DE1060324B - Rohrtrockner fuer flugfaehiges Gut - Google Patents
Rohrtrockner fuer flugfaehiges GutInfo
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- F26B3/00—Drying solid materials or objects by processes involving the application of heat
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Description
- Rohrtrockner für flugfähiges Gut Die Erfindung betrifft einen Rohrtrockner für flugfähiges Gut, bestehend aus einem waagerechten, zylindrischen Rohr, durch das das Gut von einer Rohrstirnwand zur anderen mit Hilfe eines schraubenlinienartig durch das Rohr geführten, im Bereich einer Stirnwand zugeführten und im Bereich der anderen Stirnwand abgeführten Trocknungsmittelstromes mit einstellbarer Vorschubgeschwindigkeit geführt wird.
- Es ist bekannt, feines Feuchtgut mittels im Kreislauf geführter Heißgase im Schwebe- oder Wirbelbett zu trocknen. Es ist auch ein Stromtrockner bekannt, bei dem das Trocknungsgut durch eine bzw. mehrere Kammern zum Teil durch die Heißgase, zum Teil durch mechanische Mittel gefördert und ausgetragen wird. Dabei wird das Trocknungsmittel im Kreislauf über Wärmetauscher geführt: Nach der Erfindung soll der Betrieb eines eingangs beschriebenen Rohrtrockners mit einem bis zum Schwebe- oder Wirbelbett aufgelockerten Gut ermöglicht werden. Das wird dadurch erreicht, daß im Bodenbereich des Trocknerrohres ein kleineres zylindrisches, unten zur Aufnahme einer Förderschnecke offenes Rohr so angeordnet ist, daß die Achse des kleineren Rohres und die Schneckenachse in der lotrechten Symmetrieebene des Trocknerrohres liegen. Das innere Rohr bildet insbesondere infolge der Querschnittszunahme von unten nach oben einen Schweberaum, der mit Öffnungen versehen ist, durch die das Trocknungsmittel von. unten nach oben strömt, oben in zwei Teilströme zerlegt wird, die um das innere Rohr herum nach unten geführt und im Zwischenraum beider Rohre durch an sich bekannte Gebläse gefördert und durch an sich bekannte Wärmeaustauscher erhitzt, gegebenenfalls überhitzt werden.
- Der Raumbedarf wird durch Wahl eines waagerecht liegenden Zylinders sehr gering gehalten. Weiterhin wird durch das Maximum an Strömungsquerschnitt in der horizontalen Mittelschnittebene des Zylinders hier die geringste Aufwärtsgeschwindigkeit vorliegen und der Anteil an darüber hinaus schwebendem Gut so stark beschränkt, daß auf eine Abscheidevorrichtung zur Trennung des Gutes vom Trocknungsmittel verzichtet werden kann. Die Rückführung des Trocknungsmittels wird bei dieser Anordnung in zwei Teilströmen um den Mantel des Innenzylinders herum auf kürzestem Weg durchgeführt.
- Im Gegensatz zu anderen bekannten Anlagen wird die Förderschnecke am Grund des Trockners nicht von unten, sondern von beiden Seiten her angeströmt, dadurch wird weitere Bauhöhe eingespart, ohne daß auf ein ständiges Anströmen des Fördergutes in der Schnecke durch die heißesten Gase verzichtet werden muß. Das Trocknungsmittel kann Heißluft oder Heißdampf sein. Die besonderen Vorteile des Trocknens mit Heißdampf sind neben dem bekannten geringen spezifischen Wärmeverbrauch je kg verdampftes Wasser in der verringerten Brandgefahr leicht brennbarer Stoffe zu sehen. Ferner können bekanntlich bei Heißdampftrocknern die geringsten Abgasverluste erzielt werden. Der Rohrtrockner ist zum Betrieb als Heißdampftrockner besonders gut geeignet, da er innere Umwälzgebläse, geringste Außenoberfläche und günstige Bauform für Überdruck- und Unterdruckbetrieb aufweist. Dabei ist der eigentliche Trocknungsraum (inneres Rohr) allseitig von Wänden höherer Temperatur (Vermeidung von Kondensationserscheinungen) umgeben. Für das Anfahren des Trockners ist eine Dampfeinblasevorrichtung vorhanden.
