DE1057133B - Verfahren zur Herstellung neuer, pharmakologisch wirkender 1, 1-Diphenyl-2-aminoalkanole - Google Patents
Verfahren zur Herstellung neuer, pharmakologisch wirkender 1, 1-Diphenyl-2-aminoalkanoleInfo
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- C07—ORGANIC CHEMISTRY
- C07C—ACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
- C07C215/00—Compounds containing amino and hydroxy groups bound to the same carbon skeleton
- C07C215/02—Compounds containing amino and hydroxy groups bound to the same carbon skeleton having hydroxy groups and amino groups bound to acyclic carbon atoms of the same carbon skeleton
- C07C215/22—Compounds containing amino and hydroxy groups bound to the same carbon skeleton having hydroxy groups and amino groups bound to acyclic carbon atoms of the same carbon skeleton the carbon skeleton being unsaturated
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- C07C215/32—Compounds containing amino and hydroxy groups bound to the same carbon skeleton having hydroxy groups and amino groups bound to acyclic carbon atoms of the same carbon skeleton the carbon skeleton being unsaturated and containing six-membered aromatic rings containing hydroxy groups and carbon atoms of six-membered aromatic rings bound to the same carbon atom of the carbon skeleton containing hydroxy groups and carbon atoms of two six-membered aromatic rings bound to the same carbon atom of the carbon skeleton
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Description
DEUTSCHES
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung neuer pharmazeutisch wertvoller l,l-Diphenyl-2-aminoalkanole
der allgemeinen Formel
CH5 H
C6H5-C-
-C-R3
OH N-R2
ihrer Säureadditions- und quaternären Ammoniumsalze,
worin R1 und R2 Wasserstoff oder niedrige Alkylgruppen,
z.B. Methyl- und Äthylgruppen, und R3 ein aliphatischer
geradkettiger Kohlenwasserstoffrest, der 4 bis 6 Kohlenstoffatome enthält, bedeuten. Nach dem erfindungsgemäßen
Verfahren werden insbesondere 1,1-Diphenyl-2
- dimethylaminohexanol, 1,1- Diphenyl - 2 - äthylaminohexanol und l,l-Diphenyl-2-aminoheptanol hergestellt.
Die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren herstellbaren Verbindungen wirken erregend auf das zentrale
Nervensystem. Die vorstehend angegebenen Verbindungen entfalten dabei im zentralen Nervensystem
stimulierende Eigenschaften, die unerwartet stark und wirksam sind.
Gemäß der vorliegenden Erfindung werden die vorstehend beschriebenen neuen l,l-Diphenyl-2-aminoalkanole
in an sich bekannter Weise hergestellt, indem überschüssiges Phenylmagnesiumhalogenid oder Phenyllithium
mit dem Ester einer entsprechenden α-Aminosäure oder mit dem Salz eines derartigen Esters umgesetzt
wird. Die Umsetzung verläuft nach der folgenden Gleichung:
Verfahren zur Herstellung
neuer, pharmakologisch wirkender
1,1 -Diphenyl^-aminoalkanole
Anmelder:
Mead Johnson & Company,
Evansville, Ind. (V. St. A.)
Evansville, Ind. (V. St. A.)
Vertreter: Dr.-Ing. H. Ruschke, Berlin-Friedenau,
und Dipl.-Ing. K. Grentzenberg,
München 27, Pienzenauerstr. 2,
Patentanwälte
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 25. Januar 1956
V. St. v. Amerika vom 25. Januar 1956
Kenneth N. Campbell, Evansville, Ind. (V. St. A.),
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
C2H6O-C-CH-R3 + 2 C6H5MgBr
N-R1
N-R1
CRHS
,H5-C-
-CH-R5
OH N-R1
wobei R1, R2 und R3 die obigen Bedeutungen haben.
Die so erhaltenen Verbindungen können gegebenenfalls
mit organischen oder anorganischen Säuren oder Alkylhalogeniden
in bekannter Weise umgesetzt werden, um Salze dieser therapeutischen Verbindungen und, wenn
hierbei das Ausgangsamin ein tertiäres Amin ist, die quaternären Ammoniumverbindungen herzustellen.
Selbstverständlich muß beachtet werden, daß die bei der
Herstellung dieser Salze angewandten Säuren oder Alkylhalogenide entweder selbst oder nach Umsetzung
mit dem Amin nicht giftig sind.
