DE1059789B - Abziehvorrichtung fuer die Verbindungsglieder von Gleisketten - Google Patents
Abziehvorrichtung fuer die Verbindungsglieder von GleiskettenInfo
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Description
- Abziehvorrichtung für die Verbindungsglieder von Gleisketten Die Erfindung betrifft eine Abziehvorrichtung für die Verbindungsglieder von Gleisketten, wie sie beispielsweise an Panzerwagen, Raupenschleppern und ähnlichen Fahrzeugen Verwendung finden, und insbesondere von Gleisketten, bei denen die Kettenglieder aus dicken, widerstandsfähigen Kautschukplatten bestehen.
- Bei derartigen Gleisketten sind in die einzelnen Kettenglieder je zwei durch die Kautschukplatten hindurchgehende und seitlich über diese vorstehende, kräftige Bolzen einvulkanisiert, auf denen beiderseitig die Verbindungsglieder der jeweils benachbarten beiden Kettenglieder der Gleiskette, beispielsweise mittels eines Keilringes od. dgl., befestigt werden.
- Da bei derartigen Gleisketten die zwischen den einzelnen Kettengliedern erforderliche Verschwenkbarkeit durch die Elastizität des Kautschuks gewährleistet wird, benötigen sie im Gegensatz zu Gleisketten, bei denen die einzelnen Kettenglieder aus Metallplatten bestehen, für die Kettenglieder keine Drehachsen, was den Vorteil hat, daß bei Gleisketten aus Kautschukplatten keine Verschmutzung derartiger Drehachsen durch Rostbildung oder Ablagerung von Schmutz mehr auftreten kann. Ganz allgemein haben derartige Gleisketten aber auch den Vorteil, daß sich der Umlauf der Ketten viel geräuschloser vollzieht als bei Ketten mit metallischen Kettengliedern.
- Sollen jedoch einzelne der aus den Kautschukplatten bestehenden Kettenglieder, beispielsweise wegen Abnutzung, ersetzt werden, so müssen die entsprechenden Verbindungsglieder der Kette von den in die Kautschukplatten einvulkanisierten Bolzen abgezogen werden, damit das zu ersetzende Kettenglied aus der Kette herausgenommen und durch ein neues Kettenglied ersetzt werden kann.
- Die Erfindung betrifft eine hydraulisch zu betätigende Vorrichtung, durch deren Verwendung die Verbindungsglieder der Kette leicht und schnell von den Kettengliedern abgezogen werden können.
- Die Vorrichtung nach der Erfindung zeichnet sich dadurch aus, daß sie eine an sich bekannte, aus Zylinder und Kolben bestehende hydraulische Presse aufweist, an deren Zylinder zum Umfassen eines Bundes der Verbindungsglieder der Gleiskette zwei mit Abziehklauen versehene Zugstangen und an deren Kolben zwei Druckbolzen befestigt sind, die den gleichen Abstand voneinander aufweisen wie die beiden Verbindungsbolzen des abzuziehenden Verbindungsgliedes.
- Bei einer anderen Ausführungsform ist erfindungsgemäß vorgesehen, daß die Zugstangen mit zwei einander gegenüberliegenden Bohrungen für das Einsetzen eines Zugbolzens versehen und diese so angeordnet sind, daß sie beim Abziehen der Verbindungsglieder der Gleiskette mit einer in diesen angeordneten Bohrung fluchten.
- Schließlich ist es vorteilhaft, die Zugstangen kurz unterhalb ihrer freien Enden durch einen Bolzen miteinander zu verbinden.
- Die Abziehvorrichtung nach der Erfindung ist in der Zeichnung an Hand von zwei Ausführungsbeispielen dargestellt, und zwar zeigt Fig. 1 und 2 eine Ausführungsform der Abziehvorrichtung in Vorder- bzw. Seitenansicht und Fig. 3 und 4 eine zweite Ausführungsform der Abziehvorrichtung, ebenfalls in Vorder- und Seitenansicht.
