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DE1058664B - Rostschutzanstrichmittel - Google Patents

Rostschutzanstrichmittel

Info

Publication number
DE1058664B
DE1058664B DEF13944A DEF0013944A DE1058664B DE 1058664 B DE1058664 B DE 1058664B DE F13944 A DEF13944 A DE F13944A DE F0013944 A DEF0013944 A DE F0013944A DE 1058664 B DE1058664 B DE 1058664B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
pigment
paints
rust
pigment mixture
mixture according
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEF13944A
Other languages
English (en)
Inventor
Alois Uihlein
Dr Gerhard Mueller
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Hoechst AG
Original Assignee
Hoechst AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Hoechst AG filed Critical Hoechst AG
Priority to DEF13944A priority Critical patent/DE1058664B/de
Publication of DE1058664B publication Critical patent/DE1058664B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09DCOATING COMPOSITIONS, e.g. PAINTS, VARNISHES OR LACQUERS; FILLING PASTES; CHEMICAL PAINT OR INK REMOVERS; INKS; CORRECTING FLUIDS; WOODSTAINS; PASTES OR SOLIDS FOR COLOURING OR PRINTING; USE OF MATERIALS THEREFOR
    • C09D5/00Coating compositions, e.g. paints, varnishes or lacquers, characterised by their physical nature or the effects produced; Filling pastes
    • C09D5/08Anti-corrosive paints
    • C09D5/082Anti-corrosive paints characterised by the anti-corrosive pigment
    • C09D5/084Inorganic compounds

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Paints Or Removers (AREA)

