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Mechanische Steuervorrichtung zum Auslösen der Abgabe von Gegenständen
an vorherbestimmb arer Stelle einer Sortierförderanlage Die Erfindung betrifft eine
mechanische Steuervorrichtung zum Auslösen der Abgabe von Gegenständen an vorherbestimmbarer
Stelle einer Sortierförderanlage. Ein aus mehreren Kennzeichengliedern gebildetes
Schlüsselzeichen ist jedem beförderten Gegenstand beigeordnet und bezeichnet die
Station, zu der der beförderte Gegenstand gebracht und in die er abgelegt werden
soll.
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Es sind viele Einrichtungen bekannt, um einen Fördergutträger mit
Hilfe von Kennzeichengliedern selbsttätig zu seinem Bestimmungsort zu bewegen und
dort den Gegenstand abzugeben. Es gibt hierfür zwei Arten: eine, bei der das Kennzeichenglied
äußerlich an dem Gegenstand oder dem Fördergutträger angebracht ist, und eine andere,
bei der das Verschlüsseln in einer besonderen Vorrichtung erfolgt, die der Sortiermaschine
entspricht und die die Sortiermaschine über den geeigneten Zeitpunkt und Ort, den
Gegenstand abzulegen, unterrichtet.
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Obwohl die mechanisch arbeitende Vorrichtung nach der vorliegenden
Erfindung in erster : Linie für eine Maschine der ersten Art bestimmt ist, bei der
das Kennzeichen oder der Schlüssel mit dem zu sortierenden Gegenstand wandert, kann
die hier vorgesehene Einrichtung auch für die Maschine der zweiten Art als unabhängige
Steuervorrichtung vorgesehen werden.
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Es sind mechanische Vorrichtungen an Bandsortierern bekannt, bei
denen die Übereinstimmung des Schlüssels der am Fördergutträger befindlichen Kennzeichenglieder
mit der gegenseitigen Lage von Vertiefungen oder aufgesetzten Nocken, die an jeder
Empfangs stelle angebracht sind und zum Auslösen des Abgabevorgangs mit den Kennzeichengliedern
zusammenwirlcen, geprüft wird.
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Bei der Erfindung wird ein binärer Schlüssel mit mechanischen Kennzeichengliedern
verwendet, wobei jedes Kennzeichenglied zwei Lagen einnehmen kann, so daß mit e
Kennzeichengliedern sich 2n Möglichkeiten ergeben, von denen 2- 1 für das Sortieren
brauchbar sind. An Stelle eines binären Schlüssels ist es auch natürlich möglich,
einen ternären oder irgendeinen anderen Schlüssel zu verwenden.
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Bei der mechanischen Steuervorrichtung nach der Erfindung ist eine
Codeeinrichtung vorzusehen, welche alle Bestimmungsorte prüft, bei der aber die
prüfenden mechanischen Kennzeichenglieder keine Zustellbewegungen ausführen, bis
der genaue Bestimmungsort festgestellt ist. Dies ist ein großer Vorteil, denn die
prüfenden Keunzeichenglieder der bekannten Vorrichtungen machen bei der Prüfung
an jeder Station Zustell- oder Schwenkbewegungen, und in einem großen Fördersystem
können Hunderte und Tausende von solchen Bestimmungsorten vorhanden sein, die
eine
schnelle Abnutzung der prüfenden Elemente verursachen.
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Bei einer bekannten mechanischen Steuervorrichtung zum Auslösen der
Abgabe von Gegenständen an vorherbestimmbarer Stelle einer Sortierförderanlage ist
an jedem Fördergutträger ein quer gerichteter Arm mit nur einem verstellbaren Kennzeichenglied
angebracht, der an der Abgabestelle durch ein fest angeordnetes, einstellbares Steuerglied,
nämlich einen Biigel, nach abwärts ausgeschwenkt wird und dadurch eine Verriegelung
auslöst, die den zugeordneten zu verteilenden Gegenstand fallen läßt. W Mit dieser
Einrichtung ist zwar der Nachteil vermieden, daß das prüfende Kennzeichenglied an
jeder Station Zustell-oder Schwenkbewegungen ausführt, die eine schnelle Abnutzung
der prüfenden Elemente verursachen werden. Jedoch hat diese Vorrichtung den Nachteil,
daß an jedem Fördergutträger nur ein Kennzeichenglied angebracht werden kann und
demzufolge nur so viele Bestimmungsorte vorgesehen werden können, wie Stellungen
für das Kennzeichenglied am Fördergutträger vorgesehen sind.
