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DE1056870B - Zusaetze fuer Treibstoffe aus Krackprodukten von Erdoelfraktionen - Google Patents

Zusaetze fuer Treibstoffe aus Krackprodukten von Erdoelfraktionen

Info

Publication number
DE1056870B
DE1056870B DEI11528A DEI0011528A DE1056870B DE 1056870 B DE1056870 B DE 1056870B DE I11528 A DEI11528 A DE I11528A DE I0011528 A DEI0011528 A DE I0011528A DE 1056870 B DE1056870 B DE 1056870B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
fuels
additives
tert
methyl
petroleum fractions
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEI11528A
Other languages
English (en)
Inventor
Guy Parc
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
IFP Energies Nouvelles IFPEN
Original Assignee
IFP Energies Nouvelles IFPEN
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by IFP Energies Nouvelles IFPEN filed Critical IFP Energies Nouvelles IFPEN
Publication of DE1056870B publication Critical patent/DE1056870B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10LFUELS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; NATURAL GAS; SYNTHETIC NATURAL GAS OBTAINED BY PROCESSES NOT COVERED BY SUBCLASSES C10G OR C10K; LIQUIFIED PETROLEUM GAS; USE OF ADDITIVES TO FUELS OR FIRES; FIRE-LIGHTERS
    • C10L1/00Liquid carbonaceous fuels
    • C10L1/10Liquid carbonaceous fuels containing additives
    • C10L1/14Organic compounds
    • C10L1/18Organic compounds containing oxygen
    • C10L1/182Organic compounds containing oxygen containing hydroxy groups; Salts thereof
    • C10L1/183Organic compounds containing oxygen containing hydroxy groups; Salts thereof at least one hydroxy group bound to an aromatic carbon atom
    • C10L1/1832Organic compounds containing oxygen containing hydroxy groups; Salts thereof at least one hydroxy group bound to an aromatic carbon atom mono-hydroxy

