DE1054745B - Verfahren und Einrichtung zur Entnahme von Proben aus einem in Bewegung befindlichen Metallband - Google Patents
Verfahren und Einrichtung zur Entnahme von Proben aus einem in Bewegung befindlichen MetallbandInfo
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Description
DEUTSCHES
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Einrichtung zur Entnahme vorn Proben aus bandförmigem
Metall, ohne daß dabei der Walzvorgang unterbrochen zu werden braucht.
Stablbarren oder -blöcke werden in Stahlband oder -blech übergeführt, indem man sie durch eine Walzenstraße
hindurchschickt. Beim kontinuierlichen Walzen sind die Geschwindigkeiten der Walzen so synchronisiert,
daß jedes aufeinanderfolgende Walzenpaar das Metallband mit genau derselben Geschwindigkeit aufnimmt,
mit der es aus dem vorhergehenden Walzenpaar austrat. Die Abgabegeschwindigkeit des letzten
Walzenpaares beträgt zwischen 600 und 900 m/Min. Der aus dem letzten Walzenpaar austretende Stahl
wird dann aufgewickelt oder in bestimmte Längen geschnitten, flachgelegt und gestapelt. Auf diese Weise
erzeugtes Stahlband oder -blech besitzt eine Stärke zwischen etwa 0,3 und 2 mm und eine Breite von
0,6 m oder mehr. Bei der Herstellung von Stahlband oder -blech müssen von den Rändern und der Mitte
so viel Proben genommen werden, daß man ein eindeutiges Bild von der Beschaffenheit des fertigen
Bandes oder Bleches erhält. Diese Proben können auf Härte, Dehnbarkeit, Kornstruktur und Oberflächenzustand
untersucht werden. Die erforderliche Größe der Probe kann zwischen etwa 20 und etwa 90 mm
Durchmesser, je nach den gewünschten Tests, betragen. In der Regel sind mindestens acht Proben pro
Stunde pro Walzwerk erforderlich. In größeren Walzwerken kommt man auf nahezu 800 Proben pro Tag.
Wegen der Stärke des Bleches und der hohen Fördergeschwindigkeit gibt es keine Möglichkeit für die
Gewinnung von Proben aus anderen Teilen als den Enden des Bandes, als das Band oder Blech zuerst
anzuhalten. Da alle Walzwerke synchronisiert sind, bedingt dieses Anhalten des Bandes oder Bleches zur
Entnahme einer Probe ein Abstoppen aller aufeinanderfolgenden Einheiten des Walzwerks. Das Anhalten
und Wiederingangbringen ist zeit- und energieverbrauchend, so daß man zur Zeit lediglich an den
Enden Proben entnimmt, obwohl diese nicht unbedingt für den Hauptteil des Bandes charakteristisch
sind.
Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung einer Methode und einer Anordnung zur Entnahme von
Proben aus kontinuierlich gewalztem Band und Blech, ohne daß dieses angehalten werden muß.
Gemäß der Erfindung erhält man eine Probe aus dem wandernden Stahlband, indem man dicht an
einer Oberfläche eine das Band tragende Matrize mit einer scharfkantigen öffnung anbringt, welche den
Umfang und die Gestalt der gewünschten Probe besitzt. Dicht an der anderen Seite des Bandes und ausgerichtet
auf die Öffnung wird eine Stanzladung eines Verfahren und Einrichtung zur Entnahme
von Proben aus einem in Bewegung
befindlichen Metallband
von Proben aus einem in Bewegung
befindlichen Metallband
Anmelder:
E. I. du Pont de Nemours and Company,
Wilmington, Del. (V. St. A.)
Wilmington, Del. (V. St. A.)
