DE1055519B - Verfahren zur Herstellung von in 1, 2-Stellung dihalogenierten AEthern - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von in 1, 2-Stellung dihalogenierten AEthernInfo
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- C07—ORGANIC CHEMISTRY
- C07C—ACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
- C07C41/00—Preparation of ethers; Preparation of compounds having groups, groups or groups
- C07C41/01—Preparation of ethers
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C07—ORGANIC CHEMISTRY
- C07C—ACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
- C07C43/00—Ethers; Compounds having groups, groups or groups
- C07C43/02—Ethers
- C07C43/03—Ethers having all ether-oxygen atoms bound to acyclic carbon atoms
- C07C43/04—Saturated ethers
- C07C43/12—Saturated ethers containing halogen
-
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- C07C43/04—Saturated ethers
- C07C43/12—Saturated ethers containing halogen
- C07C43/123—Saturated ethers containing halogen both carbon chains are substituted by halogen atoms
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Description
DEUTSCHES
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Diäthern der dihalogenierten Glykole.
Es ist bekannt, daß die monohalogenierten Monoäther der allgemeinen Formel R O C H2 X durch Umsetzung
von einem Monoaldehyd mit einem Alkohol und Halogenwasserstoffsäure erhalten werden können.
Wenn auch die Existenz der dihalogenierten Diäther, d. h. mehr komplexer Verbindungen, die im
Molekül zwei Halogene und zwei Ätheroxydgruppen enthalten, vorausgesehen worden war, so hatte man
auf Grund des wechselseitigen Einflusses dieser vielfältigen funktioneilen Gruppen je nach den eingehaltenen
Arbeitsbedingungen sehr verschiedene Varianten dieser Verbindungsgruppe, wie symmetrische
oder asymmetrische, cyclische oder acyclische Verbindungen usw., zu erwarten.
Bei den Versuchen zur Herstellung der symmetrischen dihalogenierten Diäther sind durchweg sehr
komplizierte Verfahrenswege eingeschlagen worden, da es auf Grund der theoretischen Überlegungen und
der praktischen Erfahrungen unwahrscheinlich zu sein schien, daß diese, insbesondere in Gegenwart von
Wasser sehr instabilen Verbindungen auf einem einfachen Weg zugänglich seien.
Der Umsetzung zwischen einem Dialdehyd, wie Glyoxal, einem Alkohol und einer Halogenwasserstoffsäure
schien allein schon deshalb keine Aussicht auf Erfolg beschieden zu sein, weil diese Reaktion unter
Bildung von Wasser verläuft. Man wußte vielmehr, daß sich unter diesen Umständen die stabile Verbindung,
d. h. die asymmetrische Verbindung, bilden würde.
Entgegen allen Erwartungen hat es sich herausgestellt, daß die cyclischen oder acyclischen Äther
dieser dihalogenierten Diäther der allgemeinen Formel
oder
XHC-
I
ο
XHC
O
O
-CHX
O
R
O
R
-CHX
,0
,0
(1)
(2)
worin X ein Halogen, R ein aliphatischer Rest, wie CH3-, C2H5-, und R' eine Alkylengruppe, wie
-CH0-CH2-, bedeutet, in der Weise hergestellt
werden können, daß man Glyoxal mit einem Alkohol oder Glykol und eine Halogenwasserstoffsäure umsetzt.
zur Herstellung von in 1,2-Stellung
dihalogenierten Äthern
dihalogenierten Äthern
Anmelder:
Bozel-Maletra Societe Industrielle
de Produits Chimiques,
Paris
Vertreter:
Dr. G. W. Lotterhos und Dr.-Ing. H. W. Lotterhos,
Patentanwälte, Frankfurt/M., Lichtensteinstr. 3
Patentanwälte, Frankfurt/M., Lichtensteinstr. 3
Beanspruchte Priorität:
Frankreich vom 16. September 1954
Frankreich vom 16. September 1954
Jean-Claude Bondiou, Gentilly, Seine,
und Josef Lintner, La Carenne Colombes, Seine
und Josef Lintner, La Carenne Colombes, Seine
(Frankreich),
sind als Erfinder genannt worden
sind als Erfinder genannt worden
Hierbei wird so vorgegangen, daß man das Glyoxal in Form einer wäßrigen konzentrierten Lösung oder
in Pulverform in überschüssigem Alkohol oder Glykol auflöst, die Lösung abkühlt, anschließend in die
Lösung Chlorwasserstoff, vorzugsweise in gasförmigem Zustand, einleitet und den dihalogenierten Diäther abtrennt,
indem man entweder die Mischung auskristallisieren läßt oder mit einem Lösungsmittel extrahiert.
