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Gerät zur Prüfung der richtigen Beschaltung und der Unversehrtheit
der Stromzuführungen von unter Spannung stehenden Schutzkontaktsteckdosen Um zu
verhindern, daß von Steckdosen betriebene elektrische Geräte gefährliche Berührungsspannungen
annehmen können, werden in steigendem Maße mit Schutzkontakten versehene Steckdosen
angewendiet, in welche Stecker von elektrischen Geräten eingesteckt werden können,
deren Metallgehäuse elektrisch leitend mit dem Schutzkontakt des Steckers verbunden
ist bzw. deren Gehäuse ans einem Isolierstoff besteht.
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Für den letzteren Fall sind besondere Stecker geschaffen worden,
welche einen Anschluß an mit Schutzkontakten versehene Steckdosen ermöglichen.
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Bei der Verlegung der mit Schutzkontakten versehenen Steckdosen kann
es vorkommen, daß der Schutzkontakt versehentlich nicht angeschlossen ist oder daß
ein Phasenleiter mit dem Mittelpunktleiter bzw. dem Schutzleiter verwechselt wurde.
Durch einen solchen Fehler wird nicht nur die erstrebte Schutzmaßnahme hinfällig
sondern es kann auch der Fall auftreten, daß das Metallgehäuse elektrischer Geräte
unter Spannung steht und Menschenleben in Gefahr kommen können.
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Es sind bereits Geräte zur Prüfung von mit Schutzkontakten versehene
Steckdosen bekanntgeworden, bei denen entweder komplizierte, mit Verstärkerröhren
arbeitende Einrichtangen oder Glühlampen oder eine Glimmlampe angewendet werden
Das erstgenannte Gerät weist das Merkmal auf, daß es infolge der Anwendung von Elektronenröhren
gegen Beschädigungen sehr empfindlich ist, während die letztgenannten Prüfeinrichtungen
entweder nicht in gleicher Welse zur Prüfung -von Schutzkontaktsteckdosen geeignet
sind, die an Phase und Massepol eines Netzes bzw. an zwei Phasen und einen Schutzleiter
eines Netzes angeschlossen sind.
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Bei einem anderen vorgeschlagenen Gerät zur Prüfung von Schutzkontaktsteckdosen
werden zur Prüfung der richtigen Beschaltung und der Unversehrtheit der Stromzuführungen
von unter Spannung stehenden 5 chutzkontaktsteckdosen drei gleichartige Glühlampen
und eine Glimmlampe benutzt wobei zur Prüfung des Schutzkontaktes der Steckdose
auf Spannung ein Pol der Glimmlampe, dessen anderer Pol mit dem Schutzkontakt in
Verbindung gebracht wird, von außen frei zugänglich und unter Ausnutzung der Kapazität
der die Prüfung ausführenden Person gegen Erde von Hand berührt werden kann.
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Der vorliegenden Erfindung liegt die Schaffung eines Gerätes zur
Prüfung der richtigen Beschaltung und der Unversehrtheit der Stromzuführung von
unter Spannung stehenden Schutzkontaktsteckdosen unter Verwendung von Spannungsindikatoren,
insbesondere Glimmlampen, und Ausnutzung der Kapazität der die Prüfung ausführenden
Person gegen Erde zugrunde, die sich in gleicher Weise zur Prüfung von
Steckdosen
eignet, die mit einer Phase und einem Massepol bzw. mit zwei Phasen und einem Schutzleiter
eines Netzes verbunden sind.
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Das Gerät nach der Erfindung unterscheidet sich dabei nicht nur in
seinem Aufbau und seiner Wirkungsweise gegenüber den bekannten bzw. vorgeschlagenen
Ausführungen, sondern ermöglicht auch in übersichtlicher und einwandfreier Weise
eine schnelle Prüfung der Schutzkontaktsteckdosen.
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Gemäß der Erfindung wird dies dadurch erreicht, daß eine Glimmlampe
mit in die Steckerbuchsen der zu prüfenden Steckdose einführbaren Kontakten verbunden
ist, daß eine weitere Glimmlampe vorgesehen ist, deren eine Elektrode mit einem
mit dem Schutzkontakt der zu prüfenden Steckdose zu verbindenden Kontakt und deren
andere Elektrode über einen Widerstand und/oder einen Kondensator mit einem blanken
oder isolierten Berührungspol verbunden ist, und daß der Verbindungspunkt zwischen
Glimmlampe und Widerstand über je einen Druckkontak-tschalter und je einen Widerstand
abwechselnd mit je einem der in die zu prüfende Steckdose einführbaren Kontakte
verbindbar ist. Vorteilhaft enthält das Prüfgerät die Spannungsindikatoren, die
Druckknöpfe und den Berührungspol in baulicher Vereinigung in einem Gehäuse, wobei
ein in die zu prüfende Steckdose ein führbarer Stecker an das Prüfgerät angebaut
oder mit diesem über eine bewegliche Leitung verbunden sein kann.
