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Vorrichtung zum Waschen von Gegenständen mit gekrümmten Oberflächen,
insbesondere der gebogenen Glasscheiben von Verbundglas vor ihrem Aufeinanderlegen
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Waschen von Gegenständen
mit gekrümmt ten Oberflächen, insbesondere von Windschutzscheiben-Verbundglas, denn
für die Herstellung gebogner Kraftwagen-Windschutzscheiben durchVereinigung mehrerer
gesonderter Glasscheiben mit andersartigen Zwischenschichten zu einer mehrschichtigen,
nicht splitternden Scheibe müssen zuvor beide Flächen jeder Glasscheibe gründlich
gewaschen und getrocknet werden. Es ist jedoch zu bemerken, daß einige der wesentlichen
Kennzeichen der Erfindung auch bei anderen Vorrichtungen vorliegen können, die sich
zum Waschen von Gegenständen mit gekrümmten Oberflächen eignen, wobei man eine Anzahl
untereinander gleicher derartiger Gegenstände, z. B. in Fabriken mit Massenproduktion,
durch solche Vorrichtungen hindurchführt.
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Die Vorrichtung zum Waschen von Gegenständen mit gekrümmten Oberflächen
nach derErfindung insbesondere von gekrümmten Glasscheiben, besteht aus einer Fördereinrichtung,
auf der die Gegenstände hintereinander weiterwandern, wobei verschiedene Oberflächenbereiche
der Gegenstände in verschiedener Höhe quer zu der Fördereinrichtung liegen, und
aus in Förderrichtung hintereinander angeordneten Bürstenpaaren aus je zwei senkrecht
übereinanderliegenden, die Ober- und Unterfläche des Gegenstandes bestreichenden,
um ihre senkrecht zur Förderrichtung liegende Achse drehbaren Bürsten, die sich
nur über einen Teil der Breite der Fördereinrichtung und der darauf befindlichen
Gegenstände erstreclçen, sowie aus Zuführungsleitungen in der Nähe der Bürsten,
um die Gegenstände mit Reinigungsflüssigkeit zu besprühen. Das Erfinderische liegt
hierbei darin, daß die Bürstenpaare gegeneinander quer zur Förderrichtung versetzt
und in verschiedenen Höhen angebracht sind und sich ureter verschiedenen, der Krümmung
des Gegenstandes angepaßten Winlçeln gegenüber der Förderrichtung drehen, derart,
daß sie die in verschiedenen Höhen liegenden Oberflächenbereiche jedes der aufeinanderfolgenden
Gegenstänåe nacheinander bestreichen, während dieser auf der Fördereinrichtung weiterwandert.
Vorzugsweise verjüngt sich bei einigen der Bürstenpaare die eine in ihrer Längsrichtung,
und die gegenüberliegende Bürste verjüngt sich komplementär dazu in der umgekehrten
Längsrichtung. Es können gesonderte Rahmen vorgesehen sein, die wenigstens einige
der zusammenbCehorenden Bürstenpaare oder Einzelbürsten tragen, sowie Einrichtungen
zum winkligen Einstellen dieser Rahmen in solcher Weise, daß die Winkelstellungen
der Bürstenpaare oder Einzelbürsten entsprechend der verschiedenen Krümmungen der
zu hehandelnden Gegenstände verändert werden
können. Zum Antrieb derBürstenpåare
sindvorzúgsweise Motoren derart angebracht, daß sie eines der zusammengehörigen
Bürstenpaare antreiben, wobei der Motor für jedes Bürstenpaar von demselben verstellbaren
Rahmen wie die Bürsten getragen wird.
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Hierbei sind zweckmäßig die von dem Rahmen getragenen Motoren die
desjenigen zusammengehörigen Bürstenpaares, das die stärkste Neigarig gegenüber
der Fördereinrichtung hat, und es ist ein gemelnsamer Motor zum Antrieb der übrigen
zusammen gehörigen Bürstenpaare vorgesehen, die eine geringere Neigung gegenüber
der Fördereinrichtung haben. Vorzugsweise liegen die aufeinanderliegenden Bürstenpaare
in der Förderrichtung immer niedriger.
