DE1055616B - Schaltungsanordnung zum Feststellen von elektrischen Fehlern in Koppelfeldern von Fernmeldevermittlungssystemen - Google Patents
Schaltungsanordnung zum Feststellen von elektrischen Fehlern in Koppelfeldern von FernmeldevermittlungssystemenInfo
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
ICL. 21a3 68/30
INTERNAT. KL. H 04 Hl
S 50569 VIIIa/21a3
ANMELDETAG: 27. SEPTEMBER 1956
B EKANNTMACHUNG
DER ANMELDUNG
UND AUSGABE DER
AUSLEGESCHRIFT: 23. APRIL 1959
DER ANMELDUNG
UND AUSGABE DER
AUSLEGESCHRIFT: 23. APRIL 1959
Die Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung zum Feststellen "von elektrischen. Fehlern in Koppelfeldern
von Fernmeldevermittlungssystenien.
Es ist bekannt, zur Feststellung von Fehlern an Bauelementen bzw. zur Überwachung von Bauelementen
in elektrischen Geräten, insbesondere auch in Einrichtungen der NachrichtenvermittlungSitechnik, eine
Prüfröhre vorzusehen, beispielsweise eine Verstärkerröhre, deren Gitterspannungshöhe durch die den ordnungsgemäßen
Betriebszustand der zu überwachenden B auelemente kennzei chnenden Sp annungen oder S tr öme
bestimmt ist. Die Prüfröhre wird dabei zur Durchführung der Prüfung an jedes einzelne Bauelement
während des Betriebes angeschaltet. Die Feststellung elektrischer Fehler in Koppel feldern läßt sich auf diese
Weise nicht durchführen', <da in diesem Falle das. zu prüfende Koppelfeld aus seinem Betriebszustand in
einen besonderen Prüfzustand zu bringen ist. Dabei muß der Prüfzustand so rasch wie möglich beendet
werden, um den Betrieb nicht merklich aufzuhalten.
In Fernmeldevermittlungssystenien werden die verwendeten Koppelrelais im allgemeinen zu Koppelfeldern
zusammengefaßt. Diese Koppelfelder bestehen aus Längs- und Querverbindlungen-, den sogenannten
Spalten und Zeilen, die zusammen im folgenden als Einstelladern bezeichnet werde« sollen. Als Koppelrelais
sind meist Relais mit einer Einstellwicklung und einer Haltewicklung vorgesehen. Die Koppelrelais
halten sich selbst in der c-Ader über die genannten
Haltewicklungen, während die Einstellwicklungen der Koppelrelais je mit einer Zeile und einer Spalte des
Koppelfeldes verbunden siitd. Werden also eine Zeile
und eine Spalte eines Koppelfeldes an· Spannung, gelegt,
so wird das mit diesen Einstelladern verbundene Relais erregt.
Es hat sich nun gezeigt, daß es unzweckmäßig ist, Koppelfeld«·, die aus den beschriebenen Zeilen und
Spalten bestehen, dadurch zu überwachen, daß bei jedem einzelnen Prüfvorgang generell jede Zeile und
Spalte für sich allein getrennt von den anderen Zeilen und Spalten geprüft wird, ohne daß vorher festgestellt
wird, ob überhaupt ein Fehler in> dem betreffenden Koppelfeld steckt. In diesem Fall erfordert die Durchprüfung
eines Koppelfeldes nämlich eine Zeitspanne, die im allgemeinen nicht zur Verfügung steht, da ja
der Betrieb durch den Prüfvorgang nicht merklich aufgehalten werden darf.
