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DE1054209B - Optisches Glas - Google Patents

Optisches Glas

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Publication number
DE1054209B
DE1054209B DEJ13979A DEJ0013979A DE1054209B DE 1054209 B DE1054209 B DE 1054209B DE J13979 A DEJ13979 A DE J13979A DE J0013979 A DEJ0013979 A DE J0013979A DE 1054209 B DE1054209 B DE 1054209B
Authority
DE
Germany
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tho
optical glass
glass according
percent
weight
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEJ13979A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Walter Geffcken
Marga Faulstich
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Schott AG
Original Assignee
Jenaer Glaswerk Schott and Gen
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Jenaer Glaswerk Schott and Gen filed Critical Jenaer Glaswerk Schott and Gen
Priority to DEJ13979A priority Critical patent/DE1054209B/de
Priority to US773106A priority patent/US3082101A/en
Priority to GB36786/58A priority patent/GB903455A/en
Priority to FR779187A priority patent/FR1222499A/fr
Publication of DE1054209B publication Critical patent/DE1054209B/de
Pending legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03CCHEMICAL COMPOSITION OF GLASSES, GLAZES OR VITREOUS ENAMELS; SURFACE TREATMENT OF GLASS; SURFACE TREATMENT OF FIBRES OR FILAMENTS MADE FROM GLASS, MINERALS OR SLAGS; JOINING GLASS TO GLASS OR OTHER MATERIALS
    • C03C3/00Glass compositions
    • C03C3/12Silica-free oxide glass compositions
    • C03C3/14Silica-free oxide glass compositions containing boron
    • C03C3/15Silica-free oxide glass compositions containing boron containing rare earths
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y10TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC
    • Y10STECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y10S501/00Compositions: ceramic
    • Y10S501/90Optical glass, e.g. silent on refractive index and/or ABBE number
    • Y10S501/901Optical glass, e.g. silent on refractive index and/or ABBE number having R.I. at least 1.8
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
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Description

Für die Konstruktion höchstwertiger Objektive ist es besonders wichtig, Glassorten zu besitzen, die gleichzeitig hohe Brechung und geringe Dispersion aufweisen. Der erste große Erfolg in dieser Richtung waren die von Otto Schott angegebenen Gläser mit hohem Gehalt an BaO und B2O3. Fig. 1 zeigt das bekannte nd - ν -Diagramm. Die beschriebenen Gläser mit einem hohen Gehalt an BaO und B2O3 lagen durchweg unter der Linie A-B des Diagramms.
Erst Morey gelang der entscheidende Schritt, durch Verwendung beträchtlicher Mengen der Seltenen Erden, insbesondere des Lanthans und Thors, wesentlich über diese Grenze vorzustoßen. Einzelne dieser in der USA.-Patentschrift Re 21175 angegebenen Gläser sind in ihrer optischen Lage auch noch nach dem heutigen Stand der Technik als extrem anzusprechen. Es handelt sich hier um die Beispiele Ρ, T und S dieser Patentschrift. Bei der praktischen Ausführung dieser Beispiele ergibt sich jedoch, daß gerade diese extremen Vertreter so stark zur Kristallisation neigen, daß sie nur in Einheiten von wenigen cm3 hergestellt werden können. Dies gilt ebenso für das Beispiel T (33 Gewichtsprozent La2O3; 41 ThO2; 26 B2O3) wie für das Beispiel S (60 La2O3; 40 B2O3). Letzteres ist praktisch ein singulärer Punkt im System La2O — B2O3. Bei Erhöhung des Borsäureanteils tritt nämlich eine Phasentrennung in praktisch reine Borsäure und das erwähnte Glas S auf, bei Erniedrigung des Borsäureanteils erstarrt die ganze Schmelze kristallinisch. Wegen dieser Instabilität der genannten Zusammensetzungen sind diese auch praktisch nie verwendet worden. Es wurde vielmehr frühzeitig versucht, durch Abänderungen der Zusammensetzungen stabile Gläser zu schaffen. Dabei wurde jedoch im allgemeinen die optische Lage ungünstig verändert. LedigHch bei Brechwerten unter nä = 1,70 gelang bisher die Herstellung extremer Gläser im technischen Maßstab. Die Fig. 1 zeigt als Beispiel ein derartiges Glas als N bezeichnet. Es Hegt praktisch auf einer Geraden C-D, welche durch die eingangs erwähnten, als S und T eingezeichneten instabilen Gläser verläuft. Diese Gerade — ihr Ordinatenwert sei als v0 bezeichnet — kann durch die Gleichung
Optisches Glas
Anmelder:
Jenaer Glaswerk Schott & Gen.,
Mainz, Hattenbergstr. 10
Dr. Walter Geffcken und Marga Faulstich, Mainz,
sind als Erfinder genannt worden
d. h. Gläser, die auf der Linie C-D oder sogar Hnks von ihr liegen.
Eine Aufgabe der Erfindung ist es, derartige Gläser zu schaffen. In Fig. 1 sind einige Beispiele der nachfolgenden TabeUen als Kreuze eingetragen. Gegenüber einzelnen Beispielen aus dem deutschen Patent 949 686, die bezüglich optischer Lage vergleichbar sind, unterscheiden sich die erfindungsgemäßen Gläser entscheidend durch die viel größere StabiHtät, so daß sich Stücke von 1 kg und mehr in einwandfreier optischer Qualität nersteUen lassen, während die -erwähnten Beispiele nur in Stücken von wenigen Gramm als kristallfreies Glas erhältlich sind.