Vertreter:
Dipl.-Ing. E. Prinz und Dr. rer. nat. G. Hauser,
Patentanwälte, München-Pasing, Bodenseestr. 3 a
Patentanwälte, München-Pasing, Bodenseestr. 3 a
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 23. Mai 1956
V. St. v. Amerika vom 23. Mai 1956
Charles Henry Cramer, Woodbury, Ν. J. (V. St. Α.),
Edward John Surrett, Thornhill, Ontario (Kanada),
und James Pershing Swed1 Gibbstown, N. J. (V. St. A.), sind als Erfinder genannt worden
Edward John Surrett, Thornhill, Ontario (Kanada),
und James Pershing Swed1 Gibbstown, N. J. (V. St. A.), sind als Erfinder genannt worden
hochexplosiven Knallsprengstoffs angeordnet, deren Umriß und Abmessungen im wesentlichen dieselben
sind wie diejenigen der Öffnung, worauf man die Stanzladung zündet. Die Detonation der Ladung
stanzt dann eine Probe aus, deren Umriß und Abmessungen etwa dieselben sind wie die der Öffnung
in der Matrize. Die besten Ergebnisse erzielt man, wenn die Stanzladung ihre größte Konzentration an
Sprengstoff ringsherum in den äußeren Teilen besitzt und wenn man mindestens über dem Mittelteil der
Stanzladung eine beträchtliche Masse besitzende Abschirmung anbringt.
Die durch die Detonation der Stanzladung der Probe erteilte Geschwindigkeit ist so groß, daß diese
Probe wie ein Geschoß wirkt, wenn man keine Auffangvorrichtung vorsieht. Ordnet man diese Auffangvorrichtung
innerhalb der Öffnung dicht unter dem zu stanzenden Band an, so kann die Probe leicht auf-
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gefangen werden, ohne stärker verformt zu werden. Befindet sich die Auffangvorrichtung in einem größeren
Abstand von den Schneidkanten der Matrize, kann die Probe so stark beschleunigt werden, daß sie
nur schwer unzerstört erhalten werden kann. ι
Die Detonation der Stanzladung dicht an der Oberfläche des Bleches erzeugt eine Stanzwirkung
auch in Abwesenheit einer Abschirmung über dem Mittelteil der Ladung. Es wurde jedoch gefunden,
daß die Probe durch die Sprengwirkung aus der öff- κ nung in der Matrize herausgehoben und nach oben
gewirbelt werden kann. Die Anwesenheit einer größeren Mas.se über dem Mittelteil ergibt eine Abschirmung
für die Explosionsgase und verhindert die beschriebene Wirkung. i;
Der zur Zündung der Stanzladung verwendete Zünder kann als übliche elektrische Sprengkapsel oder
zur Erleichterung seiner Anbringung speziell für diesen Zweck ausgebildet sein. Die richtige Anbringung
des Zünders kann auf verschiedene Weise er- 2> folgen.
Die Stanzladung besteht vorzugsweise aus einem Knallsprengstoff, z.B. PETN, RDX oder Cyclotetramethylentetranitramin.
Jedoch auch andere Zusammensetzungen mit ausreichender Empfindlichkeit 2,
und Fortpflanzungsgeschwindigkeit, z. B. Dynamitzusammensetzungen, können verwendet werden. Die
Ladung kann durch Verpackung des Sprengstoffs in einem starren Behälter, z. B. aus Kunststoff oder
Karton, hergestellt werden, oder der Sprengstoff kann mit einem Bindemittel zur Erzielung einer keiner
\~erpackung bedürfenden Ladung verbunden werden. Die Anbringung der Stanzladung in Ausrichtung auf
die Öffnung in der Matrize wird durch Verwendung eines Halters für die Ladung erleichtert. Dieser ist
zweckmäßig auswechselbar, da er nach mehrmaliger Detonation der Stanzladung deformiert ist. Der Halter
für die Ladung kann verschieden gestaltet werden, was weitgehend von der Art und Größe der verwendeten
Ladung abhängt.
Die öffnung in der Matrize muß scharfkantig sein, damit die Probe sauber aus dem Blech ausgeschnitten
wird. Die Matrize soll daher leicht auswechselbar sein und aus einem abnutzungsbeständigen Stahl bestehen.
Zweckmäßig besitzt sie die Form einer einfachen Hülse. Durchmesser und Umriß der öffnung
hängen vollständig von dem gewünschten Umriß und Durchmesser der Probe ab. Im allgemeinen will man
eine kreisförmige Probe mit einem Durchmesser von 50 bis 80 mm erhalten.