Bei den beschriebenen Koppelfeldern können bestimmte Fehler, deren Ursache außerhalb des Koppelfeldes
liegt, dadurch zu Doppelbelegungen führen, daß ein Koppelrelais erregt wird, das zu einer bereite
durch eine Verbindung belegten Zeile oder Spalte gehört. Diese Doppelbelegungen können durch besondere
Maßnahmen am Koppelfeld selbst oder an dem
Sch.altungsaiiordn.ung zum Feststellen
von elektrischen Fehlern in Koppelfeldern von Fernmeldevermittlungssystemen
Anmelder:
Siemens & Halske Aktiengesellschaft,
Siemens & Halske Aktiengesellschaft,
Berlin und München,
München 2, Witteisbacherplatz 2
München 2, Witteisbacherplatz 2
Dipl.-Ing. Ulrich Körber
und Dr.-Ing. Werner Krägeloh, München,
sind als Erfinder genannt worden
das Koppelfeld steuernden Markierer erkannt und beseitigt
werden. Das ist >aber nicht Gegenstand der Erfindung.
Es können aber auch andere Fehler in den Koppelfeldfern auftreten, deren Ursache im Koppelfeld selbst
liegt und die z. B. als Nebenschlüsse und/oder Mangel der Entkopplungsgleichrichter zwischen den einzelnen
EinsteHadem auftreten. Unter Nebenschluß soll hier·
eine relativ niederohmige, unbeabsichtigte Verbindung zwischen den Entkopplungsgleichrichtern oder den
Einstellwickkmgen der Koppelrelais nach Spannung oder Erde verstanden werden. Mängel der Entkopplungsgleichrichter
bestehen z. B. im Verlieren der Sperreigenschaft. Es ist Aufgabe der Erfindung, Koppelfelder
derart überprüfen zu können, daß zunächst festgestellt wird, o'b überhaupt einer der beschriebenen
Fehler im Koppelfeld selbst steckt. Erst wenn feststeht, daß ein derartiger Fehler vorhanden ist, soll damit
begonnen werden, ihn im Koppelfeld zu lokalisieren. Zur Lösung dieser Aufgabe ist eine Schaltungsanordnung
mit einer Prüfröhre in einem Prüfkreis geeignet, der durch einen Steuerkreis beeinflußbar ist;
im Fehlerfall bringt ein Potentialsprung im Prüfkreis die Röhre zu,m Zünden.
Diese Schaltungsanordnung ist erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet, daß der Prüfkreis aus zwei
Zweigen besteht, die einerseits an steuerbare Elektroden der Prüf röhre und andererseits durch vom Steuerkreis
zeitlich nacheinander paarweise betätigte Kontakte am die jeweils über. Entkoppelrichtleiter zusammengefaßten
Zeilen bzw. Spalten des Koppelfeldes anschließbar sind, derart, daß ein Fehler in den Zeilen:
oder Spaltern des Koppelfeldes den Potentialsprung in
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dem einen oder dem anderen Zweig-des Prüfkreises
erzeugt, der die beiden Prüfzweigen gemeinsame Prüfröhre zum Zünden bringt.
Die Durchführung der Fehlerfeststellung mit Hilfe der erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung hat den.
Vorteil, daß stichprobena-rtig alle Zeilen gleichzeitig .und anschließend alle Spalten eines Koppelfeldes
gleichzeitig überprüft werden. Damit wird die für diie Prüfung erforderliche Zeit au.f ein. Mindestmaß herabgesetzt.
Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung des Erfindungisgedankens
sind die Zeilen und Spalten zur Er ■ mittlung. des Fehlerortes über einen Drehschalter,
einen Drehwähler od. dgl·, undi einen Widerstand derart
an ein positives Prüfpotential anschaltbar, daß die Fehlerstelle einer Zeile oder Spalte bzw. einem Koppelpunkt
zwischen Zeile und Spalte dadurch zuzuprdnen ist, daß an dem Widerstand ein bestimmter
Spannungsabfall meßbar ist.
Die Erfindung ist an Hand der Fig. 1 und 2 bei-■spiels-weise
beschrieben, und zwar zeigt
Fig. 1 das Prinzipschaltbild der Erfindung, Fig. 2 eine Tabelle für die Fehlerortbestimmung
der in der Schaltung nach Fig. 1 möglichen Fehler.