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Es empfiehlt sich ferner, daß bei der Anordnung mehrerer hintereinanderliegender
Gruppen von Bürstenpaaren die Zuführungsleitungen der ersten Bürstengruppe Reinigungsflüssigkeit
zum Reinigen der Gegenstände und die übrigen Leitungen Spülflüssigkeit für die Gegenstände
im Zusammenwirken mit den anderen Bürstengruppen zuführen, die so angebracht sind,
daß sie die Gegenstände während deren Vorwärtsbewegung über die Fördereinrichturlg
noch fertigreinigen.
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Von den BürstenlDaaren können dabei je zwei einen ersten Biirstensatz
bildende Burstenpaare spiegelbildlich sckräg zurFördereiliri:fung in seitlichem
Abstand davon und in solcher Stellung angebracht
;ein, daß sie die
äußeren, nicht auf der Fördereinrichtung aufliegenden Teile der Gegenstände bestrei-Höhen,
während diese mit ihren mittleren Teilen auf 1er Förderrichtung entlanglaufen. Dabei
sind dahinter, quer nach der Mitte versetzt, je zwei weitere minen zweiten Bürstensatz
bildende- Bürstenpaare ;piegelbildlich schräg zur Fördereinrichtung und im hinteren
Abstand davon in solcher Richtung angebracht, daß sie die weiter nach innen liegenden,
sonst luf der Fördereinrichtung aufliegenden Teile der Gegenstände während ihrer
Weiterbewegung bestreichen, und dahinter ist ein in der Quermitte liegendes, einen
dritten Biirstensatz bildendes Bürstenpaar in solcher Stellung angebracht, daß es
denjenigen Teil des Gegenstandes bestreicht, der zwischen den vorhergehend bestrichenen
Teilen des Gegenstandes liegt.
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Bei der letzten Ausführungsart ist vorzugsweise in der Fördereinrichtung
eine Lücke vorgesehen, die jedoch kürzer ist als die auf der Fördereinrichtung zu
bewegenden Gegenstände, so daß die Gegenstände während ihrer Vorwärtsbewegung auf
der Fördereinrichtung iiber diese Lücke hinweglaufen können, und in dieser Liicke
sind die den zweiten Bürstensatz bildenden Bürstenpaare angebracht, die die sonst
auf der Fördereinrichtung ruhenden Teile der Gegenstände reinigen sollen.
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Die Fördereinrichtung kann aus hintereinanderfolgenden Paaren endIoser
Förderbänder bestehen, die vorzugsweise parallel laufen und in der Bewegungsrichtung
so weit voneinander entfernt sind, daß sie die erwähnte Lücke zwischen sich bilden.
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Es ist zwar schon eine Maschine zum Waschen von Glasscheiben oder
anderen plattenförmigen Gegenständen bekanntgeworden, bei der ebenfalls Bürstenwalzenpaare
zusammen mit einer Fördereinrichtung angeordnet sind, die die Platten von oben und
unten bestreichen, Hierbei liegen die Bürstenwalzen jedoch nur quer zur Bewegungsbahn
der Scheiben, und beiderseits eines Bürstenpaares befinden sich dabei die Förderrollen.
Wenn man eine gebogene Glasscheibe durch eine solche Vorrichtung laufen lassen wollte,
müßte man den Förderrollen sowohl wie den Bürstenrollen etwa dieselbe Krümmung geben,
wie sie die Scheibe hat, wenn die Scheibe durch diese Vorrichtung in Richtung parallel
zur Achse ihrer Krümmung bewegt werden soll. Ein bloßes Anheben oder Senken einiger
oder aller Rollen oder Bürsten würde noch nicht genügen, um die Einrichtung zur
Aufnahme der gebogenen Scheibe brauchbar zu machen. Eine Hindurchführung der gebogenen
Scheiben durch die Führung wäre aber nicht möglich, wenn die Krümmungsachse quer
zur Bewegungsrichtung läge und wenn dabei während der Reinigung die Förderrollen
in ihrer Lage unverändert blieben.
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Man müßte also in diesem Falle schon die Glasscheiben während ihres
Durchganges durch die Vorrich tung kippen, was sehr umständlich wäre.
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Vor allem werden aber bei dieser bekanntgewordenen Vorrichtung keine
solchen Bürstenwalzenpaare verwendet, die nicht in einer Ebene quer zur Fördereinrichtung
liegen, und erst recht nicht solche Bürstenpaare, die in der Bewegungsrichtung der
Scheiben in verschiedener Höhe liegen. Der besondere Vorteil dieser Auhringungsart
der Biirsten in verschiedener Höhe liegt darin, daß sie verschiedene Bereiche des
gekrümmten Glases nacheinander bestreichen, während es auf der Fördereinrichtung
weiterwandert.