Der Abstand zwischen der Stanzladung und der Oberfläche der Matrize ist zweckmäßig so gering, daß
eben noch eine freie Bewegung des Bandes möglich ist, d. h., der Mindestabstand ist nur etwas größer als
die Stärke des Bandes. Wenn die Stanzladung sich in einem größeren Abstand von dem Blech befindet, werden
die Explosionskräfte verteilt, und wenn sich die Matrize in größerem Abstand von dem Blech befindet,
wird die Stanzwirkung unregelmäßig. Mit anderen Worten soll der Abstand zwischen der Unterseite
der Stanzladung und der Oberfläche der Matrize nicht mehr als das Zwanzigfache der Blechstärke betragen.
Die Ausrichtung der Stanzladung auf die öffnung in der Matrize kann auf verschiedene Weise erzielt
werden, z. B. durch Verzahnung, durch visuell ge- « prüfte Übereinstimmung von Winkelanzeigegeräten
usw. Man kann auch Vorkehrungen treffen, daß die Ladung bei genauer Ausrichtung der beiden Elemente
automatisch gezündet wird. Bei einer solchen Anordnung könnte die eine Einheit an der zur Probe-
entnahme gewünschten Stelle angeordnet, und die andere könnte quer über diese Stelle geschwenkt
werden.
Die Zeichnung zeigt eine Anordnung zur Entnahme
j von Proben aus Bandmetall nach dem Verfahren gemäß der Erfindung. Es sind natürlich viele Abänderungen
innerhalb des Rahmens der Erfindung denkbar. In der Zeichnung zeigt
Fig. 1 eine Seitenansicht der Einrichtung gemäß
) der Erfindung, im Begriff eine Probe zu entnehmen. Fig. 2 eine Draufsicht auf die Einrichtung,
Fig. 3 eine Detailansicht der Matrize und des Stanzteiles der Einrichtung und
Fig. 3 eine Detailansicht der Matrize und des Stanzteiles der Einrichtung und
Fig. 4 und 5 Ansichten der Sprengladung.
; In der Zeichnung bedeutet 1 ein Metallband, das z. B. in der Pfeilrichtung von Fig. 2 wandert. 2 ist ein
Gehäuse für die Matrize 9, 3 eine Abschirmung, z. B. aus Stahl, rund um die Stanzladung 14, 4 und 5 sind
einzeln um den Pfosten 6 drehbare Trägerarme. 7 ist
D ein Anzeiger, welcher dazu dient, die Matrize 9 und die Stanzladung 14 über dem zur Probeentnahme bestimmten
Teil des Bandes 1 in Stellung zu bringen.
8 ist ein Halter innerhalb des Gehäuses 2, welcher die Matrize 9 trägt. Innerhalb dieses Halters 8 befindet
sich der über einer Schraubenfeder 11 angeordnete Auffangbehälter 10 für die Probe. 12 ist ein
Träger, an welchem der Halter 13 für die Ladung befestigt ist und 14 ist die Stanzladung aus einem
dichtgepackten, hochexplosiven Sprengstoff. 15 ist ein
j Initialzünder, 16 ein Anschlußdraht für den Initialzünder
und 17 ein zu einer Stromquelle führender Blei draht. Es sind lediglich ein Anschlußdraht und ein
Bleidraht gezeigt, da bei dieser Bauart die Hülle des Initialzünders einen Masseanschluß an den Halter 13
besitzt und die ganze Anordnung als Masseanschluß dient. Der Initiialzünder 15 ist in einer Ausnehmung
am Rand des Halters 13 unter Bildung eines Schnappsitzes eingeklemmt.