Als Alkohole eignen sich für die Durchführung des Verfahrens unter anderem Methylalkohol, Äthylalkohol,
Butylalkohol, als Glykol kann insbesondere das Äthylenglykol genannt werden.
Als Halogenwasserstoff säuren eignen sich je nach den gewünschten Endprodukten die Chlorwasserstoff-
und die Bromwasserstoffsäure.
Um die Auflösung des Glyoxals zu erleichtern, kann man in die sich bildende Lösung eine gewisse
Chlorwasserstoffsäuremenge einführen. In gleicher Weise kann man der Lösung, welche den Dialdehyd
enthält, den Alkohol nur nach der Einführung der gasförmigen Chlorwasserstoffsäure zufügen.
Als Extraktionsmittel kann man Methylenchlorid, Tetrachlorkohlenstoff, Äthyläther usw. verwenden.
Das Auflösen des Dialdehyds wird durch Erhitzen und/oder Rühren der Mischung begünstigt.
909· 507/565
Die Einleitung der Halogenwasserstoffsäure muß bei genügend tiefer Temperatur vorgenommen werden,
damit die gebildeten dihalogenierten Äther nicht mit dem überschüssigen Alkohol reagieren, vorzugsweise
arbeitet man bei Temperaturen unterhalb von 25° C.
Mit dem Verfahren der Erfindung kann man eine gewisse Anzahl von neuen Verbindungen, die chemisch
und physikalisch gut charakterisiert sind, erhalten. Es handelt sich um kristalline oder flüssige Verbindungen,
die in Wasser unlöslich sind, sich dagegen in organischen Lösungsmitteln leicht lösen. In Gegenwart
von Wasser werden sie unter Bildung der Ausgangsmaterialien verseift. In Abwesenheit von Wasser
sind sie vollkommen stabil und können durch Destillation gereinigt werden.
Die Eigenschaften dieser dihalogenierten Diäther sind für die organische Synthese außerordentlich
wichtig, da sie die beweglichen Halogenatome zu sehr reaktionsfähigen Agenzien machen. Sie eignen sich
besonders zur Kondensation mit allen alkoholischen oder phenolischen HO-Gruppen und ermöglichen so
die Bildung zahlreicher neuer Diacetale. In gleicher Weise reagieren sie mit Verbindungen, die ein bewegliches
H- oder Metallatom aufweisen, insbesondere mit dem Wasserstoffatom von Carbonsäuren.
Die Alkoxygruppe RO— dieser dihalogenierten Diäther kann in gleicher Weise mit Verbindungen der
aromatischen Reihe kondensiert werden, wodurch eine leichte und wirtschaftliche Synthese der Verbindungen
der Diphenyläthangruppe
2ArH+R-O-CHX-CHX-O-R-*-
Ar-CHX-CHX-Ar-r^R-OH
ermöglicht wird.
Schließlich wird mit dem Verfahren der Erfindung ein wesentlicher Fortschritt in der Synthese gewisser
Produkte erreicht, die vorher nur unter Schwierigkeiten zugänglich waren. Das trifft beispielsweise für
2,3-Dichlordioxan zu, welches bislang nur durch Chlorierung
von Dioxan erhalten werden konnte und nach dem Verfahren der Erfindung aus Glyoxal Äthylenglykol
und Chlorwasserstoffsäure hergestellt werden kann.
Man mischt 220 Gewidhtsteile Glyoxal in Form
eines 78%igen Pulvers mit 425 Gewichtsteilen Methylalkohol, führt in die Mischung etwa 10 Teile gasförmige
Chlorwasserstoffsäure ein und erhitzt unter Rühren auf 40 bis 50° C bis zur vollständigen Lösung.
Dann kühlt man auf eine Temperatur zwischen 0 und 15° C ab und leitet innerhalb von 4 Stunden 365 Teile
trockener gasförmiger Chlorwasserstoffsäure ein. Es bildet sich eine reichliche Kristallmenge, die man zunächst
mit wenig kaltem Methylalkohol, dann mit kaltem Äther wäscht. Man erhält 380 Teile reines
Dimethoxydichloräthan. Schmp. 70,5° C, Chlorgehalt 44,2% (berechnet 44,6%), Ausbeute 80%.
