DE1058281B - Verfahren und Vorrichtung zur Ermittlung des Mahlgrades in einer zur Herstellung von Papier oder Pappe geeigneten Faserstoff-suspension - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Ermittlung des Mahlgrades in einer zur Herstellung von Papier oder Pappe geeigneten Faserstoff-suspensionInfo
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AN MELDETAG:
BEKANNTMACHUNG
DER ANMELDUNG
UND AUSGABE DER
AUSLEGESCHRIFT:
DER ANMELDUNG
UND AUSGABE DER
AUSLEGESCHRIFT:
AUSGABE DER
PATENTSCHRIFT:
PATENTSCHRIFT:
kl. 421 13/04
INTERNAT. KL. G 01 11 18. JUNI 1958
27.MAI 1959
5. NOVEMBER 1959
5. NOVEMBER 1959
STIMMT ÜBEREIN MIT AUSLEGESCHRIFT
1 058 281 (F 25973 IX / 421)
Die Erfindung betrifft ein Verfahren bzw. eine Vorrichtung zur Ermittlung des Mahlgrades in einer zur
Herstellung von Papier oder Pappe geeigneten Faserstoffsuspension. Bei der Herstellung von Papierstoff
werden die dabei verwendeten Faserstoffe je nach den gewünschten Eigenschaften des Papiers mehr oder
weniger stark gemahlen, wobei man die wenig oder gar nicht gemahlenen Stoffe als »rösch« und die stark
gemahlenen als »schmierig« bezeichnet. Der Zweck der Mahlgradermittlung liegt darin, den Mahlungszustand
der Fasern, zahlenmäßig zu'bestimmen, also für die
Begriffe »rösch« und »schmierig« Zahlenwerte anzugeben und die Zwischenstufen ebenfalls zahlenmäßig
zu erfassen. Normalerweise wird der Mahlungszustand durch »Schopper-Riegler-Mahlgrade« angegeben. Die
Mählgrade bilden dabei eine zwischen 0 und 100 liegende Zahlenreihe, bei der die wenig oder gar nicht
gemahlenen Stoffe den niedrigen Zahlen und die stark gemahlenen Stoffe den hohen Zahlen zugeordnet sind.
Die bekannten Verfahren zur Ermittlung des Mahlgrades beruhen darauf, daß eine Stoffprobe (1000 cm3)
mit bestimmtem Wasser- und Stoffanteil auf ein Sieb bestimmter Größe gegossen und die Wasserdurchlässigkeit
der sich auf dem Sieb bildenden Faserstoffschicht durch Beobachtung der Abflußgeschwindigkeit
festgestellt wird; in gleichen Zeiten läuft bei schmierigem Stoff weniger Wasser durch das Sieb als bei
röschem Stoff. Bei der Betriebsüberwachung der Stoffaufbereitungsanlagen ist es in den neueren kontinuierlich
arbeitenden Anlagen dringend erwünscht, Verfahren zu finden, die schneller das Ergebnis anzeigen,
als dies bei einer Probeentnahme und der bisher üblichen Behandlung der Probe möglich-ist.