- Die an sich bekannte baukastenartige Erweiterungsmöglichkeit des Trockners durch Hintereinanderschalten gleicher, aus Rohrstücken bestehender Einzelkammern ermöglicht eine große Anpassungsfähigkeit, verschiedene Einsatzbedingungen und eine weitgehende Variation in der Leistung des Trockners. Durch Verwendung stufenlos regelbarer Antriebe für die Förderschnecke und die Ventilatoren läßt sich der Trockner leicht an die verschiedenartigsten Trocknungsbedingungen einzelner Trocknungsgüter in bezug auf Trocknungstemperatur und Verweilzeit anpassen. In entsprechender Ausrüstung kann der Trockner auch zur Klimatisierung von Feingut verwendet werden. Man wird dabei die Dampfeinblasevorrichtung oder eine andere ähnliche Einrichtung zur Einspritzung von Wasser benutzen, um den Sättigungsgrad des Behandlungsmittels auf ein gewünschtes Maß zu bringen oder diesen Sättigungsgrad innehalten zu können.
- Zur Behandlungsmittelumwälzung kann je ein Ventilator im Rohrzwischenraum oberhalb und seitlich der oberen Öffnung des inneren Zylinders, auf gemein-
und 1' in die Endzone 17. Das getrocknete Gut wird zur Austragsöffnung 18 ausgetragen. Die Endzone enthält einen Behandlungsmittelabführ- bzw. -einführstutzen 19. Das abgeführte Behandlungsmittel kann in bekannter Weise in einen nicht dargestellten Staubabscheider oder in eine nicht dargestellte Wärmerückgewinnungsanlage austreten. Für das Anfahren der Anlage ist in der vorderen Stirnwand die Dampfeinblasevorrichtung 20 vorgesehen.imer, senkrecht zur lotrechten Symmetrieebene des rocknerrohres liegender Welle angeordnet sein. ?Nach erfolgter Trocknung wird das Gut aus einer achgeschalteten Zone ausgetragen, die sich von den 'rocknungskammern dadurch unterscheidet, daß in ir das innere Rohr, Wärmetauscher und Ventilatoren 2hlen. In diesem Raum setzt sich das Feingut zu inem gewissen Teil am Boden ab und wird gemeinsam fit dem Grobgut durch die Förderschnecke ausge- ragen. Die Zeichnungen zeigen eine Ausführungsform des euen Trockners, und zwar in Fig. 1 einen Querschnitt durch eine Kammer des 'rockners, in Fig. 2 einen Längsschnitt durch den Trockner, be- tehend aus zwei Kammern 1, 1' und der nachgeschal- eten Zone 17. Die Trocknungskammer 1 wird von einem zylin- '.rischen Trocknerrohr 2 luftdicht nach außen abge- chlossen und durch eine Wärmeschutzschicht 3 iso- iert. Im Bodenbereich des Trocknerrohres 2 ist ein :feineres zylindrisches, unten zur Aufnahme einer örderschnecke 4 offenes Rohr 11 so angeordnet, daß Lie Achse des Rohres 11 und die Schneckenachse 5 in !er lotrechten Sv mmetrieebene des Trocknerrohres 2 fegen. An den Stellen 6 wird das eingebrachte Feucht- ;ut in der Schnecke vom Heißgasstrom erfaßt und ,us der Schnecke in das innere Rohr hochgewirbelt. )er Strömungsverlauf im Trockner ist durch ge- trichelte Linien mit Pfeil gekennzeichnet. Das Trock- tungsmittel wird im Aufwärtsgasstrom durch obere 5ffnungen 21 bis in den Saugbereich der Axial- ;ebläse 8 und 8' hochgeführt und von den Gebläsen in [en Raum 9 und 9' zwischen den Rohren gefördert, n dem es durch Wärmetauscherrohre 10 erhitzt wird. Das Trocknungsmittel wird beidseitig des klei- ieren Rohres 11 um dieses herumgeführt und schließ- ich durch die untere Öffnung 6 und weitere im unteren iereich des kleineren Rohres liegende Öffnungen 22 wieder in dieses eingeführt. Die Trocknungskammer 1 wird an der Gutaufgabe- eite durch eine Stirnwand 12 abgeschlossen. Durch -in Zuführungsrohr 13 fällt das Feuchtgut in die rrocknungskammer nach unten ein. Das Zuführungs- ohr kann zwecks Abschlusses der Kammer nach Lußen hin mit einer nicht dargestellten Zellradschleuse -ersehen sein. Am Zuführungsrohr ist ein Behand- ungsmittelein- bzw. -abführstutzen 14 vorgesehen, der furch eine Drosselklappe 15 oder ein sonstiges lbsperrelement abgeschlossen werden kann. Die Schnecke 4, die über ein stufenlos regelbares Getriebe 16 angetrieben werden kann, fördert das nicht schwebefähige Gut durch die gleichartigen Kammern 1
