindung beruht auf der Feststellung, daß beständige alkalische Kieselsäurehydrosole mit etwa 30 oder mehr Gewichtsprozent kolloidaler Kieselsäure aus sauren Kieselsäurehydroorganosolen nach einem Verfahren hergestellt werden können, bei dem das Hydroorganosol alkalisiert und die darin enthaltene organische Flüssigkeit durch Erhitzen entfernt wird, worauf ein Teil des Wassers durch Verdampfen aus dem Sol entfernt wird, vorausgesetzt, daß das saure Kieselsäurehydroorganosol ganz oder praktisc'h salzfrei ist.
  • Das saure Kieselsäurehydroorganosol kann auf verschiedene Weise hergestellt werden, es ist jedoch zweckmäßig, zuerst z. B. nach dem Verfahren der USA.-Patentschriften 2 285 477 oder 2 285 499 ein saures Kieselsäurehydroorganosol mit etwa 0,1 bis 5, vorzugsweise 0,1 bis 0,6 Gewichtsprozent Salzgehalt herzustellen. Nach diesen Verfahren wird im allgemeinen zuerst ein saures Sol mit einem px-Wert von lß bis 4,5 hergestellt und hierzu ein wasserlösliches Alkalisilicat, wie Natriumsilicat, mit einer Mirier alsäure, -wie Schwefelsäure, in den richtigen' Menige'nverhältnissen für diesen pl,-Wert angesäuert, worauf dem Hydrosol eine mit Wasser mischbare organische Flüssigkeit, wie Äthanol, zugesetzt wird, um eine wesentliche Menge des Salzes, das sich durch die Reaktion des Silicates mit der Säure gebildet hat, zu fällen, wie es in der USA.-Patentschrift 2 285 499 vorgesehen ist, oder das entstandene Hydroorganosol kann gemäß USA.-Patentschrift 2 285 477 zur Fällung weiterer Mengen Salz abgekühlt werden. Das Salz wird dann durch in geeigneter Weise, z. B. durch Filtrieren, Zentrifugieren oder dergleichen, von dem Sol abgetrennt, wobei ein Ausgangssol mit etwa 0,1 bis 5, vorzugsweise 0,1 bis 0,6 Gewichtsprozent eines Salzes, z. B. Natriumsulfat, erhalten wird. Diese Sole werden gewöhnlich bei 0 bis 15- C, aber vorzugsweise 0 bis 10.0 C, hergestellt und enthalten bei den bevorzugten Temperaturen im allgemeinen 0,1 bis 0,6 Gewichtsprozent Salz. Die Sole haben vorzugsweise einen pl,-Wert von 2 bis 4 und einen Si 02-Gehalt von etwa 5 bis 12 Gewichtsprozent.
  • Ein bevorzugtes Verfahren zur Herstellung saurer Hydroorganosole der im vorstehenden angegebenen Art besteht darin, daß eine wäßrige Lösung von Natriumsilicat und Schwefelsäure bei etwa 0 bis 15' C in solchen Mengenverhältnissen und Konzentrationen hergestellt wird, daß ein saures Kieselsäurehydrosol mit einem pl,-Wert von etwa 2 bis 4, das Natriumsulfat und etwa 12 bis 20 Gewichtsprozent Si 0, als Kieselsäure enthält, gebildet wird. Die Hydrosole mit einem Kieselsäuregehalt von mehr als 17 Gewichtsprozent müssen im allgemeinen bei 0 bis 51 C gehalten werden, um ein schnelles Gelieren zu verhindern. Das so gewonnene Kieselsäurehydrosol wird bei etwa 0 bis 15' C gehalten, und eine im wesentlichen neutrale, mit Wasser mischbare organische Flüssigkeit mit einem Siedepunkt, der bei Atmosphärendruck unter dem des Wassers liegt, z. B. Äthanol, wird damit gemischt, um ein Kieselsäurehydroorganosol herzustellen, das etwa 25 bis 60 Gewichtsprozent, vorzugsweise 40 bis 60 Gewichtsprozent, der organischen Flüssigkeit und etwa 5 bis 11 Gewichtsprozent S'02 als Kieselsäure enthält. Das Natriumsulfat ist in diesem Sol praktisch unlöslich und wird daher in erheblichem Umfang als Na,S04'10H20 gefällt- Nach Beseitigung dieser Fällung durch Zentrifugieren, Filtrieren oder Dekantieren od. dgl. erhält man ein Sol, das je nach der Konzentration der organischen Flüssigkeit in dem Sol und der Temperatur des Sols etwa 0,1 bis 0,6 Gewichtsprozent Natriumsulfat enthält. Es ist im allgemeinen nicht möglich, durch Erhöhung der Konzentration der organischen Flüssigkeit oder durch Abkühlung des Sols auf eine Temperatur, die gerade noch über dem Gefrierpunkt des Sols liegt, den Natriumsulfatgehalt des Sols wesentlich unter 0,1 Gewichtsprozent zu senken.
