DE1054562B - Schaltungsanordnung zum Steuern oder Regeln einer Wechselspannung - Google Patents
Schaltungsanordnung zum Steuern oder Regeln einer WechselspannungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung zum Steuern oder Regeln einer Wechselspannung
zwischen Spannungsquelle und Verbraucher, bestehend aus wenigstens einem Transformator und einem
Steuerglied.
Es sind bereits Schaltungsanordnungen zum Steuern oder Regeln einer Wechselspannung zwischen Spannungsquelle
und Verbraucher bekanntgeworden, die aus einem Transformator mit zwei Wicklungen, aus
Drosselspulen und Mitteln zum Verändern der Impedanz der Drosselspulen bestehen. Eine Veränderung
des Wertes dieser Impedanz ermöglicht es, den Spannungsabfall an der Primärwicklung des Autotransformators
zu ändern und dadurch die von dem Transformator erzeugte Spannungserhöhung zu verändern.
Dieser Spannungsregulator kann also die Primärspannung nur steigern, aber nicht ihr entgegenwirken.
Gemäß der Erfindung wird vorgeschlagen, daß als Steuerglied eine Wheatstone-Briickenschaltung mit
zumindest vier Drosselspulen vorgesehen ist, der an zwei gegenüberliegenden Ecken eine Spannung zugeführt
wird und deren beiden anderen Ecken eine Zusatzspannung entnommen wird, und daß die Impedanz
von zumindest zwei gegenüberliegenden Drosselspulen verändert wird. Bei der Erfindung wird die
Steuerspannung in der Wheatstonebrücke selbst erzeugt und der Primärwicklung oder der Sekundärwicklung
zugeführt, so daß es möglich ist, nicht nur die Größe der zugeführten Spannung zu verändern,
sondern diese Spannung auch zu benutzen, um entweder die Spannung, mit der sie in Verbindung steht,
zu erhöhen oder herabzusetzen.
Gemäß der Erfindung ist ein Transformator mit zumindest zwei Wicklungen vorgesehen, von denen die
eine mit den Anschlüssen an der einen Seite der Wheatstone-Brückenschaltung verbunden ist, während die
andere Wicklung an die Energiequelle oder an die Belastung angeschlossen ist.
Es kann auch erfindungsgemäß ein Transformator mit zwei Hauptwicklungen und einer Zusatzwicklung
vorgesehen sein, wobei die eine der Hauptwicklungen an eine Seite der Wheatstone-Briickenschaltung angeschlossen
ist und die Zusatzwicklung die Spannung dem genannten einen Satz Ecken der Brückenschaltung
zuführt, während die andere Hauptwicklung an die Energiequelle oder an die Belastung angeschlossen ist.
Die Schaltungsanordnung gemäß der Erfindung liefert eine veränderliche Ausgleichs- oder Anpassungsspannung,
die entweder der Eingangs- oder der Ausgangsspannung des Transformators aufgedrückt
wird, so daß die Ausgangsspannung auf einem gewünschten Wert gehalten wird, ungeachtet der Veränderungen
der Speisespannung innerhalb vorher-Schaltungsanordnung zum Steuern
oder Regeln einer Wechselspannung
oder Regeln einer Wechselspannung
Anmelder:
Wagner Electric Corporation,
St. Louis, Mo. (V.St.A.)
Wagner Electric Corporation,
St. Louis, Mo. (V.St.A.)
Vertreter: Dr.-Ing. Η. Ruschke, Berlin-Friedenau,
und Dipl.-Ing. Κ. Grentzenberg,
München 27, Pienzenauerstr. 2, Patentanwälte
und Dipl.-Ing. Κ. Grentzenberg,
München 27, Pienzenauerstr. 2, Patentanwälte
*> Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 13. Mai 1954
James S. Malsbaryr City of Glendale, Miss. (V.St.A.), ist als Erfinder genannt worden
bestimmter Grenzen. Durch die erfindungsgemäß angeordnete Schaltungsanordnung ist eine Anlage geschaffen
worden, bei der die Belastungsspannung innerhalb von V2°/o des Nennwertes konstant gehalten
werden kann, wenn die Eingangsspannung zwischen 90 und 110% des Nennwertes variiert.