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Weiterhin ist es von besonderer Wichtigkeit, daß man die erfindungsgemäße
Vorrichtung leicht umstellen kann, wenn es darauf ankommt, gebogene
Glasscheiben
verschiedener Art nacheinander zu reinigen, ohne daß man dabei das Fördersystem
ändern muß. Dies war mit der bekanntgewordenen Vorrichtung nicht möglich.
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Weiterhin ist schon eine Maschine zum Reinigen von Flaschen vorgeschlagen
worden, bei der paarweise übereinander angebrachte, sich drehende Bürsten die Flaschen
von innen und außen reinigen, und zwar in der Weise, daß jeweils eine Flasche in
radialer Richtung hin- und herbewegt wird, d. h. parallel zu den Achsen der beiden
zusammengehörigen Bürsten. Hierbei wird durch Kurvenbahnen eine Relativbewegung
der Flaschen gegenüber den Bürstenpaaren erzeugt. Auch hierdurch ist nicht der Gedanke
der vorliegenden Erfindung bekanntgeworden, zur Reinigung flacher Gegenstände übereinanderliegende,
in verschiedener Höhe angeordnete Bürstenpaare nacheinander auf die in waagerechter
Richtung bewegten Platten einwirken zu lassen.
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Bei einer anderen Vorrichtung zum Reinigen von Flaschen werden die
Flaschen aufrechtstehend mit dem Hals nach unten zwischen fest stehenden, die Außenseite
der Flaschen bestreichenden Bürsten unter Drehen vorbeigeführt, während im Innern
sich eine weitere Bürste dreht. Wenn auch hierbei die außen angreifenden Bürsten
versetzt zueinander liegen, so besteht doch insofern ein Unterschied gegenüber der
erfindungsgemäßen Vorrichtung, als die äußeren Bürsten nicht drehbar sind. Selbst
wenn man sie aber drehbar machen würde, so wären ihre Drehachsen doch sämtlich zueinander
parallel und nicht wie im vorliegenden Falle geneigt zueinander. Der Gedanke, zur
Reinigung gekrümmter Glasscheiben die Drehachsen der Bürsten nicht nur geneigt zueinander,
sondern auch in verschiedenen Höhen zum Bestreichen verschiedener Bereiche derselben
Oberfläche einer Glasscheibe anzuordnen, ist durch diese Flaschenreinigungsmaschine
ebenfalls noch nicht bekanntgeworden.
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Demgegenüber bietet die geneigte Anordnung der Bürstenpaare, vorzugsweise
zusammen mit deren verjüngter Gestaltung, den besonderen Vorteil, daß die auf die
Glasscheiben wirkenden Kräfte sich im wesentlichen ausgleichen und kein besonderer
Mechanismus erforderlich ist, um die Scheiben gegen seitliche Verschiebung auf der
Fördereinrichtung zu sichern. Hierzu kommt als weiterer sehr wichtiger Vorteil die
Möglichkeit einer weitgehenden Verstellbarkeit der Bürstenpaare gegeneinander, so
daß man praktisch mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung alle in Frage kommenden
gekrümmten Platten, insbesondere Glasscheiben, sehr gründlich und in einfacher Weise
reinigen kann.
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In der ein Ausführungsbeispiel der Erfindung darstellenden Zeichnung
bedeuten gleiche Bezugszeichen gleiche Teile.
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Fig. la und lb sind schematische seitliche Aufrisse der erfindungsgemäßen
Waschvorrichtung; Fig. 2 ist eine vergrößerte Draufsicht eines Teils der in Fig.
1 a gezeigten Vorrichtung; Fig. 3 ist ein seitlicher Aufriß des in Fig. 2 gezeigten
Vorrichtungsteils; Fig. 4 und 5 sind Schnitte entlang den Linien 4-4 und 5-5 der
Fig. 3; Fig. 6 ist eine Endansicht des in Fig. 3 gezeigten Vorrichtungsteils, jedoch
ohne den ersten Bürstensatz, der sich in dem hinteren Teil befinden würde.