  • Die mit Wasser mischbaren organischen Flüssigkeiten, die zur Herstellung der oben angegebenen Sole verwendet werden, bestehen vorzugsweise aus Kohlenstoff-, Wasserstoff- und Sauerstoffatomen und sind im wesentlichen neutral. Beispiele für geeignete Flüssigkeiten sind: Methanol, Äthanol, Isopropanol, tertiärer Butylalkohol, Aceton u. dgl. Die bevorzugten organischen Flüssigkeiten sind Äthanol und Aceton.
  • Die sauren Kieselsäurehydroorganosole, die nach den oben beschriebenen Verfahren hergestellt sind, enthalten etwa 0,1 oder mehr Gewichtsprozent eines oder mehrerer Salze, wie Natriumsulfat, und sind an sich noch nicht geeignet, um beständige, alkalische Kieselsäurehydrosole mit 30 oder mehr Prozent Kieselsäuregehalt erfindungsgemäß herzustellen. Ehe diese Hydroor 'ganosole nach dem vorliegenden Verfahren mit gutem Ergebnis verwendet werden können' muß der restliche Salzgehalt auf weniger als 0,025 Gewichtsprozent des Sols herabgesetzt werden. Um dies zu. erreichen, sind zahlreiche Verfahren möglich. Ein bevorzugtes Verfahren besteht jedoch darin, daß das Hydroorganosol mit einem wasserunlöslichen, starken Kationenaustauscher umgesetzt wird, der imstande ist, in einer sauren wäßrig-organischen Lösung Wasserstoffionen gegen Metallkationen auszutauschen, wodurch die Metallkationen des Salzes von dem Kationenaustanscher aufgenommen und Wasserstoffionen an das Sol abgegeben werden, und daß das Sol mit der Hydroxydform eines wassertinlöslichen schwach basischen Anionenaustauschers mit einer Vielzahl von salzbildenden Stickstoffatomen in Umsetzung gebracht wird, der Mineralsäureanionen aus saurer wäßrig-organischer Lösung zu absorbieren vermag. Das Hydroorganosol wird so lange mit den Austauschern in Berührung gelassen, bis es weniger als 0,01 Gewichtsprozent Salze enthält und sein pff-Wert zwischen 2,5 und 4,5, vorzugsweise 3,0 und 4,0, liegt. Das Hydroorganosol kann mit dem Austauschmaterial in jeder Reihenfolge, auch gleichzeitig, in Berührung gebracht werden, vorausgesetzt, daß der p_U-Wert des Sols nicht größer als 4,5 ist. Das Verfahren zur Herstellung der Ausgangssole für das erfindungsgemäße Verfahren kann wie folgt auch etwas abgeändert werden: Erstens ist es nicht nötig, daß das Ionenaustauschmaterial so lange angewendet wird, bis der Salzgehalt bis auf 0,01 Gewichtsprozent oder noch weniger herabgesetzt wird, da bei den erfindungsgemäßen Verfahren auch Sole. mit einem Salzgehalt von 0,025 oder weniger Gewichtsprozent verwendet werden können, wenn sie auch nicht so geeignet sind wie die Sole mit 0,01 oder weniger Gewichtsprozent an Salzen. Ferner haben die Hydroorganosole, die nach dem obenerwähnten Verfahren durch Ionenaustausch hergestellt sind, bei Temperaturen von 0 bis 30' C eine recht gute Gelierbeständigkeit von mehr als 12 und gewöhnlich mehr als 24 Stunden, und Sole mit dieser Beständigkeit sind für die Zwecke der vorliegenden Erfindung nicht unbedingt erforderlich. So können auch Sole mit geringerer Beständigkeit, z. B. von 6 bis 12 Stunden, für die neuen Verfahren verwendet werden. Solche Sole können hergestellt werden, indem man den pH-Wert der Sole bei Umsetzung mit der Hydroxylionenform des schwach basischen Anionenaustauschers bis zu 4,8 ansteigen läßt und dann unmittelbar die Sole von dem Austauscher trennt. Das entstandene Sol wird dann bei dem erfindungsgemäßen Verfahren ohne Alterung verwendet, d. h. ehe eine nennenswerte Änderung der Viskosität eintritt.