An Hand der Zeichnungen werden mehrere Ausführungsbeispiele der Erfindung beschrieben, wobei
darstellen:
Fig. 1 ein Schaltschema der bevorzugten Schaltung, in der eine Korrekturwicklung auf dem Kern des
Haupttransformators vorgesehen ist,
Fig. 2 ein vereinfachtes Schaltchema der Schaltung der Fig. 1, bei der alle vier Drosseln als im wesentlichen
gleich groß dargestellt sind, wobei schematisch zum Ausdruck gebracht wird, daß sie ungefähr den
gleichen Blindwiderstand haben; in diesem Falle wird die wirksame Anpassungsspannung »^« gleich Null,
und die Speisespannung sowie die Eingangsspannung des Transformators sind im wesentlichen gleich,
Fig. 3 ein Schaltschema, das dem der Fig. 2 ähnlich ist, bei dem jedoch die Blindwiderstände je eines
Paares miteinander verbundener Drosseln ungleiche Werte haben; in diesem Falle reduziert die Anpassungsspannung
»e« die angelegte Spannung oder ist ihr entgegengerichtet,
Fig. 4 ein Schaltschema, das dem der Fig. 2 und 3 ähnlich ist, bei dem die Anpassungsspannung »<?« die
angelegte Spannung erhöht,
Fig. 5 ein Schaltschema mit denselben Schalt-
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elementen und Verbindungen wie in der Fig. 2, mit der Ausnahme, daß der Transformatorkern in senkrechter
Stellung dargestellt ist,
Fig. 6 eine erste abgewandelte Schaltung, worin die Korrekturwicklung auf dem Haupttransformatorkern
(Fig. 1) durch die Sekundärwicklung eines gesonderten Hilfstransformators ersetzt wurde, dessen
Primärwicklung mit den Sekundärleitungen des Haupttransformators verbunden ist,
Fig. 7 ein Schaltschema, das insofern von dem der Fig. 6 abweicht, als die Primärwicklung des gesonderten
oder Hilfstransformators an den Eingang anstatt an den Ausgang des Haupttransformators angeschlossen
ist,
Fig. 8 eine weiter abgewandelte Schaltung, bei der die Anpassungsspannung der Ausgangsspannung aufgedrückt
wird und wobei die Korrekturwicklung auf den Kern des Haupttransformators aufgebracht ist,
Fig. 9 eine weitere Abwandlung der Schaltung, bei der die Korrekturwicklung auf einem gesonderten
oder Hilfstransformator angeordnet ist und wobei die Primärwicklung des gesonderten Transformators
direkt mit den Klemmen der Sekundärwicklung des Haupttransformators vor dem Brückenkreis verbunden
ist,
Fig. 10 eine Abwandlung der Fig. 9, worin die Primärwicklung des gesonderten Transformators an
den Sekundärkreis des Haupttransformators an der Belastungsseite des Brückenkreises angeschlossen ist,
Fig. 11 ein Vektordiagramm, das die Spannungsund Stromverhältnisse in der Wheatstonebrücke darstellt,
wenn der Belastungsstrom mit der Transformatorspannung gleichphasig ist,
Fig. 12 und 13 Vektordiagramme, die zeigen, wie die im Brückenkreis erzeugte Anpassungsspannung
sich vektoriell zur angelegten Speisespannung hinzuaddiert.
Es wird nun auf die Zeichnungen, im besonderen auf die Fig. 1 verwiesen, worin das Bezugszeichen 12
einen üblichen Leistungstransformator in schematischer Darstellung bezeichnet, der eine Sekundärwicklung
14, zwei Primärwicklungen 16 und 18 und eine Korrekturwicklung 20 enthält, welche Korrekturwicklung
auf der Primärseite dargestellt ist, die jedoch als eine weitere Sekundärwicklung arbeitet, wie
später noch eingehend beschrieben werden wird.