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Bei der Erfindung dagegen sind mehrere Kennzeichenglieder auf einem
gemeinsamen auf und ab beweglichen Träger in mindestens je zwei Stellungen
verstellbar
angeordnet und bewegen sich, diesen Träger führend, über eine Bähnebene, auf der
sich der Träger wenigstens mit einem Teil der Kennzeichenglieder abstützt und die
Gruppen von Vertiefungen enthält, die den möglichen Stellungen der Kennzeichenglieder
entsprechen; wobei bei Übereinstimmung einer Gruppe von Vertiefungen mit dem gewählten
Schlüssel, nach dem die Kennzeichenglieder eingestellt sind, der Träger auf die,
Ebene zu bewegt wird und den Abgabevorgang auslöst. Die Erfindung ermöglicht es
also, an jedem Fördergutträger mehrere prüfende Kennzeichenglieder anzuordnen, und
vermeidet trotzdem den Nachteil, daß die Kennzeichenglieder an jeder Station Zustell-
oder Schwenkbewegungen ausführen müssen, die eine schnelle Abnutzung verursachen
würden.
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Die Steuervorrichtung nach der Erfindung ist eine unempfindliche
Vorrichtung, die hinsichtlich der Anzahl der verteilten Gegenstände oder der Anzahl
der zu prüfenden Bestimmungsorte fast keine Grenzen kennt. Die Einstellung der Kenazeichenglieder
und der mit ihnen zusammenwirkenden Steuerglieder läßt sich leicht verstellen. Die
zugehörige Fördervorrichtung der Sortieranlage besteht aus vielen z. B. mit Taschen
versehenen Fördergutträgern, deren jede Tasche einen Gegenstand aufnehmen kann und
eine Auswurfvorrichtung besitzt, die leicht betätigt werden kann, um den Gegenstand
abzulegen.
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In der Zeichnung ist die Erfindung beispielsweise tmd schematisch
dargestellt. Es zeigt Fig. 1 eine Seitenansicht der mit der Steuervorrichtung ausgerüsteten
Förderanlage, Fig. 2 eine teilweise Seitenansicht eines Fördergutträgers, welche
die einzelnen Taschen zeigt, Fig. 3 einen Schnitt nach Linie 3-3 in Fig. 4, Fig.
4 eine Draufsicht auf die Fördergutträger und die, als Kennzeichenglieder dienenden
Räder, Fig. 5 eine Ansicht im teilweisen Schnitt der Coderäder in der angehobenen
Stellung, Fig. 6 eine Ansicht der Räder wie in Fig. 5, aber in abgesenkter Stellung,
Fig. 7 einen Schnitt nach Linie 7-7 in Fig. 3 bei geöffneter Tasche, Fig. 8 eine
Ansicht ähnlich der in Fig. 7 bei geschlossener Tasche, Fig. 9 eine vergrößerte
Ansicht des Einklinkmechanismus für den Taschenverschluß, -Fig. 10 eine Darstellung
der Steuereinrichtung für das Verschließen der Taschen, Fig. 11 ein Schnitt durch
die -Räderlagerung, Fig. 12 eine Ansicht des Rückstellmechanismus für die Coderäder,
Fig. 13 eine Ansicht des Einstellmechanismus für die Coderäder, Fig. 14 eine Draufsicht
auf die Schienenabschnitte, Fig. 15 eine räumliche Darstellung eines Teiles eines
Fördergutträgers.
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Die Verteilförderanlage nach Fig. 1 umfaßt eine Anzahl von ähnlichen
Fördergutträgern 2, die vermittels eines Parallelogrammgestänges 3 miteinander gelenkig
verbunden sind, so daß die Fördergutträger, wenn sie sich senkrecht von einer Ebene
in die andere bewegen, waagerecht bleiben und ihren Inhalt nicht verstreuen, wie
aus der Zeichnung ersichtlich ist. Jeder Fördergutträger ist mit einer Stange 4a
versehen, die gleichzeitig Gelenkzapfen für das Leitgestänge 3 ist und an jeder
Seite des Fördergutträgers eine Rolle 4 trägt (s. Fig. 3). Die Rollen 4 laufen bei
der Überleitung des Fördergutträgers von der einen Ebene in die andere auf gekrümmten
Schienen 6. In den beiden
Ebenen werden die Fördergutträger von einer Anzahl von
als Kenuzeichenglieder dienenden Coderollen getragen, die mit 29 bezeichnet und
noch erklärt werden.