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Emergency Medicine (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Zusätze für Treibstoffe aus Krackprodukten von Erdölfraktionen Treibstoffe auf der Basis von Knack- und Reformierprodukten von Erdölfraktionen erfahren bekanntlich bei der Berührung mit Luftsauerstoff eine Oxydation. Dabei bilden sich Hydroperoxyde und Peroxyde, die Polymerisations- und Verharzungsreaktionen in starkem Maße katalysieren. Verschiedenartige Veränderungen, sowohl primäre als auch sekundäre, bewirken die Bildung von gummiartigen Substanzen in den Knack- und Reformierprodukten, wodurch sie in der Regel unbrauchbar werden.
  • Es wurden nun Zusätze für derartige Treibstoffe gefunden, mit deren Hilfe diese Nachteile ausgeschaltet werden können, nämlich in 2-Stellung mit einer tertiären Alkylgruppe substituierte 4-Methyl-6-cyclohexyl-phenole.
  • Im Schrifttum (vgl. USA.-Patentschriften 2 225 533, 2 688 001, 2 248 827 und 2 581907 und deutsche Patentschrift 912 862) ist die Herstellung von trisubstituierten Phenolen und ihre Verwendung als Antioxydationsmittel fürNaturgummi undSchmieröle angegeben, die erfindungsgemäß als Treibstoffzusätze verwendeten trisubstituierten Phenole, die als Substituenten einerseits eine tertiäre Alkylgruppe in o-Stellung zur Hydroxylgruppe und andererseits eine Methylgruppe in p-Stellung und eine Cyclohexylgruppe in der anderen o-Stellung zur Hydroxylgruppe tragen, sind jedoch neue Verbindungen. Es war nicht vorherzusehen, daß sich allein aus dieser speziellen Anordnung der Substituenten im Molekül Eigenschaften ergeben, die für bestimmte Verwendungszwecke von besonderer Bedeutung sind und die die in der Literatur genannten Verbindungen nicht im gleichen Ausmaß besitzen.
  • So müssen Treibstoffzusätze, um wirklich brauchbar zu sein, besonderen Anforderungen genügen und dürfen insbesondere keine wesentlichen Ablagerungen in den Verbrennungskammern von Motoren bilden, müssen also Belastungen aushalten, denen die Zusätze für Schmiermittel nicht ausgesetzt sind. Die erfindungsgemäß verwendeten Zusätze besitzen nun nicht nur beträchtliche oxydationsverhindernde Wirkungen, auf Grund welcher die Oxydationsreaktionen von Treibstoffen und insbesondere von durch Knacken erhaltenenTreibstoffen vom Zeitpunkt ihrer Herstellung an und während der Gesamtdauer ihrer Lagerung verhindert werden können, sondern sie können vielmehr auch ohne Nachteil in diesen Treibstoffen verwendet werden, da sie im Gegensatz zu anderen, gewöhnlich als Schmiermittelzusätze verwendeten Trialkylphenolen bei ihrer Verwendung in diesen Treibstoffen nicht zu einer Verschmutzung der Verbrennungskammern führen.
  • Vergleichsversuche haben gezeigt, daß bei durch katalytisches Knacken erhaltenenTreibstoffen mit dem bekannten 2,6-Di-tert.-butyl-4-methylphenol alsZusatz eine erheblich geringere Schutzwirkung gegen Oxydation erzielt wird als mit dem erfindungsgemäß verwendeten 2-tert.-Butyl-4-methyl-6-cyclohexylphenol. Die erhaltenen Ergebnisse sind in der folgenden Tabelle wiedergegeben:
    Versuchsdauer Harzbildende Bestandteile Induktionszeit
    in Stunden in mg/100 cm3 Benzin in Minuten
    Katalytisch geknackter Treibstoff C . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16 202 bis 204 110
    Treibstoff C+25mg/Liter2,6-Di-tert.-butyl-methylphenol 16 102 810
    Treibstoff C -f- 25 mg/Liter 2-tert.-Butyl-4-methyl-6-cyclo-
    hexylphenol .................................... 16 59 935
    Katalytisch geknackter Treibstoff D . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16 175 bis 177 145
    Treibstoff D - 25 mg/Liter 2,6-Di-tert.-butyl-4-methyl-
    phenol ......................................... 16 38 490
    Treibstoff D + 25 mg/Liter 2-tert.-Butyl-4-methyl-6-cy-
    clohexylphenol................................... 16 17 580
    Aus dieser Tabelle ergibt -sich die deutliche Überlegenheit des erfindungsgemäß als Zusatz für die Lagerung von Treibstoffen verwendeten 2-tert.-Butyl-4-methyl-5-cyclohexylphenols gegenüber anderen bekannten Trialkylphenolen und insbesondere dem 2,p6-Di-tert.-butyl-1-methylphenol. Die harzbildenden Bestandteile werden nämlich auf etwa die Hälfte herabgesetzt, wenn man das 2.,6-Di-tert.-butyl-4-methylphenol durch das 2-tert.-Butyl-1-methyl-6-cyclohexylphenol ersetzt, und gleichzeitig wird °ine deutliche Steigerung der Induktionszeit erzielt.
  • Zu den Zusätzen, die bisher verwendet wurden, um die Oxydation von Treibstoffen zu verhindern; gehören, wenn man von den einfachen Phenolen und dem Anilin absieht, deren Wirkung nur eine sehr geringe ist, die Naphthylamine, Aminophenole und aromatische Diamine.
  • Die Naphthvlamine weisen den Nachteil auf, daß sie nur sehr wenig oxydationsbeständig sind. Auf Grund dieser Tätsäche verändern sie sich leicht und neigen dazu, die Treibstoffe braun zu färben. Außerdem ist der größte Teil dieser Substanzen toxisch, und ihre Handhabung ist daher mit Gefahren verbunden.
  • Die Aminophenole, die ebenfalls leicht Veränderungen erleiden, besitzen noch den weiteren Nachteil, daß sie in den Treibstoffen wenig löslich sind und auf Grund ihrer großen Löslichkeit in Wasser und Natronlauge darin nicht in ausreichender Konzentration aufrechterhalten werden können: Ein die Oxydation verhinderndes Zusatzmittel muß nämlich nach dem Kracken so schnell wie möglich in den Treibstoff eingeführt werden, ehe sich die Peroxyde darin bilden können. Da jedoch die Treibstoffe anschließend einer Behandlung mit Natronlauge unterworfen werden müssen, werden die Aminophenole bei der Behandlung praktisch vollständig aus den Treibstoffen extrahiert.
  • Andererseits ist es aber aus den oben angegebenen Gründen (Bildung von Peroxyden während der Behandlung mit Natronlauge) nicht möglich, die Aminophenole erst nach der Behandlung mit Natronlauge einzuführen, um dadurch diesen Nachteil auszuschalten. Die Aminophenole weisen ferner noch den Nachteil auf, daß sie mit halogenierten und insbesondere bromierten Verbindungen, z. B. mit Äthvlenchlorid und'oder Äthylendibromid, die dem Bleitetraäthyl zugesetzt sind, reagieren.
  • Was nun die aromatischen Diamine anlangt, so sind auch diese leicht veränderlich. Außerdem ist ihre He£-stellung schwierig, da es dabei nötig ist, o- und p-Chlornitrobenzol voneinander zu trennen, und kostspielig, weil für die o-Verbindung praktisch keine technische Verwendungsmöglichkeit besteht. Auf Grund dieses Sachverhaltes stellen sich die Kosten für die aromatischen Diamine um etwa 50 °/o höher als für die 2-tert.-Alkyl-4-methyl-6-cyclohexylphenole.
  • ,Diesen bekannten Zusätzen gegenüber weisen die erfindungsgemäß verwendeten 2-tert.-Alkyl-4-methyl-6-cyclohexylphenole folgende Vorteile auf: 1. Oxydationsbeständig gegenüber Luftsauerstoff (dadurch wird es möglich, besondere Maßnahmen bei der Einführung des Zusatzmittels in den Treibstoff, z. B. Arbeiten unter Stickstoff, zu vermeiden) ; 2. starke oxydationsverhindernde Wirkung; 3. große Löslichkeit in Kohlenwasserstoffen und insbesondere Treibstoffen; -4. Unlöslichkeit in Wasser und in Natronlauge, gleichgültig welcher Konzentration; 5. Einfachheit der Herstellung; 6. keine Reaktionsfähigkeit gegenüber halogenierten Verbindungen und Bleitetraäthyl.
  • Die Herstellung der erfindungsgemäß verwendeten Verbindungen erfolgt nach üblichen Methoden durch Umsetzung von Cyclohexen mit 4-Methylphenol in Gegenwart von Borfluorid oder Borfluoridkomplexen als Katalysatoren und nachfolgende Einwirkung eines tertiären Olefins, wie Isobuten oder 2-Methyl-buten-(2), auf 2-Cyclohexyl-4-methylphenol in Gegenwart saurer Katalysatoren, wie Schwefelsäure, Oleum, Phosphorsäure, reinem oder komplexem Bortrifluorid oder Aluminiumchlorid, wobei die Menge des angewandten Katalysators zwischen 1 und 10 Gewichtsprozent, bezogen auf das Phenol, liegt.
  • Die erfindungsgemäß verwendeten Produkte, für die im vorstehenden lediglich beispielsweise einige spezielle Verbindungen angeführt wurden, stellen äußerst wirksame Antioxydantien dar, was aus Versuchen hervorgeht, die mit zwei raffinierten, durch katalytisches Kracken erhaltenen Produkten nach den in ASTM D 873-49 und ASTM D 52519 angegebenen Methoden durchgeführt wurden. Die eine dieser Flüssigkeiten (A) enthielt 0,05 g und die andere (B) 0,025 g einer der erfindungsgemäßen Verbindungen im Liter. Diese Versuche ermöglichen die Bestimmung der Menge der harzartigen Substanzen, die sich in dem jeweiligen Produkt bilden können, sowie die Bestimmung der Induktionszeit.
  • Die bei diesen verschiedenen Versuchen erhaltenen Ergebnisse werden in der folgenden Tabelle wiedergegeben:
    Versuchsdauer Bildungsfähige harzartige Induktionszeit
    in Stunden Substanzen in mg/100 cm in Minuten
    Flüssigkeit
    Reine Flüssigkeit A ....... . ........................ 16 193 -
    Reine Flüssigkeit B . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4 530 65
    Flüssigkeit A -;- 2-tert.-Butyl-4-methyl-6-cyclohexyl--
    phenol . ........................................ 16 2 -
    Flüssigkeit B - 2-tert.-Butyl-4-meth5-1-6-cyclohexyl-
    plienol ......................................... 4 6 370
    Flüssigkeit :1 - #-- 2-tert.-Amyl-4-methyl-6-cyclohexyl-
    plienol ......................................... 16 4 -