Die Belastungsleitungen 22 und 24 sind mit der Sekundärwicklung 14 verbunden, und die Speiseleitungen
26 und 28 stehen mit den Primärwicklungen 16 und 18 in Verbindung. Die angelegte Speisespannung
ist mit V1 und die Sekundärspannung mit V2 bezeichnet.
Eine Brückenschaltung 30, mit der die Größe und Richtung einer Anpassungsspannung »e« steuerbar ist,
enthält vier Drosselspulen 32, 34, 36 und 38 mit sättigungsfähigen lamellierten Eisenkernen. Jede der sättigungsfähigen
Drosselspulen weist eine Gleichstromwicklung und eine Arbeitswicklung auf. In der
Beschreibung sind die Gleichstrom- und Arbeitswicklungen mit 32 DC, 32AC, 34 DC, 34AC usw. bezeichnet.
Die Arbeitswicklungen der vier Drosselspulen sind in einer sogenannten Wheatstone-B rückenschaltung
verbunden, wobei die Wicklungen 38 ^Cund 32^4 C an einer Ecke 40, die Wicklungen 32 AC und 34 AC an
einer Ecke 42, die Wicklungen 34 AC und 36 AC an einer Ecke 44 und die Wicklungen 36 AC und 38 AC
an einer Ecke 46 verbunden sind.
Ein Leiter 48 verbindet die Ecke 46 mit einer Seite der Primärwicklung 16, und ein Leiter 50 verbindet
die Ecke 42 mit einer Seite der Primärwicklung 18, wobei die Leistungsverbindung mit dem vorerwähnten
Brückenkreis hergestellt wird.
Die anderen beiden Ecken der Brückenschaltung, d. h. die Ecken 40 und 44, sind mit der Korrekturwicklung
20 über die Leiter 52 und 54 verbunden.
Wie oben kurz erwähnt, werden die Impedanzen der Drosselspulen in den Zweigen der Brückenschaltung
so eingeregelt, daß einander gegenüberliegende Zweige der Brücke im wesentlichen die gleiche Impedanz
haben. Um dieses Ergebnis zu erzielen, sind die Wicklungen 38 DC und 34 DC in Serie geschaltet und
in Serienschaltung mit einer Gleichstromquelle 56 und einem veränderlichen ohmschen Widerstand 57 über
die Leiter 58 und 60 verbunden.
In gleicher Weise sind die Wicklungen 32 DC und 36 DC in Serienschaltung mit einer Gleichstromquelle
62 und einem veränderlichen ohmschen Widerstand 63 über die Leiter 64 und 66 verbunden.
Auf diese Weise kann offensichtlich durch Einregeln des veränderlichen ohmschen Widerstandes 57 der
durch die Wicklungen 38 DC und 34 DC gehende Gleichstrom so geregelt werden, daß er gleichzeitig
die Wechselstromimpedanz der Drosselspulen 38 und 34 ändert. Ist beispielsweise der veränderliche ohmsche
Widerstand 57 so eingestellt, daß ein relativ kleiner Gleichstrom durch die AVicklungen 38 DC und
34 DC fließt, so wird die Wechselstromimpedanz der Drosselspulen 38 und 34 relativ groß sein. Ist andererseits
der durch die Wicklungen 38 DC und 34 DC fließende Gleichstrom relativ groß, so wird die Wechselstromimpedanz
der Drosselspulen 38 und 34 relativ klein sein.
In gleicher Weise kann die Impedanz der Drosselspulen 32 und 36 durch Einstellen des veränderlichen
Widerstandes 63 geregelt werden.
Obgleich die Veränderung der Impedanzen der Drosselspulen 32, 34, 36 und 38 als durch Einstellung
des Gleichstromflusses bewirkt beschrieben wurde, ist aus dem Dargelegten ersichtlich, daß das gleiche Ergebnis
durch mechanische Mittel, z. B. durch Verändern der Längsstellung eines innerhalb jeder Drosselspule
liegenden Eisenkernes, erzielt werden kann.