In Fig. 1 sind beispielsweise zwei Zeilen 1 und 2 sowie zwei Spalten 3 und 4 des Koppelfeldes eines
Nachrichtenvermittlungssystems mit den ..Einstellwicklungen
5, 6, 7 und 8 der Koppelrelais, und! den Entkopplungsgleichrichter 9, 10, 11 - und 12 dargestellt.
Solche Koppelfelder lassen sich in der Praxis beliebig erweitern, und die Erfindung ist nicht auf das
dargestellte vereinfachte Beispiel beschränkt.
Die Zeilen 1 und 2 werden beim Verbmdungsaufbau über Relaiskontakte 131, 132 und die Spalten 3 und 4
.über Relaiskontakte 143, 144 eingestellt. ...
Bei Belegung dier den einzelnen Einsteüadern zugeordneten
c-Adern öffnet jeweils ein Besetztkontakt 151, 152, 153, 154. Dadurch werden Doppelbelegungen
verhindert, die durch solche ,Fehler hervorgerufen werden könnten, die in Baugruppen außerhalb des
Koppelfeldes,beispielsweise im Markierer des Systems, liegen.
Zur Feststellung vorn Fehlern in den Einstelladern und Koppelpunkten zwischen den Adern sind die
Zweige 17 und 18 des Prüfkreises über Gleichrichter .161, 162, 163, 164 angeschlossen. Der Zweig 17 enthält
einen durch einen nicht dargestellten Steuerkreis gesteuerten Ruhekontakt 32 der Prüfeinrichtung und
einen Umschaltefcontakt 20 des Koppelfeldes, der in .seiner Ruhelage Betriebspontential für das Koppelfeld
anlegt und in seiner Arbeitstage den Prüfzweig 17 über einen hochohmigen Widerstand. 19 an positives
Prüfpotential anschließt. Die Gleichrichter 161, 162, 163, 164, welche die Einstelladern 1, 2, 3, 4 gegenseitig
entkoppeln, sorgen gleichzeitig bei Abschaltung der Erregung derKoppelrelais dafür, daß die Einstellkontakte
131, 132 und 143, 144 und die Entkopplungsgkichrichter
9, 10, 11, 12 vor überhöhten Induktionsspannungen geschützt sind. Diese Überspannungsschutzgleichrichter
161, 162, 163, 164 werden gleichzeitig bei der Einschaltung des Prüf kreises ausgenutzt.
Wenn gleichzeitig mit dem Umlegen des Kontaktes -20 im Zweig 17, der die Zeilen 1, 2 usw. des Kopppelfeldes
zur Prüfung zusammenfaßt, der Kontakt 33 geöffnet wird, werden die Zeilen einseitig an das positive
Prüfpotential + Up gelegt. Im Falle eines Nebenschlusses
gegen Erde oder gegen Minus entsteht dann ein negativer Potentialsprung im Prüfzweig 17, der
die Prüfröhre 21 über den Kondensator 22 von der
.Kathode her zum Zünden bringt. Damit spricht ein Prüfrelais 23 im Anodenkreis der Röhre 21 an, und
ein nicht dargestellter Relaiskontakt löst den Alarm aus.
In gleicher Weise, wie es für die Zeilen des Koppelfeldes
beschrieben wurde, erfolgt auch die Prüfung für die Spalten im Koppelfeld. Die Spalten werden durch
Umlegen des Kontaktes 24 im Prüfzweig 18 einseitig über den Widerstand 25 an ein negatives Prüfpotential
— Up gelegt; gleichzeitig wird der Kontakt 32 geöffnet.
Im Falle eines Fehlers entsteht dann im Prüfzweig 18 ein positiver Potentialsprung, der über den
Kondensator 34 die Röhre 21 von der Zündelektrode her zum Zünden bringt. Der Alarm wird in gleicher
Weise gegeben, wie es oben für die Zeilen des Koppelfeldes ausgeführt wurde.