Der genannte Zweck wird nach der Erfindung dadurch erreicht, daß der Stofrstrom, wie er im Betriebe
vorliegt, unmittelbar in einer Leitung über ein Sieb geführt wird, das einen mit einem Vakuummesser versehenen
und mit Wasser gefüllten Meßraum abdeckt, ferner daß eine zur Bildung einer Stoffschicht auf dem
Sieb ausreichende Wassermenge in abgemessener Zeit aus dem Stoffstrom in den Meßraum eingesaugt wird,
worauf dann der vom Vakuummesser nach einem bestimmten und gegebenenfalls einstellbaren Zeitraum
,nach dem Beginn des Absaugens angezeigte Druck gemessen
wird, der als Maß des Mahlgrades des Faserstoffes im Stoffstrom dient. -
Die Wirkungsweise der genannten Maßnahme läßt sich ani einfachsten durch die Beschreibung eines Beispiels
für eine nach diesem Verfahren arbeitende Vorrichtung erläutern, wie sie in Abb. 1 der Zeichnung
dargestellt ist. Die Abbildung zeigt einen Meßraum a, der von einem Sieb b abgedeckt ist, über das der Stoffstrom
c geleitet wird, für dessen Faseranteil der Mahlgrad
ermittelt werden soll. Der Stoffstrom tritt aus Verfahren und Vorrichtung
zur Ermittlung des Mahlgrades
in einer zur Herstellung von Papier
oder Pappe geeigneten Faserstoffsuspension
zur Ermittlung des Mahlgrades
in einer zur Herstellung von Papier
oder Pappe geeigneten Faserstoffsuspension
Patentiert für:
Feldmühle
Papier- und Zellstoffwerke
Papier- und Zellstoffwerke
Aktiengesellschaft,
Düsseldorf-Oberkassel
Düsseldorf-Oberkassel
Dipl.-Ing. Dipl.-Phys. Hans Wolfgang Barnscheidt,
Düsseldorf,
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
einer Rohrleitung d durch einen Schlitz e in eine oben
offene Rinne über, in der die Höhe des Stoffes durch eine hinter der Meßstelle befindliche Stauplatte / konstant
gehalten wird. Der Meßraum ist mit einem Vakuummesserg· und mit zwei Rohranschlüssen versehen,
die durch die Ventile h und i verschließbar sind. Findet keine Messung statt, so ist das an eine Frischwasserleitung
angeschlossene Ventil h offen, so daß der Meßraum α und das Sieb b durch das Frischwasser saubergehalten
bleiben. Zur Durchführung der Messung wird das Ventil h geschlossen und das Ventil i geöffnet, das
den Meß räum α mit einem Raum k verbindet, in welchem
etwa durch die Pumpe / ständig ein hohes Vakuum'aufrechterhalten wird. Das öffnen des Ventils
i bewirkt also ein Absaugen des im Meß raum α befindlichen Wassers und einen entsprechenden Wasser-,
durchflüß durch das Sieb b, wobei die in der Zeiteinheit
aus dem Meßraum α entnommene Wassermenge durch die Größe der in die Verbindungsleitung zum
Raum k eingebauten Düsen bestimmt wird. Die Anzeige am Vakuummesser g entspricht zunächst dem
kleinen durch das Niveau des Stoffstroms c über der Meßstelle gegebenen Überdruck. Sobald sich aber auf
dem Sieb der im Stoffstrom enthaltene Faserstoff ab-
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lagert, geht der Druck im Meßraum zurück, und zwar um so schneller, je schmieriger der Stoff ist. Registriert
man also in einem bestimmten Zeitabstand nach dem öffnen des Ventils i den am Vakuummesser g
angezeigten Unterdruck, so gibt dieser Unterdruck ein Maß für den Mahlgrad des Stoffes, wobei durch
Vergleichsmessungen die Skala des Vakuummessers etwa nach der Gradeinteilung von Schopper-Rieg-1
e r geeicht werden kann. Ist die Ablesung bzw. Registrierung am \^akuummesser erfolgt, so wird zunächst
das Ventil i geschlossen und danach das Ventil h geöffnet, wobei dann das hier zuströmende Frischwasser
die Stoffschicht auf dem Sieb b wieder fortschwemmt und das Sieb reinigt, so daß nach kurzer Zeit eine
neue Messung vorgenommen werden kann.
Aus dem in Abb. 1 dargestellten Beispiel ist ohne weiteres ersichtlich, daß der Meßvorgang nur eine
sehr kurze Zeit beansprucht, in den meisten Fällen wesentlich weniger als 30 Sekunden. Der angestrebte
Vorteil, an einem im Betriebe gegebenen Stoffstrom in kürzester Zeit eine Angabe des Mahlgrades zu erhalten,
ist also mit dem Verfahren ohne weiteres in einer sehr günstigen Form erreicht. Die wenigen bei der
Messung durchzuführenden Maßnahmen lassen sich auch auf einfache Weise automatisieren, etwa durch
Verwendung elektrisch zu betätigender Ventile und einer elektrisch auslösbaren Registriereinrichtung für
den Augenblickswert des Vakuummessers g. Man kann also etwa so verfahren, daß das Schließen des Ventils
h durch einen Knopfdruck ausgelöst wird und daß anschließend durch Zeitrelais zuerst das Ventil i geöffnet,
dann nach einem weiteren" einstellbaren Zeitablauf der Stand des Vakuummessers registriert, anschließend
das Ventil i geschlossen und das Ventil h geöffnet wird. Zweckmäßig wird auch noch beim
öffnen des Ventils h eine zeitabhängige Sperrvorrichtung automatisch betätigt, die das Einschalten eines
neuen Meßvorgangs für einen bestimmten Zeitraum verhindert, der ausreicht, um das Sieb durch den Spülwasserstrom
restlos von der beim vorhergehenden Meßvorgang gebildeten Stoffschicht zu reinigen.