Eine weitere Aufgabe der Erfindung ist es,- unter Verzicht auf allerextremste v-Werte im Gebiet zwischen nd = 1,70 und 1,82 Gläser -zu schaffen, die, noch in größten Einheiten erschmolzen, einwandfrei stabil sind und sich deshalb zu Massengläsern eignen. Ihre optische Lage Hegt etwa Hnks der Linie EFG der Fig. 1, die durch die Gleichungen
nä>i,75 + (49-v) 1,75
100
für ν = 45 bis 49
= 55 — (nä1,71) 63,5
(1)
analytisch dargesteUt werden und ist in Fig. 1 als C-D eingezeichnet. In letzter Zeit sind durch die deutsche Auslegeschrift 1003 410 auch für Gläser mit einer Brechung über 1,82 stabile Glaszusammensetzungen angegeben worden (vgl. Beispiel U, Bild 1), deren v-Wert in Anbetracht ihrer extremen Brechung überraschend hoch Hegt, jedoch durchweg unter 45 bleibt. Im Zwischenbereich der Brechung, also zwischen 1,70 und 1,82, fehlten jedoch bisher stabile Gläser mit extremer optischer Lage,
nd > 1,75 + (49 — v) für v > 49
100
gegeben ist. Das in Frage kommende Gebiet für die beiden ersten Aufgaben ist durch das schraffierte Gebiet der Fig. 1 angedeutet.
Eine weitere Aufgabe der Erfindung besteht in der Angabe von Glaszusammensetzungen, die sich für die Fertigung von Massengläsern mit einer Brechung von etwa 1,72 bis etwa 1,69 eignen und welche frei von schädHchen Bestandteilen, wie ThO2 und BeO, sind und deren optische Lage in der Nähe der genannten Linie C-D liegt.
Um ein Maß für den mehr oder weniger extremen Wert der optischen Lage der beschriebenen Gläser zu erhalten, wurde die Größe Av eingeführt, welche angibt, um wieviel
809 788/174
der ?'-Wert des betreffenden Glases gegen den V 0-Wert (vgl. Gleichung 1) der als Norm betrachteten Linie C-D in Fig. 1 vergrößert ist. Man sieht aus den Beispielen der folgenden Tabellen, daß Zlv-Werte bis über 1 erreicht werden.
Gläser mit ähnlich extremen Zlv-Werten soll man zwar gemäß der USA.-Patentschrift 2 456 033 durch einen Gehalt von Fluor in Lanthangläsern erzielen. Verfährt man jedoch genau nach der dort gegebenen Vorschrift, so gelingt es in keinem Fall, diese Gläser auch nur in kleinsten Mengen glasig zu erhalten. Es müssen daher besonders aus dem bisherigen Stand der Technik nicht ersichtliche Maßnahmen nötig sein, um den angegebenen Erfolg zu erzielen. Außerdem bereitet allgemein die Herstellung von optischen Gläsern mit einem größeren Gehalt an Fluor wegen ihrer besonders starken Neigung zur Schlierenbildung größte Schwierigkeiten. Die erfindungsgemäßen Gläser sind deshalb frei von Fluor. Sie bestehen in ihrer einfachsten Form IedigUch aus Borsäure, Lanthanoxyd und ThO2. Es hat sich nämlich ao überraschenderweise gezeigt, daß in diesem System ein ganz schmales Gebiet beschränkter Länge existiert, das völlig stabil ist. Dieses Gebiet ist in Fig. 2 eingetragen. Es wird durch folgende Koordinaten beschrieben:
25
B2O3
Gewichtsprozent Gewichtsprozent
37 34 bis 35
38 33 bis 35
40 31,5 bis 35
41 bis 43 31 bis 35
46 32 bis 36
50 33,5 bis 38
52 34,8 bis 38,8
54 36,0 bis 39,5
56 37,5 bis 40,0
57 38,0 bis 40,0
Rest ThO2, wobei für Zwischenwerte linear zu interpolieren ist.
Die angegebenen Grenzwerte können sich zwar durch detailliertere Messungen noch geringfügig verschieben, doch wird die Gestalt des Gebietes dadurch nicht merklich verändert.
Die eingangs genannten Beispiele S und T von Morey sind zwar aus den gleichen Komponenten zusammengesetzt, liegen jedoch, wie aus Fig. 2 ersichtlich, deutlich außerhalb des stabilen Bereiches. Wegen seiner auffallend geringen Breite ist dieser Stabilitätsbereich offenbar bisher der Aufmerksamkeit entgangen. Es zeigte sich, daß der rechts, d. h. in Richtung hoher Borsäuregehalte, Hegende Teil A bis B der Berandung des Gebietes dadurch bedingt ist, daß das Überschreiten nach rechts zu einer Phasentrennung, d. h. zu einer Ausscheidung, praktisch reiner Borsäure führt. Überschreitet man die Berandung an den übrigen Stellen der Kurve, so tritt normale Kristallisation auf. Die Stabilität der Gläser nimmt in der Nähe dieser Berandung bereits merklich ab. Die Grenze in Fig. 2 ist jedoch so gelegt, daß auf jeden Fall noch Schmelzen von wenigstens 100 g ohne Kristallisation durchgeführt werden können. Im Zentrum des- Gebietes und in der Nähe der rechten Berandung ist die Stabilität so groß, daß Stücke von vielen kg Gewicht hergestellt werden können.