Die beschriebenen Prüfvorgänge werden zweckmäßig durch einen nicht näher dargestellten. Steuerkreis
gesteuert, der die- Prüfzweige 17 und 18 in einem wählbaren Zeitabstand selbsttätig durch die Kontakte
.20, 24 und 32, 33 anschaltet bzw. auftrennt. Das kann vorteilhaft durch einen Steuerfcreis erfolgen, der mit
zwei Röhren versehen ist, von denen die eine Röhre z. B. durch ein i?C-Glied periodisch gezündet wird,
während die andere Röhre erst dann zündet, wenn ein in Abhängigkeit von der Auslösung des Markierers
r betätigter Kontakt den Steuerkreis durchschalten Dabei
ist. es zweckmäßig, daß in dem Prüfkreis ein Relais während des Prüfvorganges angezogen ist, das
mit seinem Kontakt den Markierer des Vermittlungssystems
für normale Belegungen sperrt.
., Um- nun einen in der beschriebenen Weise festge1
stellten iFehler auf einer Einstellader, also auf einer
Zeile oder Spalte· bzw. auf einem Koppelpunkt ■—das soll hier die Verbindung zwischen dem Entkopp Lungs gleichrichter
und der Einstellwicklung des Koppel- :-. relais im Koppelfeld sein—· lokalisieren zu können,
' sind in der Schaltung gemäß Fig. 1 die beiden Drehschalter 26 und 27 vorgesehen. Mit dem Schalter 26
kann über die Stellungen α und b und den Widerstand
28 ein positives Prüfpotential an jede einzelne Spalte des Koppelfeldes und mit dem Schalter 27 kann über
die Stellungen c, d und den Widerstand 29 ebenfalls ein positives Prüfpotential· an jede einzelne Zeile gelegt
werden. Im Falle eines Nebenschlusses in einer Einstellader ist an dem Widerstand 28 bzw. 29 mit
dem Meßgerät 30 bzw. 31 ein bestimmter Spannungsabfall meßbar, der es gestattet, den Fehlerort zu bestimmen.
Die Bestimmung des Fehlerortes wird an Hand der
Fig. 2 in Verbindung mit Fig. 1 näher beschrieben.
In der Schaltungsanordnung gemäß Fig. 1 'können in dem dargestellten Ausschnitt eines ' Koppelfeldes
"zwischen Zeile! und Spalte 3 die Fehlerstellen an den mit A, B und C bezeichneten Stellen auftreten, hingegen
sind zwischen Zeile 1 und Spalte 4 die Fehlerstellen D, E, F möglich. Die möglichen Fehlerstellen
zwischen Zeile 2 und Spalte 3 sind mit G, H, I und die zwischen Zeile 2 und Spalte 4 mit /, K, L bezeichnet.
Aus Fig. 1 ist zu entnehmen, daß die Neben-Schlüsse bzw. Fehler an den Stellend und D die
gleiche Einstellader 1 beeinflussen, also· auf Zeile 1 lokalisierbar sind. Entsprechendes gilt für die Fehlerstellen
G und / in bezug auf Zeile 2. Die Nebenschlüsse C und / beeinflussen die Spalte 3, während die Neben-Schlüsse
F und L im Falle eines Fehlers der Spalte 4 zuzuordnen sind. Dagegen ist zur Ortsbestimmung
der Nebenschlüsse in den mit B, B1 H und K bezeichneten
Stellen ein Koppelpunkt zu ermitteln, weil diese Fehlerstellen weder direkt zu einer Spalte noch direkt
zu einer Zeile gehören, sondern mit der" Zeile und
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Spalte durch je ein Bauelement, d. h. über einen Entkopplungsgleichrichter
bzw. über die Einstellwicklung der Koppelrelais, verbunden sind.