Man behandelt eine Mischung von 220 Gewichtsteilen Glyoxal in Form von 78%igem Pulver und
425 Teilen Methylalkohol in der im Beispiel 1 beschriebenen Weise, mit der Ausnahme, daß man die
Chlorwasserstoffsäure durch 810 Teile gasförmige Bromwasserstoffsäure ersetzt. Man erhält Dimethoxydibromäthan,
das man sofort aus Tetrachlorkohlenstoff umkristallisiert. Das Endprodukt weist einen
Schmp. von 72° C auf, sein Bromgehalt beträgt 60% (berechnet 64,5%).
Einer Lösung von 50% Glyoxal, die 435 Gewichtsteile Glyoxal zu 100% in 435 Teilen Wasser gelöst
enthält, mischt man 1330 Teile Methylenchlorid hinzu, leitet in diese Mischung' gasförmige Chlorwasserstoffsäure
bis zur Sättigung ein, während die Temperatur auf etwa 0° C gehalten wird. Dann führt man
langsam 690 Teile Äthylalkohol ein, während man die Chlorwasserstoffeinleitung fortsetzt und die Temperatur
auf etwa 0° C hält. Nach der Sättigung trennt man die untere Schicht ab, die sich aus einer Mischung
von Diäthoxydichloräthan und Methylenchlorid zusammensetzt. Man trocknet sie beispielsweise über
Calciumchlorid und destilliert sie unter vermindertem Druck. Man erhält auf diese Weise 1100 Teile Diäthoxydichloräthan,
das bei 40 mm Druck bei 90° C destilliert, bei 20° C eine Dichte von 1,135 aufweist,
einen Schmp. von 17° C hat und dessen Chlorgehalt 37,1% (berechnet 38%) beträgt.
In eine Mischung, bestehend aus 500 Gewichtsteilen einer 60%igen Glyoxallösung, 284 Teilen Äthylenglykol
und 800 Teilen Tetrachlorkohlenstoff, führt man unter gutem Rühren und leichtem Druck gasförmigen
Chlorwasserstoff bis zur Sättigung der Mischung ein, wobei man die Temperatur unterhalb
von 5° C hält. Man läßt die Mischung einige Stunden bei gewöhnlicher Temperatur stehen, dekantiert dann
die untere Schicht, welche sich aus Tetrachlorkohlenstoff und DiichlordiO'xain zusammensetzt, ab. Die obere
Schicht wird von neuem mit Chlorwasserstoff in Gegenwart einer weiteren Menge von 800 Teilen
Tetrachlorkohlenstoff gesättigt. Diese Maßnahme wird dreimal wiederholt. Die vier Mischungen von Tetrachlorkohlenstoff
und Dichlordioxan werden unter vermindertem Druck destilliert. Man erhält schließlich
193,5 Teile reines 2,3-Dichlordioxan, das bei einem
Druck von 23 mm zwischen 89 und 95° C übergeht. Die Reaktion liefert praktisch keine Nebenprodukte.
Claims (2)
1. Verfahren zur Herstellung von in 1,2-Stellung
dihalogenierten Äthern, dadurch gekennzeichnet, daß Glyoxal mit einem Alkohol oder einem Glykol
und gasförmiger Halogenwasserstoffsäure zu Äthern dihalogenierter Äthanderivate der allgemeinen
Formel
oder
XHC
O
R
O
R
XHC-
-CHX
O
O
-CHX
O O
worin X ein Halogen, R ein aliphatischer Rest, wie CH3-, C2H5-, und R' eine Alkylengruppe, wie
— CH2—CH2-—· bedeutet, umgesetzt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Glyoxal in überschüssigem Alkohol
bzw. Glykol gelöst zur Reaktion verwendet wird.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 906 454.
Deutsche Patentschrift Nr. 906 454.
© 909· 507/565. 4.59
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| FR1055519X | 1954-09-16 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1055519B true DE1055519B (de) | 1959-04-23 |
Family
ID=9597011
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEB37138A Pending DE1055519B (de) | 1954-09-16 | 1955-09-09 | Verfahren zur Herstellung von in 1, 2-Stellung dihalogenierten AEthern |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1055519B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1294390B (de) * | 1964-09-12 | 1969-05-08 | Basf Ag | Verfahren zur Reinigung von rohem Dioxolan |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE906454C (de) * | 1950-06-07 | 1954-03-15 | Dow Chemical Co | Verfahren zur Herstellung von Chlormethylmethylaether |
-
1955
- 1955-09-09 DE DEB37138A patent/DE1055519B/de active Pending
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE906454C (de) * | 1950-06-07 | 1954-03-15 | Dow Chemical Co | Verfahren zur Herstellung von Chlormethylmethylaether |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1294390B (de) * | 1964-09-12 | 1969-05-08 | Basf Ag | Verfahren zur Reinigung von rohem Dioxolan |
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