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Da Glimmlampen infolge ihrer hohen Empfindlichkeit bereits über geringe
Kapazitäten oder sehr hohe Widerstände zum schwachen Glimmen gebracht werden können,
was zu Fehlanzeigen Anlaß geben kann,
werden gemäß einer weiteren
Ausgestaltung der Er findung Glimmlampen stabförmiger Ausführung angewendet, die
ähnlich den bekannten Glimmlampen-Aussteuerungsanzeigern beschaffen sind und deren
Leuchtlänge mit zunehmender Spannung ansteigt, wobei die Ausführung des Gerätes
so getroffen ist, daß solche durch kapazitive Einflüsse hervorgerufenen Anfangsglimmentladungen
durch das Gehäuse des Gerätes verdeckt sind und nicht durch die Schauöffnung sichtbar
werden.
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Die Erfindung ist in den Fig. 1 bis 4 beispielsweise dargestellt.
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In Fig. 1 ist der Phasenleiter S mit 10 und der Massepol MP mit 11
dargestellt. An diese Installation sind vier Steckdosen 12 bis 15 angeschlossen,
die je Kontaktbuchsen 16, 17 für den Anschluß elektrischer Geräte und einen Schutzkontakt
18 enthalten.
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Bei der dargestellten Ausführungsform ist die Rontaktbuchse 17 am
Massepol 11 angeschlossen, und der Schutzkontakt 18 ist über die Brücke 19 mit der
am Massepol 11 liegenden Steckdosenbuchse 17 verbunden. Das Prüfgerät selbst, welches
bteispielsweise in einem Gehäuse 20 angeordnet ist, enthält zwei Glimmlampen 21,22,
zwei Sohutzwiderstände 23, 24, zwei Druckknöpfe25,26 sowie einen Massekontakt 27
der über einen Schutzwiderstand 28 mit dem Verbindungspunkt 29 zwischen den Kontakten
der Druckknöp£e25,26 und der Glimmlampe 21 verbunden ist.
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Der Massekontakt ist võrteilhaft großflächig ausgeführt, so daß in
Verbindung mit der das Gerät 20 haltenden Handfläche eine Kapazität entsteht, über
welche für die Glimmlampe 21, sofern deren nach außen führende Leitung 30 an Spannung
liegt, ein kapazitiver Strom fließt. Der Massekontakt 27 kann mit einer schwachen
Isolation von vorteilhaft hoher Dielektrizitätskonstante isoliert, er kann aber
auch vollkommen blank sein. In diesem Falle wird vorteilhaft der mit 31 bezeichnete
Schutzkondensator in die zum Massekontakt 27 führende Leitung eingeschaltet.
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Bei der Prüfung einer Steckdose werden die mit 32 und 33 bezeichneten
Leitungen vorteilhaft unter Anwendung eines Schutzkontaktsteckers (nicht dargestellt)
mit den Kontaktbuchsen 16, 17 verbunden, während die Leitung 30 über den Schutzkontakt
des Steckers mit dem Schutzkontakt 18 der Steckerdose verbunden wird.
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Bei unter Spannung stehendem Netz leuchtet die Glimmlampe 22 auf,
was durch Schraffur gekennzeichnet ist, und zeigt dadurch an, daß zwischen den Kontaktbuchsen
16, 17 Spannung herrscht. Wird im vorliegenden Fall der Massekontakt 27 berührt,
so daß über die Glimmlampe 21 ein Strom fließen kann, dann leuchtet diese nicht
auf, da die Steckdose 12 richtig geschaltet ist und der Kontakt 18 mit dem Massepol
11 in Verbindung steht. Um prüfen zu können, ob die Glimmlampe 21 richtig arbeitet,
werden die Druckknöpfe 25, 26 nacheinander betätigt. Bei der Betätigung des Druckknopfes
25 wird die Glimmlampe21 aufleuchten, weil sie-dadurch an Spannung gelegt wurde.