Die Brechung der Gläser innerhalb des umrandeten Gebietes hegt zwischen rund 1,735 und 1,77. Wünscht man Gläser mit geringerer Brechung, so kann man diese erreichen, indem man die erwähnten Gläser mit Gläsern geringerer Brechung mischt. Letztere müssen ebenfalls
einen im Verhältnis zu ihrer Brechung hohen v-Wert besitzen und dürfen keine Stoffe enthalten, die mit dem ersteren Glas schwerlösliche Niederschläge bilden. Aus diesem Grunde muß ein merklicher Gehalt an Fluor und Phosphorsäure vermieden werden, da diese mit Th· · · · reagieren, ebenso ein nennenswerter Gehalt an SiO2, der auf hohe La- · •-Gehalte fällend wirkt. Dagegen sind die Borate des Li und der ErdalkaUen sehr geeignet. Ein zu dem betreffenden Zweck geeignetes Li-Boratglas muß wenigstens 9% LiO2 enthalten, damit das Auftreten einer Phasengrenze vermieden wird. In Fig. 3 sind die der Fig. 2 entsprechenden Gebiete für die Systeme 0,5 Li2O + ThO2 + La2O3 + B2O3; 1,0 Li2O + ThO2 + La2O3 + B2O3 usw. neben dem ursprüngUchen Gebiet für 0 Li2O im vergrößerten Maßstab eingetragen. Man sieht, daß man bereits mit Li2O-Gehalten von 1,5°/„ jede Phasentrennung vermeiden kann, wenn man die Brechung des Glases nicht unter 1,70 zu senken wünscht.
Die Gebiete der Fig. 3 sind durch folgende Koordinaten begrenzt:
Lci2O3
Gewichts
prozent
B2O3
Gewichtsprozent
La 2O3
Gewichts
prozent
B2O3
Gewichtsprozent
35 34,5 bis 36,5 33 36,5 bis 38,5
36 34 bis 37 34 36,0 bis 39,0
38 33,5 bis 38 36 35,8 bis 40
40 33,5 bis 38,5 38 36 bis 41
45 35 bis 40 40 36 bis 41,5
50 37 bis 42 45 36,5 bis 44
52 38,5 bis 42,5 50 40,5 bis 45
54 41 bis 43 52 42 bis 45
55 42,5 54 44,5 bis 45
Rest ThO2 RestThO2
La2O3
Gewichts
prozent
B2O3
Gewichtsprozent
31 39 bis 39,5
32 38 bis 41
34 38 bis 42,5
36 38,5 bis 44
38 39 bis 45
40 39,5 bis 45,5
45 41 bis 47,5
48 43,5 bis 48
50 45 bis 48
51 46,5 bis 47,5
Rest ThO2
Zwischenwerte des Lithium erhält man durch Interpolation oder, was gleichbedeutend ist, durch eine Mischung zweier Gläser gemäß der Erfindung mit unterschiedUchem Lithium-Gehalt.
SelbstverständUch braucht das Li2O-Borat nicht als fertiges Glas zugegeben werden, sondern die beiden Gläser können bereits als Gemenge gemischt werden. Ein dem Li-Boratglas entsprechendes Na-Boratglas soUte nur η kleinsten Mengen zugesetzt werden, da der v-Wert solcher Na-Boratgläser zu niedrig ist. Dagegen sind die Boratgläser der ErdalkaUen, besonders des BaO, SrO und CaO besonders geeignet. Falls ein Glas aus Erdalkalien und Borsäure ohne Phasentrennung erschmolzen werden kann, z.B. eine Mischung von 72,5 B2O3, 7,4 CaO und 20,1 BaO, ergibt auch die Mischung dieses Glases mit dem Lanthan-Thorium-Boratglas keine Phasentrennung. Ebenso ergibt ein Erdalkaliboratglas, das für sich ausreichend gegen Kristallisation stabil ist, auch bei
Mischung mit einem aus B2O3 + La2O3 + ThO2 bestehenden stabilen Glas wiederum ein gegen Kristallisation stabiles Glas. Es hat sich sogar überraschenderweise gezeigt, daß solche Mischungen häufig stabiler sind als die das betreffende Glas aufbauenden Ausgangsgläser. Es hat sich z.B. ergeben, daß in Mischungen, die wenigstens 5% eines stabilen ErdalkaHboratglases enthalten, der in Fig. 2 eingezeichnete schmale Zipfel BCD, der sich praktisch durch geradlinige Verbindung der Punkte mit den Koordinaten (La2O3 = 57; B2O3 = 38; ThO2 = 5), (La2O3 = 57; B2O3 = 40; ThO2 = 3) und (La2O3 = 60; B2O3 = 40) darstellen läßt und der für sich allein sehr wenig stabile Gläser liefert, in der Mischung noch sehr gut brauchbar wird (vgl. Tabelle III, Beispiel 1). Da dieser Zipfel bis O ThO2, 60 La2O3, 40 B2O3 reicht, ist es möglich, auf diese Weise thorfreie Gläser mit einem nd bis etwa 1,72 zu erhalten.