In der Tabelle der Fig.. 2 sind in der linken Spalte
die einzelnen Fehlerstellen A bis L eingetragen, wie sie auch in der Schaltung gemäß Fig. 1 eingezeichnet
sind. In der Tabelle ist für die Scbalterstelliungeno·, b,
c und d die Ziffer 0 eingetragen, wenn keine Anzeige
an einem der Meßgeräte 30 oder 31 vorhanden ist. Die
Ziffer I bedeutet, daß in der betreffenden Schalterstel- vo'
lung ein voller Nebenschluß direkt gemessen wird. Die Ziffer II gibt an/, daß: der Nebenschluß über eine Einstellwicklung
eines Koppelrelais gemessen wird1, und die- Ziffer III gibt an, d'aß der Nebens'chluß über die
Haltewicklungen von zwei Koppelrelais ■ gemessen
wird. -:
Ist z. B. der Nebenschluß an der Fehlerstelle^ vorhanden
und von der selbsttätigen Prüfeinrichtung über die Röhre 21 angezeigt worden, so kann· die
Fehlerortbestimmung mit einem der Schalter 26 oder 27 beginnen. Wird zunächst der Schalter 26 betätigt,
so zeigt das Meßgerät 30 in den Stellungen α und b
keinen Ausschlag, da in Stellung α der Entkopp'lurigsgleichrichter
9 und in Stellung b der Entkopplungsgleichrichter 10' als Sperrglied wirkt und der Fehl-
strom an der Fehlerstelle A nicht gemessen werden kann. Schalter 27 ist dabei geöffnet. AVird nun Schalter
26 geöffnet und Schalter 27 nacheinander in die Stellungen c, d gebracht, so ist in Stellung- c der volle
Nebenschlußstrom zu messen, da die Fehlerstelle A direkt an der Zeile 1 liegt. In Stellung d ist kein Ausschlag
vorhanden, weil die Gleichrichter 9 und 10 hier wieder als Sperrglied wirken. Demgemäß ist in Fig. 2
für die Schalterstellungen a, b und d bei Vorhandensein des Fehlers A die Ziffer 0 und für die Schalter-Stellung
c die Ziffer I eingetragen. Da die einzelnen Schalterstellungen α bis d der Schalter 26 und 27 je
einer Einstellader zugeordnet sind, folgt, daß die Fehlerstelle in der Zeile 1 liegt. Diese Zuordnung kann
zweckmäßig auf einer Skala -an; den Schaltern markiert
sein. In Reihe 1 der Tabelle ist daher für die Fehlerzuordnung die Ziffer 1 in der Tabellenspalte für die
Zeilen des Koppelfeld.es eingetragen.
Ist z. B. die Fehlerstelle C vorhanden, so ergibt sich in Stellung α ein größerer Ausschlag am Meßgerät 30
als in Schalterstellung c und d am Meßgerät 31, weil
in Schalterstellung c und d der Fehlerstrom durch den Entkotpplungsgleichrichter 9 bzw. 11 und durch
die Wicklung 5 bzw. 7 des betreffenden Koppelrelais fließt, während in Stellung α der Fehlerstrom. über
Spalte 3 direkt zur Fehlerstelle C fließt. Demgemäß ist -in· der Tabellenreihe für die Fehlerstelle C in Stellung
α die Ziffer I, in Stellung b die Ziffer 0 und in
Stellung c und d die Ziffer II eingetragen. Daraus folgt, daß der Fehler in Spalte 3 liegt, da der Fehler
stets der Zeile oder Spalte zuzuordnen ist, die ungleiche Ausschläge ergibt. Der Fehler liegt nämlich
in einer Zeile, wenn alle Spalten den gleichen Ausschlag zeigen. Umgekehrt liegt der Fehler in einer
Spalte, wenn die Prüfung aller Zeilen die gleiche Anzeige ergibt. Daraus ergibt sich also im vorliegenden
Falle als Fehlerort Spalte 3. In entsprechender Weise sind die Fehler D, F, G, I, J und L zu finden, wie es
in der Tabelle Fig. 2 eingetragen ist. Die Grenze zwischen Zeilen und Spalten als Fehlerort ist stets durch
die vorhandenen Entkopplungsgleichrichter gegeben.