  • Erfindungsgemäß wird ein saures Kieselsäurehydroorganosol, das eine praktisch neutrale, mit Wasser mischbare organische Flüssigkeit mit einem Siedepunkt unter dem des Wasser bei Atmosphärendruck enthält, mit einer alkalischen wäßrigen Lösung vermischt, die eine geringe Konzentration an einer alkalischen Alkaliverbindung enthält, die in Alkalimetallkationen und Anionen dissoziiert, die für die Beständigkeit von Kieselsäuresolen unschädlich sind, die organische Flüssigkeit aus dem entstehenden Sol entfernt und anschließend genügend Wasser entfernt, um ein Hydrosol zu erzeugen, das etwa 30 und mehr Gewichtsprozent Kieselsäure enthält, wobei das Hydroorganosol und die alkalische wäß rige Lösung in solchen Mengen verwendet werden, daß ein fertiges Sol mit einem pa-Wert von etwa 9,0 bis 11,5 entsteht, welches Verfahren dadurch gekennzeichnet ist, daß ein Kieselsäurehydroorganosol mit 0,025 oder weniger, bevorzugt 0,01 oder weniger Gewichtsprozent Salzen verwendet ZD wird.
  • Eine Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens besteht darin, daß ein solches Kieselsäurehydroorganosol verwendet wird, das etwa 5 bis 12 Gewichtprozent Si 0, und etwa 25 bis 60 Gewichtsprozent einer praktisch neutralen organischen Flüssigkeit enthält, die aus Kohlenstoff-, Wasserstoff- und Sauerstoffatomen besteht, mit einem Siedepunkt, der unter dem des Wasser bei Atmosphärendruck liegt, und das einen pH-Wert von etwa 2 bis 4,8 aufweist.
  • Eine weitere Ausführungsform des Verfahrens besteht darin, daß das alkalisch eingestellte Kieselsäurehydroorganosol erhitzt wird, bis die organische Flüssigkeit abzudestillieren beginnt, dem alkalischen Sol unter Beibehaltung der Siedetemperatur desselben weitere Mengen sauren Sols in dem Maße zugesetzt werden, daß die organische Flüssigkeit gleichzeitig aus dem entstehenden Gemisch destilliert wird, praktisch die ganze organische Flüssigkeit durch Destillation zur Herstellung eines Kieselsäurehydrosols aus dem Gemisch ausgeschieden wird und dann das Wasser aus dem Hydrosol zum Verdampfen gebracht wird, bis es etwa 30 und mehr Gewichtsprozent kolloidale Kieselsäure enthält, wobei die Gesamtmenge des sauren Sols ausreicht, um ein Hydrosol mit einem pn-Wert von etwa 9,0 bis 11,5 herzustellen.
  • Das saure Kieselsäurehydroorganosol kann alkalisiert werden, indem man es mit einer verdünnten wäßrig-alkalischen Lösung, die etwa 0,025 bis 0, 15 Mol/ Liter eines Alkalihydroxyds, z. B. Natriumhydroxyd, enthält, in solchen Verhältnis mischt, daß ein alkalisches Sol mit einem pH-Wert von etwa 9,0 bis 10,0 entsteht. Es empfiehlt sich, die Beimischung dieser Bestandteile schnell und unter kräftigem Umrühren auszuführen, damit ein gleichmäßiges Gemisch entsteht und örtliches.Auftreten von pg-Werten, die die Bildung eines Gels begünstigen, vermieden wird. Auch ist es zweckmäßig, das saure Hydroorganosol der alkalischen wäßrigen Lösung zuzusetzen. Bei diesem Verfahren kann man die organische Flüssigkeit aus dem alkalischen Sol durch Extraktion mit einem nicht mit Wasser mischbaren organischen Lösungsmittel entfernen, das mit der organischen Flüssigkeit gemischt werden kann. Ein Extraktionsverfahren läßt sichjedochverhältnismäßigschwerrichtigdurchführen, wenn man ein hochbeständiges alkalisches Kieselsäurehydrosol mit hoher Kieselsäurekonzentration als Endprodukt erhalten will. Das beste Verfahren zur Abtrennung der organischen Flüssigkeit aus dem alkalisierten Kieselsäurehydroorganosol besteht daher in der Destillation unter Normaldruck oder vermindertem Druck.