Description

  • Rostschutzanstrichmittel Es sind anorganische Pigmente bekannt, die zusammen mit einem Bindemittel, hauptsächlich Leinöl, zur Herstellung von Anstrichmitteln für den Korrosionsschutz von Metalloberflächen dienen. Als Pigmente sind hierzu Bleimennige, Bleicyanamid, Eisenoxydrot, einzeln oder in Mischung miteinander angewandt worden.
  • Diese Pigmente bzw. die daraus hergestellten Anstrichmittel haben jedoch in technischer und wirtschaftlicher, insbesondere aber auch in gewerbehygienischer Hinsicht nicht in allen Fällen befriedigen können.
  • Es ist auch bekannt, den beim Abbrennen von Pyriten anfallenden Flugstaub als Pigment bei der Herstellung von Rostschutzanstrichmitteln zu verwenden. Doch führte dies ebenfalls zu keinem praktischen Erfolg, da der hohe Dispersitätsgrad des Flugstaubes für einsatzfertige Anstrichmittel einen sehr hohen Bindemittelanteil erfordert, wodurch die Korrosionsschutzwirkung verschlechtert wird. Außerdem setzt die erheblich saure Reaktion des Flugstaubes, der in den meisten Fällen S 02 bzw. SO, adsorptiv sehr festhält, die Korrosionsschutzwirkung herab.
  • Es wird nun ein auf der Grundlage von Eisenoxyd, insbesondere technischem Eisenoxyd, aufgebautes Pigment vorgeschlagen, das die vorerwähnten Nachteile vermeidet. Das Pigment besitzt gemäß der Erfindung einen Bleisulfatgehalt von etwa 0,5 bis etwa 10°/o, berechnet als Blei. Dabei hat sich herausgestellt, daß man besonders vorteilhafte Wirkungen hinsichtlich des Korrosionsschutzes mit einem solchen Pigment erhält, das einen Gehalt an Zink- oder Kupferverbindungen in geringen Mengen, z. B. von etwa 0,1 bis etwa 5 %, berechnet auf Metall, besitzt. Vorzugsweise kommen die Oxyde oder Sulfate der genannten Metalle in Betracht.
  • Will man eine besonders leichte Verstreichbarkeit der Anstrichmittel erzielen, so kann man andere an sich bereits als Pigment bekannte Stoffe mit Plättchen- oder Nadelstruktur dem Pigment gemäß der Erfindung beifügen; die Mengen dieser Stoffe betragen hierbei bis zu etwa 10%, bezogen auf die gesamte Pigmentmenge. Beispielsweise kommen hierfür Aluminiumpulver und Bleicyanamid in Betracht.
  • Um ein für die Verarbeitung optimales Bindemittel-Pigment-Verhältnis zu erzielen, hat es sich als zweckmäßig erwiesen, nicht ein Pigment in gleichmäßiger Korngrößenzusammensetzung, etwa Staub, zu benutzen, sondern dafür Sorge zu tragen, daß das Pigment als Gemisch aus verschiedenen Korngrößen vorliegt. Insbesondere haben sich dabei Korngrößen in der Größenordnung von etwa 0,5 bis etwa 70 #t als vorteilhaft erwiesen, vorzugsweise Gemische, bei denen die mittleren Korngrößen, etwa solche zwischen 10 und 40 #t, in erheblichem Maße anwesend sind bzw. überwiegen.
  • Die Herstellung eines Pigmentes gemäß der Erfindung kann in hier nicht beanspruchter Weise z. B. durchZusammengeben der einzelnenBestandteile bzw. durch Vermahlen erfolgen, wobei man die Zusammensetzung und die Korngrößenverteilung gegebenenfalls variieren kann, indem man einzelne Teilchengrößen heraussieht oder sonstwie entfernt.
  • Die anspruchsgemäß für Rostschutzanstrichmittel Verwendung findenden Pigmente verleihen z. B. in Verbindung mit Leinöl dem Anstrichmittel eine gute Geschmeidigkeit und ein gutes Verlaufen bei der Verarbeitung: Auch hinsichtlich des Absetzens des Pigmentes beim Lagern des einsatzfertigen Anstrichmittels wird den Erfordernissen der Praxis entsprochen. Ein zuweilen auftretendes langsames, aber praktisch nicht störendes Absetzen des Pigmentes kann man, falls gewünscht, durch Beimischung von für diesen Zweck an sich bekannten Mitteln, wie hochdisperse Kieselsäure, verhindern.
  • Anstrichmittel, die unter Verwendung der erfindungsgemäß vorgeschlagenen Pigmente hergestellt sind, schützen Metallflächen, was überraschend ist, sowohl in Deckanstrichen wie auch in Grundanstrichen, und zwar gegen Korrosion durch atmosphärische Einflüsse wie auch bei geeigneter Wahl des Bindemittels gegen chemische Angriffe. Im letzteren Falle kommen Bindemittel, wie Chlorkautschuk, Vinylpolymerisate und Alkydharze, in Betracht.
  • Beispielsweise besitzt ein Pigment der Zusammensetzung 37,5 % techn. Eisenoxydrot, 37,5 % techn. Eisenoxydschwarz, 15% Bleisulfat, 7% Zinksulfat und 3% Kupferoxyd die nachstehende Korngrößenverteilung Das Pigment wird zu einer streichfertigen Farbe für Grund- und Deckanstrich gemäß der folgenden Zusammensetzung auf der Basis Leinölfirnis-Standöl verarbeitet. 73 Gewichtsteile Pigment, 22 Gewichtsteile Leinölfirnis, 0,7 Gewichtsteile Standöl, 0,7 Gewichtsteile Terpentinersatz, 1,8 Gewichtsteile hochdisperse Kieselsäure, 1,8 Gewichtsteile Sikkativ (Gemisch aus Blei-, Kobalt- und Mangannaphthenaten).
  • Das angegebene Pigment kann auch zur Herstellung eines Decklackes auf Chlorkautschukbasis der folgenden Zusammensetzung benutzt werden: 13 Gewichtsteile Pigment, 17,5 Gewichtsteile Chlorkautschuk als Bindemittel, 8,7 Gewichtsteile eines Gemisches aus chloriertem Diphenyl und Toluolsulfonamid als Weichmacher, 21,7 Gewichtsteile Toluol, 39,1 Gewichtsteile Xylol.
  • Um die überraschenden Effekte darzutun, die mit der Verwendung eines Pigmentgemisches auf Eisenoxydgrundlage gemäß der Erfindung in Rostschutzanstrichmitteln gegenüber dem Stand der Technik erzielt werden, sind drei Prüfbleche mit Pigmentanstrichen versehen und sodann einer mehrere Monate dauernden Freibewitterung auf einem Prüfstand an einer besonders korrosionsgefährdeten Stelle einer chemischen Fabrik ausgesetzt worden. Diese Methode verdient den Vorzug, da sie den natürlichen Bedingungen entsprechende Ergebnisse ergibt.
  • Das Prüfblech 1 wurde mit einem Pigmentanstrich gemäß der Erfindung versehen, und zwar in einem Verhältnis Pigmentanteil zu Leinöl zu Sikkativ = 77: 23 : 2,5, das Prüfblech 2 mit einem Anstrich gemäß der deutschen Patentschrift 558 878 in einem Verhältnis entsprechend 62,5 : 37,5 : 4 sowie das Prüfblech 3 mit einem Anstrich unter Verwendung eines Pigmentes gemäß der deutschen Patentschrift 515 758 in einem Verhältnis entsprechend 50: 50: 5,4.
  • Ein Versuch, die Farben nach gleicher Rezeptur, d. h. mit gleichem Pigment- und Bindemittelanteil herzustellen, um eine bessere Vergleichsbasis zu erhalten, schlug fehl, da die gemäß dem Verfahren der deutschen Patentschriften 515 758 und 558 878 hergestellten Pigmente gegenüber dem Pigment gemäß der Erfindung einen bedeutend höheren Ölbedarf haben. Der geringere Leinölbedarf bei Verwendung der erfindungsgemäß vorgeschlagenen Pigmentgemische ist mit ein wesentlicher Vorteil. Das Prüfblech 1 läßt bei Vergleich mit den beiden Prüfblechen 2 und 3, welche auf ihrer Vorder- wie auch Rückseite eine erhebliche Anzahl von Roststellen aufweisen, ohne weiteres deutlich erkennen, daß das bei dem Blech 1 angewandte Pigmentanstrich gemäß der Erfindung besonders haltbar ist gegenüber dem Angriff der Atmosphärilien, selbst unter den gewählten korrosionsmäßig erschwerten Bedingungen. Damit ist ein besonderer technischer Effekt gegeben, der bei Verwendung des erfindungsgemäßen Pigmentgemisches auf Eisenoxydgrundlage in Rostschutzanstrichmitteln zu erzielen ist, nicht aber bei Verwendung von Pigmenten der bekannten Art.
  • Es ist zwar schon die Verwendung der Bleisulfatpigmente in Anstrichmitteln allgemein bekannt, z. B. aus der deutschen Patentschrift 573 816, den USA.-Patentschriften 1375 355 und 2 194 526 sowie aus dem Buch »Paint and Varnish Technology«, 1948, S.65 und 66. Es können jedoch hieraus keine Anregungen für die vorliegende Erfindung entnommen werden, die die Verwendung eines Pigmentgemisches von spezieller Zusammensetzung auf Eisenoxydgrundlage in Rostschutzanstrichmitteln zum Gegenstand hat.