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Die Waschvorrichtung enthält einen ziemlich langen Hauptrahmen 10,
der durch die in Abständen vorgesehenen Stützen 11, die auf dem Boden 12 des
Fabrikraums
oder einer anderen Stelle stehen, getragen wird. Auf dem Rahmen 10 befindet sich
eine Fördereinrichtung 14, die bei dem in der Zeichnung abgebildeten Ausführungsbeispiel
aus vier verschiedenen Abschnitten besteht.
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Es sind drei Gruppen von Bürstensätzen vorhanden, nämlich erst eine
Gruppe 16 mit drei Bürstensätzen, dann eine gleiche Gruppe 18, die in einem gewissen
Abstand von der ersten Gruppe 16 auf der Fördereinrichtung 14 angeordnet ist, und
eine ebensolche dritte entsprechende Gruppe 20 hinter der mittleren Gruppe 18 und
nahe dem Ende der Fördereinrichtung. Da diese verschiedenen Gruppen von Bürstensätzen
von gleicher Bauart sind, wird hier nur eine ausführlicher beschrieben.
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Die Fördereinrichtung 14 hat einen ersten Abschnitt 21, der zusammen
mit einer auf ihm liegenden gekrümmten, zur Herstellung einer Windschutzscheibe
vorgesehenen Glasscheibe 22 gezeigt wird.
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Dieser Abschnitt der Fördereinrichtung ist verhältnismäßig kurz und
trägt mehrere Förderbänder, die um die an den beiden entgegengesetzten Enden des
Abschnittes befindlichen Rollen laufen. Diese Bänder sind parallel angeordnet, und
die Glasscheibe 22 wird so über sie gelegt, daß nur eine kleine Fläche ihrer Unterseite
auf den Förderbändern ruht. Der Abschnitt 21 der Fördereinrichtung hat in der Mitte
eine Stützwalze26 unter jedem Band und außerdem je eine einstellbare Spannwalze
28 für jedes der Bänder.
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Wenn die Glasscheibe 22 auf der Fördereinrichtung 14 läuft, gelangt
jeder der äußeren Randteile oder Enden der Scheibe 22 zwischen die darüber und darunter
angeordneten, sich drehenden Bürsten 30 und 31 des ersten Bürstensatzes 32. Ein
eine der Zuführungsleitungen bildendes oberes Sprührohr33 erstreckt sich über die
volle Breite der Glasscheibe 22 und hat Düsenauslässe, die so angeordnet sind, daß
sie die Oberseiten der Enden der Scheibe besprühen.
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Ein unteres Sprührohr 34 ist unter der oberen Bahn des Abschnittes
21 der Fördereinrichtung angebracht und hat Diisenauslässe, die so angeordnet sind,
daß sie die Unterseite der Scheibe in den Bereichen besprühen, mit denen sie mit
den Bürsten 31 in Berührung kommt.
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Hinter dem Abschnitt 21 der Fördereinrichtung ist eine kurze Lücke
vor dem Beginn des zweiten Abschnittes 36. Innerhalb dieser Lücke liegt ein weiterer
Bürstensatz mit den oberen und unteren Bürsten 39 und 40, die mit denjenigen Teilen
der Glasscheibe 22 in Berührung kommen, die in der Mitte zwischen den bereits von
den Bürsten des ersten Bürstensatzes 32 gewaschenen äußeren Randteilen liegen; Die
Bürsten dieses zweiten Bürstensatzes 38 kommen mit denjenigen Teilen der Scheibenflächen
in Berührung, die auf den Bändern der Fördereinrichtung liegen; oben und unten sind
Sprührohre 41 und 42 so angebracht, daß sie die Waschflüssigkeit gegen die oberen
und unteren Flächen in den Bereichen versprühen, mit denen die Bürsten 39 und 40
in Berührung kommen.
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Um den Übergang einer jeden Glasscheibe über die Lücke zwischen dem
ersten und zweiten Abschnitt der Fördereinrichtung zu ermöglichen, ohne daß die
Scheibe ihre Lage auf der Fördereinrichtung ändert, ist eine obere Walze 44 vorgesehen,
die die Scheiben gegen die unter ihnen laufenden Förderbänder drückt, bis die volle
Länge einer jeden Scheibe das Ende des ersten Abschnittes der Fördereinrichtung
erreicht hat. Eine gleiche Walze 46 dient dazu, die Scheiben mit dem zweiten Abschnitt
36 der Fördereinrichtung
von dem Augenblick an in Berührung zu bringn, in dem der
vordere Rand der Scheiben erstmalig auf diesen zweiten Abschnitt gelangt.