  • Nach diesem Verfahren kann man zwar das ge- wünschte Fertigprodukt erhalten, doch müssen dabei Sole gehandhabt werden, die verhältnismäßig geringe Kieselsäurekonzentrationen, z. B. etwa 2 bis 5 Gewichtsprozent, enthalten. Es ist daher ein erheblicher Raum zur Lagerung der Sole vor ihrer Konzentrierung erforderlich, und es muß eine erhebliche Wärmemenge zum Verdampfen des Wassers aufgewendet werden, um diese verdünnten Sole auf eine Kieselsäurekonzentration von etwa 30 Gewichtsprozent einzuengen. Es ist dies deshalb nicht das beste oder wirksamste Verfahren zur Alkalisierung des sauren Hydroorganosols. Besser wird ein Alkalisilicat, wie Natriumsilicat, statt eines Alkalihydroxyds verwendet. Die Alkalisierung des sauren Hydroorganosols kann auch in der Weise erfolgen, daß ein kleinerer Teil des sauren Sols und eine alkalische wäßrige Lösung mit etwa 0,075 bis 0,25 Mol/Liter eines alkalischen Hydroxvds, z. B. von 1\Tatriumhydroxvd, vermischt werden. liie Anteile des sauren Sols wer-den so bemessen, daß ein alkalisches Sol mit einem pn-Wert von etwa 9,5 bis 11,5 entsteht. Dieses alkalische Sol wird dann zum Sieden erhitzt, worauf noch mehr saures Sol zugegeben und das Gemisch weiter sieden gelassen wird, um die organische Flüssigkeit abzudestillieren. Die Gesamtmenge des sauren Sols wird so bemessen, daß das Endgemisch einen pII-Wert von etwa 9 bis 11,5, vorzugsweise von etwa 9,3 bis 10,0, und eine Kieselsäurekonzentration von etwa 4 bis 6 Gewichtsprozent des Hydroxyds hat. Die organische Flüssigkeit, die in dem Endgenlisch zurückbleibt, wird dann durch Destillation abgetrennt und das so hergestellte Sol anschließend durch Eindampfen des Wassers konzentriert, bis es etwa 30 oder mehr Gewichtsprozent Si 02 enthält. Für dieses Verfahren kann man auch Alkalisilicate --an Stelle von Alkalihydroxyden - verwenden. Bei dieser Ausführungsart werden im Vergleich zu dem oben beschriebenen Verfahren Sole mit höheren Kieselsäurekonzentrationen erhalten, wodurch auch die Wassermenge, die zum Verdampfen gebracht werden muß, um das gewünschte Endprodukt zu erhalten, geringer ist. Es ist- dies jedoch nicht die bevorzugte oder wirksamste Methode des Alkalisierung des sauren Hydroorganosols.
  • Eine bevorzugte Ausführungsform des Verfahrens besteht darin, daß man ein saures Kieselsäurehydroorganosol, das etwa 5 bis 12 Gewichtsprozent Si 0" etwa 40 bis 60 Gewichtsprozent: Äthanol oder Aceton und weniger als 0,01 Gewichtsprozent eines Salzes enthält und einen pl,-Wert von etwa 2,5 bis 4,5 aufweist, mit einer wäßrigen Lösung, die etwa 0,02 bis 0,12 Mol/Liter Natriumsilicat enthält, vermischt, als alkalisches Sol auf seinen Siedepunkt bzw. bis das Äthanol oder Aceton abzudestillieren beginnt, erhitzt, dem alkalischen Sol, das die Siedetemperatur beibehält, unter der Oberfläche desselben weitere Mi--ngen des sauren Sols in dem Maße zusetzt, daß das Äthanol-Aceton gleichzeitig aus dem entstandenen Gemisch abdestilliert und der pH-Wert des Gemisches während der Beimengung des größeren Teils des sauren Sols durch den Zusatz von Natriumsilicat unter der Oberfläche des Gemisches auf etwa 9 bis 11,5 gebracht wird, eine weitere Menge des sauren Sols zusetzt, um den pff-Wert des Gemisches auf etwa 9,3 bis 9,8 zu bringen, praktisch das ganze Äthanol oder Aceton zur Herstellung eines Hydrosols aus dem Gemisch abdestilliert und dann das Wasser aus dem Hydrosol abdampft, bis es etwa 30 und mehr Gewichtsprozent kolloidale Kieselsäure enthält.
  • Wenn auch die Geschwindigkeit, mit der das saure Sol dem alkalischen Sol zugesetzt wird, vergchieden sein kann, so ist es doch vorteilhaft, wenn es mit ziemlich gleichmäßiger Geschwindigkeit geschieht, so daß die Menge organischer Flüssigkeit in dem alkalischen Sol, die aus dieser Zugabe herrührt, praktisch konstant bleibt, d. h. daß die Geschwindigkeit, mit der die organische Flüssigkeit durch den Zusatz des sauren Kieselsäuresols eingeführt wird, praktisch gleich der Geschwindigkeit ist, mit der die organische Flüssigkeit aus dem alkalischen Sol abdestilliert.