Weiterhin kann die Impedanz der verschiedenen Drosselspulen automatisch in Abhängigkeit von irgendwelchen
gewählten äußeren Bedingungen, wie z. B. Speisestrom, Belastungsstrom, Ausgangsspannung
od. dgl., verändert werden.
In der vorliegenden Beschreibung der Arbeitsweise der Schaltungsanlage wird die Impedanz der verschiedenen
Drosselspulen als relativ groß oder als relativ klein bezeichnet werden ohne weitere Erwähnung, auf
welche Weise die Veränderung der Impedanz bewirkt wurde, d. h. ob durch Veränderung des Gleichstromflusses
in den Wicklungen 34 DC, 38DC und 32 DC, 36DC, ζ. Β. durch Einstellen der veränderlichen
Widerstände 57 und 63, durch mechanische Mittel oder durch automatisches Verändern des Stromes in
den Gleichstromwicklungen in Abhängigkeit von äußeren Bedingungen.
Wie bereits kurz erwähnt, besteht die Aufgabe darin, die Spannung V2 auf der Sekundärseite ungeachtet
der Veränderungen innerhalb eines vorherbestimmten Bereiches der angelegten Speisespannung
V1 (an den Klemmen 26 und 28) konstant zu halten.
Die Arbeitsweise der Anlage kann entweder vom Standpunkt der Primärwicklung des Transformators her beschrieben werden, wobei der Transformator eine gewisse Anzahl von wirksamen Amperewindungen besitzt, in Abhängigkeit davon, ob die Amperewindungen
Die Arbeitsweise der Anlage kann entweder vom Standpunkt der Primärwicklung des Transformators her beschrieben werden, wobei der Transformator eine gewisse Anzahl von wirksamen Amperewindungen besitzt, in Abhängigkeit davon, ob die Amperewindungen
der Korrekturwicklung die Amperewindungen der Wicklungen 16 und 18 entweder verstärken oder abschwächen,
und in Abhängigkeit von dem Ausmaß der hierbei verursachten Änderungen des Induktionsflusses, oder sie kann beschrieben werden, indem von
der Spannung »e« an den Punkten 46, 42 der Brückenschaltung ausgegangen wird, welche Spannung der angelegten
Speisespannung in Serienschaltung aufgedrückt oder zugeführt wird, wobei eine Addition
oder Subtraktion erfolgt, die von der Beziehung zwischen den Impedanzen der Drosselspulen in der
Brückenschaltung abhängt.
Wegen der Schwierigkeit der Berechnung der verschiedenen Spannungen und Ströme beim »wirksamen-Amperewindungen«-Verfahren
wird das andere Verfahren für geeigneter gehalten und daher angewendet.
In der folgenden Darstellung werden die Transformatoren als ideal angesehen, d. h., sie sollen als praktisch
verlustlos angesehen werden.
Unter Hinweis auf die Fig. 1 und 2 besteht die Aufgabe darin, die Belastungsspannung V2 an der Sekundärwicklung
14 ungeachtet der Veränderungen der Spannung V1 an den Zuführungen 26 und 28 konstant
zu halten. Dies erfordert, daß der Induktionsfluß im Kern des Transformators 12 konstant gehalten wird,
wobei wiederum die Induktion einer konstanten Spannung E in den Primärwicklungen 16 und 18 des
Transformators und die Induktion einer weiteren konstanten Spannung in der Korrektunvicklung 20 erforderlich
wird. Auf diese Weise löst sich die Forderung von selbst dahingehend auf, die den Primärwicklungen
16 und 18 aufgedrückte Spannung konstant und der induzierten Spannung E gleich und
entgegengesetzt gerichtet zu halten, ungeachtet der Veränderungen der Speisespannung V1 an den Zuführungen
26 und 28.