- Die Gleis- oder Gliederkette, für welche die Abziehvorrichtung gemäß Fig. 1 und 2 Anwendung finden soll, besteht aus den aus Kautschuk hergestellten Platten 1, in die je zwei Metallbolzen2 einvulkanisiert sind, die an beiden Seiten über die Kautschukplatten um ein gewisses Maß vorstehen. Zwecks Verbindung dieser Kettenglieder zur Gleis- oder Gliederkette sind auf die seitlich vorstehenden Teile der Bolzen 2 Verbindungsglieder 3 aufgesetzt, durch die jeweils die benachbarten Bolzen von zwei Kettengliedern miteinander verbunden werden und die im Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 und 2 auf der den Kettengliedern abgewendeten Seite mit einem Bund 4 versehen sind.
- Die Abziehvorrichtung nach Fig. 1 und 2 besteht im wesentlichen aus einem Zylinder 5, in dem mittels einer durch einen Druckschlauch 6 angeschlossenen Handpumpe 7 in an sich bekannter Weise ein Kolben 8 durch eine Druckflüssigkeit verschoben werden kann.
- Auf dem aus dem Zylinder vorstehenden Ende des Kolbens sitzt ein Kopfstück 9, auf dem zwei Druckbolzen 10 befestigt sind. Der Abstand dieser beiden Bolzen ist so bemessen, daß er dem Abstand der Verbindungsbolzen 2 von zwei benachbarten Kettengliedern 1 entspricht. Auf dem oberen Ende des Zylinders 5 sind ferner einander gegenüberliegend zwei Zugstangen 11 befestigt, die an ihrem freien Ende je mit einer Abziehklaue 12 ausgestattet sind. Der Abstand dieser Zugstangen ist so bemessen, daß sich im Betrieb der Vorrichtung die Klauen 12 hinter den Bund 4 der Verbindungsglieder 3 legen. Um im Betrieb ein Auseinanderspreizen der Zugstangen zu verhindern, sind sie -im oberen Teil durch einen Bolzen 13 miteinander verbunden.
- Um die Verbindungsglieder 3 von den Bolzen 2 abzuziehen, wird die Vorrichtung mit der einen Klaue 12 durch den Zwischenraum zwischen zwei Verbindungsgliedern hindurchgeschoben und dann so weit gedreht, daß sich die Klauen 12 einander gegenüberliegend hinter den Bund 4 des abzuziehenden Verbindungsstückes 3 legen, wie es Fig. 2 zeigt. Hierauf wird mittels der Handpumpe 7 Druckflüssigkeit in den Zylinder 5 gedrückt, wodurch der Kolben 8 gehoben und die Druckbolzen 10 auf die Verbindungsbolzen 2 des abzuziehenden Verbindungsstückes treffen. Durch weiteres Einpumpen von Druckflüssigkeit wird dann der Zylinder 5 zusammen mit den Zugstangen 11 und den Klauen 12 längs des Kolbens 8 nach außen verschoben, wodurch das Verbindungsglied unter dem Gegendruck der Bolzen 10 von den Verbindungsbolzen 2 abgezogen wird.
- Die Gleiskette nach Fig. 3 und 4 unterscheidet sich von der nach Fig. 1 und 2 lediglich dadurch, daß hier die Verbindungsglieder 3 nicht mit einem Bund 4, sondern mit einer zwei einander gegenüberliegende Ausschnitte 14 und 15 verbindenden Querbohrung 16 versehen sind, in die ein Bolzen 17 eingesteckt werden kann.