  • Wenn auch in dem oben beschriebenen Verfahren verschiedene Alkalisilicate verwendet werden können, so ist es doch zu empfehlen, Natriumsilicat zu verwenden, insbesondere ein Natriumsilicat mit einem Verhältnis von S.i 0, zu Na. 0 = etwa 2 - 1 bis 3,5: 1. Die Vorzüge der Alkalisierung des sauren Kiesel-;äurehydroorganosols nach der bevorzugten Ausführungsart des erfindungsgemäßen Verfahrens gegenüber Jen anderen, vorher hier beschriebenen Ausführungs-.#irten sind von zweierleit Art. Vor allen Dingen wird bei der Herstellung des Endproduktes weniger Wasser 2ingeführt, was zur Folge hat, daß kleinere Apparate verwendet werden können und weniger Wärme erforderlich ist, um das Sol zu seinem endgültigen Zustand zu konzentrieren. Auch liefert das Alkalisilicat einen l'eil der Kieselsäure des Endproduktes und wirkt orleichzeitig als Alkalisierungsmittel. Diese Vorteile fallen weg, wenn man Alkalihydroxvde verwendet.
  • Nach den erfindungsgemäßen Verfahren kann man alkalische Kieselsäurehydrosole mit einem pH-Wert -von 9,0 bis 10,7, vorzugsweise 9,3 bis 10,0, einem Si 0,-Gehalt von etwa 30, z. B. etwa 30 bis 35, oder mehr Gewichtsprozent, einem Salzgehalt von weniger als 0,15 Gewichtsprozent und einem Verhältnis von Na.0 zu Si0,=et7v#,a 1:10 bis 1:100 herstellen. Auch kann man Sole herstellen, die bei Lagerungstemperaturen von wenig über dem Gefrierpunkt des Sols bis 35' C 6 Monate, gewöhnlich 12 Monate oder noch länger, gelierbeständig sind.
  • In den folgenden Beispielen sind alle Teile und Prozentsätze Gewichtseinheiten. Beispiel 1 5,81 eines sauren Kieselsäureäthanolhydrosols von 20' C mit einem Kieselsäuregehalt von 9,71119, einem Äthanolgehalt von 51%, einem Wassergehalt von 390/e, einem Natriumsulfatgehalt von 0,3% und genügend freier Schwefelsäure, um einen pH-Wert von etwa 3,0 (Glaselektrode) zu erzeugen, ließ man mit einer Geschwindigkeit von etwa 10 cm3/Min. in natürlichem Gefälle durch eine Säule (von 3,5 cm Durchinesser und 15 cm Höhe) der Wasserstoffionenforin eines stark sauren Kationenaustauschharzes aus dem wasserunlöslichen Mischpolymerisat von Stvrol und Divinylbenzol, das kernständige Sulfonsäuregruppen enthält, fließen. Dieses Kationenaustauschharz hatte eine Kapazität von 4,25 mVal/g. Der pH-Wert des Äthanolhydrosols wurde durch diese Behandlung auf etwa 2,0 (Glaselektrode) herabgesetzt, und das Produkt war praktisch frei von Natriumionen, was dadurch bewiesen wurde, daß die Flammenfärbung für -L\Tatrium nur gering war. 4,5 1 des Umsetzungsproduktes aus dem Kationenaustatischharz wurden in einen Glasbehälter gegossen und stark gerührt, wobei insgesamt 280 g der Hvdroxylionenform eines schwach basischen Anionenaustauschharzes aus einem wasserunlöslichen Styrol-Divinylbenzol-Mischpolynierisat mit einer Vielzahl von Polyalkylamingruppen mit einer Kapazität von 6,0mVal/g angewendet wurden. Als der pa-Wert des Sols auf 3,7 anstieg (Glaselektrode), wurde nicht mehr umgerührt und das Anionenaustauschharz durch ein Sieb mit 525 Maschen je CM2 schnell von dem Sol abgetrennt. Das so hergestellte Äthanolhydrosol enthielt weniger als 0,0151/o Salz, d. h. Natriumsulfat.
  • 1164 g dieses Äthanolhydrosols wurden schnell Unter starkem Umrühren zu 1396 g einer alkalischen wäßrigen Lösung mit 0,4% Natriumhydroxyd (carbonatfrei) gegeben. Das so hergestellte alkalische Äthanolhydrosol hatte einen pH-Wert von 9;,5 (Glaselektrode) und enthielt etwa 4,5% SiO.. Dieses Sol wurde in eine Destilliervorrichtung mit Kühler-gegeben und bei Atmosphärendruck auf Siedetemperatur erhitzt, bis praktisch alles Äthanol aus der Flüssigkeit entfernt war. Der Kühler wurde dann entfernt und das Sol bei Atmosphärendruck zum Sieden erhitzt, bis es einen Gehalt an kolloidaler Kieselsäure von 30"1/o# hatte. Das so gewonnene alkalische Kieselsäurehydrosol hatte einen pl,-Wert von etwa 10,2, enthielt weniger als 0, 1 %, Natriumsulfat und war bei 350 C länger als 6 Monate beständig.