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Nahe dem vorderen Ende des Abschnittes 36 der Fördereinrichtung liegt
ein dritter Bürstensatz 47 mit Bürsten, die den mittleren Bereich einer jeden Glasscheibe
22 säubern. Unmittelbar vor dem Bürstensatz 47 sind obere und untere Sprührohre
48 und 49 angeordnet, um Waschflüssigkeit gegen diejenigen Obrflächenbereiche zu
sprühen, mit denen die Bürsten des Bürstensatzes 47 in Berührung kommen. Die Bürsten
dieses dritten Bürstensatzes sind mit 53 und 54 bezeichnet. Bei der bevorzugten
Arbeitsweise der Waschvorrichtung wird durch alle Sprührohre 33, 34, 41, 42, 48
und 49 für die erste Gruppe der Bürstensätze ein Gemisch aus Wasser und einem Reinigungsmittel,
z. B. gepulvertem Bimsstein, zum Scheuern der Ober- und Unterseiten über den gesamten
Bereich des Glases gesprüht, wenn die Scheiben nacheinander zwischen den Bürsten
dieser ersten Gruppe 16 hindurchlaufen.
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Der zweite Abschnitt 36 der Fördereinrichtung hat an den gegenüberliegenden
Enden seiner Bänder Rollen 50 und in der Mitte des- Abschnitts 36 auf derselben
Welle Stützrollen 51 für aufeinanderfolgende Bänder dieses Abschnitts der Fördereinrichtung.
In der Mitte sind Rollen 26 zur Führung der oberen Bahn der Förderbänder des zweiten
Abschnitts 36 vorgesehen, und die Spannung dieser Förderbänder kann dadurch geregelt
werden, daß man die verstellbaren Spannrollen 28 auf- oder abwärts bewegt, um die
Spannung der Bänder zu erhöhen oder zu verringern.
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Die Bürstensätze und die Bürsten der zweiten Gruppe 18 sind von derselben
Art wie die der ersten Gruppe 16, die bereits beschrieben wurde; die entsprechenden
Bürstensätze und ihre Teile sind in Gruppe 18 und 20 genauso wie in der Bürstengruppe
16 bezeichnet. Die Anordnung der oberen und unteren Sprührohre für die zweite Gruppe
18 der Bürstensätze entspricht ebenfalls derjenigen der ersten Gruppe 16; jedoch
versprüht man vorzugsweise in diesem Abschnitt der Vorrichtung klares Wasser ohne
Scheuerpulver oder sonstige Zusätze aus allen zu der zweiten Gruppe der Bürstensätze
gehörenden Sprührohren.
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Die aufeinanderfolgenden Glasscheiben werden dann über einen dritten
Abschnitt 56 der Fördereinrichtung, der von derselben Art wie der Abschnitt 36 ist,
durch den letzten Bürstensatz der Gruppe 18 geführt. Dieser dritte Abschnitt 56
der Fördereinrichtung führt die Glasscheiben zu der dritten Gruppe 20 der Bürstensätze,
die den anderen Gruppen 16 und 18 entspricht. Die Sprührohre für diese dritte Gruppe
von Bürstensätzen werden vorzugsweise nur mit klarem Wasser gespeist, um die Oberflächen
der Scheiben abzuspülen. Der letzte Abschnitt 58 der Fördereinrichtung ist gleich
dem ersten Abschnitt21, verläuft jedoch in umgekehrter Richtung, und es ist ein
letztes Paar Sprührohre 61 und 62 vorgesehen, das klares Wasser gegen die Ober-
und Unterseite der Scheiben über ihre ganze Breite sprüht, bevor die Scheiben zur
Überführung in eine Trocknungszone den letzten Abschnitt der Fördereinrichtung der
Waschvorrichtung verlassen.
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Die meisten der bewegten Abschnitte der Fördereinrichtung werden
von einem einzigen Motor 64 angetrieben. Dieser Motor treibt eine Welle 65 über
eine Verbindung 66 mit Kette und Ritzel. Obgleich Ketten einen sicheren Antrieb
gewährleisten, kann man auch
ebensogut Riemen, insbesondere Keilriemen,
zur Kraftübertragung benutzen.