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE: 1. Rohrtrockner für flugfähiges Gut, bestehend aus einem waagerechten, zylindrischen Rohr, durch das das Gut von einer Rohrstirnwand zur anderen mit Hilfe eines schraubenlinienartig durch das Rohr geführten, im Bereich einer Stirnwand zugeführten und im Bereich der anderen Stirnwand abgeführten Trocknungsmittelstromes mit einstellbarer Vorschubgeschwindigkeit geführt wird, dadurch gekennzeichnet, daß im Bodenbereich des Trocknerrohres (2) ein kleineres zylindrisches. unten zur Aufnahme einer Förderschnecke (4) offenes Rohr (il) so angeordnet ist, daß die Achse des kleineren Rohres und die Schneckenachse in der lotrechten Symmetrieebene des Trocknerrohres liegen, und daß im Zwischenraum zwischen den Rohren Ventilatoren (8, 8') und Wärmetauscher (10) angeordnet sind, über die das Trocknungsmittel durch obere Öffnungen (21) des kleineren Rohres angesaugt wird und dann beidseitig des kleineren Rohres um dieses herumgeführt wird und schließlich durch die untere Öffnung (6) und weitere im unteren Bereich des kleineren Rohres liegende Öffnungen (22) wieder in dieses eingeführt wird.
- 2. Trockner nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch je einen Ventilator im Rohrzwischenraum oberhalb und seitlich der oberen Öffnung des inneren Zylinders, auf gemeinsamer, senkrecht zur lotrechten Symmetrieebene des Trocknerrohres (2) liegender Welle.
- 3. Trockner nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch eine nachgeschaltete Zone (17) ohne inneres Rohr, Wärmetauscher und Ventilatoren. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 813 744, 1021801; schweizerische Patentschrift Nr. 293 212; österreichische Patentschrift Nr. 101985; USA.-Patentschriften Nr. 1541443, 2 380 518. H i r s c h, Die Trockentechnik, Abb. 260 auf S. 383, Springer-Verlag, 1927.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DEK27514A DE1060324B (de) | 1955-12-03 | 1955-12-03 | Rohrtrockner fuer flugfaehiges Gut |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE1060324B true DE1060324B (de) | 1959-06-25 |
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Family Applications (1)
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| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1060324B (de) |
Citations (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US1541443A (en) * | 1924-04-19 | 1925-06-09 | Thelen Rolf | Reversible circulation internal fan kiln |
| AT101985B (de) * | 1923-02-19 | 1925-12-10 | Paul Hermann Mueller Dr Ing | Vorrichtung zum Trocknen von Holz od. dgl. |
| US2380518A (en) * | 1942-04-18 | 1945-07-31 | American Lumber & Treating Co | Kiln drying |
| DE813744C (de) * | 1949-07-22 | 1951-09-17 | Heinz Dipl-Ing Dr Haas | Verfahren und Vorrichtung zum Trocknen von Spinn-kuchen, Spulen u. dgl. unter Vakuumbei Waermeueber-tragung durch umgewaelzte Brueden |
| CH293212A (de) * | 1950-07-19 | 1953-09-15 | Buettner Werke Aktiengesellsch | Verfahren und Vorrichtung zum Trocknen von schwebefähigem Behandlungsgut. |
| DE1021801B (de) | 1957-12-27 |
-
1955
- 1955-12-03 DE DEK27514A patent/DE1060324B/de active Pending
Patent Citations (6)
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|---|---|---|---|---|
| DE1021801B (de) | 1957-12-27 | |||
| AT101985B (de) * | 1923-02-19 | 1925-12-10 | Paul Hermann Mueller Dr Ing | Vorrichtung zum Trocknen von Holz od. dgl. |
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