Zur Übersicht ist in den Fig. 4 und 5 in Dreieckskoordinaten das stabile Glasgebiet in den Systemen B2O3—BaO—CaO und B2O3—SrO—CaO eingetragen. Für das Vierstoffsystem B2O3-BaO-SrO-CaO läßt sich das stabile Glasgebiet durch lineare Superposition der genannten Dreistoffglasgebiete mit ausreichender Genauigkeit interpolieren.
Die Mischung des Erdalkaliboratglases mit dem Lanthan-Thor-Boratglas ist grundsätzlich in jedem beliebigen Verhältnis möglich. Es ist jedoch im Interesse extremer y-Werte zweckmäßig, den Zusatz so gering zu halten, daß in oer Mischung die Summe von Lanthannnd Thoriumoxyd über 45°/0 bleibt. Das Molverhältnis der Summe der Erdalkalioxyde + Li2O zu B2O3 soll dabei aus dem gleichen Grunde zweckmäßig unter 0,2 bleiben. Um ein Glas von vorgegebener Brechung durch Mischung zu erhalten, wurde experimentell die Abhängigkeit der Brechung vom Mischungsverhältnis für eine Anzahl verschiedener Glaskombinationen bestimmt. Es ergab sich dabei allgemein eine nur schwach gekrümmte Kurve. Man kann nun die Abszisse so verzerren, daß diese Kurve zu einer Geraden wird, dann ergibt sich, daß auch Mischungen aus anderen Komponenten gegen diese verzerrte Abszisse aufgetragen auf einer Geraden liegen.
ImDiagrammFig. 6ist die Abhängigkeit des Brechungsexponenten nd von dem Gehalt an Erdalkaliboratglas eingetragen. Trägt man also die Brechungen zweier zu mischender Gläser bei den Abszissen 0 und 100 auf und verbindet durch eine Gerade, so kann man sofort ablesen, in welchem Verhältnis die beiden Komponenten gemischt werden müssen, um ein Mischglas vorgegebener Brechung zu erzielen. Für die Mischung zwei verschiedener Gläser mit Erdalkaliboratglas sind die Geraden in der Figur eingetragen.
Statt des Erdalkaliboratglases kann auch Cd-Boratoder Zinkboratglas zugesetzt werden. Diese müssen aber zur Vermeidung von Phasentrennung geringe Zusätze von Alkalioxyden, am besten Li2O, oder Erdalkalioxyden enthalten. Auch hier ist Mischarbeit in beliebigem Verhältnis möglich, doch soll insgesamt das Molverhältnis der zugesetzten zweiwertigen Oxyde + Li2O zu B2O3 unter 0,2% bleiben, da sonst das Glas seinen extremen Charakter verliert. Aus dem gleichen Grund dürfen SiO2, Al2O3 und Na2O selbst bei solchen Gläsern, bei denen sie die Stabilität nicht gefährden, nur in kleinsten Mengen anwesend sein.
Beim Zusatz von hochbrechenden 4-, 5- und 6wertigen Oxyden, wie ZrO2, Nb2O5, Ta2O5 und WO3, tritt zwar ebenfalls ein Sinken des v-Wertes ein, doch ist ihre Verwendung in kleineren Mengen, manchmal, z. B. wegen der Erhöhung der chemischen Haltbarkeit, vorteilhaft. Man kann hierbei rechnen, daß ein Ersatz von 1 La2O3 durch
1 Ta2O5 bzw. 1 WO3 bzw. 1 ZrO2 eine Verringerung des ν um rund 0,3 bedingt. Größere Mengen anzuwenden, wird deshalb erst vorteilhaft, wenn es sich um Brechungen über 1,76 oder gar 1,77 handelt. Hier fangen nämlich die Gläser, die nur aus B2O3, La2O3 und ThO2 bestehen, an zu kristallisieren. Ein Zusatz von ZrO2 oder ganz besonders von Ta2O5 oder Nb2O5 zu einem der stabilen Gläser des Gebietes von Fig. 2 erlaubt jedoch, zu noch höheren Brechwerten vorzudringen, ohne in ein kristalH-sationsgefährdetes Gebiet zu gelangen. Der Zusatz von Ta2O5, ZrO2 usw. soll jedoch auch in diesem Fall unter 12 % bleiben, da sonst die optische Lage sich zu sehr verschlechtert. Bereits mit 6 % Ta2O5 lassen sich Brechungen von über 1,80 erreichen. Bei Ta2O5 werden die Verhältnisse dadurch besonders günstig beeinflußt, daß es einen Teil der Borsäure zu ersetzen vermag, und zwar 1 Ta2O5 rund 0,4 Teile B2O3.
Aus diesem Grunde ist als die eine Dreieckskoordinate in Fig. 2 nicht Borsäure allein, sondern B2O3 + 0,4 Ta2O5 eingetragen. Die tantalhaltigen Gläser sollen also in einem Bereich liegen, der durch die so verallgemeinerte Fig. 2 bedingt ist. Das gleiche gilt für Niob.
Didymoxyd kann in kleineren Mengen in die erfindungsgemäßen Gläser eingeführt werden. Es ergibt sich hierbei ein zartrosa Farbton, der unter Umständen in Kombination mit gelbstichigen Gläsern eine günstige neutrale Färbung der ganzen Anordnung bedingt.