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Zum Antrieb der Verteilförderanlage kann beispielsweise ein Kettentrieb
8 dienen, der mit Mitnehmern versehen ist, welche über einen der Fördergutträger
das System in Richtung des Pfeiles antreiben. Ein geeigneter Motor kann den Kettentrieb
antreiben.
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Jeder Fördergutträger 2 ist durch Blechtrennwände 12 in eine Anzahl
von getrennten Taschen 11 a unterteilt (Fig. 2 und 15). Die dargestellten Taschen
sind gestaltet und bemessen, um unterschiedliche Stücke Briefpost unterzubringen;
die Maschine wird noch in Verbindung mit dem Einsortieren solcher Poststücke in
eine Anzahl von Empfangsstellen 13 beschrieben werden (Fig. 1). Gegenstände von
irgendeiner passenden Gestalt und Größe können in der gleichen Weise sortiert werden,
wenn die Taschen zur Aufnahme solcher Gegenstände ausgebildet sind.
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Ein Bodenverschluß 14, der auf einem Drehzapfen 16 angebracht ist,
ist für jede Tasche vorgesehen ; wenn ein Poststück 17a in eine Tasche fällt, wird
es darin so lange zurückgehalten, wie der Verschluß 14 in der bei der rechten Tasche
11 a (Fig. 2) gezeigten Lage ist. Wenn der Drehzapfen 16 entgegen dem Uhrzeigersinne
um 900 gedreht wird, wie bei der linken Tasche 11 b dargestellt ist (Fig. 2), dann
fällt das Poststück 17 b durch den Boden der Tasche heraus.
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Der Brief wird daher, wenn Vorrichtungen vorgesehen sind, um den Verschluß
14 an der richtigen Stelle zu drehen, aus der Tasche an dieser Stelle herausfallen
und in eine Empfangsstelle 13 hineinfallen. Die hierfür vorgesehene Vorrichtung
wird in folgendem beschrieben.
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Jeder Fördergutträger 2 besteht aus Seitenwänden 18, 18' (Fig. 3)
und querlaufenden Wandteilen 12, die wie dargestellt geformt sind, um je einen Taschenabschnitt
zu bilden, und die an den Seitenwänden 18 des Fördergutträgers 2 durch Schweißen
oder in einer anderen geeigneten Weise angebracht sind. Durch jede dieser Seitenwände
dringt eine als Träger für die Keunzeichenglieder dienende Welle 19, welche an einem
Ende durch eine runde Öffnung in der Wand 18' geht, die, wie bei 21 gezeigt, verstärkt
werden kann, um eine Lagerplatte für die Welle-19 zu bilden. Die Welle trägt an
diesem Ende eine Rolle22, die auf einer Schiene 23 läuft. Das andere Ende der Welle
19 ragt durch einen Schlitz 24 in der Seitenwand 18.Der Schlitz 18 ist ein wenig
breiter als der Durchmesser der Welle 19, erstreckt sich nach unten und ermöglicht
diesem Ende der Welle 19 eine begrenzte lotrechte Bewegung. An diesem Ende, dem
linken (s. Fig. 3), erstreckt sich die Welle ein beträchtliches Stück über den Fördergutträger
hinaus und trägt eine Anzahl von Gliedern. Das erste ist ein Schaltglied 26, welches
das Öffnen und Schließen des Taschenverschlusses 14 regelt. Das zweite ist eine
Rolle 27, die der Rolle 22 gleicht, welche sich in einem ausgehöhlten Schienenabschnitt
28 bewegt, um die seitliche Lage der Welle 19 und ihrer zugehörigen Teile zu sichern.