Selbstverständlich kann das Verfahren auch vollautomatisch durchgeführt werden, so daß ohne j ede Betätigung
von außen in Zeitabständen, also etwa alle 10 Minuten, eine Messung erfolgt. Man erreicht dadurch
nicht nur einen genauen Überblick über die Wirkung der zur Stoffaufbereitung verwendeten Mahleinrichtungen,
sondern hat auch den Vorteil einer wesentlichen Ersparnis an den Löhnen, die sonst für die
Durchführung der üblichen Meßverfahren unter Probeentnahme aufzuwenden sind.
Wie schon erwähnt, gibt die in Abb. 1 dargestellte Vorrichtung nur ein Beispiel für eine Möglichkeit zur
Durchführung des Verfahrens nach der Erfindung, das auch mit wesentlich abgeänderten Vorrichtungen sich
verwirklichen läßt, etwa mit Vorrichtungen, wie sie in Abb. 2 und 3 dargestellt sind.
In Abb. 2 ist lediglich ein Ausschnitt aus einer Vorrichtung gezeigt, bei der das Absaugen des Wassers
aus dem Meßraum α durch das Sieb b ebenfalls durch einen unter Vakuum stehenden Raum k erfolgt. Die
beiden Absperrvorrichtungen h und i sind hier durch eine einzige Vorrichtung, nämlich durch den Dreiwegehahn
n, ersetzt, der sich in der Zeichnung in der Stellung befindet, die er beim Meßvorgang einimmt, in
der er also den Meßraum α mit dem Vakuumraum k verbindet. Die Düse m zur Regelung der Austrittsgeschwindigkeit
des Wassers aus dem Meßraum α befindet sich hier zwischen dem Meßraum α und dem
Hahn n. In das Verbindungsrohr zwischen dem Dreiwegehahn η und dem Vakuumbehälter k ist bei diesem
Beispiel ein U-Rohr ο eingefügt, das ständig mit Wasser
gefüllt bleibt. Bekanntlich ergibt sich bei der Verwendung von Düsen in der einfachen üblichen Ausfüh-.
rung nur dann ein völlig gleichmäßiger Wasserdtirchfluß,
wenn entweder der aus der Düse austretende Wasserstrahl nach der Düse völlig von Luft umschlossen
ist wie beim Beispiel nach Abb. 1 oder völlig von Wasser umschlossen bleibt wie beim Beispiel nach.
ίο Abb. 2. Vorrichtungen, bei denen hinter der Düse zeitweise
bzw. abwechselnd Wasser oder Luft vorhanden sein kann, sind also unzweckmäßig. Ist bei der Vorrichtung nach Abb. 2 die Messung beendet, also die
Registrierung am Vakuummesser g in der· bereits, beschriebenen
Weise erfolgt, so wird der Dreiwegehahn um 90° entgegen dem Uhrzeigersinn verstellt; das von
der Seite her zugeführte Frischwasser durchspült dann in den Zeiten zwischen zwei Messungen sowohl
die Düse als auch das Sieb b und hält beide Einrichtungen
sauber. Man kann gegebenenfalls den Dreiwegehahn η nach einer Messung auch trim 180° verstellen und erhält auf diese Weise nichit nur eine ständige Durchspülung des- Meß'raums a, sondern auch eine
Durchspülung des U-Rohres σ, also die völlige Sicherheit,
daß Luftansammfangen im Meßsystein nicht auftreten
können.