Die Herstellung der erfindungsgemäßen Gläser erfolgt in der für Boratgläser üblichen Weise. Eine bewährte Methode ist folgende:
Bei mäßiger Temperatur — meist genügen 1250° C — wird das gut homogenisierte Gemenge in einen Pt-Tiegel im elektrischen Ofen eingelegt und nach völligem Niederschmelzen die Temperatur um etwa 100°C zwecks Austreiben der Blasen erhöht. Hierbei ist als Läuterungsmittel As2O3 in Mengen bis zu 0,5% besonders empfehlenswert. LedigHch bei größeren Mengen von ZrO2 und Ta2O5 ist es bisweilen notwendig, die Einschmelztemperatur bis 1400° C zu erhöhen, um alles in Lösung zu bringen. Es ist dabei günstig, diese Stoffe recht fein zu mahlen, damit sie nicht einfach zu Boden sinken. Nach dem Läutern, das bei einer 400 g Schmelze etwa 1J2 Stunde erfordert, wird mit einem Platinriihrer etwa 1Z 4Stunde bei rund 1250° C gut homogenisiert und die Schmelze unter gleichmäßigem Rühren auf rund 1050 bis 1000°C in etwa x/4 Stunde abgekühlt. Sie wird dann, wie übHch, in eine mit Magnesiumoxyd ausgeriebene, zweckmäßig auf rund 300° C vorgewärmte Stahlform gegossen und langsam in einem Kühlofen abgekühlt. Die Gläser sind, wenn reinste Rohstoffe verwendet werden, praktisch farblos, selbst bei Brechungen über 1,77. Sie sind hart und gut polierbar und entsprechen voU den Anforderungen, die etwa bei der Verwendung für Fotooptik gestellt werden.
Als Rohstoffe kommen zweckmäßig, wie übHch, die Oxyde des Lanthans, Tantals, Zirkons, Wolframs, Zinks, Cadmiums, die Nitrate des Thoriums, Bariums und Strontiums, das Carbonat oder Nitrat des Lithiums und Calciums sowie das Oxydhydrat der Borsäure zur Anwendung. Es ist dabei nicht notwendig, die Borsäure vorher zu entwässern. Die Angaben der Figuren und TabeUen beziehen sich auf die Synthese unter Verwendung der angegebenen Rohstoffe. Bei der Analyse findet man im fertigen Glas das Verhältnis aHer Oxyde mit Ausnahme von B2O3 unverändert gegen die Synthese. Nur bei B2O3 verflüchtigen sich rund 2% der angewendeten B2O3-Menge, falls man das Hydrat von B2O3, wie vorgesehen, als Rohstoff verwendet. In der Analyse verschieben sich also gegenüber der Synthese die Gehalte der einzelnen Stoffe nach den Formeln
PiA = Pi
100
100 — für alle Stoffe außer B2 O3
Pea =
100
pns ■ C 100 — 2
für Borsäure.
In diesen Formeln bedeutet pi den Prozentgehalt an iem iten Stoff, ps den Prozentgehalt an Borsäure. Der sweite Index A bzw. 5 gibt an, daß der Wert für Analyse bzw. Synthese gilt.
Die folgenden Tabellen I bis V zeigen eine Reihe :harakteristischer Beispiele für die erfindungsgemäßen Gläser.
Die TabelleI enthält Gläser, die IedigHch aus B2O3, La2O3 und ThO2 bestehen. Die Bedeutung der Spalten ν ober. und- Δ ν findet sich eingangs erläutert. Man sieht aus Tabelle I, daß die Formel für die Berechnung von v0 recht zweckmäßig ist, da Av für die Mehrzahl der Gläser im gesamten Brechungsbereich einen fast konstanten Wert von ungefähr 1 besitzt, so daß man bei der Beurteilung des erreichten technischen Fortschritts von der wegen der nicht völligen Konstanz der Schmelzbedingungen unvermeidlichen Streuung des ^-Wertes der Versuchsschmelzen absehen kann.
35 Tabelle II enthält Gläser, die zusätzlich Li2O enthalten. Der Av-Wert ist im Durchschnitt etwas kleiner als bei Tabelle I, ist aber noch durchwegs positiv. Das gleiche gilt für die Zlv-Werte der Tabelle IV für Mischungen mit Erdalkaligläsern.
In der Spalte Mischg. ist angegeben, aus welchen Komponenten das resultierende Glas gemischt anzusehen ist.
Die Tabelle III a gibt eine Übersicht über die Zusammensetzung dieser Komponenten. Die Spalte φ der Tabelle III gibt an, welcher Gewichtsprozentsatz im Mischglas aus dem jeweils in Frage kommenden Erdalkaliglas besteht.
Die Tabelle IV enthält Gläser mit einem Gehalt an Ta2O5.
Die jeweils obere Zeile jeder Nr. gibt die Zusammensetzung des aus B2O3, La2O3 und ThO2 bestehenden Grundglases, die Werte der fünften Spalte den zugesetzten Anteil an Ta2O5 an. Die jeweils untere Zeile ergibt die Zusammensetzung, umgerechnet auf Prozente des Gesamtgewichtes. Man sieht, daß die Grundgläser 1 bis 5 bereits deutlich außerhalb des stabilen Bereiches der Fig. 2 hegen. Das Ta2O5 besitzt also die vorher erwähnte Eigenschaft, die Borsäure teilweise ersetzen zu können.
TabelleV enthält Beispiele mit weiteren Bestandteilen. Die zugehörigen Brech- und ^dv-Werte finden sich auf Tabelle Va.