Unter Hinweis auf die Fig. 2 sei nun angenommen, daß die Speisespannung V1 normal ist. Es ist deshalb,
wenn die Belastungsspannung V2 normal sein soll, notwendig, daß die Speisespannung V1 gleich der induzierten
Spannung E ist.
Wird angenommen, daß die in der Korrekturwicklung 20 induzierte Spannung eine solche Richtung
besitzt, daß das rechtsseitige Ende ein höheres Potential besitzt als das linksseitige Ende, dann wird der
Leiter 52 au der Ecke 40 der Brückenschaltung 30 ein höheres Potential besitzen als der Leiter 54 an der
Ecke 44 der Brückenschaltung. Sind jedoch die Impedanzen aller Drosselspulen 32, 34, 36 und 38 gleich
(wie schematisch in der Fig.2 dargestellt), so wird der Spannungsabfall an den Drosseln 32 und 38 gleich sein
und, wenn sie dieselbe Phasenlage haben, werden die Ecken 46 und 42 das gleiche Potential besitzen, und
die Anpassungsspannung »e« (über die Ecken 42 und 46) wird Null werden. Die Spannung £ gleicht der
Spannung V1 plus oder minus der Spannung »e«, und insoweit die Spannung »e« Null ist, gleicht die Spannung
E der Spannung Vv Wie oben erwähnt, ist die Spannung »e« gleich Null, wenn die Spannungsabfälle
an den Drosselspulen 32 und 38 gleich und in Phase sind. Diese Bedingung tritt auf, wenn der durch die
Wicklungen 16 und 18 fließende Strom klein ist im Vergleich zu den durch die Drosselspulen fließenden
Ströme. Die Bedingungen werden beträchtlich komplizierter, wenn dies nicht zutrifft, wie es der Fall ist,
wenn der Transformator einen nennenswerten Belastungsstrom führt. Dieser Fall wird später eingehender
behandelt werden.
Unter Hinweis auf die Fig. 3 sei als nächstes angenommen, daß die SpannungF1 110% der normalen
Spannung betrage, und es wird deshalb, damit die Spannung E normal werde, notwendig, eine Anpassungsspannung
»e« mit der Speisespannung V1 in Serie zu schalten, die ihr entgegenwirkt oder sie reduziert,
oder, um es genauer darzustellen, die Anpassungsspannung »e« muß eine solche Größe und
Phasenbeziehung zur Spannung V1 besitzen, daß die resultierende Spannung E den normalen Wert hat,
d. h. 10 % weniger als die Speisespannung V1. Mit ίο anderen Worten, die Anpassungsspannung »e« muß
die Speisespannung um einen Betrag reduzieren, der gleich 10 % der normalen Spannung V1 ist.
Wie früher erwähnt, besitzt die in der Korrekturwicklung 20 induzierte Spannung eine solche Richtung,
1-5 daß an der Ecke 40 der Brücke ein höheres Potential als an der Ecke 44 erzeugt wird. Deshalb wird, wenn
die Impedanz der Drosselspulen 32 und 36 beträchtlich kleiner ist als die Impedanz der Drosseln 34 und 38
(Fig. 3), die Ecke 42 ein höheres Potential besitzen als so die Ecke 46. So wird unter diesen Bedingungen die
Anpassungsspannung »e« über die Ecken 42 und 46 der Speisespannung V1 entgegengesetzt gerichtet sein,
und die Spannung E wird gleich der Spannung V1 minus der Spannung »e« sein. In der Folge wird,
wenn die Spannung V1 110fl/o der normalen Spannung
beträgt und wenn die Spannung »e« 10% der normalen Spannung V1 beträgt, die Spannung E den Normalwert haben, und als weitere Folge wird die Belastungsspannung
V2 an der Sekundärwicklung 14 gleichfalls normal sein. Es sei darauf hingewiesen, daß, wenn die
Impedanzen der Drosseln 32 und 36 beträchtlich kleiner sind als die Impedanzen der Drosseln 34 und
38, die Spannung »e« über die Ecken 42 und 46 der Brücke im wesentlichen gleich der Spannung an den
Zuführungen 52 und 54 der Wicklung 20 ist.