Wird der Druckknopf 26 betätigt, dann leuchtet die Glimmlampe 21 nicht auf. Wiirde
die Glimmlampe 21 beim Betätigen der Druckknöpfe25, 26 in keinem Fall aufleuchten,
dann würde damit angegeben werden, daß diese nicht in Ordnung ist. Ist eine Steckdose,
wie im Fall der Steckdose 13; dadurch falsch geschaltet, daß die zum Schutzkontakt
führende Verbindung 19, welche eigentlich zum Massepol 11 führen sollte, versehentlich
an der Phase 10 liegt dann leuchtet die Glimmlampe 21 auf, sofern der Massekontakt
27 von der Bedienungsperson berührt
wird, weil dann über den Schutzwiderstand 28
ein kapazitiver Strom von der Phase 10 über die Glimmlampe 21 fließen kann.
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Ist der Schutzkontakt 18, wie im Fall der Steckdose 14, nicht mit
der Buchse 17 und somit auch nicht mit dem Massepol 11 und auch nicht mit der Buchse
16 verbunden, dann leuchtet die Glimmlampe21 weder auf, wenn der Massepol 27 berührt
wird, noch wenn einer der Druckknöpfe 25, 26 betätigt wird. Durch das Nichtaufleuchten
der Glimmlampe wird angezeigt, daß der Schutzkontakt 18 der Steckdose nicht angeschlossen
ist.
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Liegt ein Drahtbruch 9 vor, so daß die Steckbuchse 16 der Steckdose
15 keine Spannung erhält, so leuchtet weder die Glimmlampe 21 bei der Berührung
des MassekontaBtes27 oder der Betätigung der Druckknöpfe 25, 26 auf, noch leuchtet
die Glimmlampe 22 auf, weil jede Spannungszuführung fehlt.
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Das vorstehend beschriebene Prüfgerät kann auch, wie aus Fig. 2 ersichtlich,
zur Prüfung von Schutzkontaktsteckdosen in Installationen eingesetzt werden, welche
von zwei Phasen S, T; 40, 41 gespeist werden und einen Schutzleiter 42 aufweisen.
Die hier dargestellten Steckdosen 43 bis 46 sind mit Kontaktbuchsen 47, 48 zum Anschluß
elektrischer Geräte und einem Schutzkontakt 49 versehen. Die Leitungen 30, 32, 33
des Prüfgerätes 20 sind mit den Kontaktbuchsen 47, 48 bzw. dem Schutzkontakt 49
verbunden. Dadurch erhält die Glimmlampe 22 bei der richtig geschalteten Steckdose
43 Spannung und zeigt damit an, daß die Kontaktbuchsen 47, 48 unter Spannung stehen.
Wird der Massekontakt 27 berührt, dann kann die Glimmlampe 21 nicht aufleuchten,
weil sie richtig mit dem Schutzleiter 42 in Verbindung steht. Wird einer der Druckknöpfe
25, 26 betätigt, dann leuchtet die Glimmlampe 21 auf, weil die Glimmlampe damit
an Spannung gelegt wird.
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Liegt der Schutzkontakt 49 der Steckdose 44 versehentlich an der
Phase, hier an der Phase 40, und ist die Kontaktbuchse 47 versehentlich mit dem
Schutzleiter 42 verbunden, dann leuchtet zwar die Glimmlampe 22 auf, es leuchtet
aber ebenfalls die Glimmlampe 21 auf, wenn der Massekontakt 27 berührt wird, weil
die dem Massekontakt 27 entgegengesetzte Elektrode der Glimmlampe 21 an der Phase
liegt.
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Durch das Aufleuchten der Glimmlampe 21 wird angezeigt, daß die Steckdose
44 nicht richtig geschaltet ist.
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Ist der Schutzkontakt 49, wie im Fall der Steckdose 45, nicht angeschlossen,
dann leuchtet zwar die Glimmlampe 22 des Prüfgerätes 20 auf und zeigt an, daß die
Kontaktbuchsen 47, 48unter Spannung stehen, wird jedoch der Massekorltakt 27 berührt,
dann leuchtet die Glimmlampe 21- nicht auf, weil die Spannungszuführung fehlt. Auch
leuchtet die Glimmlampe 21 nicht auf, wenn der eine oder der andere der Druckknöpfe
25, 26 betätigt wird. Hierdurch wird angegeben, daß die Verbindung zum Schutzkontakt
49 fehlt. Ist eine Phasenleitung, z. B. die Phasenleitung 41, nicht angeschlossen
oder ist die Zuleitung, wie bei 9 gezeigt, unterbrochen, dann erhält die Kontaktbuchse
48 im Fall der Steckdose 46 keine Spannung, so daß die Glimmlampe 22 nicht aufleuchten
kann. Auch leuchtet die Glimmlampe21 nicht auf, wann der Massekontakt 27 berührt
wird. Wird jedoch der DruclAnopf 25 betätigt, dann erhält die Glimmlampe 21 über
die Kontaktbuchse 47 von dem Phasenleiter 40 gegenüber dem Schutzleiter Spannung,
so daß dadurch angezeigt wird, daß nur eine einzige Phase und der Schutzleiter angeschlossen
sind.