Tabelle I Gewichtsprozent
Nr. B2O3 La2O3 ThO2 na, V Voter. Av
1 31,0 41,5 27,7 1,7668 52,25 51,39 0,86
2 31,7 43,5 24,4 1,7732 52,08 50,98 1,10
3 32,99 39,74 27,27 1,7658 52,05 51,45 0,60
4 34,5 40,0 25,5 1,7501 53,49 52,45 1,04
5 34,6 51,4 14,0 1,7596 52,88 51,85 1,03
6 35,0 44,0 21,0 1,7498 53,51 52,47 1,04
7 35,5 46,3 18,2 1,7464 53,66 52,69 0,97
8 36,0 50,0 14,0 1,7551 53,01 52,13 0,88
9 38,0 50,0 12,0 1,7375 54,00 53,52 0,48
10 39,0 54,0 7,0 1,7318 54,61 53,62 0,99
11 39,0 56,0 5,0
12 40,0 56,0 4,0 1,7393 54,14 53,14 1,00
T 26,0 33,0 41,0 1,7667 51,4 51,4 0
S 40,0 60,0 1,7227 54,1 54,19 - 0,09
TabeUe II Gewichtsprozent
Nr. B2O3 ThO2 Li2O V ν ober. Av
1 34,4 50,4 15,0 0,2 1,7619 53,04 51,70 1,34
2 38,0 40,7 20,8 0,5 1,7357 54,02 53,37 0,65
3 38,8 49,7 11,0 0,5 1,7330 54,17 53,53 0,64
4 39,8 44,3 14,9 1,0 1,7285 54,94 53,82 1,02
5 40,0 36,0 23,0 1,0 1,7196 54,81 54,39 0,42
6 40,0 46,5 13,0 0,5 1,7243 54,34 54,09 0,25
7 40,0 47,5 12,0 0,5 1,7257 54,64 54,00 0,64
8 40,0 46,0 13,25 0,75 1,7298 53,96 53,74 0,22
9 40,0 54,0 5,5 0,5 1,7269 54,79 53,93 0,86
10 40,8 46,8 11,8 0,6 1,7130 55,57 54,81 0,76
11 41,6 40,6 16,8 1,0 1,7167 55,17 54,58 0,59
12 42,0 50,0 7,5 0,5 1,7132
13 42,0 50,0 7,0 1,0 1,7211 54,52 54,28 0,24
14 42,0 54,0 3,5 0,5 1,7214 54,86 54,28 0,58
15 43,0 56,0 0,25 0,75 1,7168 55,32 54,57 0,75
16 45,0 50,0 4,0 1,0 1,7033 56,10 55,42 0,68
17 45,0 54,0 1,0 1,7056 56,03 55,28 0,75
TabeUe III
Gewichtsprozent
Nr. B2O3 La2O3 ThO BaO CaO SrO Mischg. P n& - V V
1 42,2 55,33 1,80 0,67 S + D 7,4 1,7188 55,25 0,81
2 43,6 51,81 3,35 1,24 S + D 13,8 1,7037
3 44,6 49,61 •— 4,24 1,55 S + D 17,4 1,7027 55,76 0,29
4 43,2 45,65 8,60 3,25 S + A 25,0 1,7012 55,89 0,33
5 37,6 43,12 15,0 3,10 1,18 V +A 9,1 1,7324 54,44 0,86
6 38,8 39,62 13,75 5,66 2,17 V +A 16,6 1,7212 54,79 0,50
7 40,8 34,00 11,8 9,70 3,70 V-I-A 28,5 1,7047 55,65 0,31
8 36,5 43,10 15,0 5,40 V + B 9,1 1,7348 54,26 0,84
9 36,7 39,65 13,75 9,90 V + B 16,6 1,7244 54,15 0,07
10 38,4 39,70 13,8 4,80 3,3 V + C 16,6 1,7205 54,69 0,35
11 37,3 40,83 19,5 1,80 0,67 U + D 7,4 1,7345 54,00 0,55
12 40,2 46,33 11,1 1,80 0,67 W + D 7,4 1,7229 54,46 0,28
13 44,02 39,50 9,45 5,20 1,83 W + D 21,3 1,6935 56,00 0,05
14 42,0 50,93 4,6 1,80 0,67 X + D 7,4 1,7150 55,15 0,47
ZnO vgl.