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Auf der Welle 65 sitzt ein Ritzel 68 (Fig. 6), von lem eine Kette
69 zu einem Ritzel 70 führt, das sich iuf einer Welle derselben Art wie für die
Endrollen am am entgegengesetzten Ende der Fördereinrichtung befindet Die Welle
65 überträgt auch die Kraft zum Antrieb der anderen Abschnitte der Fördereinrichtung
and zum Antrieb der meisten Bürsten der Waschvorrichtung. Diese Kraft wird iiber
ein Ritzel 72 iibertragen, das eine lange Kette 73 treibt, wie es am besten aus
den Fig. la und lb ersichtlich ist. Die Kette 73 erstreckt sich über die ganze Länge
der Vorrichtung und treibt die Wellen 75, 76 und 77 an. In Abständen über die Länge
der Kette verteilt sind Spannrollen 78 angeordnet.
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Für jeden der mittleren Bürstensätze ist eine Welle 75 vorgesehen,
die über eine Kette und ein Ritzel 79 mit einer Achse 83 der unteren Bürste 40 in
Verbindung steht. Die obere Bürste 39 eines jeden mittleren Bürstensatzes 38 wird
durch eine mit der unteren Bürste über Kette und Ritzel hergestellte Verbindung
auf eine Weise angetrieben, die an Hand der Zeichnung nachstehend noch ausführlicher
beschrieben wird.
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Die Bürsten des letzten Bürstensatzes 47 einer jeden Bürstensatzgruppe
werden von der Achse 83 aus über eine durch Kette und Ritzel hergestellte Verbindung
85 angetrieben.
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Die Wellen 76 stehen durch Ketten und Ritzel mit der angetriebenen
Welle 51 in Verbindung, auf der die Antriebsräder für den Abschnitt 56 der Fördereinrichtung
sitzen. Die Welle 77 auf der Eingangsseite der Vorrichtung entspricht der Welle
65 am Ausgang der Maschine.
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Fig. 4 zeigt die Bauart eines der ersten Bürstensätze 32. Jedes Paar
Bürsten besteht aus der oberen Bürste 30 und der unteren Biirste 31, und jedes Paar
Bürsten dieser ersten Bürstensätze in jeder Gruppe wird durch einen besonderen Motor
angetrieben. Die Bürsten 30 und 31 haben Achsen 94. die sich in den in einem Rahmen
96 befindlichen Lagern drehen.
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Jeder eine Bürste haltende Rahmen 96 wird von dem Hauptrahmen 10
der Vorrichtung durch Verbindungsstücke getragen, die innerhalb eines weiten Bereiches
verstellbar sind, um die Bürsten den Biegungen der Glasscheiben 22 anzupassen, die
verschieden gekrümmt sein können. Die Bürsten 30 und 31 kommen mit den äußeren Randteilen
der Glasscheiben 22 in Berührung, und es kann erforderlich sein, die Bürsten zur
Einstellung eines größeren oder kleineren Neigungswinkels, als hier gezeigt, zu
verstellen.
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Der Rahmen 96 ist auf dem Hauptrahmen 10 durch einen Klemmhebl oder
eine Schraube 98 befestigt die nach oben durch den Hauptrahmen 10 führt. Am unteren
Ende dieser Schraube 98 befindet sich eine Öse, die mit dem Rahmen 96 durch einen
Drehzapfen 100 verbunden ist. Das Innenstück des Rahmens 96 wird durch Einstellen
der Muttern 101 gehoben oder gesenkt, wobei die Muttern auf die Schraube 98 oben
auf den Rahmen 10, durch den die Schraube 98 führt, aufgeschraubt werden. Unterhalb
des Rahmens befindet sich auf der Schraube 98 eine Gegenmutter.
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Der äußere Teil des Rahmens 96 wird in seiner Stellung durch die
Ösenschrauben 102 gehalten, die durch einen Teil des Rahmens 10 gehen und von denen
jede durch einen Drehzapfen 103 an dem Rahmen 96 angelenkt ist. Um dem Rahmen 96
eine größere Stabilität zu geben, nachdem er eingestellt ist, sind an ihm Klemmhebel
105 vorgesehen, die durch
die Schlitze 106 im Rahmen 10 und durch einen weiteren
Schlitz 107 in den Verlängerungen 108 des Rahmens 96 innerhalb des Querteils des
Hauptrahmens hindurchgehen, an dem der Rahmen hängt.