Es sei nun auf die Fig. 4 verwiesen. Beträgt die Spannung V1 90 % der normalen Spannung, so muß
die Anpassungsspannung »e« gleich 10 % der normalen Spannung V1 betragen und eine solche Richtung
besitzen, daß sie vielmehr verstärkend als schwächend wirkt, wie früher beschrieben wurde. So wird, wenn
die Impedanzen der Drosseln 32 und 36 größer sind als die Impedanzen der Drosseln 38 und 34, die Ecke
46 der Brücke ein höheres Potential besitzen als die Ecke 42, und die Spannung »e« über die Ecken 42 und
46 wird sich der angelegten Spannung V1 hinzuaddieren. Auf diese Weise wird die Spannung E gleich
der Spannung V1 (90% des Normal wertes) plus der Spannung »e« (10% der normalen Spannung V1 sein,
und die Spannung E wird den Normalwert besitzen.
Bis hierher wurde angenommen, daß die Spannungsabfälle an den Brückendrosselspulen die gleiche Phasenlage besitzen. DieseAnnahme wurde gemacht zur Vereinfachung der theoretischen Untersuchungen der Spannungen, die sich ergeben, wenn der in der Primärseite des Transformators fließende Strom klein ist im Vergleich zu dem in den Drosseln fließenden Strom. In Wirklichkeit bestehen jedoch diese gleichphasigen Spannungsbedingungen nur selten. Wird der Transformator belastet, sind die Spannungen an den verschiedenen Drosselspulen nicht länger phasengleich, und die Spannungsbeziehungen werden komplexer. Besitzen z. B. die vier Drosseln gleiche Impedanzen (Fig. 2) und befindet sich der über die Ecken 42 und 46 fließende Belastungsstrom in Phase mit der Spannung an den Zuführungen 52 und 54, so tritt eine Spannung »e« an den Ecken 46 und 42 der Brücke auf, die annähernd rechtwinklig zur Spannung an den Zuführungen 54 und 52 der Wicklung 20 steht oder annähernd rechtwinklig zur Spannung E an den Wiek-
Bis hierher wurde angenommen, daß die Spannungsabfälle an den Brückendrosselspulen die gleiche Phasenlage besitzen. DieseAnnahme wurde gemacht zur Vereinfachung der theoretischen Untersuchungen der Spannungen, die sich ergeben, wenn der in der Primärseite des Transformators fließende Strom klein ist im Vergleich zu dem in den Drosseln fließenden Strom. In Wirklichkeit bestehen jedoch diese gleichphasigen Spannungsbedingungen nur selten. Wird der Transformator belastet, sind die Spannungen an den verschiedenen Drosselspulen nicht länger phasengleich, und die Spannungsbeziehungen werden komplexer. Besitzen z. B. die vier Drosseln gleiche Impedanzen (Fig. 2) und befindet sich der über die Ecken 42 und 46 fließende Belastungsstrom in Phase mit der Spannung an den Zuführungen 52 und 54, so tritt eine Spannung »e« an den Ecken 46 und 42 der Brücke auf, die annähernd rechtwinklig zur Spannung an den Zuführungen 54 und 52 der Wicklung 20 steht oder annähernd rechtwinklig zur Spannung E an den Wiek-
lungen 16 und 18. In diesem Falle ist die Spannung E gleich der Spannung V1 trotz der Tatsache, daß eine
Spannung »£?« an den Ecken 46 und 42 der Brücke auftritt.
Haben die Scheinwiderstände eine solche Größe, daß das Verhältnis des Scheinwiderstandes der
Drosselspule 34 zu dem der Drosselspule 32 und das Verhältnis des Scheinwiderstandes der Drosselspule38
zu dem der Drosselspule 36 ziemlich klein ist, dann erreicht die Spannung »e« an den Ecken 46 und 42 der
Brücke nahezu eine Phasenübereinstimmung in bezug auf die Spannung an den Zuführungen 54 und 52 der
Korrekturwicklung 20 und in bezug auf die Spannung E an den Wicklungen 16 und 18.