In Abb. 3 ist schließlich· eine Vorrichtung: zur
Durchführung des Verfahrens; nach der Erfindung.gezeigt,
die keinen ständig; tinter hohem Vakuum gehaltenen
Raum zum Absaugen des Wassers aus dem Meßraum benötigt. Der mit dem Druckmesser g und
der Frisch-wasserzufü'hrtircg-Ä versehene Meßraum ο
ist hier an seiner Unterseite mit einer Membran p verschlossen,
die durch eine Spindel q von einem Motor r zwischen ihren Endlagen hin und her bewegbar ist.
Die Messung kann hier so durchgeführt werden, daß zu Beginn der Motor r eingeschaltet wird, der die
Saugbewegung der Membran veranlaßt. Von der Spindelbewegung können dann unmittelbar die weiteren
nötigen Schaltvorgänge abgeleitet werden, beispielsweise
durch elektrische Kontaktgabe. Bei ihrem Abwärtslauf betätigt dann die Spindel zunächst den Kontakt
s, der das Schließen des Frischwasserventils h bewirkt. Nach einem bestimmten Spindelweg, bei gleichmäßigem
Antrieb also nach einer genau einstellbaren Zeit, tritt dann der Kontakt t in Tätigkeit, der die
Registrierung des Augenblickswertes des Vakuummessers g veranlaßt, und kurze Zeit später wird der
Kontakt u'ausgelöst, der Motor r auf Rückwärtslauf
umschaltet, bis er durch einen Endschalter, etwa in der dargestellten Membranstellung, wieder angehalten
wird. Auf diesem Rückwege wird auch der Kontakt .v wieder in Tätigkeit gesetzt, der jetzt das Spülventil h
öffnet. Die beiden Kontakte t und u sind der Höhe nach verschiebbar, etwa durch eine Spindel w; der
Zeitpunkt der Ablesung des Vakuummessers q kann also auf den jeweils nötigen Wert genau eingestellt
werden. Bei dieser Anordnung ist die bei der Messung dem Meßraum α entnommene Wassermenge zwangläufig
gegeben und jedenfalls unabhängig von der Druckdifferenz zwischen dem Stoffstrom c und einem
vorgegebenen Vakuum k. Die Messung braucht hier also nicht in einer offenen Rinne zu erfolgen, sondern
kann an jedem Stoffleitungsrohr vorgenommen werden. Der Einfluß des jeweiligen Druckes in diesem
Stoffleitungsrohr läßt sich bei dieser Anordnung dadurch ausschalten, daß der Vakuummesser g nicht den
absoluten Druck im Meßraum α anzeigt, sondern die Druckdifferenz zwischen dem Meßraum α und dem
Raum im Stoffleitungsrohr d.
. Allgemein ist zu jeder Ausführungsform des Verfahrens zu bemerken, daß die gemessenen Werte noch
von anderen Faktoren abhängig sind als vom Mahlgrad, nämlich von der Stoffdichte und von der Temperatur
der Stoffsuspension. Man kann im allgemeinen damit rearmen, daß indem Stoff strom, zu; dessen Untersuchung
die Anlage bestimmt ist, also etwa auf dem Wege von einer Mahlanlage zu einer Vorratsbütte,
sowohl die Stoffdichte als auch die Wassertemperatur in so engen Grenzen konstant bleiben, daß das Meßergebnis1
in seiner Genauigkeit völlig zur Prüfung der jeweiligen Wirkung der Mahlanlage ausreicht. Die
Erfindung betrifft aber auch Mittel, mit denen der Einfluß der jeweiligen Stoffdichte bzw. der Temperatur
auf das Ergebnis ausschaltbar ist. Verändert sich die Stoffdichte im Stoffstrom in Richtung auf eine höhere
Dichte hin, so bildet sich beim Abzug einer bestimmten Wassermenge aus dem Meßraum α die Stoffschicht auf
dem Sieb b auch bei konstantem Mahlgrad entsprechend schneller. Der Vakuummesser g würde also bei
normaler Arbeitsweise einen zu hohen Wert für den Mahlgrad anzeigen. Dies läßt sich aber in einfachster
Weise dadurch verhindern, daß bei höherer Stoffdichte als der normalen Stoffdichte die Zeit zwischen dem
Absaugebeginn und der Druckregistrierung entsprechend verkürzt wird bzw. bei verringerter Stoffdichte
entsprechend verlängert wird. Die Einstellung der jeweils nötigen Zeit kann bei dem .Beispiel nach Abb. 1
durch entsprechende Verstellung der Zeitrelais und bei einer Vorrichtung nach Abb. 3 durch entsprechende
Verstellung der Spindel ν vorgenommen werden. Es ist selbstverständlich auch ohne weiteres möglich, diese
Verstellung automatisch vorzunehmen, indem im Stoffstrom ein Meßgerät für die jeweilige Stoffdichte, etwa
ein optisches Meßgerät, eingebaut wird, dessen Meßergebnis automatisch die Verstellung der Meßzeit so
veranlaßt, daß am Vakuummesser j der jeweils gültige Schopper-Riegler-Mahlgrad oder auch ein Mahlgrad
nach anderen Normen registrierbar ist.