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Schließlich ist eine Anzahl von Kennzeichengliedern oder Coderädern
29 vorhanden, die auf einer entsprechenden Anzahl- von steuernden Schienenabschnitten
31 rollen, wobei jeder Abschnitt einen erhöhten und einen vertieften Teil hat, so
daß, wenn wenigstens eines der Coderäder 29 auf einem erhöhten Teil seines Schienenabschnitts
rollt (Fig. 5), die Welle 19 in der oberen Lage gehalten wird. Wenn jedoch alle
Räder sich über Vertiefungen ihrer zugehörigen Schienenabschnitte befinden, wird
die Welle 19 um das Stück
niedersinken, das der Vertiefung in dem
Schienenab schnitt entspricht (Fig. 6) und-dadurch die Verschluß-Entriegelungsvorrichtung
der betreffenden Tasche 11 zur Wirkung bringen. Die Abwärtsbewegung der Welle 19
senkt das Schaltglied26, welches jetzt mit einem Ansatz 33 in den Bereich eines
Anschlages 34 ragt, so daß bei der fortlaufenden Bewegung des Förderers der Ansatz
33 durch den Anschlag 34 (Fig. 6 und 7) aus der in Fig. 8 gezeigten Stellung in
die in Fig. 7 gezeigte geschwenkt wird.
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In Fig. 8 ist die normale Schließstellung des Taschenverschlusses
gezeigt, wobei die Welle 16 die in Fig. 2 für die rechte Tasche gezeigte Stellung
hat.
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Sie wird in dieser Stellung durch einen auf der Welle 16 befestigten
Arm 36 gehalten, welcher an seinem äußersten Ende einen Stift 37 trägt, der in einer
flachen Nut 38 des Ansatzes 33 gehalten wird (Fig. 8).
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Wenn jedoch das Element 26 durch den Anschlag 34 aus seiner gezeigten
Stellung gedreht wird, läßt es den Stift 37 frei, welcher durch seine Schwere oder
unter dem Einfluß einer Feder (Fig. 7) abwärts schwingt, um den Taschenverschluß
freizugeben, wodurch der Brief in die gewählte Empfangsstelle fallen kann.
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Wenn sich das Schaltglied 26 an der Sperrklinke34 vorbeibewegt hat,
wird es in seine normale mittlere Stellung durch die Feder 39 zurückgebracht. Der
Arm 36 und der Taschenverschluß 14 bleiben jedoch in der Offnungsstellung bis zum
Wiederverschließen. Dies kann erfolgen, indem man die Bewegung des Fördergutträgers
ausnutzt. Wie aus Fig. 3 ersichtlich, trägt das rechte Ende der Welle 16, an welchem
der Verschluß 14 und der Arm 36 befestigt sind, einen Rückstelihebel 41, der im
einzelnen in Fig. 10 dargestellt ist.
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Wenn die Tasche offen ist, wie in den beiden rechten Taschen in Fig.
10 gezeigt ist, ragt der betreffende Kückstellhebel 41 hervor, um einen elektrischen
Kontakt 42 zu betätigen, wenn sich der Fördergutträger nach links in Fig. 10 bewegt.
Dadurch wird der elektrische Stromkreis eines Magneten 43 geschlossen, wenn sein
Schalter 44 ebenfalls geschlossen ist. Die Erregung des Magneten 43 veranlaßt den
Auslöser 46, sich von der in vollen Linien dargestellten Ruhestellung in die in
strichpunktierten Linien dargestellte Schaltstellung zu bewegen, in der er in den
Weg des abwärts ragenden Teils des Rückstellhebels 41 ragt und die Welle 16 entgegen
dem Uhrzeigersinne dreht, wodurch der Verschluß 14 in Schließstellung gebracht und
auch der Arm 36 zurück in die in Fig. 8 gezeigte Verriegelungsstellung geschwenkt
wird. Da der Arm 36 dabei entgegen dem Uhrzeigersinne aus seiner unteren Lage schwenkt,
drückt der Stift 37 gegen eine geneigte Nockenoberfläche 48 (Fig. 8 oder 9) und
dadurch den Ansatz 33 am Schaltglied 26 entgegen der Wirkung der Feder 39 zurück,
bis der Stift die Nockenoberfläche 48 verläßt und das Schaltglied in die in Fig.
8 dargestellte Lage zurückkehrt. Der Stift 37 ist dann wieder verriegelt und die
Tasche verschlossen. Der Schalter 44 b, welcher den Magneten 43 steuert, wird vorzugsweise
beim Einwerfen eines Briefes in die Tasche durch Vorrichtungen betätigt, die nicht
Gegenstand dieser Erfindung sind. Dies ist wünschenswert, da gewöhnlich mehr Taschen
verfügbar sind, als eine einzige Bedienung füllen kann. Die Bedienung kann auf diese
Weise entweder durch Beobachten oder auf Grund eines elektrischen Signals feststellen,
welche Taschen leer und so für die Aufnahme eines Briefes verfügbar sind. Die Taschen
können auch durch einen fest angebrachten Auslöser, ähnlich dem Auslöser 46, geschlossen
werden, sobald die Briefe fallen gelassen sind, aber in diesem Fall
würde es für
die Bedienung, die die Taschen füllt, schwieriger sein, zu wissen, welche Taschen
leersind.