- Um derartige Verbindungsglieder von den Verbindungsbolzen 2 der Gleiskette abziehen zu können, sind am Zylinder 5 zwei Zugstangen 11 befestigt, die in Höhe der Bohrung 16 je mit einer Bohrung 18 versehen sind. Die übrigen Teile der Vorrichtung entsprechen denen der Vorrichtung nach Fig. 1 und 2. Für das Abziehen der Verbindungsglieder 3 wird die Vorrichtung so weit auf letztere aufgeschoben, bis die Bohrungen 18 der Zugstangen 11 mit der Bohrung 16 fluchten, worauf der Einsteckbolzen 17 eingesetzt und in den Zylinder Druckflüssigkeit eingepumpt wird, bis durch -das Auftreffen der Druckbolzen 10 auf die Verbindungsbolzen 2 und den Zug der Stangen 11 -das Verbindungsglied 3 abgezogen ist.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE: 1. Vorrichtung zum Abziehen der Verbindungsglieder von Gleisketten, insbesondere solchen, bei denen die Kettenglieder aus mit einvulkanisierten Verbindungsbolzen versehenen Kautschukplatten bestehen und die Verbindungsglieder von jeweils zwei. Kettengliedern auf den seitlich aus den Kautschukplatten vorstehenden Verbindungsbolzen befestigt sind, gekennzeichnet durch eine an sich bekannte, aus Zylinder (5) und Kolben (8) bestehende hydraulische Presse, an deren Zylinder zum Umfassen eines Bundes (4) der Verbindungsglieder (3) der Gleiskette zwei mit Abziehklauen (12) versehene Zugstangen (11) und an deren Kolben zwei Druckbolzen (10) befestigt sind, die den gleichen Abstand voneinander aufweisen wie die beiden Verbindungsbolzen (2) des abzuziehenden Verbindungsgliedes (3).
- 2. Vorrichtung, insbesondere nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zugstangen (11) mit zwei einander gegenüberliegenden Bohrungen (18) für das Einsetzen eines Zugbolzens (17) versehen und diese so angeordnet sind, daß sie beim Abziehen der Verbindungsglieder (3) der Gleiskette mit einer in diesen angeordneten Bohrung (16) fluchten.
- 3. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Zugstangen (11) kurz unterhalb ihrer freien Enden durch einen Bolzen (13) miteinander verbunden sind.
Priority Applications (1)
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Applications Claiming Priority (1)
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| DE1059789B true DE1059789B (de) | 1959-06-18 |
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|---|---|
| DE (1) | DE1059789B (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1232890B (de) * | 1965-04-17 | 1967-01-19 | Frieseke & Hoepfner Gmbh | Hydraulisch betaetigtes Abziehgeraet fuer die Konnektoren von Gleisketten |
| DE1255060B (de) * | 1965-06-15 | 1967-11-23 | Schmiede Und Stanzwerk Halver | Loesevorrichtung mit Schlagdorn zum Abschlagen der Verbinder von den Gelenkbolzen bei Gleiskettengliedern |
| DE2952396A1 (de) * | 1979-12-24 | 1981-07-02 | Neuweg Fertigung GmbH für Präzisionstechnik, 7932 Munderkingen | Vorrichtung zum ab- bzw. aufziehen eines laufpolsters fuer den kettenkoerper einer gleiskette |
| RU209482U1 (ru) * | 2021-08-09 | 2022-03-16 | Федеральное Государственное Казенное Военное Образовательное Учреждение Высшего Образования "Дальневосточное Высшее Общевойсковое Командное Ордена Жукова Училище Имени Маршала Советского Союза К.К. Рокоссовского" Министерства Обороны Российской Федерации | Выколотка для удаления скоб гусеницы боевой машины пехоты |
-
1957
- 1957-10-16 DE DEM35620A patent/DE1059789B/de active Pending
Cited By (5)
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|---|---|---|---|---|
| DE1232890B (de) * | 1965-04-17 | 1967-01-19 | Frieseke & Hoepfner Gmbh | Hydraulisch betaetigtes Abziehgeraet fuer die Konnektoren von Gleisketten |
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| FR2472442A1 (fr) * | 1979-12-24 | 1981-07-03 | Neuweg Fertigung Gmbh | Dispositif destine a l'enlevement et a la mise en place d'un coussin d'appui pour les differents elements constitutifs d'une chenille |
| RU209482U1 (ru) * | 2021-08-09 | 2022-03-16 | Федеральное Государственное Казенное Военное Образовательное Учреждение Высшего Образования "Дальневосточное Высшее Общевойсковое Командное Ордена Жукова Училище Имени Маршала Советского Союза К.К. Рокоссовского" Министерства Обороны Российской Федерации | Выколотка для удаления скоб гусеницы боевой машины пехоты |
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