Durch die folgenden Beispiele wird das erfindungsgemäße Verfahren näher erläutert. Soweit noch neue
Ausgangsstoffe zur Anwendung gelangen, wird auch deren
Herstellung genauer beschrieben.
Beispiel 1
1,1 -Diphenyl-2-dimethylaminohexanol
1,1 -Diphenyl-2-dimethylaminohexanol
Der Ausgangsstoff, der a-Dimethylammopentancarbonsäureäthylester,
wurde aus im Handel zugänglicher a-Brompentancarbonsäure nach dem Verfahren von
Leonard und Ruyle, J. Am. Chem. Soc. 71., 3095,
(1949), hergestellt und siedete bei 92 bis 96°C/12 mm Hg. Eine Lösung von 9,35 g (0,05 Mol) a-Dimethylaminopentancarbonsäureäthylester
in 50 ecm wasserfreiem Äthyläther wurde tropfenweise unter Rühren und Kühlen
in einem Eisbad zu einer Lösung von 0,15 Mol Phenylmagnesiumbromid in Äthyläther gegeben. Die Reaktionsmischung wurde anschließend etwa 45 Minuten bei
909 510/453
Raumtemperatur gerührt und dann 2 Stunden unter Rückfluß zu mäßigem Sieden erhitzt. Die Reaktionsmischung wurde auf gestoßenes Eis gegossen und mit
Ammoniumchlorid behandelt, um ausgefallenes Magnesiumhydroxyd zu lösen. Die ätherische Schicht wurde
abgetrennt und die wäßrige Schicht 3mal mit Äthyläther extrahiert. Die vereinigten Ätherschichten wurden über
wasserfreiem Magnesiumsulfat getrocknet und der Äther durch Destillation bei normalem Druck entfernt. Der
ölige Rückstand wurde anschließend unter vermindertem Druck destilliert; hierbei wurden 11,8g (80% der
Theorie) des gewünschten !,l-Diphenyl^-dimethylaminohexanols
(Kp. 160 bis 166°C/0,6mm Hg) als freie Base
erhalten. Das Hydrochlorid war hygroskopisch.
Beispiel 2
1,1 -Diphenyl-2-äthylaminohexanol
1,1 -Diphenyl-2-äthylaminohexanol
Der Ausgangsstoff, α-Äthylaminopentancarbonsäureäthylester,
wurde wie folgt hergestellt: Eine Lösung von 30 g ct-Brompentancarbonsäure in 300 ecm 70%igem
wäßrigem Äthylamin wurde 3 Tage bei Raumtemperatur stehengelassen und anschließend durch Erhitzen unter
Vakuum in einem Dampfbad zu einem festen Rückstand eingeengt. Der feste Rückstand wurde in 600 ecm
5,9%iger alkoholischer Salzsäure gelöst und die Lösung 4 Stunden unter Rückfluß erhitzt. Anschließend wurde
die Lösung in einem Dampfbad unter Vakuum zu einem sirupösen Rückstand eingeengt, der in einem Eisbad gekühlt
und mit Äthyläther überschichtet wurde. -Die Reaktionsmischung wurde mit 150 ecm 15%igem wäßrigem
Kaliumcarbonat versetzt, der Kolben geschüttelt und die beiden flüssigen Schichten der Trennung überlassen.
Die Ätherschicht wurde dekantiert und die wäßrige Schicht weiter 3mal mit je 100 ecm Äthyläther extrahiert.
Die Ätherfraktionen wurden vereinigt und nacheinander mit wäßriger Kaliumcarbonatlösung, Wasser und gesättigter
wäßriger Natriumchloridlösung gewaschen. Die ätherische Lösung wurde anschließend über wasserfreiem
Magnesiumsulfat getrocknet, durch Verdampfen in einem Dampfbad eingeengt und der erhaltene flüssige Rückstand
destilliert, wobei eine klare, farblose Flüssigkeit erhalten wurde, die bei 96°C/15mmHg siedete. Der
Brechungsindex des Produktes war nf 1,4348.
Der so hergestellte a-Äthylaminopentancarbonsäureäthylester
wurde mit Phenylmagnesiumbromid gemäß dem vorstehenden Beispiel I umgesetzt, um das gewünschte
1,1 - Diphenyl - 2 - äthylaminohexanol, dessen Schmelzpunkt bei 72 bis 73° C liegt, herzustellen. Es
wurde ein Chlorwasserstoffsalz hergestellt, das hygroskopische Eigenschaften aufwies.