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In einigen Fällen kann es erwünscht sein, den Fö rdergutträger in
der entgegengesetzten Richtung laufen zu lassen. Hierfür kann ein zweiter Auslöser
51 (Fig. 10) vorgesehen werden, welcher entweder fest angebracht sein oder durch
einen Magneten ähnlich dem Magneten 43 gesteuert werden kann und den oberen Teil
des Hebels 41 bei rücldäufiger Bewegung des Fördergutträgers mitnimmt, so daß das
Ver schließen in der gleichen Weise bewirkt wird wie vorher beschrieben.
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Nachdem der obige Vorgang durchgeführt und die Tasche leer ist, ist
es gewöhnlich erwünscht, die als Keunzeichenglieder dienenden Räder 29 in einen
anderen Kemizeichenschlüssel zu verstellen, wenn ein anderes Poststück in der Tasche
niedergelegt ist. Jedes der Räder 29 ist im Innern mit einer Rille52 versehen, welche
eine ringförmige Schraubenfeder 53 enthält, die in eine in die Welle 19 geschnittene
Nut 54 eingreift. Für jedes Rad-29 sind zwei solche Nuten 54 a bzw. 54b vorhanden
(Fig. 5). Wenn das Rad 29 in die Nut54 eingreift, sei angenommen, daß dies der binären
O-Stellung- entspricht. Wenn ein Rad in ihre Nut 54 b eingreift, so entspricht dies
der binären 1-Stellung. Der Kennzeichenschlüssel einer Vielzahl von Rädern auf der
Welle 19 ist deshalb von den Nuten bestimmt, in welche die einzelnen Räder eingreifen.
Sie können von einer Lage in die andere verstellt werden, inden man sie lediglich
axial entlang der Welle 19 in die gewünschte Nutstellung schiebt.
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Nachdem ein Poststück in seine Tasche gelegt ist, ist es wünschenswert,
die Räder auf einen anderen Schlüs selwert umzustellen entsprechend einer anderen
Abstimmung für das nächste Poststück, das in die Tasche eingeführt ist. Dies kann
auf verschiedene Weise erreicht werden. Fig. 12 zeigt eine Vorrichtung für das Zurückstellen
aller Räder in die O-Stellung. An einer geeigneten Stelle des Förderweges ist-ein
Teil ohne Schienenabschnitte 31 vorgesehen. Statt dessen ist eine O-Verstellnabe
55 gemäß Fig. 12 dort angeordnet.
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Die Welle 14 wird an dieser Stelle durch die Rolle 27 abgestützt,
die dort auf einer Einlage 56 in der Hohlschiene 28 aufliegt. Eine Gabel 57 hat
mehrere Finger 58 und 59, die in den Raum zwischen die Räder greifen, so daß die
Räder zwischen diesen Fingern hindurchlaufen können. Die Gabel befindet sich gewöhnlich
in der äußersten Linksstellung, wie in gestrichelten Linien bei 61 dargestellt.
In dem Augenblick, wenn die Räder die Gabel durchlaufen, wird ein Kontakt durch
einen nicht dargestellten Schalter geschlossen, der einen Magneten 63 erregt, durch
den die Gabel in Richtung des Pfeiles nach links verschoben wird und alle Räder
29 in die linke binäre O-Lage verschiebt. Die Räder können jetzt auf den neuen Schlüssel
eingestellt werden. Dies wird durch eine ähnliche Vorrichtung, wie sie in Fig. 13
dargestellt ist, erreicht. Bei dieser Vorrichtung ist für jedes Rad ein besonderer
Magnet 56, 57 usw. vorgesehen. Sobald die Räder zwischen den Fingern 69, 71, 72
usw. durchgeführt werden, werden die Magnete, die eine Verstellung des ihnen zugeordneten
Rades von der Stellung in die 1-Stellung bewirken sollen, betätigt und verstellen
demzufolge das zugeordnete Rad über die zugeordneten Finger aus der Stellung in
die 1-Stellung entsprechend dem gewählten Schlüssel. Dies wird dadurch erreicht,
daß der Bedienungsmann eine Anzahl von Tasten entsprechend der gewählten binären
Zahl drückt oder durch einen automatischen
Mechanismus, der nicht
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist.