Die Fehlerstellen B, E, H und K, die, wie es. aus
Fig. 1 ersichtlich ist, je einem Koppelpunkt zwischen einer Zeile und einer Spalte zugeordnet sind, lassen
sich wie folgt bestimmen:
Ist z. B.-die Fehlerstelle B vorhanden, so ergibt sich
in Schalterstellung α ein kleiner Ausschlag (Strom II),
da die Wicklung des. Relais. 5 vom Fehlerstrom durchflössen,
wird. In Stellung b und eventuellen weiteren Spakenstellungen. ist kein Ausschlag vorhanden
(Strom 0), in Stellung c fließt der volle Fehlerstrom (Strom I) über Zeile l/und in Stellung d und eventuellen
weiteren Zeilenstellungen ist. ein kleiner Ausschlag
vorhanden (Strom III), da der Fehlerstrom durch die Wicklungen, der beiden Relais- 7 und 5
fließt. Der Wert der Widerstände 28 bzw, 29 liegt in
der Größenordnung der Relaiswiderstände; dadurch ist ein deutlicher Unterschied in den' Ausschlägen
wahrnehmbar, und die Fehlerstelle läßt sich durch Vergleich der Ausschläge bestimmen. Am zweckmäßigsten
gehört zu jeder Prüfanordnung eine tabellarische Zusammenstellung der möglichen Anzeigen
der Meßgeräte und der sich daraus ergebenden Fehlerbestimmungen, .wie es Fig. 2 zeigt Das hat. den Vorteil,
daß man mit einem Blick' beim Durchprüfen eines Koppelieldes die Fehlerstelle erfassen kann. Aus
den Anzeigen der beiden Meßgeräte 30 und 31 folgt, daß der Fehler in der Nähe der Zeile 1 und der Spalte 3
liegt, d. h. also im Koppelpunkt B. Dies ist in der Tabellenspalte »Koppelpunkt« angedeutet. Entsprechend
lassen sich die ebenfalls in Koppelpunkten liegenden Fehlerstellen E, H und K ermitteln. Aus der
Tabelle ist demgemäß zu entnehmen, daß der Fehler D in Zeile 1, der Fehler E im Koppelpunkt zwischen
Zeile 1 und Spalte 4 und der Fehler F in Spalte 4 liegt, während der Fehler G in Zeile 2, der Fehler H
im Koppelpunkt zwischen Zeile 2 und Spalte 3, Fehler/ in Spalte 3, Fehler / in Spalte 2, Fehler K im Koppelpunkt
zwischen Zeile 2 und Spalte 4 und Fehler L in Spalte 4 liegt.
Die Erfindung läßt sich auf beliebig erweiterte Koppelfelder anwenden. Es sind dann lediglich entsprechende
Schalter, die z. B. auch als Drehwähler ausgebildet sein können, an Stelle der Schalter 26 und
27 zu verwenden. Es sei noch darauf hingewiesen, daß die erfindungsgemäße Schaltungsanordnung auch zur
Feststellung von Fehlern der Entkopplungsgleichrichter im Koppelfeld zu verwenden ist, indem je eine
Zeile und je eine Spalte gleichzeitig über die beiden Drehschalter 26 und 27 derart an positives bzw. negatives
Betriebspotential· angeschlossen werden, daß die Entkopplunigsgleichrichter Sperrpotential· erhalten. An
einem Anzeigegerät ist dann eine Fehleranzeige ablesbar, wenn einer der Entkopplunigsgleichrichter 9, 10,
11 oder 12 seine Sperrwirkung verloren hat. Gegebenenfalls ist es, dabei zweckmäßig, die Zuführung des
Potentials zu den Schaltern 26 und 27 über entsprechende Umschalter vorzunehmen.
Claims (5)
1. Schaltungsanordnung zum Feststellen von elektrischen Fehlern in Koppelfeldern von Fernmeldevermittlungssystemen
mit einer Prüfröhre in einem Prüfkreis, der durch einen Steuerkreis beeinflußbar ist und in dem im Fehlerfaüe ein
Potentiaisprung die Prüf röhre zum Zünden bringt, dadurch gekennzeichnet, daß der Prüfkreis aus
zwei Zweigen (17, 18) besteht, die einerseits an steuerbare Elektroden der Prüfröhre (21) und
andererseits durch vom Steuerkreis zeitlich nacheinander paarweise 'betätigte Kontakte (20, 32; 24,
33) an die jeweils über EntkoppelrichÜeiter (16) zusammengefaßten Zeilen (1, 2) bzw. Spähen
(3, 4) des Koppelfeldes anschließbar sind, derart,
■daß ein Fehler in den Zeilen oder Spalten des Koppelfeldes
den. Potentialsprung in dem einen oder dem· anderen Zweig des Prüfkreises· erzeugt, der
•die beiden Prüfzweigen (17, 18) gemeinsame Prüfröhre (21) zum Zünden bringt.