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verwe=-dung von in 2-Stellung mit einer tert. Alkylgruppe substituierten 4-llethyl-6-cyclohexylphenolen als Zusätze für Treibstoffe aus Krackprodukten von Erdölfraktionen. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 912 862; USA.-Patentschriften Nr. 2 225 533, 2 688 001.
DEI11528A 1955-04-06 1956-04-06 Zusaetze fuer Treibstoffe aus Krackprodukten von Erdoelfraktionen Pending DE1056870B (de)

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FR1056870X 1955-04-06

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DE1056870B true DE1056870B (de) 1959-05-06

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ID=9597672

Family Applications (1)

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DEI11528A Pending DE1056870B (de) 1955-04-06 1956-04-06 Zusaetze fuer Treibstoffe aus Krackprodukten von Erdoelfraktionen

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DE (1) DE1056870B (de)

Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2225533A (en) * 1938-07-26 1940-12-17 Gulf Research Development Co Transformer oil composition
DE912862C (de) * 1951-08-09 1954-06-03 Bayer Ag Alterungsschutzmittel fuer Kautschuk, synthetische kautschukaehnliche Polymere oder Mischungen derselben
US2688001A (en) * 1952-12-23 1954-08-31 Shell Dev Low-temperature lubricating composition

Patent Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2225533A (en) * 1938-07-26 1940-12-17 Gulf Research Development Co Transformer oil composition
DE912862C (de) * 1951-08-09 1954-06-03 Bayer Ag Alterungsschutzmittel fuer Kautschuk, synthetische kautschukaehnliche Polymere oder Mischungen derselben
US2688001A (en) * 1952-12-23 1954-08-31 Shell Dev Low-temperature lubricating composition

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