Was eben für die Berücksichtigung der Stoffdichte ausgeführt wurde, gilt entsprechend auch für die Berücksichtigung
der Temperatur im Stoffstrom. Bei steigender Temperatur nimmt die Wasserdurchlässigkeit
einer gegebenen Stoffschicht zu. Ein Temperaturausgleich kann also auch durch eine entsprechende
Verlängerung der Meßzeit bei steigender Temperatur vorgenommen werden, entweder von Hand, da sich die
Änderungen in der Praxis nur in großen Zeitabschnitten ergeben, oder auch automatisch mit solchen Mitteln,
wie sie den für- die automatische Stoffdichtekorrektur angegebenen Mitteln entsprechen.
Ein anderer Weg für die Berücksichtigung der jeweiligen Stoffdichte und jeweiligen Temperatur ist
auch dadurch gegeben, daß man aus einer Stoffleitung-einen Teilstrom abzweigt und diesen Teilstrom der
Messung unterwirft. In genügender Entfernung vor der Meßstelle wird dann eine Wasserzufuhr mit einer
bekannten Mischeinrichtung eingebaut, in der von Hand oder automatisch eine Verdünnung auf eine bestimmte konstante Stoff dichte vorgenommen wird.
Gleichzeitig kann durch Einbau von abwechselnd benutzbaren Kühl- und Heizeinrichtungen, die sowohl
im Stoffstrom als auch in der Zuleitung des Zugabewassers liegen können, die Temperatur an der Meßstelle
konstant gehalten werden. Auch auf diese Weise läßt sich mit verhältnismäßig einfachen Mitteln ein
absolut gültiger Meßwert mit dem Vakuummessergerzielen.
In der Praxis werden aber diese Korrekturen selten erforderlich sein, da in den meisten Anwendungsfällen
Temperatur und Stoffdichte nur in so engen Grenzen schwanken, daß die Wirkung der Mahlanlage
eindeutig auch ohne Anwendung der geschilderten Korrektur in technisch ausreichendem Maße
kontrolliert werden kann.
Claims (6)
1. Verfahren zur Ermittlung des Mahlgrades in
einer zur Herstellung von Papier oder Pappe geeigneten Faserstoffsuspension, bei dem diese Ermittlung
ohne Probeentnahme in einem im Betriebe gegebenen Stoffstrom erfolgt, dadurch gekennzeichnet,
daß der Stoff strom in einer Leitung über ein Sieb geführt wird, das einen mit einem
Vakuummesser versehenen und mit Wasser gefüllten Meß raum abdeckt, ferner dadurch, daß innerhalb
einer abgemessenen Zeit eine zur Bildung einer Stoff schicht auf dem Sieb ausreichende Wassermenge
aus dem Stoffstrom in den Meßraum eingesaugt wird, worauf dann der vom Vakuummesser
nach einem bestimmten und gegebenenfalls einstellbaren Zeitraum nach Beginn des Absaugens
der Druck im Meßraum gemessen wird, der als Maß des .Mahlgrades des Faserstoffes im Stoffstrom
dient.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Zeitraum für die Registrierung
des Augenblickswertes des Vakuummessers in Abhängigkeit von der jeweiligen Stoffdichte und/oder
der jeweiligen Temperatur im Stoffstrom so eingestellt wird, daß dadurch der Einfluß der Stoffdichte
bzw. der Temperatur auf das Meßergebnis' ausgeschaltet wird. : .
