DE105903C - - Google Patents
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- DE105903C DE105903C DENDAT105903D DE105903DA DE105903C DE 105903 C DE105903 C DE 105903C DE NDAT105903 D DENDAT105903 D DE NDAT105903D DE 105903D A DE105903D A DE 105903DA DE 105903 C DE105903 C DE 105903C
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-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B60—VEHICLES IN GENERAL
- B60T—VEHICLE BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF; BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF, IN GENERAL; ARRANGEMENT OF BRAKING ELEMENTS ON VEHICLES IN GENERAL; PORTABLE DEVICES FOR PREVENTING UNWANTED MOVEMENT OF VEHICLES; VEHICLE MODIFICATIONS TO FACILITATE COOLING OF BRAKES
- B60T13/00—Transmitting braking action from initiating means to ultimate brake actuator with power assistance or drive; Brake systems incorporating such transmitting means, e.g. air-pressure brake systems
- B60T13/10—Transmitting braking action from initiating means to ultimate brake actuator with power assistance or drive; Brake systems incorporating such transmitting means, e.g. air-pressure brake systems with fluid assistance, drive, or release
- B60T13/24—Transmitting braking action from initiating means to ultimate brake actuator with power assistance or drive; Brake systems incorporating such transmitting means, e.g. air-pressure brake systems with fluid assistance, drive, or release the fluid being gaseous
- B60T13/46—Vacuum systems
- B60T13/465—Vacuum systems for railway vehicles
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- Mechanical Engineering (AREA)
- Safety Valves (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 20: Eisenbahnbetrieb.
Den Bremsdruck regelndes Ventil für Luftsaugebremsen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 28. Dezember 1898 ab.
Bei den Zweikammerbremscylindern für Luftsaugebremsen hängt der Bremsdruck vom Grad
der Luftleere, die in der Oberkammer herrscht, ab. Um daher derartige Bremscylinder so
einzurichten, dafs sie verschiedene Bremsdrücke erzeugen, ist es nothwendig, die Luftleere
in der Oberkammer je nach Bedarf zu verändern.
Es handelt sich dabei ausschliefslich um Bremscylinder, deren Oberkammer durch einen
an dieselbe angeschlossenen Sonderbehälter vergröfsert ist.
Der oben beschriebene Zweck wird durch das in der Zeichnung in Fig. 1 im Schnitt und
in Fig. 2 in der Gesammtansicht dargestellte Ventil erreicht. Dieses Ventil besteht aus einem
Gehäuse 1, welches einerseits mit dem Kugelventil k (Fig. 2) des Bremscylinders bezw.
durch dasselbe mit der Oberkammer O des Bremscylinders, andererseits mit dem Sonderbehälter
S in Verbindung steht. Ein Hahnküken 12 (Fig. 1), das in dieses Gehäuse eingebaut
ist, verbindet die Oberkammer des Bremscylinders mit dem Sonderbehälter unmittelbar,
wenn der Hebel 16 des Hahnkükens eine gewisse Stellung, etwa »für beladenen
,Wagen«, einnimmt und der gröfste Bremsdruck gewünscht wird. Ist der Handgriff 16
in der Stellung »für unbeladenen Wagen« für verminderten Bremsdruck, so erfolgt die Verbindung
des Bremscylinders mit dem Sonderbehälter über das auf das Hahngehäuse 1 aufgebaute
Ventil V. Aufser durch das Hahnküken 12 ist der mit der Oberkammer verbundene
Theil des Gehäuses durch die Bohrung 10 mit dem Theile des Gehäuses in Verbindung,
der an den Sonderbehälter angeschlossen ist. Auf der Bohrung 10 sitzt als
Ventil eine Kugel 11.
Das auf das Ventilgehäuse 1 aufgesetzte Ventil V, besteht aus dem Ventilkörper 4 mit
flachem oder konischem Sitze, auf den der Ventilkörper, der durch eine Schraubenfeder 7
und die Schraube 8 nachgestellt werden kann, niedergedrückt wird. Die Spannschraube 8 ist
in einem Gehäuse 2 geführt, das, in das Gehäuse ι eingeschraubt, das Ventil umschliefst.
Der Ventilkörper 4 ist derart gestaltet, dafs er aufser der Sitzfläche auf dem Gehäuse 1 noch
eine zweite äufsere Nebensitzfläche besitzt, deren Gegensitz der Ring 21 bildet, der in das
Gehäuse 1 eingeschraubt und nach Abnahme der Schraube 20 dadurch verstellbar ist, dafs
der an seiner Aufsenseite gezahnte Ring mittelst eines spitzen Instrumentes durch Drehen nach
auf- oder abwärts gestellt werden kann. Nebensitz und dessen Gegensitz werden so eingestellt,
dafs sie sich nicht berühren, aber durch dieselben eine Drosselung der durchströmenden
Luft entsteht. In das Gehäuse 1 sind Siebe eingeschaltet, so dafs Verunreinigungen
in das Ventil nicht gelangen können.
Die Wirkungsweise des Ventils ist folgende:
Stellung des Handgriffes 16 auf »beladenen Wagen« für stärksten Bremsdruck.
Nachdem in dieser Stellung die Oberkammer der Bremscylinders und der Sonderbehälter
durch das Hahnküken 12 unmittelbar mit einander verbunden sind, ist das Ventil 4 unwirksam,
und im Bremscylinder und. Sonderbehälter herrschen gleiche Druckspannungen.
Stellung des Handgriffes 16 auf »unbeladenen
Wagen« für verminderten Bremsdruck.
Der Hahn 12 ist geschlossen und der Cylinderobertheil
ist mit dem Sonderbehälter nur über das Ventil 4 und über die Kugel 11 verbunden.