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 zum Lokalisieren der festgestellten Fehler, dadurch
gekennzeichnet, daß die Zeilen und Spalten über einen Drehschalter, eine Relaiskette od. dgl, und
einen Widerstand derart an ein positives Prüfpotential anschaltbar sind, daß die Fehlerstelle
einer Zeile oder Spalte bzw. einem Koppelpunkt dadurch zuzuordnen ist, daß an dem Widerstand
ein bestimmter Spannungsabfall meßbar ist,
3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß zur Feststellung eines
Fehlers der Entkopplungsgleichrichter des Koppelfeldes gleichzeitig je eine Zeile und eine Spalte
über Drehschalter derart an das normale Betriebspotential anschließbar sind, daß die Gleichrichter 2Q
in Sperrichtung beansprucht werden und das Meßgerät im Falle eines Gleichrichterfehlers einen
Fehlerstrom anzeigt.
4. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Steuerkreis zur
periodischen Steuerung des Prüfvorgangs mit zwei Röhren versehen ist, von denen die eine Röhre
durch ein i?C-Glied in wählbaren Zeitabständen
periodisch gezündet wird, während die andere Röhre erst dann zündet, wenn ein· in Abhängigkeit
von der Auslösung eines Markierers betätigter Kontakt den Steuerkreis durchschaltet. -
5. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß in der Prüfschaltung
ein Relais während des Prüfvorganges angezogen ist, das mit seinem Kontakt den Markierer des
Wähleramtes für normale Belegungen sperrt.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 903 349,
Deutsche Patentschrift Nr. 903 349,
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 9OJ 507/128 4.59
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES50569A DE1055616B (de) | 1956-09-27 | 1956-09-27 | Schaltungsanordnung zum Feststellen von elektrischen Fehlern in Koppelfeldern von Fernmeldevermittlungssystemen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES50569A DE1055616B (de) | 1956-09-27 | 1956-09-27 | Schaltungsanordnung zum Feststellen von elektrischen Fehlern in Koppelfeldern von Fernmeldevermittlungssystemen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1055616B true DE1055616B (de) | 1959-04-23 |
Family
ID=7487811
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES50569A Pending DE1055616B (de) | 1956-09-27 | 1956-09-27 | Schaltungsanordnung zum Feststellen von elektrischen Fehlern in Koppelfeldern von Fernmeldevermittlungssystemen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1055616B (de) |
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE1186516B (de) * | 1963-09-25 | 1965-02-04 | Telefunken Patent | Schaltungsanordnung fuer Fernsprechvermittlungsanlagen zur Fehlererkennung in Verbindungseinrichtungen |
| DE1276124B (de) * | 1966-01-29 | 1968-08-29 | Telefunken Patent | Schaltungsanordnung zur Erkennung von Unterbrechungen, Erd- und Nebenschluessen der Zeilen- und Spaltenleitungen und Entkoppelrichtleiter in Kreuzschaltfeldern in Fernmelde-, insbesondere Fernsprechvermittlungsanlagen |
| DE1279086B (de) * | 1965-01-04 | 1968-10-03 | Siemens Ag | Schaltungsanordnung zum fremdpotentialfreien Pruefen eines aus n Zeilen und m Spalten bestehenden Leitungsvielfaches nach Art eines íÀ1 aus níÂ-Codesignalpruefers |
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-
1956
- 1956-09-27 DE DES50569A patent/DE1055616B/de active Pending
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