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Wenn die Klemmhebel 105 gelöst werden, kann man den Rahmen 96 einstellen,
da sich die Hebel frei in den einander schneidenden Schlitzen 106 und 107 bewegen
können. Wenn man dann den Rahmen 96 in die richtige Stellung gebracht hat, zieht
man die Klemmhebel 105 fest.
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Die obere Bürste 30 wird über ein Untersetzungsgetriebe 111 und einen
Ritzel- und Kettenantrieb 112 von einem Motor 110 angetrieben und die untere Bürste
31 von der Welle 94 der oberen Bürste aus über einen Kettenantrieb 113. Der Motor
110 ist starr an dem Rahmen 96 befestigt, so daß sich sämtliche Antriebsverbindungen
für die Bürsten 30 und 31 als Einheit mit dem Rahmen 96 bewegen, wenn dieser in
irgendeiner Lage eingestellt wird.
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Die Bürsten 30 und 31 auf beiden Seiten der Vorrichtung sind gleich,
jedoch sind sie in umgekehrter Stellung angebracht, um sie der rechten und linken
Seite der Vorrichtung anzupassen.
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Die oberen Bürsten 30 sind so verjüngt, daß ihr Durchmesser in Richtung
nach ihren Enden hin zunimmt; die unteren Bürsten 31 zeigen eine umgekehrte Verjüngung,
d. h., ihr Durchmesser nimmt in Richtung nach ihren inneren Enden hin ab.
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Die Verjüngungen verlaufen zwar entgegengesetzt, sind aber vorzugsweise
gleich groß, so daß sie sich ausgleichen und die Bürsten in ihrer vollen Breite
miteinander in Berührung kommen können. Es ist nicht notwendig, daß die Bürsten
30 und 31 gekrümmt sind, um mit den Glasscheiben 22 genau übereinzustimmen, denn
die Borsten der Bürsten sind lang und biegsam genug, um sich der Krümmung der Scheiben
anzupassen. Da die Umlaufgeschwindigkeit aller Teile der beiden Bürsten 30 und 31
dieselbe ist und da ihre Durchmesser in verschiedenen Bereichen infolge ihrer Verjüngung
verschieden sind, liegt es auf der Hand, daß die Borsten mit verschiedenen Geschwindigkeiten
über die Oberflächen der Glasscheiben hinwegstreichen. Dies ergibt eine bessere
Scheuerwirkung der Bürsten auf der Glasoberfläche.
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Die Achsen 94 der Bürsten 30 und 31 sind an ihren inneren Enden durch
die Schrauben 115 zur Regulierung ihrer parallelen Stellung gegeneinander verstellbar.
Die Lager am anderen Ende der Achsen sind dabei so eingerichtet, daß sie eine begrenzte
Kippbewegung zulassen.
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In Fig. 5 ist die Bauart eines der zweiten Bürstensätze gezeigt.
Die oberen Bürsten 39 haben Achsen 119, die sich in Lagern 120 drehen, die in einem
verstellbaren Rahmen 121 getragen werden, der am Hauptrahmen 10 durch die Schrauben
123 gehalten wird. Diese Schrauben gehen durch den Hauptrahmen hindurch und tragen
an ihren unteren Enden Ösen, die mit dem verstellbaren Rahmen 121 durch Drehzapfen
125 verbunden sind. Auf den Schrauben 123 sind Muttern aufgeschraubt, die zum Heben
und Senken des Rahmens 121 und der vom Rahmen getragenen Bürsten 39 verstellbar
sind.
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Die Achsen 119 bilden miteinander einen Winkel und sind an ihren
inneren Enden durch ein Universalgelenk 127 miteinander verbunden. Die linke Achse
119 wird durch ein Kettengetriebe 129 von einer Welle 130 angetrieben, die durch
die Lager 131 auf dem Hauptrahmen 10 in einer zur Achse 119 der linken Bürste 39
parallelen Stellung getragen wird.
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Die Welle 130 wird von einer anderen Welle 133 aus
über
ein Universalgelenk 134 angetrieben, und diese Welle 133 erhält ihre Kraft von der
Zwischenwelle 83 über den Kettenantrieb 136.