  • Es wurden Versuche unternommen, ein beständiges, alkalisches Kieselsäurehydrosol in derselben Weise aus einem sauren Kieselsäureäthanolhydrosol herzustellen, dem gleichen, das in dem ersten Absatz dieses Beispiels beschrieben worden ist, aber mit 0,111/o Natriumsulfatgehalt. Das Sol gelierte jedoch bei einem Kieselsäuregehalt von 22% beim Eindampfen -des Wassers. Beispiel 2 Bei dem folgenden Verfahren wurden 1162 g eines sauren Kieselsäureäthanolhydrosols verwendet, das, wie im Beispiel 1 beschrieben, hergestellt worden war. 92 g dieses sauren Sols wurden schnell unter starkem Umrühren bei Raumtemperatur zu 643 g einer wäßrigen Lösung von Natriumhydroxyd (carbonatfrei) mit 0, 1 Mol Na 0 H j e Liter gegeben. Das so hergestellte alkalische Äthanolhydrosol wurde unter ständigem Rühren in einem Destillationsapparat mit einer Fraktionierkolonne und Kühlern zum Sieden gebracht. Sobald das Äthanol überzudestillieren begann, wurde der Rest des sauren Sols (1072 g) ununterbrochen dem siedenden alkalischen Sol zugesetzt, das während der ganzen Zeit bei Atmosphärendruck auf Siedetemperatur gehalten wurde, um ein Gemisch von Äthanol und Wasser abzudestillieren. Das saure Sol wurde mit solcher Geschwindigkeit zugesetzt, daß die ursprüngliche Menge Äthanol in dein siedenden alkalischen Sol praktisch unverändert blieb. Nachdem der Zusatz des sauren Sols beendet war, wurde der Rest des Äthanols aus dem alkalischen Sol über die Kolonne abdestilliert. Das so erhaltene Hydrosol wurde dann ohne Destillierkolonne bis zu einer Konzentration von 3011/o kolloidaler Kieselsäure eingeengt. Das abgekühlte Hydrosol hatte einen pH-Wert von etwa 9,5 (Glaselektrode) und einen Natriumsulf atgehalt unter 0, 1 0/ü und war mindestens 6 Monate bei 30' C gelierbeständig.
  • Es wurde versucht, ein beständiges, alkalisches Kieselsäurehydrosol in derselben Weise aus einem sauren Hydroorganosol mit 0, 1 % Na2 S 04, das aber sonst das gleiche war wie das vorstehend verwendete, herzustellen. Das Sol gelierte jedoch beim Eindampfen bei einem Kieselsäuregehalt von etwas unter 301/o,. Beispiel 3 Bei dem folgenden Verfahren wurden 51 kg eines sauren Kieselsäureäthanolhydrosols verwendet, das nach Beispiel 1 hergestellt war. 3,9 kg dieses sauren Sols wurden schnell und unter Umrühren zu 21,2 kg einer wäßrigen Natriumsilicatlösung mit 302,8 g Natriumsilicat (Verhältnis von Na2 0 ZU S'02= 1 :3,25) gegeben, - Das so hergestellte alkalische Äthanolhydrosol wurde dann in einer Destilliervorrichtung, die mit einem Kühler versehen war, zum Sieden bei Atmosphärendruck erhitzt, und als das Äthanol überzudestillieren begann, wurden weitere Mengen des sauren Sols unter der Oberfläche des siedenden alkalischen Sols mit einer- Geschwindigkeit von 195 g/Min. zugesetzt, wobei das alkalische Sol auf Siedetemperatur gehalten wurde. Nachdem ungefähr 30% der gesamten 51 kg *des sauren Sols zugesetzt waren und der pE-Wert des alkalischen Sols auf etwa 10,15 abgesunken war (Glaselektrode), wurde ein wäßriges Natriumsilicat (Verhältnis von Na,0 zu Si02#1:3,25) unter der Oberfläche des siedenden alkalischen Sols in einer Menge zugesetzt, die ausreichte, um den pl,-Wert auf etwa 9,9 (Glaselektrode) zu halten, und der Zusatz von saurem Sol wurde ebenfalls mit 195 giMin. fortgesetzt. Während des Zusatzes der letzten 7 1/9 der gesamten 5 1 kg sauren Sols wnide der pII-Wert des siedenden alkalischen Sols durch Veringerung der Menge der zugesetzten Natriumsilikatlösung auf 9,6 absinken gelassen. Nach Zusatz des gesamten sauren Sols (im ganzen 51 kg) betrug der pH-Wert des alkalischen Sols 9,6. Die Destillation wurde fortgesetzt, bis das alkalische Sol praktisch frei von Äthanol war. In diesem Stadium enthielt das alkalische Sol 22% Kieselsäure und wurde durch Eindampfen des Wasser bei Atmosphärendruck konzentriert, bis es 30114 Kieselsäure enthielt. Das abgekühlte Hydrosol hatte einen pH-Wert von etwa 9,5 (Glaselektrode) und einen Natriumsulfatgehalt von weniger als 0, 11/9 und war mindestens 12 Monate lang bei 30' C gelierbeständig.