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verwendung eines Pigmentgemisches auf Eisenoxydgrundlage mit einem Bleisulfatgehalt von etwa 0,5 bis etwa 10%, berechnet als Blei, in Rostschutzanstrichmitteln.
  2. 2. Verwendung eines Pigmentgemisches nach Anspruch 1 in Verbindung mit geringen Mengen, z. B. von etwa 0,1 bis etwa 5%, berechnet auf Metall, an Zink- oder Kupferverbindungen, vorzugsweise der Oxyde oder Sulfate in Rostschutzanstrichmitteln.
  3. 3. Verwendung eines Pigmentgemisches nach Anspruch 1 und 2 in Verbindung mit Stoffen mit Plättchen- oder Nadelstruktur in Mengen bis zu etwa 10%, bezogen auf die gesamte Pigmentmenge, in Rostschutzanstrichmitteln.
  4. 4. Verwendung eines Pigmentgemisches nach Anspruch 1 bis 3 in verschiedenen Korngrößen, insbesondere solchen in der Größenordnung von etwa 0,5 bis etwa 70 #L, in Rostschutzanstrichmitteln. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 558 878, 573 816, 639 703, 713 982; USA.-Patentschriften Nr. 1375 355, 2 194 526; von Fischer, Paint and Varnish Technology, 1948, S.65/66; Wagner, Taschenbuch der Farben- und Werkstoffkunde, 1949, S. 329 Z. 6/7.
DEF13944A 1954-02-17 1954-02-17 Rostschutzanstrichmittel Pending DE1058664B (de)

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Citations (6)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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US1375355A (en) * 1917-06-12 1921-04-19 Jr William N Blakeman Paint composition
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DE713982C (de) * 1936-10-01 1941-11-19 Adolf Schneider Dipl Ing Verfahren zur Herstellung von Rostschutzfarben

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