15 42,0 55,03 1,80 0,97 Nr. 1 1,7098 55,48 0,48
Tabelle IIIa
Nr. B2O3 La2O3 ThO BaO CaO SrO m V
A 53,0 34,0 13 1,6200
B 40,5 59,5 1,6430
C 50,2 29,8 20 1,6180
D 66,5 24,4 8,95 : 1,5900
S 40,0 60,0
U 35,0 44,0 21,0 . 1,7498 53,51
V 36,0 47,5 16,5 1,7460 53,66'
W 38,0 50,0 12,0 1,7375 54,00
X 40,0 55,5 5,0 1,7370 54,20
TabeUe IV
Nr. B2O3 La2 O3 ThO2 Ta2O5 ν
1
2
3
4
5
6
7
8
9
J 29,0
\ 27,65
J 30,0
I 28,6
ί 30,0
I 28,6
j 30,0
I 28,6
ί 30,0
I 28,6
J 31,03
I 29,7
J 31,03
I 29,2
ί 31,03
I 28,2
J 31,0
I 27,7
43,4
41,4
42,4
40,3
43,75
41,6
44,75
42,6
45,75
43,6
41,38
39,40
41,38
38,8
41,38
37,7
41,3
36,9
27,4
26,05
27,7
26,3
26,2
25,0
25,2
24,0
24,2
23,0
27,59
26,3
27,59
25,9
27,59
25,1
27,7
24,7
5,05
4,8
5,05
4,8
5,05
4,8
5,05
4,8
5,05
4,8
5,0
4,6
6,5
6,1
10,0
9,1
12,0
10,7
} 1,7922
j 1,7896
} 1,7813
j 1,7882
j 1,7992
j 1,7837
j 1,7912
j 1,7970
j 1,8022
49,95
49,79
50,53
50,03
49,38
50,3
49,66
49,30
47,65
TabeUe V Gewichtsprozent
Nr. B2O3 -Lüg Ο3 ThO2 BaO ZnO CdO Ta2O5 ZrO2 WOs Li2O SrO
1 36,3 42,9 13,0 3,1 2,1 2,3 0,3
2 36,3 40,9 15,0 5,2 2,3 0,3
3 36,4 52,1 6,8 2,1 2,3 0,3
4 34,7 46,6 14,0 2,1 2,3 0,3
5 34,7 48,8 13,9 2,3 0,3..
6 30,7 40,4 15,5 0,9 4,4 1,8 2,6 2,6 0,6 0,2 0,3
7 34,2 49,4 3,4 1,6 5,8 3,1 2,2 0,3
8 41,5 41,8 11,0 1,0 2,1 2,3 0,3

Claims (18)

  1. Tabelle Va
    Nr. nd ν V0 ber. ν 1 1,7381 53,11 53,22 -0,11 2 1,7351 53,00 53,40 -0,40 3 1,7434 52,72 52,88 -0,16 4 1,7501 51,51 52,45 +0,05 5 1,7587 52,39 51,90 +0,49 6 1,7734 49,55 50,97 -1,42 7 1,7570 50,4 52,00 -1,60 8 1,7199 53,20 54,36 -1,16
    Unter den erfindungsgemäßen Gläsern sind einige, deren Zusammensetzung innerhalb gewisser enger Grenzen liegt, ganz besonders stabil gegen Kristallisation.
    Die Zusammensetzungen lauten, geordnet nach steigendem Borsäuregehalt, in Gewichtsprozent:
    35 bis 36 B2O3, 43 bis 50 La2O3,14 bis 21 ThO2, 0 bis
    0,5 Li2O, 0 bis 2,5 Ta2Os;
    39 bis 40 B2O3, 54 bis 56 La2O3, 4 bis 6 ThO2; 39,5bis41 B2O3,44bis47La2O3,0,5bisl Li20,11,5bis Th O2;
    42 bis 44 B2O3, 49,5 bis 51 La2O3, 0 bis 5 ThO2,1,8 bis 4,5 BaO, 0,5 bis 2 Ca O;
    42 bis 44 B2O3, 53 bis 55 La2O3, 1,5 bis 2 BaO, etwa 2S 1,0 ZnO;
    etwa 31 B2O3, 41,5 La2O3, 27,5 ThO2 mit einem Zusatz von 4 bis IOTa2O5.
    Patentansprüche: 1. Optisches Glas mit einem Brechungsexponenten n& zwischen 1,70 und 1,82 und mit hohem i>-Wert, dadurch gekennzeichnet, daß es aus La2O3, ThO2 und B2O3 in einem Mischungsverhältnis besteht, welches innerhalb eines Gebietes liegt, das durch die Koordinaten
    B2O3 Gewichtsprozent Gewichtsprozent 37 34 bis 35 38 33 bis 35 40 31,5 bis 35 41 bis 43 31 bis 35 46 32 bis 36 50 33,5 bis 38 52 34,8 bis 38,8 54 36 bis 39,5 56 37,5 bis 40 57 38 bis 40 Rest ThO2
    40
    45
    5Q
    gegeben ist, wobei für Zwischenwerte linear zu interpolieren ist.
  2. 2. Optisches Glas nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es bis zu 0,5% Li2O enthält und daß die Zusammensetzung der übrigen Komponenten innerhalb eines Gebietes liegt, welches durch die Koordinaten
    B2O3 Gewichtsprozent Gewichtsprozent 35 34,5 bis 36,5 36 34 bis 37 38 33,5 bis 38 40 33,5 bis 38,5 45 35 bis 40 50 37 bis 42 52 38,5 bis 42,5 54 41 bis 43 55 42,5 Rest ThO2
    60
    gegeben ist, wobei für Zwischenwerte linear zu interpolieren ist (Fig. 3).
  3. 3. Optisches Glas nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es bis zu 1% Li2O enthält und daß die Zusammensetzung der übrigen Komponenten innerhalb eines Gebietes Hegt, welches durch die Koordinaten
    La2O3 B2O3 Gewichtsprozent Gewichtsprozent 33 36,5 bis 38,5 34 36,0 bis 39,0 36 35,8 bis 40 38 36 bis 41 40 36 bis 41,5 45 36,5 bis 44 50 40,5 bis 45 52 42 bis 45 54 44,5 bis 45 Rest ThO2
    gegeben ist, wobei für Zwischenwerte linear zu interpolieren ist (Fig. 3).