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Die Zwischenwelle 83 dreht sich in den Lagern 138, die auf dem Hauptrahmen
10 angebracht sind. Diese Welle 83 treibt die unteren Bürsten 40 an, deren Achsen
141 etwa parallel zu denAchsenll9 der oberen Bürste 39 liegen. Die Achsen 141 drehen
sich in den Lagern 142, die durch die Konsolen 143 starr auf dem Hauptrahmen 10
befestigt sind. Die linke Achse 141 ist mit der Welle 83 durch ein Universalgelenk
145 verbunden, ebenso die beiden Achsen 141 miteinander durch ein Universalgelenk
146.
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Die Bürsten des in der Fig 5 dargestellten Bürstensatzes verjüngen
sich ebenso wie die bereits in Fig. 4 beschriebenen Bürsten, wobei wieder die Verjüngung
der oberen und unteren Bürsten eines jeden Paares in entgegengesetzter Richtung
verläuft. Zum Antrieb der Bürsten 40 wird von der Welle 75 Kraft nach der Zwischenwelle
83 durch den Kettenantrieb 79 übertragen. Diese Welle 75 wird ebenso, wie in Zusammenhang
mit Fig. lb beschrieben, durch die lange Kette 73 angetrieben.
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Die Bürsten 40 säubern die Unterseiten der Glasscheiben 22, soweit
sie auf der Fördereinrichtung liegen. Diese Bürsten sind deshalb, wie oben erwähnt,
in einer Lücke zwischen zwei Abschnitten der Fördereinrichtung untergebracht, und
hierin liegt der Grund dafür, daß die Fördereinrichtung nicht in Fig. 5 zu sehen
ist.
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Fig. 6 zeigt eine Endansicht der Vorrichtung, und zwar mit dem dritten
Bürstensatz 47 der letzten Bürstengruppe. Dieser Bürstensatz besteht aus einer oberen
Bürste 53 und einer unteren Bürste 54. Die obere Bürste 53 ist in ihrer ganzen Breite
konvex geformt; die untere Bürste 54 hat eine entsprechende konkave Krümmung. Diese
Krümmung der Bürsten entspricht vorzugsweise der Krümmung der Glasscheiben 22, aber
die Borsten der Bürsten sind lang und biegsam genug, um sich an Scheiben von verschiedenartiger
Krümmung innerhalb angemessener Grenzen beiderseits der jeweiligen Form anzupassen.
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Die obere Bürste 53 hat eine Achse 154, die sich in Lagern dreht,
die an dem von dem Hauptrahmen 10 der Vorrichtung herabhängenden Rahmen 156 starr
angebracht sind. Der die Bürste haltende Rahmen 156 ist mit dem Hauptrahmen der
Vorrichtung durch die Schrauben 158 verbunden, die an dem Rahmen 156 durch Drehzapfen
160 befestigt sind.
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Der Rahmen 156 kann durch die auf der Schraube 158 sitzenden Verstellmuttern
gehoben oder gesenkt werden. Der Rahmen wird in jeder eingestellten Stellung durchHalteschrauben
162 befestigt, die durch den Hauptrahmen 10 und durch Schlitze in den Konsolen 164
hindurchgehen. Sie ragen auf beiden Seiten des Rahmens 156 und auf der Vorder- und
Rückseite des Querteils des Rahmens 10, an dem die Schrauben 158 hängen, nach oben.
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Die untere Bürste 54 hat eine Achse 166, die sich in den starr auf
dem Hauptrahmen der Vorrichtung angebrachten Lagern 168 dreht. DieAchsel54 der oberen
Bürste 53 hat an einem Ende ein Ritzel und wird durch einen Kettenantrieb 170 von
einer Kraftwelle 171 aus angetrieben, die sich in den auf dem Hauptrahmen angeordneten
Lagern 172 dreht. Diese Welle 171 empfängt ihre Kraft über einen Kettenantrieb 174
von einer unteren Welle 175, die ihrerseits die Achse 166 der unteren Bürste 54
antreibt. Diese untere Welle 175 wird über den Kettenantrieb 85 von der Zwischenwelle
83 des vorherigen Bürstensatzes angetrieben.
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Das zum Waschen der Glasscheiben gebrauchte Wasser tropft schließlich
in eine Pfanne 180, die über die volle Breite des Hauptrahmens 10 und nahezu über
die ganze Länge der Vorrichtung reicht. An verschiedenen Stellen der Pfanne180 sind
Abflüsse zum Ableiten des benutzten Wasser aus der Pfanne.