Beispiel 3
1,1 -Diphenyl-2-aminoheptanol
1,1 -Diphenyl-2-aminoheptanol
Der Ausgangsstoff für diese Verbindung wurde wie folgt hergestellt: '
Die α-Aminohexancarbonsäure mit einem Schmelzpunkt von 284 bis 285° C wurde nach dem Verfahren von
J. Parrod, Bull. Soc. Chim., France (1951) S. 420 bis
423; CA. 46, 2049 d (1952), hergestellt. Der a-Aminohexancarbonsäureäthylester,
dessen Brechungsindex n'S 1,4320 und dessen Siedepunkt 106°C/15mmHg betrug,
wurde nach dem Verfahren von S. Akabori und S. Numano, Ber. 66B, 159 (1933), hergestellt. Der erhaltene
a-Aminohexancarbonsäureäthylester wurde nach dem im Beispiel I angegebenen Verfahren mit Phenylmagnesiumbromid
umgesetzt, um ein Rohprodukt herzustellen, das bei 55 bis 65° C schmolz. Das gereinigte Chlorwasserstoffsalz
besaß einen Schmelzpunkt von 223 bis 224° C.
Zu den quaternären Ammoniumverbindungen der in den vorstehenden Beispielen hergestellten Produkte gelangt
man, indem man die Amine mit Alkylhalogeniden
ίο in bekannter Weise umsetzt. Die Salze der vorliegenden
Aminverbindungen erhält man, indem man das Amin mit organischen oder anorganischen Säuren unter Verwendung
üblicher Laboratoriumsmethoden umsetzt. Derartige Salze sind wasserlöslich und besitzen den Vorteil,
daß sie schnell resorbiert werden.
Claims (2)
1. Verfahren zur Herstellung neuer, pharmakologisch wirkender l,l-Diphenyl-2-aminoalkanole der
allgemeinen Formel
C«HK H
C6H5
C — R3
OH N-R2
ihrer Säureadditionssalze und quaternären Ammoniumsalze, worin R1 und R2 Wasserstoff oder niedrige
Alkylreste und R3 einen aliphatischen geradkettigen Kohlenwasserstoffrest mit 4 bis 6 Kohlenstoffatomen
bedeuten, dadurch gekennzeichnet, daß man ein Phenylmagnesiumhalogenid oder Phenyllithium in an
sich bekannter Weise mit einem Ester einer α-Aminosäure der allgemeinen Formel
HO-C-CH-R3
N-R1
N-R1
oder einem Salz derselben umsetzt, wobei R1, R2 und
R3 die obigen Bedeutungen haben, und die als freie Basen abgetrennten Produkte gegebenenfalls in an
sich bekannter Weise mit organischen oder anorganischen Säuren in Salze bzw. mit Alkylhalogeniden
in quaternäre Ammoniumverbindungen überführt.
2. Verfahren nach Anspruch 1,' dadurch gekennzeichnet,
daß a-Dimethylaminopentancarbonsäureäthylester, a-Äthylaminopentancarbonsäureäthylester
oder a-Aminohexancarbonsäureäthylester als Ausgangsstoffe verwendet werden.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 682 876;
britische Patentschrift Nr. 491 951.
Deutsche Patentschrift Nr. 682 876;
britische Patentschrift Nr. 491 951.
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| US348972XA | 1956-01-25 | 1956-01-25 |
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|---|---|
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Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
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Citations (2)
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| GB491951A (en) * | 1935-12-07 | 1938-09-07 | Chemische Werke Vorm H & E Alb | Medicaments and process for the manufacture thereof |
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-
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- 1956-11-22 CH CH348972D patent/CH348972A/de unknown
Patent Citations (2)
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| GB491951A (en) * | 1935-12-07 | 1938-09-07 | Chemische Werke Vorm H & E Alb | Medicaments and process for the manufacture thereof |
| DE682876C (de) * | 1935-12-07 | 1939-10-24 | Albert Ag Chem Werke | Verfahren zur Herstellung von Aminoalkoholen der aromatischen Reihe |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB805511A (en) | 1958-12-10 |
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| CH348972A (de) | 1960-09-30 |
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