  • Ein alkalisches Kieselsäurehydrosol, das in gleicher Weise aus einem sauren Kieselsäurehydrosol hergestellt war, das 0110/0 'NalS04 enthielt, aber sonst dem vorstehend beschriebenen glich, konnte bis zu einem Gehalt von 30% Kieselsäure ohne Gelierung konzentriert werden und bewies so die Vorzüge des in diesem Beispiel verwendeten Verfahrens gegenüber den Verfahren, die in den Beispielen 1 und 2 angegeben sind. Das gewonnene Sol hatte jedoch eine geringe Beständigkeit und gelierte in weniger als einer Woche bei 30' C. Beispiel 4 Bei dem folgenden Verfahren wurden 51k- eines sauren Kieselsäureäthanolhydrosols verwendet, das nach Beispiel 1 hergestellt worden war. Ungefähr 4 1 dieses sauren Sols wurden schnell unter starkem Rühren zu 22 lig einer wäßrigen Natriumsilicatlösung gegeben, die 504 g Natriumsilicat mit einem Verhältnis von Na2 0 zu Si 02 = 1: 3,25 enthielt. Das so hergestellte alkalische Äthanolhydrosol wurde dann in einer Destilliervorrichtung, die mit einem Kühler versehen war, bei Atmosphärendruck zum Sieden erhitzt, und als das Äthanol überzudestillieren begann, wurde der Rest (etwa 47 kg) des sauren Sols unter der Oberfläche des alkalischen Sols innerhalb von 4 Stunden in dem Maße zugesetzt, daß die Siedetemperatur des alkalischen Sols (etwa 921 C) praktisch gleichblieb, bis sein pH-Wert etwa 9,75 (Glaselektrode) betrug. Danach wurde der Zusatz von saurem Kieselsäuresol eingestellt, die Destillation des Äthanols aus dem alkalischen Sol dagegen fortgesetzt, bis das Sol praktisch frei von Äthanol war (Siedepunkt 100' C), was ungefähr eine Stunde dauerte. In diesem Stadium enthielt das gewonnene alkalische Kieselsäurehydrosol 21,311/o Kieselsäure. Dieses Hydrosol wurde dann durch Verdampfen des Wassers bei Siedetemperatur (100' C) weiterkonzentriert, bis es 30% Si02 enthielt. Es hatte, wenn es abgekühlt war, einen pn-Wert von etwa 10, einen Natriumsulfatgehalt unter 0,1% und war mindestens 6 Monate lang bei einer Temperatur von 35' C gelierbeständig.
  • Das gleiche Verfahren wurde angewandt, um ein alkalisches Kieselsäurehydrosol, das 30% Kieselsäure enthielt, aus einem sauren Äthanolhydrosol mit 0,111/o Natriumsulfat herzustellen, das im übrigen aber dem oben angewendeten glich. Obgleich dieses Sol mit einem Gehalt von 30% Kieselsäure hergestellt werden Konnte, war es unbeständig und gelierte innerhalb einer Woche bei 35' C.