Wird Luftverdünnung im Cylinderobertheil erzeugt, so wird die Kugel 11 von
ihrem Sitze abgehoben und hierdurch auch im Sonderbehälter Luftverdünnung erzeugt. Es
herrscht demnach sowohl im Cylinderobertheile als auch im Sonderbehälter nahezu gleiche
Luftverdünnung, denn nur durch das Gewicht der Kugel 11 entsteht eine kleine Verschiedenheit
in dem Luftdrucke in den beiden Räumen.
Wenn der Kolben des Bremscylinders sich in die Höhe bewegt, die Oberkammer infolge
dessen verkleinert wird, so entsteht eine Erhöhung des in der Oberkammer herrschenden
Luftdruckes bezw. eine Verminderung der Hebekraft des Bremscylinders. Nachdem jedoch
die Luftverdünnung im Sonderbehälter gleich geblieben ist, wird durch den Ueberdruck in
der Oberkammer die Kugel 11 fest auf ihren Sitz gedrückt und der Ventilkörper 4 wird gehoben,
sobald der Druck im Cylinderobertheil O um einen gewissen Betrag gröfser ist
als jener im Sonderbehälter S, wodurch ein vollständiger Ausgleich des Luftdruckes in dem
Bremscylinderobertheil und im Sonderbehälter eintreten würde, wenn nicht das Gewicht des
Ventilkegels 4 und der Druck der Feder 7 auf den Ventilkegel einen völligen Ausgleich verhinderte,
indem das Ventil 4 sich schliefst, sobald der Druckunterschied zwischen Cylinderobertheil
O und Sonderbehälter unter eine gewisse Grenze gesunken ist. Dieser schliefsliche
Druckunterschied ist aber offenbar gleich dem Gewicht des Ventilkegels 4 mehr dem Druck der
Feder 7. Der Kolben wird bei geschlossenem Hahn 12 eine Hebekraft äufsern, welche um das
Gewicht des Ventilkegels 4 und den Druck der Feder 7 geringer ist, als wenn das Hahnküken 12
in der Stellung »beladener Wagen« sich bebefindet, in welch letzterer Stellung ein vollständiger
Ausgleich des in der Oberkammer und im Sonderbehälter herrschenden Luftdruckes entsteht.
Durch entsprechende Einstellung der Feder 7 kann man sonach die Hebekraft des Kolbens
und damit den Bremsdruck bei geschlossenem Hahn 12 nach Erfordernifs regeln.
Der Nebensitz des Ventils 4 nebst dem Gegensitz 21 desselben bewirken, dafs, sobald
der Druck von unten auf die grofse Fläche des Ventils 4 gleich der Federspannung ist, das
Ventil sich infolge seiner Schwere nach abwärts bewegt und, in der Nähe des Ringes 21
anlangend, den Lufldurchgang drosselt, derart, dafs der äufsere Theil des Ventils unter einem
geringeren Druck steht als früher, d. h. der auf das Ventil wirkende Gesammtdruck wird kleiner
und die Feder bewirkt daher einen sicheren Schlufs des Ventils. Dies hat eine rasche und
zuverlässige Wirkung des Ventils zur Folge.
Claims (2)
1. Ein den Bremsdruck regelndes Ventil für Luttsaugebremsen, dadurch gekennzeichnet,
dafs die obere Bremscylinderkammer (O) und der Hutbehälter (S) durch drei parallel
geschaltete Wege mit einander verbunden sind, von welchen der eine durch einen von Hand zu stellenden Hahn (12),
der zweite durch ein sich nur gegen den Bremscylinder bei Ueberdruck im Hülfsbehälter
öffnendes Ventil (11) und der dritte durch ein mittelst einer einstellbaren Feder (7)
entgegen dem Drucke in der Oberkammer des Bremscylinders auf seinen Sitz geprefstes
Ventil (4) verschliefsbar ist, so: dafs bei offenem Hahn (12) Bremscylinder'und
Hülfsbehälter in unmittelbarer Verbindung stehen, also Druckausgleich stattfindet" und
der stärkste Bremsdruck erzielt wird, während bei geschlossenem Hahn (12), sobald
Luft aus dem Bremscylinder abgesaugt wird, sich das Ventil (11) zunächst öffnet und
den Hülfsbehälter mit dem Bremscylinder verbindet nach Druckausgleich aber wieder
schliefst und darauf die Verbindung mit dem Hülfsbehälter erst durch Anheben des Ventils
(4) infolge der Drucksteigerung über dem Kolben bei der Aufwärtsbewegung desselben
hergestellt wird, so dafs der Druck im Bremscylinder nicht unter den Druck im Hülfsbehälter vermehrt um das Gewicht des
Ventils (4) und den Druck der Feder (7) sinken kann und daher der Bremsdruck
um einen regelbaren Betrag kleiner ist als bei offenem Hahn (12).
2. Eine Ausführungsform des durch : Anspruch ι geschützten Ventils, gekennzeichnet
durch einen äufseren Nebensitz für das Ventil (4) mit im Gehäuse stellbarem Gegensitz
(21), durch welche Sitze die nach dem Hälfsbehälter übertretende Luft eine derartige
Drosselung erfährt, dafs bei einem Druck auf das Ventil (4), welcher gleich dem Druck der Feder (7) ist, das Ventil
durch sein Eigengewicht herabsinkt, bei der Annäherung an den Ring (21) den
Luftdurchlafs verengt und hierdurch den Druck auf den äufseren Theil des Ventils
verringert, so dafs letzteres, nunmehr unter einem geringeren Gesammtdruck stehend,
sicher schliefst.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE105903C true DE105903C (de) |
Family
ID=376136
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT105903D Active DE105903C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE105903C (de) |
-
0
- DE DENDAT105903D patent/DE105903C/de active Active
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