Andere und komplexere Beziehungen treten auf, wenn der Strom in den Zuführungen 28 und 26 einen
gewissen Wert im Vergleich zu dem in den Leitern 54 und 52 fließenden Strom erreicht.
Dies kann leicht ersehen werden aus der Fig. 11, die ein Vektordiagramm der an den verschiedenen
Elementen der in der Fig. 2 dargestellten Brückenschaltung auftretenden Spannung darstellt. Die Fig. 11
zeigt ferner den Verlauf der Ströme in der Schaltung, wenn der Strom in den Zuführungen 28 und 26 und
in den Wicklungen 16 und 18 die gleiche Phasenlage besitzt wie die Spannung E an den Wicklungen 16
und 18.
Die Bedeutung der verschiedenen Vektoren in der Fig. 11 ist die folgende:
Vektor 0-2 Spannung an der Korrekturwicklung 20,
0-3 Spannung an der Drossel 34,
2-3' Spannung an der Drossel 38,
0-3 Spannung an der Drossel 34,
2-3' Spannung an der Drossel 38,
2- 3 Spannung an der Drossel 32, 0-3' Spannung an der Drossel 36,
3- 3' Anpassungsspannung »e« an den Ecken 46 und
42 der Brücke,
0-a Strom in den Leitern 28, 48 und 26 und in den
0-a Strom in den Leitern 28, 48 und 26 und in den
Wicklungen 16 und 18, 0-b Strom in der Drossel 34,
0-c Strom in der Drossel 32.
0-c Strom in der Drossel 32.
Es kann mathematisch bewiesen werden, daß der Punkt 3 ebenso wie der Punkt 3' auf einer Parabel
herumwandert, vorausgesetzt, daß die Summe der Scheinwiderstände 32 und 34 und die Summe der
Scheinwiderstände 38 und 36 konstant bleiben, während das Verhältnis der Scheinwiderstände 32 zu 34 und 36
zu 38 verändert wird.
Die Parabel wird flacher in dem Maße, wie der Strom in den Leitern 28 und 26 und in den Wicklungen
16 und 18 kleiner wird im Vergleich mit dem in den Leitern 54 und 52 der Wicklung 20 fließenden
Strom. Ist der Strom in den Leitern 28 und 26 sehr klein im Vergleich mit dem Strom in den Leitern 52
und 54, so wird die Parabel zu einer geraden Linie, die mit der Linie 0-2 (Fig. 11) zusammenfällt.
Wenn dieser Fall eintritt, so stellt das Diagramm die Bedingungen dar, die der Ausgangspunkt der Darstellung
waren, d. h. wenn die Größe des Belastungsstromes vernachlässigbar klein ist im Vergleich mit
dem in den Drosselspulen fließenden Strömen. Es ist offenbar, daß Vektordiagramme der beschriebenen
Art für jede gewünschte Belastung aufgestellt werden können.
Aus Fig. 11 ist noch zu ersehen, daß die Anpassungsspannung »e« an den Ecken 46 und 42 der
Brücke (durch den Vektor 3-3' dargestellt) sich in Größe und Phasenwinkel in bezug auf die Spannung
an den Ecken 40 und 44 der Brücke (Vektor 0-2) und
an den Zuführungen 54 und 52 der Korrekturwicklung 20 ändert, wenn das Verhältnis der Scheinwiderstände
verändert wird.
Wie bereits erwähnt, stellt die Fig. 12 den Zustand dar, wo die Speisespannung V1 kleiner ist als die Spannung
E an den Klemmen der Primärwicklungen 16, 18 des Transformators und die Anpassungsspannung »e«
mit der Spannung E den Phasenwinkel a bildet.
Die Fig. 13 zeigt den Zustand, wo die Speisespannung V1 größer ist als die Spannung E an den Primärwicklungen
des Transformators und die Spannung »e« mit der Spannung E einen Phasenwinkel at bildet, die
ihrerseits gleichphasig mit der Spannung an der Ko-rrekturwicklung 20 ist.