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Sieb in der Zeit zwischen
zwei Messungen von einem in den Meßraum eingeleiteten Frischwasserstrom zur Auflösung der
Stoffschicht durchspült wird, die sich bei einer Messung auf dem Sieb bildete.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3 mit der Abänderung, daß zur Durchführung der
Messung an einem durch eine geschlossene Rohrleitung geförderten Stoffstrom an Stelle des
Vakuummessers ein D.ifferenzdruckmesser für die Druckdifferenz zwischen der Rohrleitung und dem
Meßkasten verwendet wird.
5. Vorrichtung zur halbautomatischen Durchführung des Verfahrens nach einem der Verfahren
nach Anspruch 3 oder 4, die einen mit einem Sieb abgedeckten Meß raum, eine schaltbare Vorrichtung
zur Wasserentnahme aus dem Meßraum, eine schaltbare Vorrichtung zur Siebspülung und einen
an den Meßraum angeschlossenen Vakuummesser oder Differenzdruckmesser mit einer schailtbareti
Vorrichtung zur Registrierung des Augenblickswertes der genannten Messer umfaßt, dadurch gekennzeichnet,
'daß die genannten schaltbaren Vorrichtungen mit elektrischen Steuerorganen versehen
sind, die mit einstellbaren Zeitrelais untereinander verbunden sind, wobei lediglich die erste
den Meß Vorgang einleitende Schaltung willkürlich zu einer beliebigen Zeit betätigbar ist und alle folgenden
Schaltungen der Reihe nach durch die Zeitrelais ausgelöst werden, ferner dadurch gekennzeichnet,
daß die Vorrichtung ein zusätzliches Zeitrelais enthält, das so geschaltet und eingestellt ist,
daß es das Einschalten eines weiteren Meßvorganges in der Zeit verhindert, in der das Sieb durch
den Spülwasserstrom noch nicht wieder restlos von der anhaftenden Stoff schicht gereinigt ist.
6. Abgeänderte Vorrichtung nach Anspruch 5 zur Durchführung einer Reihe vollautomatischer
Messungen, dadurch gekennzeichnet, daß sie an
Stelle des Zeitrelais zur Sperrung eines erneuten. Einschaltens vor vollendeter Siebreinigung ein
Zeitrelais enthält, mit dem nach der ersten Messung fortlaufend weitere Messungen jeweils nach
bestimmtem Zeitabstand eingeschaltet werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEF25973A DE1058281B (de) | 1958-06-18 | 1958-06-18 | Verfahren und Vorrichtung zur Ermittlung des Mahlgrades in einer zur Herstellung von Papier oder Pappe geeigneten Faserstoff-suspension |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEF25973A DE1058281B (de) | 1958-06-18 | 1958-06-18 | Verfahren und Vorrichtung zur Ermittlung des Mahlgrades in einer zur Herstellung von Papier oder Pappe geeigneten Faserstoff-suspension |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1058281B true DE1058281B (de) | 1959-05-27 |
Family
ID=7091836
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEF25973A Pending DE1058281B (de) | 1958-06-18 | 1958-06-18 | Verfahren und Vorrichtung zur Ermittlung des Mahlgrades in einer zur Herstellung von Papier oder Pappe geeigneten Faserstoff-suspension |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1058281B (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3437452A (en) * | 1965-04-23 | 1969-04-08 | Int Minerals & Chem Corp | Method for sampling solids-containing solutions |
| FR2307263A1 (fr) | 1975-04-10 | 1976-11-05 | Kaelle Regulatorer Ab | Procede et dispositif pour former un gateau de fibres par filtration pour la mesure de l'indice de pilage |
-
1958
- 1958-06-18 DE DEF25973A patent/DE1058281B/de active Pending
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3437452A (en) * | 1965-04-23 | 1969-04-08 | Int Minerals & Chem Corp | Method for sampling solids-containing solutions |
| FR2307263A1 (fr) | 1975-04-10 | 1976-11-05 | Kaelle Regulatorer Ab | Procede et dispositif pour former un gateau de fibres par filtration pour la mesure de l'indice de pilage |
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