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Fig. 14 zeigt die Anordnung der vorteilhaft kurzen, als Steuerglieder
mit den Kennzeichengliedern oder Rädern 29 zusammenwirkenden Schienenabschnitte
31, die gegossen oder in anderer Weise hergestellt sein können. Alle Schienenabschnitte
31 sind gleich und haben abgeschrägte Enden 76. Jeder Schienenabschnitt besteht
aus einem erhöhten Teil 77, der in Höhe der Bahnebene der Räder 29 liegt, und aus
einem vertieften Teil 78, wie es aus Fig. 5 ersichtlich ist. An jedem Ende des vertieften
Teils 78 ist eine Übergangsrampe vorgesehen, die das Auflaufen des Rades 29 von
der einen in die andere Höhenlage erleichtert. Außerdem hat jeder Schienenabschnitt31
zwei oder mehr nach unten vorstehende Stifte 79, die in Bohrungen des Trägers 30
eingreifen, auf dem die Schienenabschnitte angeordnet sind. Die Stifte 79 greifen
lose in Löcher im Träger 30 ein und können von Hand gelöst und umgedreht werden,
so daß die Vertiefung 78 auf der andern Seite liegt. Die Einstellung der gegenseitigen
Lage der Steuerglieder einer bestimmten Empfangsstelle kann demzufolge schnell geändert
werden, indem man die Schienenabschnitte umsetzt.
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Wenn der Schlüssel der Räder 29 nicht dem Schlüssel entspricht, nach
dem die Schienenabschnitte zusammengesetzt sind, so bleibt wenigstens ein Rad auf
einer erhabenen Fläche 77 eines Schienenabschuittes, d. h. auf seiner Bahn, so daß
die Welle 19 in der angehobenen Stellung gehalten wird (Fig. 5). Wenn die Räder
in einen Bereich kommen, in dem der Schlüssel, auf den die Räder eingestellt sind,
und derjenige, auf den die Schienenabschnitte eingestellt sind, übereinstimmen,
so sinken alle Räder in die Vertiefungen 78 ab, und die Welle 19 sinkt in die Stellung
gemäß Fig. 6, wodurch der gewünschte Fördervorgang ausgelöst wird.
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Die Rolle 27 gehört nicht zu der Code-Einrichtung.
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Sie dient lediglich dazu, die Welle 19 in der richtigen axialen Stellung
zu halten, da sie durch die Hohlschiene28 geführt wird. An der Stelle des Förderers,
wo die Code-Verstelleinrichtungen gemäß den in Fig. 12 und 13 angeordnet sind, werden
die Räder 29 nicht durch Schienenabschnitte 31 abgestützt. Statt dessen sind Füllstreifen
56 oder 81 in die Hohlschiene 28 eingesetzt, die an diesen Stellen die Rolle27 abstützt,
so daß die Welle 19 in der oberen Stellung bleibt. Die Welle 19 sinkt also nur an
den Stellen ab, wo alle Räder 29 der Welle 19 in Vertiefungen der Schienenabschnitte
einfallen. Dadurch wird die Abnutzung wesentlich verringert.
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Statt des dargestellten Fördermechanismus kann auch ein anderer verwendet
werden. Auch können die Taschen in anderer Weise angeordnet sein. So kann beispielsweise
jede Tasche mit der andern gelenkig verbunden sein. Der neue Code-Mechanismus ist
sehr einfach, und die Räder werden nur abgesenkt, wenn die Verschlüsselung der Räder
mit derjenigen der Schienenabschnitte übereinstimmt Statt der ringförmigen Schraubenfeder
53 kann auch eine andere lösbare Kupplung zwischen den Rädern 29 und ihrer Welle
19 vorgesehen werden. Statt der Räder 29 können auch Gleiter verwendet werden, die
über gut geschmierte Schienenabschnitte gleiten. Statt des binären Systems für die
Verschlüsselung kann ein anderes verwendet werden. Das binäre System hat jedoch
den Vorteil, daß es am einfachsten konstruiert werden kann.
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PATENTANSPRCsrE: 1. Mechanische Steuervorrichtung zum Auslösen der
Abgabe von Gegenstanden an vorherbestimm-