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Es ist bekannt, daß Glimmlampen äußerst empfindliche Spannungsindikatoren
sind. Aus diesem Grund kann es vorkommen, daß die Glimmlampen schwach aufleuchten,
ohne daß eine eigentliche Anzeigte zu erfolgen hätte. Dies ist zum Teil darauf zurückzuführen,
daß zwischen den Schutzkontakten 18 bzw. 49 und den Kontaktbuchsen 16, 17 bzw. 47,
48 eine Übergangskapazität herrscht, durch welche die in diesen Kreis geschaltete
Glimmlampe etwas aufleuchtet. Auch kann die Kapazität zwischen den Kontakten der
Druckknöpfe 25, 26 einen Wert aufweisen, durch welchen eine in diesen Kreis geschaltete
Glimmlampe zum Aufleuchten gebracht wird. Es ist daher vorteilhaft, Druckknöpfe
25, 26 anzuwenden, bei denen die Kapazität zwischen den Kontakten sehr gering ist.
Man kann aber auch stabförmige Glimmlampen anwenden, die ähnlich beschaffen sind
wie die auf dem Glimmlampenprinzip beruhenden Ausstenerungs anzeiger. Diese als
Spannungsindikatoren wirkenden Glimmlampen weisen die Eigenschaft auf, daß der Glimmbereich
bei höher werdender Spannung länger wird. Man kann diese Glimmlampen so in dem Gehäuse
20 anordnen, daß der Anfangsteil der Glimmstrecke abgedeckt ist und nur der restliche
wirksame Teil zur Anzeige sichtbar wird.
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Fig. 3 zeigt eine Draufsicht auf ein Gerät entsprechend den Anordnungen
von Fig. 1 und 2. In dem Gehäuse 20 sind hierbei zwei Sohauöffnungen 110, 111 vorgesehen,
durch welche die Stabglimmlampen 21, 22 sichtbar sind, wobei jedoch die Teile 112
und 113, die gestrichelt dargestellt sind, nicht sichtbar sind und eine anfängliche
Glimmentladung auf diese Weise durch die Schauößlnung 110, 111 nicht sichtbar ist.
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Die Druckknöpfe 25, 26 sind symmetrisch zu den Schauöffnungen angeordnet,
während der Massekontakt 27 auf einer Seite der Schauöffnung 111 angeordnet ist;
er kann jedoch auch in gleicher Weise auf der unteren Seite des Gerätes 20 angeordnet
sein.
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Zum Anschluß des Gerätes an eine zu prüfende Schutzkontaktsteckdose
dient ein Schutzkontaktstecker 114, der mit zwei Kontaktstiften 115, 116 und einem
Schutzkontakt 117 versehen ist. Zwischen Stekker 114 und Gerät 20 ist eine bewegliche
Leitung 118 beliebiger Länge vorgesehen.
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Bei der in Fig. 4 dargestellten Ausführungsform, die sich sonst von
der in Fig. 3 dargestellten nicht unterscheidet, ist der Stecker 114 unmittelbar
an dem Gehäuse 20 angeordnet.
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PATENTANSPROCHE: 1. Gerät zur Prüfung der richtigen Beschaltung und
der Unversehrtheit der Stromzuführungen
v von unter Spannung stehenden 5 chutzkontaktsteckdosen
unter Verwendung von Spannungsindikatoren, insbesondere Glimmlampen, und Ausnutzung
der Kapazität der die Prüfung ausführenden Person gegen Erde, dadurch gekennzeichnet,
daß eine Glimmlampe (22) mit in die Steckerbuchsen (16, 17, 47, 48) der zu prüfenden
Steckdose einführbaren Kontakten (32, 33) verbunden ist, daß eine weitere Glimmlampe
(21) vorgesehen ist, deren eine Elektrode mit einem mit dem Schutzkontakt (18, 49)
der zu prüfenden Steckdose zu verbindenden Kontakt (30) und deren andere Elektrode
über einen Widerstand (28) und/ oder Kondensator (31) mit einem blanken oder isolierten
Berührungspol (27) verbunden ist, und daß der Verbindungspunkt zwischen Glimmlampe
(21) und Widerstand (28) über je einen Druckkontaktschalter und je einen Widerstand
(23, 24) abwechselnd mit je einem der in die zu prüfende Steckdose einführbaren
Kontakte (32, 33) verbindbar ist.