Die gezeigte Einrichtung arbeitet folgendermaßen:
□ Die ringförmige Stanzladung 14 wird auf das Ende des Halters 13 aufgeschoben, man läßt den Initialzünder
15 in die Ausnehmung in dem Halter 13 einschnappen und verbindet den Anschlußdraht 16 mit
dem Bleidraht 17. Die Trägerarme 4 werden so geschwenkt, daß die Abschirmung 3 sich an der Längsseite
des wandernden Bandes befindet, um eine leichte Anbringung der Sprengladung zu ermöglichen. Die
Trägerarme 5 können ebenfalls in eine solche Stellung gedreht werden, daß sich das Gehäuse 2 längsseits des
wandernden Bandes 1 befindet, um so die bei der vorherigen Sprengung erhaltene Probe leichter entnehmen
zu können. Die Arme 4 und 5 können unabhängig voneinander dreh- oder schwenkbar sein und
gegebenenfalls in eine solche Stellung gebracht werden, daß das Gehäuse 2 und die Abschirmung 3 um
180° auseinanderstehen. Sie können auch beide in dieselbe Richtung schauen, jedoch so· weit auseinanderstehen,
daß die Ladung 14 leicht angebracht und eine Probe entfernt werden kann.
Wenn die nächste Probe genommen werden soll, werden das Gehäuse 2 und die Abschirmung 3 über
einem vorher bestimmten Teil des wandernden Bandes durch Drehung der Trägerarme 4 und 5 aufeinander
ausgerichtet. Die Anzeigevorrichtung 7 ermöglicht eine genaue Zentrierung der Stanz- und Stützelemente,
d. h. der Matrize 9 und der Ladung 14 in bezug auf das Band 1. Im gegebenen Augenblick wird der Zünder
15 elektrisch gezündet und bewirkt die Detonation der Stanzladung 14. Der dabei erzeugte Sprengdruck
preßt das Band 1 fest an die Matrize 9 an. Der nach-
Claims (5)
1. Verfahren zur Entnahme einer Probe aus einem in Bewegung befindlichen Metallband, dadurch
gekennzeichnet, daß man dicht an einer Oberfläche des Bandes eine das Band tragende
Matrize mit einer scharfkantigen öffnung mit den Abmessungen und Umrissen der gewünschten
Probe und dicht an der gegenüberliegenden Oberfläche des Bandes, ausgerichtet auf die Öffnung,
eine Stanzladung aus einem hochexplosiven Knallsprengstoff anbringt und dann zündet, welche im
wesentlichen dieselben Abmessungen und Umrisse wie die Öffnung besitzt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Stanzladung zwischen einer abschirmenden
Masse und dem Band angeordnet wird.
3. Einrichtung zur Entnahme einer Probe aus einem in Bewegung befindlichen Metallband, gekennzeichnet
durch eine das Band unterstützende Matrize mit einer öffnung mit den Abmessungen
und Umrissen der gewünschten Probe und ein Halterelement zur Anbringung einer Stanzladung
aus einem hochexplosiven Knallsprengstoff, wobei die Ladung im wesentlichen dieselben Abmessungen
und Umrisse wie die Öffnung besitzt und auf diese ausgerichtet ist und von der Oberseite dieser Öffnung
einen mindestens der Stärke des Bandes entsprechenden Abstand besitzt.
4. Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Halterelement für die
Ladung von einem Gehäuse umgeben ist.
5. Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß ein Auffangbehälter für die
Probe unterhalb der Öffnung vorgesehen ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 809 789/241 3.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE1054745B true DE1054745B (de) | 1959-04-09 |
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEP18525A Pending DE1054745B (de) | 1956-05-23 | 1957-05-11 | Verfahren und Einrichtung zur Entnahme von Proben aus einem in Bewegung befindlichen Metallband |
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| Country | Link |
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| DE (1) | DE1054745B (de) |
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| EP2902126A1 (de) * | 2014-01-31 | 2015-08-05 | Primetals Technologies Austria GmbH | Verfahren und Vorrichtung zur Probennahme von Metallbändern |
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|---|---|---|---|---|
| US1531555A (en) * | 1924-07-31 | 1925-03-31 | Joseph W Harris | Art of perforating and severing metals |
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- 1957-04-30 GB GB13744/57A patent/GB800139A/en not_active Expired
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Also Published As
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