  4. 4. Optisches Glas nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es bis zu 1,5% Li2O enthält und daß die Zusammensetzung der übrigen Komponenten innerhalb eines Gebietes hegt, welches durch die Koordinaten
    La2O3 B2O3 Gewichtsprozent Gewichtsprozent 31 39 bis 39,5 32 38 bis 41 34 38 bis 42,5 36 38,5 bis 44 38 39 bis 45 40 39,5 bis 45,5 45 41 bis 47,5 48 43,5 bis 48 50 45 bis 48 51 46,5 bis 47,5 Rest ThO2
    gegeben ist, wobei für Zwischenwerte Hnear zu interpolieren ist (Fig. 3).
  5. 5. Optisches Glas nach den Ansprüchen 2 bis 4, mit einem Brechungsexponenten ng, zwischen 1,70 und 1,82 und mit hohem v-Wert, dadurch gekennzeichnet, daß seine Zusammensetzung der Mischung aus einem Glas gemäß Anspruch 1 mit einem stabilen Li-Boratglas entspricht, wobei der Li2O-Gehalt dieses Li-Boratglases wenigstens 9% und der Gehalt des fertigen Glases an Li2O bis zu 2% beträgt.
  6. 6. Optisches Glas mit einem Brechungsexponenten OTiJ zwischen 1,70 und 1,82 und mit hohem v-Wert, dadurch gekennzeichnet, daß seine Zusammensetzung der Mischung eines Glases gemäß Anspruch 1 mit einem stabilen ErdalkaHboratglas entspricht, wobei das Molverhältnis der gesamten ErdalkaHen zu Borsäure im fertigen Glas unter 0,2 bleiben soll.
  7. 7. Optisches Glas mit einem Brechungsexponenten n<i zwischen 1,70 und 1,82 und mit hohem y-Wert, dadurch gekennzeichnet, daß seine Zusammensetzung der Mischung eines Glases gemäß Anspruch 1, welches in einem Zusammensetzungsbereich Hegt, der durch die geradlinige Verbindung der Koordinaten (La2O3 = 57; B2O3 = 38; ThO2 = 5), (La2O3 = 57; B2O3 = 40; ThO2 = 3} und (La2O3 = 60; B2O3 = 40)
    begrenzt ist, mit wenigstens 5°/0 eines stabilen Erdalkaliglases entspricht.
  8. 8. Optisches Glas mit einem Brechungsexponenten ng, zwischen 1,70 und 1,82 und mit hohem r-Wert, dadurch gekennzeichnet, daß seine Zusammensetzung der Mischung eines Glases gemäß Anspruch 1 mit einem stabilen Glas im System Zinkoxyd — Cadmiumoxyd — Lithiumoxyd — Borsäure entspricht, wobei im fertigen Glas das Molverhältnis von ZnO + CdO + Li2 O zu Borsäure den Wert 0,2 nicht übersteigen soll.
  9. 9. Optisches Glas, bestehend aus einer beliebigen Mischung von Gläsern nach den Ansprüchen 2 bis 8, wobei das Molverhältnis der gesamten zweiwertigen Oxyde -j- Li2O zu Borsäure im fertigen Glas unter 0,2 bleiben soll.
  10. 10. Optisches Glas nach den Ansprüchen 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Gehalt an La2O3 + ThO2 im fertigen Glas über 45 Gewichtsprozent beträgt.
  11. 11. Optisches Glas nach den Ansprüchen 1 bis 10, gekennzeichnet durch einen zusätzHchen Gehalt von bis zu insgesamt 12% an hochbrechenden 4- und mehrwertigen Oxyden, wie ZrO2, SnO2, Ta2O5, Nb2O5 und WO3.
  12. 12. Optisches Glas nach den Ansprüchen 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die für B2O3 angeführte Koordinate B2O3 + 0,4 Ta2O5 bedeutet (Fig. 2).
  13. 13. Optisches Glas nach den Ansprüchen 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß es folgende Zusammensetzung in Gewichtsprozent aufweist: 35 bis 36 B2O3; 43 bis 50 La2O3; 14 bis 21 ThO2; 0 bis 0,5 Li2O; 0 bis 2,5 Ta2O5.
  14. 14. Optisches Glas nach den Ansprüchen 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß es folgende Zusammensetzung in Gewichtsprozent aufweist: 39 bis 40 B2O3; 54 bis 56 La2O3; 4 bis 6% ThO2.
  15. 15. Optisches Glas nach den Ansprüchen 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß es folgende Zusammensetzung in Gewichtsprozent aufweist: 39,5 bis 41 B2 O3; 44 bis 47 La2 O3; 0,5 bis 1 Li2 O; 11,5 bis 15 Th O2.
  16. 16. Optisches Glas nach den Ansprüchen 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß es folgende Zusammensetzung in Gewichtsprozent aufweist: 42 bis 44 B2 O3; 49,5 bis 51 La2 O3; 0 bis 5 Th O2; 1,8 bis 4,5 Ba O; 0,5 bis 2 CaO.
  17. 17. Optisches Glas nach den Ansprüchen 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß es folgende Zusammensetzung in Gewichtsprozent aufweist: 42 bis 44 B2O3; 53 bis 55 La2O3; 1,5 bis 2,0 BaO; etwa 1,0 ZnO.
  18. 18. Optisches Glas nach den Ansprüchen 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß es folgende Zusammensetzung in Gewichtsprozent aufweist: etwa 31 B2O3; 41,5 La2O3; 27,5 ThO2 mit einem Zusatz von 4 bis IOTa2O5.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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