  • Beispiel 5 Die in den Beispielen 1 bis 4 beschriebenen Verfahren wurden mit einem sauren Kieselsäureacetonhydrosol wiederholt, das weniger als 0,011/o. Natriumsulfat enthielt und identisch war mit dem oben benutzten sauren Kieselsäureäthanolhydrosol, nur daß die sauren Sole Aceton statt Äthanol enthielten. Es wurden alkalische Kieselsäurehydrosole mit einem S'02-Gehalt von 3014 oder mehr gewonnen, die mindestens 6 Monate bei 35' C beständig waren.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zur Herstellung beständiger, alka.-lischer Kieselsäurehydrosole mit hoher Kieselsäurekonzentration, bei dem ein saures Kieselsäurehydroorganosol, das eine praktisch neutrale, mit Wasser mischbare organische Flüssigkeit mit einem Siedepunkt unter dem des Wassers bei Atmosphärendruck enthält, mit einer alkalischen wäßrigen Lösung vermischt wird, die eine geringe Konzentration an einer alkalischen Alkaliverbindung enthält, die in Alkalimetallkationen und Anionen dissoziiert, die für die Beständigkeit von Kieselsäuresolen unschädlich sind, die organische Flüssigkeit aus dem entstehenden Sol entfernt und anschließend genügend Wasser entfernt wird, um ein Hydrosol zu erzeugen, das etwa 30 und mehr Gewichtsprozent Kieselsäure enthält, wobei das Hydroorganosol und die alkalische wäßrige Lösung in solchen Mengen verwendet werden, daß ein fertiges Sol mit einem pH-Wert von etwa 9,0 bis 11,5 entsteht, dadurch gekennzeichnet, daß das Kieselsäurehydroorganosol 0,025 oder weniger, bevorzugt 0,01 oder weniger Gewichtsprozent Salze enthält.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein solches Kieselsäurehydroorganosol verwendet wird, das etwa 5 bis i2 Gewichtsprozent SiO, und etwa 25 bis 60 Gewichtsprozent einer praktisch neutralen organischen Flüssigkeit enthält, die aus Kohlenstoff-, Wasserstoff- und Sauerstoffatomen besteht, mit einem Siedepunkt, der unter dem des Wassers bei Atmosphärendruck liegt, und das einen pH-Wert von etwa 2 bis 4,8 aufweist. 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das alkalisch eingestellte Kieselsäurehydroorganosol erhitzt wird, bis die organische Flüssigkeit abzudestillieren beginnt, dem alkalischen Sol unter Beibehaltung der Siedetemperatur desselben weitere Mengen sauren Sols in dem Maße zugesetzt werden, daß die organische Flüssigkeit gleichzeitig aus dem entstandenen Gemisch destilliert wird, praktisch die ganze organische Flüssigkeit durch Destillation zur Herstellung eines Kieselsäurehydrosols aus dem Gemisch ausgeschieden wird und dann das Wasser aus dem Hydrosol zum Verdampfen gebracht wird, bis es etwa 30 und mehr Gewichtsprozent kolloidale Kieselsäure enthält, wobei die Gesamtmenge des sauren Sols ausreicht, um ein Hydrosol mit einem p]g-Wert von etwa 9,0 bis 11,5 herzustellen. 4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis j, dadurch gekennzeichnet, daß das Hydroorganosol ein Acetonhydrosol oder ein Äthanolhydrosol ist. 5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4; dadurch gekennzeichnet, daß die Alkalisierung des Kieselsäurehydroorganosols mit Natriumsilicat durchgeführt wird. 6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß man ein saures Kieselsäurehydroorganosol, das ttwa 5 bis 12 Gewichtsprozent S'02, etwa 40 bis 60 Gewichtsprozent Äthanol oder Aceton und weniger als 0,01 Gewichtsprozent eines Salzes enthält und einen pH-Wert von etwa 2,5 bis 4,5 aufweist, mit einer wäßrigen Lösung, die etwa U,02 bis 0,12 Mol/Liter Natriumsilicat enthält, vermischt, das alkalische Sol auf seinen Siedepunkt bzw. bis das Äthanol oder Aceton abzudestillieren beginnt, erhitzt, dem alkalischen SQ1, das die Siedetemperatur beibehält, unter der Oberfläche desselben weitere Mengen des sauren Sols in dem Maße zusetzt, daß das Äthanol-Aceton gleichzeitig aus dem entstandenen Gemisch abdestilliert und der pH7Wert des Gemisches während der Beimengung des größeren Teils des sauren Sols durch den Zusatz von Natriumsilicat unter der Oberfläche des Gemisches auf etwa 9 bis 11,5 gebracht wird, eine weitere Menge des sauren Sols zusetzt, um den pa-Wert des- Gemisches auf etwa 9,3 bis 9,8 zu bringen, praktisch das ganze Äthanol oder Aceton zur Herstellung eines Hydrosols aus dem Gemisch abdestilliert und dann das Wasser aus dem Hydrosol abdampft, bis es etwa 30 und mehr Gewichtsprozent kolloidale Kieselsäure enthält. 7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Natriumsilicat ein Verhältnis von S'02 ZU Na2 0 = etwa 2: 1 bis 3,5: 1 hat. In Betracht gezogene Druckschriften: USA.-Patentschriften Nr. 2 515 960, 2 515 961.
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* Cited by examiner, † Cited by third party
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US2515960A (en) * 1947-09-29 1950-07-18 Monsanto Chemicals Method of producing silica sols
US2515961A (en) * 1947-09-29 1950-07-18 Monsanto Chemicals Method of producing silica sols

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