In dem Grenzfall, wobei die Scheinwiderstände 32 und 36 sehr klein oder Null werden, muß die Speisespannung
V1 groß genug sein, um eine Spannung gleich der Primärspannung E plus der Spannung »e«
an der Korrekturwicklung zu erzeugen, eine Bedingung, die durch die Linie 0-1-2 der Fig. 12 dargestellt
wird. In dem anderen Grenzfall, wobei die Scheinwiderstände 34 und 38 sehr klein oder Null werden,
wird die resultierende Spannung durch 0-3 dargestellt.
In der bisherigen Darstellung war angenommen worden, daß der Endpunkt des die Anpassungsspannung
»e« darstellenden Vektors auf einer Parabel herumwandert. Wie im vorhergehenden hervorgehoben,
tritt dieser Fall ein, wenn die Summe der Scheinwiderstände der Drosselspulen 32 und 34 konstant ist,
und die Summe der Scheinwiderstände der Drosselspulen 36 und 38 ebenfalls konstant ist, während das
Verhältnis der Scheinwiderstände der Drosselspulen 32 zu 34 und das Verhältnis der Scheinwiderstände
der Drosselspulen 36 zu 38 verändert wird.
Auf diese Weise wird offenbar durch Verändern der Impedanzen der Drosselspulen 32, 34, 36 und 38 (entweder
manuell oder automatisch, wie bereits beschrieben) die Anpassungsspannung »e« an den Ecken
42 und 46 der Brücke in ihrer Größe und Phasenlage in bezug auf die Spannungii an der Primärwicklung
16 und 18 des Transformators variiert in dem Maße, daß sie entweder die Speisespannung V1 erhöht oder
ihr entgegenwirkt und dabei die Spannung V2 auf der Sekundärseite konstant erhält.
In gleicher Weise kann man die Spannung E an den Primärwicklungen 16 und 18 jede gewünschte Kurve
beschreiben lassen.
Weiterhin vollzieht sich diese »Korrektur« der angelegten Spannung V1 durch Verändern der Spannung
»e« stetig und praktisch gleichzeitig mit der Erfordernis hierfür.
Die Fig. 5 ist den Fig. 1 und 2 ähnlich und ist mit aufgenommen worden, um eine andere Darstellungsweise
der Grundschaltung zu zeigen.
In der früher beschriebenen Schaltung (Fig. 1 und 2 bis 5) wurde die an die Ecken 40 und 44 der
Brückenschaltung angelegte Spannung, d. h. die Brücken-Speisespannung, einer Korrekturwicklung 20
entnommen, die auf demselben Kern der Primärwicklungen 16 und 18 und der Sekundärwicklung 14 aufgebracht
ist. Ferner wurde die Anpassungsspannung »e« an den anderen Ecken 42 und 46 einer LeistungsSpeiseleitung
aufgedrückt oder zugeführt.
Im wesentlichen die gleichen Ergebnisse können erzielt werden durch Aufdrücken der von dem Brückenkreis
erzeugten Anpassungsspannung »e« auf die Sekundär- oder Belastungsseite des Transformators,
deren Spannung geregelt werden soll (Fig. 8). Weiterhin kann ein besonderer oder Hilfstransformator an
Claims (1)
1. Schaltungsanordnung zum Steuern oder Regeln einer Wechselspannung zwischen Spannungsquelle
und Verbraucher, bestehend aus wenigstens einem Transformator und einem Steuerglied, dadurch gekennzeichnet, daß als
Steuerglied eine Wheatstone-Brückenschaltung mit zumindest vier Drosselspulen vorgesehen ist, der
80ϊ 789/204
Applications Claiming Priority (4)
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|---|---|---|---|
| US1054562XA | 1954-05-13 | 1954-05-13 | |
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1054562B true DE1054562B (de) | 1959-04-09 |
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Family Applications (1)
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1955
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| US2960646A (en) | 1960-11-15 |
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